Schwarznussbaum ist schwach giftig für Hunde

Juglans nigra L./Juglans regia L. schwach giftig

Der Schwarznussbaum gehört zu den Walnussgewächsen. Die Schwarznuss ist eigentlich kein heimischer Baum, denn sie stammt aus Nordamerika und Kanada, doch sie ist auch in Europa seit langer Zeit zu finden. In Europa wird sie ca. 20-30 Meter hoch. Die Laubblätter sind länglich und am Rand leicht gesägt und ca. 10-20 Blätter befinden sich wechselständig an einem Stiel. Die Blüten sind lange, grüne Kätzchen oder bei weiblichen Pflanzen eher unscheinbar. 

Die gelb-grünlichen Steinfrüchte sind eigentlich keine Nüsse und haben einen Durchmesser von etwa 4-5 cm. Die harte Schale ist nur schwer zu knacken. In den grünen Schalen der Nüsse und in Blättern und Ästen befinden sich Gerbstoffe, die für Hunde schwach giftig sind und zu Magen- und Darmreizungen führen können. 

Sehr giftiger Pilzbefall bei Schwarznüssen

Doch die Schwarznüsse können von einem für Hunde hochgiftigem Pilz namens Penicillium crustosum, der das giftige Roquefortin enthält, befallen werden. Roquefortin ist ähnlich giftig wie Strychnin und kann zu einem schnellen Tod führen. Jährlich sterben daran in Deutschland Hunde, da Hundehalter diese Gefahr nicht kennen. Deshalb solltet ihr eurem Hund nicht erlauben, Schwarznüsse aufzunehmen. 

Atemnot und Darmverschluss durch Schwarznüsse

Ein weiterer Grund, warum eurer Hund Schwarznüsse meiden sollte, liegt darin, dass die Schwarznussschalen scharfkantig sein können und euren Hund ernsthaft im Maul oder Darm verletzen können. Im Ganzen geschluckt, kann die Schwarznuss im Hals oder im Darm stecken bleiben. Dies kann zu Atemnot oder mit Pech zu einem gefährlichen Darmverschluss beim Hund führen. 

Deshalb solltet ihr im Herbst unbedingt darauf achten, dass euer Hund keine Schwarznüsse aufnimmt. 

Schwarznussbaum mit Früchten

Was tun, wenn mein Hund Schwarznussbaum gefressen hat?

Wie giftig ist Schwarznussbaum?

Giftigkeit:schwach giftig (schwach giftig)
Giftige Teile:Alle Teile des Schwarznussbaums sind leicht giftig, aber insbesondere die Früchte und Fruchtschalen können bei Pilzbefall stark giftig sein.
Giftige Zeit:-
Gegengift:Unbekannt
VERGIFTUNGEN ERFORDERN SCHNELLES HANDELN:
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.

Vorkommen Schwarznussbaum

Pflanzenart:Baum
Vorkommen:Gärten, Parks, Wälder
Gebiete:Europa, Nordamerika
Blütezeit:Sommer
Fruchtreife:Herbst

Symptome

Die folgenden Symptome können bei einer Vergiftung des Hundes mit der Schwarznuss auftreten:

  • Reizung der Schleimhäute des Mauls durch die enthaltenen Gerbstoffe
  • Krämpfe und Zittern
  • Schwäche

Bei einer Vergiftung durch Pilze auf Schwarznüssen treten die folgenden Symptome auf:

  • Speicheln
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Schwäche, Apathie
  • Bauchschmerzen
  • Lähmungen und Bewegungsstörungen
  • Zittern, Augenzittern, erweiterte Pupillen
  • Krämpfe
  • Untertemperatur
  • Beschleunigte Atmung
  • Herzrasen

Therapie

Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern.

Um das Gift des Schwarznussbaums aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:

AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.

  1. ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
  2. MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.

Zur Linderung der Vergiftungs-Symptome kann der Tierarzt z.B. Infusionen und z.B. Medikamente zum Schutz der Magenschleimhaut geben.

Weitere Informationen zu Vergiftungen und essbaren Nüssen für Hunde findet ihr hier:

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