Gesundheit
Darf mein Hund Mangos fressen?
Mangos sind das gesamte Jahr über bei uns erhältlich und schmecken einfach fruchtig und lecker. Im Sommer sind sie erfrischend, im Winter liefern sie viele gesunde Vitamine und Mineralstoffe. Mangos sind für Hunde essbar und sie enthalten viele gesunde Stoffe. Allerdings solltet ihr beim Verfüttern folgende Punkte beachten, denn Mangos sind nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
Sind Mangos gesund für Hunde? Was genau ist eigentlich in Mangos enthalten und macht sie so gesund?
Mangos sind nicht nur gut verdaulich, da sie säurearm und reich an Ballaststoffen sind, sie wirken sich auch positiv auf die Darmflora aus. Mit 60kcal pro 100 Gramm sind sie aber für Obst recht kalorienreich, denn sie enthalten sehr viel Fruktose, sprich Zucker.
Mangos sind besonders reich an wichtigen Mineralstoffen:
- Kalium (170mg/ 100g) ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der den Wassergehalt der Zellen reguliert und für Stoffwechselprozesse in den Zellen für Herz und Nerven benötigt wird.
- Calcium (10mg/100g) und Phosphor (15mg/100g) sind insbesondere für den Knochenaufbau, die Zähne und die Muskelaktivität wichtig. Bei der Hundeernährung wird zwar zu einem Calcium-Phosphor-Verhältnis von ca. 1,3:1 geraten – also zu mehr Calcium als Phosphor – aber bei geringen Mengen an Mangos ist dies zu vernachlässigen.
- Natrium und Natriumchlorid
- Eisen (0,4mg/100mg) ist zum größten Teil in den roten Blutkörperchen zu finden, die für den Sauerstofftransport zuständig sind. Allerdings können Hunde Eisen aus Pflanzen nur schlecht bis gar nicht verwerten. Besser geeignet sind Leber, Blut, Nieren, Rindfleisch oder Eigelb.
- Zink (0,1mg/100g) ist an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt und lebensnotwendig.
Mangos sind sehr reich an wichtigen Vitaminen:
- Beta-Carotin (1-2g/100g) ist sehr viel in Mangos enthalten und ist ein starker Radikalfänger, da es eine antioxidative Wirkung hat. Es wird im Körper umgewandelt in Vitamin A, das eine große Bedeutung für das Knochenwachstum, die Augen sowie die Haut und das Immunsystem hat. Gleichzeitig enthalten Mangos mit Lycopin ein weiteres Antioxidans.
- AS Zellschutz-Vitamin, das mit seiner antioxidativen Wirkung die schädlichen freien Radikale im Körper zur Strecke bringt. Ein 10kg schwerer Hund benötigt mindestens 6mg pro Tag – so gesehen ist ein Stück Mango eine schöne Ergänzung.
- Mangos enthalten viele B-Vitamine und das ist nicht nur gut für das Nervenkostüm, sondern auch für Haut und Haar (Fell): Vitamin B1 (0,05mg/100g), Vitamin B2 (0,05mg/100g), Vitamin B6 (0,13mg/100g) Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure (35 µg/100g).
- Vitamin C (35mg/100g) und Beta-Carotin (1,16 mg/100g) sind ebenfalls Antioxidantien, die obendrein das Immunsystem stärken.
Der Haken: Die Mango enthält viel Zucker
Es handelt sich zwar um Fruchtzucker (Fruktose), aber dennoch sind sie nicht wirklich kalorienarm.
Fazit Mango
Die Mango enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sollte aber aufgrund ihres hohen Zuckergehalts nur selten und dann auch nur als kleiner Leckerhappen verfüttert werden.
Was sollte ich beim Verfüttern von Mangos an Hunde beachten?
Mangos sollten nur in Maßen, also als kleiner Leckerhappen oder Leckerli verfüttert werden
Mangos gehören eigentlich zu den weniger geeigneten Obstsorten, wenn ihr euren Hund barft, denn sie sind stark zuckerhaltig. Aus genau diesem Grund fühlen sich Hunde von Mangos angezogen und lieben sie. Aber ein Zuviel an Zucker ist für Hunde ungesund. Als kleine Belohnung oder Happen zwischendurch ist ein Stück Mango aber durchaus gesund.
Wie viele Mangos darf ich meinem Hund füttern?
Um eine Daumenregel für die tägliche Obstration deines Hundes zu finden, ziehen wir am besten die BARF-Fütterung heran. Das klingt jetzt etwas kompliziert in der Rechnung, ist aber eigentlich ganz einfach: Bei der BARF-Fütterung sollte der pflanzliche Anteil der Fütterung ca. 20%-25% der Gesamtmenge ausmachen. Das Obst hat jedoch den wesentlich geringeren Anteil als das Gemüse und kommt auf ein Viertel bis ein Drittel des pflanzlichen Anteils. Das entspricht dann nur ca. 5-10% der Tages-Portion. Die Tagesportion eines Hundes beträgt ca. 3% des Körpergewichts. Ein erwachsener Hund von 10kg würde also eine Obst-Portion am Tag von ca. 15-30g erhalten. Solltet ihr nicht barfen, würdet ihr die Leckerlis vom Futter abziehen und die Mangos ebenfalls mit nicht mehr als 15-30g am Tag als gelegentliches Leckerli verfüttern. Dies sollte jedoch aufgrund des hohen Zuckergehalts nur selten der Fall sein.
Mangos sollten nur reif verfüttert werden
Noch nicht ganz reife Mangos können bei einigen Hunden zu Magenproblemen führen, denn sie werden nicht gut vertragen. Daher solltet ihr Mangos nur reif verfüttern. Überreif sollte Obst generell nicht sein, da es im Magen deines Hundes zu Gär-Gasen kommen könnte.
Die Reife einer Mango lässt sich nicht an der Farbe der Schale erkennen, die sowohl grün, rot oder auch gelb sein kann. Die Mango sollte sich auf Fingerdruck leicht weich und nicht komplett hart anfühlen. Ist sie noch hart, muss sie noch nachreifen.
Vorsicht: Der Mangokern ist für Hunde gefährlich
Wie so viele Obstkerne enthält auch der Mangokern Amygdalin, das sich im Körper zu giftiger Blausäure entwickeln kann. So z.B. die Kerne von Aprikosen, Äpfeln und auch Pfirsichen. Da der Kern der Mango obendrein recht groß ist, wäre die giftige Menge auch nicht gering. Aber nicht allein eine Vergiftung stellt eine Gefahr durch den Mangokern beim Hund dar: Hunde könnten sich am Kern verschlucken und damit Atemnot oder einen Darmverschluss riskieren. Daher: Achtung mit dem Kern, denn das süße Restfleisch lockt deinen Hund zum Naschen und Spielen mit dem Kern geradezu an.
Mangoschale
Eigentlich enthält die Schale auch viele gesunde Stoffe, aber es spricht einiges dagegen, sie zu verfüttern: insbesondere in der Schale finden sich Schadstoffe wie Pestizide bei Früchten aus herkömmlichem Anbau. Dies könnt ihr umgehen, wenn ihr Mangos aus biologischem Anbau verwendet. Doch auf der Schale kann sich noch giftiger Saft der Pflanze befinden. Sie müsste also mindestens gut gewaschen werden.
Tipp: Mango vor dem Füttern zerkleinern oder pürieren
Hunde können die Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse im rohen Zustand am besten fein gerieben oder püriert verwerten. Wenn ihr also möchtet, dass euer Hund von den Vitaminen profitiert und nicht nur einen leckeren Snack bekommt, dann solltet ihr die Mangos vor dem Verfüttern zerkleinern bzw. am besten kurz pürieren oder mit der Gabel musen.
Und was ist mit getrockneten Mangos?
Getrocknete Mangos können an Hunde verfüttert werden. Allerdings gilt bei Trockenfrüchten das Verhältnis 1:4 zu frischen Früchten, was bedeutet, dass viermal so viel Zucker in derselben Menge Mango enthalten ist. Deshalb lieber die Pfoten davon lassen.
Woher stammt die Mango?
Ursprünglich stammt die Mango aus den tropischen Regenwäldern Indiens. Doch wird sie heute in vielen Ländern angebaut, so z.B. in Amerika, Asien, Afrika und auch Australien aber auch in Spanien. Deshalb hat die Mango im Grunde immer Saison.
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Diese Pflanzen sind für Hunde giftig
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