Gesundheit
Deshalb können Zecken für Hunde gefährlich sein
Zecken sind nicht nur lästig und als ungebetene Blutsauger irgendwie auch immer eklig, sie können leider auch sehr gefährliche Krankheiten auf dich und deinen Hund übertragen. Daher ist es sinnvoll, deinen Hund vor Zecken zu schützen. Je mehr du über die Lästlinge weißt, desto besser kannst du dich und deinen Hund schützen.
Hintergründe
Was sind Zecken und welche Arten gibt es?
Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten, die es im Grunde auf der ganzen Welt verteilt gibt. Biologisch gehören sie zu den Spinnentieren und hier zu den Milben.
Größe und Aussehen der verschiedenen Zecken-Stadien in Deutschland
Ähnlich den Spinnen besitzen jugendliche und ausgewachsene Zecken acht Beine. Vor der Reife zum Blutsaugen besitzen sie dagegen nur sechs Beine. Sie durchlaufen die folgenden Stadien:
- Frisch geschlüpfte Zecken-Larven besitzen nur sechs Beine. Sie sind ca. 0,5 mm groß.
- Zecken-Nymphen haben bereits acht Beine. Sie sind ca. 1,2 mm groß.
- Ausgewachsene Zecken haben ebenfalls acht Beine. Sie werden ca. 3,8 mm groß.
- Mit Blut vollgesogene Zecken haben immer acht Beine und werden ca. 13 mm groß.
Auch die Hyalomma-Zecke aus Asien und Südafrika kann in Deutschland gelegentlich vorkommen. Sie wird bis zu 2cm groß.
Wo kommen Zecken in Deutschland vor?
Die unterschiedlichsten Zeckenarten kommen fast auf der ganzen Welt vor. In Deutschland findet man Zecken vor allem in Wiesen und in Laub- und Mischwäldern.
Sie kommen aber auch in Gärten und Parks vor. Viele Zeckenarten lieben Feuchtigkeit, weshalb sie in Gräsern, schattigen Wäldern oder auch Mooren häufig anzutreffen sind. Beim ersten Rasenmähen im Frühjahr hatte ich in unserem städtisch gelegenen Garten gleich Kontakt mit diesen Parasiten: ein ganzes Nest an winzigen Zecken wanderte über meine Hände und Unterarme, als ich den gemähten Rasen aufnahm! Zum Glück ließen sie sich schnell entfernen, aber seitdem trage ich beim Rasenaufsammeln immer Handschuhe.
Zecken leben zwar eigentlich in Bodennähe und lassen sich nicht lauernd von Bäumen fallen, aber sie können auf Gräser und Sträucher bis zu ca. 1,5 Meter hinaufkriechen und dort auf ihren "Wirt" warten. Im Vorbeigehen wandern die Zecken auf ihre Beute über und suchen sich den geeigneten Platz an seinem Körper zum Blutsaugen.
Wann ist in Deutschland Zecken-Zeit?
In Deutschland und in Nordeuropa ist die Hauptaktivität der Zecken von ca. von Februar bis November, denn die meisten werden ab ca. 6-10 Grad Celsius aktiv. Allerdings kann in warmen Wintern und je nach Temperatur auch das ganze Jahr über eine Zeckenaktivität beobachtet werden.
Immer mehr Zeckenarten in Deutschland aufgrund des Klimawandels
Es gibt weltweit über 900 Zeckenarten. Zwei Zecken-Familien sind besonders häufig zu finden: Die Schildzecken (Ixodidae) und die Lederzecken (Argasidae).
In Europa sind gehäuft Schildzecken (Ixodidae) zu finden. Sie kommen auch häufig in Deutschland vor. Aufgrund der Klimaverschiebung und der Erderwärmung kommen aber immer neue Zeckenarten auch nach Deutschland.
Diese Zeckenarten kommen in Deutschland am häufigsten vor
- Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
Der gemeine Holzbock ist die Zeckenart, die am häufigsten in Deutschland vorkommt. Durch den Gemeinen Holzbock können Krankheitserreger wie z.B. Borrelien, FSME-Viren und Anaplasmen übertragen werden. Es gibt viele Unterarten, so z.B. in letzter Zeit auch die Ixodes inopinatus. - Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
Auch die Auwaldzecke ist eine nicht seltene Art in Deutschland. Durch sie können Krankheitserreger wie z.B. Babesien, FSME oder auch Rickettsien übertragen werden. - Reliktzecken (Haemaphysalis concinna)
Sie sind oft Träger von FSME oder Rickettsien. - Schafzecke (Dermacentor marginatus)
- Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
- Igelzecke (Ixodes Hexagonus)
- Hyalomma-Zecke
Die Hyalomma-Zecke kommt in Deutschland noch selten vor. Sie ist medial als Riesenzecke bekannt, da sie bis zu 2cm Größe erreichen kann. Sie kommt ursprünglich aus Asien und Afrika und ist erst ab 12 Grad Celsius aktiv. Sie ist an ihren gestreiften Beinen und an ihrer Größe gut zu erkennen. Von ihr kann z.B. das Krim-Kongo-Virus und Zecken-Fleckfieber übertragen werden.
Zeckenbiss oder Zeckenstich?
Rein biologisch sticht eine Zecke eher als dass sie beißt. Aber es hat sich im deutschen Sprachgebrauch durchgesetzt, dass wir von einem Zeckenbiss sprechen.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses?
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses ist, hängt im Wesentlichen von der jeweiligen Umgebung und Zeckendichte ab, in der sich dein Hund in Deutschland befindet.
In der Stadt ist die Dichte geringer als auf dem Land. Natürliche Umgebungen, die eine hohe Feuchtigkeit und Temperaturen über 6 Grad Celsius aufweisen, sind bei Zecken beliebt. Dort lauern sie auf ihre Opfer.
Es ist der Hund, der sich zur Zecke begibt und nicht andersherum
Bewegt sich dein Hund viel in Wald und Wiesen im Sommer - und welchem Hund wünscht man dies nicht? - so ist die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses höher. Ein Laufen durch hohes Gebüsch und Gräser oder Moore erhöht die Wahrscheinlichkeit.
Gibt es Hunde, die von Zecken bevorzugt werden?
Manche Hunde scheinen Zecken geradezu anzuziehen, andere dagegen weniger. Aber es gibt im Grunde keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, ob bestimmte Hunde häufiger von Zecken befallen werden.
Beim Menschen konnte festgestellt werden, dass ein hoher Milchsäuregehalt der Haut ausschlaggebend dafür ist, ob z.B. Gelbfiebermücken ihn attraktiv finden. Für Zecken ist ähnliches derzeit jedoch nicht nachgewiesen. Doch es ist auffällig, dass Hunde, die in demselben Haushalt leben, unterschiedlich häufig von Zecken heimgesucht werden.
Krankheiten durch Zecken
Fünf gefährliche Krankheiten, die Zecken übertragen
Die Krankheitserreger, die von Zecken übertragen werden können, variieren mit den unterschiedlichen Zeckenarten und Gebieten, in denen sie vorkommen. Zecken können in Deutschland bis zu 100 Krankheiten auf Hund und Mensch übertragen, darunter gibt es Krankheiten, die gefährliche Verläufe haben können. Die folgenden fünf Krankheiten können von Zecken in Deutschland übertragen werden:
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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch FSME-Viren ausgelöst. Bei Hunden kommt FSME seltener als bei Menschen vor. Das FSME-Virus kann eine Entzündung des zentralen Nervensystems und der Hirnhäute auslösen.
Symptome
Typische Symptome sind Fieber, Verhaltensauffälligkeiten wie Teilnahmslosigkeit oder Aggression, Krampfanfälle und starke Schmerzen bei Berührungen im Kopf- und Nackenbereich. Eine FSME-Erkrankung kann tödlich enden. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird zum größten Teil von der in Deutschland häufig vorkommenden Zeckenart, dem Gemeinen Holzbock (Ixodes Ricinus) übertragen.
Wie schnell wird FSME nach dem Zeckenbiss durch eine infizierte Zecke übertragen?
Dieses Virus kann leider sofort durch den Biss einer infizierten Zecke übertragen werden. Gegen diese von Zecken übertragene Erkrankung hilft nur eine Prävention gegen Zeckenbisse. Allerdings kommt die Erkrankung wie gesagt bei Hunden wesentlich seltener als bei Menschen vor. Also schützt euch selbst auch vor Zeckenbissen!
Süddeutschland stark betroffen
In Deutschland besteht erhöhte Gefahr in bestimmten Regionen. Insbesondere im Süden von Deutschland sind Bayern und auch Baden-Württemberg stark betroffen. Aber auch im Saarland, in Rheinlandpfalz, in Hessen und in Thüringen und Sachsen gibt es verstärkte Vorkommen. Im Norden war bisher nur der Landkreis Emsland in Niedersachsen stärker betroffen (Stand 18.01.2021, Robert Koch Institut).
Tipp: Eine aktuelle Karte der FSME-Risiko-Gebiete in Deutschland wird vom Robert Koch Institut geführt. -
Borreliose
Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden kann. Sie wird durch die in Deutschland am häufigsten vorkommende Zeckenart, den Gemeinen Holzbock (Ixodes Ricinus) übertragen.
Symptome
Häufige Symptome einer Borreliose beim Hund sind Fieber, Lahmheiten und Gelenkschwellungen durch Gelenkentzündungen, Lethargie, Appetitlosigkeit. Es kann auch wie beim Menschen zu ringförmigen Rötungen rund um die Einstichstelle kommen. Diese kann man bei Hunden allerdings schlechter sehen. Borreliose lässt sich im Frühstadium häufig gut mit Antibiotika behandeln.
Später können Symptome dauerhaft bleiben und das Leben des Hundes einschränken. Es kommt nur bei einem kleinen Teil der infizierten Hunde auch wirklich zu Symptomen. Die Borrelien-Bakterien umfassen mehrere Genospezies, darunter auch: B. burgdorferi afzelii, B. burgdorferi garinii und B. burgdorferi sensu stricto.
Wie schnell wird Borreliose nach dem Zeckenbiss durch infizierte Zecken übertragen?
Die Übertragung von Borreliose erfolgt nach ca. 12-24 Stunden nach Stich der Zecke und steigt nach 72 Stunden signifikant an. Deshalb ist es sinnvoll, Zecken schnell bei deinem Hund zu entfernen.
Gegen eine Übertragung der Erkrankung können Zeckenmittel wirken, die die Zecke innerhalb von 12 Stunden nach dem Biss abtöten. Dies ist aber nicht bei allen Zecken-Präventionen der Fall, schaut daher am besten genau auf den Beipackzettel eures Anti-Zeckenpräparats.
Nur ein direkter Erregernachweis durch Entnahme einer Gewebeprobe (z.B. aus dem Gewebe rund um den Zeckenstich oder aus Gelenkflüssigkeit) kann die Krankheit eindeutig nachweisen. Ein Test auf das Vorliegen von Antikörpern gegen Borrelien ist kein eindeutiger Nachweis der Krankheit. -
Anaplasmose
Anaplasmose wird durch einzellige Blutparasiten (Anaplasmen) hervorgerufen, die die weißen Blutkörperchen des Hundes befallen. Anaplasmose kann durch den Gemeinen Holzbock übertragen werden. Anaplasmose kann sehr langwierig sein und sich über mehrere Jahre erstrecken.Symptome der Anaplasmose
Betroffene Hunde werden meist mit einer mehrwöchigen Antibiotika-Therapie behandelt. Akut erkrankt zeigen Hunde meist folgende Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche. Lahmheiten zeigen sich aufgrund von Gelenkentzündungen und in späteren Phasen auch Blutungen. Wird die akute Phase von deinem Hund überlebt, so tritt die Krankheit tückischer Weise bei Schwächung des Immunsystems erneut auf.Wie schnell wird Anaplasmose übertragen?
Anaplasmose kann nach ca. 12-24 Stunden nach dem Zeckenbiss einer infizierten Zecke übertragen werden. Zeckenmittel, die die Zecke innerhalb von 12 Stunden nach dem Biss abtöten oder ein schnelles Entfernen der Zecke kann trotz Zeckenbiss vor einer Infektion schützen.
Anaplasmose wird durch die Erreger im Blut nachgewiesen, also durch eine Blutuntersuchung. -
Babesiose (Hundemalaria)
Babesiose wird in der Regel von der Auwaldzecke übertragen. Während Babesiose bis vor einigen Jahren kaum in Deutschland vorkam, so ist sie durch Tourismus und importierte Hunde mittlerweile nicht nur im Mittelmeerraum, sondern auch in ganz Deutschland verbreitet.
Die Krankheitserreger, die Babesien, sind Blutparasiten, die sich in den roten Blutkörperchen einnisten und diese im gesamten Körper zerstören können. Dies führt auf der einen Seite zu Blutarmut und zu angegriffenen Organen. Auch die Muskeln können von Babesien angegriffen werden. Dieser Prozess beginnt bereits 0,5-3 Tagen nach der Infektion. Babesiose kann bei Hunden innerhalb von 48 Stunden zum Tod führen. Sie kann aber auch in Schüben erfolgen. Babesiose und Borreliose kommen leider häufig gemeinsam als Infektion vor.
Symptome der Babesiose
Bei einer akuten Infektion mit Babesien zeigen Hunde 1,5-3 Wochen nach dem Stich folgende Symptome: hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und Muskelschmerzen. Häufig haben sie auch Probleme mit den Augen, dem Kiefer und den Zähnen. Es folgen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Der Urin des Hundes färbt sich braun-rot, da er die zerstörten roten Blutkörperchen enthält. Ein Nierenversagen oder auch Versagen aller Organe kann auftreten. Atemnot und Husten entstehen, da rote Blutkörperchen für den Transport von Sauerstoff fehlen. Der Herzschlag wird schneller, der Hund kann das Bewusstsein verlieren. Ähnlich wie bei Malaria bei Menschen kann es auch bei Hunden je nach Babesien-Art immer wieder zu Krankheitsschüben mit Fieber kommen.
Wie schnell wird Babesiose übertragen?
Eine Übertragung nach dem Zeckenbiss erfolgt zwar erst ab ca. 48 Stunden bei weiblichen Zecken, bei männlichen Zecken soll jedoch eine sofortige Übertragung möglich sein.
Die Babesien können nur durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Allerdings sind die Nachweise zu Beginn der Erkrankung häufig schwierig, da die Erreger oft nicht eindeutig nachweisbar sind. -
Canine Ehrlichiose
Die Canine Ehrlichiose wird durch ein Bakterium (Ehrlichia canis) ausgelöst. Dieses wird insbesondere von der sog. Braunen Hundezecke (Rhicephalus sanuineus) übertragen. Die Bakterien befallen die weißen Blutkörperchen (dort die Monozyten) und gelangen von dort in die Organe, insbesondere auch in Lymphknoten und in die Milz. Die Canine Ehrlichiose ist ursprünglich in Ländern rund um das Mittelmeer verbreitet, kommt aber leider auch in Deutschland vor. Sie wurde im Saarland nachgewiesen.
Wie schnell wird Canine Ehrlichiose nach dem Zeckenbiss durch infizierte Zecken übertragen?
Ähnlich wie bei Anaplasmose wird eine Übertragung der Krankheit durch Zecken ab ca. 24 Stunden vermutet. Dies ist aber leider noch nicht genau erforscht.
Symptome
Ca. 1-2 Wochen nach der Infizierung beginnt die Erkrankung mit immer wieder kehrenden Fieberschüben und Appetitlosigkeit, sowie auch Atemnot. Die Lymphknoten des Hundes sind geschwollen, ebenso die Milz. Es kann zu Blutungen kommen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Blutarmut. Canine Ehrlichiose wird mit Antibiotika bekämpft und ist relativ gut behandelbar, aber leider nicht immer heilbar.
Weitere Erkrankungen, die Zecken übertragen können
Viele weitere Erkrankungen können von Zecken übertragen werden. Einige davon kommen in unseren Breitengraden in Deutschland jedoch zurzeit zum Glück (noch) selten oder gar nicht vor:
- Fleckfieber (Rickettsiose)
- Krim-Kongo-Fieber
- Colorado-Zeckenfieber
- Südafrikanisches Fleckfieber
- Zecken-Rückfallfieber
- Tularämie
- Rocky-Mountain-Fleckflieber
- Q-Fieber
- Powassan-Virus Enzephalitis
- 10) Tularämie
- Hepatozoonose
Eine Zecke kann mehrere Krankheiten auf einmal übertragen. Aber nicht jede Zecke muss die Krankheiten in sich tragen.
Wie hoch ist das Risiko, dass mein Hund nach einem Zeckenbiss erkrankt?
FSME: 0,1-5% der Zecken infiziert
Es ist durchaus beruhigend zu wissen, dass nur wenige Zecken mit dem FSME-Virus infiziert sind. Laut RKI tragen zwischen 0,1%-5% der Zecken in Deutschland FSME-Viren in sich (Stand: 2018, RKI). Insbesondere FSME kann sich aber sofort mit dem Zeckenbiss auf den Hund übertragen. Deshalb ist es so wichtig, Zeckenbisse möglichst zu vermeiden.
Borrelien: bis zu 30%
Bei Borrelien sieht es schon anders aus. Das Vorkommen von Borrelien in Zecken kann je nach Region sogar bis zu 30% aller Zecken betreffen. Nachgewiesen wurden in Deutschland bei 2,6-5,6% bei Zeckenstichen an Menschen auch eine Borrelien-Infektion. Die Übertragung der Borreliose von der Zecke auf den Hund erfolgt aber erst nach ca. 12 Stunden. Deshalb ist es so wichtig, Zecken früh zu erkennen und dann schnell zu entfernen. Damit könnt ihr im Falle eines Zeckenbisses bei eurem Hund das Risiko einer Borrelien-Infektion erheblich senken.
Übertragung je nach Erreger nach 12-48 Stunden
Je nach Erreger und Zeckenart können die Krankheiten also entweder sofort oder erst nach 12-48 Stunden übertragen werden. Je länger eine Zecke am Wirt saugt, desto wahrscheinlicher wird die Übertragung der meisten Krankheiten. Vorausgesetzt, die Zecke ist auch Träger der Krankheit.
Region, frühzeitiges Entfernen, Immunsystem
Die Wahrscheinlichkeit, ob die Zecke Träger einer der Krankheiten ist, hängt von dem Gebiet ab, in dem sich die Zecke befindet. Manche der von Zecken übertragenen Krankheiten sind bei frühzeitigem Erkennen noch gut heilbar, andere leider nicht. Auch kommt es immer auf das Immunsystem des Hundes oder des Menschen an, der von der Zecke gebissen wird, ob sich die Krankheit ausbreitet oder er nur Träger der Krankheit bleibt. Ein gutes Immunsystem kann die Krankheitserreger häufig besser abwehren.
Sollte ich meinen Hund gegen von Zecken übertragbare Krankheiten impfen lassen?
Leider sind diese von Zecken übertragbaren Krankheiten bei Hunden häufig noch zu wenig erforscht und es gibt nur für wenige der Krankheiten Impfstoffe. Impfstoffe wirken auch nicht immer gegen alle Krankheitserreger und können zuweilen hohe Nebenwirkungen haben. Sofern dein Hund nicht in einem absoluten Risikogebiet lebt, solltet ihr vielleicht einer guten Zeckenprävention den Vorzug geben. Die Risiken und Vorteile solltet ihr als verantwortungsbewusste Hundehalter also gut abwägen.
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Anaplasmose
Kein Impfstoff für Hunde bisher in Deutschland vorhanden (Stand: März 2021)
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Babesiose (Hunde-Malaria)
Ein Impfstoff für Hunde ist mittlerweile auch in Deutschland verfügbar. Eine Impfung ist jedoch nur sinnvoll, wenn der Hund in einem Risikogebiet lebt oder ins Ausland reist. Die Impfung schwächt die Krankheit ab, verhindert aber nicht eine Infektion. (Stand: März 2021) -
Borreliose
Eine Impfung ist etwas umstritten aufgrund der Nebenwirkungen und da sie derzeit nur gegen drei Borreliose-Arten möglich ist. (Stand: Juni 2020) -
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Eine Impfung ist für Menschen möglich. Es gibt aber keinen Impfstoff für Hunde. (Stand: März 2021)
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Ehrlichiose
Kein Impfstoff für Hunde bisher erhältlich. (Stand: März 2021) -
Fleckfieber (Rickettiose)
Kein Impfstoff für Hunde bisher erhältlich. (Stand: Juni 2020) -
Krim-Kongo-Fieber
Kein Impfstoff für Hunde bisher erhältlich. (Stand: Juni 2020)
Fazit
Auf den richtigen Zeckenschutz kommt es an
Um das Risiko einer Übertragung von Krankheiten durch Zecken zu minimieren, kommt es auf den richtigen Zeckenschutz an. Zum einen sollten durch das richtige Verhalten wie z.B. tägliche Zecken-Checks und durch Mittel zur Abwehr gegen Zecken (Repellents) die Gefahr eines Zeckenbisses minimiert werden.
Auf der anderen Seite sollten Zecken so schnell wie möglich nach dem Biss gefunden, entfernt und getötet werden. Dies kann sowohl mechanisch - also durch euch oder durch einen Tierarzt - als auch mit entsprechenden Zeckenmitteln erfolgen.
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