Gesundheit

Durchfall beim Hund (Diarrhö): Ursachen und Behandlung

Durchfall beim Hund sollte ernst genommen werden. Denn Durchfall kann nur eine leichte Magen-Darm-Verstimmung sein oder aber ein Symptom für schwerwiegende Erkrankungen. Durchfall kann viele Ursachen haben, häufig handelt es sich um Ernährungsfehler. Wir zeigen euch die besten Hausmittel gegen Durchfall und wann ihr besser zum Tierarzt gehen solltet.

Durchfall kann gerade bei kleinen Hunden schnell gefährlich werden

Beschreibung, Definition

Durchfälle beim Hund

Wenn der Kot des Hundes breiig oder gar flüssig wird und keine feste, formbare Konsistenz mehr hat, spricht man von Durchfall. Der Darm wird in den meisten Fällen auch wesentlich häufiger am Tag als normaler Weise entleert. Der Kot kann wässrig, schleimig oder breiig sein, in manchen Fällen ist Blut untergemischt.

Durchfall ist fast immer ein Anzeichen dafür, dass die Magen-Darm-Funktion, die Verdauung gestört ist. Durchfälle sollten ernst genommen werden, da Hunde schnell viel Wasser und Elektrolyte (Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium) verlieren können und geschwächt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einem akuten und einem chronischen Durchfall:

  • Akuter Durchfall (weniger als 1 Tag)
  • Chronischer Durchfall (länger als 14 Tage)

Symptome

Symptome bei Durchfall

Die Symptome sind für jeden Halter sehr eindeutig erkennbar. Der gesunde Hund hat einen wohlgeformten Kot. Kommt es jedoch zu Durchfall, verliert der Kot seine feste Konsistenz und wird breiig oder gar flüssig. Typische Symptome von Durchfall sind:

  • Der Darm wird häufiger als sonst entleert. Euer Hund muss ggf. auch in der Nacht raus und macht sich bemerkbar.
  • Der Kot des Hundes ist nicht fest geformt, sondern wässrig, schleimig oder breiig, ggf. ist sogar Blut untergemischt.
  • Der Hund hat je nach Stärke des Durchfalls Magenschmerzen oder sogar Magenkrämpfe. Bei starken Magenschmerzen mag er sich nicht bewegen.
  • Abgeschlagenheit - euer Hund wirkt müde und lustlos
  • Appetitlosigkeit - die Verweigerung von Futter kann, muss aber nicht auftreten.

Ursachen/Vorbeugung

Die 8 häufigsten Ursachen für Durchfall beim Hund

Durchfall ist eine Verdauungsstörung, die sehr viele unterschiedliche Ursachen beim Hund haben kann. Durchfall kann das Symptom einer anderen Erkrankung sein. Es können schwerwiegende Erkrankungen oder Magen-Darm-Störungen dahinterstecken oder es kann sich nur um eine leichte Magen-Darm-Infektion oder um das Vorkommen von Parasiten handeln. In jedem Fall schwächt eine Verdauungsstörung schnell den Körper und es sollte mithilfe eines Tierarztes der Ursache auf den Grund gegangen werden, wenn die Symptome nicht innerhalb von 1-2 Tagen abklingen.

Oft entstehen Durchfälle, wenn sich unerwünschte Bakterien oder Viren im Darm verstärkt ansiedeln. Diese schwächen die natürliche Darmflora und es kommt zu einem Ungleichgewicht der Bakterien und Viren. Dies führt zu einer Störung der Verdauung und zu einer Freisetzung von Giftstoffen und damit zu Durchfällen.

Die folgenden Ursachen für Durchfall beim Hund können einzeln auftreten oder einander bedingen:

1. Fehlbesiedelung des Darms (Dysbiose)

Die Darmflora besteht aus Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen, die sich auf der Darmschleimhaut befinden. Dabei gibt es gute Bakterien (Probiotika) wie Laktobazillen und Bifidobakterien und schlechte Bakterien wie Clostridien. Ist das Gleichgewicht durcheinander, nehmen schnell die schlechten Darmbakterien/Darmpilze nehmen überhand. Es kommt zu einer gefährlichen Fehlbesiedelung des Darms mit unerwünschten Bakterien und Pilzen. Häufige Ursachen für eine Fehlbesiedelung des Darms:

  • Medikamente
    Medikamente wie Antibiotika und Wurmkuren töten nicht nur die Parasiten oder die schlechten Bakterien, sondern auch die guten Bakterien. Sie können als Nebenwirkung bereits während der Behandlung zu Durchfällen führen oder nach der Behandlung, wenn die schlechten Darmbakterien schneller wachsen. Auch Schmerzmittel und Magensäureblocker können zu Durchfällen führen.
  • Falsches Futter, nicht artgerechtes Futter
    Ein Futter, das nicht an die Bedürfnisse von Hunden angepasst ist, kann zu starken Verdauungsbeschwerden und Durchfällen führen. Wird beispielsweise Futter mit zu wenig Eiweißen oder Fetten, mit zu vielen Kohlenhydraten gefüttert, können Durchfälle entstehen. Durch fehlende Eiweiße oder Fetter kann beispielsweise das Futter nicht ausreichend zerlegt werden, und es kommt zu einer Überforderung der Verdauung. Hunde können zwar die in Kohlenhydraten enthaltene Stärke aufgrund von drei Enzymen, die bei Hunden häufiger als bei Wölfen vorkommen, besser aufspalten, aber irgendwann ist es auch für Hunde zu viel. Unverdaute Nahrungsbestandteile gelangen in den Dickdarm und es kommt zu Fehlgärungen. Blähungen und chronische Durchfälle können die Folge sein. Weitere Fehlernährungen können Nährstoffdefizite, stark aromatisierte Nahrung können zu falscher Verdauung führen, Zucker und Kohlenhydrate in der Nahrung können schlechte Bakterien im Darm fördern.
  • Ungesunde Darmflora von Muttertier
    Wenn bereits das Muttertier keine gesunde Darmflora auf die Welpen überträgt, können ihre Welpen lebenslang Magen-Darm-Probleme haben.

2. Parasiten

Parasiten wie Würmer oder Giardien können bei Hunden zu Durchfällen führen. Schaut euch den Kot eures Hundes genau an: Könnt ihr Spulwümer darin sehen? Ist der Kot schleimig-glibbrig? Dann könnten Giardien beim Hund die Ursache sein. Eine Kotuntersuchung beim Tierarzt oder im Labor kann euch darüber Gewissheit geben. Insbesondere bei Junghunden, deren Immunsystem noch nicht so ausgeprägt ist, sind Giardien keine seltene Ursache.

3. Ernährungsumstellungen, Futterwechsel

Sie sind ein häufiger Grund für akuten Durchfall. Beispielsweise durch neue Futtersorten, Wechsel zwischen Trocken-, Nass und BARF-Fütterung, gewürzte Speisereste. Fütterung von Futtersorten mit unterschiedlichen langen Verdauungszeiten gleichzeitig wie beispielsweise BARF und Trockenfutter (Deshalb soll bei der Umstellung niemals beides parallel gefüttert werden).

4. Nervosität und Stress

Aufregung, Stress und Nervosität können auch bei Hunden auf den Magen schlagen und zu Durchfall führen. Typische Stresssituationen für Hunde sind ein Halter- und Umgebungswechsel: Beispielsweise, wenn ein Hund aus dem Ausland nach Deutschland kommt, ins Tierheim oder in eine Tierpension gebracht wird oder auf Reisen geht. Weitere Hunde im Haushalt oder neue Familienmitglieder können ebenfalls Stress auslösen. Was deinem Hund Stress bereitet, ist individuell sehr unterschiedlich.

5. Futtermittelunverträglichkeiten

Es gibt auch bei Hunden sehr viele Futtermittelunverträglichkeiten. Diese können beispielsweise ausgelöst werden durch:

  • Fleischsorten – Nicht alle Fleischsorten werden von jedem Hund vertragen. Fleischmehle im Fertigfutter können Allergien hervorrufen.
  • Getreidesorten wie Gersten, Roggen, Weizen oder Mais.
  • Milchprodukte - Laktoseintoleranz: Insbesondere bei Futtermitteln mit einem hohen Laktose-Gehalt wie bei Milch, Butter und Käse (Hüttenkäse und Joghurt können einen geringen Laktosegehalt haben)
  • Nüsse
  • Soja
  • Hefen
  • Gluten - Glutennintoleranz 
  • Zusatzstoffe im Futter:
    • Farbstoffe
    • Geschmacksverstärker
    • Konservierungsstoffe
    • Künstliche Antioxidationsmittel (BHA, BHT)

6. Vergiftung

Bei den meisten Vergiftungsformen kommt es nicht nur zu Übelkeit und Erbrechen, sondern auch zu Durchfällen. Hat euer Hund etwas unbeaufsichtigt gefressen? Beispielsweise Rattengift, Schneckenkorn, Schokolade, Dünger, Pflanzen? Vergiftungen beim Hund vermeiden, erkennen und behandeln Wenn ihr eine Vergiftung vermutet, solltet ihr schnell handeln!

7. Fremdkörper im Darm

Fremdkörper können im Magen-Darm-Trakt blockieren und zu einem Darmverschluss führen. Ist der Darmverschluss allerdings unvollständig, so kann auch Durchfall ein Symptom sein.

8. Erkrankungen

Durchfall kann aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen entstehen:

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
    Beispielsweise Inflammatory Bowel Disease (IBD), wie Morbus Crohn.
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung, Schwäche der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Insuffizienz)
    Die Bauchspeicheldrüse stellt die Enzyme für die Verdauung bereit. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Enzyme produzieren kann, so kann der Körper das Futter nicht sauber aufspalten. Unverdaute Futterbestandteile landen im Dünndarm und führen dort zu Problemen.
  • Darmschleimhaut durchlässig
    Eine vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut im Bereich des Dünndarms lässt Krankheitserreger, Pilze, Schadstoffe aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen (Leaky Gut Syndrom).
  • Tumore/Krebserkrankungen
    Tumore können das Immunsystem stark schwächen und je nach Art und Lage starke Durchfälle verursachen.
  • Schwächung des Immunsystems (Allergien, Alter)
    Es gibt viele Gründe für die Schwächung des Immunsystems wie Allergien, Alter oder beispielsweise können Mittelmeererkrankungen oft das Immunsystem schwächen und zu Durchfällen führen.
  • Organische Erkrankungen
    Es können bei Durchfall auch organische Erkrankungen von der Leber, der Galle oder dem Herzen zugrunde liegen. Ebenso kann eine Erkrankung der Schilddrüse zu Durchfällen führen.
  • Infektionserkrankungen
    Virus-Erkrankungen wie Parvovirose können zu starken Durchfällen führen.

Diagnose

So wird Durchfall beim Hund diagnostiziert

Den eigentlichen Durchfall bemerkt ihr natürlich selbst beim ersten Auftreten.

Bei chronischen Durchfällen sollte durch den Tierarzt eine genaue Untersuchung des Hundes erfolgen, da sehr unterschiedliche Erkrankungen ursächlich sein können. Gibt es weitere Symptome wie Gewichtsverlust, Fieber o.ä.? Wie sieht der Kot genau aus? Der Tierarzt wird mithilfe von Untersuchungen andere Erkrankungen ausschließen:

  • Durch eine Kotanalyse können beispielsweise Parasiten, Bakterien und Viren bestimmt werden oder Blut im Kot nachgewiesen werden.
  • Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf organische Erkrankungen wie beispielsweise der Bauchspeicheldrüse zeigen.
  • Röntgen oder Ultraschall können bei dem Verdacht auf einen Fremdkörper bei der Diagnose sinnvoll sein.

Therapie & Behandlung

Behandlung von Durchfall bei Hunden

Die Behandlung von Durchfall hängt von der jeweiligen Ursache und Stärke ab. Liegen andere Erkrankungen dem Durchfall zugrunde, so müssen diese zunächst behandelt werden.

Ein eher leichter und akut auftretender Durchfall kann häufig mit Schonkost und Hausmitteln behoben werden, chronische und starke Durchfälle müssen häufig sehr viel langfristiger behandelt werden. 

Dann solltet ihr zum Tierarzt

Bei einem ansonsten gesunden und erwachsenen Hund könnt ihr beim Auftreten eines akuten Durchfalls in den ersten 1-2 Tagen versuchen, durch Fasten, Schonkost und Hausmittel den Durchfall in den Griff zu bekommen.

Doch wenn der Durchfall sehr stark oder gar blutig ist, solltet ihr sofort zum Tierarzt fahren. Ebenso, in folgenden Fällen: 

  • Welpen 
  • Hunde-Senioren, die ohnehin schon geschwächt sind
  • Kleine Hunderassen können schnell austrocknen
  • blutiger Durchfall (Gefahr einer Blutvergiftung)
  • starke Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Hund wirkt apathisch, hat Kreislaufbeschwerden
  • Hund frisst nicht mehr
  • weitere Symptome neben Durchfall
  • Vergiftungserscheinungen

Keine Antibiotika bei Durchfall

Antibiotika wurden früher sehr häufig von Tierärzten bei Durchfall verschrieben, da sie Bakterien abtöten. Antibiotika helfen bei den meisten Durchfällen zwar kurzfristig, denn sie töten unerwünschte Bakterien im Darm, doch leider auch die notwendigen und erwünschten Darm-Bakterien und greifen damit die Darmflora sehr stark an. Oft kommen die Durchfälle nach einer Behandlung mit Antibiotika umso stärker zurück. Es gibt nur sehr wenige Fälle von Durchfall, wo eine Antibiotika-Behandlung wirklich notwendig ist. 

Trinken ist sehr wichtig

Da euer Hund einen starken Flüssigkeitsverlust bei Durchfall erleidet, ist es umso wichtiger, diesen durch viel Wasser wieder auszugleichen. Sollte euer Hund von sich aus nicht trinken, kann es sinnvoll sein, dass ihr etwas nachhelft. Dies könnt ihr beispielsweise mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) tun, in die ihr Wasser gezogen habt. Mit der Spritze könnt ihr eurem Hund das Wasser besser ins Maul geben. Alternativ könnt ihr auch dem Trinkwasser etwas Leckeres wie vielleicht etwas Brühe beimengen, damit es getrunken wird.

Schonen und Fernhalten von Hunden

Wenn euer Hund Durchfall hat, solltet ihr Begegnungen mit anderen Hunden meiden. Euer Hund könnte eine ansteckende Erkrankung haben und deshalb solltet ihr andere Hunde fernhalten.

Da Durchfall für Hunde sehr schwächend sein kann, solltet ihr euren Hund schonen und keine langen Touren mit ihm planen.

Schonkost und Ernährungsumstellung

Sofern andere Erkrankungen oder Vergiftungen durch den Tierarzt ausgeschlossen wurden, können sowohl akute als auch chronische Verdauungsprobleme sehr gut über die Ernährung und über die Zugabe von Präbiotika, Probiotika und Enzymen behandelt werden.

Ernährungsumstellung bei chronischen Durchfällen

Insbesondere bei chronischen Durchfällen, die nicht aufgrund von anderen Erkrankungen entstanden sind, ist eine Ernährungsumstellung inklusive Darmsanierung und Aufbau der gesunden Darmflora sehr ratsam. Für eine langsame Ernährungsumstellung solltet ihr euch einen guten Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Ernährungsberater suchen, der individuell für euren Hund einen Ernährungs- und Heilplan aufstellt.

Erste Hilfe bei akutem Durchfall beim Hund

Wenn der Durchfall bei eurem Hund akut ist, könnt ihr versuchen bei einem ansonsten gesunden und erwachsenen Hund mit einem gesunden Magen-Darm-Trakt folgende Unterstützung auszuprobieren.

  1. Einen Fastentag einlegen
    Es klingt zwar hart, ist aber sehr effektiv: Da Viren und Bakterien mit Futter gefördert werden, kann ein Fastentag bei einer leichten Verstimmung Wunder bewirken.
  2. Moro’sche Möhrensuppe
    Die Moro’sche Möhrensuppe ist ein einfaches und gut wirkendes Hausmittel bei Durchfall. Sie bewirkt, dass die den Durchfall auslösenden Bakterien ausgeschieden werden und Mineralsalze wieder dem Körper zugeführt werden. 
    Hier erfahrt ihr mehr zu der Moro'schen Möhrensuppe und findet das einfache Rezept: Moro\'sche Möhrensuppe gegen Durchfall beim Hund
  3. Schonkost für Hunde bei Durchfall
    • Mageres Fleisch oder Hühnchen kann eventuell mit gekochtem Reis (lange kochen) gegeben werden.
    • Geriebene Karotten oder Karottenmus
      Mehrfachzucker in Karotten können schlechte Bakterien binden, damit sie ausgeschieden werden. Rohe geriebene Karotten oder Mus aus gekochten Möhren kann der Nahrung zugegeben werden.
    • Getrocknete Blaubeeren gegen Durchfall
      Getrocknete Blaubeeren können bei leichten Durchfällen helfen. Getrocknete Blaubeeren haben eine antibakterielle Wirkung und sind entzündungshemmend aufgrund der in ihnen enthaltenen Gerbstoffe. Sie können direkt oder als Tee oder als Brei gegeben werden.
    • Geriebener Apfel gegen Durchfall
      Äpfel enthalten viel Pektin. Pektin bindet Wasser und führt dadurch zu einem dickeren Kot. Bei leichtem Durchfall kann ein geriebener Apfel Wunder wirken.
    • Gedämpfter Fenchel
      Fenchel hat aufgrund der ätherischen Öle Anethol, Fenchon und Menthol eine heilende Wirkung auf Magen- und Darm.
    • Präbiotika natürlich zuführen
      Manche Gemüsesorten enthalten Präbiotika in Form von nicht verdaubaren Bestandteilen, die Wachstum und Aktivität der Bakterien im Dickdarm fördern. Sie enthalten Inulin und Oligofruktose und dienen den guten Bakterien im Darm als Nahrung. Diese könnt ihr am besten gedämpft und in kleinen Mengen zum Futter geben. Geeignete Gemüsesorten sind:
    • Weizenkleie, Flohsamenschalen
      Wasserbindende, kotfestigende Nahrungsmittel sind beispielsweise auch Weizenkleie oder Flohsamenschalen, die bei Durchfällen zum Futter gegeben werden können.
    • Gabe von Magen-Darm-Tee, beispielsweise mit Blutwurzextrakt, der anti-entzündlich und schützend für die Schleimhaut wirkt.

Gabe von Probiotoka und Präbiotika

Zur Unterstützung der Darmflora können Probiotika (gute Bakterien) und Präbiotika (Nahrung für die guten Bakterien) gegeben werden. Auch pflanzliche Enzyme, Mineralien und Vitamin B12 können den Darm unterstützen. 

Ausleitung von Giften

Zur Ausleitung von Giften können Produkte wie Algen (Chlorella, Spirulina) oder Huminsäure zum Einsatz kommen. Auch Heilerde absorbiert die Giftstoffe im Darm.

Homöopathie bei Durchfall

In der Homöopathie werden die folgenden Wirkstoffe häufig bei Magen-Darmbeschwerden und Durchfall eingesetzt. Am besten fragt ihr euren Tierarzt oder Tierheilpraktiker nach Dosierung und Mitteln:

  • Arsenicum album
  • Okoubaka
  • Colocynthis (Koloquinte)
  • Rheum plamatum (Rhabarber)
  • Podophyllum (Maiapfel)

Prognose

Wie ist die Prognose bei Durchfall beim Hund?

Wie gut die Heilungschancen bei Durchfall sind, hängt zum einen von der Ursache und zum anderen von der Dauer der Erkrankung und vom Allgemeinzustand des Hundes beim Start der Behandlung ab.

Chronische Verdauungsprobleme, insbesondere Blähungen und Durchfall, lassen sich über eine angepasste Ernährung positiv beeinflussen, sofern zuvor andere Erkrankungen wie Infektionen oder Unverträglichkeiten, Allergien ausgeschlossen wurden. Bestehen die chronischen Durchfälle jedoch bereits sehr lange, so dauert auch die Heilung länger.

In sehr starken und lang andauernden Fällen ist eine Regeneration nicht mehr möglich.

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