Fliegenpilz ist sehr giftig für Hunde
Amanita muscaria 
Der Fliegenpilz ist ein mit seinem weißen Stamm und der roten Kappe, die weiße Flecken besitzen kann, sehr auffälliger Pilz. Er kommt im Herbst insbesondere in Nadelwäldern (z.B. bei Fichten) und in Laubwäldern (z.B. bei Birken) vor.
Fast jedes Kind erkennt den Fliegenpilz mit seiner roten Kappe und den weißen Flecken. Und fast jedes Kind lernt, dass der Fliegenpilz giftig ist. Für Hunde sind alle Teile des Fliegenpilzes sogar sehr giftig. Gemeine Besonderheit: Gekocht oder getrocknet kann das Gift noch stärker werden.
Fliegenpilz wird auch wie folgt genannt:
- Roter Fliegenpilz
Was tun, wenn mein Hund Fliegenpilz gefressen hat?
Wie giftig ist Fliegenpilz?
| Giftigkeit: | |
| Giftige Teile: | Alle Teile des Fliegenpilzes sind stark giftig. Gekocht oder getrocknet kann das Gift noch stärker werden. |
| Giftige Zeit: | Sommer, Herbst |
| Gegengift: | Physostigmin |
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.
Vorkommen Fliegenpilz
| Pflanzenart: | Pilz |
| Vorkommen: | Wälder |
| Gebiete: | Mitteleuropa |
| Blütezeit: | - |
| Fruchtreife: | - |
Symptome
Die folgenden Symptome können bei einer Vergiftung mit dem Fliegenpilz auftreten:
- Pupillenerweiterung
- Herzrasen
- starkes Speicheln
- Durchfall
- vermehrter Bronchial-Schleim
- verlangsamter Herzschlag
- Pupillenverengung
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bewusstseinsstörungen
- Unruhe
- Halluzinationen
- Muskelzuckungen
- Kopfschmerzen
- Koma
- Todesfälle sind möglich
Therapie
Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs- Symptome zu mindern.
Um das Gift des Fliegenpilzes aus aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:
- AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
- ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
- MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.
Zur Linderung der Symptome kann der Tierarzt Infusionen geben oder auch Physostigmin als Gegengift verabreichen. Ebenso wird er krampflösende Medikamente geben und die Atmung verbessern durch das Absaugen von Schleim und ggf. der Gabe von Sauerstoff.
Nähere Informationen zu Vergiftungen und Notfällen beim Hund findet ihr hier:
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