Gift-Wacholder ist sehr stark giftig für Hunde

Juniperus sabina sehr stark giftig

Der Giftwacholder bzw. Sadebaum ist ein immergrüner Strauch oder auch kleiner Baum, der ca. 1-2 m Höhe erlangt. Die braune Rinde bzw. Borke ist blätternd und braun-rötlich. Die nadelförmigen und später schuppigen Blätter riechen beim Zerreiben unangenehm, woher auch der weitere Name "Stink-Wacholder" stammt. Die erbsengroßen Blüten sind unscheinbar, die erbsengroßen Beeren sind einförmig und können gelb, grün, blau bis schwarz werden.

Während der Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis) weniger giftig ist, ist der Gift-Wacholder (Juniperus sabina) eine sehr stark giftige Pflanze für Hunde. Beide sehen sich sehr ähnlich.

Alle Teile des Giftwachholders sind sehr stark giftig für Hunde, insbesondere die Zweigspitzen. Beim Hund kann die tödliche Dosis bereits ab ca. 14-22g der Giftwacholder-Spitzen beginnen.


Gift-Wacholder wird auch wie folgt genannt:
  • Sadebaum
  • Stink-Wacholder
  • Segenbaum
  • Sefistrauch
Zweig und Früchte des Gift-Wacholders (Sadebaum), die dem Gemeinen Wacholder sehr ähnlich sind

Was tun, wenn mein Hund Gift-Wacholder gefressen hat?

Wie giftig ist Gift-Wacholder?

Giftigkeit:sehr stark giftig (sehr stark giftig)
Giftige Teile:Alle Teile des Giftwachholders sind sehr stark giftig für Hunde, insbesondere die Zweigspitzen.
Giftige Zeit:Winter, Frühling, Sommer, Herbst
Gegengift:Unbekannt
VERGIFTUNGEN ERFORDERN SCHNELLES HANDELN:
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.

Vorkommen Gift-Wacholder

Pflanzenart:Baum
Vorkommen:Gärten
Gebiete:Europa
Blütezeit:Frühling
Fruchtreife:-

Symptome

Folgende Symptome können sich bei einer Vergiftung durch einen Giftwacholder zeigen:

  • Rötung der Maulschleimhaut
  • verstärkter Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Koliken und Magenschmerzen
  • Durchfall, der auch blutig sein kann

Bei der Aufnahme von sehr großen Mengen kann es zu folgenden weiteren Symptomen kommen:

  • Apathie
  • Appetitlosigkeit
  • Koliken
  • blutigem Durchfall
  • vermehrten Durst und vermehrten Urinabsatz
  • Im Urin kann Blut vorkommen
  • die Schleimhäute können sich gelblich färben
  • Herzrasen
  • verminderte Urinausscheidung bis zum kompletten Versagen der Urinausscheidung
  • Starke Hautirritationen
  • Der Tod kann in sehr schwerwiegenden Fällen durch Atemlähmung auftreten

Therapie

Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern.

Um das Gift des Gift-Wacholders aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden, z.B.:

  1. AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
  2. ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
  3. MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.

Zur Linderung der Vergiftungs-Symptome kann der Tierarzt auch Infusionen und schmerzlindernde Medikamente geben.

Nähere Informationen zu Vergiftungen beim Hund findet ihr hier: 

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