Gesundheit

Hitze-Tipps für Hunde: So bewahrt euer Hund einen kühlen Kopf

Genau richtig bei Hitze: Ruheplätzchen im Schatten und Kühlung durch ein feuchtes Tuch

Wir sehnen die Sommertage herbei und freuen uns darauf, viel Zeit mit unserem Hund draußen zu verbringen. Doch immer häufiger gibt es sehr heiße Tage und die können für unsere Hunde schneller gefährlich werden als für uns. Deshalb haben wir ein paar Tipps bei Hitze für eure Hunde. 

Wir haben für euch die wichtigsten "Do's" und "Don'ts" zusammengestellt, damit eure Hunde heißes Wetter und hohe Außentemperaturen sicher und gesund überstehen. Denn gerade als Hunde-Anfänger bedenkt man wichtige Punkte gar nicht, da sich der Hund auch bei Wärme noch sehr gesund und unternehmungslustig nach außen zeigen kann. 

Lebensgefährlich: Hitzschlag beim Hund

Unsere Hunde können bei höheren Außentemperaturen ihre Körpertemperatur nicht so gut ausgleichen wie wir Menschen, denn sie können im Grunde gar nicht über die Haut schwitzen. Sie müssen ihre Körpertemperatur durch Hecheln und über eine Kühlung der Nasenschleimhäute regulieren.

Das geniale Abkühlungssystem von Hunden ist einfach und zumindest bei Hunden mit langen Schnauzen sehr effektiv: Durch das Hecheln verdunstet Flüssigkeit im Nasen-, Maul und Rachenraum und kühlt damit die umliegenden Blutgefäße. Das so gekühlte Blut fließt zum Gehirn und kühlt das wichtigste Organ damit ab. Vom Herz wird wiederum wärmeres Blut zur Kühlung in den Kopf nachgepumpt.

Doch hat der Hund nicht die Möglichkeit durch Hecheln, Atmung und die Aufnahme von Wasser die Körpertemperatur zu regulieren, beginnt seine Körpertemperatur gefährlich zu steigen und es kann zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag kommen.

In diesem Artikel erfahrt ihr, warum ein Hitzschlag so gefährlich für Hunde ist, wie ihr die Symptome einer Überhitzung erkennt und was ihr tun könnt, um ihm zu helfen: Hitzschlag beim Hund.

10 Tipps zur Abkühlung - das tut eurem Hund bei Hitze gut

1. Schattenplätzchen

Hunde sollten immer die Möglichkeit haben, in den kühlen Schatten zu kommen. Lasst euren Hund bei Hitze nicht unbeaufsichtigt draußen allein, in der Hundehütte oder gar im Auto.

2. Immer frisches Wasser - Viel trinken

Hunde sollten eigentlich immer frisches Trinkwasser parat haben, bei höheren Temperaturen ist dies aber zur körpereigenen Kühlung lebensnotwendig. Kleiner Tipp: Sollte euer Hund von sich aus bei hohen Temperaturen nicht viel trinken, könnt ihr leicht nachhelfen, indem ihr unter das Wasser etwas Leckeres wie Brühe oder etwas Joghurt mischt. Meine Hündin liebt beispielsweise das Mozzarella-Wasser und so nimmt sie schnell viel Flüssigkeit zu sich.

3. Hitze-Peaks vermeiden

Geht nicht im Sommer zu Temperatur-Peaks um die Mittagszeit spazieren. Es ist für euch und euren Hund angenehmer, die kühleren Zeiten früh am Morgen oder später am Abend zu wählen. Dabei freut sich jeder Hund auf schattige Waldwege oder gar einen Bach oder See zur Abkühlung auf dem Spaziergang. 

4. Hitzefrei – Ruhe gönnen

Hunde würden sich von allein ein kühles und ruhiges Plätzchen suchen und die Hitze bei einer ausgiebigen Siesta abwarten. Genau das solltet ihr ihnen auch gönnen. 

5. Besondere Rücksicht auf Rasse, Alter und Gesundheit nehmen

Hunde mit kurzen Schnauzen, sehr kleine Hunde, Hunde mit Herz-, Lungen- oder Atemproblemen müssen unbedingt vor Wärme geschützt und geschont werden. Doch auch Welpen, Junghunde, Senioren und kranke Hunde bedürfen eines ganz besonderen Schutzes vor Hitze.

Hunderassen, die Wärme besonders schlecht vertragen und besonders geschont werden sollten: 

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, eurem Hund eine Erfrischung oder Abkühlung zu gönnen: 

6. Schwimmen gehen: Abkühlung im Wasser

Viele Hunde lieben einen Sprung ins kalte Wasser. Allerdings solltet ihr euch gerade im Sommer vergewissern, dass die Wasserqualität noch gut ist und nicht durch Bakterien oder Blaualgen verunreinigt ist. Das kann zu unangenehmen Haut-, Magen- und Darmproblemen führen, die kein Hund braucht. Wenn ihr kein sauberes Gewässer zur Verfügung habt, kann auch eine Abkühlung mit dem Gartenschlauch oder der Dusche helfen.

Ein Tag am Meer kann mit Hund viel Spaß bringen, wir haben 8 Tipps für einen schönen Strandtag mit Hund.

7. Nasses Handtuch umlegen

Es kühlt eure Hunde ganz wunderbar, wenn ihr ihnen ein dünnes Handtuch mit Wasser anfeuchtet und eurem Hund umlegt. Dieses könnt ihr - wie auf dem Foto zu sehen - einfach mit einer Wäscheklammer befestigen.

Wer es etwas hübscher mag, kann auch einen Bademantel für Hunde verwenden und diesen anfeuchten.

Ihr solltet aber darauf achten, dass ihr das Handtuch oder den Bademantel nach kurzer Zeit wieder abnehmt, da sich euer Hund darunter nach einer Weile erst recht aufheizen könnte. Dann solltet ihr das Handtuch oder den Bademantel erneut in kühlem Wasser tränken.  Außerdem sollte euer Hund nicht im Zug liegen, wenn er nass ist oder ein kaltes Handtuch umhat. 

8. Kühlmatten für Hunde

Es gibt die unterschiedlichsten Kühlmatten, die speziell für Hunde angeboten werden. Sie können insbesondere stark hitzeempfindliche oder kranke Hunde in heißen Sommern abkühlen. Praktisch sind Kühlmatten, die mit einem Gel befüllt sind, das sich von allein abkühlt. Sie müssen nicht mit Strom oder im Kühlfach gekühlt werden.

Allerdings solltet ihr darauf achten, dass das Gel ungiftig ist, denn die Matte könnte durch den Hund beschädigt werden und das Gel könnte austreten. Das Obermaterial der Kühlmatten besteht meistens aus PVC, das leider fast immer Schadstoffe enthält. Deshalb ist es auch empfehlenswert, ein Baumwollhandtuch über die Kühlmatte legen.

9. Hund ein Eis gönnen

Nicht nur uns schmeckt ein frisches und fruchtiges Eis im Sommer. Es kühlt, schmeckt und gleichzeitig entspannt es. Doch süßes Speiseeis ist für Hunde tabu. Ihr könnt aber selbst ganz einfach ein gesundes Eis für euren Hund herstellen. Hier geht es zu den Rezepten: Hundeeis selber machen.

10. Hundepool - Schwimmen gehen

Es werden Hundepools in allen Größen, Formen und Farben für Balkon, Garten und Terrasse angeboten. Leider bestehen viele davon aus billigem Plastik, das viele Schadstoffe enthalten kann.

Außerdem liebt nicht jeder Hund diese kleinen Pools. Obwohl meine Hündin eine Wasserratte ist, nutzt sie so einen Pool nicht gern. 

Doch natürlich gibt es viele Hunde, für die der Hundepool ein großer Spaß ist. Welpen könnt ihr mit so einem Pool sehr vorsichtig an Wasser gewöhnen. 

Alternativ sucht ihr einen schönen Badesee, Hundestrand am Meer oder klaren und seichten Fluss oder Bach aus, damit sich euer Hund darin abkühlen kann. Achtet bei hohen Temperaturen darauf, dass das Wasser noch klar ist und nicht aufgrund von Algen und Wärme umgekippt ist. 

5 Don'ts im Sommer - das solltet ihr bei Hitze unbedingt vermeiden

1. Hund niemals im Auto allein lassen

Lasst euren Hund niemals in einem geparkten Auto bei Außentemperaturen über 18°C in der Sonne allein. Innerhalb von nur 10 Minuten kann sich die Innentemperatur des Autos bei einer Außentemperatur von 20 Grad auf 27 Grad erwärmen und innerhalb von 30 Minuten bereits auf 36°. Nach einer Stunde sind lebensgefährliche 46° erreicht. Lese-Tipp: Todesfalle Auto: Hunde sterben schnell am Hitzschlag

2. Fahrradanhänger, Hundeboxen, Hundehütten meiden

In engen Räumen, die der Sonne ausgesetzt sind, kann sich Hitze stauen, das gilt nicht nur für das Auto, sondern auch für geschlossene Fahrradanhänger (selbst wenn sie ein Fenster haben), für Auto-Hundeboxen und Hundehütten. Hier solltet ihr bei konstanter Sonneneinstrahlung euren Hunde nicht aufbewahren.

3, No Sports: Anstrengungen meiden

Übertreibt Bewegung und Anstrengung nicht bei höheren Temperaturen. Am Rad laufen, euch beim Joggen begleiten oder lange Wandertouren ohne Schatten und Wasser solltet ihr vermeiden.

Hundesport sollte bei hohen Temperaturen vermieden werden, insbesondere natürlich Leistungssport. Es gibt Hunde, die trotz Erschöpfung und Überhitzung noch weiter Spielen, Apportieren, Arbeiten, weil sie Ruhe einfach nicht kennen.

Was viele nicht wissen: Nasenarbeit ist für Hunde ausgesprochen anstrengend und kann zu Überhitzung führen. Mantrailing, Stöbern und Fährten sollten nur bei Temperaturen unter 20°C durchgeführt werden. Sehr kurze Arbeitseinheiten, viel Wasser und viel Schatten sind im Sommer ein absolutes Must Have!

4. Sonne meiden - Schattenplätzchen & Sonnenschutz

Lasst eure Hunde nicht bei Hitze in der Sonne spielen oder warten. Nehmt sie in den Schatten und denkt auch daran, dass Hunde einen Sonnenbrand erleiden können.

Ihr könnt empfindliche Hundenasen und Ohren mit einem Sonnenschutz vor Sonnenbrand beschützen. 

5. Vorsicht Brandblasen: Heißer Asphalt

Unsere Füße sind meist mit Schuhen geschützt, doch die Pfoten unserer Hunde nicht. Der Asphalt oder auch Sand können bei hohen Temperaturen gefährlich erhitzen und die Pfoten eurer Hunde verbrennen. Schmerzende Brandblasen können die Folge sein.

Am besten den Asphalt mit der Hand einmal vorfühlen: Ist er für euch zu heiß, ist er es auch für euren Hund. 

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