Gesundheit

8 goldene Regeln für gesundes Abnehmen

Über 40% der Hunde leiden an Übergewicht und es werden leider immer mehr. Wenn euer Hund abnehmen muss, dann haben wir hier die acht goldenen Regeln, die eurem Hund beim Abnehmen helfen. Denn es kommt nicht nur darauf an, die Futtermenge zu reduzieren. 

Wie? Das war alles? Ich habe Hunger!

1. Stärke & Kohlenhydrate besser meiden

Während einer Diät ist es sinnvoll, auf die Fütterung von Stärke und Kohlenhydraten zu verzichten oder diese zumindest stark zu reduzieren. Denn Stärke wird im Körper in Zucker umgewandelt und sorgt zwar für schnelle Energie, lässt aber den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Sinkt der Blutzuckerspiegel danach wieder, kommt es zum einen zu Heißhunger und obendrein wird die nicht verbrauchte Energie als Fett im Gewebe eingelagert. Beides möchte man insbesondere bei einer Diät vermeiden. Deshalb ist es sinnvoll, auf die Fütterung von Getreide und Kohlenhydraten während einer Diät besser zu verzichten.  Da die meisten Trockenfutter-Sorten einen hohen Anteil an Kohlenhydraten enthalten, solltet ihr besser Nassfutter oder BARF während einer Diät füttern oder zumindest auf ein Trockenfutter mit einem geringen Kohlenhydrat-Anteil umsteigen. 

2. Futtermenge richtig reduzieren

Den individuellen Energiebedarf deines Hundes kennen

Um abzunehmen, muss euer Hund weniger Energie zu sich nehmen. Doch um die Energie zu reduzieren, muss ich zunächst wissen, wieviel Energie mein Hund im Normalfall benötigt. 

Die Futtermenge des Hundes ist von vielen Faktoren abhängig

Die reguläre Futtermenge ist vom Energiebedarf des Hundes abhängig, der sehr individuell von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist wie:

  • Alter des Hundes - im Alter benötigen Hunde im Verhältnis meist weniger Energie als jüngere Hunde, da sich Stoffwechsel und Bewegung meist verlangsamen. 
  • Kastration des Hundes führt zu einem verlangsamten Stoffwechsel und damit zu einem geringeren Energiebedarf. Bei kastrierten Hunden wird von Ernährungsberatern und Tierärzten empfohlen, direkt nach der Kastration die Futtermenge um ca. ein Viertel zu reduzieren.
  • Größe und Gewicht des Hundes
    • Bei kleineren Hunden ist der Stoffwechsel höher als bei größeren Hunden.
    • Kleine Hunde haben im Verhältnis zum Körpergewicht eine größere Oberfläche und geben mehr Körperwärme ab als größere Hunde (Thermoregulierung).
  • Aktivitätslevel - logisch, wenn sich der Hunde viel bewegt, benötigt er auch mehr.
  • Energie. Leistungshunde benötigen im Verhältnis mehr Futter als andere Hunde. 
  • Psyche: bei einem hohen Stresslevel verbrauchen die meisten Hunde mehr Energie
  • Gesundheit, kranke Hunde können je nach Krankheit mehr oder weniger Energie benötigen.

Grobe Faustregeln für den Futterbedarf

Aufgrund der individuellen Bedürfnisse der Hunde gibt es keine einheitliche Formel zur Berechnung des Energiebedarfs.

Es gibt aber grobe Faustregeln für die Futtermenge von Hunden als Ausgangspunkt, doch die Futtermenge ist bei deinem Hund dann richtig, wenn er das Gewicht mit der Futtermenge normal hält.

  • Futtermenge beim BARFen
    Eine grobe Faustregel für die Menge des Futters beim BARFEN besagt: Der Hund sollte 2-3% des gewünschten Gewichts am Tag als Futterration erhalten. Für sehr kleine Hunde kann die Ration jedoch bei 3-4% liegen.
  • Kalorienbedarf des Hundes nach Körpergewicht
    Eine sehr grobe Faustregel für den Kalorienbedarf eines Hundes nach Körpergewicht wurde vom National Research Council (Quelle: NRC) aufgestellt. Sie besagt: 
    • Hund 10 Kg = 530 kcal
    • Hund 20 Kg = 900 Kcal
    • Hund 30 Kg = 1.220 Kcal

3. Mahlzeiten einhalten und nicht Snacken

Gesunde erwachsene Hunde sollten nicht mehr als 1-2 Mahlzeiten pro Tag erhalten. Sie benötigen keine Zwischenmahlzeiten oder "Snacks". Leckerlis sollten ausschließlich für Trainingseinheiten verwendet und von der täglichen Ration abgezogen werden. Bettelnden Blicken könnt ihr statt mit Futter auch mit Aufmerksamkeit oder mit einem kleinen Spiel begegnen. Das lenkt ab und freut den Hund. 

4. Kalorienbombe Snacks und Leckerlis

Leckerlis sind meist getrocknet und enthalten daher 4 x soviel Kalorien wie das nicht frische Naturprodukt. Beispiel: getrocknete Leckerlis aus 100% Entenfleisch enthalten rund 530 Kcal pro 100g. Das ist allerdings schon eine Tagesration für einen 10 Kg-Hund. Viele Fertig-Leckerlis enthalten obendrein Kohlenhydrate oder gar Zucker. Das sind absolute Dickmacher, die nicht sein müssen.

Kalorien von Leckerlis & Snacks

  • 1 Scheibe Salami = 67 kcal
  • 1 Scheibe Gouda = 76 kcal
  • Kauknochen aus Rinderhaut (190g) =700 kcal
  • Zahnpflegeriegel = ca. 50-70 kcal
  • 100g Bockwurst = 312 kcal
  • 100g Geflügel Mortadella = 709kcal
  • 100g Salami = 340 kcal
  • 100g Lakse Kronch (getrocknete Lachs-Snacks) = 570kcal
  • 100g Leckerlis aus 100% Entenfleisch = 529kcal
  • 100g Hähnchenbrust = 110 kcal

Kalorienarme Leckerlis einfach selbst machen

Kalorienarme Leckerlis könnt ihr aber einfach selbst herstellen: Kocht etwas Hühnchenbrustfilet und zerschneidet es in kleine Stücke. 100g haben nur 110 Kcal. Das ist ein entscheidender Unterschied. Außerdem solltet ihr diese Kalorien von der Mahlzeit eures Hundes abziehen. Wenn euer Hund so verfressen wie meiner ist, dann könnt ihr ihm auch kleine Gemüsestückchen als Leckerlis verkaufen. Die haben dann noch weniger Kalorien. 

Zur Beschäftigung könnt ihr ein befüllbares Spielzeug mit püriertem Obst füllen. Das ist sehr schön kalorienarm und beschäftigt den Hund beim Schlecken. Insbesondere im Sommer genial. Ein Kauknochen ist dagegen hochkalorisch und sollte während einer Diät nur mit Bedacht eingesetzt werden. 

5. Regelmäßige Gewichts-Kontrolle

Eine regelmäßige Gewichtskontrolle ist das A und O zur Gewichtsreduktion und auch zur Vermeidung von Übergewicht. Wenn ihr regelmäßig kontrolliert, könnt ihr schnell gegensteuern und es kommt gar nicht erst zu ungesundem Übergewicht.

Bei der Gewichtsabnahme ist es sinnvoll, zunächst einmal IST- und SOLL-Gewicht zu vergleichen und dann wöchentlich den IST-Stand festzuhalten. Ich wiege meinen Hündin immer sonntags, bevor sie gefressen hat oder draußen war, dann ist das Gewicht gut vergleichbar mit den Vorwochen. 

6. Move on - mehr Bewegung

Seid ehrlich: so viel hat sich euer Hund gar nicht bewegt. Das solltet ihr gemeinsam und mit Freude steigern. Aber bloß nicht von 0 auf 100, das bekommt auch uns nicht gut. Ihr möchtet ja auch nicht von heute auf morgen einen Marathon laufen müssen. 

Falls ihr die Bewegung eures Hundes nicht gut einschätzen könnt und auf Tools steht: Es gibt Aktivitäts-Tracker für Hunde. Eine langsame Steigerung der Bewegung führt zu einem höheren Energieverbrauch und zu mehr Muskelaufbau. Das ist gut für die Gelenke. Natürlich solltet ihr dies bei einem Hund mit kranken Gelenken und starkem Übergewicht sehr langsam angehen lassen und es am besten mit eurem Tierarzt absprechen. Etwas längere Spaziergänge, etwas mehr Spiel mit anderen Hunden, spannende Suchspiele oder Schwimmen können gute Bewegungen für übergewichtige Hunde sein. 

7. Gesunder Darm durch gesunde Ernährung

Eine gesunder Darm mit einer ausgeglichenen Darmflora ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit des Hundes. Zum Einen stärkt eine gute Darmflora das Immunsystem des Hundes und zum anderen sorgt sie für eine optimale Futterverwertung. Eine Ernährungsumstellung auf eine natürliche und proteinreiche Kost ohne unerwünschte und dickmachende Zusatzstoffe ist ein sehr guter Grundstein für das Abnehmen. Außerdem habt ihr damit unter Kontrolle, ob dickmachende Geschmacksverstärker oder hungermachende Enzyme im Futter landen. 

Hier bieten sich je nach Aufwand und Vorlieben viele Möglichkeiten der Ernährungsumstellung an:

Trockenfutter meiden

Einfaches Trockenfutter solltet ihr in keinem Fall mehr verfüttern. Wenn es Trockenfutter sein muss, dann könnt ihr zeitweise auf Trockenbarf umstellen. 

Rohfütterung (BARF)

Eine Umstellung auf eine artgerechte und natürliche rohe Kost solltet ihr euch überlegen. Wenn ihr unsicher seid, könnt ihr euch für euren Hund einen Ernährungsplan von einem Ernährungsberater zusammenstellen lassen. Alternativ gibt es auch fertige BARF-Menüs, wobei ihr hier auf gute Qualität und eine gute Zusammenstellung achten solltet. 

Selbst für den Hund kochen

Wer nicht roh füttern möchte, kann auch für seinen Hund selbst kochen. Hierzu gibt es viele Bücher und Anleitungen. 

Feuchtfutter mit viel Protein

Wer nicht kochen oder barfen möchte, kann ein Feuchtfutter mit einem hohen Anteil an Fleisch oder Fisch und mit so wenig Kohlenhydraten wie möglich füttern. Getreide, Rübenschnitzel, Reis, Cellulose u.ä. Inhaltsstoffe sollten gemieden werden.

Fertigfutter kombiniert mit selbst machen

Alternativ könnt ihr beispielsweise auch reine Fleischfutterdosen verwenden und noch Zusätze wie Gemüse, Obst, Omega3-Öl und Vitamin D dazugeben.

8. Kontrolliert & langsam abnehmen

Und bitte nicht übertreiben. Es braucht einfach Zeit, bis das angesammelte Fett wieder verbrannt wird. Radikal-Diäten sind auch bei Hunden ungesund und können auch bei ihnen zum Jo-Jo-Effekt führen. Deshalb ist es wichtig, sich ein gesundes und erreichbares Ziel zu setzen. Wiegt euren Hund, stellt fest, wie viele Pfunde er loswerden soll und errechnet dann, in welchem Zeitraum das stattfinden soll. 1 Kg ist absolut ausreichend im Monat bei einem großen Hund.

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