Gesundheit

Darf mein Hund Ananas fressen?

Die exotische Ananas (botanischer Name: ananas comosus) ist bei vielen Menschen beliebt. Mit nur ca. 55 kcal/100g ist sie kalorienarm und ihr wird immer wieder nachgesagt, dass sie beim Abnehmen helfen kann. Ananas sind reich an Vitaminen und Enzymen, aber dürfen auch unsere Hunde sie fressen?

Ananasfrüchte

Ja oder Nein?

Ja, Hunde dürfen Ananas fressen. Die meisten Hunde lieben Ananas aufgrund des süßen Geschmacks, doch Vorsicht: Ananas werden nicht immer gut vertragen und es gibt bessere Obst-Sorten für Hunde als Ananas. Wir zeigen euch die Vor- und Nachteile von Ananas und wie ihr sie am besten füttert.

Nachteile

Drei Nachteile der Ananas für Hunde

 

  1. Zu viel Ananas kann zu starken Magenproblemen führen

    Gerade empfindliche Hunde können auf zu viele Ananas aufgrund des hohen Fruchtsäure-Gehalts mit Verdauungsbeschwerden oder gar mit Bauchschmerzen und Durchfall reagieren. 
  1. Tabu: Unreife Ananas

    Ananas haben einen langen Weg bis zu uns hinter sich gebracht und werden nicht immer reif auf die Reise geschickt. Leider reifen sie nicht nach und unreife Ananas können bei Hunden zu starken Magenproblemen mit Krämpfen führen. Unreife Ananas hat eine stark abführende Wirkung. 
  1. Zuviel Zucker

    Insbesondere reife Ananas können einen hohen Zuckergehalt haben. Doch Zucker ist für unsere Hunde ungesund, da er zu Übergewicht, schlechten Zähnen und zu einer schlechten Darmflora führen kann.

 

Vorteile

4 gesunde Vorteile von Ananas für Hunde

 

  1. Ananas-Enzym hat heilende Wirkung und fördert die Verdauung

    Ananas enthält Bromelain, ein Ananas-Enzym, das Eiweiße spaltet und damit die Eiweiß- und Fettverdauung anregt und den Stoffwechsel unterstützt. Bromelain hat eine heilende Wirkung, da es abschwellend wirkt und Entzündungen hemmen kann. Bromelain hat eine blutverdünnende Wirkung und kann dadurch das Risiko von Thrombosen oder Herzinfarkte senken. 
  1. Gut für das Immunsystem und die Haut

    Reife Ananas enthalten viel Vitamin C und etwas Vitamin E. Beide sind starke Antioxidantien, die die Zellen schützen und das Immunsystem stärken. Vitamin C ist für den Aufbau von Kollagen im Körper und für die Wundheilung wichtig. Auch Zink, ein starkes Antioxidans, das für ein schönes Fell sorgen kann, ist etwas enthalten. Die nicht geringen Mengen an Eisen in Ananas unterstützen den wichtigen Sauerstofftransport im Blut.

  2. Gut für Muskeln und Nerven

    Ananas enthalten nicht wenig Magnesium, das eine große Rolle in der Entspannung der Muskeln spielt und auch für ruhige Nerven notwendig ist. Die in leichter Menge enthaltenen B-Vitamine (B1, B2, B6) unterstützen ebenfalls eine gute Funktion der Nerven.

  3. Leicht entwässernd

    Kalium ist in vielen Obstsorten in hohen Mengen enthalten. Auch Ananas enthält nicht wenig Kalium, das täglich zugeführt werden muss, da es der Körper nicht speichern kann. Kalium ist ein Mineralstoff, der wichtig für die Regulierung des Wassergehalts in den Zellen ist und auf natürliche Art entwässert. Gleichzeitig ist Kalium für wichtige Stoffwechselprozesse in Herz und Nerven nötig und hilft, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.  

Fütterung

So füttert ihr Ananas am besten an euren Hund

Ananas schälen und nur reife Früchte verwenden

Reife Ananas werden von Hunden wesentlich besser vertragen, denn sie enthalten weniger Fruchtsäure. Die reife Ananas sollte auch für Hunde gut geschält werden und nur das Fruchtfleisch verwendet werden.

Ananas roh und püriert am besten verwertbar

Hunde können die Vitamine und Spurenelemente in Obst nicht verwerten, da sie die Zellwände (Zellulose) nicht spalten können. Deshalb ist es am besten, Obst roh und püriert zu geben. Hierzu eignet sich bei Ananas ein kleiner Mixer ganz hervorragend. Das Ananas-Püree könnt ihr dann zu dem Futter geben, denn das Vitamin E ist fettlöslich und kann vom Hund nur mit etwas Fett aufgenommen werden.

Erfrischende Beschäftigung mit Ananas

Ihr könnt pürierte Ananas mit etwas Joghurt oder Quark mischen und in ein dafür vorgesehenes Hundespielzeug füllen. Legt ihr das gefüllte Hundespielzeug noch ins Eisfach, ist euer Hund mit dem Herausschlecken eine Weile glücklich beschäftigt und hat gleichzeitig bei hohen Temperaturen eine gesunde und leckere Erfrischung.

Ananas aus der Dose oder als Saft meiden

Verarbeitete und gesüßte Ananas aus der Dose oder als Saft sind für Hunde aufgrund des hohen Zuckergehalts tabu. Viel Zucker führt auch bei Hunden zu schlechten Zähnen und Übergewicht und bringt den Darm und damit das Immunsystem durcheinander.

Am besten Bio-Ananas

Bio-Ananas sind nicht gespritzt und enthalten keine Schadstoffe, gleichzeitig unterstützen sie eine gesunde Natur.

Wie viele Ananas darf mein Hund fressen?

Die tägliche Menge an frischem Obst, die gesund für einen Hund ist, hängt von der Größe und dem Gewicht deines Hundes ab. Aufgrund ihres hohen Säure- und auch Zuckergehalts gehört Ananas nicht zu den täglichen Mahlzeiten. Dafür gibt es andere Obstsorten, die besser geeignet sind. Aber um euch einen Eindruck zu geben, wie wenig Ananas ihr als Leckerli füttern dürftet, orientieren wir uns an einer durchschnittlichen BARF-Futterration. Die tägliche BARF-Ration soll ca. 3% des Körpergewichts des Hundes betragen. Obst sollte beim BARFEN nicht mehr als 5-10% der Tages-Futterportion ausmachen. So gesehen sind 15-30g Ananas an einem Tag absolut genug für einen Hund von 10kg.

Beim ersten Mal Ananas vorsichtig ausprobieren

Die meisten Hunde mögen Ananas aufgrund des süßen Geschmacks, doch viele vertragen sie nicht so gut oder nur in sehr kleinen Mengen. Bei empfindlichen Hunden solltet ihr am besten vor dem Füttern euren Tierarzt fragen, ob ihr eurem Hund Ananas füttern dürft. Er kennt euren Hund und seine individuellen Bedürfnisse und Schwächen am besten. Wie bei fast allen Nahrungsmitteln besteht auch bei Ananas die Gefahr, dass dein Hund allergisch auf sie reagieren kann. Es ist daher ratsam, Ananas zu Beginn in sehr kleiner Menge bei deinem Hund zu testen. Sollte dein Hund allergische Reaktionen wie Schwellungen, Atemprobleme, Ausschläge, Jucken, Husten oder andere Allergie-Symptome zeigen, solltest du ihm natürlich keine weitere Ananas geben und sofort den Tierarzt kontaktieren.

Wissenswertes zu Ananas

Herkunft der Ananas

Die Ananas stammt aus Brasilien und Paraguay. Doch von dort hat sie mittlerweile viele Länder als Kulturpflanze erobert. 

Ananas-Saison

Frische Ananas sind bei uns das ganze Jahr über erhältlich. Diese werden aus Costa Rica, Ecuador, Honduras oder von der Elfenbeinküste, Südafrika und Ghana importiert. Zwischen Mai und August ist das Angebot geringer, was zu höheren Preisen führt.

Lagerung der Ananas

Die Ananas wird bereits reif gepflückt und reift nicht mehr nach. Am besten bewahrt ihr sie in der Obstschale bei Zimmertemperatur auf, denn im Kühlschrank ist es ihr zu kalt. Bereits geschälte Ananas-Stücke halten sich nicht lang im Kühlschrank. Nach einem Tag solltet ihr sie aufbrauchen.   

Fazit zur Fütterung von Ananas an Hunde

Reife Ananas sind in geringen Mengen zwar kein absolut geeignetes Obst für Hunde, das täglich gefüttert werde sollte, aber können als gelegentlicher Snack gesund sein. Das Fruchtfleisch sollte roh und püriert gegeben werden, damit dein Hund die Nährstoffe verwerten kann.

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