Oleander ist sehr stark giftig für Hunde

Nerium oleander sehr stark giftig

Der Oleander gehört zu der Familie der Hundsgiftgewächse. Der Oleander ist ein immergrüner Strauch, dessen Stamm verholzt und der in warmen Gefilden bis zu 6m Höhe erreichen kann.

Die dunkelgrünen Blätter sind ledrig und schmal. Die Blüten werden in sogenannte Trugdolden getragen und sie können weiß, rosa oder violett und selten auch gelblich erscheinen. Die Wildarten des Oleanders sind meist rosa, was auch die häufigste Blütenfarbe ist. Die braunen Samen des Oleanders bilden sich in schotenartigen Kapseln.

Der Oleander kommt aus dem Mittelmeergebiet, wo er in großen Sträuchern sowohl wild als auch in Gärten vorkommt. In Deutschland gehört der Oleander zu den beliebten Kübelpflanzen, die mediterranes Flair haben. Es gibt sogar frostharte Sorten, die auch im Winter leicht geschützt in Gärten gut wachsen. 

Doch Vorsicht: Alle Teile des Oleanders sind sehr stark giftig für Hunde. Er enthält das für Hunde giftige Oleandrin. Die Prognosen bei einer Vergiftung mit dem Oleander sind leider schlecht, deshalb ist schnelles Handeln besonders wichtig, sobald ihr eine Vergiftung mit dem Oleander bei eurem Hund vermutet. 

 


Oleander wird auch wie folgt genannt:
  • Rosenlorbeer
  • Gelber Oleander
Oleander mit rosa Blüten

Was tun, wenn mein Hund Oleander gefressen hat?

Wie giftig ist Oleander?

Giftigkeit:sehr stark giftig (sehr stark giftig)
Giftige Teile:Alle Teile des Oleanders sind sehr stark giftig.
Giftige Zeit:Winter, Frühling, Sommer, Herbst
Gegengift:Digitalis (Fab-Antikörper)
VERGIFTUNGEN ERFORDERN SCHNELLES HANDELN:
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.

Vorkommen Oleander

Pflanzenart:Strauch
Vorkommen:-
Gebiete:Mitteleuropa
Blütezeit:Sommer, Herbst
Fruchtreife:-

Symptome

Die folgenden Symptome können bei einer Vergiftung mit Oleander auftreten:

  • Übelkeit
  • verstärkter Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Magenschmerzen
  • Durchfall
  • Bewegungsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen
  • Koma
  • Pupillenerweiterung
  • Herzbeschwerden
  • Kreislaufkollaps
  • Der Tod kann durch einen Herzstillstand eintreten

Therapie

Bei einer aktuen Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern.

Um das Gift des Oleanders aus aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:

  1. AKTIVKOHLE: Die häufigste Methode ist die Gabe von Aktivkohle, die das Gift im Magen bindet. Wichtig: Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
  2. ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
  3. MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.

Um Symptome zu lindern, kann der Tierarzt bei einer stärkeren Vergiftung auch Medikamente zur Linderung der Herzbeschwerden geben.

Nähere Informationen zu Vergiftungen beim Hund findet ihr hier: Vergiftung beim Hund vermeiden, erkennen und behandeln.

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