Englischer Setter in "blue belton": Schwarze Tüpfelung

English Setter

Charmante Athleten mit großer Jagd-Passion

Englische Setter sind britische Vorstehhunde von athletischer Ausdauer und mit einem starken Jagdtrieb. Die meisten von ihnen werden auch heute jagdlich geführt und lieben eine ländliche Umgebung für eine sportliche Auslastung in der Natur. Ihr sehr sanft-sensibles, freundliches und offenes Wesen, das ihren Menschen gefallen möchte, macht die gutmütigen Setter auch zu fantastischen Begleit- und Familienhunden, sofern sie körperlich und geistig ausgelastet sind. In das Aussehen der langhaarigen und gepunkteten Schönheiten verlieben sich die meisten Menschen spätestens nach einem Blick in die treuen Augen. Die Haltung ist auch ohne jagdliche Führung möglich, sofern ihr viel Zeit für sportliche Aktivitäten in der Natur und Hundetraining mitbringt.

Top Facts

  • Ausgeprägter Jagdtrieb
  • Sanftes, freundliches und gutmütiges Wesen
  • Eigenwillig: benötigt konsequente Erziehung
  • Sehr aktiv und ausdauernd: viel Auslauf zur Auslastung
  • Passionierter Apportierer und Wassersportler
  • Vielseitiger Jagdgebrauchshund

Steckbrief English Setter

Größe
61,0 - 68,0 cm
Gewicht
18,0 - 32,0 kg
Lebenserwartung
12 - 15 Jahre
Verwendung
Vorstehhund, Begleit- und Familienhund
Herkunft
GB
Fell
Seidiges, glattes Fell teilweise lang
Wesen
Sanft, freundlich und gutmütig aber eigenwillig

Charakter

Elegante, freundliche Jäger

Ein English Setter ist ein sehr aktiver und charmanter Begleiter, der vor allem ein Hund mit einer ausgeprägten Jagdleidenschaft ist und viel Bewegung in der Natur benötigt. Aufgrund ihrer freundlichen Art und ihres attraktiven Äußeren, sind sie auch als Begleit- und Familienhunde beliebt. Modehunde sind sie zum Glück jedoch nicht, denn das hätte der Rasse wahrscheinlich gar nicht gutgetan. Wenn die English Setter geistig und körperlich ausgelastet sind, sind sie sehr entspannte und freundliche Hausgenossen, die Aggression nicht kennen.

Nicht nur ihr Blick ist herzzerreißend sanftmütig und liebevoll. Sie sind auch sehr verschmust und möchten arbeiten.

Will to Please und Eigensinn

English Setter haben den sogenannten will to please und möchten Aufgaben für ihren Menschen erfüllen. Als Jagdhunde besitzen sie zwar ein feines Gefühl dafür, auf die leisesten Befehle zu gehorchen, doch müssen sie dazu konsequent und liebevoll erzogen und ausgebildet werden.

In der Natur liegt ihre Aufmerksamkeit daher häufig auf allem, was hier kreucht und fleucht, statt bei euch zu sein. Denn die Flora in der Natur ist sooo spannend und die Setternase ist ständig in Aktion. 

Ein Geräusch, ein Geruch? Da muss ich hin! Hier ist es nicht leicht, interessant genug für den Hund in freier Wildbahn zu bleiben. Dazu gehört eine gewisse Arbeit, ebenso für die Leinenführigkeit. Denn dem nicht ausgelasteten English Setter steht ganz anderes im Sinn und er sucht sich gern eine Aufgabe, wenn er keine von euch bekommt.

Freundlich, verschmust, sanft und sozial

English Setter sind sehr freundliche und sanfte Hunde, die sich über Streicheleinheiten und Schmusereien freuen. Sie lieben die Nähe zu ihren Menschen und sind im Haus sehr entspannt und freundlich, sofern sie zuvor ausreichend ausgelastet wurden. Auch mit Kindern und anderen Hunden verstehen sie sich in der Regel ganz fantastisch. Auch Fremde werden meist freundlich begrüßt und unterliegen schnell dem Charme der English Setter und werden zum Schmusen aufgefordert.

Laufen, laufen, laufen - in der Natur

Doch so sanft und freundlich sie im Haus sein mögen, so temperamentvoll und elangeladen sind die athletische Jäger im Freien. Lang und ausdauernd in der Natur zu laufen und Wild aufzustöbern, liegt ihnen im Blut. Wenn ihr euren English Setter nicht jagdlich führen möchtet, so benötigt er täglich viel Freilauf in der Natur. Dann ist der Setter auch angenehm, ruhig und ausgeglichen im Haus. Es ist ihre Veranlagung, weiträumig und schnell zu suchen. Dabei entfernt sich der Setter gern weit von seinem Menschen. Ihr Bewegungsradius weg vom Menschen kann daher sehr groß werden und sie sind es gewohnt, auch eigenständig Entscheidungen bei der Jagd zu übernehmen.

Setter können daher sensibel-eigenwillig werden und entsprechend die langen Ohren auf Durchzug stellen. Dies erfolgt insbesondere dann, wenn ihnen keine Grenzen gesetzt werden.   Sie benötigen eine konsequente Erziehung mit klaren Anweisungen, die jedoch immer fair und liebevoll bleiben sollten. Bei Härte und Vertrauensverlust können Setter sich in sich kehren und sehr stur und sensibel reagieren. 

Keine Illusionen: es ist ein Jagdhund

Die Mehrheit der Englischen Setter sind Vollblut-Jagdhunde, die für die Niederwildjagd gezüchtet wurden und deren Jagdleidenschaft teilweise sehr extrem sein kann. Aufgrund ihrer Vorfahren und ihrer Spezialisierung auf Federwild (Wachteln, Fasane, Raufußhühner) werden Setter auch manchmal noch Hühnerhunde genannt.

In Deutschland werden jedoch zur Jagd die typischen deutschen Vorstehhunde wie Deutsch Kurzhaar und Deutsch Drahthaar bevorzugt. Die ursprüngliche Aufgabe der Englischen Setter war die Suche vor dem Schuss zum Auffinden und Anzeigen des Niederwildes, insbesondere von Vögeln. Und auf genau diese Aufgabe sind sie spezialisiert.

Vorstehen und Arbeit nach dem Schuss

Im Vorstehen hatten die Englischen Setter die unterschiedlichsten Positionen, so duckten sie sich früher oder saßen vor oder legten sich ab, während sie heutzutage eher stehend anzeigen, dass sie Wild gewittert haben. Die sitzend-liegende Position hat ihnen den Namen Setter eingebracht. Ähnlich dem Retriever übernimmt auch der English Setter die Aufgabe nach dem Schuss und zeigt dabei seine Apportier- und Wasserleidenschaft. Auch auf Fährten von verletztem Wild (Schweißfährten) ist der English Setter gut einsetzbar.

Sollte der English Setter nicht jagdlich geführt werden, benötigt er möglichst von klein auf an eine der Jagd ähnliche Auslastung. Dummytraining, professionelles Reizangeltraining, Fährtenarbeit, Mantrailing oder andere Suchspiele und Aufgaben, bei denen ihre Impulse gut trainiert. Besonders wichtig ist ein gutes Gehorsamstraining wie bei der Grundausbildung oder auch bei Obedience. 

Englische Setter (kurz: ES) sind in Deutschland als Jagdhunde im Einsatz. In Deutschland werden die English Setter als Stöber- und Vorstehhunde bei der Jagd auf Federwild (wie z.B. Wachteln, Fasane und Raufußhühner) eingesetzt und bei der Feldarbeit für die Jagd auf Niederwild. Als Vorstehhund unterbrechen sie die Suche nach Wild, sobald sie es wittern und bleiben mit erhobener Vorderpfote stehen und zeigen mit ihrem Kopf die Richtung des Wildes an. 

English Setter besitzen wenig Raubtier- und Wildschärfe zur Jagd auf z.B. Füchse oder Wildschweine. Die meisten English Setter lieben das Wasser und Apportieren sehr gut Wasservögel. Auf Schweissarbeit (Suche nach verletztem Wild) sind sie nicht spezialisiert. 

English Setter sind von ihrem Wesen sehr gut für die Jagd geeignet, da sie sehr sensibel auf die Anweisungen ihres Menschen hören. Gleichzeitig sind sie sehr sportlich-agil und dabei sehr leistungsfähig und ausdauernd.

Geistige Auslastung für die intelligenten Aristokraten 

Reine Bewegung ist den intelligenten Hunden jedoch nicht genug, sie benötigen eine geistige Aufgabe, die ihre Intelligenz auch fordert. Wenn ihr den English Setter nicht jagdlich führen möchtet, so solltet ihr mit ihm Hundesport machen und Beschäftigungen ausüben, die seinem Jagdtrieb ähnlich sind. Dazu gehören alle Arten von Nasenarbeit und Gehorsamsübungen, die die gemeinsame Bindung noch stärken. 

Deshalb sind English Setter auch keine Anfängerhunde. Eine gute Hundeschule und Trainings sind ein Muss, um dem Hund die Freiheiten und den Freilauf bieten zu können, die er für ein glückliches Leben benötigt. Hierzu gibt es z.B. Kurse in Jagdhundevereinen oder im English Setter Club oder auch in Hundeschulen. Eine Grunderziehung für Jagdhunde kann sehr sinnvoll sein.

Intelligenz

Englische Setter sind sehr intelligent und gelehrig, müssen sie doch sehr fein mit dem Jäger zusammenarbeiten. Sie freuen sich über eine Arbeit, die sie geistig auslastet. 

Aufmerksamkeit

Ihre Aufmerksamkeit ist sehr hoch, wenn sie in der freien Natur Wild aufstöbern, was ja ihre ursprüngliche Aufgabe ist. Ihre Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen, kann in der freien Natur dagegen etwas schwerer sein. Dazu gehört eine gute Grundausbildung und eine vertrauensvolle Bindung, denn English Setter besitzen den Will to Please.

Energie

Englische Setter wurden jahrhundertelang darauf gezüchtet, besonders ausdauernde und schnelle Jagdhunde zu sein. Insbesondere Edward Laverack, einer der leidenschaftlichsten Züchter der Rasse, legte Wert auf ihre Ausdauer. Die temperamentvollen Hunde benötigen viel freien Auslauf in der Natur, dann sind sie in ihrem Element. 

Da das Skelett und die Gelenke bei Settern erst mit 2 Jahren vollständig ausgewachsen sind, sollte bis dahin auf Überanstrengung und zu viel Bewegung verzichtet werden, damit die Knochen und insbesondere die Gelenke gesund wachsen können. Hier findet ihr Tipps, wie viel Bewegung für einen Welpen oder Junghund genug ist: Weniger ist mehr: Bewegung von Welpen und Junghunden.

Zeitaufwand

Aufgrund ihres starken Bewegungsdrangs in der Natur sind täglich lange Spaziergänge notwendig. Auch in die Erziehung und den Grundgehorsam solltet ihr täglich etwas Zeit investieren. 

Ansonsten sind English Setter eher pflegeleicht, doch ihr Fell sollte regelmäßig gebürstet werden. 

Training

Ganz gleich, ob du den Englischen Setter als Jagdhund oder als Begleithund halten möchtest, wirst du einiges an Zeit in die Erziehung und das Training mit deinem Hund stecken müssen.

Die jagdliche Passion ist bei einem normalen Englischen Setter naturgemäß sehr ausgeprägt. Deshalb ist ein konsequentes Training von Beginn an so wichtig, damit dein Setter auch in freier Wildbahn auf dich hört. Denn Freilauf ist für diesen aktiven Hund ein tägliches Muss.

Das Rückruftraining und auch die Impulskontrolle müssen von früh an sehr intensiv geübt werden.

Die folgenden Hundesportarten sind für Englische Setter besonders geeignet:

Für eine körperliche Auslastung eines gesunden und erwachsenen English Setter sind folgende Beschäftigungen gut geeignet:

  • Wanderungen und lange Spaziergänge
  • Begleitung beim Joggen 
  • Am Rad laufen
  • Neben dem Pferd laufen

Wohnungstauglichkeit

Englische Setter sind Jagdhunde, mit denen man eher eine ländliche Gegend mit viel Natur und Platz verbindet. Ein Haus mit Garten ist sicherlich schön, aber keine Notwendigkeit. 

Englische Setter können auch in der Wohnung gehalten werden, sofern du ihnen genug Bewegung und Auslauf in der Natur täglich ermöglichen kannst. Das ist in der Großstadt-Wohnung eher schwieriger und ein kurzer Gang zum Park oder "um den Häuserblock" reichen für diese Hunderasse bei Weitem nicht aus.

Eine Wohnung zur Haltung eines Englischen Setters sollte ebenerdig liegen oder mit dem Fahrstuhl erreichbar sein.

Da Englische Setter relativ große Hunde sind, ist es für ihre Gelenke nicht gesund, täglich mehrere Treppen gehen zu müssen. Deshalb sollte eine Wohnung ebenerdig liegen oder mit dem Fahrstuhl erreichbar sein. Ein gesunder erwachsener English Setter springt natürlich alle Treppen ohne Probleme, sollte dies aber mit Rücksicht auf die Gelenke nicht täglich tun. Welpen und Junghunde dürfen noch keine Treppen steigen, da ihre Gelenke und Knochen sich noch im Wachstum befinden. Und was ist im Alter oder bei Krankheit? Ein Englischer Setter ist definitiv zu schwer, um ihn bei längerer Krankheit oder auch im Alter täglich zu tragen. 

Genehmigung zur Hundehalter von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft

Generell solltet ihr bei einer Wohnung die Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft schriftlich vorliegen haben. 

Treue & Ergebenheit

English Setter können eine sehr enge Bindung zu ihren Menschen aufbauen und sind ihnen gegenüber sehr sanftmütig und loyal.

Jagdtrieb

Englische Setter sind zur Jagd gezüchtet und diese liegt ihnen im Blut. Sie werden in Deutschland als Vorstehhunde zur Jagd vom JGHV (Jagdgebrauchshundverband e.V.) und DJV (Deutscher Jagdverband e.V.) anerkannt. 

Sie sind insbesondere zum Vorstehen für Federwild im Einsatz. Bei der Niederwildjagd sind sie geeignet für die Jagd vor und nach dem Schuss. Durch ihre sehr große Wasserfreude, sind Englische Setter insbesondere auch für die Wasservogeljagd geeignet. 

 

Alleinsein

English Setter lieben zwar die Nähe zu ihren Menschen, aber sie können gut lernen, allein zuhause zu bleiben. Dies gelingt dann am besten, wenn ihr es von Welpe auf an langsam üben könnt.

Bellen

Englische Setter haben eine sehr geringe Veranlagung zum Bellen und gehören zu den ruhigeren Hunden. 

Wachsamkeit

English Setter sind zwar aufmerksam und beobachten alles, was um sie herum passiert, doch sind sie keine typischen Wachhunde. Manche kündigen Fremde kurz an, lassen sich aber auch gern davon überzeugen, dass dies nicht nötig ist. 

Beschützer

Englische Setter gehören nicht zu den Wachhunden und sind Fremden gegenüber eher aufgeschlossen und freundlich. Ob sie im Notfall ihre Menschen beschützen würden, kann nur spekuliert werden. 

Verträglich mit Hunden

Gut sozialisierte Englische Setter vertragen sich im Grunde mit allen anderen Hunden und sind sehr höflich im Umgang mit ihnen. 

Kleine Hunde können von dem Temperament und der freundlichen Neugierde der Setter manchmal überfordert werden. Junge English Setter können übermütig und auch mal kess im sportlichen Spiel werden. Hier solltet ihr entsprechend eingreifen. 

Verträglich mit Tieren

Als Jagdhunde sind English Setter stark daran interessiert, Vögel und auch Katzen oder Nagetiere zu jagen. Deshalb sind sie definitiv nicht optimal verträglich mit anderen kleineren Haustieren im Haushalt. Natürlich ist es immer eine Frage der Erziehung und der frühen Sozialisierung und es gibt sicherlich English Setter, die auch mit Katzen friedlich in einem Haushalt leben. Selbstverständlich ist dies aber nicht und erfordert Arbeit. 

Kinderfreundlich

Aufgrund ihrer Freundlichkeit und ihrer unendlichen Geduld und Sanftmütigkeit im Umgang mit Kindern sind Englische Setter sehr verträglich mit Kindern. Aufgrund ihrer Größe und ihres Temperaments sollten die Kinder möglichst schon etwas größer sein, da sie sonst schnell von dem English Setter einmal umgerannt werden könnten. Generell sollten kleine Kinder niemals mit Hunden unbeaufsichtigt gelassen werden.

Züchter empfehlen auch, dass Kinder bereits ein gewisses Verständnis für den Umgang mit Hunden haben sollten, bevor ein Welpe ins Haus kommt. 

Verträglich mit Fremden

English Setter sind sanftmütig und lieben Menschen. Auch bei Fremden sind sie - sofern sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben - verschmust und freundlich.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Eine ursprüngliche und robuste Rasse - auf Inzucht achten

Englische Setter gehören eigentlich zu den sehr robusten und gesunden Hunderassen. Allerdings hatte die Rasse schon sehr früh aufgrund des kleinen Genpools Inzuchtprobleme. Verantwortungsbewusste Züchter legen Wert darauf, dass der Genpool entsprechend groß ist.

Setter können zu Augenproblemen, Taubheit oder Hüftgelenksdysplasie neigen. Auch dies ist bei verantwortungsbewussten Züchtern durch Tests an den Elterntieren auszuschließen.

English Setter sind recht verfressen und können insbesondere in Verbindung mit zu wenig Auslauf zu Übergewicht neigen.

Viele Englische Setter stammen aus Schutzprogrammen z.B. aus Spanien oder Frankreich. Hier können Mittelmeerkrankheiten eine Rolle spielen, auf die die meisten Organisationen ihre Hunde testen lassen und offen darüber kommunizieren. Unter den Mittelmeerkrankheiten ist die Leishmaniose die schwerste Erkrankung.

Robustheit

Ein gesunder Englischer Setter ist ein sehr aktiver, ausdauernder und robuster Hund. Er liebt viel Bewegung in der Natur und ist dabei voller Lebensfreude in seinem Element.

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen beim Englischen Setter häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

Weitere mögliche Krankheiten, die etwas häufiger bei Englischen Settern als bei anderen Hunderassen vorkommen können sind: 

Weiterhin wurde beobachtet, dass die folgenden Erkrankungen auftreten können:

  • Gluten-Unverträglichkeit
  • Hauttumore
  • Adipositas bei zu wenig Bewegung und/oder Kastration

Verträgt Hitze

Setter sind nicht extrem hitzeempfindlich, aber wie alle Hunde schätzen sie in der Sommerhitze ein ruhiges Schattenplätzchen. Da Setter Wasser lieben, ist auch ein Bad und Schwimmen ein schöner Ausgleich gegen die Hitze. 

Bei den temperamentvollen English Settern solltet ihr darauf achten, dass sie es mit der Bewegung bei zu warmen Wetter nicht übertreiben. Die Temperamentsbolzen wissen einfach nicht immer, wann es am besten ist, aufzuhören. Sie würden laufen, laufen, laufen und mit Pech einen Hitzschlag erleiden.

Manche erleichtern besonders langhaarigen Settern den Sommer durch ein leichtes Einkürzen des Haarkleides. 

Verträgt Kälte

Englische Setter können mit Kälte sehr gut umgehen, sofern sie sich frei bewegen und warm laufen können. 

Pflege

Der Pflegeaufwand hält sich trotz des teilweise längeren Fells in Grenzen. Ihr solltet regelmäßig die Augen, Ohren und Pfoten und Krallen kontrollieren und ggf. pflegen. 

Die langen Schlappohren können zu Entzündungen neigen und sollten daher gut gepflegt werden. Manche Setter neigen zu Augenentzündungen, die meist mit Hausmitteln wieder behoben werden können. Bei stärkeren Augen- oder Ohrenentzündungen hilft nur ein Gang zum Tierarzt. 

Baden

Eigentlich müssen Setter nicht gebadet werden, es sei denn sie stinken oder haben sich entsetzlich im Matsch eingedreckt. Dann ist meist eine Dusche mit Shampoonierung fällig. Dazu ist es sinnvoll, ein natürliches Hundeshampoo und kein Shampoo für Menschen zu verwenden. Zum einen ist der pH-Wert der Hundehaut anders als bei uns Menschen, zum anderen lecken Hunde sich nach der Dusche und das Shampoo sollte deshalb frei von Schadstoffen sein. 

Kämmen & Bürsten

English Setter sollten mindestens einmal wöchentlich gründlich durchgebürstet werden, besser noch täglich. Sollten in dem langen und seidigen Haarkleid Kletten entstehen, so kann es sinnvoll sein, diese mit einem grobzinkigem Kamm auszukämmen. 

Kletten und Verfilzungen sollten regelmäßig ausgekämmt werden, damit sie nicht Überhand nehmen und im schlimmsten Fall zu Hautproblemen führen können. 

Haaren

Englische Setter unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und haaren insbesondere im Frühjahr und Herbst.

Schneiden & Trimmen

Das Haar unter den Pfoten und zwischen den Pfotenballen sollte regelmäßig weggeschnitten werden, damit sich kein Dreck oder kleine Steine oder Eisklumpen im Winter festsetzen können. Außerdem rutscht der Hund dann nicht auf glatten Böden. 

Je nach Fellart des Setters - es kann lang und wellig oder kürzer und glatt sein - kann es sinnvoll werden, die Haare im Sommer zu kürzen. 

Wenn ein Setter geschoren wird, so werden nur Hals, Rücken und Beine geschoren, während das lange Fell an Bauch, Rute und Brust mit der Schere nur in Form geschnitten wird. 

Für Allergiker geeignet

Setter gehören nicht zu den hypoallergenen Hunden, die bei Menschen kaum oder gar keine Allergien auslösen. Sie haaren und unterliegen dem Fellwechsel. 

Sabbern

English Setter tendieren etwas zum Sabbern aufgrund ihrer meist längeren Lefzen. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Natürliche Ernährung mit viel Fleisch

English Setter stellen keine rassespezifischen Anforderungen an ihr Futter. Ein natürliches Futter, das sich in der Menge nach der Aktivität des English Setters richtet ist jedoch sinnvoll, damit die Setter nicht übergewichtig werden.

Einige Setter sind sehr sensibel, wenn es um Futtermittelallergien geht und sie vertragen kein Getreide in ihrem Futter. Eine Futtermittelallergie kann sich in Ohrenentzündungen zeigen. 

 

Verfressenheit

Die meisten English Setter können sehr verfressen sein und zu Übergewicht neigen. Wenn man ihn fragt, ist er niemals satt.

Aussehen

Wunderschöner, athletischer Hund

Augenfarbe

Bei Englischen Settern ist eine möglichst dunkelbraune Augenfarbe erwünscht. Sie variiert aber von haselnussbraun bis dunkelbraun..

Fell

Leicht gewellt, aber nicht gelockt

Wer jemals einen Setter gestreichelt hat, weiß wie weich und seidig sich ihr relativ langes Haarkleid anfühlt. Dabei ist es erwünscht, dass es leicht gewellt, aber niemals gelockt sein sollte. An den Hinterläufen haben sie sogenannte "Hosen" und eine Befederung an den Vorderläufen. 

Farbe

In welchen Farben können Englische Setter vorkommen?

English Setter haben sehr vielfältige Färbungen und können dadurch sehr unterschiedlich aussehen. Die Grundfarbe ist immer Weiß mit unterschiedlichen Farbanteilen an Schwarz (blue), Orange oder auch Braun (liver). Fällt der Braun- oder Orangeton sehr hell aus, wird er Zitrone (Lemon) genannt. Das Haarkleid der Englischen Setter ist typischer Weise getüpfelt, was bei Englischen Settern "belton" genannt wird. Belton ist übrigens ein Dorf in Northumberland, das vom Begründer des Zuchtstandards "Edward Laverack" als Bezeichnung für die Tüpfelung eingeführt wurde. Diese Tüpfelung kann in unterschiedlichen Farbtönen auf dem vom Grundton eher weißen Fell vorkommen. Auch lohfarbene Abzeichen an den Augen und Lefzen können bei Englischen Settern vorkommen.

Englische Setter gibt es offiziell in den folgenden Farb-Kombinationen: 

  • Schwarz und Weiß (blue belton)
  • Orange und Weiß (orange belton)
  • Zitronenfarben und Weiß (lemon belton)
  • Leberbraun und Weiß (liver belton)
  • Rein Weiß - nur von dem UKC anerkannt, nicht von AKC und FCI
  • Tricolor - dreifarbig (blue belton und tan)
  • Tricolor - dreifarbig (liver belton und tan), nur von der FCI anerkannt, nicht aber von AKC und UKC

Es werden in der Züchtung Hunde mit Tüpfelung (belton), die am gesamten Körper vorkommt, bevorzugt. Große Farbflecken sind dagegen unerwünscht. 

Albinismus wird von der Zucht disqualifiziert und ausgeschlossen.

Geschichte und Herkunft

English Setter können auf eine fast 500jährige Geschichte zurückblicken

FCI Norm

Nummer: 2

Herkunft

Großbritannien

Geschichte

Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt der English Setter aus Großbritannien. Ihre Vorfahren wurden dort über Jahrhunderte als Vorstehhunde für die Jagd auf primär Vogelwild gezüchtet.

Setting Dogs: Der Name Setter ist früh geboren

Die Setter wurden ursprünglich für die Vogeljagd gezüchtet und vor dem Einsatz von Waffen war es sinnvoll, dass die Hunde das Wild anzeigten, indem sie sich hinlegten und ihr Kopf in Richtung der Vögel zeigte. Im Grunde wurde damals jeder Jagdhund „Setter“ genannt, der auf diese Art und Weise das Wild anzeigte. Das stille sich hinlegen oder setzen war wichtig, damit die Jäger die Vögel mit Netzen fangen konnten. Als im 18.Jahrhundert Waffen statt der Netze zur Jagd eingesetzt wurden, veränderte sich auch das Anzeigen der Setter und sie standen vor, wenn sie Wild witterten. So konnten die Jäger beim Schuss die Hunde besser erkennen.

Erst ab ca. Mitte des 19.Jahrhunderts entstanden die vier unterschiedlichen Setter-Rassen in Abhängigkeit zu ihrem Umfeld und zu dem jeweiligen Jagdeinsatz:

Welche Hunderassen stecken im English Setter?

Der Englische Setter geht auf Hunde zurück, die bereits vor 400-500 Jahren in Europa zur Vogel- und Niederwildjagd verwendet wurden. Lange haben Experten daran festgehalten, dass der English Setter allein aus dem Spaniel gezüchtet wurde. Spanische Hühnerhunde und Spaniels gehören definitiv zu seinen Ahnen. Doch nicht nur die alten Darstellungen sondern auch moderne Gen-Tests legen nahe, dass der Englische Setter aus dem spanischen Pointer, dem großen Wasser-Spaniel, sowie aus dem Springer-Spaniel entstanden ist. Diese Vorfahren der Setter wurden bereits 1570 auf zahlreichen englischen Stichen des 16.Jahrhunderts meist bei der Jagd auf Rebhühner dargestellt.

Drei Männer sind eng mit der Züchtung des Englischen Setters verbunden

Reverend A. Harrisson züchtete Setter bereits rund 35 Jahre, bevor er ein Paar an den noch jungen Edward Laverack 1825 gab.

Als eigentlicher Schöpfer des heutigen English Setters gilt Edward Laverack (1797-1877), der aus den englischen Settern eine konstante Rasse züchtete. Seine Zucht begann mit dem schwarz-weiß getüpfelten Setter-Rüden "Ponto" und der ebenfalls schwarz-weiß getüpfelten Setter-Hündin"Old Moll", die er von Reverend A. Harrisson 1825 erwarb und die der Grundstock seiner ein halbes Jahrhundert währenden Zucht werden sollten. Englische Setter werden deshalb in Züchterkreisen auch heute noch teilweise Laverack-Setter genannt. Er betrieb jahrzehntelange Inzestpaarungen mit schärfster Leistungsauslese. Aber es war auch sein Zuchtziel, schöne Hunde zu züchten. „Nasenleistung, Geschwindigkeit, Gebäude, Schönheit, Farbe und schließlich das Wichtigste, die Ausdauer…" schrieb er in seinem Werk s Werk "The Setter" (1872). 

Seine Hunde waren berühmt für ihre Schönheit gepaart mit ihren Jagdqualitäten. Die Zuchtlinie hatte am Ende jedoch Probleme, die auf Inzucht zurückzuführen sind. Wesentlich später wurden in den USA die Show-Linien verstärkt aus Laverack-Hunde gezogen.

Ein weiterer prägender English Setter Züchter in England ist der Waliser R.L.L. Purcell Llewellin (1840 – 1925). Er kreuzte den Laverack-Setter mit dem Gordon- und dem Irish Setter mit dem Ziel, besonders ideale Feldhunde mit ganz hervorragenden Vorstehmanieren zu züchten. Das Aussehen war für ihn im Gegensatz zu Laverack eher unwichtig.

Die heutigen Arbeitslinien der English Setter stammen häufig von dieser Zucht. Doch auch diese Zuchtlinie bekam Probleme mit der Inzucht. 

Ende des 19.Jahrhunderts sehr beliebt in Deutschland

Zu Beginn des 19.Jahrhundert wurden bereits einige englische Hühnerhund nach Deutschland importiert. Es bestand ein erhöhter Bedarf an Jagdhunden, da das Jagen nicht mehr ein reines Adelsprivileg war, sondern auch in der Masse der Bevölkerung beliebt wurde. Ende des 19.Jahrhunderts wurden über 500 English Setter in das Deutsche Hundestammbuch eingetragen. 2019 wurden im VDH nur 63 English Setter-Welpen eingetragen.

Die Beliebtheit der Englischen Setter nahm mit zunehmender Zucht deutscher Vorstehhunde in Deutschland rapide ab. Nach dem 2.Weltkrieg gab es im Grunde keine English Setter-Zuchthunde mehr in Deutschland. Die Zucht wurde durch Importe langsam wieder aufgebaut.

Setter gehören zu den ersten Vorstehhunden in den USA

1874 wurde der erste Englische Setter offiziell in die USA exportiert. In den USA gehören die Englischen Setter zu den ersten neun Hunderassen, die 1878 überhaupt in den USA offiziell registriert wurden. Sie wurden vom AKC im Gründungsjahr 1884 anerkannt.

Der Englische Setter unterscheidet sich insbesondere in den USA in zwei Typen: Die Show-Linie und die Field Trial-Linie (Arbeitslinie). Die Show-Linien sind in der Regel etwas größer und stärker behaart als die Arbeitslinien. In Großbritannien ist es jedoch die Philosophie, Aussehen und Fähigkeiten in einer Rasse zu vereinen. 

Wichtige Daten der Hunderasse English Setter in der Übersicht: 

  • 1790 begann Reverend A. Harisson mit der Zucht von Settern in England
  • 1825 begann Edward Laverack Setter zu züchten
  • Der Zuchtstandard wurde mit Gründung des englischen Kennel Clubs 1873 festgelegt
  • 1880 erste English Setter in Deutschland (im heutigen VDH vertreten durch English-Setter-Club Deutschland und den Verein für Pointer und Setter)
  • Anerkennung im Amerikanischen Kennel Club (AKC) im Gründungsjahr 1884

English Setter im Überblick

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Die verschmusten und sensiblen Englischen Setter haben auf der einen Seite ein sehr freundliches und gutmütiges Wesen, was sie zu fantastischen Begleit- und Familienhunden macht. Doch solltet ihr euch von den langhaarigen und gepunkteten Schönheiten mit dem treuen Blick nicht täuschen lassen. Sie sind voller Energie und benötigen viel Auslauf, eine Aufgabe und viel Aufmerksamkeit.

Die Haltung ist auch ohne jagdliche Führung möglich, sofern ihr viel Zeit für sportliche Aktivitäten in der Natur und Hundetraining mitbringt.

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