Gesundheit
Darf mein Hund Zucchini fressen?
Zucchini (botanischer Name: Cucurbita pepo) ist ein sehr kalorienarmes und gesundes Gemüse und gehört wie die Gurken zu den Kürbisgewächsen. Mit nur 18 kcal/100g sind Zucchini besonders für Diäten geeignet und dabei noch reich an Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen. Wenn ihr euch fragt, ob auch euer Hund Zucchini genießen darf, findet ihr hier die Antworten.
Ja oder Nein?
Dürfen Hunde Zucchini fressen?
Ja, Hunde dürfen Zucchini fressen. Doch es gibt eine seltene Gefahr bei Zucchini und bei der Fütterung einige Tipps, damit die gesunden Stoffe auch gut vom Hund aufgenommen werden können.
Wir zeigen euch die Vor- und Nachteile von Zucchini für Hunde und wie ihr sie am besten an euren Hund verfüttern könnt.
Vorteile
5 gute Gründe für die vielseitigen Zucchini
1. Gut für entspannte Muskeln, Herz und starke Knochen und Zähne
In Zucchini sind mit 175 mg/100g sehr viel Kalium enthalten, das den Wassergehalt der Zellen reguliert und für die Funktion von Herz und Nerven wichtig ist. Zucchini enthalten auch Calcium und Phosphat, die beide für den Knochenaufbau und die Zähne wichtig sind.
2. Reich an Antioxidantien
Zucchini enthalten eine gute Portion Beta-Carotin (180 µg/100g), einer Vorstufe des Vitamin A, das ein sehr starkes Antioxidans ist und einen positiven Einfluss auf Krebserkrankungen sowie auf Herz- und Kreislauferkrankungen haben kann. Nebenbei ist es das Vitamin, das die Sehkraft stärkt.
Auch Vitamin E und C sind enthalten, die ebenfalls eine antioxidative Wirkung haben und das Immunsystem stärken. Hunde können Vitamin C im Gegensatz zu uns Menschen zwar selbst im Körper produzieren, doch eine Extra-Portion kann sehr hilfreich sein.
3. Viele Vitamine und Spurenelemente
Zucchini enthalten außerdem viele weitere wichtige Nährstoffe in kleinen, aber erwähnenswerten Mengen. So z.B. Eisen, Zink, Natrium, die Vitamine B1, B2, B3 und B6, sowie Folsäure.
4. Für eine schlanke Linie: Kalorienarm
Zucchini sind mit nur 18 kcal/100g absolute Schlankmacher und dürfen auch von Hunden genossen werden, die eigentlich abnehmen müssen.
5. Gesunde Verdauung durch Ballaststoffe
Zucchini enthalten zwar nicht rasant viele Ballaststoffe, aber die richtigen. Sie enthalten sowohl wasserlösliche als auch Ballaststoffe, die nicht im Wasser löslich sind. Damit unterstützen sie die Verdauung und eine gute Darmflora.
Nachteile
2 Gefahren, auf die ihr bei Zucchini unbedingt achten solltet
1. Vorsicht giftig: Bittere Zucchini meiden
Bitter schmeckende Zucchini können den für Hunde und Menschen giftigen Bitterstoff Cucurbitacin enthalten. Eigentlich enthalten Zucchini, die bei uns im Handel gekauft werden können, keine Cucurbitacine mehr.
Cucurbitacin kann insbesondere bei wilden oder bei Zier-Kürbisgewächsen wie Gurken, Zucchini und Kürbissen vorkommen. Durch Rückkreuzungen oder Auswilderungen mit Rückmutationen kann es gerade in Gärten zum Vorkommen der giftigen Bitterstoffe in Zucchini, Gurken oder Kürbissen kommen.
Deshalb solltet ihr hier vorsichtig sein und selbst gezogene Kürbisgewächse wie auch Zucchini vorher probieren. Sind sie bitter: Hände weg! Sollte euer Hund sie doch gefressen haben, dann solltet ihr mit eurem Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren.
2. Rohe Zucchini: Blähungen und Unverträglichkeiten
Rohe Zucchini kann für empfindliche Hundemägen schwer verdaulich sein. Bei empfindlichen Hunden kann es zu Unverträglichkeiten und Magen- und Darmproblemen kommen.
Dann solltet ihr lieber gedämpfte Zucchini, die ihr dann püriert oder stampft und zum Futter gebt, umsteigen. Ich habe meinen Hunden bisher nie rohe Zucchini gefüttert, da ich sie roh selbst auch nicht so gern mag und meine verfressene Hündin tatsächlich die Nase rümpft und die rohen Zucchini liegen lässt.
Fütterung
So verfüttert ihr Zucchini am besten an euren Hund
Zucchini am besten gedämpft oder püriert verfüttern
Zucchini enthalten roh und mit Schale die meisten Vitamine und Mineralstoffe. In jedem Fall ist es sinnvoll, Zucchini zu pürieren oder sehr stark zu zerkleinern, damit dein Hund die gesunden Stoffe auch aufnehmen kann.
Viele Hunde vertragen Zucchinis am besten, wenn sie gegart sind. Die meisten Nährstoffe bleiben erhalten, wenn ihr die Zucchini kurz dämpft. Das gegarte Gemüse zerstampfe ich dann immer und mische es unter die Fleischportion.
Warum gelbe Zucchini gesünder sind
Gelbe Zucchini haben einen höheren Gehalt an Vitalstoffen als grüne Zucchini. Deshalb: Wenn ihr die Wahl habt, greift bei den gelben Zucchini zu!
Zucchini besser nicht schälen
Bei Zucchini stecken viele Vitamine und Nährstoffe in der Schale. Die meisten Hunde vertragen Zucchini sehr gut auch mit Schale.
Besser Bio und regional
Regionale Zucchini, die nicht im Treibhaus angebaut wurden oder aus dem Ausland importiert werden, haben die beste Ökobilanz. Deshalb am besten regionale Bio-Zucchini verwenden oder aber vor dem Verarbeiten sehr gut waschen.
Wie viel Zucchini darf ich meinem Hund füttern?
Um euch eine Idee davon zu geben, wie viel Zucchini euer Hund am Tag durchschnittlich fressen sollte, nehmen wir durchschnittliche BARF-Berechnungen.
Die tägliche Futterportion eines Hundes beträgt ca. 3% des Körpergewichts.
Bei der BARF-Fütterung sollte der pflanzliche Anteil der Fütterung ca. 20% der Gesamtmenge ausmachen.
Zweidrittel davon sind Gemüse und ein Drittel Obst. Rund 13% der Tages-Portion wären also Gemüse.
Beispiel-Rechnung: Ein erwachsener Hund von 10 kg würde also eine Gemüse-Portion am Tag von ca. 40g erhalten. Rohe und zerkleinerte oder leicht gedämpfte und gestampfte Zucchini kann hiervon regelmäßig ein Teil mit weiteren Gemüsesorten sein. Wir sprechen hier also von durchschnittlich ca. 15-20g Zucchini an einem Tag bei einem Hund von 10 kg Gewicht.
Hinweis: die BARF-Rationen sollten für eure Hunde individuell nach Alter, Rasse, Größe, Bewegung, Gesundheitszustand und Verträglichkeiten berechnet werden. Die oben aufgestellte grobe Berechnung der Zucchini-Portion soll euch nur ein Gefühl dafür geben, wie viel Gemüse euer Hund in etwas bekommen würde.
Zucchini zu Beginn nur testweise und in kleinen Mengen füttern
Zucchini werden von den meisten Hunden gut vertragen. Bei empfindlichen Hunden solltet ihr euren Tierarzt am besten vorher fragen, ob ihr ihm Zucchini füttern dürft. Wie bei fast jedem Futtermittel besteht auch bei Zucchini die leichte Gefahr, dass dein Hund allergisch auf ihn reagieren kann oder ihn einfach nicht gut verträgt. Bei Nicht-Vertragen kann es zu Blähungen, Durchfall oder auch Erbrechen kommen. Es ist daher immer ratsam, Zucchini zu Beginn in sehr kleiner Menge zu testen. Sollte dein Hund allergische Reaktionen wie Schwellungen, Atemprobleme, Ausschläge, Jucken, Husten oder andere Allergie-Symptome zeigen, solltest du ihm natürlich keine Zucchini mehr geben und einen Tierarzt kontaktieren.
Wissenswertes rund um die vielseitigen Zucchini
Zucchini-Saison
Zucchini sind das gesamte Jahr in Deutschland erhältlich. Zwischen Juli und Oktober gibt es Zucchini aus deutschem Anbau. In dieser Zeit sind frische gesunde Freilandgurken regional erhältlich. Zwischen Oktober und Juli werden Zucchini aus anderen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich, der Türkei, den Niederlanden oder Marokko importiert.
Zucchini kommen doch aus Italien, oder?
Zucchini gehören genau wie Gurken und Kürbisse zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae). Genauer gesagt ist die Zucchini eine Varietät des Gartenkürbis, der in Nordamerika beheimatet ist. In Mexiko wurden Kürbisgewächse bereits vor über 9.000 Jahren gezogen. Mit der Entdeckung Amerikas 1492 kam diese Gewächse langsam auch nach Europa. Im 17.Jahrhundert war die Zucchini in Italien beliebt und kam später so auch nach Deutschland. In Italien wird auch heute noch der 7.Mai als Tag des Zucchino gefeiert.
Nomen est Omen bei der Zucchini
Im Italienischen wird Kürbis "zucca" genannt und die Zucchini ist nichts anderes als der „kleine Kürbis“. In der Schweiz wird die Zucchini übrigens Zucchetti genannt. Eigentlich ist Zucchini der Plural von Zucchino (Singular). Aber so hat sich der Name nun einmal in Deutschland etabliert. Bei den Franzosen, Niederländern und Briten heißt die Zucchini übrigens Courgette.
So lagert ihr Zucchini richtig
Zucchini könnt ihr am besten im Gemüsefach eures Kühlschranks aufbewahren. Hier bleiben sie mindestens eine Woche oder sogar auch mehrere Wochen frisch.
Zucchini sind eigentlich kein Gemüse
Da Zucchini aus einer Blüte wachsen, gehören sie eigentlich nicht zu den Gemüse-, sondern zu den Obstsorten. Genauer gesagt gehören sie zu den Beerenfrüchten, auch wenn es nicht sehr offensichtlich ist.
Fazit zur Fütterung von Zucchini an Hunde
Zucchini sind gesund für Hunde
Zucchini sind ausgesprochen kalorienarm, reich an Antioxidantien, Vitaminen und Ballaststoffen. und enthalten viele gesunde Vitamine und Nährstoffe. Sie werden sanft mit Schale gegart am besten von Hunden vertragen, können sonst aber auch stark zerkleinert und roh gefüttert werden.
Vorsicht bei selbstgezogenen Zucchini oder solchen, die bitter schmecken! Hier besteht Vergiftungsgefahr!
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