Rizinus ist sehr stark giftig für Hunde
Ricinus communis 
Der Rizinus ist ein nicht winterharter Strauch, der aufgrund seiner großen, handförmigen grün-rötlichen Blätter und der auffälligen roten und stacheligen Früchte sehr beliebt in Gärten und Parks ist. Er gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und kann im tropischen Klima auch mehrjährig sein. Er ist sehr schnellwüchsig und leider auch sehr stark giftig.
Alle Teile des Rizinus-Baums enthalten die für Hunde sehr stark giftigen Lektine. Diese finden sich jedoch in konzentrierter Form in den Samen. Diese können die Nieren des Hundes sehr stark schädigen.
Rizinus wird auch wie folgt genannt:
- Wunderbaum
Was tun, wenn mein Hund Rizinus gefressen hat?
Wie giftig ist Rizinus?
| Giftigkeit: | |
| Giftige Teile: | Der gesamte Rizinus ist giftig, aber insbesondere sind die Samen giftig. |
| Giftige Zeit: | Winter, Frühling, Sommer, Herbst |
| Gegengift: | Unbekannt |
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.
Vorkommen Rizinus
| Pflanzenart: | Strauch |
| Vorkommen: | Gärten, Parks |
| Gebiete: | Europa |
| Blütezeit: | Sommer, Herbst |
| Fruchtreife: | Herbst |
Symptome
Die folgenden Symptome können bei einer Vergiftung mit dem Ricinus-Strauch auftreten:
- Schmerzen im Maul und Halsbereich
- Erbrechen (kann auch blutig sein)
- Magenschmerzen
- teils blutiger Durchfall
- Stark verminderte Urinausscheidung bis zum völligen Versagen der Urinausscheidung
- Muskelkrämpfe und -Zuckungen
- Kreislaufkollaps
- Der Tod kann durch Nierenversagen eintreten
Therapie
Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern.
Um das Gift des Rizinus aus aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:
- AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
- ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
- MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.
Zur Linderung der Symptome kann der Tierarzt krampflösende und harntreibende Medikamente und Infusionen geben.
Nähere Informationen zu Vergiftungen beim Hund findet ihr hier:
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