Adlerfarn ist sehr stark giftig für Hunde
Pteridium aquilinum 
Der Adlerfarn wächst meist in Laub- und Nadelwäldern oder an Waldrändern. Er ist mit bis zu 2 Metern Höhe eine der größten heimischen Farnarten. Der Adlerfarn steht nicht in einer Rosette wie der Wurmfarn. Charakteristisch für den Adlerfarn ist, dass die Blattränder eingerollt sind.
Alle Teile des Adlerfarns sind sehr stark giftig für Hunde, insbesondere aber die Blätter und Sporen. Er kann leicht mit anderen Farnarten verwechselt werden, die weniger giftig für Hunde sind. Adlerfarn enthält Blausäure, sowie Saponide und Enzyme, die zu starken Magen-Darm-Problemen und Störungen des Zentralen Nervensystems bei Hunden führen können.
Adlerfarn wird auch wie folgt genannt:
- Großer Waldfarn
- Adlersaumfarn
Was tun, wenn mein Hund Adlerfarn gefressen hat?
Wie giftig ist Adlerfarn?
| Giftigkeit: | |
| Giftige Teile: | Der gesamte Farn ist giftig, insbesondere die Blätter und Sporen. |
| Giftige Zeit: | Winter, Frühling, Sommer, Herbst |
| Gegengift: | Vitamin B1 |
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.
Vorkommen Adlerfarn
| Pflanzenart: | Farn |
| Vorkommen: | Wälder |
| Gebiete: | Europa |
| Blütezeit: | - |
| Fruchtreife: | Sommer, Herbst |
Symptome
Die folgenden Symptome können bei einer Vergiftung mit dem Adlerfarn auftreten:
- Starkes Speicheln
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magenschmerzen
- Durchfall
- Apathie
- Muskelkrämpfe
- Bewusstseinsstörungen
- Augenzittern
- Pupillenerweiterung
- Schwäche
- Zittern
- Blut in Kot und Urin
- Tod ist möglich
Therapie
Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs- Symptome zu mindern.
Um das Gift des Adlerfarns aus aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:
- AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
- ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
- MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.
Zur Linderung der Symptome kann der Tierarzt Infusionen geben oder auch Vitamin B1 als Gegengift verabreichen. Ebenso wird er krampflösende Medikamente geben.
Nähere Informationen zu Vergiftungen beim Hund findet ihr hier: Vergiftung beim Hund vermeiden, erkennen und behandeln.
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