Gesundheit

Ätherische Öle gegen Zecken bei Hunden

Viele ätherische Öle haben eine abschreckende Wirkung auf Zecken und andere parasitäre Plagegeister. Sie können Zecken, Flöhe auf Abstand halten, manche schaden ihnen sogar. 

Die ätherischen Öle verfliegen recht schnell und haben daher meist nur eine Wirksamkeit von ca. drei Stunden. Doch vor einem Spaziergang aufgetragen können sie sehr hilfreich sein. 

Wir empfehlen euch fertige Anti-Zecken-Produkte auf Basis ätherischer Öle und haben einfache Rezepte zum Selbermachen und ausprobieren.

3 DIY-Rezepte für Anti-Zeckenmischungen

Wir haben für euch ein paar bewährte Rezepte für Mischungen auf Basis ätherischer Öle zusammengestellt: 

Rezept 1 - Zum Sprühen auf Wasserbasis 

Zutaten

  • 200 ml Wasser
  • 5 Tropfen Nelkenöl
  • 5 Tropfen Eukalyptusöl
  • 5 Tropfen Lavendelöl
  • 5 Tropfen Cistroseöl
  • 2 Esslöffel Schwarzkümmelöl

Herstellung und Anwendung

Ihr gebt das Wasser und die ätherischen Öle am besten in eine gekaufte Sprühflasche. Vor Gebrauch schüttelt ihr das Wasser-Öl-Gemisch sehr gut, damit sich die ätherischen Öle gut verteilen. 

Vor jedem Spaziergang sprüht ihr mit dieser Mischung Bauch, Beine und Hals ein. Dieses Rezept habe ich von Sonja von Darm im Glück. 

Rezept II - Balm zum Einreiben mit Kokos auf Ölbasis

Zutaten

  • 100 ml Kokosöl
  • 5-10 Tropfen Citronellaöl
  • 5-10 Tropfen Lavendelöl
  • 5 Tropfen Nelkenöl
  • 5 Tropfen Teebaumöl

Herstellung und Anwendung

Ihr erhitzt das Kokosöl am besten im Wasserbad. Gebt es in ein Gefäß, das im heißen Wasserbad erwärmt wird. Das Kokosöl wird durch das Erhitzen flüssig und während es abkühlt und noch nicht wieder hart geworden ist, gebt ihr das Nelken-, Teebaum-, Lavendel- und Citronellaöl hinzu. 

Mit diesem Balm könnt ihr vor jedem Spaziergang die Beine, den Hals und den Bauch eures Hundes einreiben. Nachteil: Das Haarkleid wird bei dauerhafter Anwendung leider ölig und das Kokosöl kann auch anfangen, leicht ranzig zu riechen.

Rezept III - Spot-On auf Jojoba-Öl-Basis

Zutaten

  • 100 ml Jojoba-Öl
  • 5-10 Tropfen Lavendelöl
  • 5 Tropfen Teebaumöl

Herstellung und Anwendung

Die drei Öle am besten in eine dunkle Glasflasche mit einer Pipette geben und gut mischen. Ihr verwendet das Öl wie ein Spot-On und tragt 2-3 mal pro Woche oder auch täglich ca. 5-10 Tropfen verteilt vom Nacken bis zur Schwanzspitze auf dem Rücken auf. 

Mit diesem Balm könnt ihr vor jedem Spaziergang die Beine, den Hals und den Bauch eures Hundes einreiben. Nachteil: Das Haarkleid wird bei dauerhafter Anwendung leider ölig und das Kokosöl kann auch anfangen, leicht ranzig zu riechen. 

Ätherische Öle gegen Zecken

Die häufigsten ätherischen Öle, die eine stark repellierende Wirkung gegen Parasiten haben, werden aus den folgenden Pflanzen gewonnen:  

Breitblättriges Steckenkraut

Aus der Wurzel des Breitblättrigen Steckenkrauts wird ein Gummiharz namens Opopanax gewonnen. 

Citronella

Citronella (Cymbopogon nardus) wird auch Zitronella geschrieben und aus Zitronengräsern gewonnen. Es ist als Insektenrepellent bekannt und riecht nach Melissa. 

Geraniol

Geraniol wird aus der Duftgeranie (auch Rosengeranie oder Rosenpelargonie genannt) gewonnen und soll den Chitinpanzer von Zecken und anderen Parasiten zerstören und die Atmungsorgane von Zecken und Flöhen verkleben. Das klingt vielversprechend. Anders als viele andere ätherische Öle riecht Geraniol nicht zu stark und relativ blumig.

Lavendel 

Nelken 

Rosmarin

Teebaum

Vorsicht: Teebaumöl kann für Katzen tödlich sein. Es ist auch für Hunde nicht immer gut verträglich. Der Teebaum (Melaleuca alternifolia) gehört zu den Myrtengewächsen. Das Teebaumöl riecht sehr stark und medizinisch. 

Zedern

Zitronen-Eukalyptus (Eukalyptus citriodora)

Das Öl des Zitronen-Eukalyptus ist besonders mild. 

Kauf von hochwertigen ätherischen Ölen

Beim Kauf von ätherischen Ölen solltet ihr auf Bio-Qualität und eine entsprechend hohe Konzentration der Wirkstoffe achten. Auf Utopia.de gibt es einen sehr informativen Artikel, worauf ihr beim Kauf der ätherischen Öle achten solltet.

Gute Marken oder Shops für den Kauf von ätherischen Ölen sind beispielsweise:

Ätherische Öle immer verdünnen

Ätherische Öle müssen grundsätzlich sehr stark verdünnt aufgetragen werden, da sie sonst zu starken Reizungen der Haut oder auch der Atemorgane führen können. Deshalb werden sie immer mit einem Basis-Öl oder mit einem Wassergemisch verdünnt.

Als Basis-Öle können beispielsweise Kokosöl oder Jojoba-Öl verwendet werden. Diese können auch mit etwas Schwarzkümmelöl kombiniert werden. Wenn ihr Wasser verwendet, kann dieses gern mit pflegendem Aloe-Vera-Saft gemischt werden.

Beides hat seine Vor- und Nachteile: Öle als Basis können auf Dauer ranzig werden und hinterlassen auf euren Hund nicht nur einen öligen Film, sondern auch einen unschönen ranzigen Geruch. Bei einer Basis aus Wasser ist kommt es dagegen nicht zu diesen Gerüchen, doch solltet ihr vor Gebrauch das Wasser-Öl-Gemisch sehr gründlich schütteln, damit sich das Öl gut verteilt.

Es gibt viele Rezepte mit unterschiedlichen ätherischen Ölen und Kompositionen. Wenn ihr es selbst herstellen möchtet, solltet ihr die ätherischen Öle stark verdünnen und mit einer Sprühflasche auftragen.

Dabei empfehlen Experten unterschiedlich starke Verdünnungen, die von 0,25%-1,5% ätherisches Öl in der Mischung reichen. Mehr sollte es nicht sein! Das bedeutet, dass ihr auf 1 Liter Wasser oder Träger-Öl ca. 50-300 Tropfen ätherische Öle geben solltet. Gut zu wissen: 1 Tropfen ätherisches Öl entspricht ca. 0,05 ml. 

Ätherische Öle auftragen

Die ätherischen Öle müssen möglichst am gesamten Körper aufgetragen werden, um die Parasiten abwehren zu können. Doch gleichzeitig sollte dein Hund einige der ätherischen Öle in keinem Fall ablecken können. Deshalb werden sie entweder sehr stark verdünnt oder an Stellen aufgetragen, die dein Hund nicht mit der Zunge erreichen kann. Dann werden sie ähnlich wie Spot-Ons an Ohren, Nacken, Rücken und Schwanzwurzel aufgetragen, um sich wie ein Film über die Haut verteilen zu können.

Ihre Wirkung wird in jedem Fall gemindert, wenn dein Hund schwimmen geht. Beim Auftragen solltet ihr in jedem Fall Kontakt und Nähe mit Augen, Maul und Nase weiträumig vermeiden. 

Hunde können allergisch reagieren

Probiert am besten zunächst sehr vorsichtig und zurückhaltend aus, ob euer Hund allergisch auf ätherische Öle reagiert, was durchaus möglich ist. Sollte er sich beginnen stark zu jucken, Hautreizungen oder gar Niesen und Husten zeigen, solltet ihr auf ätherische Öle bei eurem Hund besser ganz verzichten. 

Produktempfehlungen

Natürliche Anti-Zeckenmittel fertig kaufen

Wer nicht selbst zum "Parfumeur" werden möchte, der kann auf Fertigprodukte mit ätherischen Ölen zurückgreifen. Hier gibt es sehr viele unterschiedliche Mischungen und Konzentrationen. 

Die folgenden drei Anti-Zeckenmittel auf Basis ätherischer Öle können wir empfehlen: 

AniForte Zeckenspray *  - Kontakt- und Umgebungsspray aus Schwarzkümmelöl, Zitroneneukalyptusöl, Lavendelöl, Geraniol und Teebaumöl. 

cdVet Abwehrkonzentrat *  - enthält Teebaumöl und Geraniol, wird über 3 Wochen täglich an Ohren, Schulterblätter und Rute gegeben, danach nur noch 1-2 Mal wöchentlich. 

Anti Brumm Naturel * (Sparset) - enthält hochdosiert den Extrakt des Zitronen-Eukalyptus.

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