Gesundheit
Chemischer Schutz vor Zecken
Jeder Hundebesitzer kennt das Problem: Im Frühjahr geht die Saison der Zecken und anderen Ektoparasiten los und man wünscht sich, den Hund bestmöglich vor ihnen zu schützen. Denn insbesondere Zecken sind dafür bekannt, gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen zu können.
Dabei empfehlen die meisten Tierärzte synthetische Produkte zur Abwehr und Tötung von Ektoparasiten wie Zecken und Flöhen. Deren Wirkung ist wissenschaftlich belegt, doch bei genauerem Hinsehen, helfen diese Mittel nicht immer gegen die von Zecken oder Stechmücken übertragbaren Krankheiten, vor denen wir unsere Hunde mit diesen Mitteln schützen möchten. Denn bei vielen Mittel wird beispielsweise die Zecke nicht abgeschreckt, sondern erst nach dem Biss abgetötet. Erfolgt das Abtöten aber nicht rechtzeitig, können Krankheiten übertragen werden.
Grundsätzlich enthalten alle diese Mittel Chemie in Form von synthetischen Pestiziden zur Abwehr und/oder Tötung der Parasiten. Diese Nervengifte werden entweder über die Haut oder über den Verdauungstrakt vom Hund aufgenommen und müssen über die Organe wie Leber und Niere verarbeitet werden. Das kann den Organismus des Hundes auf Dauer belasten.
Synthetische Spot-Ons gegen Zecken
Die synthetischen oder auch chemischen Spot-On-Präparate zur Bekämpfung von Parasiten werden über die Haut des Hundes aufgenommen. Damit dein Hund sie nicht ablecken kann, werden sie meist auf die Haut im Nacken oder auch am Schwanzansatz des Hundes gegeben. Nachteil der Spot-Ons ist, dass dein Hund nach der Anwendung für 2-3 Tage nicht ins Wasser sollte und du den Hund mindestens in den ersten Tagen nicht an der Auftragungsstelle berühren solltest.
Auch sollte dein Hund eine intakte Haut ohne Verletzungen haben. Die Wirkung der Mittel kann bei häufigem Schwimmen oder Shampoonieren abgemindert werden. Bei Haushalten mit mehreren Hunden muss darauf geachtet werden, dass andere Hunde bis zum Trocknen des Präparats den behandelten Hund nicht lecken.
Nicht alle Spot-Ons dienen sowohl der Abwehr als auch der Tötung von Zecken und Flöhen. Nur Mittel, die gewährleisten, dass Zecken innerhalb von 12 Stunden abgetötet werden, können die meisten Krankheitsübertragungen nach Biss der Zecke verhindern. Ihr solltet auch darauf achten, ob das Mittel für Katzen, Bienen oder Wasserorganismen gefährlich werden kann.
Die gängigsten Spot-Ons für Hunde zur Parasitenabwehr sind:
Advantix (Bayer)
Advantix wirkt sowohl abwehrend als auch tötend gegen Zecken, Flöhe und Mückenarten. Bereits anhaftende Zecken werden jedoch für viele Krankheiten nicht schnell genug abgetötet. Advantix wirkt auch gegen Mücken, die Mittelmeerkrankheiten übertragen können. Eine Anwendung kann auf Reisen daher sinnvoll für den Hund werden.
Advantix enthält die Wirkstoffe Imidacloprid und Permethrin. Imidacloprid ist ein Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide. Es wird von Experten angenommen, dass es das weltweit am meisten verwendete Insektizid ist. Aufgrund der Bienengefährlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das sich entwickelnde Nervensystem wurde 2018 die Anwendung in der EU für Freilandkulturen verboten.
Der Wirkstoff Permethrin ist äußerst giftig für Katzen, Katzen sollten mit einem behandelten Hund nicht in Kontakt kommen, bis die Behandlungsstelle getrocknet ist.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Imidacloprid, Permethrin
- Wirkt abwehrend und tötend gegen Zecken, Flöhe, Stechmücken und Schmetterlingsmücken.
- "Das Ansaugen einzelner Zecken oder das Stechen einzelner Schmetterlingsmücken oder Stechmücken ist möglich. Aus diesem Grund kann bei ungünstigen Bedingungen eine Übertragung von Infektionskrankheiten durch diese Parasiten nicht vollständig ausgeschlossen werden."
- Flöhe werden innerhalb von einem Tag abgetötet
- wie schnell Zecken nach dem Anheften abgetötet werden, wird in der Packungsbeilage nicht vermerkt, aber: "Es ist möglich, dass Zecken, die zum Zeitpunkt der Behandlung bereits am Hund vorhanden sind, nicht innerhalb von 2 Tagen nach Behandlung getötet werden und angeheftet und sichtbar bleiben."
- gefährlich für Wasserorganismen, daher darf dein Hund mindestens 48 Stunden nach der Behandlung nicht ins Wasser
- toxisch für Honigbienen
Advantage (Bayer)
Advantage wirkt sowohl abwehrend als auch tötend gegen Flöhe und Haarlinge (Läuse). Es hat jedoch keine Wirkung gegen Zecken!
Imidacloprid ist ein Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide. Es wird von Experten angenommen, dass es das weltweit am meisten verwendete Insektizid ist. Aufgrund der Bienengefährlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das sich entwickelnde Nervensystem wurde zu Ende 2018 die Zulassung in der EU für Freilandkulturen aufgehoben.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Imidacloprid
- gefährlich für Wasserorganismen, daher darf dein Hund mindestens 48 Stunden nach der Behandlung nicht ins Wasser
- toxisch für Honigbienen
Frontline
Frontline hat keine repellierende (abhaltende) Wirkung gegen Flöhe und Zecken, sondern tötet diese nach Kontakt ab. Zecken werden jedoch erst nach 48 Stunden abgetötet, was für die Übertragung von vielen Krankheiten zu spät sein kann.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Fipronil
- Wirkt tötend gegen Zecken, Flöhe und Haarlinge (Läuse)
- "Es kann zum Ansaugen einzelner Zecken kommen. Unter ungünstigen Bedingungen kann daher eine Übertragung von Infektionskrankheiten nicht völlig ausgeschlossen werden."
- Flöhe werden innerhalb von 24 Stunden nach Kontakt abgetötet
- Zecken werden innerhalb von 48 Stunden nach Kontakt abgetötet
- Fipronil kann im Wasser lebende Organismen schädigen.
Es gibt von Frontline mittlerweile auch ein Präparat namens "Frontline Tri-Act", das sowohl Fipronil als auch Permethrin enthält.
Amflee Spot-on
Amflee hat keine repellierende (abhaltende) Wirkung gegen Flöhe und Zecken, sondern tötet diese nach Kontakt ab. Es enthält als Wirkstoff Fipronil. Zecken werden auch hier nicht zeitnah nach Kontakt abgetötet, um die Übertragung der meisten Krankheiten zu vermeiden.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Fipronil
- Wirkt 8 Wochen gegen Flöhe
- Wirkt bis zu 3-4 Wochen gegen Zecken
- Wirkt tötend gegen Zecken, Flöhe und Haarlinge (Läuse)
- "Das Tierarzneimittel verhindert nicht, dass Zecken das Tier befallen. Wenn das Tier vor einem Befall behandelt wurde, werden die Zecken in den ersten 24-48 Stunden nach dem Befall abgetötet. Die Abtötung erfolgt üblicherweise vor dem Blutsaugen, so dass das Risiko einer durch Zecken übertragbaren Krankheit reduziert, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden kann."
- Fipronil kann im Wasser lebende Organismen schädigen.
Exspot
Exspot wirkt abwehrend und tötend gegen Zecken, Flöhe und Schmetterlingsmücken. Schmetterlingsmücken können Leishmaniose übertragen. Permethrin ist äußerst giftig für Katzen, Katzen sollten mit einem behandelten Hund nicht in Kontakt kommen, bis die Behandlungsstelle getrocknet ist.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Permethrin
- Wirkt abwehrend und tötend gegen Zecken, Flöhe und Schmetterlingsmücken.
- Schädlich für im Wasser lebende Organismen
Effipro
Effipro hat keine repellierende (Abhaltende) Wirkung gegen Flöhe und Zecken. Zecken werden möglicherweise nicht innerhalb von 48 Stunden abgetötet, was für die Übertragung von vielen Krankheiten zu spät sein kann.
Infos laut Packungsbeilage:
- Wirkstoffe: Fipronil
- "Bei bestimmten Zeckenarten werden möglicherweise nicht alle Zecken innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Auftragen abgetötet, sondern erst innerhalb einer Woche"
- Schädlich für im Wasser lebende Organismen
Chemische Sprays gegen Zecken
Ballistol Stichfrei Animal
Ballistol Stichfrei Animal ist ein Insekten-Repellent, das als Spray aufgetragen wird und bis zu 7 Stunden wirksam ist. Es enthält den Stoff IR3535 (Ethylbutylacetylaminopropionat), der im Vergleich zu anderen chemischen Stoffen als sehr milde gilt und die Schleimhäute wesentlich weniger reizt als viele andere Stoffe. Es hält sowohl Mücken, Fliegen, Bremsen und Zecken als auch Bienen und Wespen ab.
- Wirkstoff: IR3535 (Ethylbutylacetylaminopropionat)
- Kann Schleimhäute reizen, gilt aber als schonender als viele andere Mittel
- Hält Mücken, Fliegen, Bremsen, Zecken, Bienen und Wespen bis zu 7 Stunden ab
Produkt kaufen:
Chemische Zeckenhalsbänder
Chemische Zeckenhalsbänder basieren meist auf Insektiziden, die zu den Nervengiften gehören. Die Wirkstoffe gehen in die Hautschicht des Hundes und verbreiten sich so auf dem gesamten Körper. Die Nervengifte könnten allerdings auch Schäden bei anderen Tieren und somit auch bei dem Hund anrichten. Die Halsbänder sollen Zecken bereits bei Kontakt mit der Haut schädigen und können nach einem Biss die Parasiten töten. Der Vorteil ist, dass du bei Nichtvertragen des Hundes das Halsband sehr schnell wieder entfernen kannst. Der Nachteil ist, dass du selbst und auch andere Haustiere mit dem Halsband besser nicht in Kontakt kommen solltest. Außerdem sind sie nicht für die Wasserliebhaber unter den Hunden geeignet, da die Giftstoffe der Halsbänder meist Wasserorganismen gefährden können.
Bekannte Zeckenhalsbänder mit chemischen Wirkstoffen sind:
Seresto
Seresto enthält die Wirkstoffe Imidacloprid und Flumethrin. Imidacloprid ist eines der am meisten verwendeten Insektizide weltweit und ist auch ein Kontaktgift. Es wird eine missbildende und genmanipulierende Wirkung vermutet. Seresto hat eine stichabwehrende und abtötende Wirkung gegen Zecken und eine abtötende Wirkung gegen Flöhe. Es soll auch eine Verringerung des Infektionsrisikos von Leishmaniose durch Sandmücken bewirken. Die Wirksamkeit beträgt laut Hersteller 7-8 Monate. Es ist toxisch für Wasserorganismen.
Scalibor
Das Scalibor-Halsband enthält Deltamethrin als Wirkstoff und wird zur Verhinderung des Befalls mit Zecken, sowie der Verhinderung von Stichen durch Schmetterlingsmücken und Mücken verwendet. Eine Übertragung der Krankheiten durch Zecken und Mücken kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wirkstoff ist toxisch für Wasserorganismen.
Virbac Prendog
Virbac Prendog enthält wie auch die Scaliborhalsbänder den Wirkstoff Deltatamethrin. Es wird zur Verhinderung des Befalls mit Zecken, sowie der Verhinderung von Stichen durch Schmetterlingsmücken und Mücken verwendet. Eine Übertragung der Krankheiten durch Zecken und Mücken kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wirkstoff ist toxisch für Wasserorganismen.
Kautabletten gegen Zecken beim Hund
Dein Hund frisst die Kautablette und baut so einen Zeckenschutz von innen auf. Häufig fressen die Hunde die Tabletten sogar gern, da sie entsprechend aromatisiert werden. Die gängigen Kautabletten enthalten Wirkstoffe, die als Insektizid und/oder Akarizid wirksam sind. Sie wehren Zecken meist nicht ab, töten sie aber innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Manche benötigen dafür allerdings länger als 12 Stunden, womit ihr Zweck als Schutz vor der Übertragung von manchen Krankheiten durch Zecken eher gering ist.
Lange Wirkzeit bedeutet oft mehr Chemie
Die Wirkdauer der einmal gegebenen Tabletten ist bei den Produkten sehr unterschiedlich. Viele von ihnen wirken gegen Zecken einen Monat. Doch es gibt auch Produkte, die sogar 3 Monate gegen Zecken wirken. Es klingt natürlich sehr praktisch, wenn man seinem Hund nur einmal in 3 Monaten eine Tablette geben muss und dann die Sorge um Zecken und Flöhe für ein Vierteljahr los ist. Doch der Haken daran ist, dass dein Hund eine wesentlich höhere Dosierung des giftigen Wirkstoffes auf einmal zu sich nehmen muss.
Wenn ihr chemische Kautabletten geben wollt, ist es sinnvoller, eine geringere Dosierung mit einer kürzeren Wirkzeit zu verwenden. In beiden Fällen kann sich der Wirkstoff dieser Mittel in den Organen deines Hundes ansammeln.
Bekannte Kautabletten zum Zeckenschutz
Die folgenden Kautabletten werden von Tierärzten häufig zum Schutz gegen Zecken angeboten:
Simparica - tötet Zecken nach 12 Stunden
Simparica enthält den Wirkstoff Sarolaner und wird für die Behandlung von Floh- und Zeckenbefall verwendet. Es hat keine abwehrende Wirkung, sondern tötet Flöhe innerhalb von 8 Stunden nach Kontakt mit dem Gift und Zecken innerhalb von 12 Stunden nach Anheftung. Dies gilt für einen Zeitraum von 28 Tagen nach Verabreichung des Mittels. Damit kann Simparica ein sinnvolles Präparat zur Verhinderung der Übertragung von Borreliose durch Zecken sein. Laut Packungsbeilage wurde Simparica von Collies mit MDR 1 gut vertragen, was aber generell mit eurem Tierarzt abgeklärt werden sollte.
Nexgard - tötet Zecken erst nach 48 Stunden
Nexgard enthält den Wirstoff Afoxolaner, der ein Insektizid und Akarizid ist und wird für die Behandlung von Floh- und Zeckenbefall verwendet. Es hat keine abwehrende Wirkung, sondern tötet Flöhe innerhalb von 8 Stunden und Zecken innerhalb von 48 Stunden nach Anheftung ab. Die Wirksamkeit gilt für 5 Wochen bei Flöhen und für 4 Wochen bei Zecken. Damit kann Nexgard z.B. nicht vor der Übertragung von Borreliose bei Zecken schützen.
Bravecto - starke Dosis mit langer Wirkung
Bravecto enthält den Wirkstoff Fluralaner und wird zur Behandlung eines Zecken- und Flohbefalls verwendet. Es hat keine abwehrende Wirkung. Die tödliche Wirkung beginnt bei Flöhen innerhalb von 8 Stunden und bei Zecken innerhalb von 12 Stunden nach Anhaftung. Diese Wirkung bleibt nach einer Gabe bei Flöhen für 12 Wochen und bei Zecken je nach Art für 8-12 Wochen bestehen. Das klingt zwar zunächst sehr praktisch, doch solltet ihr immer bedenken, dass der Wirkstoff umso stärker sein muss, je länger die Wirkung anhält. Bei Bravecto ist dies dreimal so lang wie bei Nexgard oder Simparica.
Es gibt einen Hinweis, dass Bravecto bei Hunden mit bekannter Epilepsie mit Vorsicht anzuwenden ist. Die Unbedenklichkeit bei trächtigen und laktierenden Hündinnen wurde laut Packungsbeilage belegt. Manche Hundebesitzer haben auch berichtet, dass ihre Hunde nach der Gabe von Bravecto verstärkt getrunken haben, was darauf hinweisen könnte, dass die Niere mit dem Ausleiten des Giftes beschäftigt ist.
7 Regeln für die Verwendung von chemischen Zeckenabwehrmitteln
Mit chemischen Zeckenabwehrmitteln gebt ihr eurem Hund grundsätzlich Gifte, die sein Körper verwerten muss. Deshalb solltet ihr euch bei der Anwendung immer genau an die Packungsbeilage halten und die folgenden Regeln für die Verwendung beherzigen:
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Weniger ist mehr: Viel hilft nicht immer viel
Eine Überbehandlung kann mehr schaden als nützen: Sofern ihr ein chemisches Präparat wie Spot-Ons, Tabletten, Halsbänder o.ä. anwendet, dann nehmt nur ein chemisches Präparat für die Dauer seiner Wirkungszeit. Verwendet nicht mehrere Produkte parallel und wendet erst wieder ein neues Produkt an, wenn die Wirkung des alten Mittels laut Packungsbeilage vorüber ist. -
Hund nach Erstbehandlung beobachten
Wenn ihr ein Präparat zum ersten Mal bei eurem Hund anwendet, dann lasst euren Hund in den Stunden danach nicht unbeaufsichtigt. Sollte er eine allergische Reaktion auf das Mittel zeigen, könnt ihr somit schnell eingreifen und zum Tierarzt fahren. -
Anleitung genau beachten
Wendet das Präparat genau nach Anleitung an und nehmt die richtige Menge für euren Hund in den richtigen Zeitabständen. Die Präparate sind nicht für Hunde aller Altersklassen verwendbar. Trächtige und säugende Hündinnen sowie kranke Hunde oder Senioren sollten ebenfalls nur mit Bedacht weitere Chemie erhalten.
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Hundemittel können für Katzen giftig sein!
Sehr wichtig zu wissen: Es gibt Mittel, die für Hunde konzipiert sind, aber für Katzen ausgesprochen gefährliche Wirkstoffe. Daher achtet darauf, für welche Tierart das Mittel wirklich anzuwenden. Sofern ihr auch eine Katze im Haushalt hab, wählt am besten ein Mittel für euren Hund, das eurer Katze nicht schaden kann.
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Beratung vom Tierarzt
Euer Tierarzt kennt euren Hund und eventuelle Allergien und Schwächen. Lasst euch von dem Tierarzt eures Vertrauens beraten, welches Mittel zur Zeckenabwehr für euren Hund am besten ist. Fragt nach, womit ihr euren Hund am wenigsten belastet.
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Kürzere Wirkzeit kann schonender sein
Häufig ist es so, dass Präparate mit langer Wirkung dem Hund eine hohe Konzentration an Wirkstoffen auf einmal zumuten. Eine lange Wirkung ist für uns so gesehen zwar praktisch, für die Gesundheit deines Hundes von Nachteil sein. -
Vorsicht bei Hunden mit MDR1 oder Epilepsie!
MDR1-Gendefekt (Multi-Drug-Resistance) ist ein Gendefekt, der verstärkt bei bestimmten Hunderassen auftreten kann wie z.B. Collie-Rassen, Shepherds, Schäferhunden und weiteren. MDR1 lässt die betroffenen Hunde extrem sensibel auf bestimmte Arzneimittel reagieren. Dazu gehören auch einige Zeckenpräparate! Sie könnten bei einem Hund mit MDR 1 eine tödliche Gefahr bedeuten. Lasst euren Hund, wenn er zu einer gefährdeten MDR 1-Rasse gehört, daher am besten auf MDR 1 testen, bevor ihr Medikamente oder Narkosen anwendet. Es gibt spezielle Zeckenschutzpräparate, die für diese Hunde geeignet sind. Auch bei Hunden mit Epilepsie sind viele der Mittel mit Vorsicht oder vielleicht besser gar nicht anzuwenden.
Lese-Tipp: MDR1-Gendefekt (Multi-Drug-Resistance).
Fazit
Besser natürliche Zeckenschutzmittel probieren
Es gibt viele unterschiedliche chemische (synthetische) Mittel für Hunde zur Bekämpfung von Zecken und anderen Ektoparasiten. Sie basieren auf unterschiedlichen Wirkstoffen und können je nach Produkt sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Viele von ihnen können keinen 100%igen Schutz vor den von Parasiten übertragbaren Krankheiten bieten. In jedem Fall müssen die verwendeten Gifte von eurem Hund und von der Umwelt verarbeitet werden.
Nicht jeder Hund verträgt diese Mittel und manche davon sind für Katzen extrem giftig. Bei Welpen, Hundesenioren, kranken Hunden oder auch bei Hunderassen, die von MDR1 betroffen sind, ist Vorsicht geboten. Wenn ihr eurem Hund nicht regelmäßig Gifte verabreichen möchtet oder euer Hund diese Produkte nicht verträgt, gibt es auch natürliche Alternativen zum Zecken- und Parasitenschutz.
Wir empfehlen, es immer erst einmal mit natürlichen Mitteln zur Abwehr von Ektoparasiten auszuprobieren. Hier gibt es sehr viele wirkungsvolle Mittel.
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