Gesundheit

9 goldene Gemüse-Regeln für Hunde

Gemüse sollte ein regelmäßiger Bestandteil von Hundefutter sein, da es viele gesunde Inhaltsstoffe für Hunde enthält. Es gibt eine riesige Auswahl an Gemüsesorten und die meisten sind auch für unsere Hunde verträglich und gesund. Hier könnt ihr nach Herzenslust ausprobieren, was eurem Hund schmeckt und was er verträgt, sofern ihr diese neun kleinen Regeln beachtet. 

Es gibt eine riesige Auswahl an Gemüsesorten und die meisten dürfen Hunde auch fressen

1. Giftiges Gemüse kennen und meiden

Es gibt Gemüsesorten, die für Hunde giftig sind. Die folgenden Gemüsesorten solltet ihr eurem Hund nicht anbieten: Avocados, rohe Hülsenfrüchte, rohe grüne Bohnen, rohe oder unreife Kartoffeln, Tomaten, Paprika (grüne und gelbe Paprika sind unreif) und Aubergine.

Alle Lauch- und Zwiebelgewächse wie Zwiebeln, Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch und Porree enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen auflösen können. Doch Vergiftungserscheinungen treten erst bei größeren Mengen auf und in Maßen können Knoblauch & Co. für Hunde gesundheitsfördernd sein. Sie sollten nur in sehr geringen Mengen gefüttert werden, müssen jedoch auch gar nicht in die Futterschüssel.

Lese-Tipp: Diese Gemüsesorten sind für Hunde giftig.

2. Weniger geeignetes Gemüse selten füttern

Es gibt einige Gemüsesorten, die von vielen Hunden insbesondere roh nicht gut vertragen werden. Hierzu gehören Kohlsorten, die am besten gegart werden sollten und insbesondere bei empfindlichen Hunden weggelassen werden können. Hülsenfrüchte und grüne Bohnen sollten ausschließlich gegart gefüttert werden und auch dann nur in geringen Mengen. Gemüse mit hohen Anteilen an Nitraten (viele Salate und Kohlgemüse) oder Oxalsäure (Süßkartoffeln, Mangold, Spinat, Grünkohl, Rhabarber, Rote Beete), von denen Hunde nicht zu viel erhalten sollten. Durch das Garen sinkt der Gehalt dieser Schadstoffe zwar, dafür leider auch die gesunden Nährstoffe. 

Lese-Tipp: Gemüse, die ab und zu gefüttert werden können

3. Wenn möglich roh und ohne Zusätze

Wenn es nach den gesunden Inhaltsstoffen im Gemüse geht, sollte das Gemüse immer roh gefüttert werden. Denn rohes Gemüse enthält noch viele gesunde sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine die beim Garen verlorengehen. Einige Hunde vertragen rohes Gemüse absolut nicht und einige Gemüsesorten werden von den meisten Hunden roh schlecht vertragen und führen zu Blähungen. Eine einfache Regel besagt: Alles, was der Mensch nur gekocht verträgt, sollte besser auch für den Hund gegart werden.

Zusätze wie Gewürze, Zwiebeln oder gar Butter solltet ihr grundsätzlich bei der Zubereitung von Gemüse für euren Hund meiden. 

4. Gemüse immer zerkleinern

Hunde können die Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe aus dem Gemüse nur dann aufnehmen und verwerten, wenn sie zuvor "aufgeschlossen" worden sind. 

Deshalb sollte Gemüse entweder gegart und gestampft/püriert oder roh gerieben, püriert oder in den Mixer gegeben werden. Dies hat auch den Vorteil, dass ihr das Gemüse in dieser Form besser unter den fleischigen Anteil des Futters mixen könnt und euer Hund es sehr wahrscheinlich auch mit fressen wird. 

5. Gemüse: Die richtige Menge macht’s

Über den Gemüseanteil im Hundefutter gibt es sehr viel unterschiedliche Meinungen. Einige Hunde werden komplett vegan ernährt, andere erhalten so gut wie gar kein Gemüse. Hunde haben je nach Lebensphase und individueller Verfassung unterschiedliche Bedürfnisse. Bei der Rohfütterung (BARF) werden meist 20-30% pflanzliche Bestandteile des Futters empfohlen, wo von Gemüse 2/3 und Obst 1/3 ausmachen sollten. Das wären dann rund 13-20% Gemüse im Fressnapf des Hundes.

6. Fette & Öle zum Gemüse

Die Idee dahinter ist, dass fettlösliche Vitamine in Gemüse nur mit Fett vom Hund aufgenommen werden können. Das ist auch richtig, doch im Grunde reicht auch das Fett aus dem Fleisch-Anteil der Futterportion. Wenn ihr Gemüse dagegen allein füttert, solltet ihr immer etwas Öl dazugeben. Am besten verwendet ihr Öle, die Omega-3-Fettsäuren enthalten. 

Lese-Tipp: Lachsöl, Algenöl, Krillöl & Co. Sind so gesund für Hunde

7. Frische Zubereitung von rohem Gemüse

Frisches Gemüse enthält die meisten gesundheitsfördernden Stoffe. Deshalb solltet ihr möglichst frisches Gemüse an eure Hunde füttern. Beim Garen gehen häufig gesunde Nährstoffe verloren. Deshalb solltet ihr, sofern euer Hund es verträgt, immer einen Anteil rohes Gemüse füttern und dieses erst kurz vor der Fütterung waschen, putzen und zerkleinern. 

Doch Vorsicht: Rohes Gemüse solltet ihr nicht mit dem BARF-Fleisch einfrieren. 

8. Gemüse: Abwechslung ist Trumpf

Da die unterschiedlichen Gemüsesorten ihre jeweiligen Nähr- und Schadstoffe mit sich bringen ist es sinnvoll, möglichst mehrere Gemüsesorten regelmäßig abzuwechseln. Am besten ihr nehmt drei unterschiedliche Gemüsesorten täglich und wechselt diese immer mal wieder durch. Natürlich muss man sich nicht sklavisch daran halten, aber immer mal durchwechseln. 

9. Nachhaltig: Lokal, regional, saisonal und am besten Bio

Wenn ihr lokales und regionales Gemüse für eure Hunde verwendet, so verfügt es über die meisten Nährstoffe und ist preislich gut für euch und besser für die Umwelt in der Produktion und Lieferung. Am besten wäre natürlich auch für den Hund Bio-Gemüse, aber dieses ist teurer.

Keine Neuigkeit: Saisonal enthält Gemüse die meisten Nährstoffe und ist damit gesünder. Gleichzeitig schont saisonal gekauftes Gemüse den Geldbeutel und hat meist keine langen Transportwege hinter sich. 

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