Hinreißend: Nasser und aufmerksamer Maltipoo

Maltipoo

Lebhafter, intelligenter und charmanter kleiner Flauschball und Begleiter

Der Maltipoo ist eine neue und nicht offiziell anerkannte Hunderasse, die aus einer Kreuzung des reinrassigen Toy- oder Zwergpudels mit einem reinrassigen Malteser entstanden ist. Maltipoos erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie klein, aktiv, verspielt und freundlich sind. Die klugen Kleinen freuen sich über Beschäftigungen und vertragen mehr Bewegung als viele meinen. Ihre Haarpflege ist aufwändig, dafür haaren sie kaum. Oft sind sie auch für Allergiker gut geeignet, doch das ist nicht garantiert. Leider gibt es viele Welpenhändler und unseriöse Verkäufer, die nur auf Profit und nicht auf das Wohl der Maltipoos aus sind. Wir zeigen euch, worauf ihr achten solltet.

Top Facts

  • Malteser + Pudel = Maltipoo
  • Gelehrig, intelligent, neugierig = freut sich über Aufgaben
  • Lebhaft, sportlich = benötigt Auslauf
  • Freundlich, fröhlich, verspielt = kann guter Familien- und Begleithund sein
  • Fellpflege aufwändiger als bei anderen Hunderassen
  • Nicht jeder Maltipoo ist für Allergiker geeignet

Steckbrief Maltipoo

Größe
23,0 - 30,0 cm
Gewicht
3,0 - 7,5 kg
Lebenserwartung
12 - 14 Jahre
Verwendung
Begleit- und Familienhund
Herkunft
USA
Fell
länger und gewellt, gekräuselt oder lockig
Wesen
lebhaft, intelligent, verspielt, fröhlich, freundlich

Charakter

Aktiv, fröhlich, verspielt und intelligent

Die meisten Maltipoos erben vom Pudel die außergewöhnliche Intelligenz und sind sehr lernwillig. Sie möchten dir gefallen und von dir lernen.

Für Anfänger geeignet, aber…

Maltipoos lassen sich sehr gut trainieren und erziehen, können aber inkonsequente Halter schnell um den Finger wickeln. Dann können sie beispielsweise zu überwachsamen Kläffern werden, was niemand möchte. Maltipoos lieben es, mit ihren Menschen Zeit zu verbringen, doch der Nachteil davon ist, dass sie nicht gern lange allein bleiben.

Dazu kann ein langes und behutsames Training notwendig werden. Schnell lernen die intelligenten und manchmal verfressenen Maltipoos auch, dass sie mit Betteln vorankommen. Wehe als Anfänger machst du einmal den Fehler, ihnen was vom Tisch zu geben, dann wird das intelligente Kerlchen es immer wieder versuchen.

Maltipoos sind aufgrund ihrer geringen Größe und ihres liebenswürdigen Wesens auch für Anfänger gut geeignet. Doch jeder Anfänger sollte sich die Mühe machen und erlernen, wie er konsequent-liebevoll mit seinem Hund kommunizieren und die Hausregeln für seinen Maltipoo aufstellen kann.

Denn auch kleine Hunde benötigen Regeln, insbesondere wenn sie so neugierig, intelligent und lebhaft sind. Eine gute Hundeschule sollten Anfänger mit ihrem Maltipoo besuchen und vielleicht haben sie dann ebenso viel Lust auf einen Hundesport wie ihr Maltipoo. Es reichen aber auch eine konsequent-liebevolle Erziehung und der Spaß am Spiel oder auch am Trick-Dogging.

Spielen für ihr Leben gern

Die lebenslustigen Maltipoos bleiben häufig bis ins hohe Alter verspielt und lebhaft. Sie behalten die liebenswerten Eigenschaften eines Welpen, was die charmanten Flauschbälle immer beliebter macht.

Verschmust, aber kein reiner Schoßhund

Maltipoos freuen sich über Streicheleinheiten und schmusen gern mit dir auf der Couch nach einem herrlichen Spaziergang. Auch wenn sie wie Plüschtiere aussehen, so möchten sie doch ernst genommen werden und sind sehr sportlich und agil und keine reinen Schoßhunde oder Accessoires, die herumgetragen werden.

Ein perfekter Maltipoo-Tag beinhaltet lange Spaziergänge, auf denen sie auch mal mit anderen Hunden ihrer Größe spielen und toben können, viele Spiele mit ihren Menschen und am besten noch ein paar Tricks oder Aufgaben. Danach lecker Fresschen und ab zum gemeinsamen Kuscheln aufs Sofa.

Deshalb solltet ihr in dem lebhaften und verspielten Maltipoo kein Accessoire sehen, sondern euch die Zeit nehmen, sie gut zu erziehen und sowohl geistig als auch körperlich in Bewegung zu halten. Dann habt ihr einen treuen und witzigen kleinen Begleiter an eurer Seite.

Intelligenz

Maltipoos sind intelligente kleine Hunde. 

Aufmerksamkeit

Der Maltipoo ist sehr aufmerksam und lernt schnell. Dadurch ist er leicht trainierbar. Insbesondere spielerisch und mit Leckerlis und positiver Bestätigung ist er begeistert dabei, etwas von euch zu lernen. 

Energie

Maltipoos sind temperamentvoll und bewegungsfreudig. Sie benötigen tägliche Spaziergänge mit Freilauf und Kontakt zu anderen Hunden in ihrer Größe. Gesunde und nicht zu kleine Maltipoos können durchaus auch auf Wanderungen Schritt halten. 

Zeitaufwand

Auch wenn Maltipoos klein sind, so benötigen sie doch nicht wenig von deiner täglichen Zeit. Denn die kleinen Charmeure sind intelligent und aufgeweckt und möchten mit dir arbeiten. Sie sollten gut erzogen werden und Hundesport liegt ihnen sehr.

Trotz ihrer geringen Größe benötigen die agilen und sportlichen kleinen Hunde mehr Auslauf als viele meinen. Ein Gang um den Häuserblock reicht jedenfalls nicht aus. 

Der Pflegeaufwand des Haarkleides sollte nicht unterschätzt werden und benötigt meist täglich deine Aufmerksamkeit. Insbesondere bei weißen oder sehr hellen Maltipoos mit längerem Haarkleid. 

Training

Maltipoos sind klug und neugierig und möchten für ihre Menschen arbeiten. Deshalb sollten sie geistig gefördert werden. Die wichtigsten Hausregeln und Grundkommandos lernen sie schnell, wenn ihr konsequent mit ihnen übt. 

Die folgenden Hundesportarten können Maltipoos Spaß bringen:

  • Agility (es gibt einen Parcours für kleine Hunde)
  • Obedience
  • Rallye Obedience
  • Trick-Dogging
  • Dogdancing
  • Such- und Nasenspiele wie Dummytraining
  • Maltipoos können exzellente Therapiehunde sein.

Wohnungstauglichkeit

Maltipoos sind aufgrund ihrer Größe sehr gut für die Haltung in einer Wohnung geeignet. Solltest du in einem höheren Stockwerk wohnen und keinen Fahrstuhl im Haus haben, kannst du den Maltipoo auch gut noch tragen, was bei Welpen, im Alter oder bei Krankheit notwendig werden kann. Um die Gelenke zu schonen sollte der Maltipoo - wie alle anderen Hunderassen auch - nicht täglich mehrere Stockwerke zu deiner Wohnung hoch- und runterlaufen müssen.

Maltipoos können wachsam sein und wenn der Pudel mehr durchkommt können sie auch mal wachsam oder empört bellen. Insbesondere Malteser bleiben als Gesellschaftshunde nicht so gern allein und könnten dann empört zu bellen beginnen. Das gefällt nicht jedem Nachbarn.

Grundsätzlich solltet ihr immer eine schriftliche Genehmigung eures Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft zur Haltung eines Hundes vorliegen haben. 

Treue & Ergebenheit

Maltipoos sind sehr loyale und treue kleine Hunde, die ihre Halter am liebsten den ganzen Tag begleiten würden. 

Jagdtrieb

Maltipoos können vom Pudel einen leichten Jagdtrieb erben, wurden Pudel doch zur Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Ein Interesse an Vögeln, Eichhörnchen, Katzen und anderen Nagern kann daher vorhanden sein. Häufig ist es ein spielerisches Hinterherjagen. Da sollte der Rückruf gut geübt werden.

Alleinsein

Es kommt immer individuell auf den Hund an. Malteser sind Gesellschaft gewohnt und bleiben nicht gern allein. Hier müsst ihr sehr konsequent und behutsam vorgehen und das Alleinsein langsam trainieren. Mit Pech klappt es aber erst nach langer Zeit. 

Kein Hund sollte länger als 4 Stunden am Tag allein bleiben müssen. 

Bellen

Sowohl der Malteser als auch der Pudel können lautere Hunde sein, die sehr wachsam sind. Sie können ausgiebig bellen, sobald sie fremde Geräusche hören oder auch wenn ihnen etwas nicht gefällt oder Angst macht. Das kann bei Spaziergängen anstrengend werden, wenn sich dein Maltipoo einkläfft und jeden anderen Hund oder gar Menschen als potentiellen Fremden ankläfft. Hier ist ein konsequentes Training erforderlich. Natürlich gibt es auch leise Pudel, meist sind es die, die eine entspannte Jugend hatten und gut sozialisiert und erzogen sind. 

Wachsamkeit

Maltipoos können sehr wachsam sein, was sie sowohl vom Pudel als auch vom Malteser erben. 

Beschützer

Natürlich sind die kleinen Maltipoos keine guten Bodyguards, aber die mutigen Löwenherzen würden versuchen, dich vor Übel zu verteidigen. 

Verträglich mit Hunden

Maltipoos vertragen sich in der Regel sehr gut mit anderen Hunden. Da sie sehr mutig und auch selbstbewusst und neugierig sind, gehen sie auch meist ohne Angst auf größere Hunde zu. Hier solltet ihr sie vor zu ruppigen großen Hunden jedoch schützen. Damit ist nicht gemeint, dass ihr sie auf den Arm nehmt, sondern aus beispielsweise Spielsituationen von großen Hunden herausruft. 

Verträglich mit Tieren

Bei einer guten Sozialisierung und frühen Gewöhnung an andere Haustiere sollten sich Maltipoos gut mit ihnen vertragen. Bei Nagern und Vögeln ist allerdings Vorsicht geboten, da der Beutetrieb und die Neugier überwiegen könnten. 

Kinderfreundlich

Maltipoos sind von Natur aus freundlich und verspielt und kommen daher gut mit Kindern aus. Doch da Maltipoos klein und empfindlich sind, sollten die Kinder bereits alt genug sein, dass sie verstehen, wie sie mit einem so kleinen Hund respektvoll umgehen müssen und ihn nicht verletzen. Gerade kleine Kinder möchten verständlicherweise kleine Hunde umarmen oder auf den Arm nehmen, doch das kann leider für die Maltipoos gefährlich werden.

Maltipoos sind sehr lebhaft und spielen gern mit Kindern, sofern diese den respektvollen und artgerechten Umgang mit Hunden erlernt haben. Denn Maltipoos sind kein Spielzeug für Kinder. 

Kleine Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Hunden allein gelassen werden. 

Verträglich mit Fremden

Maltipoos sind gut sozialisiert sehr freundlich gegenüber fremden Menschen. Allerdings können sie auch wachsam sein und zunächst distanziert oder Fremde mit einem Bellen ankündigen. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Maltipoos sind gesund, aber achtet auf eine seriöse Zucht

Da es sich beim Maltipoo um eine recht junge Hunderasse mit sehr unterschiedlichen Einkreuzungen von Pudel und Malteser handelt, gibt es keine genetischen oder wissenschaftlichen Daten zu Erkrankungen von Maltipoos. 

Doch können Maltipoos die Krankheiten ihrer Elterntiere und Ahnen natürlich erben, weshalb es sinnvoll ist, sich die Krankheiten der Malteser und Zwerg- bzw. Toypudel anzusehen. Es gibt recht robuste und gesunde Malteser und Zwergpudel. Doch dafür müssen die Elterntiere gesund sein.

Mini-Maltipoos leiden ein Leben lang unter Qualen

Sowohl Malteser als auch Toypudel werden immer wieder besonders klein gezüchtet, was zu starken gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. Die Verzwergung dieser ohnehin schon sehr kleinen Hunderassen ist eine Qualzucht, da die Tiere ein Leben darunter gesundheitliche Qualen leiden. 

Die meisten Maltipoos wiegen über 3Kg, doch manche werben mit Mini-Maltipoos, die auch wesentlich weniger wiegen können. 2 Kg ist jedoch das absolute Minimum für einen Hund und auch bei diesem Gewicht können gesundheitliche Probleme unnötig groß sein. Denn je kleiner die Hunde sind, desto mehr leidet ihre Gesundheit. Die Organe können sich nicht richtig ausbilden, der Kopf beginnt ähnlich wie bei einigen Chihuahuas im Verhältnis zum Körper sehr groß auszusehen, da das Gehirn Platz benötigt. Eine offene Fontanelle kann zu Dauerkopfschmerzen führen, die Augen werden krankheitsanfällig, die Organe funktionieren nicht mehr sauber, sie zittern häufig, da die Köpertemperatur zu niedrig ist und Unterzucker vorkommt. Sie sind anfällig gegenüber Hitze und Kälte, da sie ihre Körpertemperatur nicht regulieren können und leiden unter Zahnproblemen. Und dies sind nur einige der Leiden. Hierzu unser Lese-Tipp: Leid für Likes: Winzige Teacup-Hunde.

Mit der Mini-Zucht geht häufig auch neben dem übergroßen Kopf eine verkürzte Schnauze einher. Diese führt zu tiefgreifenden Atemnot-Problemen. Diese können teure und qualvolle Operationen nach sich ziehen. Lese-Tipp: Brachyzephalisches Atemnotsyndrom (BAS).

 

 

Robustheit

Maltipoos sind robuster als sie aussehen, aber natürlich sind so kleine Hunde empfindlicher als größere Hunde. 

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen beim Pudel oder Malteser häufiger als bei anderen Hunderassen vor und deshalb solltet ihr darauf achten, dass die Elterntiere eures Maltipoo diese Krankheiten nicht besitzen:

Hierauf solltest du beim Kauf eines Maltipoos achten

Da Maltipoos keine offiziell anerkannte Hunderasse sind, unterliegen sie auch keiner kontrollierten Zucht, bei denen sowohl die Züchter als auch die Hunde kontrolliert werden. Deshalb habt ihr leider nicht die Möglichkeit, Maltipoos bei Züchtern zu kaufen, die offiziellen Verbänden angeschlossen sind, die für Qualitätsstandards in der Zucht sorgen. 

Maltipoos sind zuckersüß und beliebt und daher auch teuer. Sie unterliegen keinen Zuchtkriterien und werden nicht von Zuchtvereinen kontrolliert. Dies ruft leider viele unseriöse Züchter, Welpenhändler und die Hunde-Mafia auf den Markt. Da ist die Gefahr groß, dass die Elterntiere krank und schlecht gehalten sind und die Welpen zu früh und krank abgegeben werden. Wahrscheinlich sind die Elterntiere noch nicht einmal reinrassige Malteser und Pudel. Es gibt leider viele Internet-Seiten, die das "Produkt" Maltipoo anpreisen und sogar per Post verschicken wie ein Buch per Amazon! Kurz gegoogelt finde ich leider viele dieser Seiten – oft mit schlechter Übersetzung und mit vielen niedlichen Welpenbildern und Anpreisungen. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie diese armen Tiere geboren und wie ihre Eltern gehalten werden. Ebenso gibt es Produzenten, die nett daher kommen und die ihr auch besuchen könnt, die aber einfach nur Hunde am Fließband produzieren ohne auf die Gesundheit zu achten. 

Wie erkennt ihr aber eine seriöse Zucht bei Maltipoos?

Wir haben hier Tipps für den Hundekauf zusammengestellt, damit ihr nicht auf Welpenhändler und die Hunde-Mafia hereinfallt:  Augen auf beim Hundekauf: Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen.

1. Kauft niemals ohne den Welpen und das Muttertier vorher in ihrem Zuhause gesehen zu haben.

2. Fragt nach den Elterntieren und deren Gesundheits-Checks. Ein seriöser Züchter wird euch bereitwillig antworten, denn er macht sich Gedanken darüber, welche Elterntiere aufgrund ihrer Gesundheit und ihres Wesens verpaart werden. 

3. Keine Mini-Maltipoos und Maltipoos mit kurze Schnauzen: Maltipoos sollten zwischen 23-30 cm groß sein und ab 3kg Gewicht haben. So auch die Elterntiere. Minimale Abweichungen können vorkommen, aber weit darunter sollte es nicht liegen. Maltipoos sollten normal ausgeprägte Schnauzen und Nasen haben und keine platten Gesichtchen (die Schnauze sollte mindestens ein Drittel des Kopfes ausmachen beim ausgewachsenen Hund).

4. Welpen sollten niemals unter 8 Wochen abgegeben werden, doch bei kleinen Rassen ist oft besser, hier noch einmal 2-3 Wochen länger abzuwarten.

5. Die Welpen sollten gechipt und geimpft sein und von einem Tierarzt untersucht worden sein. Schaut euch diese Dokumente genau an. 

 

 

 

Verträgt Hitze

Maltipoos besitzen keine Unterwolle und vertragen daher Hitze besser als die meisten anderen Hunderassen. Allerdings gilt dies nicht für sehr kleine Maltipoos, da so kleine Hunde ihre Körpertemperatur nicht mehr gut ausgleichen können. 

Verträgt Kälte

Maltipoos verfügen über keine Unterwolle und sind relativ kleine Hunde, die leichter frieren. Deshalb solltet ihr sie bei kalten Temperaturen am besten mit einem Mantel wärmen, sofern sie an der Leine gehen und nicht mit Tempo durch die Gegend laufen können. 

Pflege

Die Pflege des Maltipoos ist aufwändiger als bei anderen Hunderassen. Egal ob das Haarkleid mehr gewellt oder lockig ist, muss täglich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt. Fast alle Haartypen des Maltipoos müssen auch die Haare an den Augen, Ohren und Pfoten gekürzt bekommen und manche müssen wie Pudel regelmäßig geschoren werden, aber manche sollten niemals geschoren werden. Helle Maltipoos benötigen häufiger ein Bad, jeder Malteser-Halter kann ein Lied davon singen. 

Regelmäßige Pflege-Routinen beim Maltipoo

  • Ohrenpflege
    Da die Ohren hängen und oft sehr behaart sind, werden sie nicht so gut belüftet und können leichter Entzündungen bekommen. Deshalb müssen die Ohren innen oft von Haaren befreit werden und die Ohren häufiger gepflegt werden. 
  • Pfotenpflege
    Zu lange Krallen sollten beim Maltipoo regelmäßig gekürzt werden und die Haare unter den Pfoten grundsätzlich kurz gehalten werden, damit sie nicht ausrutschen. Lese-Tipp: Pfotenpflege beim Hund.

    Augenpflege
    Maltipoos können leichter unter Bindehautentzündungen leiden. Stellt sicher, dass keine Haare in die Augen kommen und kürzt sie bei Bedarf vorsichtig rund um die Augen. Am besten verwendet ihr dafür eine an den Enden abgerundete Schere, damit ihr euren Hund nicht so leicht verletzen könnt. Lese-Tipp: Augenpflege beim Hund.

  • Zahnpflege
    Da die Zähne beim Maltipoo oft anfällig für Zahnbeläge, Zahnstein und daraus folgende Parodontitis sind, solltet ihr die Zähne gründlich pflegen.
  • Schutz vor ungebetenen Gästen
    Um euren Maltipoo vor Parasiten wie Zecken und Flöhen zu schützen, solltet ihr vorbeugen. Lese-Tipp: Zeckenschutz: So schützt du deinen Hund vor Zecken. Auch gegen Würmer könnt ihr den Kot regelmäßig beim Tierarzt kontrollieren lassen und nur bei Bedarf eine Wurmkur vornehmen.  

Baden

Hunde müssen eigentlich nicht regelmäßig gebadet werden, aber vor einer Schur oder bei sehr hellem Haarkleid kann dies öfter mal der Fall sein. Auch wenn sich euer Hund genüsslich in Aas gewälzt hat, wird ein Shampoo fällig.

Verwendet am besten ein natürliches Shampoo für Hunde, das auf den pH-Wert der Hunde abgestimmt ist. 

Kämmen & Bürsten

Die meisten Maltipoos müssen täglich gebürstet werden, da ihr meist seidiges und gewellt-lockiges Haarkleid sonst verfilzen würde. Und bei dem Haarkleid des Maltipoos kann es leider leicht zu Verfilzungen kommen, die wiederum zu unangenehmen krankhaften Hautveränderungen führen können. Wird die Haut des Maltipoos durch die Verfilzungen schlecht belüftet, kann es zu Juckreiz, Haarausfall oder gar zu Exemen oder Pilzerkrankungen der Haut kommen. 

Haaren

Maltipoos können in ihrem Haarkleid sehr unterschiedlich ausfallen. Doch der Malteser haart wenig und der Pudel so gut wie gar nicht. Daher wird auch der Maltipoo mit sehr großer Wahrscheinlichkeit so gut wie gar nicht haaren. Manche haaren gar nicht und andere sehr leicht. 

Schneiden & Trimmen

Es kommt sehr auf die Beschaffenheit des Haarkleides des Maltipoos an. Ähnelt es mehr dem Malteser oder dem des Pudels?

Viele Maltipoos benötigen alle 6-8 Wochen eine Schur, die beispielsweise von einem professionellen Hundefriseur durchgeführt werden kann.

Im Sommer kurz halten? Nicht immer eine gute Idee

Kommt der Maltipoo vom Fell her mehr nach dem Malteser, so sollten sie besser nicht geschoren werden, da dies dem Fell schaden kann und im Sommer sogar zu Sonnenbrand führen kann. Bei vielen Hybriden kann man dagegen das Haarkleid im Sommer durchaus kürzen. Am besten ihr fragt den seriösen Züchter, Tierarzt oder einen guten Hundefriseur, wie ihr das Haarkleid eures Maltipoos am besten pflegt. 

Für Allergiker geeignet

Sowohl der Malteser als auch der Pudel unterliegen keinem saisonalen Haarwechsel und haben auch keine Unterwolle. Daher haaren sie wenig bis gar nicht und können deshalb verträglicher für Allergiker als andere stärker haarende Hunderassen sein. Doch es kommen weitere Faktoren wie Hautschuppen und Speichel hinzu, die Allergien beim Menschen auslösen können. Beim Maltipoo kann sich das Haarkleid ganz unterschiedlich je nach Generation und Ausprägung der beiden Rassen ausbilden. Es gibt daher keine Garantie, dass der Maltipoo keine Allergien auslöst, aber die Wahrscheinlichkeit ist größer als bei anderen Hunderassen.

Deshalb solltest du - sofern du allergisch auf Hunde reagierst - immer individuell an der jeweiligen Hunderasse oder besser noch an dem gewünschten Hund testen, wie dein Körper auf den Hund reagierst.

Denn kein Hund ist zu 100% hypoallergen, also nicht allergieauslösend und du möchtest sicherlich nicht einen Hund aufgrund einer Allergie wieder abgeben müssen.

Unser Lese-Tipp:

Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Maltipoos tendieren nicht zum Sabbern. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf gesundes Gewicht und gesunde Zähne achten

Die Ernährung des Maltipoos hat einen großen Einfluss auf seine Gesundheit. Am besten eignet sich auch beim Maltipoo eine ausgewogene, natürliche und artgerechte Ernährung mit einem sehr hohen Anteil an tierischen Eiweißen. Auf Getreide und Stärke könnt ihr dagegen im Futter verzichten, insbesondere um Übergewicht und schlechte Zähne zu vermeiden. 

Maltipoos können genau wie Zwerg- und Toypudel zu Zahnstein und Parodontose neigen. Sie sollten daher regelmäßig etwas zum Kauen wie Knochen erhalten, damit die Zähne auf natürliche Weise gereinigt werden. Lese-Tipp: Gesunde Hundezähne mit der richtigen Ernährung

Solltet ihr ein verfressenes Exemplar haben, dann ist es gut, auf ein gesundes Gewicht zu achten. Lese-Tipp: Abnehmen: Mit diesen 8 Tipps klappt es.

Verfressenheit

Ein Maltipoo kann wie so mancher Malteser sehr verfressen sein oder aber wie manche Pudel "krüsche" Fresser sein, die nicht alles zu sich nehmen. 

 

Aussehen

Kleiner, fröhlicher Hund mit wellig-lockigem Haarkleid

Beim Maltipoo gibt es keinen einheitlichen Zuchtstandard, der das Aussehen festlegt. Allerdings sind sich der Malteser und der Zwerg- bzw. Toypudel in vielen Punkten recht ähnlich. 

Die Größe und das Gewicht variieren in Abhängigkeit davon, ob sich der Malteser oder aber mehr der Toy- oder der Zwergpudel in der Kreuzung durchsetzen. Dies ist auch davon abhängig, in welcher Generation diese Kreuzung stattfindet. Größe und Gewicht von Malteser und Zwergpudel sind aber nah beieinander: Malteser haben eine Größe von 20-25cm und ein Gewicht zwischen 3-4 Kg, Zwergpudel werden zwischen 28-35cm hoch und wiegen zwischen 3,2-6 Kg, Toypudel sind zwischen 23-28cm groß und wiegen zwischen 2-3 Kg. Daher wird ein Maltipoo je nach Kreuzung zwischen ca. 23-30cm hoch und 3-7,5Kg wiegen. 

Während der Pudel eher hochbeinig und quadratisch im Körperbau ist, ist der Malteser eher kurzbeinig und länger als hoch. Viele Maltipoos sind eher länger als hoch, doch sie können auch so hochbeinig wie der Pudel werden.

Sehr unterschiedlich ist allerdings das Haarkleid: Der Malteser besitzt weißes, welliges und seidiges langes Haar, das nicht geschoren werden darf und kann leicht haaren. Der Pudel haart nicht und hat Locken, die regelmäßig geschoren werden müssen. Beim Maltipoo gibt es daher sowohl welliges Haar als auch lockiges Haar. 

Maltipoos haben Hängeohren, die relativ hoch am Kopf angesetzt sind und eine lange und hängende Rute. 

Augenfarbe

Maltipoos haben sehr dunkle, fast schwarze Augen

Fell

Das Haarkleid des Maltipoos ist oft eine Mischung aus dem lockigen Haar des Pudels mit dem welligen Haar des Maltesers. Je nach Generation der Verpaarung und Anteil des Pudels wird sein Haarkleid entweder dem Pudel ähneln oder dem Malteser. 

Das Haarkleid des Maltipoos kann von dicht und wellig bis hin zu weich und seidig variieren. Oft ist das Haarkleid weich und fließend. 

 

Farbe

Es gibt Maltipoos in vielen Farben

Beim Maltipoo können alle Farben vorkommen, die auch bei Maltesern oder bei Zwerg- bzw. Toypudeln vorkommen können. Und das sind viele Farben:

  • Schwarz
  • Weiß (reinweiß ist die einzige Farbe der Malteser)
  • Braun
  • Silber
  • Apricot (von cremefarben, orange bis rötlich)
  • Red (Rotfalb)
  • Schwarz-Weiß gescheckt (Harlekin)
  • Schwarz-Lohfarben

Die folgenden Farben sind bei Zwerg- und Toypudeln bisher nicht offiziell anerkannt und sollten aus gesundheitlichen Gründen besser gemieden werden, da die Farben Genkrankheiten mit sich bringen könnten:

 

 

Geschichte und Herkunft

Maltipoo: Lustiger Begleithund für Allergiker gezüchtet?

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

USA

Geschichte

Der Maltipoo wurde als kleiner Begleit- und Gesellschaftshund für Allergiker zunächst in den USA gezüchtet. Die eigentliche Idee, eine beliebte Hunderasse mit einem Pudel zu kreuzen wurde ursprünglich Mitte der 1980er Jahre in Australien mit dem Labradoodle begonnen, als gute Assistenzhunde für Allergiker gezüchtet wurden. Seitdem sprießen immer mehr Verpaarungen von Hunderassen mit dem Pudel aus dem Boden, denn sie sehen oft niedlich strubbelig aus und haben wohlklingende Namen, die auf "Doodle" oder "Poo" enden und der Maltipoo ist eine davon.

Maltipoo und die Zucht-Generationen (F1, F1b, F2, Multi-Generation)

Ein Maltipoo ist das Ergebnis einer absichtlichen Verpaarung eines reinrassigen Maltesers mit einem reinrassigen Zwerg- oder Toy-Pudel. In der Zucht kommen dann Folge-Generationen und Rückverpaarungen vor, die zu unterschiedlichen Ausprägungen führen können. Sowohl die Fellstruktur als auch die Länge, die Höhe und das Gewicht können stark variieren. Welpen können dabei oft größer als ihre Elterntiere werden: Ein 3kg Malteser, der mit einem 3kg Zwergpudel gekreuzt wird, kann durchaus 6kg-Welpen hervorbringen.

Die meisten Maltipoo-Welpen gehören zu der sogenannten F1-Generation.  Sie sind das Resultat aus einer Verpaarung von reinrassigem Toy- oder Zwerg-Pudel mit einem reinrassigen Malteser. Sie profitieren von dem sogenannten Heterosiseffekt, der zu deutlich leistungsfähigeren und vitaleren Welpen führen kann. Die Gesundheit ist jedoch immer von der Gesundheit der Elterntiere abhängig.

Werden Hunde der F1-Generation miteinander verpaart, so spricht man von der F2-Generation. Werden Hunde der F1-Generation wieder mit einem reinrassigen Pudel oder Malteser gekreuzt, so handelt es sich um einen Rückzüchtung bzw. Backcross. Sie werden F1b oder F1bb oder auch F2b oder F2bb genannt. Die Verpaarung von zwei F2-Hunden führt wiederum zu F3-Welpen oder auch Multigeneration genannt.  

Ist der Maltipoo wirklich hypoallergen?

Nein, keine Hunderasse ist komplett hypoallergen und löst keine Allergien bei Menschen aus. Dafür sind Allergien, Menschen und Hunde einfach zu individuell. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Maltipoo bei Menschen mit leichter oder mittlerer Allergie keine Allergie auslöst ist recht groß.

Steigende Beliebtheit auch bei Stars

In den sozialen Medien und bei amerikanischen Stars sind Maltipoos sehr beliebt. Sie präsentieren häufig ihre Maltipoos wie kleine Accessoires auf dem Arm und wir können nur hoffen, dass ihre Maltipoos ansonsten ein artgerechtes Leben führen können.

Die folgenden Stars haben beispielsweise Maltipoos:

  • Blake Lively – Penny
  • Miley Cyrus – Sophie
  • Vanessa Hudgens – Shadow
  • Rihanna – Oliver
  • Jessica Simpson – Daisy
  • Ellen DeGeneres - Wolf

Der Maltipoo ist nicht offiziell als Hunderasse anerkannt, aber in den USA gibt es einige Organisationen, die versuchen, mit gesunden Hunden und unter geprüften Bedingungen zu züchten. So gibt es in Nordamerika beispielsweise den „North American Maltipoo/Maltepoo Club & Registry“.

Leider auch eine Geschichte des Welpenhandels

Aufgrund ihrer Beliebtheit und der fehlenden Zuchtbestimmungen und Aufzeichnungen von Elterngenerationen und deren Wesen und Krankheiten, treten häufig unseriöse Züchter und Welpenhändler an den Markt. Sie züchten mit kranken Elterntieren, die nicht auf Erbkrankheiten geprüft wurden und ziehen Welpen schlecht auf und trennen sie viel zu früh von den furchtbar gehaltenen Elterntieren.

Es gibt leider viele Internet-Seiten, die sogar rein über das Internet das "Produkt" Maltipoo per Post verschicken! Das ist wirklich erschreckend und sollte niemals unterstützt werden. Ein Hund ist keine Ware, die nach Profitdenken produziert und später weggeschmissen werden kann. Kurz gegoogelt finde ich leider viele dieser Seiten – oft mit schlechter Übersetzung und vielen niedlichen Welpenbildern. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie diese armen Tiere geboren und wie ihre Eltern gehalten werden. Von ihrer Gesundheit ganz zu schweigen. Da gibt es dann sowas wie Europas beste Maltipoos, Online-Shops zum Kauf der Hunde o.ä. – bitte großen Bogen drum herum machen.

Maltipoo im Überblick

Menschen mit Freude an fröhlichen Begleitern gesucht

Maltipoos sind fröhlich-verspielt und freundlich, sofern ihr ihrem Bedürfnis nach geistiger und körperlicher Bewegung nach kommt. Auch als Anfänger werdet ihr eure Freude an ihnen haben, sofern ihr euch etwas mit Hundekommunikation und Erziehung auseinandersetzt. Es besteht sonst die Gefahr, dass euch die klugen Flauschbälle um den Finger wickeln. Maltipoos sind tolle Familienhunde, aber zu klein sollten die Kinder nicht sein. Achtet auf seriöse Züchter, da leider Welpenhändler und Hunde-Mafia häufig Maltipoos anbieten. 

Auflagen

Maltipoos unterliegen keinen rassespezifischen Haltungsauflagen.

Aufgrund ihres geringen Gewichts werden Maltipoos bei fast allen Fluglinien auch im Passagierraum transportiert. Meist darf das Gewicht von dem Hund in der Transportbox dann nicht 8Kg überschreiten. Doch dies kann bei den Fluglinien variieren. 

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