Gesundheit
Darf mein Hund Fisch fressen?
Richtig gefüttert, ist Fisch sehr gesund für Hunde und darf in den regelmäßigen Futterplan aufgenommen werden. Fisch enthält sehr viele hochwertige Proteine und ist reich an essentiellen Omega-3-Fettsäuren. Obendrein sind viele Fischarten reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Wenn ihr die richtigen Fischarten wählt und sinnvoll zubereitet, ist Fisch sehr empfehlenswert für euren Hund. Wir zeigen euch, worauf ihr achten solltet.
Vorteile
5 gute Gründe, Fisch an Hunde zu füttern
Ähnlich wie für uns Menschen sind die meisten Fische auch für unsere Hunde ausgesprochen gesund und lecker.
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Hunde mögen Fisch
Katzen gelten nicht zu Unrecht als absolute Fischgourmets. Doch was wenige wissen: Auch für die meisten Hunde ist Fisch ein gern gesehener Leckerbissen. Für Labradore, die ursprünglich den Fischern bei der Arbeit halfen, gehörte Fisch ganz selbstverständlich zur Mahlzeit. Ich bin bei meinen ersten Hunden gar nicht auf die Idee gekommen, ihnen Fisch zu füttern, bis meine Hündin Lotte einmal begeistert ein beim Grillen heruntergefallenes Stück Lachs gefuttert hatte.
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Essentielle Omega-3-Fettsäuren
Fisch enthält essentielle Fettsäuren wie insbesondere die Omega-3-Fettsäuren, die der Hund zu sich nehmen muss, da sein Körper sie nicht selbst produzieren kann. Allerdings enthalten Fische aus Aquakulturen, die mit Kraftfutter gefüttert werden, meistens weniger Omega-3-Fettsäuren und vermehrt die entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren. -
Hochwertiges Protein
Fisch enthält viele hochwertige Proteine und hat im Gegensatz zu Muskelfleisch wenig Bindegewebe. -
Viele Mineralien und Spurenelemente
Fisch ist reich an Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium. Fische enthalten lebensnotwendige Spurenelemente wie Jod. -
Wichtige Vitamine
Die meisten Fische enthalten viel von dem Sonnenvitamin D und sind reich an weiteren Vitaminen wie dem Augenvitamin A (Retinol), und B-Vitaminen.
Nachteile
5 Punkte, auf die ihr bei Fisch achten solltet
Es kommt darauf an, die richtigen Fischarten zur Fütterung von Hunden zu wählen, diese am besten abwechslungsreich zu variieren und richtig zuzubereiten. Denn nicht alle Fischarten sind für Hunde auf gesund.
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Thiaminasehaltige Fische bitte Garen
Thiami...was bitte? Thiaminase ist ein Enzym im rohen Fisch, dass Vitamin B1 spalten kann. Thiaminase kommt verstärkt in den Innereien der Fische vor, aber teilweise auch im Filet. Es kann somit Vitamin B1 im Körper zerstören, so dass ein starker Verzehr dieser Fischsorten zu Vitamin B1-Mangelerscheinungen führen kann.Doch es gibt ein einfaches Mittel gegen die Thiaminasen im Fisch: Wird der Fisch erhitzt, so wird das Thiaminase-Enzym deaktiviert und damit werden B-Vitamine nicht deaktiviert.
Fisch-Tipp:
- Thiaminasehaltige Fischarten könnt ihr durch Dämpfen oder Kochen erhitzen.- Thiaminasefreie Fische können auch roh verfüttert werden.
Diese Fische & Meeresfrüchte enthalten viel Thiaminase
Diese Fischarten, Meeresfrüchte und Krustentiere sind thiaminasereich und sollten daher nur gegart an Hunde verfüttert werden:- Fischarten
- Thunfisch
- Hering
- Sardinen
- Zander
- Karpfen
- Stint
- Wolfsbarsch
- Brasse
- Butterfisch
- Räucherfisch
- Krustentiere
- Krabben
- Krebse
- Garnelen
- Meeresfrüchte
- Tintenfisch
- Muscheln
- Fischarten
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Histaminhaltige Fische besser meiden
Manche Fischarten sind sehr histaminreich, was Entzündungen im Körper fördern kann und von vielen Hunden nicht gut vertragen wird. Deshalb ist es sinnvoll, Fischsorten zu verwenden, die histaminarm sind. Histamine werden leider durch Erhitzen nicht vermindert. Je frischer ein Fisch ist, desto weniger Histamine enthält er. Der Fisch sollte nicht lange gelagert (auch nicht über einen langen Zeitraum tiefgefroren sein) und nicht langsam auftauen. Am besten noch einmal abspülen vor der Verarbeitung, da Histamine wasserlöslich sind und die an der Oberfläche des Fisches befindlichen Histamine somit entfernt werden können.
Diese Fische & Meeresfrüchte enthalten viele Histamine
Diese Fischarten, Meeresfrüchte und Krustentiere enthalten viele Histamine und sollten deshalb nicht in den Hundenapf:- Fischarten
- Thunfisch
- Hering
- Makrele
- Sardinen
- Fischkonserven aller Art
- Krustentiere
- Krabben
- Krebse
- Garnelen
- Meeresfrüchte
- Tintenfisch
- Muscheln
- Fischarten
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Fischbandwürmer und andere Parasiten
Parasiten wie Fischbandwürmer können sowohl in Salz- als auch in Süßwasserfischen vorkommen. Um diese zu vermeiden, sollte der Fisch durchgegart verfüttert werden oder vor dem rohen Verfüttern eingefroren worden sein.
Laut Verbraucherschutz werden Parasiten durch folgende Behandlung des Fisches getötet:- Fische tieffrieren bei -20 Grad für mindestens 24 Stunden
- Fische vor dem Verzehr durchgaren
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Schadstoffe in Fischen
Fische können leider viele Schadstoffe wie beispielsweise Schwermetalle enthalten, weshalb sie nicht so häufig verzehrt werden sollen. Verbraucherschützer warnen auch vor Fischen aus konventionellen Aquakulturen, da diese über das Futter chemische Schadstoffe und Antibiotika aufnehmen können. Manche Fische in Aquakulturen werden beispielsweise mit Kraftfutter ernährt, was jedoch den Anteil an Omega-6-Fettsäuren, die Entzündungen fördern, im Fisch steigern kann. -
Fisch ist nicht nachhaltig
Leider sind die meisten Fischarten überfischt und der konventionelle Fischfang ist alles andere als nachhaltig. Dies gilt leider auch für viele konventionelle Aquakulturen.
Nachhaltiger Fischkauf: MSC- und ASC-Zertifikate
Um einen möglichst nachhaltigen Fischfang zu unterstützen, sollte der Fisch MSC- oder ASC-zertifiziert sein. Der Fischfang sollte weder Umwelt, noch Menschenrechten noch dem Ökosystem schaden. Außerdem sollten sie nachhaltig gefangen und gezüchtet werden. Für Wildfisch gibt es das MSC-Zertifikat (Marine Stewardship Council), das sich für einen möglichst nachhaltigen Wildfang von Fischen einsetzt. Für Zuchtfische aus Aquakulturen gibt es das ASC-Zertifikat (Aquaculture Stewardship Council), das eine verantwortungsvolle Fischzucht absichern soll.
Wenn ihr euch zum Thema nachhaltiger Fischkauf weiter einlesen möchtet, empfehlen wir euch diese aktuellen Fischratgeber:
So füttert ihr Fisch richtig an euren Hund
Wieviel Fisch sollte ich meinem Hund füttern?
Ernährungsexperten raten dazu, bei gesunden Hunden ca. einmal pro Woche die tägliche Fleischration mit Fisch zu ersetzen und dabei die gesunden Fischarten am besten etwas zu variieren. Das entspricht ca. 14% der Ration des Muskelfleisches bei Barf-Rationen und 7,75% einer gesamten Tagesration.
Ein weiterer Grund, Fisch selten in den Napf zu geben ist, dass die Fischbestände stark überfischt sind.
Fischgräten nur roh füttern
Laut Ernährungsexperten können sowohl die Köpfe als auch die Gräten von rohen Fischen an Hunde gefüttert werden, da diese im rohen Zustand weich genug sind, um vom Hund gut verdaut zu werden und ihn nicht zu verletzen. Sicherlich sollte man aber bei sehr kleinen Hunden auf zu große Gräten besser ganz verzichten.
Da ich selbst eine leichte Fischgräten-Phobie habe, füttere ich auch meinem Hund keine Gräten, was aber einfach meine persönliche Entscheidung ist.
Fisch roh oder gegart füttern?
Es ist sowohl möglich, Fisch roh als auch gegart an Hunde zu verfüttern. Reine Barfer füttern Fisch roh, doch ist bei der Rohfütterung folgendes zu beachten:
- Doch zur Vermeidung von Fischbandwürmern und anderen Parasiten sollte frischer Fisch dann zuvor für mindestens 24 Stunden auf -20 Grad gefroren gewesen sein.
- Thiaminasereiche Fische sollten von der Rohfütterung ausgeschlossen werden.
Selbstverständlich könnt ihr Fisch für euren Hund auch Garen und müsst euch dann um thiaminasereiche Fische nicht kümmern, da die Thiaminase beim Kochen deaktiviert wird.
Ich persönlich kaufe Fisch für meinen Hund meist tiefgefroren und gare ihn nach dem Auftauen kurz durch.
Fischsorten regelmäßig abwechseln
Es ist ratsam auch bei Fischen immer mal wieder abwechselnd unterschiedliche Sorten zu verfüttern, da sie unterschiedliche Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Salzwasserfische haben einen wesentlich höheren Jodgehalt als Süßwasserfische. Während eine Forelle fast gar kein Jod enthält mit 3, enthält der Seelachs 156. Deshalb ist es sinnvoll, sowohl jodhaltige als auch nicht-jodhaltige Fische im Wechsel zu füttern.
Diese Fischsorten für Hunde besser meiden
Thunfisch ist nicht empfehlenswert für Hunde
Thunfisch ist nicht nur teuer, er ist auch überfischt und ist reich an Thiaminase (Vitamin B1-Räuber) und Histaminen, die entzündungsfördernd sind. Obendrein enthält Thunfisch leider häufig viele Schwermetalle.
Darf mein Hund Thunfisch aus der Dose fressen?
Thunfisch aus der Dose sollte nicht in großen Mengen verfüttert werden, da hoher Histamingehalt (entzündungsfördernd), viele Schwermetalle. In kleinen Mengen aber gut, um schlechten Fressern das Futter beliebt zu machen oder um Gemüse schmackhaft zu machen. Wenn ihr Thunfisch aus der Dose an euren Hund verfüttern möchtet, so verwendet Thunfisch, der in Wasser eingelegt ist und achtet auf einen nachhaltigen Fischfang.
Hering
Heringe oder auch Bücklinge (geräucherte Heringe mit Kopf), Sprotten, Breitlinge sind eher nicht empfehlenswert zur Fütterung unserer Hunde. Denn Heringe sind reich an Thiaminasen und Histaminen. Dafür haben sie allerdings einen hohen Gehalt an Vitamin D.
Sardinen
Sardinen sind eher nicht empfehlenswert zur Fütterung unserer Hunde. Denn Sardinen sind reich an Thiaminasen und Histaminen. Dafür haben sie allerdings einen recht hohen Vitamin-D-Gehalt.
Fischkonserven, Fische aus der Dose
Fischkonserven sind nicht empfehlenswert zur Füterung an Hunde, da sie sehr histaminreich sind und fast immer auch thiaminasereich sind. Oft sind die Fische auch stark gewürzt, gesalzen und in Öl eingelegt, was ungesund für unsere Hunde ist. In kleinen Mengen kann Dosenfisch, der ungewürzt und in Wasser eingelegt wurde aber als Fütterungshilfe eingesetzt werden, da viele Hunde darauf stehen und Gemüse oder Medikamente willig nehmen, wenn sie mit etwas Dosenfisch gegeben werden.
Meeresfrüchte & Krustentiere
Abgesehen davon, dass Meeresfrüchte und Krustentiere meist ausgesprochen kostspielig sind, sind sie für unsere Hunde auch nicht gesund, da sie reich an Histaminen und Thiaminase sind. Deshalb gehören sie nicht in den Fressnapf eures Hundes.
Diese Fischsorten könnt ihr füttern
Das klingt jetzt alles etwas kompliziert und einschränkend, aber eigentlich ist es ganz einfach. Die folgenden Fischsorten sind für unsere Hunde beispielsweise empfehlenswert:
Lachs
Lachs enthält viel Vitamin D und ist thiaminasefrei. Obendrein hat Lachs einen geringen Gehalt an Histaminen. Laut Verbraucherzentrale ist Wildlachs aus dem Atlantik empfehlenswert. Laut Greenpeace sollte Lachs aus konventionellen Aquakulturen aus mehreren Gründen gemieden werden. Zum einen kann er Antibiotika enthalten und Chemikalien wie Ethoxyzin und gleichzeitig kann für die Fütterung der Lachse aus Aquakulturen sehr viel Fisch benötigt werden, der wiederum oft nicht nachhaltig gefangen wird. Lachs aus Aquakulturen sollte ASC-zertifiziert sein. Wenn die Fische aus Aquakulturen mit Kraftfutter gefüttert werden, enthält der Lachs übrigens generell weniger der gesunden Omega-3-Fettsäuren.
Seelachs
Seelachs ist thiminasefrei, histaminarm und und nachhaltig, sofern er aus dem Nordostatlantik stammt. Er enthält zwar nicht viel Vitamin D, dafür hat er aber einen hohen Jodgehalt.
Forelle
Alle Arten von Forellen wie Bachforellen, Regenbogenforellen oder Seeforellen sind empfehlenswert zu Fütterung von Hunden. Forellen können nachhaltig gefangen werden. Sie sind thiaminasefrei, haben einen hohen Vitamin D-Gehalt und sind histaminarm. Allerdings enthalten sie kaum Jod und sollten daher nicht alleinige Fischquelle sein. Greenpeace empfiehlt, Forellen nicht aus konventionellen Aquakulturen zu kaufen.
Zander
Zander enthält zwar Thiaminasen, doch ist er histaminarm und kann gekocht sehr gut gefüttert werden. Je nach Fangmethode und Fanggebiet kann Zander auch nachhaltig sein.
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