Gesundheit

Letale Akrodermatitis (LAD) bei Hunden

Diese Erb-Krankheit kommt häufig bei Bullis vor und verläuft fast immer tödlich. Man kann sie bereits im Welpenalter erkennen und es gibt einen Gen-Test für Züchter. 

Die Letale Akrodermatitis kommt bei Bullterriern und Mini-Bullis vor

Beschreibung, Definition

Was ist eine letale Akrodermatitis (LAD) beim Hund?

Die letale Akrodermatitis (LAD aus dem englischen "lethal acrodermatitis") ist leider eine sehr ernsthafte genetisch vererbte Erkrankung bei Bullterriern. Die Erkrankung beginnt bereits im Welpenalter und verläuft häufig noch vor Erreichen des ersten Lebensjahres tödlich.

Das Immunsystem betroffener Tiere ist geschwächt, da der Zink-Stoffwechsel von Geburt an gestört und die für das Immunsystem wichtige Thymusdrüse verkleinert oder gar nicht vorhanden ist. Typische erste Merkmale sind schwaches Wachstum der Welpen sowie immer wieder auftretende Hautinfektionen um die Augen, an der Schnauze und an den Pfoten des Hundes.

Symptome

Wie äußert sich letale Akrodermatitis beim Hund?

Symptome zeigen sich bereits in den ersten Lebenswochen der betroffenen Welpen. Von letaler Akrodermatitis betroffene Welpen wachsen sehr viel langsamer als ihre gesunden Geschwister und sie bleiben auch kleiner als diese.

Die Haut insbesondere um die Augen, das Maul, die Ohren und an den Pfoten rötet sich und beginnt zu verschorfen. Die immer wieder auftretenden Haut-Verletzungen sind anfällig für Infektionen und entzünden sich häufig. Gerade an den Pfoten können diese häufig auftretenden Verletzungen zu  einer Verhornung der Ballen und zu einer Deformation der Krallen führen.

Das Immunsystem der betroffenen Hunde ist durch den gestörten Zink-Stoffwechsel und durch die verkümmerte oder gar fehlende Thymusdrüse, stark herabgesetzt. Dies führt nicht nur zu den chronischen Hautinfektionen, sondern es können auch Lungenentzündungen und Durchfälle immer wieder auftreten und der Hund wird immer mehr geschwächt.

Diagnose

Wie wird letale Akrodermatitis beim Hund diagnostiziert?

Treten ein oder mehrere der oben genannten Symptome beim Welpen auf, so wird der Tierarzt zunächst testen, ob nicht andere mögliche Erkrankungen die Ursache sein könnten.  

Sind mehrere Geschwister eines Wurfes von den Symptomen betroffen, ist die Wahrscheinlichkeit einer letalen Akrodermatitis erhöht. Ist nur ein Welpe betroffen, sollten unbedingt andere Erkrankungen wie z.B. die Zink-reaktive Dermatose ausgeschlossen werden.

Therapie & Behandlung

Wie wird letale Akrodermatitis beim Hund therapiert und behandelt?

Die jeweiligen Symptome der Erkrankung können zwar einzeln vom Tierarzt behandelt werden und dies kann zu Verbesserungen der Symptome führen. Die Ursachen der häufig schnell voranschreitenden Erkrankung können bisher aber leider weder aufgehalten noch geheilt werden.

Auch wenn es sich bei dieser vererbten Erkrankung um einen Fehler im Zink-Stoffwechsel handelt, führt eine Zugabe von Zink (wie z.B. bei der Zink-reaktiven Dermatose anderer Hunderassen) leider nicht zur Umkehr der Symptome oder zu einer Heilung.


Prognose

Wie ist die Prognose bei letaler Akrodermatitis beim Hund? Wird mein Hund wieder gesund?

Die Prognose bei letaler Akrodermatitis ist leider sehr schlecht und sie führt meist zum frühen Tod des Hundes noch bevor das erste Lebensjahr erreicht wurde. Entweder sterben die Hunde aufgrund des schwachen Immunsystems oder sie werden aufgrund der immer stärker werdenden Symptome, die nicht mehr behandelbar sind, eingeschläfert.

Bei einem schwächeren Verlauf der Erkrankung können betroffene Bullterrier mit medizinischer Behandlung auch älter als ein Jahr werden und mit Glück ein lebenswertes Leben führen. Dies ist aber leider nicht der Regelfall.

Ursachen & Vorbeugung

Was sind die Ursachen der letalen Akrodermatitis beim Hund? Kann ich der Erkrankung vorbeugen?

Die letale Akrodermatitis ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die autosomal-rezessiv vererbt wird. Sie tritt nur dann auf, wenn die krankmachende Veränderung auf beiden Chromosomen vorhanden ist. Träger der Erkrankung müssen folglich nicht selbst erkranken. Selbst wenn beide Elterntiere nicht von der letalen Akrodermatitis betroffen sind, so könnten sie aber Träger sein.

Vorbeugen kann man der Erkrankung also nur durch verantwortungsbewusste Zucht. Zum Glück gibt es für Züchter Tests, um herauszufinden, ob ihre Hunde das Gen für letale Akrodermatitis in sich tragen.

Daher ist es wichtig, dass Hunde, die zur Zucht verwendet werden, zuvor auf diese genetische Erkrankung getestet wurden. Fragt euren Züchter, ob die Elterntiere auf letale Akrodermatitis getestet wurden und die Erkrankung nicht in sich tragen.

Verstärktes Auftreten bei folgenden Hunderassen

Bei welchen Hunderassen tritt die letale Akrodermatitis häufig auf? 

Die letale Akrodermatitis tritt bei Bullterriern und Miniatur Bullterriern auf.

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