Yorkshire Terrier

Zarte, niedliche Fassade verbirgt forsches Terrier-Temperament

Yorkshire Terrier sind kleine britische Zwergterrier. Hinter dem seidigen, glänzenden Fell und dem niedlichen Gesicht des zarten kleinen Yorkies verbirgt sich das Wesen eines ursprünglichen und durchaus forschen Terriers, der sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Denn Yorkies verdienten sich ihr Futter als Rattenfänger bevor sie in der viktorianischen Zeit zu beliebten Schoßhunden von Adligen wurden. Und beides merkt man ihnen an!

Top Facts

  • Zarter Toy-Terrier: robust aber nichts für zu kleine Kinder
  • Immer wachsendes Fell: gut für Allergiker
  • Seidiges, langes Fell: Kamm und Friseur parat haben
  • Terrier-Temperament = selbstbewusst, konsequente Erziehung
  • Ausdauer und viel Energie = Viel Auslauf
  • Hände weg von Mini-Yorkies: Krankheitsanfällig

Steckbrief Yorkshire Terrier

Größe
18,0 - 23,0 cm
Gewicht
2,0 - 3,5 kg
Lebenserwartung
13 - 16 Jahre
Verwendung
Begleit- und Gesellschaftshund
Herkunft
Großbritannien
Fell
Langes, seidiges Fell
Wesen
temperamentvoll, selbstbewusst

Charakter

Lebhaft, selbstbewusst, smart und freundlich

Yorkshire Terrier oder "Yorkies", wie sie liebevoll genannt werden, sind sehr lebhafte, fröhliche, intelligente und meist freundliche kleine Hunde. Sie sind ausgesprochen verspielte und lustige Temperamentsbolzen, die dabei zäh und ausdauernd sind. Ihrem Besitzer gegenüber sind sie bei guter Erziehung sehr loyal und liebevoll. Es kann viel Freude und Spaß bringen, einen Yorkie um sich zu haben. Aber es bedarf auch einer konsequenten Erziehung, um typische charakteristische Eigenschaften, die beim Terrier gern einmal vorkommen, gut in den Griff zu bekommen.

Kleiner Hund ganz groß oder "Frechheit siegt immer"

Trotz ihrer geringen Größe sind sie jedoch keine Schoßhunde, denn sie sind erstaunlich ausdauernd und zäh und besitzen das volle Terrier-Temperament. Sie haben einen für ihre Größe starken Bewegungsdrang und wandern ohne Probleme bei guter Fitness 25 km am Stück mit. Hier sei erwähnt, dass ein langes Haarkleid zwar schön aussieht, für den Yorkshire Terrier aber draußen einfach unpraktisch ist, da es schnell verfilzt oder hängen bleiben kann. Kurzgeschnitten ist hier natürlicher und praktischer, doch gerade während der kalten Jahreszeit sollte der Yorkie mit Bekleidung geschützt werden, da er ohne Unterwolle schnell friert.

Sie brauchen die körperliche Auslastung in der Natur, denn sonst fallen ihnen schnell eigene Beschäftigungen daheim ein, die nicht im Sinne ihres Halters sind. So manch eine Hundesportart bringt dem Yorkie Spaß. Hundesport fördert seine mentale und körperliche Auslastung. Aber auch Ruhephasen sind für diesen quirligen Hund wichtig, um eine Ausgeglichenheit zu erlangen, die er meist erst erlernen muss.

Alleinsein will trainiert werden

Allein zuhause bleiben ist auch nicht unbedingt ihr Ding, gern begleiten sie ihre Besitzer und protestieren, wenn sie allein bleiben sollen. Dies sollte frühzeitig und konsequent geübt werden.

Überschätzen sich gern mal bei großen Hunden

Yorkshire Terrier sind sehr selbstbewusst und mutig, aber sie tendieren dazu, sich maßlos zu überschätzen, wenn sie sich z.B. mit größeren Hunden oder Fremden anlegen. Hier sollte der Besitzer ein Auge drauf haben. Übrigens wickeln sie auch gern ihre Besitzer um den Finger und übernehmen das Kommando, wenn er nicht konsequent die Führung übernimmt. Denn der kleine kann ganz wunderbar auf stur schalten und wenn er mit seinem Dickkopf durchkommt, wird es nicht besser.

Ja, der Kleine hat einen Wachtrieb

Trotz ihrer geringen Größe verfügen Yorkies über einen erstaunlichen Wachtrieb, der – sofern er nicht in gewünschte Bahnen geleitet wird – den Yorkie zu einer kläffenden kleinen Nervensäge mutieren lassen kann. Insbesondere wie bei vielen kleinen Hunden vorkommend, fühlt er sich auf dem Arm ganz groß und verbellt gern seine Umwelt.

Und jagen kann er auch erstaunlich gut

Die Jagdvergangenheit des kleinen Terriers sollte nicht unterschätzt werden: Viele Yorkies haben einen Jagdtrieb, insbesondere wenn es um Nager wie Ratten und Kaninchen geht, aber auch größeres Wild kann sie interessieren. Damit dein Yorkie draußen freilaufen kann und nicht bei jedem Spaziergang auf unerwünschte Abwege geht, solltet ihr darauf eingestellt sein, entsprechend erzieherisch entgegen zu wirken.

Keine Couch-Potato

Der Yorkie ist also kein Hund für Couch-Potatos, sondern eignet sich für sportlich-aktive Menschen, denn das passt einfach zu ihm. Eine konsequente und geduldige Erziehung machen aus dem Yorkie statt einer kläffenden, bossy Nervensäge einen angenehmen Begleiter mit Manieren.

Intelligenz

Yorkies sind intelligent und schlau.

Aufmerksamkeit

Yorkshire Terrier sind intelligent und gelehrig. Sie lernen gern.

Energie

Trotz ihrer geringen Größe haben Yorkshire Terrier doch die typische Terrier-Energie und einen relativ hohen Bewegungsdrang. Sie sind zwar nicht gut zum Joggen oder Laufen neben dem Rad geeignet, aber zum Wandern oder auch für Bergtouren sind sie absolut gemacht und können ohne Probleme bei guter Fitness 25km am Stück laufen. Yorkshire Terrier möchten definitiv täglich mehr als 30 Minuten um den Block geführt werden und sind nicht die Schoßhunde, für die sie oft gehalten werden. Sie sind keine Couch-Potatoes, sondern temperamentvolle Sportler.

Zeitaufwand

Auch wenn sie klein sind, so benötigen sie täglich ihren Auslauf und Kontakt zu Artgenossen. Ein Hundesport, der sie geistig und ihrer Größe entsprechend körperlich fordert, bringt ihnen Spaß. Nicht zuletzt die bei dieser Hunderasse aufwändigere Fellpflege erfordert einen nicht geringen zeitlichen Aufwand.

Training

Yorkshire Terrier sind intelligente Hunde, die ihrem Menschen gefallen möchten und sehr gut erziehbar sind und sich leicht trainieren lassen.

Auch wenn der Yorkshire Terrier klein und niedlich ist, sollte man sich nicht täuschen lassen: Er ist ein ganzer Terrier und hat das Jagen von Ratten und Kaninchen noch im Blut. Das bedeutet, dass der Yorkie von klein auf an konsequent und liebevoll erzogen werden muss, um ein angenehmer Begleiter mit guten Manieren zu werden, denn sie sind sehr selbstbewusst bis stur und haben eben das Terrier-Temperament.

Trotz seiner geringen Größe bringen dem Yorkshire Terrier Hundesportarten sehr viel Spaß, sofern sie auf kleine Hunde abgestimmt werden:

Wandern und Bergtouren mit dem Yorkie

Was wenige vermuten: Ein trainierter, gesunder und erwachsener Yorkie in guter Kondition kann ohne Probleme 25km am Stück mit euch wandern oder euch auf Bergtouren begleiten. Und sollte er mal nicht mehr weiter können, so ist es bei dem geringen Gewicht auch kein Problem, ihn zu tragen.

Wohnungstauglichkeit

Yorkshire Terrier sind aufgrund ihrer geringen Größe und ihres nicht so großen Auslaufbedürfnisses sehr gut für ein Leben in der Wohnung geeignet. Regelmäßiger Auslauf und Kontakt zu anderen Hunden natürlich vorausgesetzt. Damit es mit dem Alleinsein in der Wohnung auch klappt und der Yorkie nicht zum Dauer-Kläffer mutiert, ist frühe Gewöhnung obligatorisch. Die Wachsamkeit kann gerade in Mehrfamilienhäusern zum Problem werden, wenn der Yorkie bei jedem Geräusch zu bellen, pardon, zu kläffen beginnt. Dies kann ihm gut abtrainiert werden, aber es bedeutet Arbeit.

Yorkies eignen sich auch für ein Leben in höheren Stockwerken gelegenen Wohnungen ohne Fahrstuhl, da sie gut die Treppen hoch- und herunter getragen werden können.

Treue & Ergebenheit

Yorkshire Terrier sind bei fachgerechter Erziehung und Beschäftigung sehr treu und ergeben und möchten ihre Besitzer gern überall hin begleiten.

Jagdtrieb

Alle Terrier sind ursprünglich Jagdhunde, so auch der Yorkie, der auf Nager wie Ratten und Kaninchen spezialisiert war. Daher ist ein Jagdtrieb tendenziell immer vorhanden und sollte in gewünschte Bahnen gelenkt werden.

Alleinsein

Yorkshire Terrier sind sehr anhänglich und lieben die Gesellschaft ihrer Besitzer. Daher bleibt er von Natur eher ungern allein. Wie bei allen Hunden ist hier ein frühes konsequentes Training der Schlüssel zum Erfolg. Gerade Terrier neigen zum Bellen oder auch zu Zerstörungswut, wenn sie allein bleiben sollen - insbesondere, wenn sie nicht ausgelastet und nicht gut erzogen wurden. Hunde sollten nie länger als vier Stunden am Stück allein gelassen werden.

Bellen

Yorkshire Terrier sind durchaus wachsam und bellen gern, sei es um Fremde zu melden oder um andere einfach zu verbellen. Auf dem Arm seines Besitzers oder im Fahrradkorb fühlen sie sich besonders groß und neigen hier zum bellen. Deshalb sollte ein Kläffen und Bellen konsequent unterbunden werden, dann haben Sie mehr Freude an ihrem Hund.

Wachsamkeit

Yorkshire Terrier geben trotz ihrer geringen Größe gute Wachhunde ab und melden Fremde sehr gern.

Beschützer

Aufgrund ihrer geringen Größe sind Yorkies natürlich keine guten Beschützer.

Verträglich mit Hunden

Yorkshire Terrier sind in der Regel freundlich gegenüber Artgenossen, sofern sie - wie jeder Hund - von klein auf an gut sozialisiert werden. Yorkies überschätzen sich gern selbst und sind mutig bis dreist auch gegenüber wesentlich größeren Hunden. Dies sollte im Auge behalten werden und der Besitzer sollte eingreifen, wenn der Yorkie es übertreibt.

Verträglich mit Tieren

Yorkshire Terrier können an ein Leben mit Katzen gewöhnt werden - auch dies ist eine Sache der rechtzeitigen und behutsamen Heranführung. Ratten, Kaninchen und Nager allgemein gehören aber zu der ursprünglichen Beute des Terriers und hier kann es wirklich problematisch werden.

Kinderfreundlich

Yorkshire Terrier sind freundliche und aufgeweckte kleine Hunde. Allerdings wissen sie sich auch mit ihren Zähnen zu wehren, wenn sie zu sehr bedrängt werden. Kleine Kinder sind im Haushalt nicht unbedingt empfehlenswert, da sie meist zu grobmotorisch für den kleinen Yorkie sind. Auf der einen Seite kann sich der kleine Hund verletzen, auf der anderen Seite könnte er aus Angst auch die Kinder beißen. Größere Kinder, die den Umgang mit dem Hund gelernt haben, sind dagegen gar kein Problem.

Trotzdem sollten Kinder generell nicht mit Hunden allein gelassen werden.

Verträglich mit Fremden

Yorkshire Terriern ist eine gewisse Wachsamkeit eigen, die sie ggf. auch Fremden gegenüber reserviert bis bellend gegenübertreten lässt. Da sie generell aber ein freundliches Gemüt haben, sollten sie schnell auftauen.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Auf seriöse und nicht zu kleine Zucht achten

Yorkshire Terrier sind erstaunlich robust, allerdings neigen sie zu Augen-, Haut- und Verdauungsproblemen und aufgrund ihres Zwergenwuchses zu einigen spezifisch bei kleinen Hunden auftretenden Krankheiten. Es ist bei dieser bereits sehr kleinen Hunderasse wichtig, auf ein noch gesundes Gewicht über 2,3 Kg, damit nicht die typischen und schweren Gesundheitsprobleme der Verzwergung auftauchen. 

 

Robustheit

Trotz ihrer geringen Größe sind Yorkshire Terrier erstaunlich robuste Hunde. In ihnen steckt einfach ein ganzer Terrier.

Krankheiten

Folgende Krankheiten treten beim Yorkshire Terrier häufiger auf als bei anderen Hunderassen: 

Seltener, aber immer noch häufiger als bei anderen Hunderassen können die folgenden Krankheiten auftreten:

Auf viele der häufig auftretenden Krankheiten können die Elterntiere getestet werden. Diese sollten ein gesundes Gewicht besitzen. Fragt die Züchter ausgiebig nach den jeweiligen Tests und Krankheiten der Elterntiere aus und lasst euch die Dokumente dafür zeigen.

Wo kaufe ich am besten einen Yorkshire Terrier?

Achtet beim Kauf eines Yorkshire Terriers auf seriöse Züchter. Seriöse Züchter findet ihr beispielsweise beim Deutschen Yorkshire-Terrier-Club, der dem VDH angeschlossen ist. Sie führen eine Liste von Züchtern. Ebenso führt der VDH eine Liste von Yorkshire Terrier Züchtern mit Welpen. Diese Züchter werden euch die Gesundheitszeugnisse und Gesundheitstests der Elterntiere bereitwillig zeigen und ihr solltet sie euch genau durchsehen. 

Vorsicht Hunde-Mafia und Welpenhandel

Es gibt aufgrund des hohen Preises, der für Yorkies gezahlt wird, und aufgrund der Beliebtheit der Hunde immer wieder skrupellose Hinterhof- oder Massenzüchtungen aus allen Teilen Europas, die insbesondere auch "Mini-" oder "Toy"-Yorkies anbieten. Diese Hunde werden meist viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und unter qualvollen und kranken Bedingungen aufgezogen. Diese Hunde-Mafia solltet ihr nicht unterstützen. Deshalb solltet ihr grundsätzlich den Züchter besuchen und das Muttertier vor Ort sehen und Einsicht in die Gesundheitszeugnisse erhalten. 

Lese-Tipp: Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen.


Zu klein ist Qualzucht: Hände weg von "Mini- und Toy-Yorkies"

Bei Yorkshire Terriern sollte unbedingt auf ein noch gesundes Gewicht und eine gesunde Größe geachtet werden. Der Trend zu immer kleineren Hunden macht auch vor Yorkies nicht Halt, geht aber sehr auf deren Gesundheit.

Von "Mini- oder gar Toy-Yorkies" (die es in der verantwortungsvollen Zucht offiziell nicht gibt) ist aus Sicht des Tierschutzes und der Tiergesundheit absolut abzuraten. Ein vertrauensvoller Züchter würde kein niedrigeres Gewicht als vorgegeben in der Zucht anstreben. Das Gewicht sollte zwischen 2,4-3,5 kg beim ausgewachsenen Yorkie liegen.

Lese-Tipp: Leid für Likes: Die lebenslange Qual zu kleiner Hunde.

Verträgt Hitze

Yorkshire Terrier können Hitze relativ gut vertragen, da sie keine Unterwolle haben. Allerdings ist bei starker Sonneneinstrahlung das Haarkleid mit Bedacht zu kürzen: Bei zu kurzem Fell besteht schnell die Gefahr eines Sonnenbrandes, da der Yorkie eben keine schützende Unterwolle hat.

Verträgt Kälte

Yorkshire Terrier verfügen nicht über eine Unterwolle und können auch aufgrund ihrer geringen Körpergröße schnell frieren. Sie sollten nicht zu niedrigen Temperaturen ohne Schutz ausgesetzt sein. Gerade im Winter ist eine funktionale Bekleidung beim Yorkie erforderlich.

Pflege

Je nachdem wie lang das Haarkleid des Yorkshire Terriers getragen wird, fällt der Pflegeaufwand aus. Bei langem Haar bleibt ein häufiges und aufwändiges tägliches Kämmen nicht erspart. Auch muss der Yorkie dann häufiger gebadet werden. Kürzer getragenes Fell ist praktischer im Alltag, bedarf aber einer regelmäßigen Kürzung. Entweder erlernt man dies selbst oder sucht einen professionellen Hundefriseur auf.

Da Yorkies häufig unter Zahnstein leiden, müssen die Zähne entsprechend gepflegt werden. Ebenso sollten die Augen von Haaren befreit werden. Die Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Auch die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.


Baden

Ein Bad gehört bei Hunden eigentlich eher im Notfall zu den Pflegeprozeduren (nach Wälzen im Aas, Flohbefall o.ä.), allerdings ist das Haarkleid des Yorkshire Terriers dem von Menschen sehr ähnlich und verträgt daher häufiger ein Bad. Insbesondere wenn die Haare länger getragen werden, sollten sie auch regelmäßig aber nicht häufiger als wöchentlich, gebadet werden. Einige Yorkie-Besitzer verwenden Öle, um das längere Haar bei Trockenheit zu pflegen.

Kämmen & Bürsten

Die Haarpracht des Yorkshire Terriers sollte je nach getragener Länge regelmäßig, wenn nicht sogar täglich gekämmt werden, damit sie nicht verfilzt.

Haaren

Yorkshire Terrier haaren nicht, ihr Haarkleid wächst immer weiter, fällt aber nicht aus.

Schneiden & Trimmen

Da Yorkshire Terrier Haare haben, die immer weiter wachsen, müssen sie von Zeit zu Zeit gekürzt werden. Hier empfiehlt sich zur Pflege der Gang zu einem Hunde-Friseur alle 2-3 Monate.
Damit keine Haare die Augen reizen, sollten die Haare um die Augenpartie regelmäßig kontrolliert und geschnitten werden. Viele Yorkies tragen aber auch eine Schleife/Klammer auf dem Kopf, damit die Haare nicht in die Augen fallen.

Für Allergiker geeignet

Yorkshire Terrier haben ein nicht-haarendes Fell, was für viele Allergiker mindestens besser geeignet ist als andere haarende Hunderassen.


Es sei betont, dass es keine Hunderasse gibt, die zu 100% hypoallergen ist, also keine Allergien bei Menschen auslösen können. Lese-Tipp zum Thema: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Yorkshire Terrier haben eine relativ lange Schnauze und neigen nicht zum Sabbern.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Yorkies neigen zu Verdauungsproblemen

Die Ernährung des Yorkshire Terriers hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. 

Yorkshire Terrier fressen sehr gern und leider neigen einige auch zu einem anfälligen Verdauungssystem. Deshalb ist eine ausgewogene und natürliche Ernährung bei Yorkies besonders wichtig. 

Ihr solltet bei einem Yorkie außerdem darauf achten, diesen kleinen Hund nicht zu überfüttern, denn er benötigt aufgrund seines geringen Gewichts einfach nur sehr kleine Portionen. Diese sollten am besten auf zwei Mahlzeiten pro Tag verteilt werden und sowohl vor als auch nach der Mahlzeit sollte der Yorkie ruhen.

Hier sollte der Halter verantwortungsvoll darauf achten, dass der Hund ein gesundes Gewicht behält und dabei alle wichtigen Nährstoffe in optimaler Menge und Art zu sich nimmt. Deshalb sollten die Futtermenge und das Futter unbedingt an die Größe und an den Bewegungsgrad des Hundes angepasst werden. Da Übergewicht nicht so gut sichtbar ist aufgrund des langen Fells, empfiehlt sich ein regelmäßiges Wiegen.


Verfressenheit

Yorkshire Terrier fressen durchaus gern und sie benötigen aufgrund ihrer geringen Größe sehr wenig Futter. Die Futtermenge sollte immer im angemessenen Verhältnis zu Bewegung und Größe des Hundes stehen.

Aussehen

Kleines Fuchsgesicht mit langem Fell und guten Proportionen

Yorkshire Terrier sind sehr kleine, wohlproportionierte und relativ zierliche aber drahtige Hunde mit einem niedlichem Fuchsgesicht. Das stahlblaue dunkle Haar vom Nacken bis zur Schwanzwurzel steht in einem schönen Kontrast zu dem hellen, goldfarbenen tan-Ton von Kopf, Brust und den Pfoten.

Sie werden zwischen 18-23cm hoch und wiegen zwischen 2,4-3,5kg. Ihr Fell wächst ähnlich dem menschlichen Haar immer weiter und daher ist der Yorkie auch meist langhaarig. Das Haar hängt dann glatt, glänzend und gleichmäßig zu beiden Seiten.

Yorkshire Terrier sind recht selbstbewusst und haben meist eine sehr aufrechte Haltung. Sie haben kleine sogenannte Natur-Stehohren. Ihre Rute ist ebenfalls stark behaart. Die Bewegung von Yorkies ist sehr flink und federnd.

Fell

Das Fell des Yorkshire Terriers ähnelt dem menschlichen Haar: es wächst immer weiter, glänzt bei guter Pflege und fühlt sich seidig an. Es hat keine Unterwolle und ist absolut gerade und niemals wellig. Am Kopf und um das Maul herum ist das Haar meist länger und hat eine gold-braune "Tan"-Farbe. Diese Farbe sollte sich nicht bis zum Nacken ausbreiten und sollte sich auch nicht mit dem dunklem "Stahlblau" des Körpers vermischen.

Farbe

Im Grunde sind die meisten Yorkshire Terrier zweifarbig "stahlblau" und "goldfarben" (englisch: Tan). Das stahlblaue Haar geht vom Nacken bis zur Schwanzwurzel, der helle, goldfarbene Tan-Ton ist an Kopf, Brust und den Pfoten zu finden. Zu den einzelnen Farben gibt es genaue Definitionen und Entwicklungen je nach Alter und Länge in den jeweiligen Zuchtverordnungen.

Im American Kennel Club sind folgende Farbkombinationen erlaubt:

  • Black & Tan
  • Black & Gold
  • Blue & Tan
  • Blue & Gold

Geschichte und Herkunft

Vom Ratten- und Kaninchenjäger zum Schoßhund des Adels

FCI Norm

Nummer: 86

Herkunft

Großbritannien

Geschichte

Kleine Terrier für die Jagd

Der Adel behielt sich in Europa bereits im Mittelalter das alleinige Recht auf die Jagd in seinen Ländereien zu haben. Die Jagd fand überwiegend mit typischen größeren Jagdhunden statt, die sich das Volk nicht halten durfte. So war es auch in England: Das Volk durfte nicht in den Wäldern jagen gehen und ihm wurde nur die Haltung von sehr kleinen Hunden erlaubt.

Dies war auch ein Grund, warum kleine Terrier beim Volk beliebt waren, denn sie konnten sehr wohl für die Jagd auf Kaninchen und Ratten eingesetzt werden und gingen dabei noch konform mit den Gesetzen. Aus diesen unterschiedlichen kleinen Terrier-Rassen ging sehr viel später im 19.Jahrhundert der Yorkshire Terrier hervor.

Yorkshire Terrier – ursprünglich ein arbeitender "Arme-Leute-Hund"

Der Yorkshire Terrier wurde bereits um 1850 namentlich erwähnt und stammt, wie der Name vermuten lässt, aus der ehemals größten Grafschaft von Nordengland, Yorkshire. Es war die Zeit der industriellen Revolution, die arme Bergleute, Weber und Fabrikarbeiter aus dem Norde des Landes in die Städte trieb. Hier erhofften sie, der Armut zu entfliehen und Arbeit zu erhalten. 

Gerade in den Ortschaften und Städten gab es damals viele Ratten und Mäuse, die diverse Krankheiten übertrugen. Viele brachten möglichst kleine Hunde mit, die für das Leben in den Städten besser geeignet waren. Es war ihre Aufgabe, Jagd auf Ratten und Mäuse zu machen.

Außerdem war es beliebt, sie illegal auf Kaninchenjagd zu schicken, um sich Nahrung zu beschaffen. Für die Jagd auf Kaninchen wurden sie auch sehr erfolgreich in den Bau geschickt. Illegale Ratten-Wetten erfreuten sich damals ebenfalls großer Beliebtheit und fanden in sogenannten "rat pits" (Ratten-Kellern, Ratten-Gruben) statt. Hier wurde darauf gewettet, wie viele Ratten der Terrier innerhalb einer bestimmten Zeit töten würde.

Dem Adel gefällt der kleine Hund mit seidigem, langen Fell

Besonders attraktiv wurde die Züchtung der kleinen Hunde aber, als der Adel auf die kleinen Hunde aufmerksam wurde und viel Geld für kleine Hunde mit möglichst langem, seidigem Fell ausgab. Mit dieser Züchtung konnten sich die verarmten Arbeiter und Bauern ein gutes Zubrot verdienen.  

Yorkshire Terrier – Ein Terrier durch und durch? Wer sind die Vorfahren?

Welche Rassen genau eingekreuzt wurden ist nicht belegt, denn es gab ja keine Zuchtbücher. Diese Hunde waren wesentlich größer als die heutigen Yorkshire Terrier und hatten auch noch kürzeres Fell. Es wurde also versucht, möglichst kleine Hunde mit längerem und seidigem Fell zu züchten.

Erwiesen ist, dass unter den Vorfahren des Yorkshire Terriers diverse alte Toy-Terrier-Rassen aus Schottland waren (nicht zu verwechseln mit der Hunderasse Scottish Terrier). Darunter waren vermutlich der Skye Terrier und der Clydesdale Terrier, der auch Paisley Terrier genannt wurde und  der ausgestorben ist. Ebenso der Dandie Dinmont Terrier und der Waterside Terrier. Auch der Old English Black and Tan Terrier wird in den Genen des Yorkshire Terriers vermutet.

Aufgrund seines seidigen Fells hält sich auch die Theorie, dass Malteser eingekreuzt wurden, die von Seeleuten durchaus nach England zu der Zeit gekommen sein können.

Schon um 1870 erhielt die Rasse ihren Namen – der Yorkie war geboren

Bevor die Rasse ihren Namen erhielt, gab es viele Namen für die kleinen Hunde. Sie wurden beispielsweise "Linty Terrier" aufgrund ihrer blaugrauen Farbe genannt oder auch "Blue Scotch Terrier" oder einfach nur "Glasgow Terrier". Ca. 1870 erhielt die Rasse ihren Namen Yorkshire Terrier. Das erste Zuchtbuch gab es 1874, die Rasse fand 1886 offizielle Anerkennung. Hiermit stieg auch die Popularität der Yorkies bei der damaligen Damenwelt und sie erfreuten sich starker Beliebtheit.

Beginn der Yorkshire Terrier-Zucht

Ein damals sehr erfolgreicher Züchter war Peter Eden (1825-1889), ein Chemiker, der Yorkshire Terrier züchtete. Sein Rüde "Albert" war der erste Yorkshire Terrier, der im Britischen Kennel Club eingetragen wurde und 1863 und 1864 erfolgreich die Shows gewann. Er ist Vorfahre von "Huddersfield Ben", der als Gründungsvater der Zucht gilt. 1865 gewann sein Rüde "Don" den Wettbewerb. 

Gründungsvater der Yorkshire Terrier: Huddersfield Ben

Der Yorkshire Terrier-Rüde "Huddersfield Ben" gilt als der Gründungsvater der Rasse. Er lebte von 1865-1871. Huddersfield Ben war sowohl Ausstellungshund als auch der Gewinner vieler "Rat contests", also ein sehr erfolgreicher Rattentöter in Wettbewerben. Huddersfield Ben war ein besonders beliebter Zuchtrüde, da er sich stark vererbte und ihm als erstem nachgesagt wurde, Nachfahren des echten Yorkshire Typs zu zeugen. Obwohl er selbst relativ schwer war, lag das Gewicht seiner Nachkommen unter 3,5 Kg. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die Yorkshire Terrier sehr viel kleiner und leichter gezüchtet. Obwohl Huddersfield Ben mit 6 Jahren bei einem Kutschen-Unfall starb, legte er den Grundstock für die heutige Züchtung mit seinen vielen Nachkommen. 

Yorkshire Terrier in Mode

Bereits Mitte des 19.Jahrhunderts waren Yorkshire Terrier sowohl bei den Arbeitern als auch bei den Damen der reicheren Briten in Mode gekommen. 

Nach dem 2. Weltkrieg gingen die Züchtungen stark zurück, aber nur um in den 1960er Jahren sehr stark wieder anzusteigen. Yorkshire Terrier wurden weltweit berühmt und beliebt. In den USA und in Japan wurden große Summen für einen Yorkshire Terrier bezahlt. 

Bereits in den 1870er Jahren kamen sie auch in die USA. Der erste Yorkie, der im American Kennel Club 1885 eingetragen wurde, hieß "Belle".

Die Größe der heutigen Yorkshires entstand durch immer stärkere Zuchtauswahl auf kleinere Hunde. Die damaligen Hunde variierten noch zwischen ca. 5,5-6,5 Kilo. 1954 wurde der Yorkshire Terrier erstmals von der FCI anerkannt. Ab den 1980er Jahren erlebten die Yorkshire Terrier geradezu einen Run und auch heutzutage erfreuen sie sich immer noch großer Beliebtheit in vielen Ländern.

Meilensteine in der Zucht der Yorkshire Terrier

  • 1870 wurde der Name Yorkshire Terrier eingeführt
  • 1874 erstes Zuchtbuch
  • 1885 erster Yorkie wurde im American Kennel Club registriert
  • 1886 Erste Eintragung ins Zuchtbuch vom Britischen "The Kennel Club"
  • 1954 Anerkennung durch FCI
  • 1981 Gründung Deutscher-Yorkshire-Terrier-Club

Yorkshire Terrier im Überblick

Sportliche Begleiter für konsequente Halter - keine Couch-Potato

Yorkshire Terrier sind lebhaft, intelligent und sehr ausdauernd für ihre geringe Größe. Sie sind ideale Begleiter, sofern man sich die Mühe macht, sie ernsthaft und konsequent zu erziehen. Dann wird man auch ihren Jagd- und Wachtrieb gut unter Kontrolle bekommen und erhält keinen nervtötenden Kläffer sondern einen wundervollen, agilen und treuen Begleiter durch dick und dünn.

Auflagen

Fliegen mit dem Yorkie: Er darf in die Flugkabine

Da Yorkshire Terrier leicht sind und nicht zu den kurzgesichtigen Hunderassen zählen, dürfen sie bei den meisten Fluggesellschaften in der Flugkabine als Handgepäck mitreisen. Natürlich nur in einem dafür vorgesehenen Transportbehälter und nach voriger Anmeldung. Bei den meisten Fluggesellschaften dürfen die Hunde inkl. Transportbehälter nicht mehr als 8kg wiegen und müssen zuvor angemeldet und bestätigt werden. Bitte erkundigen Sie sich zuvor bei der jeweiligen Fluggesellschaft und ebenso über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes.

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