Gesundheit

Diese fünf Zutaten gehören in ein ausgewogenes Hundefutter

"Der Hund ist, was er isst":  Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist die beste Grundlage für die Erhaltung der Gesundheit unserer Hunde. Ein gesundes Hundefutter sollte hochwertige Zutaten in der für ihren Hund passenden Zusammensetzung enthalten, um seinen Bedarf an Nährstoffen zu decken.

Dabei sollte ein gutes Hundefutter auf unnötige Zusatzstoffe verzichten und frei von Schadstoffen sein. Natürlich sollte das Futter deinem Hund schmecken und ihm gut bekommen.

Doch welche hochwertigen Futterzutaten benötigt mein Hund und wie erkenne ich diese im Hundefutter? Nicht jeder kann und möchte das Futter seines Hundes frisch selbst zusammenstellen. Dann stellt sich die Frage, wie ich ein hochwertiges Fertigfutter anhand der Zutaten erkennen kann.

Fünf Zutaten für ein ausgewogenes Hundefutter

Eine ausgewogene Ernährung für einen ausgewachsenen und gesunden Hund sollte zum größten Teil von bis zu 80% aus tierischen Zutaten wie Muskelfleisch, Innereien, Fetten und Knochen bestehen.

Die restlichen 20% sollten aus pflanzlichen Zutaten wie Obst und Gemüse und ggf. pflanzlichen Ölen bestehen.

Die folgenden fünf Zutaten sollten in einem gesunden Hundefutter zu finden sein:

1. Muskelfleisch als Quelle hochwertiger Proteine

Hunde sollten mit ihrem Futter hochwertige Proteine aufnehmen, aus denen sie ihre Muskeln, Sehnen sowie Haut und Haare regenerieren und immer wieder erneuern können. Sie sind auch die Bausteine für Zellen des Immunsystems, wichtige Enzyme und Hormone und sogar für das Erbgut unserer Hunde.

Hochwertige Proteine sind für den Hund gut verdaulich und enthalten die "essenziellen Aminosäuren", die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Rund 40% des Futters sollte Muskelfleisch sein

Hunde können am besten aus hochwertigen tierischen Proteinen wie Muskelfleisch und Fisch die körpereigenen Proteine aufbauen.

Deshalb sollte der mit Abstand größte Anteil des Hundefutters aus Muskelfleisch oder auch mal aus Fisch bestehen. Bei der Rohfütterung gilt als grobe Regel, dass ca. 80% des Futters tierischen Ursprungs sein sollte und davon die Hälfte aus Muskelfleisch bestehen sollte. Dies bedeutet, dass ca. 40% des Futters aus purem Muskelfleisch bestehen sollte. 

2. Innereien liefern Vitamine

Innereien wie Leber und Nieren sind für unsere Hunde Top-Lieferanten für Vitamine. Aber auch Milz, Lunge, Herz und Pansen und Blättermagen gehören dazu.

Leber ist Lieferant für Vitamin A, Vitamin D und B-Vitamine und enthält notwendige Mineralstoffe. Fehlt sie im Futter, so müssen diese Vitamine meist künstlich dem Futter zugegeben werden.

Nieren sind Hauptquelle für Selen und Magnesium.

Herz wird oft zu den Innereien gezählt, gehört aber eigentlich zum Muskelfleisch, da das Herz der größte Muskel ist.

Anteil an Innereien

In der Rohfütterung sollen Innereien rund 15% des tierischen Anteils (80% Gesamtration) ausmachen. Die Leber sollte davon fast die Hälfte betragen. Das wären ca. 12% der  Gesamtration. 

Anteil an Pansen und Blättermagen

Pansen und Blättermagen können ebenfalls rund 15% des tierischen Anteils (80% der Gesamtration) ausmachen. Das wären ca. 12% der Gesamtration. 

3. Hochwertige Fette und Öle liefern Energie

Fette sind wichtig in der Ernährung des Hundes, denn sie liefern unseren Hunden in erster Linie Energie und sind ebenfalls wichtige Bausteine für den Aufbau und Erhalt der Körperzellen. Gleichzeitig sind Fette notwendig, damit fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) vom Körper aufgenommen werden können. Hat das Fleisch beispielsweise einen geringen Fettanteil, ist es sinnvoll, tierische Fette hinzuzugeben. 

Die essenziellen Fettsäuren wie Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Sie sind nicht nur Bausteine für das Gehirn, sondern sie können Entzündungen im Körper steuern.

Da im Fleisch meist Omega 6-Fettsäuren verstärkt vorkommen, ist es sinnvoll, Omega 3-Fettsäuren in Form von Fisch-, Algen- oder auch Pflanzenölen wie Leinöl dem Futter zuzugeben.

4. Knochen liefern Mineralstoffe wie Calcium

Knochen sind für Hunde eine wichtige Calcium-Quelle. Knochen können als rohe fleische Knochen (RFK) gefüttert werden wie beispielsweise Putenhälse, Kaninchenkarkassen oder Kalbsknochen.

Je nach Art der Knochen kann der Gehalt an Calcium stark variieren. Während Kalbsknochen einen besonders hohen Anteil an Calcium enthalten, liegt dieser bei Hühnerhälsen wesentlich niedriger. 

Knochen können im Hundefutter durch die Zugabe von Knochenmehl, Eierschalen, Algenkalk, Mineralstoffen oder anderen kalziumhaltigen Zusatzstoffen ersetzt werden. Deshalb müssen Knochen in den Zutaten eines Futters nicht explizit auftauchen.

Ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis

Es ist immer gut, auf ein ausgewogenes Calcium-Phospor-Verhältnis im Futter zu achten, bei dem rund 30% mehr Calcium als Phosphor enthalten sind.

Anteil an Rohen fleischigen Knochen

In der Rohfütterung werden von den 80% tierischen Anteil zwischen 10-20% auf rohe fleischige Knochen verteilt. Da die Knochen von großen Tieren einen höheren Calcium-Gehalt als die von kleinen Tieren haben, kann auch der Anteil der Knochen variieren. Werden beispielsweise Puten- und Hühnerhälse gefüttert, so liegt der Anteil bei 20% des tierischen Anteils von 80%. Das mach also rund 16% der Gesamtration. 

5. Gemüse & Obst für eine gesunde Verdauung

Obst und Gemüse liefern unseren Hunden insbesondere Rohfasern und Ballaststoffe für eine gesunde und regelmäßige Verdauung.

Gleichzeitig enthalten sie bei schonender Zubereitung gesundheitsfördernde Antioxidantien und Vitamine. Sie dürfen bei einem erwachsenen und gesunden Hund bis zu 20% der Futtermenge betragen.

Bei den Zutaten pflanzlichen Ursprungs ist es gut darauf zu achten, dass der Zucker- oder Stärkegehalt gering ist. Denn ein hoher Zucker- oder Stärkegehalt lässt den Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr unnötig schnell an- und dann wieder absteigen. Dies kann langfristig zu Heißhunger und zu Übergewicht führen.

Gesunde Obst- und Gemüsesorten wie Karotten, Zucchini, Äpfel oder Himbeeren lassen den Blutzuckerspiegel nicht schnell ansteigen. Kartoffeln dagegen haben einen erhöhten Stärkegehalt, während Reis, Mais und weitere Getreidesorten sehr zucker- und stärkehaltig sind.

Deshalb sollten Hunde möglichst wenig Getreide und viel frisches Obst und Gemüse mit geringem Zucker- und Stärkeanteil erhalten.

Anteil an Obst und Gemüse

Der pflanzliche Anteil sollte rund 20% der Futterration ausmachen. Gemüse darf dabei rund zwei Drittel und Obst ca. ein Drittel ausmachen. 

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