Juvenile myoklonische Epilepsie (JME)
Diese genetische bedingte Form der Epilepsie tritt bei Rhodesian Ridgebacks bereits mit wenigen Monaten auf. Sie kann über einen Gentest nachgewiesen werden.
Juvenile Myoklonische Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback
Eine Arbeitsgruppe der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München beschrieb 2017 erstmals die juvenile myoklonische Epilepsie bei Rhodesian Ridgebacks.
Es handelt sich um eine Form der Epilepsie, die bei betroffenen Hunden bereits im Alter von wenigen Monaten erstmals auftritt. Bisher konnte diese Form der Epilepsie nur bei Rhodesian Ridgebacks nachgewiesen werden.
Symptome der Juvenilen myoklonischen Epilepsie
Die Symptome der Juvenilen myoklonischen Epilepsie treten zu Beginn meist in der Einschlafphase der Hunde auf und können sehr mild verlaufen oder den Hund aus dem Schlaf aufschrecken lassen:
- Schlafstörungen
- Plötzliche Muskelzuckungen (Myoklonien), die meist im Ruhezustand und in Serie hintereinander auftreten
- Verwirrung, Angst nach dem Muskelzucken
- im späteren Verlauf auch typische epileptische Anfälle (tonisch-klonisch)
Meist dauern diese Zuckungen nur wenige Sekunden auf, doch sie können auch nacheinander in Serie auftreten und in der Stärke des Muskelzuckens sehr variieren.
Die Anfälle treten in über 85% der Fälle täglich auf. Sie können sich im Verlauf der Erkrankungen zu typischen epileptischen Anfällen entwickeln.
Die juvenile myoklonische Epilepsie ist nicht heilbar
Die JME ist bei Hunden nicht heilbar und schreitet meist im Alter fort.
Es ist aber möglich, einige Trigger für die Muskelzuckungen durch genaues Beobachten des Hundes zu erkennen und zu versuchen, diese Auslöser zu vermeiden. So z.B. Schlafentzug.
Bei einigen Hunden schlagen auch sogenannte Antiepileptika an, so dass die Krankheit langsamer fortschreitet.
Eine ketogene Diät (ohne Kohlenhydrate mit hochwertigen Fetten) wird sowohl an Menschen als auch an Hunden bei Epilepsie erforscht und kann bei einigen Hunden Erfolge aufweisen. Sie kann einen Versuch wert sein.
Gentest
Diese Erkrankung ist bisher bei Hunden nur bei Rhodesian Ridgebacks bekannt. Bei ihnen ist eine Mutation auf dem DIRAS1-Gen vorhanden, die über einen Gentest beispielsweise bei LABOKLIN nachgewiesen werden kann. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv, was bedeutet, dass beide Elterntiere Träger dieses Gendefektes sein müssen, damit die Erkrankung beim Welpen vorkommt.
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