Riesenbärenklau ist giftig für Hunde

Heracleum mantegazzianum giftig

Der Riesenbärenklau gehört zu der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und hier in die Gattung Bärenklau (Heracleum). Er ist eine krautige Pflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt und um 1900 als Gartenpflanze nach Mitteleuropa gekommen ist. Der Riesenbärenklau verdrängt andere einheimische Pflanzen und ist obendrein giftig. 

Der Riesenbärenklau ist sehr schnellwüchsig und hat eine Höhe von 1,5-2 Metern, kann aber auch bei guten Bedingungen bis zu 4 Meter Höhe erreichen. Während er im ersten Jahr noch klein bleibt und nur grüne Blätter ausbildet, wächst er im zweiten Jahr stark in die Höhe. Die Stängel sind hohl und röhrenförmig und mit kleinen Haaren und rötlichen Punkten versehen. Die sehr großen, gezackten und mehrfingrigen Blätter haben mit etwas Fantasie eine Ähnlichkeit mit Bärenklauen. Im zweiten Jahr bilden sich die großen, weißen Doldenblüten. Sie können bis zu einem halben Meter Durchmesser habe und setzen sich aus sehr vielen kleinen Blütenstängeln zusammen.  

Die Stauden werden meist nur 2 Jahre alt, können aber durchaus auch mehrjährig sein. 

Achtung: Solltet ihr Riesenbärenklau in eurem Garten finden, so solltet ihr ihn möglichst vor der Blüte entfernen. Dazu dürft ihr die Pflanze jedoch nicht berühren. Es empfehlen sich dafür als das Tragen von Handschuhen und die Verwendung von Plastiktüten, die ihr über die Pflanze stülpt. Die beste Zeit dafür ist die Zeit nach Sonnenuntergang, da UV-Strahlen die Gifte aktivieren. 


Riesenbärenklau wird auch wie folgt genannt:
  • Herkulesstaude
  • Bärenkralle
  • Herkuleskraut
  • Riesen Kuh-Petersilie
Riesenbärenklau mit weißen Blüten

Was tun, wenn mein Hund Riesenbärenklau gefressen hat?

Wie giftig ist Riesenbärenklau?

Giftigkeit:giftig (giftig)
Giftige Teile:Alle Teile des Riesenbärenklaus sind giftig.
Giftige Zeit:-
Gegengift:Unbekannt
VERGIFTUNGEN ERFORDERN SCHNELLES HANDELN:
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.

Vorkommen Riesenbärenklau

Pflanzenart:Garten- & Wildpflanze, Staude
Vorkommen:Äcker & Felder, Auenwälder, Gärten, Gebüsche, Parks
Gebiete:Europa, Mitteleuropa, Osteuropa, Nordamerika
Blütezeit:Sommer, Herbst
Fruchtreife:Sommer, Herbst

Symptome

Riesenbärenklau enthält in allen Teilen der Pflanze Gifte (Furocumarine), die als Kontaktgift unter Einwirkung von UV-Strahlen zu langwierigen und schweren Hautreizungen führen können. Die Furocumarine werden über die Haut aufgenommen und wirken phytotoxisch, was bedeutet, dass sie erst durch UV-Strahlung ihre Wirkung voll entfalten können. Doch auch die Dämpfe der Furocumarine, die insbesondere an heißen Tagen austreten, können zu Symptomen und Reizungen führen. 

Die folgenden Symptome sind nach Kontakt mit der Pflanze oder durch das Einatmen der Dämpfe des Riesenbärenklaus - auch noch Tage nach dem Kontakt aufgrund von Sonneneinstrahlung - möglich: 

  • Wunden und Blasen (blutig oder wässrig) insbesondere an Nase, Lefzen und rund um die Augen oder Ohren
  • Juckende Hautrötungen
  • Verbrennungsartige Symptome
  • Hautschwellungen, insbesondere der Kopf kann anschwellen
  • Blasenbildungen und Entzündungen nach kurzer Zeit
  • Blasen und Reizungen können wochenlang anhalten und zu entzündlichen und nässenden Wunden führen
  • Atemnot, Husten, Übelkeit
  • Fieber
  • Kreislaufschock, anaphylaktischer Schock
  • Dauerhafte Pigment-Veränderungen

Therapie

Je schneller ihr nach Kontakt mit der Pflanze handelt, desto besser. Am besten ist es, sofort den Hund gründlich mit Wasser und Seife zu waschen und Sonneneinstrahlung zu vermeiden. 

Eine Vergiftung mit dem Riesenbärenklau ist immer ein akuter Notfall und ihr solltet sofort einen Tierarzt aufsuchen, da euer Hund mit Schock reagieren kann. 

Der Tierarzt kann deinen Hund je nach Stärke der Symptome symptomatisch behandeln. Beispielsweise mit Infusionen, Antihistaminika, Cortison und mit kühlenden Umschlägen behandeln. Antibiotika können sinnvoll werden, um Sekundärinfektionen bei offenen Wunden zu vermeiden. 

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