Gesundheit

Die Pfotenpflege deines Hundes - damit dein Hund gesund auf seinen vier Pfoten steht

Es gibt Hunde, deren Pfoten fast gar keine Pflege benötigen und andere, die eine starke Pfotenpflege benötigen. Häufig ist es von der Hunderasse abhängig: kleine Hunde laufen ihre Krallen nicht so stark ab und benötigen häufiger ein Kürzen der Krallen, bei langhaarigen Hunden wachsen die Haare unter den Pfoten schneller über die Pfotenballen hinaus oder sie leiden unter unangenehmen Verfilzungen und Wollknäueln unter den Pfoten. Manche Hunde neigen zu rissigen Pfoten oder toben so wild, dass ihre Krallen einreißen, andere haben perfekte Ballen und nie Probleme mit den Krallen. 

Wir zeigen euch einen einfachen Pfoten-Check, wie ihr raue Pfoten pflegt, Tipps für gesundes Pfotenbalsam, DIY-Anleitungen zum Erstellen von natürlichem Pfotenbalsam und wie ihr Krallen kürzt und was ihr noch beachten solltet, um das Wunderwerk Pfote gesund zu halten.  

Die Hundepfoten sind das ganze Jahr über Kälte, Nässe, Hitze, Steinchen, Unebenheiten ausgesetzt und müssen viel ertragen. Deshalb ist ein Pfoten-Check und bei Bedarf eine Pfoten-Pflege das gesamte Jahr über sinnvoll.

Pfoten-Check: Pfoten-Probleme schnell erkennen und beheben

Egal, was ihr für einen Hund habt, eine regelmäßige Inspektion der vier Pfoten schützt euch und euren Vierbeiner vor bösen Überraschungen und ist keine reine Kosmetik. Also ran an die Pfoten! Am besten gewöhnt ihr euren Hund von Anfang an daran, dass ihr seinen Körper und auch seine Pfoten einmal wöchentlich in die Hand nehmt und genau inspiziert.

Schafft eine entspannte Atmosphäre und redet beruhigend freundlich auf euren Hund ein. Am besten wartet ihr, bis er nach einem Spaziergang entspannt und müde ist und dann geht es los. Aber immer schön entspannt und langsam daran gewöhnen: vielleicht beim ersten Mal nur eine kleine Inspektion und beim nächsten Mal dann etwas länger bis zur großen Inspektion.

Kleiner Tipp: auch Hunde können unter und zwischen den Pfoten kitzelig sein und die Pfoten wegziehen. Mit Gefühl und Verständnis geht es immer besser. Und natürlich auch mit Lob und Leckerlies.

Schaut euch die Pfoten sehr  genau an, als wolltet ihr eine Zeichnung von ihnen anfertigen. Stellt euch folgende Fragen bei der Pfötchen-Inspektion:

  • Sind die Pfotenballen rau und rissig oder eher glatt und ebenmäßig?
  • Sind die Pfoten-Zwischenräume frei von Fremdkörpern wie z.B. Grannen oder gar Zecken und Schmutz? Seht ihr Rötungen, kleine Wunden oder Haut-Irritationen an der Haut zwischen den Zehen? Oder ist alles paletti?
  • Findet ihr Wollknäuel und Verfilzungen unter den Pfoten vom langen Fell? Die können böse scheuern und arg schmerzen. Wachsen die Haare über die Pfotenballen und sind zu lang?
  • Sind die Krallen zu lang, zu kurz oder genau richtig? Wie sieht es mit der Daumenkralle oder mit der Wolfskralle aus? Sind die zu lang und rollen sich schon auf, so dass sie an der Haut scheuern können? Sind die Krallen rissig oder gar schon eingerissen?
  • Leckt euer Hund häufig an einer oder an allen Pfoten? Knibbelt und beißt er an seinen Pfoten?

 

Was tue ich bei rauen Pfoten-Ballen? Wie behandele ich Risse in den Pfoten?

Meine Hündin hat von klein auf an sehr raue Pfotenballen, während die meisten Welpen und Junghunde noch sehr weiche Haut unter den Pfoten besitzen.

Stellt ihr jedoch Risse fest und gar zu raue Pfotenballen, so ist es ratsam, diese mit Feuchtigkeit zu versorgen und mit einer Fettschicht zu schützen. Denn in den Rissen können sich schnell Bakterien, Fremdkörper oder auch Feuchtigkeit festsetzen, die zu unangenehmen und langwierigen Entzündungen führen können. Und genau das möchtet ihr sicherlich ebenso wie ich vermeiden.

Ballenbalsam, Pfotenpflege und Pfotenschutz - so pflegst du die Pfoten richtig

Zur Pfotenpflege gibt es eine große Auswahl an Cremes, Balsams oder auch Sprays, die für mehr Feuchtigkeit und Schutz sorgen sollen.  

Grundsätzlich ist eine natürliche Pflege immer vorzuziehen. Denn: Hunde lecken sich die Pflege gern von den Pfoten und deshalb solltet ihr bei der Auswahl der Pflege auf natürliche und ungiftige Zutaten achten. Gleichzeitig können Schadstoffe über die Haut von eurem Hund aufgenommen werden oder auch das natürliche Milieu gestört werden.

Vaseline und Melkfett sind nicht so gut geeignet, um die Hundepfoten zu schützen und zu pflegen

Vaseline und auch Melkfett bestehen aus Paraffinen, die während der Erdölproduktion anfallen. Sie legen sich zwar als schützender Film auf die Haut, können diese aber auf Dauer austrocknen und die Poren verstopfen. Auch wird vermutet, dass sich Paraffine in den inneren Organen anreichern können. Deshalb gelten Paraffine als potenziell gesundheitsschädlich und werden in einer verantwortungsbewussten oder Bio-Kosmetik nicht mehr eingesetzt. Den gewünschten Pflege- und Schutzeffekt kann man mit natürlichen Ölen viel besser erreichen.

Auf diese Inhaltsstoffe solltet ihr beim Pfotenbalm achten

Natürliche Öle und Fette sind gesundheitlich unbedenklich und spenden Feuchtigkeit und Pflege

Am natürlichsten und gesündesten ist es, wenn die Öle und Fette in Bio-Qualität verwendet werden. Dies ist nicht nur für die Umwelt besser, sondern auch für deinen Hund.

  • Aprikosenkernöl
  • Hirschtalg
  • Kokosöl 
  • Lavendelöl
  • Mandelöl
  • Olivenöl
  • Rosenöl
  • Sheabutter

Weitere Pflege- und Heil-Substanzen, die gut für die Hundepfote sind 

  • Kamille
  • Ringelblume (Calendula officinalis)
  • Schafgarbe
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Beinwell

Das Pfotenbalm soll eine festere Konsistenz haben? Dann bitte natürlich:

  • Bienenwachs
  • Kokosöl

Tipp: Ihr könnt auch eine Bio-Ringelblumensalbe kaufen und diese als Pfoten-Balm verwenden. Das ist preisgünstig und natürlich pflegend zugleich.

Ich empfinde es auch als sehr angenehm, wenn das Pflegemittel schnell einzieht und nicht noch den Teppich einölt oder den Holzboden für alle Familienmitglieder zur Rutschbahn werden lässt.

DIY-Tipp: Pfotenpflege-Balsam selbst herstellen

Du kannst dir aber auch ein Pfotenpflege-Balsam selbst erstellen. Dazu findet ihr hier ein paar einfache Rezepte, die ihr auch individuell variieren könnt. Im Internet gibt es unzählige Varianten aus den Zutaten und in unterschiedlicher Zusammensetzung. Diese beiden einfachen Rezepte sind eine gute Basis.

Pfoten-Balm-Rezept I

Zutaten:

Hier ist es empfehlenswert, auf Bioqualität der Zutaten zu achten. 

  • 160 ml Olivenöl 
  • 80 Gramm Bienenwachs 
  • 40 Gramm Kokosfett 
  • 80 ml Mandelöl
  • 40 ml Sheabutter

Das benötigt ihr noch:

  • Aufbewahrungsglas (möglichst dunkel) mit Schraubverschluss
  • Topf mit Wasser
  • Gefäß für Wasserbad im Topf, in dem ihr die Zutaten vermengt

So geht’s:

  1. Bringt das Bienenwachs mit dem Olivenöl und dem Mandelöl am besten in einem Gefäß im Wasserbad bei mittlerer Temperatur zum Schmelzen.
  2. Sobald das Bienenwachs geschmolzen ist, gebt ihr die Sheabutter dazu. Jetzt heißt es: gut verrühren!
  3. Nun könnt ihr schon die Substanz in ein Aufbewahrungsglas füllen. Hier lasst ihr sie abkühlen, bevor ihr sie verschließt. 

Bereits angebrochene Gläser könnt ihr übrigens gut im Kühlschrank aufbewahren.

 

Einfaches Pfoten-Balm Rezept II (Ringelblumensalbe):


Zutaten:

  • Ringelblumenblüten (frisch: 2 Handvoll/getrocknet: ca. 0,5-1 Handvoll)
  • 150 ml Bio-Olivenöl (ggf. auch Bio-Sonnenblumenöl)
  • 50 ml Mandelöl (ggf. auch Weizenkeimöl)
  • 40 Gramm Bienenwachs (bindet die Substanz, damit sie dicker wird)

Das benötigt ihr noch:

  • Aufbewahrungsglas (möglichst dunkel) mit Schraubverschluss
  • Großer Topf mit Wasser
  • Schüssel oder Gefäß, das hitzebeständig ist, um es im Wasserbad in dem Topf zu erhitzen
  • Tuch oder Sieb, um die Blüten aus dem Öl zu filtern 

So geht’s:

  1. Gebt das Olivenöl mit dem Mandelöl in eine Schüssel oder ein anderes Gefäß und erwärmt dieses in einem Wasserbad bei mittlerer Hitze auf dem Herd.
  2. Gebt nun die Ringelblumenblüten dazu.
  3. Jetzt lasst ihr das Ganze 20-30 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen.
  4. Wenn ihr die Blüten aus dem Öl filtern möchtet, dann verwendet ein Sieb oder ein Tuch und gießt die Substanz durch das Tuch oder Sieb in ein weiteres Gefäß und dann wieder zurück. Ihr könnt auch die Blüten in der Salbe belassen, dies ist aber beim Eincremen nicht wirklich komfortabel.
  5. Danach rührt ihr das Bienenwachs dazu und erhitzt noch einmal im Wasserbad, bis der Bienenwachs aufgelöst ist.
  6. Jetzt könnt ihr die Substanz in die gewünschten Aufbewahrungsgefäße füllen und lasst sie noch unverschlossen abkühlen. Dann erst schließt ihr die Gefäße mit dem Deckel.

Bereits geöffnete Gläser könnt ihr gut im Kühlschrank aufbewahren.

 

Wie trage ich die Pfotenpflege auf die Pfoten meines Hundes?

  1. Sind die Hundepfoten sauber? Falls nicht, am besten kurz im lauwarmen Wasser spülen und danach gründlich abtrocknen.
  2. Pfotenpflege gründlich in die Hundeballen einmassieren. Dafür könnt ihr euch gern Zeit lassen und nach einer kleinen Gewöhnung mögen es die meisten Hunde sogar sehr.
  3. Reste der Pfotenpflege ggf. abtupfen und den Hund etwas ablenken oder ihm einfach verbieten, an den Pfoten zu schlecken.

Prävention, besonders bei Hitze und im Winter

Besonders im Winter sind die Hundepfoten vielen Herausforderungen ausgesetzt: die starke Kälte, die Heizungsluft in der Wohnung, ständige Nässe draußen und nicht zuletzt leider auch Streusalz und Split insbesondere in den Städten.

Aber auch im Sommer kann der Asphalt ganz schön heiß werden, es liegen Grannen und viele Pflanzenteile auf den Wegen, die sich in die Pfote bohren können und die Plagegeister Zecken gehen manchmal auch gern an die Pfoten.

Das kann schon ganz schön auf die Pfoten gehen und genau das möchten wir vermeiden! Um die empfindlichen Hundepfoten zu schützen, könnt ihr die Pfoten nicht nur regelmäßig pflegen, sondern auch vor extremen Spaziergängen mit einer Fettschicht schützen.

Eigentlich ein "No-Brainer": Hundepfoten, die auf dem Spaziergang nass geworden sind, unbedingt trocknen

Sicherlich macht ihr das ohnehin schon, damit ihr keine Nässe und Dreck in die Wohnung bringt, aber auch bevor eure Hunde ins Auto springen und dort länger bleiben, ist es sinnvoll, die Pfoten einmal mit einem Handtuch zu säubern und zu trocknen. Feuchtigkeit kann Bakterien und Pilze anlocken und zu Parasiten oder/und Entzündungen führen. Manche Hunde sind da völlig unempfindlich, andere dagegen sehr.

 

Zu lange Krallen? Keine Frage der Ästhetik, sondern der Hunde-Gesundheit

Wann sind die Krallen deines Hundes zu lang geworden? Hier gibt es eine einfache Pfotenregel: Stell deinen Hund auf einen ebenen Boden. Berühren die Krallen den Boden? Dann sind sie leider zu lang und müssen gekürzt werden. Kannst Du zwischen Boden und Kralle noch einen Fingernagel oder ein dickes Blatt Papier schieben? Dann sind die Krallen genau richtig.

Manche Hunde laufen sich die Krallen gleichmäßig ab, bei anderen müssen sie gekürzt werden. Generell laufen sich kleine Hunde die Krallen nicht so gut ab wie große Hunde, da sie einfach leichter sind.

Womit kürze ich die Hundekrallen?

Die Krallen solltet ihr besser nicht mit einer Nagelschere schneiden, denn sie reicht oft nicht aus, um sauber zu schneiden und ihr könnt euren Hund leicht damit verletzen. Zum Schneiden gibt es spezielle Krallenscheren, mit denen die Verletzungsgefahr minimiert ist. Sie sind relativ günstig in Hundeshops erhältlich. Ich muss gestehen, dass ich immer Blut und Wasser schwitze, da ich mit diesen Scheren nie das Gefühl habe, dass ich genau weiß, wo ich schneide.  

Ihr könnt die Krallen aber auch Abfeilen bzw. Abschleifen. Dies könnt ihr mit speziellen Nagelfeilen (die für Menschen benötigen zu lange) oder es gibt auch Krallenschleifmaschinen, die elektrisch funktionieren. Mit ihnen schleift ihr immer nur etwas von der Kralle ab und lauft so weniger Gefahr, zu tief zu kommen. Hier könnt ihr in Etappen schleifen und nachsehen, ob die Schleifstelle zu tief gerät: sobald ihr einen dunklen Punkt seht solltet ihr aufhören. Bei schwarzen Krallen ist dies allerdings ebenfalls nicht gut zu sehen.

Vorsicht beim Kürzen, denn ihr könnt euren Hund böse verletzen

Denn in der Kralle befinden sich Blut- und Nervengefäße. Gerade bei dunklen Krallen sind diese aber von außen kaum sichtbar. Manche schwören darauf, dass sie mit einer Taschenlampe, die sie auf die Kralle richten, gut sehen können. Mir gelingt das leider meist nicht. Schneidet ihr den lebenden Bereich der Kralle, so ist das für euren Hund sehr schmerzhaft und kann sehr stark bluten. Ähnlich wie bei uns Menschen, wenn der Nagel tief einreißt. Deshalb sollten die Krallen niemals zu kurz geschnitten werden. Hier können Ängste bei deinem Hund entstehen und das Vertrauen zu dir kann schwinden.

Im Zweifelsfall bittet einen Profi zu Hilfe: Tierärzte schneiden ebenfalls die Krallen oder auch gute Hundefriseure.

Entzündung an den Krallen

Häufig sind Verletzungen und Entzündungen an den Krallen für Hunde sehr schmerzhaft. Es kann sich um eine oberflächliche harmlose Verletzung handeln oder aber um einen tiefergehenden Fremdkörper wie z.B. eine in die Haut eingedrungene Granne.

Doch eine Entzündung an der Kralle kann auch der Vorbote einer ernst zu nehmenden Erkrankung sein, wie z.B. ein Plattenepithelkarzinom. 

Deshalb würde ich eine mehr als zwei Tage andauernde Entzündung an der Kralle oder Pfote immer dem Tierarzt zeigen.

 

Wollknäuel und Verfilzungen – zu lange Haare unter den Pfoten

Gerade bei langhaarigen Hunden kann es vorkommen, dass die Haare an den Pfoten zu lang werden. Dies bringt nicht nur Rutschgefahr für deinen Hund, der sich auf dem Fell nicht so gut halten kann, sondern kann auch zu fiesen Verfilzungen und wehtuenden Wollknäueln zwischen den Zehen führen.

Wann sind die Haare unter den Pfoten zu lang?

Die Haare unter den Pfoten (der Zwischenzehenbewuchs und das Fell an der Pfote) sollten nicht über den Pfotenballen hinaus stehen.

Auch dies ist kein Fall für die Nagelschere, nehmt lieber eine kleine Schermaschine, mit der ihr euren Hund nicht an den empfindlichen Pfoten verletzen könnt. Oder eine an den Enden stumpfe Schere. Nachteil an den kleinen Schermaschinen ist das elektrische Geräusch, das manche Hunde wahnsinnig zu machen scheint. Hier hilft nur: üben, üben, üben. Am besten in ruhiger Abendstimmung zunächst die Maschine anstellen und nur seitlich ohne zu schneiden an den Hund halten und Leckerlies und Lob großzügig verteilen. Nun könnt ihr die Haare, die über den Pfotenballen stehen, kürzen.

Übrigens sind Hunde auch kitzelig an den Pfoten! Da solltet ihr ihnen ein wenig Theatralik zugestehen und geduldig bleiben ;0)

Solltet ihr euch das Kürzen der Pfotenhaare und des Zwischenzehenbewuchses nicht zutrauen, rate ich euch zu einem Hundefriseur.

Hilfe! Mein Hund leckt sich ständig die Pfoten und bearbeitet sie, so dass sie wund und rot werden

Handelt es sich nur um eine Pfote, so kann man von einer Verletzung ausgehen. In jedem Fall solltet ihr die Pfote genau untersuchen. Findet ihr einen Fremdkörper, so muss dieser entfernt werden und die Wunde desinfiziert werden. Findet ihr nichts, so würde ich spätestens nach einem Tag auch den Tierarzt aufsuchen.

Leckt sich euer Hund an mehreren Pfoten, ist dies ein Fall für den Tierarzt, damit ihr gemeinsam abklären könnt, ob z.B. eine Allergie, Parasiten, Fremdkörper oder eine andere Erkrankung dahinter stecken.

Sieben Gründe, warum die Hundepfote ein Meisterwerk der Natur ist

Die Hundepfote ist geradezu ein Meisterwerk der Natur und hat sehr viel mehr Funktionen als es auf den ersten Blick scheint. Gerade deshalb solltet ihr der Hundepfote regelmäßig eure Aufmerksamkeit geben:

  1. Hornhaut und Fettgewebe schützen die Pfoten

    Zum Schutz sind die Pfotenballen mit einer Hornhaut überzogen, die an den Pfotenballen rund 50 Mal dicker als die normale Hundehaut am Körper ist. Außerdem sind die Pfotenballen mit einem dickem Fettgewebe gepolstert. Damit sind die Pfoten gut geschützt vor unebenem Boden, Kälte, Nässe und Hitze.
  2. Info-Lieferanten durch Nerven und Tast-Sensoren

    Da die Ballen mit vielen Nerven und Tast-Sensoren durchzogen sind, sind sie sehr sensibel und liefern unseren Hunden Informationen: Temperaturschwankungen, Vibrationen oder unebene Untergründe und spitze Gegenstände können von Hunden über die Pfoten sehr schnell und gut wahrgenommen werden.
  3. Schweißdrüsen für Duftmarken und Kühlung

    Dein Hund hat Schweißdrüsen in den Hundeballen seiner Pfoten. Hierüber kann er nicht nur Temperatur regulieren, sondern er hinterlässt Gerüche für seine Umwelt und legt sozusagen eine Fährte.
  4. Grip durch Krallen

    Die Krallen sorgen für guten "Grip": Hunde laufen auf ihren Zehen und nutzen die Krallen zum Abstoßen und für eine gute Haftung auf dem Boden. Sind die Krallen zu lang oder zu kurz oder gar verwachsen, können sie das gesamte Gangbild deines Hundes beeinträchtigen.
  5. Schwimmhäute für die Wasserhunde

    Die meisten Hunde haben Zwischenzehenhäute, die der Hundepfote sowohl Beweglichkeit als auch Stabilität geben. Bei Wasserhunden sind sie zum Schwimmen besonders ausgebildet, während manche Hunderassen wie z.B. Windhunde gar keine Schwimmhäute zwischen den Zehen besitzen und daher auch nicht schwimmen können.
  6. Temperatur-Ausgleich

    Die Pfoten sind besonders gut durchblutet, damit die Temperatur an den Pfoten bei Hitze oder Kälte immer gut ausgeglichen werden kann. Dies kann allerdings bei Verletzungen an den Pfoten oder an den Krallen zu starkem Bluten führen.
  7. Darum sind die Vorderpfoten größer

    Die Vorderpfoten der meisten Hunde sind etwas größer als die Hinterpfoten. Dies hat die Natur so eingerichtet, da etwas mehr Körpergewicht (ca. 60%) auf den Vorderpfoten lastet.

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