Steckbrief American Akita
61,0 - 71,0 cm
32,0 - 60,0 kg
10 - 14 Jahre
Begleit- und Wachhund
USA
Sehr dichtes, glattes Haarkleid, das oft sesamfarben ist.
Selbstbewusst, mutig, phlegmatisch wirkend
Top Facts
- Selbstbewusster, unabhängiger Hund: liebt Ruhe und respektvollen Halter
- Ausgeprägter Wach- und Schutzinstinkt: Für erfahrene Halter
- Jagt meist sehr gern: Freilauf erfordert viel Training
- Intelligent, schnell lernend: Braucht Abwechslung im Training
- Sehr treue Seele: Bindet sich stark an seinen Menschen
- Kein Hund für Hundewiesen-Plausch: Häufig unverträglich mit anderen Hunden
Charakter
Selbstbewusster und starker Individualist
Aufmerksamkeit
Akitas sind sehr aufmerksam, wenn es um Wild in der Umgebung, um Fremde Menschen oder Hunde geht, aber weniger aufmerksam, wenn es um das Befolgen von Signalen ihrer Menschen geht.
Energie
Viele erwachsene Akitas wirken sehr ruhig, schlafen viel und scheinen geradezu phlegmatisch zu sein. Doch die starken und großen Hunde benötigen täglich Bewegung um gesund und fit zu bleiben.
Während Welpen und Junghunde in Maßen bewegt werden sollten und mehrere kurze Spaziergänge benötigen, sollten ausgewachsene Akitas jeden Tag mindestens 1,5-2 Stunden Bewegung erhalten.
Zeitaufwand
Ein erwachsener Akita benötigt täglich 1,5-2 Stunden Bewegung und eine abwechslungsreiche und sehr konsequente Erziehung. Da Akitas Spätentwickler sind, solltet ihr gerade in den ersten drei Jahren entsprechende Zeit für Sozialisierung, Erziehung und Beschäftigung einplanen.
Die Pflege ist zwar verhältnismäßig gering, doch insbesondere während des Fellwechsels solltet ihr euren Akita täglich kämmen und bürsten und werdet Berge von Fell "ernten".
Training
Akitas sind sehr selbstbewusste Hunde, die nicht über einen will-to-please, aber durchaus über einen will-to-work verfügen. Sie können sehr motivierte und ausdauernde Arbeitshunde sein, sofern sie Vertrauen zu ihrem Menschen haben und mit positiver Bestätigung, Hundeerfahrung und Geduld erzogen werden. Ansonsten können Akitas leicht auf stur schalten oder unzufrieden und sogar aggressiv werden. Deshalb ist es wichtig, dass der Hundehalter bereits Erfahrung hat und versteht, seinen Akita mit Spaß zum gemeinsamen Arbeiten zu motivieren.
Akitas lernen durchaus gern und nachhaltig und ihr ruhiges Wesen ist prädestiniert für ein konzentriertes und auch ausdauerndes Arbeiten. Akitas möchten zwar aufgrund ihrer Intelligenz interessante und abwechslungsreiche Übungen, doch Stress und "Will to please" sind nicht ihr Ding. In Unterordnung, Agility oder Obedience werdet ihr einen Akita wahrscheinlich nicht begeistert sehen. Der Akita folgt zwar Signalen seiner Halter, doch dies eher in Slow Motion. Dagegen können sich die meisten Akitas für jede Form der Nasenarbeit wie Fährtenarbeit, Suchspiele, Breitensport oder Man Trailing begeistern. Sofern ihr ihnen Abwechslung bietet.
Für die folgenden Arbeiten und Hundesportarten sind Akitas besonders geeignet:
- Nasenarbeit
Jede Form der Nasenarbeit, wie:- Suchspiele
- Dummy-Training
- Fährtenarbeit
- Man Trailing, Rettungshunde
- Turnierhundsport
- Zughundsport
Akitas sind keine eigentlichen Zughunde, werden aber in Japan durchaus mal als Lasten- und Zughund verwendet. Sie können gelegentlich auch als Schlittenhund eingesetzt werden, wenngleich er wesentlich ruhiger und dominanter als typische Schlittenhunde ist, was ihn auch nicht prädestiniert, Schlitten gemeinsam mit fremden Hunden zu ziehen) - Tricktraining
Einigen Akitas liegt Tricktraining, was aber immer individuell vom Hund abhängig ist und natürlich von einem abwechslungsreichen Training.
Akita als Therapie- und Assistenzhunde
Akita aus einer guten Zucht, die ausgeglichen, gut sozialisiert und erzogen sind, können aufgrund ihres ruhigen Temperaments durchaus als Therapie- oder Assistenzhunde eingesetzt werden, doch ist dies eher selten der Fall. Sie können gute Rettungshunde und Man Trailer sein, einige wenige sogar Blinden- und Therapiehunde.
Akita als Jagdhund
In Japan wurden Akitas für die Jagd auf Klein- und Federwild, aber auch auf Wildschweine und früher auch auf Bären eingesetzt. Doch heutzutage werde Akita auch in Japan immer seltener für die Jagd verwendet.
Akita als Schutz- und Wachhund
In Japan wird der Akita häufig als Schutz- oder Wachhund eingesetzt. Er eignet sich aber eigentlich nicht unbedingt für den Schutzdienst, da er Menschen gegenüber zurückhaltend bis freundlich-neutral eingestellt ist und eine sehr hohe Reizschwelle gegenüber Menschen natürlicher Weise besitzt bzw. besitzen sollte. Wird diese Hemmschwelle jedoch überschritten, könnte ein Akita im Umgang mit Menschen mit Pech unberechenbar werden. Seinen Job als Wachhund von Haus und Hof nimmt der Akita dagegen sehr ernst und sehr gut wahr.
Wohnungstauglichkeit
Natürlich könnte auch ein Akita in einer Wohnung gehalten werden, doch er ist eher ein Hund für das Land als für die Stadt und eher ein Hund für das eigene Haus als für die Wohnung. Dies liegt ganz einfach daran, dass der Akita die Gesellschaft anderer Menschen und anderer Hunde meist nicht benötigt und oft sogar nicht erwünscht. Der Schutztrieb kann recht stark sein und die Individualdistanz zu anderen Hunden ebenfalls. Das kann in einer Mietwohnung mit vielen anderen Menschen und Hunden in der Nähe problematisch oder zumindest herausfordernd sein.
Auch wenn ein Akita kein Listenhund ist und damit nicht automatisch als gefährlicher Hund eingestuft wird, solltet ihr immer eine explizite und schriftliche Genehmigung eures Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft eurer Wohnung zur Haltung eines so großen Hundes haben.
Akitas sind große und schwere Hunde, weshalb eure Wohnung im Erdgeschoss liegen sollte oder über einen Fahrstuhl erreichbar sein sollte. Akitas wachsen schnell, doch Welpen und Junghunde sollte bis zur Festigung der Knochen, Bänder und Gelenke geschont werden und daher keine Treppen steigen. Und ihr möchtet auch keinen kranken oder alten Hund von 25-38 Kg die Treppen rauf und runter tragen müssen.
Treue & Ergebenheit
Akitas binden sich sehr eng an ihre Menschen und häufig an eine Person, vorausgesetzt, diese weiß richtig mit ihnen umzugehen.
Jagdtrieb
Akitas wurden früher zur Jagd auf Klein- und Federwild, aber auch auf Wildschweine und sogar Bären eingesetzt. Auch wenn dies heutzutage selbst in Japan eher selten geworden ist, haben sich Akitas den Jagdtrieb erhalten und können von Natur aus einen mittleren bis sehr gehörigen Jagdtrieb besitzen. Dies kann jedoch individuell von Hund zu Hund als auch in den verschiedenen Zuchtlinien variieren. Doch ihr solltet euch auf einen stärkeren Jagdtrieb bei dieser Hunderasse einstellen, der nur durch eine starke Hund-Mensch-Bindung und durch eine konsequente Erziehung zu kontrollieren ist. Viele Akitas können kaum von der Leine gelassen werden.
Alleinsein
Akitas lieben zwar die Nähe ihrer Menschen, doch können sie - sofern sie langsam an das Alleinsein herangeführt werden und keine schlechten Erfahrungen gemacht haben - sehr gut eine Zeit allein bleiben. Kein Hund sollte mehr als vier Stunden am Stück allein gelassen werden.
Bellen
Akitas sind eher ruhige Hunde, die nicht zum Bellen neigen. Allerdings haben sie einen starken Beschützerinstinkt und melden durch Bellen Fremde, Bewegungen und Geräusche, die sie in der Nähe ihres Zuhauses wahrnehmen.
Wachsamkeit
Akitas entwickeln fast immer einen starken Schutztrieb für ihre Familie und beobachten ihre Umgebung sehr aufmerksam.
Beschützer
Die großen und kräftigen Akitas sind sowohl körperlich als auch mental in der Lage und bereit ihre Menschen vor Gefahren zu beschützen.
Allerdings eignen sich Akitas nicht für den Schutzdienst, da ihre hohe Hemmschwelle gegenüber Menschen nicht überschritten und gereizt werden sollte, da Akitas sonst im Umgang mit Menschen unberechenbar werden könnten. Seinen Job als Wachhund von Haus und Hof nimmt der Akita dagegen sehr ernst und sehr gut wahr.
Verträglich mit Hunden
"Wer einen Hund sucht, der sich mit jedem anderen Hund verträgt und den man ohne Probleme auf einer Hundewiese frei laufen lassen kann, sollte sich nicht unbedingt für einen Akita entscheiden." (Zitat: Akita Club e.V.)
Akitas haben als sehr ursprüngliche und dem Wolf genetisch sehr nahe Hunderasse eine große Individualdistanz gegenüber fremden Hunden. Dies bedeutet, dass sie fremde Hunde eher nicht in ihrer Nähe ohne Ausweich- oder wahrscheinlicher - Angriffsreaktionen dulden. Insbesondere ausgewachsene Rüden scheinen fremde Rüde direkt zu fragen:"Ey Alter, willst Du Prügel?".
Viele Akitas gehen daher nicht freundlich-verspielt auf andere Hunde zu, sondern sehr überlegen, dominant und abweisend: "Geh mir aus der Sonne, Du unwürdiges Getier". Deshalb kommen sie häufig nicht sehr gut mit anderen Hunden aus.
Wer also einen Hund sucht, mit dem er in Hundeauslaufgebieten und Parks mit anderen Hunden spielt, ist bei dem Akita leider falsch. Natürlich gibt es sehr tolerante Akitas, die nicht gleich einen Streit vom Zaun brechen, sofern sich der andere Hund nicht unterwirft, aber die Wahrscheinlichkeit ist bei dieser Hunderasse einfach größer.
Verträglich mit Tieren
Da Akitas einen starken Jagdtrieb haben können, lassen sie sich meist nicht gut mit anderen Tieren halten. Wenn sie mit selbstbewussten Katzen früh sozialisiert werden, kann sogar die Katze das Sagen haben. So gesehen kann es Ausnahmen geben, die früh sozialisiert wurden, aber die Regel ist es leider nicht.
Kinderfreundlich
Ein gut sozialisierter und mit Liebe und Hundeverstand erzogener Akita liebt seine Familie über alles und dazu gehören auch die Kinder der eigenen Familie. Allerdings sollten die Kinder bereits größer sein und den Umgang mit Hunden kennen und insbesondere auch einem Akita seine Ruhe gönnen, wenn er sie wünscht. Ansonsten könnten ruhesuchende Akitas auch einmal schnappen.
Akitas sind als Familienhunde oft deshalb nicht gut geeignet, da sie sehr wachsam sind und fremden Besuchern gegenüber nicht immer wohlgesonnen sind. Gerade mit kleinen Kindern und häufigem Kinderbesuch kann dies mit einem Akita problematisch werden.
Kleine Kinder sollten niemals mit Hunden alleingelassen werden.
Verträglich mit Fremden
Akitas haben einen starken Schutztrieb und können unerzogen und unkontrolliert gegenüber Fremden unfreundlich bis angsteinflößend wirken. Wenn ihr euren Akita gut erzogen habt und ihm klar ist, dass ihr die Situation (Fremde kommen zu Besuch) für ihn regelt und er ruhig reagieren soll, so solltet ihr problemlos Fremde ins Haus lassen können. Doch bei einer schlechten Erziehung oder/und schlechten Sozialisierung kann dies zu Problemen führen. Gut erzogene Akitas reagieren meist gleichgültig bis freundlich auf fremde Personen, einige wenige reagieren vielleicht sogar begeistert.
Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick
Gesundheit und Pflege
Robust und gesund bei guter Zucht und natürlicher Ernährung
Krankheiten
Beim American Akita kommen die folgenden Krankheiten häufiger als bei anderen Hunderassen vor:
- Magendrehung
- Gelenke und Skeletterkrankungen:
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Spondylose (im Alter)
- Arthrose (im Alter)
- Kreuzbandrisse können bei zu steil gezüchteter Hinterhand leichter als bei anderen Hunderassen vorkommen.
- Augenerkrankungen:
- Grauer Star (Katarakt)
- Progressive Retinaatrophie (PRA)
- Mikrophthalismus (prominentes drittes Augenlid, kleine Augen)
- Entropium (Roll-Lid)
- Grüner Star (Glaukom)
- Hautkrankheiten, Allergien
- Sebadenitis (Hautkrankheit)
- Allergien (oft bei nicht artgerechter Ernährung)
- Amelogenesis imperfect (AI) - Unterentwicklung des Zahnschmelzes
- Schilddrüsenunterfunktion
- Kongenitales Vestibularsyndrom (Vererbte Erkrankung des Innenohrs)
- Erkrankungen des Immunsystems
Wo kann ich einen Akita kaufen?
Gleich drei Hundevereine sind in Deutschland innerhalb des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) für die Zucht des Akita zuständig. Sie führen Züchterlisten und vermitteln auch in Not geratene Akitas:
- Akita Club e.V. – Verein für Akita & Amerikanische Akita
- Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
- Japan Akita e.V.
Ebenso führt der VDH übergreifend eine Liste mit registrierten Akita-Züchtern, die gerade Welpen haben.
Akitas oder Akita-Mischlinge finden sich auch immer mal wieder in Tierheimen. Diese könnt ihr hier finden: Tierheimhelden.
Verträgt Hitze
Für ein Leben in warmen, südlichen Gefilden sind Akitas aufgrund ihres sehr dichten Haarkleids mit warmer Unterwolle eigentlich nicht geeignet. Im Sommer und bei warmen Temperaturen solltet ihr sie schonen und erst bei kühleren Temperaturen mit ihnen spazieren gehen.
Verträgt Kälte
Akitas verfügen über ein sehr dichtes Haarkleid mit Unterwolle und können Kälte sehr gut vertragen. Entsprechend sind sie auch während der kalten Jahreszeit wesentlich aktiver.
Pflege
Akitas sind trotz ihrer Größe und ihres dichten Haarkleides erstaunlich pflegeleicht. Ihr Fell ist fast selbstreinigend und dabei recht wasser- und schmutzabweisend. Es sollte am besten mit einem Handtuch nach einem Spaziergang in Matsch und Regen abgetrocknet werden. Legt ihr den nassen und dreckigen Hund im Korb oder auf einer Decke ab, so wird der Dreck von allein aus dem Fell fallen und ihr braucht ihn nur noch aufzusaugen. Angenehm ist, dass ein nasser Akita kaum nach Hund rieht.
Akitas haaren moderat, doch sehr stark während des Fellwechsels. In dieser Zeit sollten sie täglich gut ausgebürstet und gekämmt werden. Da die Haare des Akitas sehr lang sind, lassen sie sich von Teppichen oder aus der Kleidung gut entfernen und haken nicht fest.
Regelmäßige Pflege-Checks bei einem Akita
Wie bei jedem Hund, sollten auch beim Akita die folgenden Pflege-Rituale regelmäßig durchgeführt werden:
- Ohrenpflege - zum Glück sind die Ohren des Akita nicht besonders anfällig, da die Stehohren gut durchlüftet sind. Aufgrund von Allergien können jedoch auch mal Ohrenentzündungen entstehen, so dass die Ohren mehr Pflege benötigen.
- Pfoten- und Krallenpflege - es ist immer sinnvoll, die Pfoten auf Verletzungen und Fremdkörper zu untersuchen und die Krallen bei Bedarf zu kürzen.
- Augen-Check - da Akitas für Augenerkrankungen anfällig sein können, ist es sinnvoll, die Augen sauber zu halten und regelmäßig anzusehen.
- Zahnpflege - wenn euer Akita regelmäßig etwas gesundes zum Kauen bekommt, wird sich nicht so schnell Zahnstein bilden.
- Regelmäßiger Check auf Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Würmer und ggf. entsprechende Maßnahmen.
Baden
Akitas müssen nicht regelmäßig gebadet oder shampooniert werden. Lediglich wenn sich euer Akita beispielsweise in übelriechendem toten Fisch gewälzt hat, wird ein Bad aus Sicht von uns Menschen fällig. Dann solltet ihr ein spezielles Shampoo für Hunde verwenden, da Hunde einen anderen pH-Wert der Haut haben als wir Menschen und ihr die Hundehaut nicht austrocknen möchtet. Allerdings sei gewarnt, dass das dichte Fell Wasser und Shampoo nicht gut annimmt und die meisten Halter im Falle eines Bades sehr viel Shampoo benötigen. Insbesondere die dichte Unterwolle lässt sich kaum waschen.
Kämmen & Bürsten
In normalen Zeiten reicht ein wöchentliches Kämmen und Bürsten eures Akita. Doch während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst, der ca. 2-4 Wochen dauern kann, verlieren Akitas sehr viel Haar und ihr solltet ihnen den Fellwechsel durch tägliches Kämmen und Bürsten erleichtern. Dann wird die Haut besser durchlüftet und durchblutet und in eurer Wohnung fliegen nicht so viele Hundehaare herum.
Haaren
Akitas haaren das gesamte Jahr über eher moderat, doch während des Fellwechsels haaren sie sehr intensiv und verlieren so viel Haar wie Vögel Federn in der Mauser. Als Akita-Halter findet ihr dann Fellbüschel in der Wohnung, die ihr aber gut aufnehmen könnt.
Für Allergiker geeignet
Akitas unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und haaren. Sie gehören nicht zu den Hunderassen, die weniger Allergien bei Menschen auslösen können und wenig bis gar nicht haaren.
Wenn ihr mehr Informationen zum Leben mit Hund als Allergiker sucht, schaut doch mal in diesen Artikel: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.
Sabbern
Akitas neigen nicht zum Sabbern, es sei denn, ihnen liegt etwas Leckeres in der Nase.
Gesundheit & Pflege auf einen Blick
Ernährung
Natürliche Ernährung, auf Übergewicht achten
Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung könnt ihr die Grundlage für ein gesundes Hundeleben eures Akita legen.
Auf Ernährung im Wachstum achten
Da American Akitas bereits in den ersten acht Lebensmonaten fast ihre vollständige Höhe, aber noch nicht ihre vollständige Muskelmasse erreichen, ist es wichtig, das starke Wachstum mit der richtigen Ernährung zu unterstützen. Sie sollten langsam wachsen, damit sich die Knochen, Bänder und Gelenke gesund entwickeln können. Erst nach und nach wird ihr Körper von den sich entwickelnden Muskeln unterstützt. Die Wachstumskurve kann durch das Futter beispielsweise durch eine kontrollierte Eiweiß-Zufuhr und ein ausgeglichenes Calcium und Phosphor-Verhältnis unterstützt werden.
Futtermittelallergien & Besonderheiten
American Akitas können häufiger als andere Hunderassen mit Allergien auf bestimmte Inhaltsstoffe in Fertigfuttermitteln reagieren. BARF und selbst zusammengestellte Mahlzeiten können für sie daher von Vorteil sein.
Allergische Reaktionen können beispielsweise bei einem hohem Soja- oder Proteingehalt im Futter entstehen. Unverträglichkeiten können bei Akitas auch auf bestimmte Fleischsorten wie Schwein, Rind oder Lamm auftreten, während Fisch fast immer gut vertragen wird. American Akitas reagieren häufiger auf Gluten, weshalb eine Fütterung mit Getreide immer überlegt sein sollte.
American Akitas können - wie fast alle japanischen Hunderassen - aufgrund eines genetischen Defektes besonders empfindlich auf das Gift von Lauchgewächsen reagieren. Deshalb sollten Zwiebeln, Knoblauch & Co. für sie besser komplett tabu sein.
Aussehen
Große, schwere Hunde mit dichten Haarkleid
American Akitas sind sehr große, kräftige Hunde mit einem schweren Knochenbau. Dennoch ist ihr Körper harmonisch gebaut und hat eine Höhe zwischen 61-71cm bei einem Gewicht von 32-60kg.
Akitas haben einen recht breiten Kopf mit einer starken Stirnfalte. Die Schnauze gleicht oft der eines Schäferhundes, wobei die Augen kleiner sind und die Ohren ebenfalls kleine dreieckige Stehohren sind. Die Rute wird wie bei den nordischen Spitzhunden über dem Rücken gerollt getragen und ist reichlich behaart. Im Vergleich zum japanischen Akita ist die Rute aber oft weniger gerollt und wird nicht immer gerade über dem Rücken getragen. Im Gegensatz zum japanischen Akita sieht man dem American Akita heute noch die Einkreuzung von Schäferhunden (Insbesondere die Schnauze, aber auch die schwarze Maske) und auch von Mastiffs (Hautfalten am Hals: Wammen) an.
Im Gegensatz zum japanischen Akita, der den nordischen Spitzhunden ähnlicher sieht und nur in wenigen Farben erlaubt ist, ist der American Akita größer und schwerer und in vielen Farben und mit vielen Abzeichen, ja sogar gescheckt erlaubt.
Augenfarbe
American Akitas haben dunkelbraune Augen, helle Augen gelten als Fehler.
Fell
Das dichte, Stockhaar des American Akita besteht aus einem harten und geraden Deckhaar und einer sehr dichten und weichen Unterwolle. Das Haar ist gerade und leicht vom Körper abstehend, dabei auf dem Rücken mit ca. 5cm etwas länger und am längsten an der Rute.
Farbe
Beim American Akita werden - im Gegensatz zum japanischen Akita - sehr viele Farben erlaubt:
- Braun gestromt
- Braun, schwarz-gewölkt
- Falbfarben
- Falbfarben, schwarz-gewölkt
- Rot
- Rot, schwarz-gewölkt
- Schwarz
- Silber (Grau)
- Silber (Grau), schwarz-gewölkt
- Weiß
Erlaubte Abzeichen (Maske, Blesse)
Die Abzeichen sollen harmonisch verteilt sein und können mit oder ohne Maske oder Blesse sein:
- Weiße Maske mit weißen Abzeichen
- Schwarze Maske mit weißen Abzeichen
- Schwarz-weiße Maske mit weißen Abzeichen
- Gestromt
Schecken (Pinto)
American Akitas dürfen gescheckt mit großen Flecken auf weißem Grund sein, wobei die Flecken auf dem Kopf mehr als ein Drittel des Körpers bedecken sollen. Es gibt:
- Schecken (Pinto) mit schwarzer Maske
- Schecken (Pinto) mit schwarz-weißer Maske
Die Unterwolle darf und kann andersfarbig als das Deckhaar sein.
Eine blau oder schwarz gefleckte Zunge gilt als Fehler.
Geschichte und Herkunft
Steinzeitliche Landbrücken, Bärenjäger, Samurai und amerikanische Besatzer
FCI Norm
Nummer: 344
Herkunft
Ursprünglich stammt auch der American Akita aus Japan, doch wurde diese im Jahr 2000 anerkannte Rasse ab 1945 in den USA geform
Geschichte
Zur Vorgeschichte
Auch wenn es sich heutzutage um zwei offiziell von der FCI anerkannte unterschiedliche Hunderassen handelt, so gleicht die Vorgeschichte des American Akita im Grunde bis zum zweiten Weltkrieg der des japanischen Akita. Es ist eine Geschichte von steinzeitlichen Landbrücken, Bärenjägern, Samurai und leider auch von Hundekämpfen. Ihr könnt sie hier nachlesen: Akita.
American Akita und Akita
Während die Entwicklung des Akita bis zum Ende des ersten Weltkrieges und im Grunde noch während der Besatzungszeit bis 1951 fast gleich war, drifteten die beiden Zuchten nun auseinander. Bereits während der Besatzungszeit (02.09.1945-08.09.1951) gelangten viele Akitas aus Japan in die USA. Seit den 1960er Jahren entwickelten sich die Amerikanischen Akitas von den japanischen Akitas weg. Während die Amerikaner die Dewa-Zuchtlinie bevorzugten, war diese in Japan verpönt und man konzentrierte sich auf eine Rückzucht.
Neuaufbau und Exporte nach dem 2. WK
Es existierten drei verschiedene Hundetypen, in denen noch ein Teil der ursprünglichen Akita steckte:
- Matagi Akitas (Jagdhunde, recht ursprünglich)
- Akitas für Hundekämpfe (Tosa, Mastiff, größer, schwerer)
- Schäferhund-Akitas
Es entwickelten sich nach dem zweiten Weltkrieg zunächst zwei Zuchtlinien:
-
Ichinoseki-Zuchtlinie
Die Ichinoseki-Zuchtlinie des Züchters Ichinoseki in Odate, dessen Akitas kürzer, kompakter und schwerere Knochen besaßen. Sie waren sesamfarbig, rein weiß oder rot. -
Dewa-Zuchtlinie
Die Dewa-Zuchtlinie des Züchters Ito in Dewa. Seine Akitas waren größere Hunde mit leichteren Knochen, die meist gestromt oder schwarz mit weißen Abzeichen waren. Aus dieser Zucht sollte der Rüde Kongo-go populär werden, in dem der Mastiff und der Deutsche Schäferhund sichtbar waren. Diese Zuchtlinie setzte sich später beim American Akito verstärkt durch.
Japanische Rückzucht mit Matagi Akitas
Doch Züchter der ursprünglichen Akitas wollten die Dewa-Zuchtlinie nicht anerkennen. Ihr Ziel war es, die verpönten Einflüsse von Mastiff und Deutschem Schäferhund wieder herauszüchten. Sie kreuzten Matagi Akitas ein, um zur ursprünglichen Rasse zurückzukehren. Dies sind die heutigen japanischen Akitas.
Hachiko – der weltweit bekannte treue Akito
Die wahre Geschichte des japanischen Akito "Hachiko" wurde in den USA mit Richard Gere verfilmt, was den Akita weltweit berühmt und beliebt machte.
Doch in Japan waren Akitas lange vor dem Erscheinen des Films "Hachiko – eine wunderbare Freundschaft" berühmt.
Meilensteine in der Geschichte der American Akitas
- Wahrscheinlich kommen erste Akitas bereits um 1900 in die USA.
- 1933 Gründung eines Akita Inu Clubs
- 1937 bringt Helen Keller (1880-1968), eine taubblinde US-amerikanische Schriftstellerin, nach Angaben des American Kennel Clubs (AKC) mit "Kamikaze" den ersten Akita aus Japan mit in die USA. Als Kamikaze mit nur 7,5 Monaten an Staupe starb, schickten ihr die Japaner Kamikaze's jüngeren Bruder Kenzan-Go 1939 in die USA. Sein Spitzname wurde Go-Go.
- Nach 1945: US-Soldaten brachten aus Japan Akitas vom Typ „Dewa“ mit bei ihrer Rückkehr aus der Besatzung und die Zucht geht eigene Wege in den USA. Teilweise wurden Deutsche Schäferhunde eingekreuzt, was bei den Japanern verpönt ist. Der Rüde "Taro" kam mit einem Militäroffizier in die USA und sollte der erste Akita sein, der im AKC registriert wurde.
- 1956 wurde der Amerikanische Club für Akitas gegründet
- 1957 Südpolexpedition mit Happy End: 20 Japanische Akitas wurden von japanischen Polarforschern nach Abbruch der Expedition am Polareis zurückgelassen, was zu großer Empörung unter Hundefreunden führte. Nach drei Jahren sollte die Expedition weitergeführt werden und die Forscher fanden 12 putzgesunde Akitas vor. Sie müssen sich von Robben und anderen Tieren ernährt haben und dabei große Distanzen zurückgelegt haben. Ob sie auch die fehlenden 8 Akitas verspeist hatten, blieb ungeklärt. Kaiser Hirohito ließ am Tower in Tokio zwölf lebensgroße Bronzestatuen der zwölf überlebenden Akitas errichten.
- 1964 Anerkennung des Akitas durch die FCI
- 1972 wurde der Akita vom Amerikanischen Kennel Club (AKC) offiziell anerkannt
- 2000 – Der Streit um die unterschiedlichen Entwicklungen in Japan und Amerika findet ein Ende, indem zwei offizielle FCI-Standards für Akita (Japan) und den Amerikanischen Akita anerkannt werden. Seitdem heißt der japanische Akita ausschließlich „Akita“ (und nicht mehr Akita Inu) und der American Akita wird seit dem 01.Januar 2000 als eigene FCI-Rasse geführt.
American Akita im Überblick
Auflagen
Es gibt derzeit keine gesetzlichen Auflagen zur Haltung eines American Akita in Deutschland (Stand: 27.09.2022).
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