Hot Spot beim Hund: Erfahrungsbericht
In diesem Sommer bekam meine Hündin Lilly zum ersten Mal einen Hot Spot. Davor hatte ich keinerlei Erfahrungen mit diesen plötzlich auftretenden, fiesen kleinen Hautwunden.
Hier berichte ich euch, wie der Hot Spot bei meiner Hündin behandelt wurde, was ich als Ursache vermute und wie sich die Wunde entwickelt hat.
Inhaltsübersicht
Abends entdeckte ich eine kahle Hautstelle
Abends fiel mir auf, dass meine Hündin Lilly am oberen Ende ihres Vorderbeins zum Brustkorb hin eine kleine, komplett kahle, rundlich-ovale Hautstelle mit minimaler Rötung hatte.
Ich wunderte mich, wie schnell Lilly die Haare abgeleckt haben musste, ohne dass es mir aufgefallen war.
Ist dies der Beginn eines Hot Spots?
Woher mag die Stelle kommen?
Man muss dazu sagen, dass es wirklich heiß gewesen ist und Lillys Haarkleid sehr dicht ist. Wir waren sehr viel Schwimmen und ihr Haarkleid trocknet eher langsam.
Vielleicht hatte sie sich eine winzige Verletzung zugezogen und die Stelle hatte sich dann durch Wärme, Nässe und durch Bakterien im Wasser schnell entzündet.
Erste Behandlung des Hot Spots
Ich befreite die Stelle noch weiter von Haaren, indem ich die Haare drum herum vorsichtig abrasierte. Es sollte Luft an die Stelle kommen und die Haare sollten nicht mit der leicht feuchten Stelle verkleben.
Dann reinigte ich die Wunde mit einem Wattepad und Wasser. Danach desinfizierte sie, indem ich Octenisept Wund-Desinfektions-Spray 2 x 50ml * aufsprühte. Octenisept habe ich auch beispielsweise auf Wanderungen immer für Mensch und Hund dabei. Ich liebe es, da es absolut nicht brennt und daher vom Hund auch gut akzeptiert wird. Ich gab außerdem noch Bepanthen-Salbe auf die Stelle, damit sie schneller abheilt.
Nun wollte ich darauf achten, dass Lilly nicht an der Stelle leckt. Da ich im Homeoffice war, wollte ich ihr einen lästigen Leckschutz ersparen. Doch Lilly ist sehr geschickt und kam doch immer wieder an die Wunde. Da hätte ich konsequenter und schneller einen Leckschutz verwenden sollen.
Die Stelle verschlimmerte sich innerhalb von 2 Tagen und es begann sich eine Kruste zu bilden. Da ich von explosionsartigen Verschlimmerungen bei Hot Spots gehört hatte, beschloss ich, vor dem Wochenende zu meiner Tierärztin zu gehen.
Behandlung des Hot Spots durch die Tierärztin
Meine Tierärztin schor die Stelle noch großzügiger aus, reinigte und desinfizierte die Wunde noch einmal gründlich und verschrieb Lilly eine kortisonhaltige Salbe. Diese Salbe (Hydrocortisel) sollte zweimal täglich aufgetragen werden.
Und siehe da: Nach zwei Tagen, wurde die Stelle schlagartig besser und nach einer Woche war – abgesehen von den noch kurzen Haaren rund um die Stelle - nichts weiter zu sehen.
Was war die Ursache des Hot Spots bei Lilly?
Ich vermute, dass sie sich eine kleine Wunde beim Spielen und Toben zugezogen hat. Aufgrund der Wärme waren Lilly bei fast jedem Spaziergang begeistert im Wasser. Doch Lilly trocknet nicht so schnell, was zu verstärkter Feuchtigkeit auf der Haut geführt hat. Das Wasser ist zwar noch gut gewesen, aber natürlich enthält es Bakterien, die sich wohl dann in der Stelle festgesetzt haben.
Außerdem hatte ich beobachtet, dass Lilly in den Wochen davor sehr viele Zecken hatte. Während natürliche Mittel im Vorjahr super gewirkt hatten, schien dies in diesem Jahr nicht der Fall zu sein. Da Floh- und Zeckenbisse ebenfalls zu Hot Spots führen können, beschloss ich, diesmal einen chemischen Floh- und Zeckenschutz zu verwenden. Ich entschied mich für Simparica, da bei meiner Wasserratte ein Spot-On nicht in Frage kam und Simparica aufgrund der kürzeren Wirkzeit immerhin weniger Giftstoffe in einer Tablette enthält.
Lilly habe ich noch einmal besonders gründlich durchgebürstet und trockne ihr Fell nach dem Baden - oder im Augenblick wohl eher nach dem Regen - besonders gut ab.
Was würde ich beim nächsten Hot Spot machen?
Sollte trotzdem noch einmal ein Hot Spot bei Lilly auftreten, werde ich ihn schnell und noch weitreichender von Fell befreien, wieder mit Wasser reinigen und mit octenisept desinfizieren. Außerdem würde Lilly sofort und konsequent einen Leckschutz bekommen.
Wenn der Hot Spot noch im Anfangsstadium ist, werde ich es zunächst mit pflanzlichen Heilmitteln probieren, die Bakterien einzudämmen und die Wunde zu heilen, da ich eigentlich kein Fan von Kortison bin. Das Mittel der Wahl wäre beispielsweise ein starker und frischer Walnuss-Tee, mit dem ich die Wunde behandeln werde.
Stellt sich jedoch nach ca. 2 Tagen keine Besserung ein oder gar eine Verschlechterung, dann würde ich nicht zögern, schnell zu meiner Tierärztin zu gehen. Denn Hot Spots können sich sehr schnell verschlechtern und die bakterielle Infektion kann sich explosionsartig ausbreiten. Damit ist absolut nicht zu Spaßen. Ich werde euch gegebenenfalls berichten.
Lieben Dank, Dein DigiDogs-Team
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