Gesundheit
Darf mein Hund Grapefruit fressen?
Die bitter-süß-saure Grapefruit (botanischer Name: Citrus Paradisi) ist bei uns insbesondere im Winter beliebt. Mit ca. 40-50 kcal/100g ist sie recht kalorienarm. Sie enthält viel Vitamin C, einige Mineralstoffe und B-Vitamine sowie Antioxidantien. Aber sind Grapefruit für Hunde ebenfalls genießbar und gesund?
Ja oder Nein?
Ja, Hunde dürfen Grapefruit fressen. Allerdings wenden sich viele Hunde von ihnen aufgrund ihres bitter-sauren Geschmacks ab. Gerade bei Grapefruit ist zu beachten, dass Hunde, die Medikamente nehmen, sie nicht fressen sollten. Auch vertragen viele Grapefruit gar nicht so gut.
Was aber ist gesund an Grapefruit und worauf sollte ich bei einer Fütterung achten?
Vorteile
4 Gründe, warum Grapefruits gesund für deinen Hund sind
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Viel Vitamin C stärkt das Immunsystem und macht glücklich
Grapefruits enthalten ca. 44mg/100g Vitamin C. Vitamin C steigert die Abwehrkräfte und aufgrund der Antioxidantien schützt es die Zellen vor freien Radikalen. Vitamin C ist ein wahrer Alleskönner: Es schützt die Magenschleimhaut, ist wichtig für den Aufbau der Knochen und reguliert den Kalzium-Phosphor-Haushalt im Körper. Grapefruits bilden das Glückshormon Serotonin durch den hohen Vitamin C-Gehalt und machen glücklich.
Doch sollte nicht verschwiegen werden, dass die Zufuhr von Vitamin C für gesunde Hunde nicht so wichtig wie für uns Menschen ist, da Hunde Vitamin C in Leber und Niere selbst produzieren können. Doch können z.B. alte, kranke oder sich im Wachstum befindliche Hunde eine zusätzliche Portion Vitamin C immer gut gebrauchen. -
Grapefruits unterstützen Knochen und Muskeln
Grapefruits enthalten die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Phosphor, die für den Knochenaufbau, die Zähne aber auch für die gesunde Funktion der Muskeln notwendig sind. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis ist fast optimal, doch es ist noch etwas zu viel Calcium enthalten. Doch das fällt bei einem geringen Futter-Anteil nicht ins Gewicht (Verhältnis von ca. 1,6:1 statt 1,3:1). Auch das Vitamin C unterstützt zusätzlich die Knochen und das Bindegewebe. -
Grapefruits enthalten viele B-Vitamine und Kalium
In Grapefruits sind Kalium und B-Vitamine in guter Konzentration enthalten. Kalium reguliert den Säure-Basen-Haushalt und ist für Stoffwechselprozesse in den Zellen von Herz und Nerven wichtig. Die B-Vitamine unterstützen die Freisetzung von Energie aus Nährstoffen. -
Starke Antioxidantien unterstützen die Abwehr gegen freie Radikale
Grapefruit enthalten Beta-Carotin, das die Vorstufe von Vitamin A ist und im Körper von Hunden umgewandelt werden kann. Es ist für den Sehvorgang wichtig und hat eine antioxidative Wirkung, die die Zellen schützen und Herz- und Krebserkrankungen abwehren kann. Viele sekundäre Pflanzenstoffe unterstützen die Abwehr gegen freie Radikale. Insbesondere in der weißen Haut um das Fruchtfleisch sind Antioxidantien enthalten. Außerdem sind Grapefruits reich an Lycopin, ein Carotinoid, das ebenfalls ein starkes Antioxidans ist.
Nachteile
Drei Gründe, warum Grapefruit für deinen Hund ungesund oder sogar gefährlich werden könnte
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Vorsicht: Gefährliche Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich
Studien für Menschen haben gezeigt, dass Grapefruit Wechselwirkungen mit Medikamenten haben können und ihre Wirkung beeinflussen können. Deshalb solltet ihr sie besser nicht füttern, wenn euer Hund Medikamente einnehmen muss oder euren Tierarzt vorher fragen. -
Grapefruit kann auf den Magen schlagen
Für Citrusfrüchte ist der Säuregehalt von Grapefruits zwar noch moderat, aber nicht jeder Hund verträgt die Säure gut. Empfindliche Hunde können auf Grapefruits mit Verdauungsbeschwerden oder gar mit Erbrechen und Durchfall reagieren. Deshalb ist es immer ratsam, Grapefruits nur in geringen Mengen zu füttern. -
Grapefruit: Vorsicht vor der Schale (und den Kernen)
Die Schale von Grapefruits enthält Öle, die für Hunde giftig sein können. Deshalb sollte euer Hund niemals die Schale fressen oder mit ihr in Kontakt kommen. Wascht die Schale am besten gut ab, bevor ihr sie schält.
Grapefruit-Kerne sind nicht giftig für Hunde, aber da sie recht groß sein können, kann insbesondere bei sehr kleinen Hunden die Gefahr bestehen, dass sie sich daran verschlucken. Daher solltet ihr die Kerne immer aus dem Fruchtfleisch entfernen, bevor ihr eurem Hund Grapefruit füttert.
Fütterung
Wie könnt ihr Grapefruit am besten an euren Hund verfüttern und worauf solltet ihr dabei achten?
Grapefruit schälen, entkernen und zerkleinern oder entsaften
Hunde können die Vitamine und Nährstoffe von frischem Obst am besten verwerten, wenn ihr das Obst stark zerkleinert. Vorsicht vor den Schalen und vor den Kernen: Hunde können sich an ihnen verschlucken und es kann zu Atemnot oder Blockaden im Magen-Darmtrakt kommen.
Grapefruit-Schalen enthalten für Hunde giftige Öle, daher darf sie nie mit gefüttert werden. Vor dem Schälen solltet ihr die Grapefruit gründlich abwaschen.
Grapefruit aus biologisch-organischem Anbau bevorzugt
Diese sind nicht gespritzt und enthalten keine Schadstoffe, gleichzeitig unterstützen sie eine gesunde Natur.
Wie viel Grapefruit darf mein Hund fressen?
Das kommt in erster Linie auf die Größe, das Gewicht und die Gesundheit deines Hundes an. Wir gehen von einem erwachsenen normal-gewichtigen Hund mit guter Gesundheit und normaler Bewegung aus.
Bei der Menge ist es sinnvoll, sich für eine grobe Daumenregel an der BARF-Obstration zu orientieren. Diese Menge gilt durchschnittlich am Tag für Obst und sollte von der Futtermenge abgezogen werden. Natürlich sind hiermit alle Obstsorten gemeint und nicht eine, die jeden Tag ausschließlich gefüttert wird:
- Beim BARFEN wird geraten, für Obst ca. 5-10% der Tages-Futterportion zu verwenden.
- Die Tagesportion eines Hundes beträgt in etwa 3% des Körpergewichts.
- So gesehen sind 15-30g Grapefruit an einem Tag genug für einen Hund von 10kg.
- Doch aufgrund des Zuckergehalts und der nicht immer guten Verträglichkeit ist es sinnvoll, Grapefruits nicht regelmäßig auf dem Futterplan zu setzen.
Grapefruit als neues Obst immer langsam und in kleinen Mengen zum Start füttern
Einige Hunde vertragen Zitrusfrüchte wie Grapefruits nicht gut. Bei empfindlichen Hunden solltet ihr am besten auf das Füttern von Zitrusfrüchten wie Grapefruits verzichten oder euren Tierarzt vorher fragen, ob ihr sie eurem Hund füttern dürft. Er kennt euren Hund und seine individuellen Bedürfnisse und Schwächen am besten. Arzneimittel können ungewünschte Wechselwirkungen mit Grapefruits eingehen. Wie bei fast jedem Futtermittel besteht auch bei Grapefruits die Gefahr, dass dein Hund allergisch auf sie reagieren kann. Es ist daher ratsam, sie zu Beginn in sehr kleiner Menge zu testen. Sollte dein Hund allergische Reaktionen wie Schwellungen, Atemprobleme, Ausschläge, Jucken, Husten oder andere Allergie-Symptome zeigen, solltest du ihm natürlich keine weiteren Grapefruits geben und sofort den Tierarzt kontaktieren.
Fruchtige Fakten zur Grapefruit
Wann ist eigentlich Grapefruit-Saison und gibt es einen Unterschied zwischen Grapefruit und Pampelmusen?
Grapefruits werden das ganze Jahr importiert, haben aber im Winter Saison
Grapefruits sind bei uns in Deutschland das ganze Jahr über erhältlich, denn sie werden importiert. Sie werden in vielen subtropischen Ländern angebaut. Viele Grapefruits auf unseren Märkten stammen aus Spanien, Israel und Zypern oder aus den USA (Florida, Texas). Im Winter sind sie bei uns Menschen als Vitamin C-Lieferanten beliebt.
Weiße und rote Grapefruit
Es gibt im Grunde zwei Gruppen von Grapefruit: die weißen Grapefruits und die roten Grapefruits.
Gibt es einen Unterschied zwischen Grapefruit und Pampelmuse?
Und ob es den gibt! Wenngleich Grapefruit und Pampelmuse oft als synonym verwendet wird, so ist die Grapefruit aus einer Kreuzung zwischen Orange und Pampelmuse entstanden. Und man will gar nicht drüber nachdenken, aber die Orange ist wiederum ursprünglich aus einer Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse entstanden.
Fazit zur Fütterung von Grapefruit an Hunde
Frische Grapefruits sind eher nicht zum regelmäßigen Füttern für Hunde geeignet. Sollte dein Hund die Grapefruit mögen und keine Medikamente nehmen, so kannst du ihm sehr gelegentlich kleine geschälte und entkernte Stücke als Leckerli geben.
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