Gesundheit

Darf mein Hund Bananen fressen?

Viele Obstsorten sind gesund für Hunde und sehr gut genießbar. Aber einige für Menschen bekömmliche Obstsorten wie z.B. Weintrauben können für Hunde giftig sein. So gesehen stellt sich jeder verantwortungsbewusste Hundehalter vor der Fütterung einer Banane erst einmal die Frage, ob sie für den Hund verträglich ist.

Bananen stecken voller Energie und sind für Früchte mit ca. 90 kcal/100g hochkalorisch. Sie enthalten zwar kaum Fett, aber reichlich Fruchtzucker. Gleichzeitig haben sie wichtige Mineralstoffe und Vitamine und können bei Durchfall helfen. Aber sind Bananen auch gut für Hunde?

In Maßen genossen sind Bananen für die meisten Hunde gesund

Ja oder Nein?

Dürfen Hunde Bananen fressen oder sind sie schädlich für Hunde?

Ja, Hunde dürfen Bananen fressen. Aber bevor ihr euren Hund mit den gelben, süßen Früchten füttert, gibt es einige Punkte, die gut zu wissen sind. Einigen mäkeligen Hunden schmecken Bananen nicht. Die meisten Hunde fühlen sich aber von der Süße der Banane angezogen und fressen sie sehr gern.

Die gelben Exoten haben viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Was genau in ihnen steckt und wie ihr sie am besten füttert, erfahrt ihr im Folgenden.

Vorteile

5 Gründe, warum Bananen gesund für deinen Hund sind

 

  1. Bananen sind gut für Herz, Nerven und Muskeln

    Bananen enthalten sehr viel Kalium, das für Herz, Nerven und Muskeln als auch für den Wassergehalt in den Zellen wichtig ist. Allerdings kann ein Zuviel an Kalium wiederum ungesund für Herz und Muskeln werden.

  2. Bananen sind schnelle Energie-Lieferanten

    Wenn dein Hund sportlich ist oder an Gewicht zulegen soll, dann können Bananen hilfreich sein. Sie sind reich an Kalorien (ca. 90kcal/100g) und enthalten viel Fruchtzucker.

  3. Bananen liefern Mineralstoffe für die Knochen und Muskeln

    Bananen enthalten Calcium, Phosphor und Magnesium, die gut für den Knochenaufbau, die Zähne und die Muskeln sind. Allerdings ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht optimal. Ein Grund mehr, Bananen nur in kleinen Mengen zu füttern.

  4. Bananen können bei Durchfall helfen

    Bananen sind reich an Ballaststoffen und können die Darmtätigkeit regulieren. Gerade bei Durchfall haben sie eine stopfende Wirkung.

  5. Bananen stärken die Zellen, die Nerven und das Immunsystem

    Bananen enthalten – wenn auch in Maßen - gleich drei Vitamine, die die Zellen schützen: Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin, das in Vitamin A umgewandelt wird. B-Vitamine stärken die Nerven und Vitamin B6 ist in recht hohem Maß enthalten und unterstützt zusätzlich den Eiweißstoffwechsel.

Nachteile

3 Gründe, was an Bananen für Hunde gefährlich oder ungesund ist

  1. Verstopfungsgefahr

    Leidet euer Hund bereits an Verstopfung, so sind Bananen absolut tabu, da sie die Verstopfung verstärken können. Daher gilt: Weniger ist mehr!

  2. Das ist ja ein dicker Hund! Sind Bananen Dickmacher für Hunde?

    Leider gehören Bananen zu den hochkalorischen Früchten mit sehr viel Fruchtzucker. Kurz gesagt: dein Hund kann von zu vielen Bananen schnell zunehmen oder erkranken. Bei einem kleinen Hund reichen hier schon wenige Stücke und er hat mal eben nebenbei vergleichbar viele Kalorien beim Menschen von einem Burger verdrückt. Deshalb sind bei Hunden, die mit ihrem Gewicht kämpfen, Leckerlis mit weniger Kalorien als Bananen besser.

  3. Nur ausgezogen: Die Schale der Banane kann gefährlich werden

    Die Bananenschale ist schwer verdaulich und kann zu Blockaden führen. Bananen, die keine Bio-Bananen sind, können giftige Schadstoffe in der Schale enthalten.

Fütterung

Wie könnt ihr Bananen am besten verfüttern und worauf solltet ihr dabei achten?

Sofern ihr eurem Hund Bananen füttern möchtet, findet ihr hier noch ein paar Tipps:

Reife Bananen verfüttern

Verfüttert Bananen am besten im reifen Zustand. Denn unreife Bananen enthalten zwar weniger Zucker, aber besonders viel unverdauliche Stärke, die zu Verdauungsproblemen führen kann.

Niemals Bananenschalen verfüttern

Eigentlich selbstverständlich, aber es sei besser erwähnt: Bitte verfüttert niemals die Bananenschale mit, sondern schält die Banane auch für eure Hunde. Die Schale ist nicht nur schwer verdaulich, sie kann auch bei Nicht-Bio-Qualität eine Menge giftiger Schadstoffe enthalten.

Banane pürieren oder stampfen

Die Banane am besten püriert oder gestampft unter das Futter mischen. Obst sollte stark zerkleinert gefüttert werden, damit der Hund die Inhaltsstoffe gut verwerten kann.

So ist euer Hund lange mit der Banane beschäftigt

Ihr könnt pürierte Bananen auch in dafür vorgesehenes Hundespielzeug füllen und bei Bedarf auch mit etwas Quark vermischen. Legt ihr das gefüllte Hundespielzeug noch ins Eisfach, ist euer Hund mit dem Herausschlecken eine Weile glücklich beschäftigt.

Banane als Snack oder Leckerli

Sehr kleine Bananen-Stücke können als Snack oder Leckerli direkt oder zuvor eingefroren gegeben werden. Allerdings können die Hunde dann die Nährstoffe nicht optimal verwerten, die Kalorien aber bleiben.

Darf mein Hund getrocknete Bananen fressen?

Getrocknete Bananen sind für viele Hunde zwar auch ein Leckerbissen, aber hier gilt die Regel von 1:4. Diese besagt, dass 100g getrocknete Bananen viermal so viel Kalorien, Zucker und auch Kalium enthalten wie 100g der frischen Frucht. Das sind Kalorienbomben, die im Grunde nur zum Aufbau vertretbar sind.

Weniger ist mehr: gerade für kleine Hunde ist bereits eine halbe Banane zu viel. Bananen sind keine Mahlzeit, sie können aber als kleine Belohnung oder Futter-Ergänzung gefüttert werden.

Wie viele Bananen darf ich meinem Hund füttern?

Um eine Daumenregel für die tägliche Obstration deines Hundes zu finden, ziehen wir am besten die BARF-Fütterung heran. Das klingt jetzt etwas kompliziert in der Rechnung, ist aber eigentlich ganz einfach: Bei der BARF-Fütterung sollte der pflanzliche Anteil der Fütterung ca. 20%-25% der Gesamtmenge ausmachen.

Das Obst hat jedoch den wesentlich geringeren Anteil als das Gemüse und kommt auf ein Viertel bis ein Drittel des pflanzlichen Anteils. Das entspricht dann nur ca. 5-10% der Tages-Portion.

Die Tagesportion eines Hundes beträgt ca. 3% des Körpergewichts. Ein erwachsener Hund von 10kg würde also eine Obst-Portion am Tag von ca. 15-30 g erhalten. Solltet ihr nicht Barfen, würdet ihr die Leckerlis vom Futter abziehen und die Bananen ebenfalls mit nicht mehr als 15-30g am Tag als gelegentliches Leckerli verfüttern. Allerdings sollte dies wirklich nur selten der Fall sein, da Bananen so stark zuckerhaltig sind.

Zu Beginn am besten vorsichtig ausprobieren

Und hier noch ein allgemeiner, aber nicht unwichtiger Hinweis: Bei empfindlichen Hunden solltet ihr euren Tierarzt am besten vorher fragen, ob ihr eurem Hund Bananen füttern dürft. Sie kennen eure Hunde und ihre individuellen Bedürfnisse am besten. Wie bei fast jedem Futtermittel besteht auch bei Bananen die Gefahr, dass dein Hund allergisch auf sie reagieren kann. Es ist daher ratsam, sie zu Beginn in sehr kleiner Menge zu testen. Sollte dein Hund allergische Reaktionen wie Schwellungen, Atemprobleme, Ausschläge, Jucken, Husten oder andere Allergie-Symptome zeigen, solltest du ihm natürlich keine weiteren Bananen geben und sofort den Tierarzt kontaktieren.


Fruchtige Fakten zur Banane

Wann ist Saison für Bananen, wie bewahre ich sie am besten auf und warum ist die Banane krumm?

Bananen haben bei uns immer Saison

Viele Obstsorten sind bei uns zwar mittlerweile dauerhaft verfügbar, aber eigentlich gibt es für die meisten Früchte eine optimale Saison. Nicht so für die Bananen, denn sie werden zeitlich versetzt in Tropen-Ländern angebaut. Die Bananenpflanzen tragen nur einmal Früchte, sterben danach ab und bilden neue Stauden. Die wichtigsten Lieferanten sind mittel- und südamerikanische Länder wie z.B. Costa Rica, Ecuador, Kolumbien oder Panama.

Bananen bei Zimmertemperatur reifen lassen

Bananen werden grün gepflückt und reifen nach der Ernte nach, was z.B. bei Granatäpfeln nicht der Fall ist. Deshalb solltet ihr Bananen am besten bei Zimmertemperatur aufbewahren. Im Kühlschrank würde sich die Schale der Bananen braun verfärben und der Geschmack leidet etwas. Reife Bananen erkennt ihr an den braunen Färbungen auf der gelben Schale.

Warum ist die Banane krumm?

Und der darf natürlich nicht fehlen: Warum ist die Banane krumm? Die Antwort darauf ist verblüffend einfach: Weil sie versuchen, zur Sonne zu wachsen ;0).

 

Fazit zur Fütterung von Bananen an Hunde

Bananen gehören aufgrund ihres starken Zuckergehalts zu den weniger geeigneten Obstsorten für Hunde. Ihr könnt sie aber in sehr kleinen Mengen gelegentlich verfüttern. Dann profitiert euer Hund von den Mineralstoffen und Vitaminen.

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