Gesundheit

Canine Leukozyten-Adhäsionsdefizienz (CLAD)

Die Canine Leukozyten Adhäsionsdefizienz, kurz CLAD genannt, ist eine fast immer tödlich verlaufende erbliche Immunschwäche bei irischen Settern. Sie entsteht bei Welpen, wenn beide Elterntiere Träger des Gendefekts sind und endet meist in sehr kurzer Zeit tödlich. Deshalb ist ein Gentest der Elterntiere so wichtig. 

Irische Setter-Welpen sind von der Krankheit betroffen

Beschreibung, Definition

Was ist Canine Leukozyten-Adhäsionsdefizienz (CLAD) beim Hund?

Die Canine Leukozyten Adhäsionsdefizienz (CLAD) ist eine meist tödlich verlaufende erbliche Immunschwäche. Das Immunsystem betroffener Hunde kann nicht gegen Infektionen kämpfen.

Die Ursache der Erkrankung ist eine Mutation im ITGB2-Gen, welches für die Bildung des Oberflächenmoleküls CD 18 auf den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) ist. Dadurch sind wichtige Funktionen der Leukozyten und damit des Immunsystems gestört.

Die Funktion vieler Zellen des Abwehrsystems wird negativ beeinflusst und später auch das gesamte Immunsystem.

Symptome

So äußert sich CLAD (Canine Leukozyten-Adhäsionsdefizienz) beim Hund

Aufgrund des nicht sauber funktionierenden Immunsystems entstehen unterschiedliche Entzündungsprozesse bei betroffenen Welpen direkt schon wenige Stunden nach der Geburt. Dies sind die typischen und häufigsten Symptome:

  • Betroffene Welpen zeigen mit wenigen Wochen bereits häufiger Infektionen wie Nabelentzündungen, Mandelentzündungen, Zahnfleischentzündungen oder chronische Hautentzündungen.
  • Bereits mit 2-3 Monaten kommen dann bereits Gelenkentzündungen (Arthrosen) und Schwellungen der Gelenke hinzu. Hierdurch kommt es zu dem für CLAD typischen, schwankenden Gang der noch sehr jungen Hunde.
  • Anschwellen der Kieferknochen
  • Starke Infektionen und Hautwunden
  • Lederhaut an den Pfoten
  • Entzündungen der Maulschleimhaut
  • Lungenentzündungen
  • Entzündungen der Venen
  • Knochenmarksentzündungen
  • Schlechte Wundheilung bei kleinen Verletzungen
  • Hohes Fieber
  • Durchfall

Diagnose

So erfolgt die sichere Diagnose von CLAD

Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv, was bedeutet, dass beide Elterntiere Träger des Gendefekts sein müssen. Ist nur ein Elterntier Träger der Genmutation erkranken die Welpen nicht, sind aber Träger des Gendefekts.

Für CLAD gibt es Gentests, die mit einem Maulabstrich und ggf. Blutprobe erfolgen können. Hierüber kann bestimmt werden, ob der Hund frei von CLAD ist oder Träger oder erkrankt ist:

  • CLAD NN: Frei
  • CLA Nn: Träger
  • CLAD nn: Krank

Therapie & Behandlung

Gibt es eine Behandlung gegen die Canine Leukozyten-Adhäsionsdefizienz (CLAD)?

Leider gibt es keine Therapie zur Heilung der Caninen Leukozyten-Adhäsionsdefizienz.

Eine Therapie kann nur versuchen, die teilweise starken und den Hund sehr einschränkenden und schwächenden Symptome zu mildern. Doch Therapien mit Medikamenten wie Antibiotika oder Antiphlogistika zeigen leider fast immer nur kurzfristige Erfolge.

Prognose

Die Prognose bei CLAD ist fast immer sehr schlecht

Die Krankheit verläuft fast immer tödlich, so dass die Junghunde bereits mit 5-6 Monaten versterben oder zuvor eingeschläfert werden, da die Leiden so groß sind.

Ursachen/Vorbeugung

Vorbeugung der Caninen Leukozyten-Adhäsionsdefizienz (CLAD) durch Gentests und Zuchtauswahl

CLAD kann nur vorgebeugt werden, in dem mit Trägern des Gendefekts nicht gezüchtet wird. Auf diese Weise kann der Gendefekt über Generationen aus der Zucht genommen werden. Dazu ist es wichtig, für diese Erkrankung prädestinierte Zuchthundrassen vor dem Zuchteinsatz zu testen.

In der offiziellen und registrierten Zucht von Settern wird derzeit nur noch mit CLAD-freien Hunden gezüchtet. Allerdings gibt es viele irische Setter, die nicht in den offiziellen Zuchtverbänden gezüchtet werden. Laut dem Internationalen Hundeverband (IVH) sollen rund 10% der Setter in Europa Träger des Gendefekts sein.

Verstärktes Auftreten bei folgenden Hunderassen

Bei diesen Hunderassen tritt CLAD verstärkt auf

Bisher wurde CLAD bei irischen Settern festgestellt und wird durch entsprechende Zuchtuntersuchungen eingedämmt:

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