Gesundheit
Darf mein Hund Cashew-Kerne fressen?
Cashews machen glücklich, aber sind sie auch gesund für Hunde? Die wichtigste Antwort vorweg: Ja, dein Hund darf Cashew-Kerne fressen. Sie sind sogar gesund, aber es gibt einige Einschränkungen, wie und in welcher Menge du sie füttern darfst, damit sie ein gesunder Genuss für deinen Hund sind.
Warum sind Cashew-Kerne gesund für meinen Hund?
Cashew-Kerne haben einen hohen Gehalt an ungesättigte Fettsäuren, die für den Körper wichtig sind. Allerdings sind in Cashews hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren enthalten und kaum Omega-3-Fettsäuren. Beide sind für den Körper wichtig, doch ist es sinnvoll, diese ausgeglichen zu füttern. Während die Omega-3-Fettsäuren Entzündungen hemmen, fördern Omeage-6-Fettsäuren Entzündungen, was im Genesungsprozess beides wichtig ist.
Cashews sind sehr gute Lieferanten für wichtige Vitamine und Mineralien: Sie enthalten viele B-Vitamine (B1, B2, B5, B6), Vitamin E, Vitamin K, sowie Magnesium, Zink, Kalium, Selen und Eisen.
Vielversprechend: Cashews verbessern die Stimmung
Der sehr hohe Gehalt an der Aminosäure Tryptophan fördert die Produktion von Serotonin, das bekanntlich für eine gute Stimmung sorgt.
Gesund für die Verdauung ist, dass Cashews viele Ballaststoffe enthalten.
All diese gesunden Eigenschaften überwiegen die wenigen Nachteile der Cashews, die ihr aber auch kennen solltet. Deshalb sind Cashews in Maßen gesund, in großen Mengen werden sie aber ungesund.
Warum sollte ich nicht zu viele Cashew-Kerne an meinen Hund verfüttern?
Es gibt folgende Gründe, die Cashews nicht zu häufig und nur in kleinen Mengen an deinen Hund zu verfüttern:
- Mit 530kcal/100g haben Cashews immer noch viele Kalorien. Für gerade kleine Hunde sind eine Handvoll Cashews also schon eine Riesenmahlzeit. Da dicke Hunde kürzer leben und leichter Gelenkprobleme bekommen, möchten wir das natürlich vermeiden.
- Cashew-Kerne haben wie auch alle Nüsse einen relativ hohen Gehalt an Phytinsäure. Leider hat die Cashew sogar von allen Nüssen den höchsten Gehalt an Phytinsäure. Phytinsäure ist ein sogenannter Anti-Nährstoff, der Mineralstoffe deinem Hund entziehen kann. Deshalb sind große Mengen einfach nicht ratsam.
- Bei Nüssen ist das Verhältnis von Omega3- zu Omega6-Säuren leider immer stark auf der Seite der Omega6-Fettsäuren. Beides sind ungesättigte Fettsäuren, die der Organismus benötigt, wichtig ist aber ein ausgeglichenes Verhältnis. Dein Hund kann den Überschuss an Omega6-Säuren in Nüssen und Cashews besser ausgleichen, wenn die Mengen nicht so hoch sind.
Was sollte ich bei der Fütterung von Cashew-Nüssen an Hunde beachten?
In welcher Menge sollte ich Cashews füttern?
Im Verhältnis zu anderen Nüssen haben Cashew-Nüsse mit ca. 530kcal/100 Gramm zwar weniger Kalorien (Walnüsse und Paranüsse haben im Vergleich ca. 650kcal/100 Gramm) sind aber immer noch sehr gehaltvoll. Da ihr keinen dicken Hund haben möchtet, sollten Cashew-Kerne nur in kleinen Mengen gefüttert werden. Die Menge am besten in der Gesamtfütterung berücksichtigen. Aber: Was ist eine kleine Menge für meinen Hund? Als Fütterungsbeispiel kannst Du bei einem bei einem 20-25kg schweren Hund z.B. an drei Tagen der Woche ca. 1 Esslöffel gemahlene Cashews zum Futter dazu geben.
Wie sollte ich Cashew-Nüsse an meinen Hund verfüttern?
1. Fein gemahlen/Stark zerkleinert
Damit dein Hund die gesunden Nährstoffe und Vitamine der Cashew-Nuss überhaupt verwerten kann, sollten die Cashews stark zerkleinert, am besten gemahlen werden. Ich verwende entweder einen einfachen Küchen-Mörser oder aber einen elektrischen Mixer. Es ginge natürlich auch mit einer Mühle, die aber meist höhere Anschaffungskosten mit sich bringt und auch Stauraum benötigt. Was zur Not auch immer geht: Cashews in einen Gefrierbeutel geben und z.B. mit einem Fleischklopfer fein klopfen.
Tipp: Nüsse und Kerne am besten frisch mahlen oder nur kleine Wochenrationen zerkleinern. Denn: je frischer die Nüsse sind und je kürzer der Zeitraum des Mahlens vor der Fütterung liegt, desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten.
2. Cashews pur und frisch verfüttern, am besten in Bio-Qualität
Cashew-Nüsse sollten immer pur verfüttert werden. Also niemals gesalzen, gezuckert oder geröstet, da dies wiederum ungesund für deinen Hund sein kann.
Es ist also aus Sicht der Ernährung nicht sinnvoll, deinem Hund eine Cashew am Abend von deinem Sofa-Snack (z.B. gesalzene Cashews) zu geben. Aus Sicht der Erziehung wäre das ohnehin fragwürdig ;0)
Außerdem sollten Nüsse immer frisch verfüttert werden. Bitte keine Cashews verfüttern, deren Frischedatum abgelaufen ist, denn hier können sich Pilze bilden, die deinen Hund vergiften können!
Bio-Cashews haben nicht nur die wenigsten Schadstoffe, sondern sie verfügen auch über mehr Nährstoffe. Deshalb solltest Du Cashews am besten in Bio-Qualität verwenden.
Zu guter Letzt: Die Cashew-Nuss ist gar keine Nuss: Cashew-Kerne kommen vom Cashew-Apfel
Für mich war eine Tatsache über die Cashew-Nuss sehr überraschend: Sie ist nämlich gar keine Nuss, was ich die ersten Jahrzehnte meines Lebens einfach so angenommen habe. Ist ja auch naheliegend bei dem Namen Cashew-Nüsse. Sie gehört aber biologisch zu den Steinfrüchten und ist der getrocknete Stiel des Cashew-Apfels.
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