Gesundheit

Der Kreuzbandriss beim Hund (ligamentum cruciatum)

Ein Kreuzbandriss beim Hund ist eine häufige Ursache für einseitiges Lahmen, doch wird er nicht leicht erkannt. Dabei ist das Erkennen sehr wichtig, um schnell zu behandeln und mögliche Folgeschäden und Schmerzen beim Hund zu vermeiden. Für die Behandlung eines Kreuzbandrisses gibt es sehr viele unterschiedliche Behandlungsmethoden und es ist wirklich nicht leicht, die richtige finden. Hier spreche ich aus Erfahrung. 

Meine Hündin Lilly nach der TPLO zuhause

Beschreibung, Definition

Was ist ein Kreuzbandriss (KBR) beim Hund?

Leider zählen der Kreuzbandanriss (partrielle Ruptur) und häufig als Folge davon der komplette Kreuzbandriss (komplette Ruptur) zu einer der häufigsten orthopädischen Verletzungen des Hundes. 

Das Kreuzband (ligamentum cruciatum) des Hundes ist eine Sehne, die sich im Kniegelenk, also an den Hinterbeinen, befindet.

Wie beim Menschen gibt es auch beim Hund ein vorderes (antiatum) und ein hinteres (posterius) Kreuzband, wobei sich diese im Kniegelenk kreuzen, woher auch der Name Kreuzband stammt.

Diese Sehen sorgen für eine Stabilisierung des Kniegelenks und ermöglichen die Streckung des Hinterbeines. Das vordere Kreuzband verhindert die Vorwärtsbewegung des Unterschenkelknochens zum Oberschenkel. Reißt das vordere Kreuzband, verschieben sich Unter- und Oberschenkelknochen gegeneinander, sobald die Pfote aufsetzt. Genau hierdurch entstehen Schmerzen und die Lahmheit. Auf Dauer kommt es zu Knorpelschäden und zu Arthrosen.

Kreuzbänder können reißen oder auch nur anreißen. Meist wird das vordere Kreuzband beschädigt, während das hintere Kreuzband intakt bleibt.

Welche Folgeerscheinungen kann ein Kreuzbandriss mit sich bringen?

Leider kann ein Kreuzbandriss oder auch ein Kreuzbandanriss einige Folgeerscheinungen haben, so dass eine schnelle Behandlung ausgesprochen empfehlenswert ist.

Häufig entsteht zunächst ein schmerzhafter Bluterguss im Knie. Das Knie kann anschwellen und sich entzünden.

Als Folge eines Kreuzbandrisses kann auch der Meniskus, auf dem nun mehr Gewicht lastet und der am Knochen reiben kann, reißen. Dies geschieht in ca. 30-70% der Fälle.

Bei länger anhaltenden Schädigungen der Kreuzbänder können Arthrosen im Knie des Hundes entstehen, die nicht mehr heilbar sind.

Ist der Kreuzbandriss aufgrund einer Abnutzung oder auch aufgrund einer Fehlstellung entstanden, so ist auch ein Kreuzbandriss am anderen Knie leider wahrscheinlich.

Symptome

Wie äußert sich ein Kreuzbandriss beim Hund?

Wie stark die Symptome bei einem Kreuzbandriss sind, kann sehr variieren. Jeder Hund hat ein anderes Schmerzempfinden und Hunde sind Meister im Verstecken von Schmerzen und zeigen entstehende Probleme erst dann an, wenn es nicht mehr anders für sie geht.

Bei einem Riss kann man aber davon ausgehen, dass der Hund in dem Moment des Risses aufjault, da jetzt Schmerzen plötzlich auftreten. Ist das Kreuzband aber erst angerissen, kann ein Hund leichte bis sehr starke Lahmheit zeigen.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome können bei deinem Hund nach einem Kreuzbandriss oder –anriss auftreten:

  • Aufjaulen in einer Bewegung mit Hinken oder Lahmen danach (Meine Hündin lief im wilden Spiel gegen eine kleine Mauer und jaulte sofort stark auf)
  • Lahmen über einige Tage oder auch dauerhaftes und komplettes Schonen des betroffenen Hinterbeines
  • Schonhaltung des betroffenen Hinterbeines (z.B. beim Fressen, Stehen)
  • Schonhaltung beim Laufen (z.B. durch typisches „Hoppeln“ statt galoppieren und abwechselndem Aufsetzen eines Hinterbeines)
  • Hund springt ungern ins Auto, aufs Sofa, geht Treppen, also alle Aktivitäten, bei denen der Hund Kraft auch aus einem Hinterbein benötigt
  • Hat ein Hinterbein weniger Muskelmasse aufgrund der Schonung?
  • Hunde mit Kreuzbandriss sitzen häufig mit dem Hinterbein nach außen gedreht und nicht unter dem Körper liegend
  • Manche Hunde haben auch direkt Schmerzen am Kniegelenk, was beim Abtasten oder auch beim Abputzen der Pfoten und des Beines auffallen kann
  • Bei manchen Hunden ist das Kniegelenk geschwollen oder/und warm aufgrund einer entstandenen Entzündung 

Diagnose

Wie wird ein Kreuzbandriss beim Hund diagnostiziert?

Du bemerkst eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome der Lahmheit oder des Schonens. Sollte dein Hund mehr als zwei Tage lahmen, kann dein Tierarzt dir bei der Diagnose und der Behandlung am besten helfen.

Leider ist eine Diagnose oft gar nicht so schnell und eindeutig zu treffen und hängt auch von vielen Faktoren ab. 

Es gibt unterschiedliche Methoden, einen Kreuzbandriss zu diagnostizieren. Hierzu zählen auf der einen Seite eine Gang-Analyse des Hundes, manuelle Tastbefunde und bildgebende Diagnostik:

Der "Schubladentest"

Der sogenannte Schubladentest wird vom Tierarzt durchgeführt, um die Beweglichkeit des Kniegelenkes zu testen. Ist das vordere Kreuzband gerissen, lässt sich der Unterschenkel wie eine Schublade zum Oberschenkel nach vorne ziehen, da die Stabilisierung durch das Kreuzband nicht mehr gegeben ist. Es kann aber die Muskelspannung zu hoch zum Auslösen des Schubladen-Effekts sein, so dass dieser Test nicht immer eindeutige Ergebnisse, sondern nur einen Anhaltspunkt liefern kann. 

Röntgenbild (bildgebende Diagnostik)

Mithilfe eines Röntgenbildes sind zwar nicht die Sehnen darstellbar, aber der Tierarzt kann z.B. Sekundärveränderungen im Kniegelenk wie Flüssigkeitsbildung, Entzündungen, Knorpelbildung oder eine Verdichtung des Gewebes im Gelenk erkennen. Hiermit kann der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestärkt werden.

Magnetresonanztomographie – MRT (bildgebene Diagnostik)

In einem MRT können Gewebe und Organe gesehen werden. Nur im MRT können auch Sehnen und Bänder als auch der Meniskus dargestellt und ein Kreuzbandriss eindeutig diagnostiziert werden.

Aus eigener Erfahrung mit meiner Hündin Lilly, die sich leider im zarten Alter von vier Monaten einen Kreuzbandriss zugezogen hat, kann ich sagen, dass die Diagnose gerade beim jungen Hund sehr langwierig war.

Leidensgenossen in der Klinik konnten dies auch bei ihren älteren Hunden bestätigen. Der Schubladentest war negativ beim Tierarzt, das Röntgenbild hatte keine Bestätigung geben können. Letztendlich hatte unsere Physiotherapeutin den richtigen Blick aufgrund ihrer Erfahrungen gehabt. Das leider immer recht teure MRT konnte uns dann die Gewissheit bringen.

Therapie & Behandlung

Wie wird ein Kreuzbandriss beim Hund therapiert und behandelt?

Ob ein Kreuzbandriss operativ behandelt werden muss kann sowohl von den Symptomen als auch vom Gewicht des Hundes abhängen. In jedem Fall wird ein strikter Leinenzwang erforderlich sein.  

Leider gibt es unzählige Behandlungsmethoden für einen Kreuzbandriss und keine davon hat sich als DIE Therapie für alle herauskristallisiert. Das macht die Entscheidung sehr schwierig, letztendlich sollte man auf den Tierarzt seines Vertrauens hören, aber vor einer kostspieligen Operation sicherlich auch immer eine Zweitmeinung einholen.

Welche Behandlung für deinen Hund die richtige ist, wird z.B. von Faktoren wie Alter, Gewicht deines Hundes und auch Schmerzempfinden sowie  weiteren Faktoren wie z.B. Kosten abhängig sein.

Grundsätzlich gibt es aber folgende Ansätze und Richtungen:

1. Konservative Behandlung ohne OP (Hunde unter 10 Kg)

Bei der konservativen Behandlung des Kreuzbandrisses findet keine OP statt. Stattdessen können folgende Maßnahmen stattfinden:

  • Schmerz- und Entzündungshemmende Medikamente

    Zunächst werden entzündungs- und schmerzhemmende Medikamente gegeben, damit der Hund sich wieder bewegt und Muskeln zur Stabilisierung des Kniegelenks aufbauen kann. Hier gibt es unterschiedliche Medikamente von Naturheilmitteln wie Traumeel bis zu Rimadyl und Onsior. Welches Medikament bei deinem Hund anschlägt und passt, solltest du mit deinem Tierarzt entscheiden. Bei einer Langzeitgabe kann es gerade bei Schmerz- und Entzündungshemmer auch zu Nebenwirkungen kommen, ggf. ist es sinnvoll, die Blutwerte zu kontrollieren (Nierenwerte).
  • Physiotherapie

    Mithilfe von Physiotherapie können die zur Entlastung der Gelenke so wichtigen Muskeln wieder aufgebaut werden. Das Gangbild kann wieder normalisiert werden und die angespannten Muskeln werden wieder entspannt.
  • Gewichtskontrolle

    Wichtig ist ebenfalls die Gewichtskontrolle, denn Übergewicht ist bei einem Kreuzbandriss sehr schädlich und führt dazu, dass keine Heilung erfolgen kann.

Diese Methode kann bei Hunden unter 10kg Körpergewicht Erfolg versprechen. Bei schwereren Hunden sind die Aussichten dagegen schlecht. Die Heilung kann mehrere Monate dauern und es ist schwer vorhersehbar, ob eine komplette Heilung erfolgen kann.  Ein kontrolliertes Gehen an der Leine ohne Sprünge und Erschütterungen ist ebenfalls sinnvoll.

Auch vor einer Operation werden ähnliche Behandlungsmethoden angewendet.

2. Operationsmethoden bei einem Kreuzbandriss 

Es gibt sehr viele unterschiedliche Operationsmethoden bei einem Kreuzbandriss und keine davon hat sich bisher als DER Standard herauskristallisiert. Dafür sind die Voraussetzungen zu unterschiedlich und die Meinungen gehen häufig stark auseinander, welche OP die beste ist. Es liegen auch nicht immer ausreichend Studien vor.  Es haben sich aber drei Operationsmethoden herauskristallisiert, die am häufigsten angewendet werden. Zwei davon verändern die Biomechanik des Kniegelenks deines Hundes, eine versucht, das Band zu ersetzen. 

2.1. Operationen, die die Biomechanik des Kniegelenks verändern

Bei den beiden folgenden Operations-Methoden des vorderen Kreuzbandrisses des Hundes, TPLO und TTA,  wird die Biomechanik des Kniegelenks des Hundes verändert.

Was bedeutet dies konkret? Gerade bei schweren Hunden (ca. über 25kg Endgewicht) geht man davon aus, dass ein Ersatz des Kreuzbandes langfristig nicht hält, da die Materialien früher oder später wieder reißen werden.

Deshalb wird bei diesen beiden OP-Techniken nicht das Band ersetzt, sondern der Winkel von Unterschenkel zu Oberschenkel im Kniegelenk operativ so verändert und mittels eines Implantates stabilisiert, dass kein Ersatz des vorderen Kreuzbandes zur Stabilisierung des Kniegelenks mehr nötig ist.  Dafür wird im Unterschenkelknochen ein Schnitt durchgeführt und der Knochen so umgestellt, dass Ober- und Unterschenkel sich bei Belastung des Hinterbeines nicht mehr gegeneinander verschieben.

Zunächst einmal klingen beide Methoden brutal, da die Knochen hierfür gebrochen werden müssen und in einem neuen Winkel zueinander gestellt werden. Allerdings verheilen Knochen in der Regel relativ gut und schneller als z.B. Bänder und Sehnen.

Nach bisherigen Erfahrungen kann durch beide OP-Methoden eine sehr gute dauerhafte Belastbarkeit des Kniegelenks erzielt werden. Weiterer Vorteil ist, dass die Arthrose im Kniegelenk am Fortschreiten begrenzt werden soll. Generell soll keine der beiden Techniken der anderen überlegen sein, sondern wird von den jeweils individuellen anatomischen Voraussetzungen bestimmt.

Bei beiden Methoden werden zunächst genaue Röntgenaufnahmen benötigt, um die OP zu planen und um die jeweiligen Implantate zu bestimmen.

TTA (Tibial Tuberosity Advancement)

Bei der TTA wird die Stellung der vorderen Schienbeinseite verändert. Mittels einer Säge wird der vordere Teil des Schienbeins abgetrennt. Nach Bestimmung des Winkels zwischen der Fläche des Schienbeingelenks und dem Kniescheibenband, wird mit einem Implantat das den errechneten Abstand hält, befestigt. Der Knochen kann auch zusätzlich mit einer Platte fixiert werden. 

TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy)

Bei der TPLO soll die Abwärtsbewegung des Oberschenkels zum Unterschenkel bei der Belastung des Hinterbeins mit einem gerissenen vorderen Kreuzband neutralisiert werden. Dazu wird die Fläche des Unterschenkelgelenks mit einer Säge halbkreisförmig mobilisiert und in eine fast horizontale Position gebracht. Die neue Position wird mithilfe einer Plattenosteosynthese (spezielle Knochenplatte) und Schrauben fixiert, eine  Technik, die auch bei Knochenbrüchen zum Einsatz kommt. 

8 Wochen strikter Leinenzwang und Ruhe

Direkt nach der OP können die meisten Hunde das Bein bereits etwas belasten. Eine Schonung ist aber zur Heilung absolut nötig. Der Tierarzt wird nach der OP Antibiotika für ca. 1-2 Wochen und Schmerzmittel für ca. 2 Wochen verschreiben.

Bei beiden Operationen ist ein strikter Leinenzwang ohne Spielen, Springen, Toben oder Treppensteigen und aus dem Auto springen über mindestens 8 Wochen unbedingt erforderlich.

Danach erfolgt eine Kontrolluntersuchung mittels einer Röntgenaufnahme beim Tierarzt, um die Heilung der Knochen zu untersuchen. Der Hund darf sich nur kontrolliert bewegen.

Natürlich ist ein Belecken und Bekratzen der OP-Wunden strikt zu vermeiden, um Wundinfektionen vorzubeugen.

Bewegungs-Plan nach der OP

Einen genauen Bewegungs-Plan wird der Tierarzt je nach individuellem Fall aufstellen, aber generell könnte er wie folgt aussehen:

  • 1.-2. Woche: max. 5 Minuten an der Leine zum Lösen, also ca. 3x täglich
  • 3.-4. Woche: max. 15-20 Minuten 2x täglich, zum Lösen extra 5 Min.
  • 5.-8. Woche: max. 15-20 Minuten 3x täglich, zum Lösen ggf. extra 5 Min.
  • ab 9. Woche: langsame Steigerung der Bewegung zunächst an der Leine ist bei gutem Verlauf nach Röntgenkontrolle mit guter Knochenheilung möglich.

Bei sehr unruhigen Hunden, die das Bein zu stark belasten ist es auch denkbar, Beruhigungsmittel zu geben.

Physiotherapie

In Abstimmung mit deinem Tierarzt ist nach diesen OPs fast immer eine Physiotherapie sehr hilfreich. Sie kann deinem Hund helfen, nach der OP wieder richtig zu belasten und die stabilisierenden Muskeln gleichmäßig wieder aufzubauen. Auch können Schmerzen und Muskelverspannungen nach der OP gelindert werden. 

2.2. Operationen, die das Band ersetzen und das Gelenk stabilisieren (Konventionelle OP)

Hier wird durch verschiedene Maßnahmen außerhalb des Kniegelenks die Wirkung der Kreuzbänder ersetzt. Diese Methoden kommen vor allem bei kleineren, leichten Patienten zum Einsatz:  

Extrakapsuläre Fixation eines Kunstbandes um die Fabella

Bei dieser Operation wird die für das Kniegelenk stabilsierende Wirkung des Kreuzbandes mithilfe eines Fadens außerhalb des Kniegelenks ersetzt. Der stabile Faden besteht entweder aus Eigengewbe (Muskulatur, Bindegewebe) oder aus fremden Material (Nylon o.ä.). Dies hat sich insbesondere bei Katzen und leichten Hunden bewährt, da sich das Material aufgrund der enormen Belastung bei Bewegungen sonst langfristig lockert und Entzündungen und Arthrosen im Gelenk begünstigt.

 

Kapsel- und Faszienraffung

 

Tight Rope und Swivelock

Bei TightRope wir ein synthetisches Band durch kleine Bohrlöscher im Oberschenkelknochen und am Schienbein gezogen, um das Kniegelenk zu stabilisieren. Bei Swivelock wird ein extrakapsulärer Kreuzbandersatz mit Hilfe eines Knochenankers montiert.


Prognose

Wie ist die Prognose bei einem Kreuzbandriss beim Hund? 

Zunächst einmal die gute Nachricht: Je nach Behandlung kann dein Hund von einem Kreuzbandriss wieder vollständig genesen. Allerdings ist dies von vielen Faktoren abhängig und eine im Kniegelenk erworbene Arthrose kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wann und wie stark das erkrankte Kniegelenk wieder belastet werden kann, kann nicht vorausgesagt werden. Bei den unterschiedlichen OP-Methoden geht man von ca. 90-95%iger Wahrscheinlichkeit eines schmerzfreien und normalen Hundelebens aus.

Der Behandlungserfolg bei den OPs ist sehr stark von der Schonung in der Phase nach der OP abhängig. Nach den OPs kann es zu möglichen Komplikationen kommen wie:

  • Wundinfektionen
  • Entzündungen der Kniescheibensehen
  • verzögerte Knochenheilung
  • Selten: Probleme mit Implantaten wie Herausbrechen oder Abstoßen

Ursachen & Vorbeugung

Was sind die Ursachen eines Kreuzbandrisses beim Hund? Kann ich vorbeugen?

Es gibt unterschiedliche Ursachen für einen Kreuzbandriss und nicht alle sind bereits in der Tiefe erforscht. Doch das in letzter Zeit häufigere Auftreten von Kreuzbandrissen führt zu mehr Forschungen.

Generell unterschied man bisher zwei Varianten des Kreuzbandrisses:

  1. Das Kreuzband wird aufgrund eines Unfalls (Trauma) beschädigt
  2. Das Kreuzband wird aufgrund einer Abnutzung beschädigt (Degeneration)

Während ein Unfall in jedem Hundealter vorkommen kann, betrifft die Abnutzung naturgemäß eher ältere Hunde.

Fehlstellungen und Wachstumsstörungen

Es gibt aber auch insbesondere schwere Hunderassen, die aufgrund von rassespezifischen Fehlstellungen in den Beinen für einen Kreuzbandriss prädestiniert sind. So z.B. Bulldoggen und Bullterrier. Oder eine individuelle Fehlstellung bei einem Hund.

Doch auch Wachstumsstörungen mit Knorpelentzündungen der Gelenkflächen können sich über den Meniskus auf das Kreuzband übertragen und damit einen Kreuzbandriss begünstigen. 

Kastration als Ursache von Kreuzbandrissen

Die neuere Forschung beschäftigt sich auch mit dem häufigeren Auftreten von Kreuzbandrissen bei kastrierten Hunden. Man nimmt an, dass das Fehlen der Sexualhormone eine negative Auswirkung auf das Immunsystem und die Entwicklung auch der Gelenke der Hunde hat. 

Schone die Gelenke deines Hundes, indem du auf sein Gewicht achtest

Bei jedem Hund führt Übergewicht – ähnlich wie beim Menschen – zu Erkrankungen und belastet insbesondere die Gelenke. Deshalb ist ein optimales Gewicht in jedem Fall auch eine Vorbeugung gegen Gelenkserkrankungen und gegen einen Kreuzbandriss. 

Muskeln aufbauen

Eine gute Muskulatur unterstützt und entlastet damit die Gelenke, Sehnen und Bänder. Deshalb ist es so wichtig, eine starke Muskulatur mit möglichst gleichmäßiger und kontinuierlich langsam gesteigerter Bewegung aufzubauen. Die Bewegung sollte natürlich an das Alter des Hundes angepasst werden. Bei Junghunden muss dies sehr langsam gesteigert werden, bei alten Hunden sollte ebenfalls auf bleibende Muskulatur geachtet werden.

Verstärktes Auftreten bei folgenden Hunderassen

Bei welchen Hunderassen tritt ein Kreuzbandriss häufig auf? 

Leider kann sich fast jede Hunderasse einen Kreuzbandriss zuziehen. Allerdings sind ältere Hunde aufgrund der bestehenden Abnutzung stärker gefährdet. Auch schwere Hunderassen sind generell stärker gefährdet, insbesondere bei Übergewicht vergrößert sich die Gefahr.

Es kann aber auch bereits junge und ungestüme Hunde treffen. Die Bänder sind zwar noch dehnbarer, so dass es eigentlich nicht zu einem Riss kommen sollte, dafür sind die Muskeln noch nicht so gut aufgebaut. Grundsätzlich kann gerade bei Junghunden auch eine Fehlstellung der Gelenke ursächlich sein.

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Hilfe bei Gelenksproblemen

Bei schmerzenden und entzündeten Gelenke gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die nachweislich helfen und sowohl Schmerzen als auch Bewegung verbessern können. Dazu gehören Gelenkbooster wie MSM, Glukosaminoglykane und Kollagen, aber auch CBD-Öl und Omega-3-Fettsäuren. Insbesondere Hunden mit Gelenkproblemen erleichtert ihr das Leben, wenn ihr auf ihr Optimal-Gewicht viel Wert legt und Übergewicht vermeidet. 

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