Shih Tzu

Mutige kleine Begleiter vom "Dach der Welt" mit sehr viel Fell

Shih Tzu sind freundliche, intelligente und verspielte kleine Begleithunde, die ursprünglich aus Tibet stammen. Die kleinen Shihs haben ihren eigenen Kopf und sind zur Wachsamkeit geboren. Shih Tzus lieben sie es, bei ihren Menschen zu sein. Eine konsequent-liebevolle Erziehung ist ein Muss, um sich keinen Sturkopf heranzuziehen. Für ihre Größe sind sie recht robust und haaren wenig. Das lange Haarkleid erfordert Pflege und das Alleinsein will trainiert werden.

Top Facts

  • Sehr sozial und freundlich = vertragen sich mit fast jedem
  • lebhaft und intelligent = lernt schnell, braucht Kopfarbeit
  • Langes Haar und kurze Beine = Sehr viel Haarpflege ist nötig
  • Robust und gesund, wenn nicht zu klein und zu kurze Schnauze
  • Selbstbewusst, manchmal stur = konsequente Erziehung nötig
  • Menschenbezogen = Bleiben ungern allein

Steckbrief Shih Tzu

Größe
20,0 - 27,0 cm
Gewicht
4,1 - 8,0 kg
Lebenserwartung
12 - 15 Jahre
Verwendung
Gesellschafts- und Begleithund
Herkunft
Tibet
Fell
Langes, seidiges Fell
Wesen
Freundlich, anhänglich, verschmust, selbstbewusst, stur

Charakter

Shih Tzus wedeln sich in die Herzen der Menschen

Shih Tzu sind über Jahrhunderte reine Gesellschaftshunde am chinesischen Kaiserhof gewesen und fühlen sich immer in der Nähe ihrer Menschen am wohlsten. Ihr solltet euch einen Shih Tzu also nur anschaffen, wenn er wirklich nur einige Stunden an möglichst wenigen Tagen der Woche allein bleiben muss.

Shih Tzu lieben die Körpernähe ihrer Menschen, sie kuscheln und schmusen sehr gern – ob auf dem Schoß oder auf dem Sofa ist egal. Der Shih Tzu ist ein kleiner fröhlicher Hund, der seine Menschen und insbesondere auch Kinder liebt. Er wedelt sich beharrlich in die Herzen seines Menschenrudels. Fremden gegenüber kann er zunächst reserviert gegenüber auftreten.

Bis zum manierlichen Begleiter kann Geduld erforderlich sein: So liebenswürdig, fröhlich und lebhaft Shih Tzu sind, so selbstbewusst und auch eigensinnig können sie sein. Hat ein Shih Tzu zu etwas keine Lust, so sind viel Geduld, Liebe und Konsequenz gefragt. Die Erziehung eines Shih Tzu zu einem Hund mit guten Manieren erfordert tatsächlich etwas Aufwand.

Kleine Löwenherzen mit eingebauter Alarmanlage und einigen Herausforderungen

Trotz ihrer geringen Größe sollte man ihre Wachsamkeit nicht unterschätzen: Schon früher war es ihre Aufgabe, ihre Menschen und die großen Wachhunde (vermutlich Vorgänger der Tibet-Dogge) zu alarmieren, wenn Fremde sich näherten. Deshalb sind Shih Tzu nicht immer leise Hunde und machen sich bemerkbar, wenn sie fremde Geräusche hören. Schlecht erzogen und wenig sozialisiert können sie zu kleinen Kläffern mutieren, aber dies ist eher die Ausnahme.

Als Gesellschaftshunde bleiben Shih Tzu ungern allein. Ihr könnt ihnen sicher mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz beibringen, ein paar Stunden allein zu bleiben, aber es wird ihnen nicht gefallen. Und wenn einem Shih Tzu etwas nicht gefällt, dann bringt er es gern auch mit lautem Gebell zum Ausdruck. Gegen seinen Willen und ohne langsame Gewöhnung allein gelassen könnte sich die kleine Tibet-Lokomotive mit viel Energie und Erfindungsreichtum an die Zerstörung der Wohnung machen.

Bei den meisten Hunderassen ist Stubenreinheit nach wenigen Wochen gelernt. Dies ist bei den meisten Shih Tzu leider nicht der Fall – hier heißt es beharrlich: Üben, üben, üben. Denn nur mit positiver Bestärkung und dem Anbieten von Gelegenheiten zum Lösen direkt nach dem Futter und Trinken lernt der Shih Tzu die Stubenreinheit.

Begegnungen mit anderen Hunden verlaufen meist sehr freundlich, doch trotz ihrer geringen Körpergröße lassen sich Shih Tzu hier nicht die Butter vom Brot nehmen. Eine frühe Sozialisierung ist auch bei ihnen absolut wichtig für ein friedliches Zusammenleben mit ihren Artgenossen. Gleichzeitig solltet ihr sie vor zu großen und stürmischen oder rüpelhaften Artgenossen schützen, damit sie keine Angst bekommen.

Klein, aber oho! Shih Tzu sind robust, muskulös und sportlich

Shih Tzu sind lebhaft und wesentlich robuster und sportlicher als so kleine Hunde auf den ersten Blick aussehen. Durch ihr langes Fell und ihre geringe Größe wirken sie eher glamourös und zerbrechlich, sind aber durchaus sportlich. Sie benötigen zwar keine stundenlangen Märsche, sind aber sehr gern draußen unterwegs und können mit ein wenig Training auch an Wanderungen teilnehmen. So gesehen fühlt sich der Shih Tzu sowohl in der Stadt als auch auf dem Land sehr wohl und ist erstaunlich anpassungsfähig.

Die intelligenten und agilen kleinen Hunde sind sehr lernwillig und leicht für passende Hundesportarten zu begeistern. Gemeinsam können so Vertrauen und Bindung aufgebaut werden, die gerade bei den auf stur schaltenden Shih Tzu ein Weg zu einem harmonischen Zusammenleben sein kann. Seine Intelligenz und seine Selbständigkeit lassen ihn gern eigene Wege gehen, wenn ihr ihm nicht geduldig zeigt, was ihr von ihm möchtet.

Agility für kleine Hunde mit entsprechend niedrigeren Hindernissen ist eine Beschäftigung, die ihnen viel Spaß bringen kann. Dog Dance, Obedience, Nasenarbeit und Tricktraining begeistert die kleinen Unterhalter ebenfalls. Aufgrund ihrer Menschenliebe und ihrer Verschmustheit eignen sich Shih Tzu als "hündische Seelentröster" und Therapie-Hunde.

Intelligenz

Shih Tzu sind intelligente kleine Hunde.

Aufmerksamkeit

Shih Tzu sind lernwillig und freuen sich über Hundesport und intelligente Beschäftigungen. Aufgrund ihrer mehr oder minder ausgeprägten Sturheit ist manchmal auch Geduld gefragt oder man sucht einfach etwas länger nach guter Beschäftigung.

Energie

Shih Tzu sind zwar klein und sehen glamourös aus, sind jedoch keine "Handtaschenhunde" oder ausschließliche Sofa-Chiller. Sie verfügen über gute Muskulatur und können bei entsprechendem Training durchaus auf Wanderungen mitgenommen werden. Manche joggen sogar mit ihren Menschen, was ich aber von dem jeweiligen Hund abhängig machen würde. Ihr Bedürfnis nach Bewegung ist nicht ausgiebig, aber durchaus vorhanden. Nur kurz vor die Tür und ohne Beschäftigung reicht einem Shih Tzu jedenfalls nicht. Auch ein großer Garten kann die täglichen gemeinsamen Spaziergänge nicht ersetzen.

Ich wage jetzt mal eine Aussage, die natürlich nur ein grober Anhaltspunkt sein kann: 3-4 Spaziergänge mit durchschnittlich 20 Minuten dürfen es bei einem ausgewachsenen und gesunden Hund schon sein. Überlegt einfach auch, wie häufig es euch auf das stille Örtchen zieht, dann habt ihr einen Anhaltspunkt dafür, wie häufig ihr eurem Hund die Gelegenheit draußen geben dürft.

Zeitaufwand

Shih Tzu werden zwar als Begleit- und Familienhunde gepriesen, aber der Zeitaufwand bis sie wohlerzogene Familienmitglieder sind, sollte nicht unterschätzt werden. Ihre Erziehung kann Zeit und Geduld erfordern, da sie selbstbewusst und auch stur sein können. Ein Hundesport, der sie geistig fordert, bringt ihnen Spaß und kann eure Beziehung sehr positiv beeinflussen. Wie jeder Hund benötigt auch der Shih Tzu täglich mehrmals Auslauf auch mit Kontakt zu Artgenossen. So gern sie euch begleiten, so ungern sind sie allein - das sollte am besten in deinen Alltag passen. All das kostet Zeit, aber den größten Aufwand bringt die Fellpflege mit sich.

Training

Shih Tzu sind intelligente Hunde, die ihrem Begleiter gefallen möchten aber durchaus auch ihren eigenen Kopf haben. Von der kleinen, zarten und eleganten Hülle sollte man nicht auf Unsportlichkeit schließen. Unter dem langen Fell befindet sich ein durchaus muskulöser Körper, der z.B. an Agility viel Spaß und Erfolg haben kann.

Diese Hundesportarten bringen den meisten Shih Tzu Spaß:

Wohnungstauglichkeit

Shih Tzu sind aufgrund ihrer kompakten Größe und aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit sehr gut für ein Leben in der Wohnung geeignet. Regelmäßiger Auslauf und Kontakt zu anderen Hunden wird hier natürlich immer vorausgesetzt. Das Alleinsein sollte früh und behutsam trainiert werden, da es ein Schwachpunkt werden könnte. Shih Tzu können sehr wachsam sein und Alarm schlagen oder alleingelassen auch bellen. Aber mit einer konsequenten und guten Erziehung lässt sich dies in den Griff bekommen.

Fazit: Shih Tzu sind sehr gut für ein Leben in der Wohnung geeignet.

Sollten Treppen zu der Wohnung führen, kann ein Shih Tzu auch in der Jugend, im Alter oder bei Krankheit gut getragen werden. Regelmäßiges Treppensteigen könnte ein Problem für ihr Kreuz auf Dauer werden.

Treue & Ergebenheit

Shih Tzu sind sehr treue kleine Hunde, die ihren Besitzer am liebsten überall hin begleiten würden. Wenn ihr eine gute Bindung zu eurem Shih Tzu aufbaut und sein Vertrauen gewinnt, ist er ein sehr loyaler Freund.

Jagdtrieb

Jagen gehörte nie zu den ursprünglichen Aufgaben eines Shih Tzu. In der Regel ist bei ihnen kein Jagdtrieb zu erwarten, was natürlich nicht bedeutet, dass es keine Ausnahmen gibt.

Alleinsein

Das Alleinbleiben ist bei allen Hunden unbeliebt. Viele gewöhnen sich jedoch gut daran. Beim Shih Tzu kann es jedoch besonders lange dauern und sehr viel Geduld erfordern. Viele verantwortungsvolle Züchter raten auch ab, einen Shih Tzu mehr als wenige Stunden täglich allein zu lassen. So mancher Shih Tzu hat seinen Frust in Zerstörung und Bellen ausgelebt. Deshalb sollte das Alleinsein früh und konsequent geübt werden.

Bellen

Shih Tzu können aufgrund ihrer Wachsamkeit zum Bellen neigen. Ob sie zum Kläffer werden, ist reine Erziehungssache.

Wachsamkeit

Shih Tzu hatten in ihrer Geschichte immer die Aufgabe, ihre Menschen als auch die großen Wachhunde auf Gefahren aufmerksam zu machen. Wachsamkeit ist ihnen in den Hundekorb gelegt worden und kann je nach Hund unterschiedlich ausgeprägt sein.

Beschützer

Shih Tzu geben aufgrund ihrer geringen Größe keine guten Beschützer ab.

Verträglich mit Hunden

Shih Tzus sind anderen Hunden gegenüber meist freundlich. Dies kann von sehr verträglich bis desinteressiert variieren. Immer vorausgesetzt, dass ihre Sozialisierung gut verlaufen ist und sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Sie sind recht selbstbewusst und lassen sich nicht "die Butter vom Brot nehmen". Um keine schlechten Erfahrungen zu machen, solltest Du sie vor zu großen und zu ungestümen Hunden beschützen und bei Bedarf eingreifen und z.B. ihre Halter um Distanz bitten.

Verträglich mit Tieren

Shih Tzu haben keinen ausgeprägten Jagdtrieb und müssten eher selbst vor großen Katzen geschützt werden. Insbesondere ihre Augen könnten von Katzen leicht verletzt werden. Ob sich Katzen und Shih Tzu verstehen, kommt also auf die Sozialisierung von Katze und Hund an. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen dafür aber gut gegeben.

Kinderfreundlich

Shih Tzu sind sehr freundliche und soziale Hunde, die es lieben, mit ihrer Familie zusammen zu sein und auch mit Kindern zu schmusen und zu spielen. Kinder sollten den artgerechten Umgang mit Hunden gelernt haben und den Hunden auch ihre Ruhepausen gönnen. Die Größe der Shih Tzu ist ideal: sie können kleine Kinder nicht umrennen und sind nicht so zerbrechlich, dass sie vor Kleinkindern beschützt werden müssten. Shih Tzu sind als Familienhunde gut geeignet. Trotzdem sollte man Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Hunden lassen.

Verträglich mit Fremden

Shih Tzu sind Fremden manchmal erst reserviert und vielleicht auch wachsam gegenüber. Bei guter Sozialisierung können sie aber sehr verträglich auch mit Fremden werden.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Trends zu kurzen Schnauzen und kleinen Shih Tzu sind ungesund

Shih Tzu sind eigentlich eine robuste kleine Hunderasse, aber Überzüchtungen und die häufig zu kurzen Schnauzen und der Wunsch nach immer kleineren Hunden können zu gesundheitlichen Problemen führen.

Deshalb ist es bei Shih Tzu so wichtig, auf eine gesunde Zucht zu achten. Sie neigen mehr als andere Hunderassen zu Symptomen der Kurzköpfigkeit wie Kurzatmigkeit, Augen- und Zahnproblemen. Auch Hautprobleme sind nicht selten. Wie bei vielen kleinen Hunderassen können bei ihnen Probleme mit der Kniescheibe auftreten. Auch sind Nierenerkrankungen nicht selten.

Aufgrund der dicht behaarten Hängeohren, entstehen leichter Ohreninfektionen.

Robustheit

Shih Tzu sind robuster als sie aussehen, sofern sie nicht zu kurzköpfig oder zu klein sind und aus einer gesunden Zucht stammen.

 

Krankheiten

Beim Kauf eines Shih Tzu-Welpen solltet ihr euch an verantwortungsvolle Züchter wenden. Diese sollten Wert darauf legen, dass die kleinen Hunde eine noch gesunde Größe haben und nicht zu kurze Schnauzen besitzen. Sprecht eure Züchter auf typische Krankheiten an.

Folgende Krankheiten treten beim Shih Tzu aufgrund von zu kurzen Schnauzen häufiger auf als bei anderen Hunderassen:

Brachycephalie (Kurzköpfigkeit)
Einige Shih Tzu leiden unter typischen Gesundheitsproblemen kurzköpfiger Hunde, die zu Einschränkungen der Lebensfreude führen können und als Qual- und Krankzucht eingestuft werden. Diese werden brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS) genannt.

Die Kurzköpfigkeit kann folgende Krankheitssymptome mit sich bringen:

Weitere Erkrankungen, die beim Shih Tzu etwas häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten:

  1. Nierenerkrankungen
  2. Patella Luxation (Kniescheibenverschiebung)
  3. Hernien (Leisten- und Nabelbruch)
  4. Dermalsinus
  5. Diabetes
  6. Ohreninfektionen
  7. Allergien und Intoleranzen

Genetische Erkrankungen, für die Gentests bei den Elterntieren gemacht werden können:

  1. Hyperurikosurie mit Blasensteinen (Erhöhte Harnsäure, Purinstoffwechsel gestört)
  2. Präkallikrein Defizienz (Blutungsneigung)
  3. Neigung zum Bandscheibenvorfall (Chondrodysplasie und Dystrophie)
  4. Degenerative Myelopathie (Degeneration der Nerven)
  5. Maligne Hyperthermie (Narkose- und Medikamentenunverträglichkeit)

 

Hierauf solltest du beim Kauf eines Shih Tzu achten: 

Sehr viele Shih Tzu werden nicht von seriösen Züchtern angeboten. Deshalb solltet ihr unbedingt darauf achten, beim wem ihr den kleinen und beliebten Hund kauft. Hier unsere Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen.

  1. Um späteren Symptomen des Brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS) vorzubeugen, helfen nur Elterntiere, die das Atemnotsyndrom im erwachsenen Zustand nicht haben. Leider erkennt ihr dies nicht immer von außen und selbst längere Schnauzen (ca. ein Drittel der Kopflänge) garantieren nicht immer, dass die Hunde gut atmen können. Eine CT-Untersuchung der gesamten Atemwege der Elterntiere kann darüber am besten Aufschluss geben. Es sollte uns zu denken geben, dass die Niederlande Kurzköpfigkeit (Die Schnauze soll mindestens ein Drittel der Kopflänge ausmachen) seit Juni 2019 aus Tierschutzgründen verboten haben.
  2. Vorsicht ist bei zu kleinen Shih Tzu geboten. Die Regel der britischen Zuchtclubs lautet frei übersetzt: "Unter 9 Pfund ist ungesund". Sogenannte Teacup-, Imperial- und Mini-Züchtungen sind nicht offiziell anerkannt und oft mit Schwächen, Leid und Krankheiten verbunden. Unser Lese-Tipp: Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde. Gerade die Mini-Shih Tzu leiden sehr häufig unter starker Kurzköpfigkeit, die zur Qual- und Krankzucht gehört und die ihr nicht unterstützen solltet. 
  3. Lasst euch mindestens die Mutterhündin zeigen und ebenso ihre Gesundheitszeugnisse.
  4. Nehmt keine außergewöhnlichen Mode-Farben, die eventuell vermehrt Krankheiten mit sich bringen können.
  5. Kauft nicht im Internet, denn hier sind viele tierquälerische Vermehrer gut getarnt unterwegs. Die Folge sind kranke und teure Welpen, die euch viel Herzblut, Nerven und hohe Tierarztrechnungen kosten werden. Außerdem unterstützt ihr damit eine quälerische Haltung der Elterntiere. 

Unsere Lese-Tipps:

Verträgt Hitze

Hitze können Shih Tzu häufig nicht gut vertragen und werden weniger lauffreudig. Bei extrem kurznasigen Exemplaren kann Hitze zu verstärkter Kurzatmigkeit und weniger Lauffreude führen. Temperaturen über ca. 24 Grad liegen den meisten nicht so gut.

Kurzhaar-Schur im Sommer? Besser nicht!

Eine Kurzhaar-Schur ist jedoch keine gute Idee, um den Shih Tzu im Sommer etwas abzukühlen! Geschorenes Fell im Sommer kann zu Sonnenbränden und Hautirritationen führen. Ist das Fell gut gepflegt, so ist es im Sommer mit weniger Unterfell auch gut durchlüftet. Die Unterwolle aus der kalten Jahreszeit muss gut herausgekämmt werden. Bei dauerhafter Schur kann das Deckhaar weniger und die filzende Unterwolle stärker werden.

Verträgt Kälte

Shih Tzu besitzen zwar nur eine mäßige Unterwolle, diese ist im Winter aber dichter und sie haben ein schützendes Deckhaar. Sofern das Haar nicht zu kurz geschoren ist, kommen sie mit niedrigen Temperaturen und Nässe sehr gut zurecht.

Bei Atemproblemen aufgrund von Kurzköpfigkeit kann Kälte ein Verstärker sein, so dass der Shih Tzu sich nicht gern bewegt. Dann läuft er auch Gefahr, auszukühlen und sollte ggf. geschützt werden.

Pflege

Tipps zur Pflege-Routine beim Shih Tzu

Die Pflege des Shih Tzus konzentriert sich im Wesentlichen auf das lange Haar aber auch auf Augen, Ohren und Zähne des Hundes.

Haarpflege: Ein langes Haarkleid zieht besonders viel Pflege nach sich. Das bedeutet regelmäßiges Bürsten und auch Waschen, damit das Fell nicht verfilzt. Das Haar muss regelmäßig gekämmt werden, um nicht zu verfilzen, denn Shih Tzus sind kurzbeinig und das lange Fell ist oft in Bodennähe, was Dreck und Nässe geradezu einlädt. Alternativ kann das Fell auch kürzer gehalten und getrimmt werden. Doch auch dann benötigt es regelmäßige Pflege.

Zahnpflege: Ihr könnt einiges für die Gesundheit der Zähne eures Shih Tzu tun, zumal sie anfällig für Zahnbeläge, Zahnstein und Parodontitis sind, die gefährliche Krankheiten der Organe begünstigen kann. Hier unsere Tipps: Zahnpflege beim Hund.

Augenpflege: Die Augen können leichter verletzt werden oder Infektionen bekommen, da sie leicht hervortreten. Wichtig ist, dass das Haar die Augen nicht irritiert und entweder geschnitten oder hochgebunden ist. Milde Augentropfen können Entzündungen vorbeugen. Die Augen werden am besten täglich gereinigt und kontrolliert (z.B. mit einem feuchten Tuch), da es sonst zu Irritationen kommen kann. Lese-Tipp: Augenpflege beim Hund

Ohrenpflege: Shih Tzus haben lange Hängeohren, die auch innen behaart sind. Ohreninfektionen können aufgrund der geringen Luftzirkulation in den Ohren begünstigt werden. Für eine bessere Durchlüftung hilft es, die Ohreninnenhaare regelmäßig zu kürzen. Hier findest du unsere Tipps zur Ohrenpflege beim Hund.

Pfotenpflege: Die Pfoten sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gepflegt werden. Zu lange Krallen sollten beim Shih Tzu regelmäßig gekürzt werden. Lese-Tipp: Pfotenpflege beim Hund.

Schutz vor Zecken und Flöhen: Ihr solltet euren Shih Tzu vor Parasiten wie Zecken und Flöhen schützen, da sie nicht nur lästig sein können, sondern auch gefährliche Krankheiten mit sich bringen können. Lese-Tipp: Zeckenschutz: So schützt du deinen Hund vor Zecken.

Wurm-Check, gegen Würmer benötigt ihr keine Prophylaxe, besser ist eine regelmäßige Kot-Kontrolle.

Baden

Die meisten Hunderassen werden nur im Notfall gebadet, wenn sie sich "lecker" in Aas, Kot oder Schlamm gesuhlt und "parfümiert" haben, ist ein Bad oder eine Dusche natürlich fällig.

Bei langhaarigen Rassen, deren Haare unendlich wachsen und auch lang getragen werden, können regelmäßige Bäder mit Shampoo und Conditioner erforderlich werden, damit das Haar nicht verfilzt und gut kämmbar bleibt. 

Shampoo-Tipp: Verwendet ein Hunde-Shampoo und kein Menschen-Shampoo, denn die Hundehaut hat einen anderen pH-Wert (7,5) als die Haut von Menschen (5,5). Ein Hunde-Shampoo sollte rückfettend sein, um die Hautflora zu schützen. Am besten ihr wählt ein Hundeshampoo aus natürlichen und möglichst wenigen Inhaltsstoffen, schließlich kommt das Hundemaul damit in Berührung. 

Kämmen & Bürsten

Es ist hilfreich, Shih Tzu schon als Welpen an tägliches Kämmen zu gewöhnen. Je nach Länge des Fells sollten sie täglich oder mindestens 1-2 mal die Woche gründlich durchgekämmt und gebürstet werden. Langes Shih Tzu-Fell benötigt täglich ausgiebiges Bürsten, um nicht zu verfilzen. Während des Fellwechsels im Frühling und Herbst sollte das Fell besonders gründlich gebürstet werden.

Da das Fell des Shih Tzu unendlich wächst und von der Nase in alle Richtungen, sollten die Augen durch das Hochbinden der Haare geschützt werden. Hier gibt es DIE Frisur für Shih Tzu, den "Top Knot" oder einfach Knoten auf dem Kopf. Hierfür gibt es diverse Anleitungen, wie z.B.: Man nehme alle Haare, die außen an den Augen beginnen, bis zu den Ohren. Die Haare werden ausgekämmt und mit einem Haargummi oben auf dem Kopf zusammen gehalten. Nun wird der Pferdeschwanz oben mit einer Spange oder einer Schleife auf dem Kopf gehalten. Diese müssen jeden Tag wieder vorsichtig und sorgsam ausgetauscht werden.

Haaren

Der Shih Tzu hat eigentlich kein Fell, sondern Haare. Diese bestehen sowohl aus Deckhaar als auch aus einer im Sommer sehr gering ausgeprägten, im Winter aber dichteren Unterwolle. Wenn sie auch nicht viel haaren, so unterliegen sie doch einem saisonalen Fellwechsel. Ihre Deckhaare wachsen dagegen immer weiter, wenn sie nicht geschnitten werden.

Schneiden & Trimmen

Wer sich nicht mit der aufwändigen Haarpflege beschäftigen möchte, kann das Haarkleid auch kürzen. Professionelle Haarfriseure können ca. alle 6-8 Wochen das Trimmen und Kürzen des Fells übernehmen. Wichtig ist drauf zu achten, dass die nachwachsenden Haare nicht die Augen reizen können.

Pflege-Tipps: 

  1. Im Sommer sollten die Haare nicht allzu kurz geschnitten werden, damit die Hunde keinen Sonnenbrand erleiden. Auch ein kurzgeschnittener Hund kann sehr unter der Wärme leiden, wenn er nicht regelmäßig gebürstet und entfilzt wird.
  2. Die Pfoten-Ballen sollten immer freigeschnitten werden. Zum einen können die Hunde sonst leichter auf glattem Boden rutschen. Zum anderen schwitzen Hunde über die Pfoten-Ballen und es kann ihnen sonst zu heiß werden.

Für Allergiker geeignet

Shih Tzu haaren kaum und gelten deshalb als verträglicher für Allergiker als andere haarende Hunderassen. Doch auch Shih Tzu unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und haben im Winter eine dichtere Unterwolle als im Sommer.

Es gibt keine Hunderasse, die zu 100% hypoallergen ist. Wie stark du auf einen Hund allergisch reagierst, hängt allein von der Menge der Allergene ab, die der Hund in Speichel und Hautschuppen produziert und auf welche du allergisch reagierst. Es gibt aber Hunderassen, die auch für Allergiker besser geeignet sein können, da sie nicht oder wenig haaren und weniger Hautschuppen produzieren, die die Allergene verteilen.

Lese-Tipp: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Trotz ihrer recht kurzen Schnauze neigen die wenigsten Shih Tzu zum Sabbern. Es kann aber sein, dass sie deshalb zu Geräuschen wie Röcheln und auch lautem Schnarchen neigen.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Ernährung ggf. an Nierenerkrankungen anpassen

Die Ernährung des Shih Tzu hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. Deshalb solltet ihr ihnen eine abwechslungsreiche und natürliche Nahrung gönnen, die auf die Bedürfnisse eures Hundes je nach Alter, Bewegung und Konstitution abgestimmt ist.

Manche Shih Tzu sind verfressen, andere wiederum sind mäkelige Fresser. Bei den verfressenen Exemplaren solltet ihr unbedingt auf das Gewicht achten, da Übergewicht das Leben nachweislich verkürzen kann.

Einige Shih Tzu können zu Nierenerkrankungen und zu der Bildung von Nierensteinen neigen. Dann benötigen sie eine spezielle Diät und vermehrt Wasser.

Verfressenheit

Es gibt Shih Tzu, die sind mäkelige Esser und solche, die sehr verfressen sein können. Aufgrund ihrer geringen Größe benötigen sie recht wenig Futter, was ihr bedenken solltet, damit sie nicht übergewichtig werden. Die Futtermenge sollte immer im angemessenen Verhältnis zu Bewegung und Größe des Hundes stehen.

Aussehen

Kleine, lebhafte Hunde mit langem, seidigen Haar

Shih Tzu sind kleine, lebhafte Hunde aus Tibet, die zu den Begleithunden zählen. Sie sind laut Rassestandard ca. 20-27 cm groß. Ihr Körperbau ist etwas länger als hoch, also etwas kurzbeinig. Ihr Gewicht liegt optimaler Weise zwischen 4,5 und 8 kg. Sie sind dabei durchaus kraftvoll und muskulös.

Charakteristisch ist für Shih Tzu ihr langes, seidiges Deckhaar, das am Kopf in alle Richtungen und vom Nasenrücken nach oben wächst. In China spricht man von einem chrysanthemenartigen Aussehen, da ihr Kopf den ursprünglich chinesischen . Es wird häufig in einem Zopf auf dem Kopf zu einem "Top Knot" zusammengebunden, um dem Shih Tzu freie Sicht zu geben.

Die Schnauze ist meist kurz und ein Vorbiss der Zähne gehört zum Standard. Die ebenfalls langbehaarte Rute wird stolz in einem Bogen über dem Rücken getragen und hat in etwa dieselbe Höhe wie der Kopf. Die großen langbehaarten großen Hängeohren beginnen hoch am Kopf. Shih Tzu kommen in fast allen Farben und Farbvariationen vor von weiß, beige, braun bis schwarz mit unterschiedlichsten Markierungen. Eine weiße Stirnblesse und eine weiße Rutenspitze sind sehr erwünscht.

Augenfarbe

Shih Tzu haben braune Augen.

Fell

Shih Tzu haben langes und weiches Deckhaar, das sowohl glatt als auch leicht gewellt sein kann. Die Unterwolle ist mäßig ausgeprägt und im Winter wesentlich dichter als im Sommer. Das Haar wächst auch an den großen Ohren und oben auf dem Fang sehr lang. Dies gibt den Shih Tzu das Aussehen einer "Puderquaste" oder eines "Chrysanthemen-Gesichtes". Das lange Deckhaar soll weder die Bewegung noch die Sicht des Shih Tzu einschränken. Oft werden die Kopfhaare deshalb als Zopf oder auch als "Top Knot" zusammengebunden.

Für Ausstellungshunde wird das Haar lang belassen. Allerdings sollte es den Hund nicht in seinen Bewegungen behindern und wie eine Schleppe hinter ihm herwehen, wie es in einigen Ausstellungen leider gesehen wird. Es ist für Shih-Tzu-Halter sehr aufwändig, das lange Haar, das aufgrund der kurzen Beine nah am Boden hängt, täglich zu kämmen und zu reinigen. Für private Halter ohne Ausstellungsambitionen ist es wesentlich pflegeleichter, die Haare zu kürzen.

Farbe

Bei Shih Tzus sind ausdrücklich alle Farben innerhalb der FCI erlaubt. Eine weiße
Stirnblesse, die auch "Buddha Kuss" genannt wird und eine weiße Rutenspitze sind bei den Shihs sehr wünschenswert.

Die folgenden Farben kommen häufig vor und sind auch in England akzeptiert:

  • Schwarz-Weiß
  • gestromt, Weiß gestromt, Gold gestromt, Gold-Weiß gestromt
  • Gold-Weiß
  • Gold mit schwarzer Maske
  • Grau mit Weiß
  • Schwarz
  • Gold
  • Braun (Leberfarben)
  • Braun (Leberfarben)-Weiß

Weitere, nicht rassespezifische Farben in England, die aber vorkommen:

  • Schwarzblau
  • Creme
  • Weiß
  • Schwarzlila

Geschichte und Herkunft

Seit Jahrtausenden vom "Dach der Welt"

FCI Norm

Nummer: 208

Herkunft

Das Ursprungsland des Shih Tzu ist Tibet. Die Rasse wurde zunächst in China und später in Großbritannien weiter entwickelt.

Geschichte

Die Vorfahren der Shih Tzu können stolz auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt. Sie sollen aus den Tibet Terriern als Zwergform hervorgegangen sein. Auch der Lhasa Apso, der ebenfalls eine milde Zwergform des Tibet Terriers ist, gehört aller Wahrscheinlichkeit nach zu den Vorfahren des Shih Tzu. In ihrer Geschichte spielen tibetische Buddhisten und Einwohner, chinesische Kaiser und britische Adlige eine große Rolle. Kommunismus und der zweite Weltkrieg hätten sie fast ausgerottet. Aber eins nach dem anderen…

Im alten Tibet wurden besonders große als auch besonders kleine Hunderassen aus den zotteligen Hütehunden, den Tibet Terriern, gezüchtet. Die kleinen Hunde hatten ihre Aufgabe als Begleit- und Haushunde sowie als Wächter. Sie sollten sowohl Menschen als auch die großen Hof- und Wachhunde bei Gefahr warnen. Eine Art dieser kleinen Hunde nannten sich in Tibet Löwenhunde.

Von kleinen Löwenhunden und buddhistischen Sagen

Löwen gab es zwar weder in Tibet noch in China, aber Löwen spielten schon immer eine wichtige Rolle als Wächter. Die Löwen stehen für die Kraft und den Mut Buddhas, gleichbedeutend mit Unzerstörbarkeit und Untrennbarkeit, sowie ein glückbringendes Omen. Auch wenn Shih Tzu sehr klein sind, so haben sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Löwen aufgrund ihres mähnenartigen langen Fells, das rund um das kleine Gesicht wächst. Die bevorzugte goldene Haarfarbe und auch der Knoten auf dem Kopf, lassen Zeichen aus dem Buddhismus erkennen.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – auch zwischen dem König von Tibet und dem Kaiser von China

Tibet lag über Jahrhunderte abgeschieden im einsamen Hochland und war im Süden durch das Himalaya-Gebirge abgeschirmt. Es unterhielt zu seinem Nachbarn China aber enge Beziehungen. Und da kleine Geschenke bekanntermaßen die Freundschaft erhalten, wurden kleine edle Hunde von Tibet nach China verschenkt. Sie waren hoch geehrt und kostbar und galten als Glücksbringer.

In den chinesischen Kaiserpalästen erfreuten sich die kleinen Hunde jahrhundertelang über viele chinesischen Dynastien hinweg großer Beliebtheit. Die Reise von Tibet nach China war sehr anstrengend und dauerte damals monatelang durch das Gebirge. Angeblich schon während der Tang-Dynastie (618-906) und später in der Ming-Dynastie (1368-1648) sowie in der Mandschu-Dynastie (1616-1911) gab es die Shih Tzu-Vorfahren an den kaiserlichen Höfen Chinas.

Entwicklung des Shih Tzus in China

Die Chinesen kreuzten die Tibetischen Löwenhunde vermutlich mit ihren eigenen kleinen Rassen wie Mops und sehr viel wahrscheinlicher auch mit dem Pekingesen. Dadurch unterschieden sich die chinesischen Löwenhunde aus Tibet immer mehr von den ursprünglichen Löwenhunden aus Tibet, die vermutlich entweder Lhasa Apsos oder nahe Verwandte waren.

Cixi (Tzu Hsi) Kaiserinwitwe und letzte Herrscherin Chinas (1835-1908) ließ drei kleine chinesische Hunderassen züchten: Die Möpse, die Pekingesen und die Vorfahren der Shih Tzu.

Der Weg nach Westen aus der Republik China: Europa und die USA entdecken die Shih Tzus

1912 wurde China zur Republik und in den folgenden Jahrzehnten bis zum zweiten Weltkrieg wurden erste Hunde aus China nach Europa und in die USA importiert.

Sir Douglas (1886-1946) und Lady Mona Brownrigg waren begeisterte Anhänger und später Züchter von Shih Tzus und gehörten zu den ersten, die diese Hunde aus China nach England brachten. 1928 importierten sie zwei Exemplare nach England: Den Rüden "Hibou" und die Hündin "Shu-ssa". Ein weiterer Shih Tzu-Rüde in Irland, mit dem die Hündin verpaart wurde, war "Long-fu-ssa". Es kamen glücklicherweise genug Hunde in den Westen, bevor die Kommunisten in China an die Macht kamen und Shih Tzus als Hunde der Kaiser hier fast ausstarben.

Der Kommunismus in China und der 2.Weltkrieg lassen den Shih Tzu fast aussterben

Nach dem Tod der Kaiserinwitwe wurden die kleinen Hunde rar in China und mit der kommunistischen Revolution fielen sie, die mit den ehemaligen adligen Herrschern in enge Verbindung gebracht wurden, in Ungnade. Zum Glück wurden zuvor einige Hunde nach Europa und in die USA exportiert. Doch mit dem zweiten Weltkrieg sank auch hier ihre Zahl. Angeblich wurde die Zucht mit nur 14 Hunden nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut.

Die Entwicklung einer eigenständigen Hunderasse – der Shih Tzu wird geboren

Während die Hunde zu Beginn noch mit anderen tibetischen Hunderassen wie Lhasa Apso und Tibet Terrier in eine Klasse beurteilt wurden, wurde der Tibetische Löwen Hund-Club gegründet, um eine eigene Rasse zu etablieren. 1934 wurde die Rasse anerkannt und der "Tibetische Löwenhund-Club" nannte sich nun "Shih Tzu Club". 1939 erwarb eine Dame einen Shih Tzu namens "Mee-Na" von Lady Brownrigg, der in den Nachkriegsjahren die Zucht maßgeblich beeinflusste.

Die Shih Tzus, die in die USA importiert wurden, waren dort übrigens lange Zeit als Lhasa Apsos registriert. 1951 führte dies dazu, dass britische Züchter keine Hunde mehr in die USA exportieren wollten, bis die Rasse auch dort anerkannt wurde. Der Lhasa Apso und der Shih Tzu haben sicherlich dieselben tibetischen Vorfahren. Oft werden sie aufgrund der Ähnlichkeit verwechselt, aber es gibt eine Anzahl von sehr deutlichen Unterschieden zwischen den beiden.

Verwirrende Namensvielfalt

Shih Tzu bedeutet "kleiner Löwe" in Mandarin und aus China erhielt diese Hunderasse auch ihren Namen. Dies ist ein wenig verwirrend, denn die chinesischen Pekingesen wurden ebenfalls "Löwenhund" genannt. So konnte man damals vom Tibetischen Löwenhund oder Lhasa Löwenhund (später Shih Tzu) und vom Chinesischen Löwenhund sprechen.

Goldene Shih Tzu-Zeiten und steigende Beliebtheit

In der Nachkriegszeit waren nur noch wenige Exemplare der Shih Tzus vorhanden und man musste die letzten Exemplare aus England, Norwegen und den USA gezielt verpaaren, um die Rasse zu erhalten. In den 1950er und 1960er Jahren erfreuten sie sich starker Beliebtheit. Diese kam in den 2000er Jahren erneut auf mit allen Problemen, die die Beliebtheit mit sich bringt. So gab es auch viele Züchter, die weniger Wert auf Gesundheit als auf Profit legten.

Unter 9 Pfund = ungesund?

In den letzten Jahren wurden besonders kleine Zuchtvarianten immer beliebter. Schillernde Namen wie "imperial" und "tea cup" locken Tierliebhaber, die sich in die winzigen Exemplare verlieben. Nur werden sie leider nicht darüber informiert, dass diese Züchter eher "Vermehrer" sind, die immer nur die kleinsten Exemplare miteinander kreuzen.

Die Kleinen sind aber oft auch schwach oder es wird einfach nicht auf die Gesundheit und den Charakter geachtet, die die Hunderasse ausmachen. So sagen seriöse Zuchtvereine: Unter 9 Pfund ist ungesund! Das bedeutet zwar nicht, dass jeder kleine Shih Tzu krank ist, aber es hat seinen Grund, warum im Zuchtstandard Gewicht und Charakter festgelegt werden. Wenn immer nur kleine Hunde miteinander über kurze Zeit verpaart werden, so wird auch der Genpool immer kleiner und damit kann er weniger Krankheiten ausgleichen und rückt der Inzucht immer näher.

Lese-Tipp:

Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde.

Meilensteine in der Geschichte der Shih Tzus in der Übersicht:

  • Tang-Dynastie (617-907) Erste Erwähnungen und Darstellungen während der Tang-Dynastie, da ein Hundepaar aus dem Gebiet von Tibet an das chinesische Kaiserpaar verschenkt worden sein soll.
  • Ming-Dynastie (1368-1648): Shih Tzu am chinesischen Kaiserhof als Haustiere in Darstellungen und Erwähnungen.
  • Mandschu-Dynastie (1616-1911): Shih Tzu am chinesischen Kaiserhof als Haustiere in Darstellungen und Erwähnungen. Cixi (Tzu Hsi), Kaiserinwitwe und letzte Herrscherin Chinas (1835-1908) ließ drei kleine chinesische Hunderassen züchten: Die Möpse, die Pekingesen und die Vorfahren der Shih Tzu.
  • 1923 Gründung des chinesischen Kennel Clubs in Shanghai. Erst um 1930 wurden Vorfahren der Shih Tzu hier gezeigt.
  • 1934 Rassestandard des Shih Tzu wird in China festgelegt
  • 1937 Besetzung von China durch Japan, es gab keine weiteren Hundeausstellungen
  • 1949 Übernahme der Kommunisten in China führte dazu, dass fast alle Hunde getötet wurden, da sie als unnütze Fresser galten, zumal Shih Tzu eng mit dem verhassten Kaiserhof in Verbindung gebracht wurden
  • 1933 wurden Shih Tzu‘s erstmals in England in Rasseshows gezeigt
  • 1934 Gründung des Shih Tzu Clubs in England, Anerkennung als eigene Rasse
  • 1940 offizielle Anerkennung der Rasse Shih Tzu in England
  • 1957 Anerkennung durch FCI
  • 1969 Anerkennung durch AKC

Shih Tzu im Überblick

Charmante und freundliche Begleiter für Halter mit Zeit für Erziehung und Fellpflege

Die kleinen Shih-Tzu-Charmeure chillen für ihr Leben gern mit ihren Menschen, sind aber keine trägen und folgsamen Faulenzer! Lebhaft und verspielt freuen sie sich auf gemeinsame Aktivitäten. Mit liebevoller Konsequenz erzogen, werden sie zu wundervollen kleinen Begleitern statt zu wachsamen Sturköpfen. Achtet auf eine gute Zucht, die keine typischen Erkrankungen aus zu starker Kurzköpfigkeit (Brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS)) oder Mini-Zucht (Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde) mit sich bringt.

Auflagen

Shih Tzus unterliegen keinen rassespezifischen behördlichen Haltungs-Auflagen in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz. Für die Haltung von Hunden gelten die entsprechenden Verordnungen der Bundesländer oder Kantone.

Kurzköpfige Rassen wie der Shih Tzu werden nicht im Flugzeug transportiert

Allerdings gehören sie zu den kurzköpfigen (stumpfnasigen) Hunderassen, die aufgrund von möglichen Atemproblemen im Frachtraum bei vielen Fluglinien nicht mitgenommen werden. Sollten sie im Passagierraum mitgenommen werden, so gilt häufig, dass die Hundebox inkl. Hund 8kg nicht überschreiten darf.

Zu klein ist ungesund und unverantwortlich

Hier auch noch eine Anmerkung zu besonders kleinen Shih Tzus: Sie werden Teacup, Teetassen-Shis, Minis oder auch Imperials genannt. Diese besonders kleinen Ausgaben der Shih Tzus, die ja bereits kleine Hunde sind, sind nicht offiziell im Rassestandard anerkannt. Sie sollen grundsätzlich nicht 4,5 kg unterschreiten. Und dies mit gutem Grund: Sie werden selten verantwortungsbewusst gezüchtet und selektiert. Die Wahrscheinlichkeit einer Qualzucht mit diversen Gesundheitsproblemen ist aufgrund von Inzucht und Zucht mit schwachen Hunden groß. Daher Finger weg von zu kleinen Hunden, wenn ihr verantwortungsbewusst sein und gesunde Hunde unterstützen möchtet. Nähere Infos erhaltet ihr hier: Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde.

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