Aufmerksamer schwarz Zwergschnauzer

Zwergschnauzer

Wach(sam)e und sportliche kleine Familienmitglieder mit Eigensinn

Er fühlt sich wie ein Großer und ist ebenso wachsam und sportlich. Vom Mittelschnauzer haben sie auch die Jagdleidenschaft geerbt, die mit etwas Mühe aber in den Griff zu bekommen ist. Die kleinen Powerpakete brauchen täglich 1-2 Stunden Bewegung und arbeiten gern im Hundesport. Für ihre Größe sind sie erstaunlich robust und ausdauernd. Da sie kaum haaren, sind sie für viele Allergiker besser geeignet. Dafür benötigt ihr Haarkleid etwas mehr Pflege.

Top Facts

  • Der kleinste Schnauzer = ein ganzer Hund mit Herz und Mut
  • Power und Ausdauer = braucht erstaunlich viel Bewegung für seine Größe
  • Starker Wach- und Jagdtrieb = kein Schoß- oder Anfängerhund
  • Haart kau, für viele Allergiker geeignet = Haar benötigt Pflege
  • Freundlich und anhänglich = gut erzogen ein toller Begleiter
  • Stur und sensibel = Konsequente Erziehung ist das A und O

Steckbrief Zwergschnauzer

Größe
30,0 - 35,0 cm
Gewicht
4,0 - 8,0 kg
Lebenserwartung
0 Jahre
Verwendung
Familien-, Haus- und Begleithund
Herkunft
DE
Fell
Drahthaar mit dichter Unterwolle, muss getrimmt werden
Wesen
gutartig, wachsam, bewegungsfreudig

Charakter

Selbstbewusst, wachsam, klug und sportlich

Der Zwergschnauzer steht seinen größeren Variationen, dem Mittelschnauzer und dem Riesenschnauzer charakterlich in nichts nach. Er ist definitiv trotz seiner geringen Größe kein typischer Schoßhund, sondern ein ganzer Hund mit viel Energie und einem manchmal sehr eigenem Willen. Im Gegensatz zu einigen anderen kleinen Hunderassen ist er sehr mutig und ihn ängstigt so schnell nichts. 

Im Rassestandard wird sein Charakter wie folgt beschrieben: "Klugheit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Wachsamkeit machen den Zwergschnauzer zum angenehmen Haushund wie auch zum Wach- und Begleithund, der auch in einer kleinen Wohnung problemlos gehalten werden kann."

Starker Wach- und Jagdtrieb benötigen Konsequenz

Auch wenn Zwergschnauzer nicht zum Kläffen neigen, so melden sie Fremde und sind sehr wachsam. Fremde werden oft misstrauisch und etwas reserviert empfangen.

Doch die Zwerge tauen meist auf, wenn sie merken, dass die Fremden willkommen sind. Damit die sehr selbstbewussten Zwergschnauzer nicht selbst das Kommando übernehmen und ihren Wachposten zu ernst nehmen, solltet ihr sie früh an Fremde gewöhnen und sehr konsequent erziehen. 

Das Jagen liegt den Zwergschnauzern im Blut, denn ihre Vorfahren waren nicht alle reine Schoßhunde, sondern sie mussten sich oft noch ähnlich wie die Terrier ihre Nahrung durch das Töten von Ratten und Mäusen erarbeiten. Deshalb sind viele Zwergpinscher auch heute noch mit einem mehr oder minder starkem Jagdtrieb ausgestattet. Natürlich jagen sie nicht Rehwild oder Wildschweinen hinterher - so größenwahnsinnig sind selbst die Zwerge nicht - aber Vögel, Kaninchen, Nager aller Art und Katzen findet ihr großes Interesse.

Da Zwergschnauzer ähnlich wie kleine Terrier oder Dackel recht eigenwillig oder auch "verhaltensoriginell" sein können, solltet ihr sie sehr ernst nehmen und konsequent erziehen. Das ist das A und O für ein harmonisches Zusammenleben. Dann habt ihr einen tollen Begleiter und ein absolut liebenswertes Familienmitglied.

Die kleinen Schnauzer sind sehr energiegeladene Powerpakete, dabei aber nicht nervös, sondern recht bedacht und nervenstark. Sie freuen sich über kluge Beschäftigung und arbeiten auch gern mit euch auf dem Hundeplatz. Die Begleithundeprüfung, Obedience oder auch Agility und Suchspiele sind für sie eine ideale Gelegenheit zu zeigen, was in ihnen steckt. 

Die robusten Zwergschnauzer benötigen sie sicherlich 1-2 Stunden Auslauf und können euch auf Spaziergängen, Wanderungen oder auch beim Joggen ausdauernd begleiten. Gleichzeitig sind sie sehr verspielt und gutartig, was sie auch für Familien mit Kindern attraktiv macht. Sie freuen sich, mit ihren Menschen den Tag zu verbringen, doch sie sind keine "Mitläufer" oder Couch-Potatoes.

Intelligenz

Zwergschnauzer sind kluge kleine Hunde. 

Aufmerksamkeit

Zwergschnauzer gelten zwar nicht als so stur wie die Standard Schnauzer, haben aber auch ihren selbstbewussten eigenen Kopf. Sie besitzen nicht den Willen zu gefallen, aber konsequent erzogen arbeiten sie hart und gern. 

Energie

Auch wenn Zwergschnauzer klein sind, sollten ihr Bewegungsdrang und ihre Ausdauer nicht unterschätzt werden. Ihnen reicht nicht ein Gang um den Block, denn sie können gern 1-1,5 Stunden am Tag spazieren gehen. 

Zeitaufwand

Für die Erziehung, die tägliche Auslastung und die Fellpflege benötigt ihr bei den Zwergschnauzern täglich Zeit. 

Training

Da Zwergschnauzer über einen Jagdtrieb verfügen können, solltet ihr den Rückruf gut mit ihnen trainieren und sie in der Erziehung ernst nehmen, damit sie euch nicht auf der Nase herumtanzen. 

Zwergschnauzer sind ausdauernd und robust und begleiten euch gern auf langen Spaziergängen, Wanderungen oder auch beim Joggen.

Die folgenden Hundesportarten können für einen Zwergschnauzer geeignet sein:

  • Begleithund
  • Agility (für kleine Hunde)
  • Obedience
  • Apportieren
  • Trick- und Clicker-Training
  • Suchspiele
  • Fährtentraining

Wohnungstauglichkeit

Zwergschnauzer eignen sich sehr gut für die Haltung in der Wohnung, sofern ihr sie gut erzieht, denn sie können sehr wachsam sein. Bei einem Gewicht von 4-8 Kg könntet ihr sie bei Krankheit auch gut noch die Treppen hoch und runter tragen.

Ihr solltet grundsätzlich die schriftliche Erlaubnis zur Hundehaltung von eurem Vermieter oder von der Eigentümergemeinschaft des Hauses haben.

Treue & Ergebenheit

Zwergschnauzer sind sehr loyal und anhänglich, wenn sie ernst genommen werden. 

Jagdtrieb

Die meisten Zwergschnauzer haben eine Neigung dazu, Nager, Katzen und Vögel zu jagen. Das kann je nach Hund stärker oder weniger ausgeprägt sein. 

Alleinsein

Wenn ihr das Alleinbleiben früh und behutsam trainiert, sollte der Zwergschnauzer auch allein zuhause bleiben. 

Kein Hund sollte länger als 4 Stunden am Stück allein gelassen werden. 

Bellen

Zwergschnauzer sind ebenso wachsam wie ihre größeren Verwandten, die Standard Schnauzer und die Riesenschnauzer. Sie melden gern Fremde, neigen aber nicht zum Kläffen. 

Wachsamkeit

Zwergschnauzer haben eine starken Wachtrieb und behüten das Eigentum ihrer Halter. Mit einer konsequenten Erziehung könnt ihr diese Neigung in gewünschte Bahnen lenken. 

Beschützer

Zwergschnauzer fühlen sich zwar wie die Großen, doch aufgrund ihrer geringen Größe sind sie einfach keine Beschützer für euch. Auch wenn sie im Notfall alles geben würden, um euch zu verteidigen. 

Verträglich mit Hunden

Zwergschnauzer vertragen sich meist gut mit anderen Hunden, gehen aber einem Streit nicht aus dem Weg. Wie gesagt fühlen sie sich wie Riesenschnauzer, was nicht immer von Vorteil sein muss. 

Verträglich mit Tieren

Vögel, Nager und Katzen im Haushalt können zu einem Jagdobjekt des Zwergschnauzers werden. Mit viel Training könnte das Zusammenleben vielleicht klappen. 

Kinderfreundlich

Zwergschnauzer sind nicht so klein und gebrechlich, dass sie vor Kindern in Schutz genommen werden müssen. Gleichzeitig sind sie gutartig und sehr verspielt, was sie mit Kindern meist gut auskommen lässt. Natürlich sollten auch die Kinder gelernt haben, wie man mit einem Hund umgeht. 

Kleine Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Hunden allein gelassen werden. 

Verträglich mit Fremden

Fremden gegenüber sind haben Zwergschnauzer ein gewisses Misstrauen und bleiben wachsam, aber von Natur aus gutartig. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Auf gesunde Zucht achten - dann sind Zwergschnauzer sehr robust

Zwergschnauzer haben leider eine Reihe von Erkrankungen, die bei ihnen vorkommen können. Einige davon kommen eher selten vor, andere leider häufiger. 

Viele der Erkrankungen können durch Gen-Tests an den Elterntieren verhindert werden. Deshalb solltet ihr unbedingt bei seriösen Züchtern nach den Gesundheitstests der Elterntiere fragen. 

Ein Zwergschnauzer aus einer gesunden Zucht ist nämlich ein sehr robuster und wenig anfälliger Hund. 

Robustheit

Ein gesunder Zwergschnauzer ist sehr robust.

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen beim Zwergschnauzer häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

  • Portosystemischer Shunt (Missbildung der Lebergefäße)
  • Sick-Sinus-Syndrom (eine gefährliche Verlangsamung des Herzschlages)
  • Pulmonische Stenose (angeborene Herzerkrankung)
  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Megaösophagus (Ausdehnung der Speiseröhre)
  • Krebserkrankungen, insbesondere Plattenepithelkarzinome (Krebs an den Zehen) bei schwarzen Schnauzern
  • Atopische Dermatitis (Umweltallergie)
  • Urolithiasis (Harn- und Blasensteine)
  • Diabetes mellitus
  • Hyperlipidämie (Fettstoffwechsel gestört, erhöhte Blutfettwerte)
  • Augenerkrankungen
  • Idiophatische Epilepsie
  • Autoimmun-hämolytische Anämie (AIHA), führt zu Blutarmut
  • Mykobakterium avium Kompl. Sensitivität (MAC) - erhöhte Anfälligkeit gegenüber Bakterien
  • Myontonia congenita (Genmutation der Skelettmuskulatur)
  • Spondylokostale Dysostose (Comma Defekt: Fehlbildung der Wirbelsäule und der Rippen, aber auch des Schädels und der Zehen von Welpe an)
  • Schnauzer-Komedo-Syndrom 

Wo kaufe ich einen Zwergschnauzer?

Wenn ihr einen Zwergschnauzer-Welpen kaufen möchtet, dann solltet ihr euch bei Züchtern umsehen, die dem Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. angehören. Ihre Hunde unterliegen Gesundheitsprüfungen und auch die Züchter werden kontrolliert. Alternativ könnt ihr euch in einem Tierheim umsehen und gleichzeitig eine gute Tat vollbringen.

Besser nicht: Im Internet suchen

Bei Internet-Anzeigen stecken leider häufig skrupellose Welpen- und Hundehändler dahinter, die sich gut tarnen. Hier haben wir für euch Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen zusammengestellt. 

Verträgt Hitze

Zwergschnauzer mögen keine warmen oder heißen Temperaturen. Ab 22 Grad werden sie weniger aktiv und sollten geschont werden. 

Verträgt Kälte

Gesunde Zwergschnauzer kommen mit Kälte sehr gut zurecht, da sie eine dichte Unterwolle haben. Sie sollten sich allerdings frei bewegen können, um sich aufzuwärmen. Ältere oder kranke Zwergschnauzer könnten dagegen leichter auskühlen, da sie einfach nicht so groß sind. 

Pflege

Das Haarkleid ist beim Zwergschnauzer etwas pflegeintensiver. Es muss regelmäßig gebürstet und getrimmt werden, um nicht zu verfilzen. Dafür müsst ihr aber weniger Haare aus der Wohnung entfernen. 

Baden

Bäder sind aus Sicht eines Zwergschnauzers eigentlich nicht nötig, es sei denn, der Schnauzer fängt an zu riechen, da er sich in etwas gewälzt hat. Verwendet dann am besten ein rückfettendes und möglichst natürliches Hunde-Shampoo. Da Menschen einen anderen pH-Wert der Haut haben als Hunde, sind Menschen-Shampoos ungeeignet und trocknen die Haut aus. 

Kämmen & Bürsten

Die dichte Unterwolle und das raue Deckhaar des Zwergschnauzers müssen mindestens einmal wöchentlich gründlich gebürstet oder mit einem Trimmstriegel durchgearbeitet werden. Die dichte Unterwolle verfilzt, wenn ihr sie nicht regelmäßig von dem toten Haar befreit. Bei verfilzter Unterwolle kann die Haut nicht mehr sauber atmen und es kann zu Hauterkrankungen kommen.

Haaren

Zwergschnauzer haaren kaum, da sie ihr totes Haar nicht verlieren. 

Schneiden & Trimmen

Für Optik und Gesundheit: Zwergschnauzer müssen regelmäßig getrimmt werden

Das dichte und raue Haar der Zwergschnauzer muss getrimmt werden. Dies bedeutet einen regelmäßigen Pflegeaufwand, da loses Haar entfernt werden muss.

Züchter empfehlen, loses Haar mit einem stumpfen Trimmmesser und einem Trimmstriegel zu entfernen. Insbesondere ist es wichtig, die abgestorbene Unterwolle "heraus zu trimmen", da der Schnauzer sie nicht von allein verliert. Wird die Unterwolle nicht getrimmt, verfilzt sie, die Haut wird nicht mehr ausreichend durchlüftet und es kann zu Hautausschlägen kommen. Abgesehen davon sieht der Hund sehr ungepflegt aus. Zu lang gewordenes Haar wird danach mit einer Schere oder mit einer Schermaschine noch gekürzt.

Wichtig: Zwergschnauzer sollten nicht geschoren werden, da es ihrer Haarstruktur schadet. 

Für das Trimmen werden meist Zupfbürste, Trimmmesser (mit stumpfer Klinge), Trimmstriegel, ein Kamm, eine Bürste und je nach Bedarf eine Schere, eine Effilierschere oder eine Schermaschine und ein Gummistriegel verwendet. 

Alternative Hundefriseur

Wenn ihr euch nicht selbst die Arbeit machen möchtet, könnt ihr auch einen Hundefriseur eures Vertrauens aufsuchen. Dies sollte mindestens 2-3 x pro Jahr sein. Soll der Hund immer gepflegt aussehen, so ist alle 4-6 Wochen ein Nachtrimmen fällig, das ihr aber auch selbst vornehmen könnt. 

Für Allergiker geeignet

Zwergschnauzer haaren kaum und unterliegen nicht dem saisonalen Haarwechsel. Ihr Haarkleid muss regelmäßig von totem Haar durch Trimmen befreit werden, da es nicht von selbst ausfällt. Deshalb können Zwergschnauzer besser für Allergiker geeignet sein als andere haarende Hunderassen. Allerdings ist keine Hunderasse hypoallergen (löst garantiert keine Allergien bei Menschen aus) und jeder Allergiker sollte testen, ob er auf den gewünschten Hund allergisch reagiert. 

Solltest du dich mit Allergie für einen Hund interessieren, dann haben wir hier einen Lese-Tipp für dich: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie

Sabbern

Zwergschnauzer haben eine lange Schnauze und tendieren nicht zum Sabbern, sofern sie nicht gerade Futter im Blick haben.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf Übergewicht achten

Verfressenheit

Zwergschnauzer sind recht verfressen, so dass ihr auf ihre Linie achten solltet. 

Aussehen

Kleiner, sportlich-robuster Hund mit markantem Schnauzbart

Zwergschnauzer sehen optisch ihren größeren Verwandten, den Schnauzern und den Riesenschnauzern absolut ähnlich. Ihre Körper sind mit einer Höhe von 30-35 cm und einem Gewicht von 4-8 Kg klein, aber kräftig und harmonisch gebaut. Sie sind in etwa so hoch wie lang. Das Haarkleid ist dicht und rau, Markenzeichen sind der Schnauzbart und die buschigen Augenbrauen. 

Die Ohren sind V-förmig und hoch angesetzt. Sie klappen leicht nach vorn (Klappohren). Die Rute wird nicht mehr kupiert und ist säbelförmig. 

Augenfarbe

Zwergschnauzer haben dunkle Augen.

Fell

Das Haarkleid der Zwergschnauzer ist sehr dicht und dabei rau und drahtig, es fühlt sich sehr hart an und hat eine dichte Unterwolle. Das Deckhaar darf etwas länger sein, sollte sich jedoch nicht wellen. 

Farbe

Zwergschnauzer gibt es in vier Farben und die Farbe weiß kommt unter den Schnauzer-Varietäten ausschließlich beim Zwergschnauzer vor:

  1. Schwarz mit schwarzer Unterwolle
  2. Pfeffer-Salz mit grauer Unterwolle, Farbnuancen von Eisengrau bis Silbergrau möglich. Die "Pfefferung" sollte gut pigmentiert und gleichmäßig verteilt sein. Die Maske am Kopf sollte dabei dunkel sein, helle Abzeichen sind eher unerwünscht. 
  3. Schwarz-Silber- der Hund hat ein schwarzes Deckhaar und eine schwarze Unterwolle. Weiße Abzeichen befinden sich über den Augen, an den Wangen, am Bart und an der Kehle, sowie an der Brust und an den Läufen. 
  4. Weiß mit weißer Unterwolle

Geschichte und Herkunft

Vom rauhaarigen Zwergpinscher zum Zwergschnauzer

FCI Norm

Nummer: 183

Herkunft

Deutschland

Geschichte

Der Zwergschnauzer ist die kleinste Varietät der heutigen Schnauzer-Familie und stammt wie auch der Riesenschnauzer von dem Mittelschnauzer ab. Allerdings gab es Zwergschnauzer schon lange vor dem Riesenschnauzer.

Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es einen kleinen Hund aus Frankfurt am Main, der raues Fell besaß und sehr klein war. Er wurde als rauhaariger Zwergpinscher bezeichnet, da man damals noch Pinscher und Schnauzer in einer Rassekategorie betrachtete. Die Geschichte der Schnauzer ist eng verbunden mit der Geschichte der Pinscher, denn bis ins 20.Jahrhundert wurden Pinscher und Schnauzer als eine Rasse angesehen und sie werden auch heute noch von demselben Zuchtverband geführt. Schnauzer besaßen aufgrund einer Gen-Mutation raues Fell und wurden als rauhaarige Pinscher bezeichnet.

Kleine Pinscher waren "Damenhunde"

Besonders schöne und leichte kleine Pinscher wurden zu "Damenhunden" in den Zimmern und Salons, während die größeren Exemplare ihre Arbeit als Stallhunde verrichteten. Bereits um 1880 gab es diese Zwergformen der damaligen Pinscher.

Allerdings waren die Zwergpinscher-Rassen noch sehr uneinheitlich und es entwickelten sich aus ihnen erst später die Zwergschnauzer, Zwergpinscher und die Affenpinscher als eigene Rassen.  

Wir verdanken den Zwergschnauzer Josef Berta

Der Kynologe, Hunde-Züchter und Zuchtrichter Josef Berta (1856-1936), der den Pinscher-Klub mitbegründete, setzte sich um 1897 für die Anerkennung des rauhaarigen Zwergpinschers ein und schuf damit den Zwergschnauzer. Sein Ziel war es, den Zwergschnauzer als Ebenbild des Mittelschnauzers zu züchten. Er trennte die Zucht von Affenpinschern und Zwergschnauzern. Auf einer Ausstellung fand er die gelbe Hündin "Mäusle", die seiner Vorstellung eines rauhaarigen Affenpinschers entsprach, der als Stamm der Zwergschnauzer gelten sollte.

1899 entsprach der Rüde Jocco-Fulda, dem Abbild des Schnauzers in Miniaturformat. Mit ihm kam erstmals noch inoffiziell der Name "Zwergschnauzer" auf.

Meilensteine in der Zucht der Zwergschnauzer:

  • 1880 Erster Standard wird für glatthaarige und rauhaarige Pinscher aufgestellt
  • 1899 gab es erstmals zwei Klassen für rauhaarige Zwergpinscher und für Affenpinscher, langsam kam der Begriff "Zwergschnauzer" auf. 
  • 1910 offizielle Bezeichnung "Zwergschnauzer" im Pinscherzuchtbuch
  • 1931 gab es den Zwergpinscher noch in vielen Farben neben Pfeffersalz: schwarz, schwarz-silber oder auch in braun.
  • 1955 Anerkennung des Zwergschnauzers durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI), den internationalen Hundeverband.

Zwergschnauzer im Überblick

Zwergschnauzer: Sportliche Halter mit etwas Hundeverstand gesucht

Zwergschnauzer sind "ganze Hunde" und möchten auch so behandelt werden. Die mutigen Zwerge sind wachsam und durchaus eigenwillig, dabei verspielt und kleine Powerpakete. Sie freuen sich sowohl über lange Spaziergänge als auch über Hundesport. Eine konsequente Erziehung ist das A und O für ein harmonisches Zusammenleben mit den wachsamen und auch jagdlich ambitionierten Zwergschnauzern. Die verspielten Zwerge schmusen durchaus gern und sind tolle Familien- und Begleithunde im Mini-Format. Da sie kaum haaren, können sie für Allergiker gut geeignet sein. Eine regelmäßige Fellpflege oder Besuche beim Friseur sind ein Muss. 

Auflagen

Es gibt keine rassespezifischen Haltungsauflagen für Zwergschnauzer in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Leichtere Zwergschnauzer können sogar bei vielen Fluglinien im Passagierraum mitfliegen, sofern ihr Gewicht inklusive Transportbox nicht über 8 Kg liegt. 

Die drei Schnauzer-Varietäten

DigiDogs in anderen Sprachen und Ländern: DeutschlandGreat BritainUnited StatesPolska
Copyright © 2021 DigiDogs, soweit nicht anders angegeben. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum - Datenschutz