Gesundheit

Vitamin C (Ascorbinsäure) - das Allround-Vitamin

Bei Vitamin C denken die meisten an die Abwehr von Infekten und an Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen. Vitamin C unterstützt das Immunsystem als sehr starkes Antioxidans, doch es kann noch viel mehr. Vitamin C kann die Wundheilung beschleunigen und die Zellen vor freien Radikalen schützen. Es wird ihm nachgesagt, Entzündungen im Körper zu mindern und sogar die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, zu senken. Vitamin C ist obendrein wichtig für Haut, Knochen und Zähne. Und es kommt in ganz anderen Obst- und Gemüsesorten stark vor als in Orangen und Zitronen. Wie wichtig ist Vitamin C für unsere Hunde? Wie ist der Bedarf und was passiert bei einer Über- oder Unterversorgung?

Vitamin C kommt in vielen Gemüse- und Obstsorten stark vor - Orangen gehören aber nicht dazu

Hunde können Vitamin C selbst produzieren

Im Gegensatz zu uns Menschen und vielen anderen Tierarten haben Hunde die Fähigkeit, in ihrer Leber Vitamin C aus Glukose synthetisieren zu können. Sie können Vitamin C also selbst produzieren, weshalb Vitamin C für Hunde eigentlich gar kein Vitamin darstellt. Denn per Definition sind Vitamine lebensnotwendig und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Aufgabe & Funktion

Vitamin C ist an vielen wichtigen Prozessen beteiligt

Vitamin C ist ein Alleskönner und ist bei sehr wichtigen Prozessen im Körper notwendig: 

  • Starkes Antioxidans und Radikalfänger: Vitamin C kann freie Radikale unschädlich machen und damit die Zellen schützen. Sowohl Folsäure als auch Vitamin E werden vor der Oxidation durch Vitamin C geschützt. 
  • Vitamin C ist ein starker Schutzfaktor für die Magenschleimhaut und unterstützt die Heilung von Magenschleimhautentzündungen. Es kann vor Magenkrebs bei ausreichender Dosierung schützen.
  • Vitamin C ist notwendig für den Abbau von Cholesterin. 
  • Vitamin C ist am Aufbau von Kollagen beteiligt. Kollagen wiederum ist wichtig für die Haut, Knochen, Gelenke und Zähne, sowie für das Bindegewebe.
  • Vitamin C beschleunigt und unterstützt die Wundheilung.
  • Vitamin C stärkt das Immunsystem
  • Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C schützt die Gefäßinnenwände. 
  • Gut für die Leber: Vitamin C kann die Entgiftung der Leber unterstützen. 
  • Wichtig für Schilddrüse und Stimmung: Vitamin C unterstützt die Bildung der Schilddrüsenhormone und der Vorstufen der Neurotransmitter (Noradrenalin, Serotonin, Adrenalin).
  • Vitamin C kann bei einer Pilzbesiedelung des Magens heilend wirken, denn der Pilz Heliobacter mag kein Vitamin C! 
  • Vitamin C ist wichtig für die Gesundheit der Augen: Ein Mangel kann Augenerkrankungen wie Grüner Star (Glaukom) und Grauer Star (Katarakt) begünstigen.  

Mangel

Vitamin C-Mangel und seine Folgen für den Hund

Gesunde Hunde werden selten einen Vitamin C-Mangel haben. Doch bei Krankheiten kann der Bedarf von Vitamin C sehr stark ansteigen. Hunde können in diesen Fällen für kurze Zeit das achtfache der normalen Dosis Vitamin C benötigen. Dies kann beispielsweise bei den folgenden Erkrankungen der Fall sein:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, denn zur Kollagenbildung benötigt der Körper Vitamin C.
  • Bei Immunerkrankungen und starken Infektionen
  • Bei schwere Brandwunden oder auch bei Operationen, da Vitamin C zur Neubildung des Bindegewebes benötigt wird.
  • Lebererkrankungen
  • Nitrate in der Nahrung verbrauchen im Magen vermehrt Vitamin C (Nitritbildung)
  • Magenleiden
  • Chronischer Stress 

Mangelerscheinungen

Bei einem Mangel an Vitamin C kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen. Bekannt ist die Erkrankung Skorbut, die früher insbesondere bei Seefahrern aufgrund von Vitamin C-Mangel entstand. Es kam zu Müdigkeit, Muskelschmerzen und Infekten. Im fortgeschrittenen Stadium kam es zu Blutungen und Zahnausfall aufgrund von blutendem Zahnfleisch. Ähnlich kann sich auch ein Vitamin C-Mangel beim Hund äußern:

  • Bindegewebsschwächen in der Haut, Muskeln, Knochen und Gelenken. Gelenkprobleme.
  • Zahnfleischbluten, Zahnverlust
  • Schlechte Wundheilung
  • Hohe Infektanfälligkeit
  • Blutarmut (Anämie) möglich
  • Verminderter Schutz vor Oxidation kann das Risiko für Krebs-, Herz- und Augenerkrankungen (Katarakt) erhöhen. 

Ursachen für Vitamin C-Mangel beim Hund

Wenn Hunde zu wenig Vitamin C über die Nahrung aufnehmen oder Vitamin C aufgrund von Krankheit im Körper nicht selbst ausreichend herstellen können, kann es zu einem Vitamin C-Mangel kommen. Fertigfutter wird beispielsweise häufig synthetisches Vitamin zugesetzt, dass Hunde nicht so gut verwerten können. 

Weitere mögliche Ursachen für einen Mangel an Vitamin C beim Hund können sein: 

  • Alter: Im Alter können Hunde Vitamin C nicht mehr selbst so gut synthetisieren und obendrein verschlechtert sich die Aufnahme. 
  • Bei chronische Erkrankungen kann der Bedarf stark gesteigert sein. 
  • Bei chronischem Stress ist der Vitamin C-Bedarf gesteigert. 
  • Umweltbelastungen wie Schwermetalle können den Bedarf steigern. 
  • Welpen und Junghunde benötigen im Wachstum mehr Vitamin C. 
  • Medikamente können Vitamin C-Räuber sein. 

Wechselwirkungen

Als starkes Antioxidans schützt Vitamin C das Vitamin E und Folsäure vor Oxidation. Gleichzeitig ist Vitamin C wichtig für die Umwandlung von Kupfer in seine aktive Form.

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen.

Mit Niacin und Vitamin B6 ist Vitamin C für die Produktion von Carnitin notwendig. Carnitin ist notwendig für den Energiestoffwechsel der Zellen.

Maßeinheiten von Vitamin C

Vitamin C wird üblicherweise in Milligramm (mg) angegeben. Doch natürlich kann der Gehalt auch in Mikrogramm oder IE angegeben werden. 

Zur Umrechnung von Vitamin C ist wichtig zu wissen: 

  • 1mg Vitamin C = 20 IE (Internationale Einheiten)
  • 1 IE Vitamin C = 0,05 mg = 50 μg

Vorkommen

Diese Futtermittel enthalten viel Vitamin C

Vitamin C kommt in vielen Gemüse- und Obstsorten zu einem hohen Anteil vor. 

Obstsorten, die viel Vitamin C enthalten

Die folgenden Obstsorten enthalten viel Vitamin C. Der Vitamin C-Gehalt wird in mg auf 100g der Obstsorte angegeben: 

  • Hagebutten (1.250mg)
  • Sanddornbeeren (450mg)
  • Guave (270mg)
  • Schwarze Johannisbeeren (200mg)
  • Erdbeeren (55mg)
  • Kiwi (45-78mg)

Gemüsesorten, die viel Vitamin C enthalten

Die folgenden Gemüsesorten enthalten viel Vitamin C. Der Vitamin C-Gehalt wird in mg auf 100g des Gemüses angegeben:

  • Brennnesseln (330mg)
  • Petersilie, roh (182mg)
  • Rosenkohl, gedämpft (114mg)
  • Rote Paprika (140mg)
  • Broccoli, gedämpft (78mg) 

Bedarf/Dosierung

Der Vitamin C-Bedarf des Hundes

Der Bedarf an Vitamin C liegt bei einem gesunden und ausgewachsenen Hund nach Tierärzten und Ernährungsexperten bei ca. 60-80mg Vitamin C pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Bei gesunden Hunden wird ein relativ großer Teil dieses Bedarfs jedoch bereits durch die eigene Synthese von Vitamin C gedeckt. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass rund 40 mg Vitamin C pro Kilogramm Körpergewicht am Tag durch die eigene Produktion gedeckt werden und nicht zugeführt werden müssen. Deshalb gibt der National Resource Council (NRC) auch keine Bedarfswerte an Vitamin C für Futtermittel heraus. 

Damit ihr eine Übersicht habt, wie viel Vitamin C in den Maßeinheiten Milligramm (mg), Mikrogramm (µg) und Internationale Einheiten (IE) ein erwachsener und gesunder Hund mindestens benötigt, haben wir euch diese Übersichten mit einem Bedarf von 60 bzw. 80mg pro Kg Körpergewicht (potenziert mit 0,75) des Hundes erstellt: 

 

 60mg Vitamin C-Bedarf
erwachsener, gesunder Hund
Gewicht
in Kg
IE mg μg
1 1.200 60 60.000
2 2.018 101 100.908
3 2.735 137 136.770
4 3.394 170 169.706
5 4.012 201 200.622
6 4.600 230 230.020
7 5.164 258 258.211
8 5.708 285 285.410
9 6.235 312 311.769
10 6.748 337 337.405
15 9.146 457 457.319
20 11.349 567 567.445
25 13.416 671 670.820
30 15.382 769 769.117
40 19.086 954 954.325
45 20.849 1.042 1.042.463
50 22.564 1.128 1.128.181
55 24.236 1.212 1.211.779
60 25.870 1.293 1.293.495

 

 

 80mg Vitamin C-Bedarf
erwachsener, gesunder Hund
Gewicht
in Kg
IE mg μg
1 1.600 80 80.000
2 2.691 135 134.543
3 3.647 182 182.361
4 4.525 226 226.274
5 5.350 267 267.496
6 6.134 307 306.693
7 6.886 344 344.281
8 7.611 381 380.546
9 8.314 416 415.692
10 8.997 450 449.873
15 12.195 610 609.759
20 15.132 757 756.593
25 17.889 894 894.427
30 20.510 1.025 1.025.489
40 25.449 1.272 1.272.433
45 27.799 1.390 1.389.951
50 30.085 1.504 1.504.241
55 32.314 1.616 1.615.705
60 34.493 1.725 1.724.660

 

Erhöhter Bedarf bei starken Belastungen

Allerdings kann sich der Bedarf bei Hunden erhöhen, wenn sie beispielsweise krank waren oder eine Operation hinter sich haben. Starker Stress zehrt ebenfalls an Vitamin C und macht höhere Dosen erforderlich. Trächtige oder laktierende (säugende) Hündinnen benötigen auch eine extra Portion Vitamin C. Die Hochleistungssportler unter den Hunden sollten ebenfalls mit einer Extraportion bedacht werden. Experten gehen von einem achtmal so hohen Bedarf bei starker Belastung aus. 

Hohe Dosierungen von Vitamin C bei Krankheiten

Bei einigen Erkrankungen wird seit einiger Zeit die Gabe einer besonders hohen Dosierung von Vitamin C über einen kurzen Zeitraum erforscht. So soll Vitamin C in hohen Dosen beispielsweise einen positiven Einfluss auf entzündliche Erkrankungen wie Arthrosen, Infektionen und Wachstumsprobleme haben. Hier werden Dosierungen von 2.000-5.000 mg Vitamin C pro Tag über wenige Wochen eingesetzt. Am besten besprecht ihr solch hohe Gaben vorab mit eurem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater, da sie den Magen stark reizen können.

Hypervitaminose

Kann Vitamin C überdosiert werden?

Da Vitamin C wasserlöslich ist, ist eine Überdosierung über die Nahrung kaum möglich und nicht bekannt. Sollte jedoch extrem viel Vitamin C (meist synthetisches Vitamin C) auf einmal gegeben werden, so kann es beim Hund zu Magenproblemen und Durchfällen kommen.

Es wird auch vermutet, dass eine hohe Dosierung von Vitamin C über einen langen Zeitraum die Bildung von Oxalsteinen bei Hunden begünstigen kann. 

Fütterung

Tipps für Vitamin C in der Fütterung

Haltbarkeit & Aufbewahrung

Vitamin C ist sehr empfindlich gegenüber Licht, Hitze, Sauerstoff, Wasser und langer Lagerung.

Frisch füttern

Deshalb sollten Vitamin C-haltige Futtermittel am besten frisch und roh gefüttert werden. Beim Kochen kommt es zu hohen Verlusten an Vitamin C, besser ist bei Gemüse beispielsweise ein Dämpfen bei niedrigen Temperaturen.

Gemüse & Obst Dämpfen oder Pürieren

Damit Hunde Obst und Gemüse verwerten können, solltet ihr es immer zerkleinern. Roh ist es am besten, es beispielsweise sehr klein zu raspeln oder einfach im Mixer mit etwas Flüssigkeit zu pürieren.

Tägliche Fütterung

Wenn ihr euren Hund barft und ihm gedünstetes Gemüse und frisches Obst gebt, wird er ausreichend mit Vitamin C versorgt sein. 

Produkte & Zusätze

Wenn ihr eurem Hund eine zusätzliche Portion Vitamin C zukommen lassen möchtet, könnt ihr ihm beispielsweise Hagebuttenpulver zusätzlich auf das Futter geben.

Diese Vitamin C-Produkte können wir für euren Hund empfehlen:

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