Gesundheit
Dürfen Hunde Mandarinen fressen?
Die süß-saftigen Mandarinen (botanischer Name: Citrus Reticulata) sind bei uns insbesondere im Winter als gesunde Nascherei beliebt. Mit ca. 47 kcal/100g sind sie für ihre Süße nicht sehr kalorienreich. Die Vitamin C-Bomben enthalten viele Mineralstoffe und B-Vitamine sowie Antioxidantien. Aber sind Mandarinen für Hunde ebenfalls genießbar und gesund?
Ja oder nein?
Ja, Hunde dürfen Mandarinen fressen. Doch sind Mandarinen lange nicht so gesund für Hunde wie für Menschen und sollten aufgrund des hohen Zucker- und auch des Säureanteils nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden. Viele Hunde mögen die süßen Mandarinen sehr gern, manche rümpfen nur pikiert die Nase.
Was genau ist an Mandarinen für Hunde gesund und worauf ist bei der Fütterung zu achten?
Vorteile
4 Gründe, warum Mandarinen gesund für deinen Hund sind
Viel Vitamin C stärkt das Immunsystem und macht glücklich
Mandarinen enthalten bis zu 45mg/100g Vitamin C. Vitamin C steigert die Abwehrkräfte und aufgrund der Antioxidantien schützt es die Zellen vor freien Radikalen. Vitamin C ist ein wahrer Alleskönner: Es schützt die Magenschleimhaut, ist wichtig für den Aufbau der Knochen und reguliert den Kalzium-Phosphor-Haushalt im Körper. Mandarinen bilden das Glückshormon Serotonin durch den hohen Vitamin C-Gehalt und machen glücklich.
Doch sollte nicht verschwiegen werden, dass die Zufuhr von Vitamin C für gesunde Hunde nicht so wichtig wie für uns Menschen ist, da Hunde Vitamin C in Leber und Niere selbst produzieren können. Doch können z.B. alte, kranke oder sich im Wachstum befindliche Hunde eine zusätzliche Portion Vitamin C immer gut gebrauchen.
Mandarinen stärken Knochen und Muskeln
Mandarinen enthalten die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Phosphor. Diese sind die für den Knochenaufbau, die Zähne aber auch für die gesunde Funktion der Muskeln notwendig. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist nicht ganz optimal, denn es ist im Verhältnis zu viel Calcium enthalten, aber das fällt bei einem geringen Futter-Anteil nicht ins Gewicht. Auch das Vitamin C unterstützt zusätzlich die Knochen und das Bindegewebe.
Mandarinen für vitale Hunde mit gestärkten Nerven
Mandarinen enthalten Kalium und B-Vitamine in guter Konzentration. Kalium reguliert den Säure-Basen-Haushalt und ist für Stoffwechselprozesse in den Zellen von Herz und Nerven wichtig. Die B-Vitamine unterstützen die Freisetzung von Energie aus Nährstoffen.
Starke Antioxidantien unterstützen die Abwehr gegen freie Radikale
Mandarinen enthalten Beta-Carotin, das die Vorstufe von Vitamin A ist und im Körper von Hunden umgewandelt werden kann. Vitamin A ist für den Sehvorgang wichtig und hat eine antioxidative Wirkung, die die Zellen schützen und Herz- und Krebserkrankungen abwehren kann. Viele sekundäre Pflanzenstoffe unterstützen die Abwehr gegen freie Radikale. Insbesondere in der weißen Haut um das Fruchtfleisch sind Antioxidantien enthalten.
Nachteile
Drei Gründe, warum Mandarinen nur in kleinen Mengen an Hunde verfüttert werden sollten
Der hohe Zuckergehalt ist ungesund für Hunde und macht dick
Mit ca. 10g/100g ist der Zuckergehalt in Mandarinen relativ hoch. Insbesondere deshalb sollten Mandarinen nur in geringen Mengen an Hunde verfüttert werden. Wenn dein Hund übergewichtig ist oder an Diabetes leidet, solltest Du ihm am besten keine Mandarinen verfüttern.
Zu viele Mandarinen können auf den Magen schlagen
Für Citrusfrüchte ist der Säuregehalt von Mandarinen zwar noch moderat, aber nicht jeder Hund verträgt die Säure gut. Empfindliche Hunde können auf Mandarinen mit Verdauungsbeschwerden oder gar mit Erbrechen und Durchfall reagieren. Deshalb ist es immer ratsam, Mandarinen nur in geringen Mengen zu füttern.
Die Mandarinenschale und -kerne können gefährlich werden
Die Schale der Mandarinen sind an sich nicht giftig, sie enthalten sogar viele Ballaststoffe und Antioxidantien. Sie können aber Schadstoffe enthalten, wenn es sich nicht um Bio-Ware handelt. Schalen von Bio-Mandarinen könnten zerkleinert verfüttert werden. Im Magen-Darmtrakt können die Schalen nicht zerkleinert mit Pech zu einer Blockade führen, die im schlimmsten Fall operiert werden muss.
Viele Mandarinen-Sorten enthalten heutzutage keine Kerne mehr. Falls doch, solltet ihr die Kerne am besten vor dem Verfüttern entfernen, damit die Hunde sich nicht an ihnen verschlucken können. Die Kerne sind jedoch nicht giftig. Die Kerne von Citrusfrüchten wie Mandarinen enthalten sogar viele gesunde Ballaststoffe und pflanzliche Sekundärstoffe – püriert könntet ihr sie also mit dem Fruchtfleisch geben.
Fütterung
Wie könnt ihr Mandarinen am besten an euren Hund verfüttern und worauf solltet ihr dabei achten?
Mandarinen schälen, entkernen und zerkleinern oder entsaften
Hunde können die Vitamine und Nährstoffe von frischem Obst am besten verwerten, wenn ihr das Obst stark zerkleinert. Der frisch gepresste Saft von Mandarinen lässt sich z.B. unter das Futter mixen. Vorsicht vor den Schalen und vor den Kernen: Hunde können sich an ihnen verschlucken und es kann zu Atemnot oder Blockaden im Magen-Darmtrakt kommen. Bei Bio-Qualität könnten sie stark zerkleinert gefüttert werden, da sie viele gesunde Stoffe und keine Gifte enthalten.
Besser Bio
Mandarinen aus biologisch-organischem Anbau bevorzugt: Diese sind nicht gespritzt und enthalten keine Schadstoffe, gleichzeitig unterstützen sie eine gesunde Natur. Zitrusfrüchte wie Mandarinen, Clementinen und Orangen werden häufig auch mit Wachs eingerieben und mit Konservierungsstoffen behandelt, um sie auf ihren langen Transportwegen besser frisch zu halten.
Solltest du keine Bio-Qualität verwenden, dann ist es ratsam, die Mandarinen vor dem Schälen gründlich abzuwaschen. So können Pestizide, Wachs und Konservierungsstoffe beim Schälen nicht auf das Fruchtfleisch gelangen.
Wie viele Mandarinen darf mein Hund fressen?
Das kommt in erster Linie auf die Größe, das Gewicht und die Verfassung deines Hundes an. Wir gehen von einem erwachsenen normal-gewichtigen Hund mit guter Gesundheit und normaler Bewegung aus.
Bei der Menge ist es sinnvoll, sich für eine grobe Daumenregel an der BARF-Obstration zu orientieren. Diese Menge gilt durchschnittlich am Tag für Obst und sollte von der Futtermenge abgezogen werden. Natürlich sind hiermit alle Obstsorten gemeint und nicht eine, die jeden Tag ausschließlich gefüttert wird:
- Beim BARFEN wird geraten, für Obst ca. 5-10% der Tages-Futterportion zu verwenden
- Die Tagesportion eines Hundes beträgt in etwa 3% des Körpergewichts.
- So gesehen sind 15-30g Mandarinen an einem Tag genug für einen Hund von 10kg
- Doch aufgrund des Zuckergehalts und der nicht immer guten Verträglichkeit ist es sinnvoll, Mandarinen nicht regelmäßig auf dem Futterplan zu setzen.
Mit nur kleinen Test-Mengen beginnen
Einige Hunde vertragen Mandarinen und andere Zitrusfrüchte nicht gut. Bei empfindlichen Hunden solltet ihr am besten auf das Füttern von Mandarinen verzichten oder euren Tierarzt vorher fragen, ob ihr sie eurem Hund füttern dürft. Er kennt euren Hund und seine individuellen Bedürfnisse und Schwächen am besten. Wie bei fast jedem Futtermittel besteht auch bei Orangen die Gefahr, dass dein Hund allergisch auf sie reagieren kann. Es ist daher ratsam, sie zu Beginn in sehr kleiner Menge zu testen. Sollte dein Hund allergische Reaktionen wie Schwellungen, Atemprobleme, Ausschläge, Jucken, Husten oder andere Allergie-Symptome zeigen, solltest du ihm natürlich keine weiteren Mandarinen geben und sofort den Tierarzt kontaktieren.
Fruchtige Fakten
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mandarinen und Clementinen?
Bei uns haben Mandarinen, Clementinen und Citrusfrüchte im Winter Saison
Mandarinen sind bei uns in Deutschland das ganze Jahr über erhältlich. Die Erntezeit ist jedoch in den Hauptanbaugebieten in Südeuropa zwischen November und März. Da wir gerade im Winter als Menschen unseren Vitamin C über wenig einheimisches Obst decken können, sind Citrusfrüchte in dieser Zeit besonders beliebt.
Gibt es einen Unterschied zwischen Mandarine und Clementine?
Sie sehen sehr ähnlich aus und schmecken auch ähnlich. Aber ist Clementine einfach nur ein Synonym für Mandarine? Nein, denn die Mandarine gibt es bereits seit einigen tausend Jahren und sie kommt aus China. Die Clementine ist dagegen aller Wahrscheinlichkeit nach eine Mischung aus Mandarine und Bitterorangen (Pomeranzen). Die Clementine hat eine etwas dickere Schale, ist ein wenig süßer im Geschmack und hat weniger Kerne als die Mandarine.
Fazit zur Fütterung von Mandarinen an Hunde
Frische Mandarinen sind eher weniger zur regelmäßigen Fütterung von Hunden geeignet. Mandarinen sind für Hunde genießbar und enthalten viel Vitamin C, aber da sie sehr viel Zucker und Fruchtsäure enthalten, machen sie dick und können auf den Magen schlagen. Sollte dein Hund die süßen kleinen Mandarinen lieben, so kannst du ihm gelegentlich sehr kleine Stücke als Leckerli geben. In den täglichen Futterplan solltest du sie aber nicht aufnehmen.
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