Steckbrief Welsh Corgi Pembroke
25,0 - 30,5 cm
9,0 - 12,0 kg
12 - 14 Jahre
Begleit- und Haushund, ursprünglicher Hüte- und Treibhund
Großbritannien
kurzes bis mittellanges Haarkleid
freundlich, lebhaft, schlau, eigenständig, selbstbewusst
Top Facts
- "Schäferhund auf kurzen Beinen" = konsequente Erziehung ein Muss
- Treib- und Hütehund = braucht viel Bewegung
- Intelligenter, lernwilliger Clown = freut sich über Aufgaben & Spiele
- Ikone der britischen Queen Elizabeth II
- Selbstbewusst und wachsam = ein guter Aufpasser
- Wenig Jagdinstinkt, guter und noch handlicher Begleiter
Charakter
Lebhaftes Kurzbein mit großem Selbstbewusstsein
Der Rassestandard sagt zu dem Wesen des Corgi Pembroke nicht besonders viel: "Dreist und geschickt. Überlegen und freundlich, weder nervös noch aggressiv."
Durchsetzungsstarke Viehtreiber
Was viele beim Anblick des kleinen und niedlich aussehenden Hundes mit dem wachen und freundlichen Blick vergessen: Er ist ein echter Hüte- und Treibhund auf kurzen Beinen. Insbesondere als Welpen sehen Corgis wie kleine Füchse aus. Doch Corgis sind zwar die kleinsten der britischen Hüte- und Treibhunde, aber sie besitzen ein sehr starkes Selbstbewusstsein, eine große Lebhaftigkeit und einen starken Eigensinn. Und genau das benötigten sie für ihren ursprünglichen Job auch, der trotz ihrer geringen Größe genauso fordernd wie der Jog der Aussies, Border Collies, Collies und Bobtails war. Ihr Wesen entspricht mutigen und durchsetzungsstarken Viehtreibern und damit sind große Rinder gemeint.
Pembroke Corgis sind sehr lebhaft, möchten ernst genommen werden und benötigen eine Aufgabe. Ansonsten übernehmen sie gern die Führung und das kann schnell mit dem Treiben ihres Menschenrudels und mit dem Zwicken in die Fersen verbunden sein.
Enorm agil und sportlich trotz kurzer Beine
Trotz ihrer kurzen Beine können Corgis eine erstaunliche Ausdauer und Schnelligkeit an den Tag legen. Sie benötigen täglich 1-2 Stunden Auslauf und freuen sich über Spaziergänge und Wanderungen mit euch in der Natur. Für einen Gassigang um den Block sind sie eher nicht geeignet.
Sie sind eben keine Schoßhunde, die königlich auf dem Thron (Sofa) hocken, sondern ursprüngliche Arbeitshunde, die sehr viel Bewegung und gemeinsame Unternehmungen zu schätzen wissen.
Sehr konsequente Erziehung notwendig
Corgis möchten nicht als Sofahunde missverstanden werden und sind eher für eine ländliche Gegend als für die Großstadt geeignet. Die selbstbewussten und aktiven Pembrokes können die Rangordnung bei inkonsequenter Erziehung schnell in Frage stellen. Sie benötigen daher eine sehr konsequente Erziehung und sowohl geistige als auch körperliche Auslastung, die zu ihnen passen.
Deshalb sind sie für Anfänger nur dann geeignet, wenn diese gewillt sind, ihren Hund zu erziehen und zu beschäftigen. Eine frühe Sozialisierung mit anderen Menschen und Hunden ist sehr wichtig, ebenso ein geistig auslastender Hundesport, der Hund und Mensch Spaß bringt. Beispielsweise Agility, Obedience oder Tricktraining.
Tolle Begleiter mit Humor und Energie
Die cleveren Corgis lernen sehr schnell, doch eben leider auch das Unerwünschte, wenn ihr nicht früh gegensteuert. Und besonders wichtig: Corgis müssen Ruhe lernen, sonst drehen sie immer höher. Nehmt ihnen die Last, für alles verantwortlich zu sein und übernehmt die Führung, dann wird euer Corgi ein traumhafter Hund.
Gut erzogen und ausgelastet sind Corgis sehr liebenswerte und intelligente Hunde, die noch handlich, aber eben ein ganzer Hund sind. Robust und ausdauernd könnt ihr sie zu vielen Aktivitäten mitnehmen, sofern es sich nicht um Radfahren oder Joggen handelt. Angenehm ist der geringe Jagdtrieb, der mit etwas Training meist gut in den Griff zu bekommen ist.
Sind Corgi Pembrokes gute Familienhunde?
Corgis sind bis ins hohe Alter agil und verspielt. Für etwas größere Kinder, die es gelernt haben mit Hunden umzugehen, können sie sehr gute Spielkameraden abgeben. Sind die Kinder noch zu klein oder kennen sich im Umgang mit Hunden noch nicht aus, könnten sie für den Corgi eher zum "Treibvieh" werden, was sicherlich niemand möchte.
Intelligenz
Welsh Corgi Pembrokes sind sehr intelligente Hunde und sie lernen sehr schnell. Aber wenn ihr sie nicht richtig erzieht, bedeutet dies auch, dass sie lernen, wie sie euch um den Finger wickeln und das bekommen, was sie möchten. Das muss aber nicht immer in eurem Sinne sein.
Aufmerksamkeit
Pembroke Corgis sind sehr aufmerksame und auch wachsame Hunde. Sie lernen gern, haben aber durchaus ihren eigenen Kopf und können auf stur stellen.
Energie
Der Bewegungsdrang der Corgis ist trotz ihrer kurzen Beine erstaunlich hoch und sollte nicht unterschätzt werden. Die sportlichen kleinen Hunde wurden gezüchtet, um Kühe, Schafe und Ponies zu treiben und lieben daher Bewegung und möglichst auch eine Aufgabe, die sie mental fordert.
Ihr könnt die robusten und ausdauernden Corgis auf längere Spaziergänge und auch Wanderungen mitnehmen. Sie benötigen täglich mindestens 1-2 Stunden Auslauf.
Weniger liegt den kurzbeinigen Corgis dagegen schnelleres Tempo wie am Rad oder neben dem Pferd herzulaufen. Auch beim Joggen sind sie nicht die besten Begleiter. Dafür freuen sie sich über viel Bewegung im Spaziertempo in der Natur.
Zeitaufwand
Aufgrund ihres großen Bewegungsdrangs und des notwendigen Trainings und der artgerechten Beschäftigung, benötigt ihr insbesondere zu Beginn etwas Zeit. In der Pflege sind Corgis dagegen nicht sehr aufwändig, haaren aber insbesondere im Fellwechsel etwas stärker und sollten dann täglich gebürstet werden.
Training
Corgis sind sehr intelligent und möchten ihren Menschen gefallen. Sie lernen sehr schnell, doch besitzen sie eine hohe Eigenständigkeit, die manche Menschen als stur auslegen. Sie sollten mit einer liebevollen Konsequenz erzogen werden, da sie sonst selbstbewusst und schnell die Rangfolge in Frage stellen könnten.
Wie bei allen Hunden ist es auch bei Corgis empfehlenswert, sie früh zu sozialisieren und mit ihnen eine gute Welpengruppe und ein Hundetraining zu besuchen.
Da Corgis sehr verfressen sind, könnt ihr sie leicht mit Leckerlis trainieren. Achtet aber darauf, diese von der täglichen Futterration abzuziehen, da sie sonst zu ungesundem Übergewicht neigen.
Die cleveren Kurzbeine sind zwar keine typischen Hundesportler, aber die meisten von ihnen werden an den folgenden Hundesportarten viel Spaß haben:
- Agility (ja, das gibt es auch für kleine Hunde mit niedrigeren Hindernissen)
- Jede Form der Nasenarbeit:
- Suchspiele
- Fährtenarbeit
- Dummytraining
- Futter-Dummytraining
- Obedience
- Tricktraining
Wenn ihr etwas ambitionierter im Hundesport seid, werdet ihr euch wundern, wie gut Corgis beispielsweise auch mit den folgenden Beschäftigungen punkten können:
- Therapiehunde
- Treibball
- Treiben
Wohnungstauglichkeit
Corgis können durchaus in der Wohnung gehalten werden, sofern sie täglich in der Natur frei laufen und gut ausgelastet werden. Zum regelmäßigen Treppensteigen eignen sich die Kurzbeine allerdings nicht, da dies ähnlich wie beim Dackel schnell zu Gelenk- und Bandscheibenproblemen führen kann. Deshalb sollte die Wohnung zu ebener Erde liegen oder mit dem Fahrstuhl erreichbar sein.
Holt grundsätzlich vor der Anschaffung eines Hundes die schriftliche Genehmigung eures Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft des Hauses ein.
Treue & Ergebenheit
Corgis lieben ihre Menschen und sind sehr loyal.
Jagdtrieb
Corgis verfügen heutzutage zwar in den meisten Fällen über einer sehr geringen Jagdtrieb, doch darauf solltet ihr euch nicht in jedem Fall verlassen. Zum einen haben die meisten Corgis den Instinkt andere Tiere zu treiben noch in sich und können begeistert auf Kühe zu rennen und sie in die Fersen kneifen, zum anderen haben sie früher die Höfe vor anderen Tieren beschützt. So haben sie beispielsweise Haus und Hof von Ratten freigehalten und die Hühnerställe sogar vor Füchsen und Madern bewacht. Deshalb kann ein Jagdinstinkt bei Corgis durchaus immer mal wieder durchkommen, lässt sich aber meist mit einer guten Erziehung in den Griff bekommen.
Alleinsein
Die lebhaften Corgis möchten etwas erleben und sind am liebsten immer bei euch. Aber welcher Hund möchte das nicht? Das Alleinsein muss mit ihnen vielleicht etwas intensiver geübt werden als mit anderen Hunderassen. Ein schlecht erzogener und nicht ausgelasteter Corgi wird wahrscheinlich lauthals protestieren, wenn ihr ihn plötzlich allein zuhause lassen möchtet. Doch mit etwas Training und einer langsamen Gewöhnung wird auch das möglich sein.
Kein Hund sollte länger als vier Stunden am Stück alleinbleiben müssen.
Bellen
Corgis bellten früher beim Treiben des Viehs nicht selten vor Aufregung und Freude. Und das tun einige auch immer noch. Wenn ihr sie beispielsweise allein und gelangweilt im Garten lasst, werden sie sicherlich mit einem wachsamen Bellen anfangen. Ausgelastet und gut erzogen sind Welsh Corgis aber keine Kläffer.
Wachsamkeit
Welsh Corgi Pembrokes sind ausgesprochen wachsam und waren für die walisischen Bauern die idealen Wachhunde. Sie geben Laut, sobald sie fremde Geräusche hören.
Beschützer
Natürlich ist ein so kleiner Hund eigentlich kein typischer Bodyguard für uns Menschen, aber die kurzbeinigen Corgis haben es in sich. Sie sind selbstbewusst und clever und können sehr schnell unterscheiden, ob es jemand gut oder schlecht mit seinen Menschen meint. Selbstbewusst und flink können sie dann auch zuschnappen.
Verträglich mit Hunden
Die meisten Corgis verstehen sich sehr gut mit anderen Hunden, sofern sie früh genug gut sozialisiert wurden. Doch können einige Corgis auch dazu neigen, recht dominant gegenüber anderen Hunden (meist des gleichen Geschlechts) zu reagieren. Mit einer frühen Sozialisierung und einem guten Training sind die meisten Corgis aber sehr verträglich mit anderen Hunden.
Verträglich mit Tieren
Corgis kommen meist sehr gut mit anderen Haustieren klar, sofern sie rechtzeitig an sie gewöhnt wurden. Andere Hoftiere wie Schafe, Ponies oder Kühe werden meist gut akzeptiert und sie haben keine Angst vor ihnen. Im Gegenteil, ihr müsst ihnen eher zeigen, dass sie diese Tiere nicht treiben sollen.
Kinderfreundlich
Corgis sind ernstzunehmende Hunde, auch wenn sie klein sind. Sie lieben ihre Menschen und auch die Kinder ihrer Familie. Gern und ausdauernd spielen sie mit Kindern, sofern diese wissen, wie man artgerecht mit Hunden umgeht. Deshalb sind sie eher für Familien mit etwas größeren Kindern geeignet.
Verträglich mit Fremden
Welsh Corgi Pembrokes sind wachsame Hunde, bewachen sie doch in Wales Haus und Hof auf dem Lande. Pembrokes sind allerdings nicht so ursprünglich wie die Cardigans und zeigen sich gegenüber Fremden nicht so zurückhaltend.
Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick
Gesundheit und Pflege
Robuste und gesunde Hunde, sofern aus seriöser Zucht
Corgis sind sehr robuste kleine Hunde. Allerdings verfügen sie über einen sehr langen Rücken und kurze Beine. In ihrer Zucht werden diese Merkmale leider manchmal übertrieben, aber der Rücken darf aus gesundheitlichen Gründen nicht zu lang gezüchtet werden und die Beine nicht zu kurz. Denn dann kann es zu Bandscheibenschäden und Gelenkproblemen kommen.
Es gibt auch einige Erbkrankheiten bei Corgi Pembrokes, auf die aber seriöse Züchter ihre Hunde zuvor getestet haben sollten.
Robustheit
Trotz ihrer kurzen Beine sind Welsh Corgi Pembrokes sehr robuste und ausdauernde Hunde.
Krankheiten
Auf die folgenden gesundheitlichen Aspekte solltet ihr beim Kauf eines Welsh Corgi Pembroke achten:
- Gelenkerkrankungen:
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Ellenbogendysplasie (ED)
- Chondrodysplasie, Risiko Bandscheibenvorfall
- Brachyurie (Es gibt einen genetischen Nachweis, ob die Stummelrute natürlichen Ursprungs ist. Aus gesundheitlichen Gründen sollten keine Elterntiere verpaart werden, die beide eine natürliche Stummelrute besitzen)
- Hyperurikosurie (HUU) und Uratsteine
- Degenerative Myelopathie
- Epilepsie (Lafora-Epilepsie, Gentest vorhanden)
- Exercise Induced Collapse (Muskelschwäche, Kollabieren)
- Progressive Retinaatrophie (PRA)
- Von Willebrand-Erkrankung (Blutgerinnungsstörung)
- Schwere Immundefizienz
Wo kaufe ich einen Welsh Corgi Pembroke?
Corgi Pembrokes sind eine relativ gesunde Hunderassen. Verantwortungsvolle Züchter prüfen ihre Zuchthunde auf Gelenkerkrankungen wie HD und ED, Augenerkrankungen, Herzerkrankungen sowie Degenerative Myelopathy, von Willebrand Erkrankung und Bluterkrankheiten.
Ihr solltet einen Corgi Pembroke bei einem Züchter kaufen, der dem VDH angeschlossen ist. In Deutschland ist der Deutsche Club für Britische Hütehunde e.V. der größte Zuchtverein in Deutschland für Corgi Pembrokes im VDH. Sie führen Listen mit Züchtern, die aktuell Welpen haben. Da es nicht so viele Züchter gibt, lohnt es sich, auf einen Wurf zu warten oder eine längere Fahrt dafür auf sich zu nehmen.
In Österreich ist der Österreichische Club für Britische Hütehunde für die Zucht zuständig.
In der Schweiz gibt es den Schweizerischen Welsh Corgi Klub.
Verträgt Hitze
Viele Corgis können mit höheren Temperaturen nicht gut umgehen. Wie die meisten Hunde mit Unterwolle sollten sie bei Temperaturen über 22-24 °C geschont werden und ein ruhiges Schattenplätzchen haben.
Bei hohen Temperaturen solltet ihr die Spaziergänge kurz und schattig halten und auch für ein kühles Bad sind Corgis dann immer zu haben.
Verträgt Kälte
Mit kalten Temperaturen kommen Corgis sehr gut klar, kommen sie doch aus Wales, das im Winter niedrige Temperaturen haben kann. Ein Spaziergang im Schnee bringt die meisten Corgis erst so richtig in Fahrt. Natürlich sollte es aufgrund der kurzen Beine kein Tiefschnee sein, aber die Kälte macht ihnen wenig aus, wenn sie sich frei bewegen können.
Pflege
Pembroke Corgis haaren relativ stark und verlieren saisonal ihre Unterwolle. Dabei solltet ihr sie durch Kämmen und Bürsten unterstützen.
Wie bei allen Hunden solltet ihr regelmäßig die Ohren, Pfoten und Zähne kontrollieren und ggf. behandeln und pflegen. Die Stehohren sind meist gut belüftet, so dass die Corgis nicht besonders anfällig für Ohrentzündungen sind.
Pflege-Tipps:
Baden
Kein Hund muss regelmäßig gebadet werden, es sei denn, er hat sich in etwas übel riechendem gewälzt. Dann ist ein Bad fällig. Dafür solltet ihr ein natürliches und rückfettendes Hunde-Shampoo verwenden und bitte kein Haarshampoo für Menschen, da dieses für den anderen Haut-pH-Wert von Hunden austrocknend wirkt.
Kämmen & Bürsten
Corgi Pembrokes haaren recht stark und sollten deshalb mehrmals in der Woche gekämmt und mit einer Bürste (beispielsweise Slicker-Brush) durchgebürstet werden. Insbesondere zum Fellwechsel ist es sinnvoll, sie täglich von den toten Haaren zu befreien, damit die Haut gut atmen kann und ihr nicht so viele Haare im Haus herumfliegen habt. Zum Fellwechsel haben sich auch sogenannte Unterwollrechen bewährt, mit denen ihr die Unterwolle leicht herausbürsten könnt.
Haaren
Welsh Corgis haaren relativ stark und insbesondere zum saisonalen Fellwechsel im Frühjahr oder Herbst.
Schneiden & Trimmen
Welsh Corgis müssen weder getrimmt noch geschoren werden. Es kann manchmal sinnvoll werden, wenn die Haar unter den Pfoten oder im Analbereich zu lang geworden sind, diese etwas zu mit einer am besten abgerundeten Schere zu kürzen.
Für Allergiker geeignet
Corgis sind recht wetterfest und besitzen eine Unterwolle. Sie unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und können in dieser Zeit stark haaren. Sie gehören nicht zu den von Allergikern besser vertragenen Hunderassen.
Wenn ihr trotz Tierallergie einen Hund halten möchtet, haben wir hier einen Lese-Tipp für euch: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.
Sabbern
Aufgrund ihrer langen Schnauze sabbern Corgis für gewöhnlich nicht. Da sie aber sehr verfressen sind, werden sie - wie die meisten Hunde - sicherlich mit dem Sabbern anfangen, wenn sie etwas Fressbares vor der Nase haben.
Gesundheit & Pflege auf einen Blick
Ernährung
Auf Übergewicht achten
Verfressenheit
Welsh Corgi Pembrokes sind fast immer sehr verfressen und das ist auch ihre Schwachstelle. Deshalb solltet ihr unbedingt darauf achten, dass euer Corgi ein gesundes Gewicht behält, denn das schont die Gelenke und den Rücken und lässt euren Corgi länger leben. Hier unser Lese-Tipp: Abnehmen: Mit diesen 8 Tipps klappt es.
Im Falle einer vorliegenden Epilepsie kann eine Ernährungsumstellung auf eine ketogene Diät ohne Kohlenhydrate und mit hochwertigen Fetten sehr hilfreich sein.
Aussehen
Schäferhund auf Dackelbeinen
Der Welsh Corgi Pembroke sieht im Grunde einem Hüte- oder Schäferhund sehr ähnlich, nur dass er mit einer Höhe von 25-30,5cm eher die Größe eines Dackels besitzt, allerdings mit 9-12 kg schwerer ist. Wenn ihn jemand beschreiben möchte, so braucht er im Grunde nur zu sagen: "Na, der kurzbeinige Hund der Queen mit den Stehohren" und jeder weiß, was gemeint ist.
Corgi Pembrokes haben einen langen und gerade Rücken und recht kurze Vorderbeine, die im Gegensatz zum Corgi Cardigan gerade stehen. Der Kopf sieht mit seinem langen Fang dem Schäferhund ähnlich, die Ohren sind ebenso aufgerichtet, mittelgroß und leicht abgerundet.
Bei den Corgi Pembrokes können angeborene Stummelruten in jeder Länge auftreten, müssen es aber nicht. Früher wurden die Ruten der Corgi Pembrokes kurz kupiert, was heutzutage glücklicherweise verboten ist. Das Haarkleid ist kurz bis mittellang und hat eine recht dichte Unterwolle.
Corgi Pembrokes sollten athletisch und muskelbepackt sein, denn sie sind sehr sportlich. Doch neigen sie leider zu Übergewicht, was gerade bei so kurzbeinigen Hunden besonders schlecht für die Gelenke ist.
Unterschiede Welsh Corgi Pembroke und Welsh Corgi Cardigan
Im Gegensatz zum Corgi Cardigan ist der Corgi Pembroke:
- etwas kleiner und kompakter
(Pembroke: 25-30,5cm, 9-12kg, Cardigan: 25-33cm, 11-14kg) - der Körper ist etwas kürzer im Verhältnis zur Höhe
- die Ohren sind etwas kleiner
- die Vorderbeine stehen gerade und die Pfoten nach vorn
- der Schwanz war früher immer kurz: entweder angeboren oder er wurde kupiert. Es werden Welpen mit Stummelschwänzen in den unterschiedlichsten Längen geboren.
- populärer und öfter vorkommend, da als royaler Hund der Queen sehr bekannt
Fell
Das Haarkleid des Welsh Corgi Pembroke ist von mittlerer Länge und besitzt eine dichte Unterwolle. Es fühlt sich recht fest an und soll niemals weich, wellig oder drahtig sein.
Farbe
Der Welsh Corgi Pembroke kann in den folgenden Farben vorkommen:
- einfarbig rot
- Sable (sandfarben, beige)
- Rehfarben
- Black-and-Tan (schwarz mit braunroten Abzeichen)
Er darf etwas Weiß an den Beinen, dem Hals und der Brust haben, sowie am Kopf und am Maul.
Geschichte und Herkunft
Vom walisischen Bauern- und Treibhund zur royalen Ikone
FCI Norm
Nummer: 39
Herkunft
Großbritannien
Geschichte
Welsh Corgis sind eine sehr alte Hunderasse. Sie gelten als traditionelles Kulturgut ihrer walisischen Heimat und als Ikone des britischen Könighofes, denn Queen Elizabeth II lebte von 1933 bis 2018 mit meist mehreren Corgi Pembrokes zusammen.
Direkt an die Grafschaft Pembrokeshire (walisisch: Sir Benfro) grenzt die walisische Grafschaft Cardiganshire (walisisch: Ceredigion), die nach der früher bedeutenden Hafenstadt Cardigan benannt wurde. Hier wird die zweite anerkannte Welsh Corgi-Hunderasse, der Welsh Corgi Cardigan, gezüchtet. Im Grunde handelt es sich um eine Rasse, die jedoch aufgrund von Streitigkeiten unter den Züchtern bereits 1934 getrennt wurden. Trotzdem ähneln sich die beiden Hunderassen sehr und nicht jeder weiß, dass es sich beim Welsh Corgi um zwei Rassen handelt, nämlich den Welsh Corgi Pembroke und den Welsh Corgi Cardigan.
Ein Name mit walisischer Bedeutung
Laut dem britischen Kennel Club stammt der Name "Corgi" aus dem Keltischen und setzt sich aus den Begriffen "Cor"=Zwerg und "Gi"=Hund zusammen.
Eine nicht ganz so häufig vertretene Theorie, die ich euch nicht vorenthalten möchte, behauptet, dass nicht "Cor", sondern "Cur"=Wächter gemeint gewesen sei. Beides könnte gut passen, da Corgis sowohl klein als auch wachsam sind.
Der Corgi ist in Wales auch unter dem Namen "Ci Sodli"=Heeler-Hund bekannt, also als Treibhund. Im Süden von Wales ist ein Corgi gleichzeitig auch ein Schelm.
Über die frühen Ursprünge der Welsh Corgis wird vieles vermutet, das aber selten belegt werden konnte. Fest steht aber, dass sie zu einer der ältesten Hunderassen der Welt gehören.
In den walisischen Bergen wird behauptet, jeder Corgi sei ein verkleideter Prinz oder Prinzessin. Und auch heute noch zählt der Corgi zum walisischen Kulturgut.
Kam der Corgi mit den Kelten oder Römern?
Es ist nicht abwegig, dass auch die Corgis von Hunden abstammen, die mit den alten Römern zur Zeit der römischen Herrschaft über England (43-440 n.Chr.) auf die Insel gekommen sind. Denn die Römer brachten viele Hunde mit auf die Insel, allerdings waren dies meist große Wach- und Kriegshunde wie die Molosser.
Einige Waliser meinen, der Cardigan Corgi wäre bereits vor den Römern auf der Insel gewesen, um das Vieh zu hüten. Er soll bereits 1.200 v. Chr. mit den Kelten auf die britischen Inseln gekommen sein. Dies ist zwar möglich, aber nicht beweisbar.
Mit den Wikingern auf die Insel gekommen?
Eine andere Theorie besagte, dass die Wikinger, die lange Jahre über England herrschten, mit ihren Schiffen kleinere Hunde auf die Insel gebracht haben. Das Zeitalter der Wikinger begann im Jahr 793 im Nordosten Englands. Und tatsächlich haben die Corgis durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit skandinavischen Hunderassen wie dem Schwedischen Wallhund. Ihre Vorfahren hätten daher mit den alten Wikingern auf die britischen Inseln gekommen sein können. Doch spätere genetische Forschungen zeigen keine enge Verwandtschaft des Schwedischen Wallhundes mit den Corgis.
Arbeitshund: Enge Verwandtschaft mit britischen Hütehunden
Nach neueren genetischen Studien sind die Welsh Corgis in jedem Fall sehr eng verwandt mit den typischen Schäfer-, Hüte- und Treibhunden aus Großbritannien, den USA oder Australien:
- Australian Shepherd
- Border Collie
- Collie
- Australian Kelpie
- Bearded Collie
- Australian Cattle Dog
- Bobtail (Old Englisch Sheepdog)
- Sheltie (Shetland Sheepdog)
Aus Lancashire (Nordwest-England) stammt der Lancashire Heeler. Er ist ebenfalls ein kleiner Treibhund, der dem Corgi sehr ähnlich sieht, aber in black-and-tan vorkommt. Auch er hat sicherlich dieselben Ahnen wie der Corgi.
Vor 1.000 Jahren bereits im Einsatz
Waliser unterschieden bereits laut Erwähnungen des 10.Jahrhunderts zwischen Herden- und Haushunden. Seit dem 12.Jahrundert sollen auch Corgis als kleine Hüte- und Treibhunde für Rinder und Ponies im Einsatz gewesen sein. Gleichzeitig bewachten sie Haus und Hof. In den folgenden Jahrhunderten gibt es Bilder, auf denen kurzbeinige Hunde dargestellt werden, die einem Corgi ähnlich sehen.
Mutige und sportliche Bauernhunde
Die Welsh Corgis dienten den walisischen Bauern über Jahrhunderte als kleine und flinke Arbeitshunde. Sie trieben insbesondere die Rinder auf die Weiden oder auf die Schlachthöfe. Dabei hatten sie eine besondere Taktik, um sich Respekt zu verschaffen. Nicht nur dass sie lautstark waren, sie zwickten die Rinder in ihre Fersen (englisch heel) und wichen geschickt aus, wenn diese zurücktraten. Dies ist auch der Grund dafür, warum die Hunde so klein gezüchtet wurden.
Vom Bauernhund zum Haus- und Begleithund
Mit Beginn der Hunde-Ausstellungen ab ca. 1925 und der "königlichen Karriere" ab 1933 wurden die Corgis immer beliebter als Haus-, Begleit- und Familienhunde. Gleichzeitig stieg die britische Landwirtschaft von Rinder- auf Schafzucht um und die meisten Corgis verloren ihre ursprüngliche Aufgabe.
Zunächst sahen Corgis in der Zucht ab 1925 auf den Ausstellungen sehr unterschiedlich aus, doch man unterschied Welsh Corgis noch nicht in zwei getrennte Rassen. 1928 erfolgte die offizielle Anerkennung der "Welsh Corgis" im britischen The Kennel Club.
Streit: Pembrokes und Cardigans
Ob Pembroke Corgis und Cardigan Corgis tatsächlich eine getrennte Vorgeschichte haben, wie manche Kynologen und Corgi-Fans meinen, ist eher unwahrscheinlich. In jedem Fall begannen recht früh nach der offiziellen Anerkennung der Welsh Corgis als Hunderasse im The Kennel Club 1928 die Streitigkeiten zwischen den beiden Lagern. So wurden bereits sechs Jahre später (1934) beide Rassen als separate Rassen anerkannt.
Laien ist es sicherlich gar nicht bekannt, dass der Welsh Corgi sich in zwei Rassen unterteilt und der Unterschied zwischen den beiden ist zwar vorhanden, aber schwer erkennbar. Pembroke Corgis haben häufig eineStummelrute, der Cardiganshire Corgi hat dagegen fast immer eine lange Fuchsrute. Pembrokes sind rot oder gelb und Black-and-Tan, auch mit weiß kombiniert. Beim Cardiganshire Corgi dürfen alle Farben vorkommen. Cardigans ist größer und schwerer, hat größeren Kopf und breitere Ohren.
Königliche Welsh Corgi Pembrokes
1933 schaffte der Herzog von York und spätere König Georg VI. einen Pembrokshire Corgi-Rüden für seine Tochter, die spätere Queen Elizabeth an. Es war der Rüde "Rozawel Golden Eagle", der einen etwas längeren Schwanz als die anderen stummelschwänzigen Pembroke Corgis hatte. Der Rüde wurde "The Duke" und verniedlicht einfach "Dookie" genannt. Eine zweite Hündin namens "Jane" folgte kürzlich darauf.
Queen Elizabeth II. liebte die Pembroke Corgis und hielt diese Rasse von da an fast ein Leben lang. Seit 2018 gibt es allerdings keine Corgi Pembrokes mehr am Hof, sondern Dorgis. Wer sich näher für die Hunde der Queen interessiert, wird hier fündig: Queen Elizabeth II: Royale Hundeliebe.
Corgis wurden durch das Königshaus berühmt und die Nachfrage nach den britischen Kurzbeinern ging in die Höhe. Die Hunde wurden auf einmal attraktiv für Züchter, die mit ihnen Geld verdienen wollten und es gab Zuchten in Irland, den USA, Australien und in Europa.
Meilensteine in der Zucht der Corgis:
- 1925 Registrierung der ersten Corgis im britischen „The Kennel Club“ und erste Ausstellungen in England. Zu dieser Zeit wurden Pembroke und Cardigan Corgis noch nicht unterschieden.
- 1926 Gründung der englischen Cardigan Welsh Corgi Association (CWCA)
- 1928 Anerkennung der "Welsh Corgis" im The Kennel Club, noch keine Unterscheidung zwischen Pembroke und Cardigans.
- 1933 schaffte der Herzog von York und spätere König Georg VI. einen Pembrokshire Corgi-Rüden für seine Tochter, die spätere Queen Elizabeth an.
- 1934 Anerkennung der beiden Rassen Pembroke und Cardigan vom britischen "The Kennel Club". 1934 wird das Kreuzen der beiden Rassen verboten.
- 1934 Anerkennung durch den American Kennel Club (AKC) von sowohl Welsh Corgi Pembrokes als auch Welsh Corgi Cardigans
- 1955 erster Cardigan-Wurf in den Niederlanden registriert, die niederländische Zucht wurde zur führenden Zucht auf dem Kontinent.
- 1971 Beginn der Cardigan-Zucht in Dänemark mit niederländischen Cardigan Corgis
- 1963 offizielle Anerkennung des Welsh Corgi Pembroke und des Welsh Corgi Cardigan von der FCI
- In Deutschland werden die Welsh Corgis vom Club für Britische Hütehunde e.V. offiziell vertreten.
Welsh Corgi Pembroke im Überblick
Lebhaftes, selbstbewusstes Kurzbein sucht sportliche Hundekenner
Der Welsh Corgi ist zwar ein kleiner Hund, er entspricht aber weder dem "Kindchenschema" noch gehört er zu den niedlichen Wuschelhunden. Doch wo in ländlicherer Umgebung nach einem handlichen und robusten Hund gesucht wird, ist der Welsh Corgi ideal. Sportliche Menschen, die gewillt sind, ihren Hund zu erziehen, werden einen charmanten, witzigen und treuen Begleiter in dem Welsh Corgi Pembroke finden, der obendrein recht robust und gesund ist.
Auflagen
Es gibt keine rassespezifischen gesetzlichen Auflagen für die Haltung von Welsh Corgi Pembrokes.
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