Englische Bulldogge

Englische Bulldogge

Kompaktes Kraftpaket mit Charme und Willensstärke

Englische Bulldoggen sind mittelgroße, untersetzte Kraftpakete, die einen grimmigen Gesichtsausdruck haben. Sie sind eher gemütlich unterwegs und suchen Menschen, die sie auf täglichen Spaziergängen begleiten können. Ihre Willensstärke und Grobmotorik sind berüchtigt. Dabei bleiben sie immer herzlich, freundlich und nervenstark. Leider sind sie sehr krank gezüchtet und gehören zu den Qualzuchten. Es ist sehr schwer, gesunde Vertreter der Rasse zu finden, aber die Mühe lohnt sich.

Top Facts

  • Vorsicht Qualzucht = sehr anfällig für Krankheiten, hohe Kosten
  • Charmant, herzlich, humorvoll = einmaliger Charakter
  • Ruhig und gemütlich = kein sportlicher Hund
  • Freundlich, gutmütig, ausgeglichen = guter Familienhund
  • Atemprobleme bei warmen Wetter = für Kühlung sorgen, Atemgeräusche
  • Beharrliches, mutiges Kraftpaket = Konsequente Erziehung mit Geduld

Steckbrief Englische Bulldogge

Größe
31,0 - 40,0 cm
Gewicht
21,0 - 26,0 kg
Lebenserwartung
6 - 7 Jahre
Verwendung
Begleithund
Herkunft
GB
Fell
Kurzes Haarkleid, das in vielen Farben vorkommen kann.
Wesen
mutig, freundlich, gemütlich, ausgeglichen

Charakter

Zielstrebig, beharrlich und ein charmanter Clown

In der FCI wird der Charakter der Englischen Bulldoggen wie folgt beschrieben: „Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität. Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig, grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.“

Eines stimmt an dieser Beschreibung in jedem Fall: Das grimmige Aussehen, das im charmanten Widerspruch zu dem freundlichen und liebenswürdigen Wesen steht. Der bullige und untersetzte, muskulöse Körperbau lässt kaum vermuten, dass hinter dieser Fassade ein durchaus sensibler Schmuser steckt.

Aktivität nur eingeschränkt: Ruhig, fast lethargisch im Haus

Je nach Gesundheitszustand und Statur sind Englische Bulldoggen meist ruhige Genossen und die meisten von ihnen schlafen viel. Dabei lieben sie eine weiche Unterlage und okkupieren sehr gern das heimische Sofa. Kalte Fliesen sind so gar nicht ihr Ding für ein ausgiebiges Nickerchen. Sie genießen tägliche Schmuserein und Kuscheleinheiten mit ihren Menschen.

Englische Bulldoggen begleiten ihre Menschen gern und freuen sich über tägliche und abwechslungsreiche Spaziergänge. Dabei sind sie jedoch aufgrund ihres häufig nicht sehr guten Gesundheitszustandes mit schlechter Atmung nicht sehr ausdauernd oder schnell. Eine gut erzogene Englische Bulldogge ist ein angenehmer Begleiter, sofern man ihr Grunzen und Schnarchen mag.

 

Keine Athleten, aber kurze grobmotorische Power-Momente

Englische Bulldoggen sind definitiv keine Athleten und weder zum Joggen oder gar zum Fahrradfahren geeignet. Aber sie gehen sehr gern regelmäßig spazieren und freuen sich auf Sie mögen es eher gemütlich oder grobmotorisch-spielerisch. Gern spielen sie mit anderen Hunden, aber diese sollten am besten selbst Bulldoggen sein. Andere Hunderassen missverstehen die Mimik und die Körpersprache von Englischen Bulldoggen oft falsch, was leider durchaus zu Aggressionen von anderen Hunden führen kann.

Kaum Jagdinstinkt vorhanden

Da Englische Bulldoggen aufgrund ihrer kurzen Nase keinen ausgeprägten Geruchssinn haben, ist auch ihr Jagdinstinkt kaum vorhanden. Natürlich schauen sie Wild, das sie erblicken, hinterher und machen vielleicht ein paar Sprünge, aber wirklich jagen tun sie es nicht. 

(Familien-)freundlich, friedlich & charmant

Die freundlichen und niemals gegenüber Menschen aggressiven Bulldoggen lieben ihre Menschen und genießen den Alltag mit ihnen. Auch Familientrubel stört sie nicht. Mit Kindern sind die Grobmotoriker erstaunlich vorsichtig, aber im Spiel können sie zu kleine Kinder auch unbeabsichtigt umstoßen. Ein Spiel schlagen sie nicht aus und freuen sich, mit Kindern zu toben. Allerdings auch dies immer in den Grenzen, die ihnen ihr Körperbau mitgegeben hat.  

Weiß, was sie will: Nervenstark und zielstrebig

Wenn die Englische Bulldogge sich etwas in den Kopf gesetzt hat, wird sie versuchen, es auch zielstrebig zu erreichen. Manche mögen das stur nennen, doch genau für ihre Willens- und Nervenstärke sind die Bulldoggen beliebt und berühmt. Da sind viel Geduld und Liebe notwendig, denn auf Härte reagieren sie mit Ablehnung.

Als Halter solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass sehr viel Konsequenz in der Erziehung notwendig ist, damit euch die Bulldogge nicht auf dem Kopf herumtanzt. Einmal aufgestellte Regeln und Grenzen sollten klar kommuniziert und eingehalten werden. Da sie aber verfressen ist, könnt ihr mit Leckerlis gut arbeiten. Gleichzeitig müsst ihr dafür Sorge tragen, dass die ohnehin untersetzten Hunde eine schlanke Linie behalten. 

Intelligenz

Wenn mit Intelligenz gemeint ist, dass der Hund schnell lernt, so erhält die Englische Bulldogge nicht den ersten Platz. Ist damit aber gemeint, dass der Hund seinen Willen durchzusetzen weiß, dann liegt die Englische Bulldogge ganz weit vorn. 

Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit einer Englischen Bulldogge habt ihr sicherlich sofort, wenn Leckerlis und Spaß dabei sind. Sie möchten gefallen, haben aber definitiv keinen Will-to-please wie andere Hunderassen. 

Energie

Die Englische Bulldogge benötigt ihre täglichen Spaziergänge, um gesund zu bleiben. Sie ist ein sehr guter Begleiter durch die Natur oder auch nervenstark und entspannt in der Stadt oder im Restaurant.

No Sports!

Große sportliche Aktivitäten sind jedoch nicht ihr Ding. Joggen, lange Wanderungen oder am Rad laufen sind nichts für die kurzköpfigen, kurzbeinigen und eher behäbigen Bulldoggen.

Aber die täglichen gemütlichen Spaziergänge oder einfache Wanderungen sind wichtig und werden auch genossen. 

Dabei solltet ihr jedoch zu viel Wärme und auch zu starke Kälte meiden, da die Englische Bulldogge beides nicht gut verträgt. 

Achtung: Englische Bulldoggen sind keine guten Schwimmer!

Viele Englische Bulldoggen lieben Wasser und kühlen sich gern einmal ab. Allerdings sind sie aufgrund ihres Körperbaus ausgesprochen schlechte Schwimmer. Deshalb setzt sie niemals im Wasser aus und denkt, dass Hunde ja schwimmen können. Dies ist leider nicht der Fall und Panik bekommt einer Englischen Bulldogge überhaupt nicht gut. Sie kann wirklich ertrinken.

Zeitaufwand

Eine Englische Bulldogge möchte in jedem Fall beachtet und geliebt werden. Das benötigen die sensiblen Pakete, auch wenn es nicht den Anschein hat. 

Am liebsten verbringen sie den ganzen Tag in eurer Begleitung, schlafen aber auch gern zu euren Füßen.

Da sie zwar regelmäßig aber nicht übermäßig bewegt werden müssen und die Fellpflege nicht aufwändig ist, ist der Zeitaufwand nicht so groß. Allerdings kann die Pflege aufgrund von entzündlichen Hautfalten oder tränenden Augen auch größer sein. 

Training

Englische Bulldoggen sind nicht bekannt für glänzende Gehorsams- und Unterordnungsprüfungen. Aber mit ein wenig Konsequenz, positiver Bestätigung, vielen Leckerlies, Geduld und Spaß beim Training lernen auch Englische Bulldoggen gut. 

Die Hausregeln solltet ihr konsequent aufstellen und Grenzen setzen. Sonst könnte euch eure Bulldogge auf dem Kopf herumtanzen. Und das ist bei den mittelgroßen Kraftpaketen gar kein Spaß!

Natürlich sind sie nicht für Agility oder Turnierhundsport gemacht. Leider sind ihre Nasen für Suchspiele auch nicht gut geeignet. Obedience kann ein geeigneter Hundesport sein, sofern eure Englische Bulldogge Spaß daran hat. 

Als Therapiehund sind manche Englische Bulldoggen aufgrund ihrer hohen Reizschwelle und ihrer ruhigen Ausstrahlung geeignet. 

 

Wohnungstauglichkeit

Englische Bulldoggen sind für die Haltung in der Wohnung gut geeignet.

Treppensteigen ist für Englische Bulldoggen ein absolutes No-Go!

Allerdings sollte die Wohnung unbedingt ebenerdig sein oder ein Fahrstuhl zu ihr führen, da Treppensteigen bei den kurzbeinigen Hunden mit häufigen Gelenkproblemen vermieden werden sollte. 

Grundsätzlich solltet von eurem Vermieter oder auch von der Eigentümergesellschaft eine schriftliche Genehmigung zur Haltung von Hunden vorliegen, bevor ihr euch einen Hund anschafft. 

Treue & Ergebenheit

Englische Bulldoggen sind gegenüber ihren Haltern ausgesprochen loyal und liebvoll. 

Jagdtrieb

Englische Bulldoggen besitzen kaum Jagdtrieb. Da ihre Fähigkeit zu riechen aufgrund der kurzen Nase eingeschränkt ist, beschränkt sich der Jagdtrieb auf die Sicht. Allerdings sind Bulldoggen einfach nicht schnell genug und schlau genug, dies zu wissen.

Alleinsein

Englische Bulldoggen haben meist kein Problem damit, ein paar Stunden allein gelassen zu werden, sofern dies nicht die Regel ist und auch nicht länger als vier Stunden vorkommt. Denn: Kein Hund sollte länger als vier Stunden am Stück allein gelassen werden. 

Sofern ihr eure Englische Bulldogge an das Alleinsein langsam und am besten von klein an gewöhnt, wird sie entspannt zuhause dösen und sich freuen, wenn ihr wieder kommt. Natürlich reagiert hier jeder Hund individuell, aber bei Englischen Bulldoggen ist dies häufig kein Problem. 

Bellen

Englische Bulldoggen neigen nicht zum Bellen. Wenn sie einmal anschlagen, weil jemand an der Tür klingelt, so ertönt meist ein tiefer Brummbass. In der Regel bringt sie aber so schnell nichts aus der Ruhe. 

Wachsamkeit

Englische Bulldoggen sind keine typischen Wachhunde, können aber durchaus anschlagen, wenn Fremde an der Tür sind. 

Beschützer

Englische Bulldoggen sind zwar keine Schutzhunde, aber im Notfall werden sie ihre Menschen hart verteidigen. 

Verträglich mit Hunden

Englische Bulldoggen sind meist freundlich gegenüber anderen Hunden und spielen gern mit ihnen.

Aber sie irritieren  manchen Hund aufgrund ihrer häufig grunzenden Atmung, ihres starren Blicks und der plumpen Körpersprache, zumal ihnen nur ein Stummelschwanz zur Kommunikation zur Verfügung steht. Ihre etwas grobmotorische Art kann oft als Aggression von anderen Hunden missverstanden werden. Die Irritation kann soweit gehen, dass andere Hunde aggressiv auf Bulldoggen reagieren, da sie sich von ihnen herausgefordert fühlen. 

Verträglich mit Tieren

Die meisten Englischen Bulldoggen lassen sich problemlos an ein Leben mit anderen Haustieren gewöhnen. Da die Englischen Bulldoggen kaum Jagd- oder Hütetrieb haben, vertragen sie sich in der Regel gut mit anderen Haustieren.

Beste Voraussetzung ist eine frühe und behutsame Sozialisierung und Gewöhnung der Tiere aneinander. 

Kinderfreundlich

Englische Bulldoggen sind ideale Familienhunde. Sie lieben ihre Menschen und sind mit Kindern sehr freundlich und geduldig. Dabei sind sie nervenstark, sehr robust und herzliche zu Kindern. 

Verträglich mit Fremden

Englische Bulldoggen sind Menschenfreunde. Manche begrüßen alle Menschen stürmisch, andere weniger stürmisch, aber immer noch freundlich. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Bulldoggen: krank gezüchtet

Leider gehören die Englischen Bulldoggen zu den sehr kranken Hunderasse, die durch eine sehr starke Übertypisierung seit einer langen Zeit in fast allen Fällen ein sehr qualvolles Leben fristen müssen. Außerdem ist Inzucht ein Thema der Rasse, denn man geht davon aus, dass die gesamte Zucht auf wenige Individuen zurück zu führen ist. Das sorgt für starke genetisch bedingte Erkrankungen bei dieser Hunderasse. 

Es ist schon fast unmöglich, einen Züchter mit gesunden Hunden zu finden. Viele der Bulldoggen können ihre Nahrung nicht richtig aufnehmen, da ihre Zähne aufgrund des starken Überbisses, nicht mehr richtig aufeinander liegen. Rund 80% der Welpen können nur mit Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden, da die Köpfe so groß gezüchtet wurden. Häufig ist eine normale Zeugung nicht möglich und die Hunde müssen künstlich befruchtet werden. Ca. 70% aller Bulldoggen leiden aufgrund der Zucht an Gelenkproblemen, insbesondere an der nicht heilbaren und bei jedem Schritt schmerzhaften Hüftgelenksdysplasie (HD).

Der kurze und bullige Kopf macht ihnen das Atmen schwer. Atemnot durch zu starke Kurzköpfigkeit hat einen Namen und bedeutet sehr viel Leid für die Hunde und sehr hohe Tierarztkosten für die Halter: Brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS). Auch die Hautfalten bereiten den Hunden Probleme in Form von starken Hautentzündungen. Die Tränengänge sind aufgrund des gedrungenen Schädels deformiert und es kommt zu vielen Augenproblemen. 

Die Hautfalten führen häufig zu Entzündungen oder zu Ekzemen und müssen viel gepflegt werden. 

2009 wurde zwar der krankhafte Zuchtstandard der Englischen Bulldogge vom englischen "The Kennel Club" (TKC) mit etwas gesünderen Kriterien überarbeitet, aber wenige Züchter halten sich daran.  Insbesondere die zu schweren Nasenfalten sind verboten worden.

Deshalb ist die Lebenserwartung von Englischen Bulldoggen auf nur noch 6-7 Jahre extrem gesunken. Dabei könnte eine gesunde Englische Bulldogge aus einer guten Zucht ein wesentlich höheres Alter von bis zu 12 Jahren erreichen. 

 

Robustheit

Eine gesunde englische Bulldogge ist sicherlich ein sehr robuster Hund. Nur leider gibt es kaum gesunde Exemplare. 

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen bei Englischen Bulldoggen rassebedingt leider sehr häufig vor:

Weitere Erkrankungen, die bei der Englischen Bulldogge häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten:

  • Taubheit und Schwerhörigkeit
  • Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
  • Zu tiefer Brustkorb und fehlender bzw. sehr kurzer Schwanz führen zu Gesundheitsproblemen und starken Einschränkungen in der Beweglichkeit und in der Kommunikation mit anderen Hunden.
  • Spina bifida (Offener Rücken)
  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Trachealkollaps (Zusammenfallen der Luftröhre)
  • Kryptorchismus (Hodenhochstand)
  • Hemivertebrae (Keil-, Blockwirbel)
  • Histyozytose (gutartiger Hauttumor)
  • Hydrozephalus (Wasserkopf)

Weitere mögliche Erkrankungen:

  • Kehlkopflähmung
  • Retinaldysplasie
    Eine Fehlbildung der Netzhaut von Geburt an.
  • Bildung von Lymphödemen
    Probleme mit dem Abfluss der Lymphe.

Kauf einer Englischen Bulldogge nur bei seriösen Züchtern

Leider gibt es wenige seriöse Züchter von Englischen Bulldoggen. Dafür aber umso mehr unseriöse Welpenhändler und Hundevermehrer, die ihre Hunde unter katastrophalen Bedingungen meist in Ostdeutschland züchten. Diese Hunde sind krank, schlecht sozialisiert und werden zu früh von den Muttertieren getrennt. Wenn ihr auf eine verantwortungsvolle Zucht Wert legt, die Gesundheitsprüfungen an den Elterntieren vornimmt und die Welpen gesund und sozial aufzieht, dann solltet ihr einen Züchter aus dem VDH wählen, die ein Minimum an gesundheitlichen Tests erfüllen müssen. Lasst euch auch die Gesundheitszeugnisse und Prüfungsergebnisse zeigen, denn sonst kann die Englische Bulldogge sehr hohe Tierarztkosten und viel Leid mit sich bringen. 

Obendrein gibt es für Englische Bulldoggen in Deutschland sehr viele Zuchtvereine, obgleich es gar nicht viele Englische Bulldoggen in Deutschland gibt. Schaut doch einmal auf diesem Portal vorbei, um euch zu informieren: Bulldogge.de

Unsere wichtigsten Tipps zum Kauf einer englischen Bulldogge:

  1. Um späteren Symptomen des Atemnotsyndroms vorzubeugen, helfen nur Elterntiere, die das Atemnotsyndrom im erwachsenen Zustand nicht haben. Leider erkennt ihr dies nicht immer von außen und selbst längere Schnauzen (ca. ein Drittel der Kopflänge) garantieren nicht immer, dass die Hunde gut atmen können. Eine CT-Untersuchung der gesamten Atemwege der Elterntiere kann darüber am besten Aufschluss geben. Es sollte uns zu denken geben, dass die Niederlande Kurzköpfigkeit (Die Schnauze soll mindestens ein Drittel der Kopflänge ausmachen) seit Juni 2019 aus Tierschutzgründen verboten habe.
  2. Gelenkprobleme wie HD und ED können ebenfalls bei den Elterntieren zuvor getestet werden. Lasst euch diese Tests zeigen und schaut sie kritisch durch. 
  3. Lasst euch mindestens die Mutterhündin zeigen und ebenso ihre Gesundheitszeugnisse.
  4. Nehmt keine außergewöhnlichen Mode-Farben wie "lila-schwarz", die eventuell vermehrt Krankheiten mit sich bringen können.
  5. Kauft nicht im Internet, denn hier sind viele tierquälerische Vermehrer gut getarnt unterwegs. Die Folge sind kranke und teure Welpen, die euch viel Herzblut, Nerven und hohe Tierarztrechnungen kosten werden. Außerdem unterstützt ihr damit eine quälerische Haltung der Elterntiere. 

Lese-Tipp:

Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen

Verträgt Hitze

Aufgrund ihrer sehr kurzen Schnauzen können Englische Bulldoggen mit Wärme oder gar Hitze überhaupt nicht gut umgehen. Hunde können nicht wie wir Menschen schwitzen, sie müssen sich über die Schleimhäute abkühlen. Dies ist jedoch bei dem so stark verkürzten Maul und den kurzen Nasen kaum noch möglich. Deshalb überhitzen Englische Bulldoggen sehr leicht und sollten bei Temperaturen über 20 Grad körperlich geschont werden. Höhere Temperaturen können Englische Bulldoggen gesundheitlich schnell schaden.

In den USA wird häufig geraten, die Englische Bulldogge bei warmen Wetter nur in klimatisierten und gekühlten Räumen zu belassen. 

Eine hohe Luftfeuchtigkeit macht ihnen ebenfalls sehr zu schaffen. Auch hier solltet ihr eure Englische Bulldogge schonen. 

Urlaube am Mittelmeer oder in andere warmen Regionen liegen einer Englischen Bulldogge gar nicht. Hier solltet ihr entweder verzichten oder euren Hund während des Urlaubs in gute Hände geben. 

Verträgt Kälte

Kälte können Englische Bulldoggen ebenso wenig gut vertragen wie Wärme. Bei der Kälte kann ihnen die Atmung schwerer fallen und aufgrund des dünnen Haarkleides können sie schnell frieren. 

Pflege

Die Pflege der Englischen Bulldoggen ist eigentlich nicht sehr aufwändig. Ihr kurzes Haarkleid sollte insbesondere während des Fellwechsels mehrmals wöchentlich kurz durchgebürstet werden. 

Besondere Pflege der Hautfalten

Ihr solltet die Hautfalten eurer Englischen Bulldogge genau beobachten und ggf. pflegen, da sich schnell Entzündungen bilden können. Deshalb solltet ihr sie nach dem Fressen bei Bedarf reinigen und nach einem Spaziergang trocknen. Die Haut sollte immer sauber und trocken gehalten werden.

Bei Irritationen solltet ihr die Hautfalten mit Wasser oder mit einem milden Reinigungsmittel reinigen. Dazu könnt ihr beispielsweise milde isotonische Lösungen (NaCL oder Ringer-Lactat-Lösungen) oder zur Desinfektion Wasserstoffperoxid (1-3%ige Lösung) auf einem Wattpad verwenden. Danach sollte die Hautfalte gründlich getrocknet werden. Einige Hundebesitzer empfehlen dazu Maisstärke, was ich jedoch noch nie ausprobiert habe. Aber Achtung: kommt mit diesen Mitteln nicht in die Nähe der Augen.

Pflege der Augen

Die Augen bei Englischen Bulldoggen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da sie anfällig für Krankheiten sind. Häufig tränen sie vermehrt, dann solltet ihr den Tränenfluss mit einem sauberen Tuch trocken wischen. Bei Veränderungen der Augen solltet ihr immer einen Tierarzt aufsuchen.  

Ohrenpflege

Wie bei allen Hunden sollten auch die Ohren regelmäßig kontrolliert und ggf. gepflegt werden. Tipps dazu findet ihr hier: Ohrenpflege beim Hund.

Pfotenpflege

Bei Englischen Bulldoggen müssen die Krallen etwas häufiger als bei anderen Hunderassen zurückgeschnitten werden. Tipps zur Pfotenpflege findet ihr hier: Pfotenpflege beim Hund.

 

Baden

Hunde müssen absolut nicht regelmäßig gebadet werden. Es sei denn, sie haben sich in etwas übel riechendem gewälzt. Dann wird ein Bad fällig. 

Kämmen & Bürsten

Das kurze Haarkleid der Englischen Bulldoggen wird am besten mit einer weichen Bürste für 10 Minuten ein paar Mal in der Woche gebürstet. Dann sieht es am besten aus. 

Während des saisonalen Haarwechsels kann es sinnvoll sein, die Haare mit einem Gummistriegel oder mit einer Gummi-Noppen-Bürste zu bürsten. So bekommt ihr die vielen kurzen Haare am besten heraus und unterstützt euren Hund im Fellwechsel. 

Haaren

Englische Bulldoggen unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und haaren insbesondere im Frühjahr und Herbst stärker. Die kurzen Haare verfangen sich leicht in Polstermöbeln oder an eurer Kleidung. Bei Bulldoggen, die mehrere Farben besitzen ist das natürlich fast überall sichtbar. 

Schneiden & Trimmen

Englische Bulldoggen müssen nicht getrimmt oder geschoren werden. Es ist noch nicht einmal nötig, das ohnehin sehr kurze Haarkleid an bestimmten Stellen zu kürzen. 

Für Allergiker geeignet

Die Englische Bulldogge unterliegt dem saisonalen Fellwechsel und haart. Daher gehört sie nicht zu den Hunderassen, die allergische Reaktionen auf Hunde beim Menschen weniger auslösen.

Lese-Tipp, wenn ihr euch trotz Tierallergie für einen Hund interessiert: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

 

Sabbern

Englische Bulldoggen sind sehr verfressen und betteln auch gern. Aufgrund ihrer kurzen Schnauze können sie dabei auch sabbern. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Gieriger Schlinger muss auf seine Linie achten

Bei Englischen Bulldoggen ist es sehr sinnvoll, auf eine ausgewogene und natürliche und fleischlastige Ernährung zu achten. Kohlenhydrate in Form von Getreide führen schnell zu Übergewicht oder auch zu Allergien und Hautproblemen. Sie können bei Englischen Bulldoggen getrost aus dem Futternapf weggelassen werden. Viel Fleisch sorgt für eine schlanke Linie und guten Muskelaufbau.

Ausnahme: Hyperurikosurie, Hyperurikämie (Uratsteinen, Blasensteine)

Da Englische Bulldoggen eine Neigung zu dieser genetischen bedingten Bildung von Uratsteinen besitzen, sollten betroffene Bulldoggen purinarm ernährt werden. Denn Harnsäure, die bei der Aufnahme von Eiweißen/Purinen entsteht - wird aufgrund eines fehlenden Enzyms nicht abgebaut. Eine purinarme Ernährung bedeutet einen Verzicht auf Innereien und Pansen und füttert dafür mehr Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Nudeln und Reis. Auf Fisch, Innereien und Bananen sollte ganz verzichtet werden, ebenso auf tierische Kauartikel. Dafür müssen Lachsöl und Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zum Futter gegeben werden. 

Da sie extrem verfressen sind, solltet ihr unbedingt auf das Gewicht euer Bulldogge achten, denn ein schlanker Körper ist der Schlüssel für die Gesundheit der Bulldoggen. Viele der rassetypischen Erkrankungen können sich bei Übergewicht und falscher Ernährung schnell noch verstärken. Atemnot, Gelenkerkrankungen und Herzprobleme nehmen mit dem Gewicht schnell zu. 

Englische Bulldoggen leiden oft an Magenproblemen, da sie zu viel Luft ansaugen und extrem schlingen. 

Futter wird gern verteidigt

Da Englische Bulldoggen sehr viel wert auf ihr Futter legen, kann es bei ihnen leichter vorkommen, dass sie ihr Futter gegen Menschen verteidigen. Dieser sehr unerwünschten Eigenschaft könnt ihr am besten von Klein auf an vorbeugen, indem euer Hund erst auf Befehl zu seinem Futter darf oder ihr es ihm auch kurz wegnehmen und dann mit einer Extra-Belohnung wieder gebt. 

 

Verfressenheit

Fast alle Bulldoggen sind gierige Fresser, die nie genug bekommen können. Ihr Napf ist im nu unter schlabbernden und schmatzenden Geräuschen leer geputzt und ihr Blick geht zum Halter: "Das war die Vorspeise. Was gibt es als Hauptgang?". Davon solltet ihr euch nicht beirren lassen.

Damit eure Bulldogge nicht so schnell frisst, was wiederum zu Magenproblemen, Blähungen oder auch im schlechtesten Fall zu Atemproblemen führen kann, solltet ihr in jedem Fall zwei Mahlzeiten am Tag füttern und ihr ggf. in einem Schlingnapf das Futter geben, damit sich eure Bulldogge mehr Zeit beim Futtern lassen muss. 

Aussehen

Untersetzte Kraftpakete mit grimmigem Aussehen

Englische Bulldoggen sind kompakte mittelgroße Kraftpakete, die jedoch sehr untersetzt aussehen. Ihre runden Köpfe sind sehr groß und die Schnauze ist kurz. Der Überbiss des Unterkiefers gibt ihm mit den durch die kurze Nase entstandenen Falten ein grimmiges Aussehen. Der mächtige Brustkorb will nicht ganz zu den kurzen Vorderbeinen passen. Die Hinterbeine sind länger, aber häufig krumm. Die leicht anliegenden Ohren sind klein, der Schwanz ist nicht vorhanden. Die kleinen Augen liegen tief im Kopf und sind oft von Falten umgeben. 

Die Englischen Bulldoggen gleichen einer Karikatur der einst starken und sportlichen Hunde, die sie einmal waren. 

Augenfarbe

Sehr dunkle, fast schwarze Augen. Weiß sollte nicht sichtbar sein, wenn der Hund geradeaus schaut.

Fell

Das Haarkleid ist sehr kurz, dicht und glatt. Es fühlt sich je nach Länge weich oder hart an. 

Farbe

Englische Bulldoggen sollten einfarbig oder einfarbig mit schwarzer Maske oder schwarzem Fang sein. 

Die folgenden Farben kommen nach offiziellem Rassestandard bei Englischen Bulldoggen vor:

  • Beige
  • Beige & gestromt
  • Beige & Weiß
  • Beige gestromt & Weiß
  • Rot
  • Rot & Weiß
  • Rot gestromt
  • Rot gestromt & Weiß
  • Weiß
  • Rehbraun
  • Weiß & gestromt
  • Rehbraun
  • Weiß auch in Kombination mit Rot, Beige oder Braun

Schwarze Englische Bulldoggen (auch gern als lila bezeichnet) oder Englische Bulldoggen mit schwarz und loh (Zeichnung wie beispielsweise Rottweiler oder Dobermann) sind absolut unerwünscht. Sie stammen aus einer nicht anerkannten Zucht und können krankheitsanfälliger sein. 

Geschichte und Herkunft

Sportlicher und muskulöser Bull-Baiter wird überzüchtet

FCI Norm

Nummer: 149

Herkunft

Großbritannien

Geschichte

Englische Bulldoggen gehören zu den sehr alten britischen Hunderassen, die allerdings nach ihrer Verwendung als sportliche Kämpfer gegen Bullen in der Show-Zucht extrem in Aussehen und Charakter verändert wurden.

Viele unserer heutigen Hunderassen haben die Urahnen der Englische Bulldogge als Vorfahren im Blut, so z.B.:

  • American Bulldog
  • American Pit Bull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Boxer
  • Bordeauxdoggen
  • Bullterrier
  • Französische Bulldogge

Mastiffs und Bulldoggen wurden schon früh zu Tierkämpfen verwendet

Man vermutet, dass die Bulldogs eng verwandt mit den Mastiffs sind und auf eine gemeinsame Urform zurückgehen. Während die englischen Mastiffs auf Größe gezüchtet wurden, entstanden aus den kleineren Züchtungen die sportlichen Urahnen der Englischen Bulldoggen.

Britische Hunde wurden bereits im Altertum von Römern für Tierkämpfe importiert. Bereits Mitte des 11.Jahrhunderts begannen um London herum Tierkämpfe von Hunden gegen Bären und Bullen. Die Bärenbeißer waren größere und massigere Hunde, die sehr wahrscheinlich den heutigen Mastiffs ähnlich sind. Die Bullenkämpfer waren dagegen die kleinen und wendigen Vorfahren der heutigen Bulldoggen. 

Starke und mutige Hunde im Kampf gegen Bullen (Bull-Baiting)

Im Mittelalter verwendeten die Fleischer Hunde, um wilde Stiere zu bändigen und zu treiben.  1630 wird der Name „Bulldog“ erstmals erwähnt. Die Eignung dieser Hunde für den Bullenkampf wurde früh erkannt. Bull-Baiting (Bullenbeißen) galt als Sport des britischen Adels. Nachdem die wilden Auerochsen gegen Ende des 16.Jahrhunderts ausstarben, verwendete man Zuchtstiere. Erste Erwähnungen der englischen Bull-Baitings gibt es Ende des 12.Jahrhunderts. Die Hunde der Fleischer jagten dabei die Stiere durch die Orte. Man ging davon aus, dass das Fleisch der gehetzten Bullen besser schmeckte. Die kleineren Bulldogs packten den Bullen an der Schnauze und sollten diese so lange wie möglich festhalten, was für die Bullen sehr schmerzhaft war. Die Bulldoggen zu dieser Zeit waren sportlich, wendig und wurden mit einem Überbiss gezüchtet, damit sie trotz des Verbeißens noch atmen konnten. Der Fang der Hunde war breit, damit er sich besser verbeißen konnte. Die Ohren und Schwänze wurden kupiert, damit sie nicht verletzt werden konnten. Relativ quadratisch und muskelbepackt waren die Hunde auch damals schon.

Blütezeit der Bullenkämpfe im 17.Jahrhundert

Im 17.Jahrhundert war die Blütezeit des Bullenkampfes in England. Das „Vergnügen“ und die Wetteinsätze waren hoch. In Arenen wurden mehrere Hunde auf einen Bullen gehetzt und am Maul gepackt. Häufig wurden die Bullen dabei jedoch angebunden und ein bis drei Hunde mussten gegen ihn antreten. Die Hunde wurden oft von dem Bullen auf die Hörner genommen und hoch durch die Luft gewirbelt, was oft tödlich endete. Die Hunde waren derart gereizt, den Bullen zu greifen und nicht loszulassen (was ja tödlich hätte enden können), dass sie selbst stark verletzt, nicht losließen und die Halter mit Eisenstangen den Fang aufhebeln mussten.

Die hohen Wetten gingen meist darauf, ob der Hund den Bullen packen und halten kann. Konnte ein Hund den Stier packen, wartete ein hohes Preisgeld. Konnte er es nicht, wurde er oft vom Stier mit den Hörner durch die Luft gewirbelt und stark verletzt.

Ein trauriges Kapitel der Menschheit mit unfassbaren Grausamkeiten

Damit es spannender wurde, ließen sich die Menschen immer mehr Grausamkeiten in den Kämpfen einfallen, von denen ich hier gar nicht schreiben möchte. Das Verbeißen in den Kampfgegner war ein wesentliches Merkmal der Kampfhunde. Breite Kiefer und starke Beißkraft für das Festhalten der Bullen an der Schnauze waren neben Wendigkeit und Mut geforderte Merkmale der damaligen Bulldoggen. Das blutige Schauspiel war durch hohe Wetten immer begehrter geworden und die Grausamkeiten gegenüber Bullen und Hunden steigerten sich immer mehr. Ein sehr trauriges Kapitel der Menschheit mit unfassbaren Grausamkeiten, die bis in die heutige Zeit illegal andauern. Die in den Bullen verbissenen Hunde wurden von ihren Eigentümern zerstückelt, um zu beweisen, dass sie nicht loslassen und die Welpen teuer zu verkaufen. 

Verbot der Tierkämpfe führte fast zum Aussterben

1835 wurden in England Tierkämpfe verboten. Damit verlor der ursprüngliche Bulldog seine Aufgabe im Kampf gegen die Bullen. Diese Kämpfe konnten allein aufgrund der Größe der Bullen kaum illegal stattfinden. Stattdessen wurden die bei den ärmeren Menschen bereits stattfindenden Hunde- und Hahnenkämpfe nun immer beliebter. Denn diese konnten auch illegal gut im Untergrund stattfinden. Und das taten sie auch. Allerdings waren die kräftigen und auch langsamen Bulldoggen für diese Kämpfe nicht mehr gefragt. Wendigere und schnellere Hunde mussten dafür herhalten, die aus der Kreuzung von Bulldoggen und Terriern entstanden. So kam es fast zum Aussterben der alten englischen Bulldoggen und der Genpool wurde immer kleiner.

Starker Wandel der Rasse zu Extremen mit Verbot der Tierkämpfe

Ab 1860 begann die englische Bulldogge, auf Ausstellungen – im Showring – nun nicht mehr auf Leistung, sondern auf Aussehen gezüchtet zu werden. Sie wurde ein beliebter Begleithund des britischen Adels. Auf der einen Seite wurde der Charakter der Hunde friedlicher, aber auf der anderen Seite wurde das Aussehen immer mehr übertrieben. Letzteres hat der Rasse überhaupt nicht gutgetan. 

Oh je, was hat der Mensch aus dem einst sportlichen Kämpfer gemacht?

Nach 30 Jahre der Show-Zucht war die Rasse bereits weit entfernt von den alten englischen Bulldoggen und sah ihrer eigenen Karikatur immer ähnlicher. Doch die Menschen liebten die Hunde so – ohne Rücksicht auf Verluste. Es kam sehr früh zu Extremen, die keine Rücksicht auf die Gesundheit der Hunde nahmen. Die ursprünglich auf Leistung und Sportlichkeit gezüchteten Hunde bekamen immer größere und bulligere Köpfe und immer stärkere Überbisse, die Beine wurden kürzer und krummer und ein Senkrücken begann sich zu formen. 

Die Bulldogge wird zum Symbol für Kraft und Willensstärke

Die Englische Bulldogge wurde in vielen Ländern zum Symbol für Kraft und Willensstärke. In Großbritannien wurde sie zum Nationalhund. "John Bull" ist als Karikatur des willensstarken Engländers mit bulldoggenartigen Aussehen seitdem 18.Jahrhundert bekannt. Im zweiten Weltkrieg wurde der Britische Prime Minister Winston Churchill häufig mit einer Bulldogge verglichen. 

Das Symbol der grimmigen und nervenstarken Bulldogge wurde in der Werbung bei vielen Marken verwendet. In den USA ist die Bulldogge das Maskottchen von unzähligen Sportvereinen. Angeblich soll die Bulldogge "Handsome Dan" der Yale Universität eines der ersten tierischen Maskottchen der Sportwelt gewesen sein. Eine Bulldogge ziert auch das Firmenloge von vielen Marken, unter anderem von US-amerikanischen Lastkraftwagen. Berühmt sind Bulldoggen auch in Zeichentrickfilmen geworden: Die Bulldogge "Spike" spielte den bösen Gegenpart bei Tom & Jerry-Filmen.

Bulldoggen als Social Media Stars

Bulldoggen sind auch heute aufgrund ihres grimmigen Charmes beliebt und in den typischen Social Media-Kanälen wie Instagram und Facebook die Stars. Ob die vielen Fotos, Verkleidungen, Reisen und das Vermenschlichen im Sinne einer artgerechten Haltung sind, sei dahingestellt.

Die Bulldogge Mister Bentley aus Kanada hat fast eine halbe Million Follower. Die beiden Bulldoggen "Roscoe" und "Coco" von Lewis Hamilton haben aufgrund ihres berühmten Formel-1-Halters ebenfalls über 400.000 Follower. Davon kann die surfende Bulldogge "Srgt Bulldog" mit 170.000 Followern nur träumen.

Prominente Halter von Englischen Bulldoggen

Englische Bulldoggen sind insbesondere auch in den USA sehr beliebt. Unter ihren Haltern sind/waren viele Stars. Hier die bekanntesten und die Namen ihrer Hunde. 

  • Adam Sandler ("Meatball")
  • Brad Pitt ("Jack")
  • Jessica Biel ("East")
  • David Beckham ("Coco")
  • Reese Witherspoon ("Frank Sinatra")
  • Pink ("Elbis")
  • Ozzy Osbourne ("Lola")
  • Karen Duve ("Bulli")
  • Willow Smith ("Rockefeller")
  • Lewis Hamilton ("Roscoe" und "Coco")
  • Michael Phelps ("Herman")
  • Truman Capote ("Maggie")

Meilensteine in der Zucht der Englischen Bulldoggen

  • 1835 Verbot der Tierkämpfe in England führte fast zum Aussterben
  • 1860 Beginn der Show-Zucht
  • 1864 Gründung des Bulldogclubs
  • 1865 Festlegung des Rassestandards
  • 1886 Anerkennung durch American Kennel Club (AKC)
  • 1955 endgültige Anerkennung durch die FCI

Englische Bulldogge im Überblick

Gemütliche Menschen mit Humor und Geld gesucht

Englische Bullis sind ausgesprochen charmante und anhängliche Begleiter, die gern mit euch täglich unterwegs sind, aber bitte: No Sports! Treppensteigen, Hitze oder Schwimmen können für sie gefährlich werden. Ihr hartnäckiger und verspielter Charakter macht die ausgeglichenen Kraftpakete einfach liebenswert. Sie sind viel sensibler und verschmuster als das grimmige Äußere vermuten lässt.

Wenn ihr euch auf die haarenden, sabbernden und grunzenden kleinen „Monster“ einlasst, bekommt ihr sehr viel Liebe zurück. Ihr Eigensinn wird euch zwar manchmal an den Rand des Wahnsinns bringen, doch dafür schmust es sich auf dem Sofa umso besser.

Für die Haltung von Englischen Bulldoggen benötigt man leider Geld wie Lewis Hamilton (der zwei Englische Bulldoggen besitzt), denn auch die Tier-Krankenversicherungen übernehmen nicht alle Tierarztkosten, die bei Englischen Bulldoggen leider oft hoch sind. Deshalb ist es so wichtig, eine Englische Bulldogge aus einer gesunden und anerkannten Zucht zu wählen, deren Elterntiere viele Gesundheitstests bestanden haben.

Auflagen

Es gibt keine rassespezifischen Auflagen zur Haltung von Englischen Bulldoggen. Ihr solltet euch die Bestimmungen zur Haltung von Hunden der jeweiligen Bundesländer oder Kantone ansehen, in denen ihr wohnt.

Mitnahme im Flugzeug meist nicht möglich

Die Mitnahme von stumpfnasigen Hunden, zu denen auch die Englische Bulldogge gehört, ist im Frachtraum von Flugzeugen seit Beginn 2020 bei den meisten Fluglinien ausgeschlossen. Hintergrund ist die durch den Transport verursachten gesundheitlichen Probleme wie Atemnot oder Kreislaufprobleme. Für den Transport in der Kabine erfüllen die Englischen Bulldoggen aufgrund ihres Gewichts meist nicht die Voraussetzungen. 

Und mal ehrlich: Den Stress und die damit verbundenen Risiken eines Fluges solltet ihr einer Englischen Bulldogge nicht antun. 

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