Hanf ist giftig für Hunde
Cannabis sativa 
Hanf ist eine einjährige, krautartige Pflanze, die aber durchaus bis zu 2,5 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind charakteristisch handförmig und gefiedert. Die kleinen Blüten sind sehr unscheinbar weißlich.
Beim Hanf sind insbesondere die Blätter und die Blüten giftig, da sie einen hohen THC-Gehalt haben. Der Hund müsste für eine tödliche Dosis allerdings eine hohe Menge an Blättern und Blüten fressen. Im getrockneten Zustand ist Cannabis für Hunde allerdings besonders giftig, denn die Konzentration des Giftes ist hier entsprechend höher.
Vorsicht in Parks
Hunde können sich auch durch Aufnahme von menschlichem Kot vergiften, wenn die Menschen zuvor Drogen (in diesem Fall Cannabis) konsumiert haben. Dies ist leider gar nicht so abwegig wie es klingt. Zwei mir bekannte Hunde haben sich in einem Park vergiftet, in denen sich Drogen-Konsumenten aufhielten. Nicht nur der Kot, auch die Drogen-Verstecke in Parks können eine potentielle Gefahrenquelle für Hunde darstellen.
Hanf wird auch wie folgt genannt:
- Gemeiner Hanf
- Haschischpflanze
- Marihuana
- Kulturhanf
Was tun, wenn mein Hund Hanf gefressen hat?
Wie giftig ist Hanf?
| Giftigkeit: | |
| Giftige Teile: | Beim Hanf sind insbesondere die Blätter und die Blüten giftig. Dies auch im getrockneten Zustand. Der Hund müsste für eine letale Dosis allerdings eine hohe Menge an Blättern fressen. |
| Giftige Zeit: | Frühling, Sommer, Herbst |
| Gegengift: | Unbekannt |
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.
Vorkommen Hanf
| Pflanzenart: | Kräuter |
| Vorkommen: | - |
| Gebiete: | Europa |
| Blütezeit: | Sommer |
| Fruchtreife: | - |
Symptome
Die folgenden Symptome können auftreten bei einer Vergiftung mit Hanf:
- Erbrechen
- Pupillenerweiterung
- Augenzittern
- Bewusstseins- und Bewegungsstörungen
- Muskelkrämpfe und Zittern
- Fieber
- Erregung
- Herzrasen
- Koma
- Der Tod kann durch Atemlähmung eintreten
Therapie
Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs- Symptome zu mindern.
Um das Gift der Cannabis (Hanf) aus aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:
- AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
- ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
- MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann durch den Tierarzt auch Erbrechen ausgelöst werden, um das Gift aus dem Körper zu bekommen.
Zusätzlich kann der Tierarzt Infusionen und Medikamente gegen Muskelkrämpfe geben, sowie den Kreislauf, Atmung und Temperatur unter Beobachtung halten.
Nähere Informationen zu Vergiftungen beim Hund findet ihr hier: Vergiftung beim Hund vermeiden, erkennen und behandeln.
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