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Tipps zum Hundekauf ohne böses Erwachen

Beim Kauf einer Waschmaschine ziehen viele Menschen mehr Testergebnisse und Kriterien zu Rate, als beim Kauf ihres Hundes. Dabei suchen wir uns einen Freund und ein zukünftiges Familienmitglied aus und dürfen beim Züchter oder beim Verkäufer sehr kritisch sein.

Denn die Gesundheit und das Wesen der Elterntiere sowie eine seriöse und liebevolle Aufzucht der Welpen mit vielen Umwelteindrücken in den ersten Wochen prägen die Hunde für ihr gesamtes Leben.

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn auch gar zu menschlich, dass wir uns beim Hundekauf schnell in das niedliche Tier verlieben. Doch genau darauf bauen auch unseriöse Züchter und kriminelle Hundehändler, die ihr definitiv nicht unterstützen solltet.

 

Welpen sind immer herzzerreißend niedlich - aber Welpenkauf sollte für alle ein schönes Erlebnis sein

Es ist sehr ratsam, dass ihr euch über die Verkäufer und den angebotenen Hund so viele Informationen wie möglich besorgt, bevor ihr euch mit ihnen trefft. Denn seht ihr erst einmal die Hunde oder gar Welpen, dann ist es meist zu spät und ihr seid sofort verliebt. Das kann gut gehen, aber leider gibt es auch viele kriminelle und tierquälerische Händler oder einfach auch schlechte und unerfahrene Züchter oder Hunde-Vermehrer. Insbesondere Anzeigen, die bei eBay, in Kleinanzeigenportalen oder auch in Zeitschriften geschaltet sind, werden von den Plattformen und Zeitschriften fast nie zuvor auf Seriosität geprüft. Dies ist eure Aufgabe und die ist nicht immer leicht. 

Tierheime und Tierschutzorganisationen

In den Tierheimen gibt es Hunde jeden Alters, sowohl Mischlinge als auch Rassehunde. Viele der Tiere haben schon einiges erlebt, aber darüber werden euch die Mitarbeiter des Tierheimes ehrlich aufklären. Sie können einschätzen, ob der Hund zu euch und euren Lebensumständen passt. Es gibt in den Tierheimen sowohl schwierige Hunde für erfahrene Halter als auch genügend nette Hunde, die ein neues Zuhause suchen. Sie können im Tierheim gelandet sein, weil ihre Halter krank geworden oder verstorben sind, weil sich Paare getrennt haben, Halter den Hund aus irgendeinem Grund nicht mehr behalten konnten.

Tierheime nehmen auch Auslandshunde auf, die keinen guten Start in ihr Hundeleben hatten und unglaublich dankbar für ein neues Zuhause sind. Hier könnt ihr bei Beginn eurer Suche unverbindlich vorbei schauen und euch informieren. Damit gebt ihr einem in Not gekommenen Hund eine zweite Chance.

Viele seriöse und offiziell eingetragene Tierschutzorganisationen und Vereine vermitteln in Not gekommene Hunde aus dem In- und Ausland. Auch hierbei kann es sich sowohl um Mischlinge oder um Rassehunde jeden Alters handeln. Häufig werden Hunde aus dem Ausland zunächst an Patenfamilien zum Eingewöhnen gegeben und dann in Deutschland vermittelt. Achtet darauf, dass die Tierschutzorganisationen seriös und offiziell eingetragen sind. Denn auch hier kann es leider Betrüger geben, die schlecht aufgezogene Welpen mit gefälschten Impfpässen aus dem Ausland mit Profit verkaufen möchten.

Offizielle Rassehundezüchter, die einem Zuchtverband angehören

Wenn ihr auf der Suche nach einem gesunden Rassehund seid, so ist die Wahl eines offiziellen und anerkannten Züchters zwar keine Garantie für einen gesunden und glücklichen Hund, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr erhöht. Wenn ihr einen Welpen aus einer offiziellen Zucht kauft, ist die Chance am größten, einen gesunden und artgerecht sozialisierten Welpen zu erhalten. 

Offizielle Züchter sind im Verzeichnis des VDH oder der FCI zu finden. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ist der größte Dachverband für Hundezucht in Deutschland. Er ist der deutsche Mitgliedsverband des größten internationalen Dachverbands der Hundezucht, der FCI (Fédération Cynologique Internationale). Ein seriöser und offizieller Züchter von Rassehunden sollte einem dieser Verbände angehören. Es bestehen zwar noch weitere internationale Verbände, die aber in Deutschland beim Hundekauf selten eine Rolle spielen.

Auch bei dem Kauf eines Welpen aus einer VDH-Zucht solltet ihr kritisch sein, denn es kann ebenso unter diesen Züchtern schwarze Schafe geben. 

Vorteile einer offiziellen Rassehundezucht:

  • Die Züchter sind ausgebildet und müssen Fortbildungen besuchen. Sie besitzen ein wichtiges Grundwissen zur Hundezucht.
  • Ein ausgebildeter Zuchtwart kontrolliert die Zuchtstätte, damit die Vorgaben der Zuchtordnung und des Tierschutzgesetzes eingehalten werden.
  • Die Elterntiere müssen eine Zuchtprüfung bestehen und dem Rassestandard entsprechen. Es müssen Mindestvoraussetzungen für die Gesundheit, das Verhalten und eine Beurteilung des äußerlichen Rassestandards erfüllt sein.
  • Ein Rüde muss mindestens 12 Monate alt sein, um zur Zucht zugelassen zu werden.
  • Eine Zuchthündin wird mit Zuchtpausen geschützt, indem sie innerhalb von 2 Jahren nicht mehr als 2 Würfe haben darf. Die Hündin muss mindestens 15 Monate alt sein und darf nur bis zum Ende des 8.Lebensjahres zur Zucht eingesetzt werden. Zuchthündinnen dürfen in Deutschland höchsten zwei Kaiserschnitte haben. 
  • Jede Verpaarung wird geprüft, Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere müssen vorliegen, Inzucht soll vermieden werden.
  • Die Züchter müssen die Welpen einem unabhängigen Tierarzt vorstellen, der sie untersucht, impft und chippt, damit sie die Papiere erhalten.
  • Die Hunde werden registriert und DNA getestet. Dies bedeutet, dass das was auf der Ahnentafel steht, auch geprüft wurde. 
  • In den Ahnentafeln, sind sowohl die Vorfahren als auch deren Gesundheitsprüfungen und Ergebnisse eingetragen.  Ebenso alle Angaben zu den Züchtern und Besitzern. 

Hierauf solltet ihr beim Züchter achten:

  • Lasst euch die Gesundheitsprüfungen der Elterntiere zeigen. Hier ist es gut, die unterschiedlichen Bewertungen für die einzelnen Prüfungen zu kennen. Für jede Hunderasse gibt es in den Vereinen unterschiedliche Gesundheitsprüfungen. Schaut in die Zuchtverordnung der Hunderasse oder des Zuchtvereins auf die zu prüfenden Krankheiten und die auf die Ergebnisse der Elterntiere.
  • Lasst euch die tierärztliche Untersuchung der Welpen mit Impfpass und Chip-Nummer zeigen. Der Impfpass ist in Rumänien, Polen oder Ungarn ausgestellt? Kein gutes Zeichen.
  • Lasst euch die Ahnentafeln mit den Gesundheitsprüfungen der Vorfahren zeigen.
  • Seht euch das Umfeld der Hundezucht genau an. Leben die Welpen mit den Züchtern? Oder leben sie in Zwingern?
  • Stellt dem Züchter fragen. Er sollte Wissen zu Vererbung, Haltung und Aufzucht haben.
  • Kennenlern-Termin beim Züchter vereinbaren. Wenn der Züchter für einen Besuch zu euch kommen will, ist dies meist kein gutes Zeichen.  
  • Gute Züchter sehen die Charaktereigenschaften der Welpen und können genau sagen, welcher Welpe zu euch passt
  • Züchter haben meist mehrere Hündinnen in unterschiedlichen Altersklassen, aber ihr solltet vorsichtig sein, wenn sie mehrere Würfe parallel haben oder noch weitere Hunderassen züchten. Kann der Züchter dann noch eine seriöse Aufzucht gewährleisten?
  • Gute Züchter werden euch Fragen stellen. Sie möchten, dass es den Welpen gut geht und suchen sich ihre Käufer aus.
  • Gute Züchter gewöhnen ihre Welpen an Alltagssituationen und an Umweltgeräusche. Fragt danach.
  • Welchen Eindruck bekommt ihr von der Mutter und den Welpen? Sind sie zutraulich, munter und neugierig? 

Qualzucht bei Rassehunden - dann kann ich doch auch einen Rassehund ohne Papiere nehmen?

Qualzucht ist leider auch in Rassevereinen zu finden. Manche Züchter der Rassehundevereine haben sehr zum Unwohl der Hunde auf extreme und ungesunde Rassemerkmale gezüchtet. Viele davon wurden bei den Zuchtausstellungen und Shows prämiert, während gesündere Hunde keine Chance hatten, sich durchzusetzen. 

Die traurigen Beispiele kennt ihr sicher: 

  • Kranke, abfallende Rücken bei Schäferhunden, die zu lebenslangen Problemen und Schmerzen mit den Hüften oder mit dem Rückgrat führen können. 
  • Immer kleiner gezüchtete Hunderassen, die sich Teacups, Minis oder Imperials nennen und die leider kein leichtes Leben vor sich haben. 
  • Hunderassen mit zu kurzen Schnauzen, durch die sie keine Luft bekommen und zu gedrungenen Körpern, die schmerzen. Hierzu gehören Möpse und Bulldoggen.

Im VDH wurden zwar erst spät Gegenmaßnahmen ergriffen. Mindestgrößen, Belastungstests bei kurzköpfigen Rassen und Hüftuntersuchungen haben in der Zucht vieles besser werden lassen. Nicht wenige Züchter haben sich immer schon um eine gesunde Zucht bemüht. Doch sind die Gegenmaßnahmen sicherlich nicht immer ausreichend und es gibt Züchter, die diese sehr großzügig auslegen.

Über 90% der reinrassigen Qualzuchten stammen jedoch gar nicht von den offiziellen Zuchtverbänden, sondern von Hobbyzüchtern oder vielmehr noch von kriminellen und tierquälerischen Profiteuren aus dem Ausland, die aus gutem Grund die Auflagen des VDH und der Zuchtverbände meiden. 

Es gibt aber auch verantwortungsvolle Züchter, die den Zuchtverbänden nicht angehören. So gibt es seriöse Züchter, die die Praktiken einer kranken und extremen Rassezucht in den Verbänden ablehnen und daher nicht diesen Verbänden angehören. Oder Züchter, die die von ihnen geliebte Rasse unter Einkreuzung anderer Hunderassen gesünder züchten möchten. 

Rassehunde ohne Papiere solltet ihr besonders kritisch hinterfragen

Die Frage ist, warum ein Rassehundezüchter nicht Mitglied eines offiziellen Vereins ist. Dies kann den Grund haben, dass der Zuchthund aus optischen, gesundheitlichen oder aus charakterlichen Gründen nicht zur Zucht zugelassen wurde. Oder der Hund besitzt keine Ahnentafel, da seine Eltern nicht gesundheitlich geprüft wurden. Obgleich es auch in Ausnahmefällen möglich ist, diese Hunde registrieren und zur Zucht zuzulassen. Oder den Züchtern sind die Auflagen einfach zu anstrengend und zu teuer. Das ist allerdings kein gutes Argument. 

Aus Unwissenheit oder auch, weil sie die Hunde schneller und teilweise günstiger erhalten, kaufen viele Menschen Rassehunde ohne Papiere. Wenn ihr Glück habt, fallt ihr nicht in die Hände eines betrügerischen und tierquälenden Hundevermehrers rein. Aber leider passiert dies immer häufiger. Sogenannte Hobbyzuchten können sehr liebevoll und ambitioniert sein, aber ihr solltet immer hinterfragen, warum die Hunde nicht offiziell zur Zucht zugelassen sind. Auch öffnet eine nicht anerkannte Zucht Betrug und mangelndem Tierschutz Tür und Tor: 

  • Die Züchter werden nicht überprüft, ausgebildet und geschult. Sie besitzen häufig kein Grundwissen zur Hundezucht.
  • Es gibt keine Registrierung und auch keine DNA-Tests der Hunde: Ihr könnt nie sicher sein, ob die Hündin wirklich von dem Rüden wie behauptet gedeckt wurde, denn darüber gibt es keinen schriftlichen Beleg. Eventuelle Ahnentafeln können gefälscht sein.
  • Es ist kein Schutz der Zuchthunde gegeben: Zuchtpausen, Mindest- oder Maximalalter müssen nicht eingehalten werden.
  • Der Welpe ist ohne Zuchtwissen zustande gekommen: Es kann zu Inzucht oder gesundheitlichen Problemen kommen.
  • Die Elterntiere müssen keine rassespezifischen Gesundheitsauflagen erfüllen. Deshalb können die Welpen genetisch bedingte Krankheiten mitbringen, die sie und euer gemeinsames Leben sehr stark einschränken können. Gesundheitstests können leider auch gefälscht oder von unseriösen Stellen ausgestellt werden.
  • Ahnen mit entsprechenden ungewünschten Wesenszügen oder Krankheiten sind häufig nicht bekannt.
  • Eine tierärztliche Untersuchung der Welpen mit Impfung und Chippen muss nicht stattgefunden haben. Lasst euch Impfpass, Chip-Nummer und Gesundheitsuntersuchungen zeigen und seid kritisch, ob diese echt sind. Ein Impfpass, der im Ausland ausgestellt wurde, sollte euch sofort kritisch werden lassen.

Tierqualen nicht unterstützen: Organisierter und illegaler Welpenhandel

Die organisierte Welpen-Mafia bringt sehr viel Tierleid mit sich. Wenn ihr sie unterstützt, werden die Elterntiere weiter schlecht behandelt, viele Welpen sterben auf den Transporten. Es geht den Händlern ausschließlich um Profit und das auf quälerische Kosten der Tiere. Leider ist der internationale Hundehandel ein Riesenmarkt, in dem Millionen Euro umgesetzt werden.

Das traurige Dasein der Hunde der Vermehrer-Stationen 

Häufig werden die Mutter-Hündinnen in Vermehrer-Stationen sehr schlecht in engen Verschlägen gehalten. Sie bekommen kaum Futter und vegetieren in der Dunkelheit vor sich hin ohne tierärztliche Unterstützung. Mit Hormonen werden sie sofort nach einem Wurf künstlich läufig gemacht. In ihrem kurzen Leben haben sie sehr viele Geburten, bis sie ausgelaugt und krank entsorgt werden. Ihre Welpen sehen sie nur 2-3 Wochen, dann gehen diese auf mörderische Transporte z.B. aus Osteuropa nach Deutschland.

Die Welpen werden illegal nach Deutschland importiert. Häufig kommen sie aus Osteuropa, bevorzugt aus Polen, Rumänien, Ungarn, Serbien oder Bulgarien. Dies ist für die Kleinen viel zu früh, denn ihr Immunsystem ist noch nicht ausgeprägt und sie benötigen ihre Muttermilch. In Deutschland dürfen Welpen nicht vor der achten Woche von der Mutter getrennt und abgegeben werden. Von Geborgenheit kann keine Rede sein, viele sterben auf den Transporten, da sie weder Nahrung noch Wasser erhalten und nicht vor Krankheiten geschützt werden. Impfpässe werden gefälscht und ohnehin ist es illegal, die Welpen so jung und ohne Tollwutschutzimpfung, die frühestens mit 12 Wochen möglich ist, nach Deutschland zu importieren.

Beim Verkauf sind viele der Welpen schon am Ende - aber das merkt ihr nicht

Die Welpen leiden unter tödlichen Viruserkrankungen wie Staupe oder Parvovirose, da sich ihr Immunsystem noch nicht ausbilden konnte. Da die Kleinen häufig schwach sind, Würmer oder Durchfall haben, werden sie mit Antibiotika oder Cortison für die Verkaufsgespräche "fit" gespritzt. Körperlich sind diese Welpen schon fast am Ende, von den Narben der Seele möchte man gar nicht sprechen. Sie sind "Wühltischwelpen", "Gelegenheitswelpen", "Schnäppchenwelpen" und natürlich möchte jeder Mensch mit Herz ihnen helfen. Doch genau darauf bauen diese profitgierigen Tierquäler und deshalb solltet ihr das Geschäft nicht unterstützen, sondern die Fälle bei der Polizei anzeigen. 

Der Kampf um das Hundeleben beginnt meist nach dem Kauf und ist sehr kostspielig. Einige Welpen überleben diesen furchtbaren Einstieg in das Leben bei ihren neuen Haltern nicht, auch wenn sie sie gleich zum Tierarzt gebracht werden. 

Geschickte Verkäufer bringen die Welpen auf den Markt

Vermarktet werden die Welpen über Anzeigen im Internet oder in Zeitungen. Einige werden auch auf Flohmärkten oder auf der Straße angeboten. Hierbei gehen die skrupellosen Hundehändler immer geschickter vor, um euch eine glückliche und gesunde Aufzucht vorzugaukeln, manche machen sich aber auch gar nicht erst die Mühe. 

  • Bilder und Texte werden von seriösen Züchtern geklaut. Beim Treffen sind dann vielleicht nur andere Hunde verfügbar und die Bilder passen weder zum Hund, noch zur Umgebung.
  • Ihr bekommt eine schlüssige und vielleicht auch emotionale Geschichte zur Entstehung des Welpen zu hören.
  • Ihr erhaltet sehr wenige Informationen zu den Welpen.
  • Die Welpe sind gesundheitlich angeschlagen, aber das seht ihr als Laien nicht. Sie sind schwach, haben Durchfall, Erbrechen. Denn der Welpe wurde für das Gespräch mit Cortison oder Antibiotika gespritzt, um normal und gesund zu wirken.
  • Die Impfpässe sind häufig im Ausland erstellt oder insgesamt Fälschungen. Welpen aus dem Ausland müssen eine Tollwutschutzimpfung haben, um nach Deutschland importiert werden zu dürfen. Diese Impfung ist frühestens mit 12 Wochen möglich und muss 3 Wochen wirken, bevor die Welpen nach Europa kommen dürfen. Doch die angebotenen Welpen aus dem Ausland sind viel jünger. 
  • Die Preise können unter denen eines Rassehundes von einem seriösen Züchter liegen, sie können aber auch angepasst sein.
  • Die Übergabe findet auf einem Parkplatz oder im Freien statt. Besonders geschickte Händler mieten Wohnungen über Airbnb, um eine heile Hundewelt vorzutäuschen.
  • Papiere, Impfpässe und Gesundheitsgutachten sind nicht vorhanden oder werden gefälscht.
  • Oft posten die Händler im Internet oder in sozialen Medien und stellen dann einen Kontakt her.

Private Hundeverkäufer, Hobbyzüchter

Von sogenannten Hobbyzüchtern oder auch privaten Hundeverkäufern könnt ihr sowohl Mischlinge oder die beliebten Hybridhunde als auch Rassehunde kaufen. Diese Anbieter sind im Internet nicht immer leicht von den Angeboten der Hunde-Mafia zu unterscheiden. 

Die Anbieter von Mischlingen oder Hybridhunden können nicht in einem anerkannten VDH-Zuchtverein züchten. Hier wird es schwierig, die Gesundheit der Elterntiere zu überprüfen. Ihr solltet euch genau nach rassespezifischen Erkrankungen der Elterntiere erkundigen. Besucht die Verkäufer und Hobbyzüchter und stellt ihnen viele Fragen. Es kann sehr verantwortungsbewusste und liebevolle Züchter und Verkäufer unter ihnen geben, aber auch profitgierige Hundevermehrer. 

Zehn Kriterien beim Hundekauf

  1. Mindestalter von Welpen: 8-10 Wochen
    Welpen sollten bei der Abgabe mindestens acht bis zehn Wochen alt sein. Eine Abgabe unter acht Wochen ist ein eindeutiger Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung. Doch nicht jeder Hundeverkäufer sagt die Wahrheit. Auf eine korrekte Altersangabe könnt ihr euch nur bei seriösen Züchtern oder bei seriösen Tierschutzorganisationen und Tierheimen verlassen. Werden Welpen zu früh abgegeben, so hat sich ihr Immunsystem noch nicht ausgebildet und sie sind charakterlich nicht genug gefestigt. Insbesondere die Welpen-Mafia trennt die Welpen viel zu früh von der Mutter.
  2. Die Mutter der Welpen zeigen lassen
    Bei der ersten Besichtigung der Welpen sollte immer das Muttertier dabei sein. Fragt nach der Mutter und lasst sie euch zeigen. Manchmal wird eine Hündin gezeigt, die aber gar nicht das Muttertier ist. 
  3. Das Zuhause der Hunde ansehen
    Schaut euch die Zuchtstätte an. Zwingerhaltung solltet ihr von vornherein meiden. Die Hunde sollen Kontakt zu Menschen und zu der Umwelt haben. Euch kommt an dem Zuhause etwas komisch vor? Es entspricht nicht den Bildern der Anzeige? Die Adresse stimmt nicht oder der Name? Dann solltet ihr die Finger davon lassen. Käufe aus dem Auto, auf einen Flohmarkt oder auf der Straße solltet ihr immer vermeiden.
  4. Gesundheit des Hundes
    Macht euch schlau über rassespezifische Erkrankungen der Hunderasse. Auch bei Mischlingen könnt ihr nach den Rassen fragen, die in dem Mischling stecken, um euch die rassespezifischen Erkrankungen anzusehen. 
  5. Kaufvertrag
    Der Kaufvertrag sollte den Namen, die Adresse und eine Haftung des Verkäufers enthalten. Das Geburtsdatum, die Rasse, die Chip-Nummer und die Bestätigung der Impfung sind Bestandteil des Kaufvertrages.
  6. Impfpass des Hundes
    Der Hund sollte einen Impfpass erhalten. Sofern es sich nicht wissentlich um einen Hund aus dem Ausland handelt, seid misstrauisch, wenn der Impfpass nicht in Deutschland, sondern in Osteuropa ausgestellt wurde. Es gibt leider viele Fälschungen und manche der Impfpässe sind dann in Osteuropa ausgestellt. Auch sollte eine Entwurmung selbstverständlich sein.
  7. Keine Spontankäufe - Drängen auf Kaufabschluss
    Wenn euch der Verkäufer drängt, sofort zu kaufen, solltet ihr misstrauisch werden. Seriösen Hundeverkäufern ist am Wohl der Tiere gelegen und sie möchten dich nicht überreden, ihren Hund zu kaufen.
  8. Stellt Fragen
    Ihr seid die Käufer! Stellt Fragen zu der Aufzucht und zu der Gesundheit und Herkunft der Elterntiere. Das ist euer gutes Recht. Es ist wichtig, die rassespezifischen Erkrankungen der Hunderasse zu kennen, für die ihr euch interessiert. Vielen Mischlingen könnt ihr häufig annähernd ansehen, welche Hunderassen in ihnen vereint sind. 
  9. Ihr bekommt Fragen gestellt
    Ein Hundeverkäufer, dem am Wohl seines zu verkaufenden Hundes liegt, stellt euch Fragen. Denn er möchte wissen, wo seine Hunde hinkommen und sicherstellen, dass sie es einmal gut haben werden. 
  10. Der Züchter oder Verkäufer hat viele Hunde
    Seriöse Züchter können mehrere Hunde haben, züchten aber nicht mehrere Hunderassen und haben parallel viele Welpen aus unterschiedlichen Würfen. Diesen können sie nämlich nicht wirklich gerecht werden. 

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