American Pit Bull Terrier

American Pitbull Terrier

Ein Hund für verantwortungsvolle, sportliche Halter mit Hundeerfahrung

Der starke, intelligente und selbstbewusste Pit Bull benötigt verantwortungsvolle Halter, die einen Haufen Erfahrung in der Erziehung von Hunden mitbringen. Die sehr intelligenten und aktiven Hunde benötigen körperliche und geistige Auslastung, die bei ihnen positive Charakter-Eigenschaften und Ausgeglichenheit fördern. Häufig kommt ein zuweilen starker Jagdtrieb, verbunden mit einer Eigenwilligkeit hinzu, die eine sehr konsequente und dabei positives Training benötigen. Kommen seriöse Zucht und Haltung zusammen, können American Pit Bull Terrier (APBT) oder auch liebevoll Pitties genannt, ausgesprochen loyale, verschmuste und verspielte Begleit- und sogar Familienhunde sein. Da die Rasse in Deutschland nicht offiziell anerkannt ist, ist es jedoch sehr schwer, seriöse Züchter zu finden. American Pit Bull Terrier werden in vielen Ländern als "gefährliche Listenhunde" geführt und ihre Haltung unterliegt oft strengen Auflagen und Bewilligungen. Die Rasse wird in der Öffentlichkeit - sicherlich auch aufgrund verantwortungsloser Zucht und Halter - als "Kampfhunde" stigmatisiert.

Top Facts

  • Listenhund, als "Kampfhund" geächtet = Erfahrene, verantwortungsvolle und entspannte Halter gesucht
  • Athletisch und energiegeladen = benötigt viel Bewegung
  • Muskulös und kräftig = Sportliche Menschen gesucht
  • Jagd- und Beutetrieb vorhanden = Konsequentes positives Training
  • Viele unseriöse Züchter, kein Rasseverband in Deutschland
  • Sehr gesunde und robuste Hunde, die pflegeleicht sind

Steckbrief American Pitbull Terrier

Größe
43,0 - 53,0 cm
Gewicht
13,5 - 27,5 kg
Lebenserwartung
11 - 12 Jahre
Verwendung
Schutz-, Wach- und Begleithund, in den USA auch Jagdhund
Herkunft
USA
Fell
Sehr kurzes Haarkleid, bei dem alle Farben erlaubt sind
Wesen
Selbstbewusst, loyal, gutmütig (bei guter Haltung), lebendi

Charakter

Athletische und sportliche Hunde für verantwortungsvolle Halter mit Hundeerfahrung

Athletische und energiegeladene Kraftpakete mit Hirn

APBTs sind ausgesprochen sportliche und agile Hunde, die sehr viel Bewegung und Auslastung benötigen. Dabei solltet ihr euch gut überlegen, wie ihr die Kraftpakete auslastet, damit ihr nicht den Jagd- und Beutetrieb verstärkt. Zerr- und Ballwerf-Spiele sind ungeeignet. Lange Spaziergänge, Wanderungen, Joggen oder am Rad Laufen sind gute sportliche Auslastungen für erwachsene Pit Bulls. Aber auch der Kopf dieser intelligenten Hunde möchte beschäftigt werden. Deshalb sind Trainings wie Obedience oder Nasenarbeit sehr gute Arbeiten für die lernwilligen Hunde. Ihre Kraft könnt ihr auch im Zughundesport verwenden oder Spaß mit ihnen am Dock Diving haben. In jedem Fall ist ein gemeinsames und konsequentes Training mit diesen sportlichen Powerpaketen wichtig. Außerdem solltet ihr selbst in guter Kondition sein, um diese kräftigen Hunde jederzeit unter Kontrolle halten zu können.

 

Ausgeprägter Jagd- und Beutetrieb sind nicht selten

American Pitbull Terrier können den ausgeprägten Jagdtrieb des Terriers geerbt haben. Insbesondere Terrier werden zur Jagd auf wehrhafte Tiere eingesetzt und handeln sehr eigenständig bei der Jagd. Pitbulls wurden beispielsweise auch als Rattentöter in der Pit eingesetzt. Hier brachte es dem Besitzer ein hohes Wettgeld, wenn ihr Hund innerhalb kürzester Zeit eine hohe Anzahl von Ratten tötete. In den USA wurden viele Bull-and-Terrier-Hunde sowohl zum Treiben von halbwildem Vieh als auch zur Jagd eingesetzt. Auch heute noch werden sie zur Jagd auf Dachse, Waschbären, Koyoten, Wildschweine und Rotluchse verwendet. Deshalb ist ein Jagd- und Beutetrieb bei American Pit Bull Terriern nicht selten und erfordert entsprechendes Training.

Anhänglich, benötigen vertrauensvolle Bezugsperson

American Pit Bull Terrier sind ausgesprochen anhänglich und möchten am liebsten den ganzen Tag mit ihren Menschen verbringen. Sie konzentrieren sich gern auf eine Bezugsperson, zu der sie großes Vertrauen aufbauen. Diese Bezugsperson sollte ihnen Vertrauen, Ruhe und Liebe schenken, ohne sie dabei zu vermenschlichen.

Dominant, mutig, eigensinnig und stark

Sowohl vom Terrier als auch von der Bulldogge haben American Pit Bull Terrier ein sehr eigenständiges Wesen, das durchaus auch ruppig oder dominant auftreten kann. Die mutigen und starken Hunde wurden jahrzehntelang auf Hartnäckigkeit gezüchtet. Deshalb benötigen sie Halter, die ihnen sehr klare Grenzen aufzeigen und sie sehr konsequent und liebevoll behandeln. Die meisten Pitties sind zwar ein Leben lang verspielte Hunde, doch der Dickkopf und Eigensinn von Terrier und Bulldogge ist ausgeprägt. Deshalb sind in der Erziehung liebevolle Konsequenz, Kommunikation und Training gefragt. Die intelligenten Hunde sind sehr arbeitswillig und dabei zielstrebig. Manche nennen diese gelegentlich auftretende Eigenwilligkeit auch Sturheit.

Falsche Wesenszüge von Züchtern und Haltern gefördert

Unseriöse Züchter haben leider schon immer die Aggression des American Pit Bull in Qualzuchten für lukrative Hundekämpfe herausgezüchtet. Diese Aggression bezog sich auf andere Hunde und durfte nicht auf die Halter gerichtet sein. Die Hunde wurden so gehalten, dass ein aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden stark ausgeprägt wurde. Schlecht sozialisiert und in der Hand von verantwortungslosen und halbseidenen Haltern, wurden American Pit Bulls zu gefährlichen Waffen, die einem aggressiven Beutetrieb nachgehen. Bei diesen Qualzuchten leiden die Hunde sehr und es ist nur mit sehr viel Geduld und Training möglich, die Hunde zu resozialisieren. Immer gelingt dies leider nicht. Deshalb ist es so wichtig, einen Hund aus einer seriösen Zucht mit einer gesunden Sozialisierung zu erhalten. 

Seriöse Zucht und seriöse Halter fördern liebevolle Pit Bulls

Wird ein American Pit Bull seriös gezüchtet und von Beginn an sozialisiert und erzogen, so kann er ein sehr loyaler Begleithund werden und ein verschmuster und anhänglicher Hund sein. American Pit Bull Terrier sind intelligent und lernen schnell. In falschen Händen lernen sie leider ein gefährliches Verhalten sehr schnell, wie es aber auch andere Hunderassen tun.

Allein aufgrund ihrer Kraft, Agilität und Intelligenz sollten American Pit Bull Terrier niemals von ihren Haltern unterschätzt werden. Die sensiblen Hunde können zwar verkuschelt sein, aber Kuschelhunde sind sie definitiv nicht. Bei falscher Haltung können die selbstbewussten American Pit Bull Terrier auch schnell die Kontrolle übernehmen. Und genau das gilt es unbedingt zu vermeiden. 

Frühe Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen

Insbesondere der American Pit Bull Terrier sollte sehr früh an andere Hunde und Hunderassen gewöhnt werden. Da American Pit Bull Terrier durchaus anderen Hunden gegenüber aggressiv (gemacht) werden können und starke Kraftpakete sind, sollten sie Halter haben, die sie sorgfältig sozialisieren und gut auf Gehorsam mit Unterordnung und Impulskontrolle trainieren.

Intelligenz

American Pit Bull Terrier sind sehr intelligente Hunde, die schnell lernen können. Leider bedeutet dies auch, dass sie schnell das Falsche lernen, wenn es ihnen nicht anders beigebracht wird. 

Aufmerksamkeit

Pitties sind sie aufmerksam und wollen lernen und einer Aufgabe nachkommen. Diese Aufmerksamkeit solltest Du in die richtigen und gewünschten Bahnen lenken. 

Energie

American Pit Bull Terrier sind sehr energiegeladenen Hunde, die viel Bewegung benötigen. Eine Gassirunde um den Block lastet sie nicht aus und führt zu frustrierten Hunden, die schlau genug sind, sich eine andere Beschäftigung zu suchen. Das solltet ihr vermeiden. 

Zeitaufwand

Um einen American Pit Bull Terrier konsequent und artgerecht positiv zu erziehen und an seine Umwelt optimal zu sozialisieren, benötigt ihr viel Zeit. 

Da American Pit Bull Terrier einen starken Jagdtrieb besitzen können, kann das Training zeitaufwändig werden. Ein guter Gehorsam und Vertrauen sind absolut wichtig und müssen mit dem Hund erarbeitet werden. Nicht jeder American Pit Bull versteht sich mit anderen Hunden gut. Auch hieran müsst ihr von Beginn an arbeiten.

Als Listenhund in den meisten Bundesländern müsst ihr obendrein viele Auflagen erfüllen und euren Hund so gut erziehen, dass ihr ihn zu jeder Zeit unter Kontrolle habt. 

Training

American Pit Bulls werden schon lange für ihre Vielseitigkeit geliebt. Sie sind sowohl stark als auch wendig und schnell und dabei intelligent und arbeiten ehrgeizig wie die Terrier. 

Als Listenhunde müssen sie besonders gut trainiert und erzogen werden und sollten alle Umweltsituationen gut kennen. Ein gutes Gehorsamstraining mit positiver Bestärkung, Kommunikation und Konsequenz ist der Schlüssel zum harmonischen Zusammenleben.

Lange Spaziergänge, euch beim Joggen begleiten oder auch am Rad laufen sind für erwachsene Pit Bulls eine gute sportliche Betätigung. Doch sie benötigen ebenfalls Kopfarbeit und Erziehung, um ausgelastet zu sein. 

Ein American Pit Bull Terrier sollte körperlich und geistig ausgelastet sein, um sich nicht selbst eine Beschäftigung zu suchen. Deshalb ist eine Aufgabe für ihn besonders wichtig. 

Die folgenden Hundesportarten sind für American Pit Bull Terrier gut geeignet:

American Pit Bull Terrier werden in den USA erfolgreich als Spürhunde für Drogen und Sprengstoff eingesetzt. In den USA wurden und werden sie teilweise auch als Jagd-, Schutz- oder Hütehunde eingesetzt. 

Wohnungstauglichkeit

Sofern die Hunde ausgelastet werden, sind American Pit Bull Terrier auch für die Haltung in der Wohnung geeignet. Allerdings kann es aufgrund der Einstufung als Listenhunde problematisch werden, eine Genehmigung für die Haltung der Hunde in Mietwohnungen oder auch von Eigentümer-Gemeinschaften zu erhalten. Grundsätzlich sollte die Genehmigung der Hundehaltung schriftlich vorliegen.

Die Wohnung sollte ebenerdig liegen, da ihr einen Welpen und Junghunde bis zu einem Jahr keine Treppen laufen lassen solltet. Auch einen kranken Hund müsstet ihr tragen und dafür ist ein ausgewachsener American Pit Bulls einfach zu schwer. 

Aufgrund ihrer Stigmatisierung leben American Pit Bull Terrier sicherlich friedlicher in einer ländlichen Umgebung, als in eng bewohnten Ballungszentren. Zumal ihr sie auch entsprechend geistig und körperlich auslasten solltet. 

Treue & Ergebenheit

American Pit Bull Terrier sind ihren Haltern gegenüber ausgesprochen loyal und freundlich gestimmt, sofern sie richtig gehalten und erzogen werden. 

Jagdtrieb

American Pit Bull Terrier können einen starken Jagdtrieb haben. Sie werden auch heute noch insbesondere in den USA zur Jagd eingesetzt und wurden früher zur Jagd auf Ratten oder auch Dachse eingesetzt.

Deshalb reagieren die meisten auf Wildtiere mit einem Jagdtrieb, der nicht immer leicht zu kontrollieren ist. Hier hilft nur ein gutes Anti-Jagdtraining.  

Alleinsein

American Pit Bull Terrier sind sehr anhänglich und möchten am liebsten immer bei ihren Haltern sein - welcher Hund möchte das nicht? Aber bei Pitties ist dies manchmal noch etwas ausgeprägter als bei anderen Hunderassen. Ihr könnt sie, sofern ihr sie langsam an das Alleinlassen gewöhnt, sicherlich auch allein zuhause lassen. Dies ist natürlich immer sehr individuell vom Hund und seinen Erfahrungen abhängig und sollte möglichst von Welpe auf an langsam und behutsam trainiert werden.

Kein Hund sollte länger als vier Stunden am Stück pro Tag allein gelassen werden. 

Bellen

Ein ausgeglichener American Pit Bull ist ein eher ruhiger Hund, den so leicht nichts zum Bellen bringt. 

Wachsamkeit

Hier gehen die Meinungen auseinander: Die einen sehen in dem American Pit Bull Terrier einen ausgezeichneten Wachhund, die anderen sprechen ihm genau diese Eigenschaft ab. American Pit Bull Terrier können wachsam sein und wurden auf den amerikanischen Farmen unter anderem auch als Wachhunde eingesetzt. Doch der United Kennel Club in den USA hält American Pit Bulls für keine Wachhunde und sicherlich gibt es bessere Wachhunde als Pitties. 

Beschützer

In jedem Fall ist ein American Pit Bull Terrier ein beeindruckender Begleiter, der nur so vor Kraft und Energie strotzt und dem das Image einen "scharfen" Hundes anhängt, der auch zubeißen würde. Da American Pit Bulls ihre Halter lieben, würden sie diese sicherlich im Notfall auch verteidigen. 

Verträglich mit Hunden

American Pit Bull Terrier müssen früh an andere Hunde und Hunderassen gewöhnt werden. Erwachsene Hunde können gegenüber anderen Hunden unerwünschtes und nicht verträgliches Verhalten zeigen. Deshalb sind eine gute Erziehung und am besten ein Training im Hundeverein unerlässlich. 

Verträglich mit Tieren

Da American Pit Bull Terrier einen Jagdtrieb haben können, ist es von der Sozialisierung und Erziehung abhängig, ob sie mit anderen Tieren im Haushalt gut auskommen. Manche kommen gut mit Katzen im Haushalt klar, andere dagegen sehen sie als Jagdbeute. 

Kinderfreundlich

American Pit Bull Terrier gelten in ihrer Familie als ausgesprochen kinderfreundlich. Absolut wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass die Hunde aus einer verantwortungsvollen Zucht stammen und sehr gut sozialisiert und erzogen werden. Dann haben sie eine Chance, sehr gute Familienhunde zu sein.

Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Hunden allein gelassen werden. 

Verträglich mit Fremden

Ein American Pit Bull Terrier aus einer verantwortungsvollen Zucht, der gut sozialisiert und erzogen wurde, reagiert Fremden gegenüber meist gelassen bis desinteressiert. Manche freuen sich auch über Besuch, anderen ist er egal. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Sehr gesunde und robuste Rasse, sofern gut aufgezogen

American Pit Bull Terrier wurden und werden auf Kraft und Leistung und selten auf Aussehen gezüchtet. Daher ist die Rasse, sofern sie von seriösen Züchtern stammt und gut gehalten wird, ausgesprochen gesund und robust.

Robustheit

American Pit Bull Terrier sind ausgesprochen robuste Hunde, die sehr vielseitig eingesetzt werden können und ehrgeizig und ausdauernd sind. 

Krankheiten

Diese Erkrankungen treten beim American Pit Bull Terrier häufiger als bei anderen Hunderassen auf:

Weitere Erkrankungen, die beim American Pit Bull Terrier etwas häufiger als bei anderen Hunderassen vorkommen können:

Woher bekomme ich einen American Pit Bull Terrier? 

 Es ist im Grunde unmöglich, einen seriösen Züchter für American Pit Bull Terrier in Deutschland zu finden. Denn leider sind American Pit Bull Terrier sehr lange Zeit sowohl auf körperliche Leistung als auch auf charakterliche Merkmale von Kampfhunden gezüchtet worden und es gibt beim American Pit Bull Terrier keine anerkannten Zuchtvereine. Diese gibt es in Deutschland nur bei den ähnlichen Hunderassen American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterriern und Miniature Bullterriern.

Alternativ bieten sich American Pit Bull Terrier aus dem Tierschutz oder von Nothilfen an. Diese werden euch über die Haltung und die Eigenschaften der jeweiligen Hunde ehrlich aufklären.  

Vermeidet unbedingt Internet- oder Zeitungs-Inserate von unseriösen Hunde-Händlern, deren Hunde aus sehr schlechter Haltung kommen und daher fast immer sehr krank, unsicher und auf unerwünschte Charaktereigenschaften gezüchtet werden. 

Verträgt Hitze

American Pit Bull Terrier können Hitze nicht besonders gut vertragen. Wie die meisten Hunde sollten sie bei Außentemperaturen ab 24 Grad nicht körperlich gefordert werden. 

Verträgt Kälte

Die meisten American Pit Bull Terrier haben ein kurzes Haarkleid ohne Unterwolle. Solange sie sich draußen in der Kälte schnell bewegen können, ist dies kein Problem, doch in der Kälte zu stehen oder im kalten Auto zu warten wird sie zum frieren bringe. 

Pflege

American Pit Bull Terrier sind sehr pflegeleicht. Ihr Haarkleid muss nur selten gebürstet werden und benötigt kein Scheren oder Schneiden.

Regelmäßige Pflege-Routinen beim American Pit Bull Terrier:

  • Augen: Wie bei jedem Hund, solltet ihr die Augen regelmäßig kontrollieren und ggf. mit einem feuchten Tuch reinigen.
  • Pfoten: Auch die Pfoten sollten kontrolliert und ggf. gepflegt oder die Krallen geschnitten werden. Unsere Tipps zur Pfotenpflege beim Hund.
  • Ohren: Da die Ohren sich beim Hund entzünden könnten, solltet ihr regelmäßig in die Ohren schauen und diese ggf. pflegen. Unsere Tipps zur  Ohrenpflege beim Hund.

Baden

Ein Bad ist aus Sicht des Hundes und seiner Gesundheit eigentlich nie nötig. Allerdings solltet ihr euren Hund spätestens dann baden und shampoonieren, wenn er sich in etwas Übel riechendem gewälzt hat. Verwendet am besten immer ein Shampoo, das für Hunde gemacht wurde, denn es hat einen speziellen pH-Wert und ist besser für die Hundehaut. Ein Shampoo mit natürlichen und möglichst wenigen Inhaltsstoffen ist für Hunde am besten. 

Kämmen & Bürsten

Ein gelegentliches Bürsten mit einer weichen Bürste reicht vollkommen aus, um das Fell des American Pit Bull Terriers zu pflegen. Dies hilft auch der Durchblutung und verteilt das Hautfett im Fell, was zur Abwehr von Regen und Schmutz sehr gut ist. 

Haaren

Pitties haaren mäßig, doch während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann dies etwas stärker sein. Die kurzen und harten Haare können sich leicht in Kleidung und Stoffen festhalten. 

Schneiden & Trimmen

American Pit Bull Terrier müssen weder getrimmt noch geschoren werden. 

Für Allergiker geeignet

Der American Pit Bull Terrier unterliegt dem saisonalen Haarwechsel und haart. Er gehört nicht zu den Hunderassen, die weniger Tierallergien bei Menschen auslösen, als andere Hunderassen.

Wenn ihr trotz einer Allergie einen Hund halten möchtet, wird euch dieser Artikel interessieren: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie

Sabbern

Pitties sabbern in der Regel kaum. Doch wenn sie etwas Leckeres vor der Nase haben, können auch sie beginnen zu sabbern. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Natürliche, fleischhaltige und ausgewogene Ernährung

Ihr solltet bei den athletischen American Pit Bull Terriern auf eine eiweißhaltige und ausgewogene, möglichst natürliche Ernährung achten. Diese Ernährung kann auch helfen, eventuellen Hautproblemen (Dermatitis) vorzubeugen. 

Verfressenheit

American Pit Bull Terrier sind meist weder besonders verfressen noch Kostverächter.

Aussehen

Beeindruckende und kompakte Athleten

Der American Pit Bull Terrier sieht vor allem sehr athletisch und muskulös und dabei kompakt aus. Hals, Schultern und Beine sind stark bemuskelt, aber dabei schlank. Der breite und im Verhältnis zum Körper groß erscheinende Kopf hat einen breiten Fang mit starken Backenmuskeln. Die Schnauze ist meist etwas kürzer als der Rest des Kopfes. Sein sehr kurzes und glattes Fell betont den Athleten. Das Fell kann in allen Farben außer Merle vorkommen.

Die Ohren dürfen in den USA kupiert werden oder naturbelassen bleiben. In Deutschland dagegen gibt es zum Glück ein Kupierverbot. Die Ohren sind hoch am Kopf angesetzt und sollen halbstehend sein (Rosenohren). 

Die relativ weit auseinanderliegenden Augen sind rund oder mandelförmig und liegen tief im Kopf. Die Rute ist kurz im Vergleich zur Größe und tief angesetzt und läuft dabei spitz zu. Sie wird nicht über den Rücken getragen und sollte niemals buschig sein. 

Augenfarbe

Jede Farbe außer blau ist akzeptiert, der weiße Augapfel sollte nicht sichtbar sein.

Fell

Das Haarkleid des American Pit Bull Terriers ist sehr kurz und fühlt sich hart an. Eine Unterwolle ist meist nicht vorhanden und das Haarkleid unterliegt dem saisonalen Fellwechsel. 

Farbe

Alle Farben, Farbkombinationen und Zeichnungen werden bei American Pit Bull Terriern akzeptiert. 

Verboten sind jedoch krankhafte Farbveränderungen wie:

Geschichte und Herkunft

Geschichte der menschlichen Grausamkeit an Tieren

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

Vereinigte Staaten von Amerika

Geschichte

Der American Pit Bull Terrier ist in England und in den USA aus Kreuzungen von alten englischen Bulldoggen und Terriern entstanden und wurde für blutige Kämpfe ("Blood sports") gezüchtet.

Tierkämpfe begannen bereits im Altertum und Mittelalter

Imposante Britische Hunde wurden im Altertum auf Bärenjagden verwendet und auch von den Römern zu Tierkämpfen importiert. Im alten Rom war es beispielsweise beliebt, Elefanten in den Arenen zu töten. Dafür wurden große und starke Hunde aus Britannien eingesetzt. Mit der Einführung des Christentums (324-337 n. Chr.) wurden diese blutrünstigen Spiele zum Glück verboten.

Seit Mitte des 11. Jahrhunderts begannen um London herum erste organisierte Tierkämpfe von Hunden gegen Bären oder auch gegen Bullen. Die in England aufgewachsenen Mastiffs und Bulldoggen haben aller Wahrscheinlichkeit nach denselben Ursprung und wurden unterschiedlich eingesetzt. Die Hunde, die gegen die Bullen kämpften, waren etwas wendiger und schmaler als die Bärenbeißer. Die kleineren wurden vermutlich die späteren englischen Bulldoggen, während die größeren die heutigen Mastiffs sind.

Bull-Baiting den Bulldoggen

Schon ab dem 13.Jahrhundert war das Bull-Baiting eine ausgesprochen regelmäßige und populäre Volksbelustigung, im Grunde ein "tierischer" Nachfolger der römischen Gladiatoren. Brot und Spiele für die verarmten, gedankenlosen und herzlosen Massen. Beim "Bull-Baiting", kämpften die sportlichen Vorfahren der "Old English Bulldogs" gegen angepflockte Bullen. Sie packten die Schnauze der Bullen und sollten sich so lange wie möglich festbeißen. Eine grausame Vorstellung.

Das Verbeißen in den Kampfgegner war ein wesentliches Merkmal der Kampfhunde. Breite Kiefer und starke Beißkraft für das Festhalten der Bullen an der Schnauze waren neben Wendigkeit und Mut geforderte Merkmale der damaligen Bulldoggen. Das blutige Schauspiel war durch hohe Wetten immer begehrter geworden und die Brutalität gegenüber Bullen und Hunden steigerten sich immer mehr. Es ist ein sehr trauriges Kapitel der Menschheit mit unfassbaren Grausamkeiten, die leider bis in die heutige Zeit illegal andauern. So wurden die in den Bullen verbissenen Hunde von ihren Eigentümern zerstückelt, um zu beweisen, dass sie nicht loslassen. Damit konnten die Welpen dieser Hunde teurer verkauft werden. 

"Bull and Terrier" entstehen für illegale Tierkämpfe

1835 wurden Tierkämpfe in Großbritannien offiziell verboten, aber wo Geld im Spiel ist, da ist auch Erfindungsreichtum nicht weit. In England, Irland und Schottland begannen Menschen mit der Kreuzung von Bulldoggen und Terriern zu experimentieren. Sie waren auf der Suche nach einem Hund, der das Temperament und die Schnelligkeit des Terriers mit der Kraft der damaligen Bulldoggen vereint. Ziel war es, illegale Kämpfe in Form von Hunde- und Tierkämpfen im Untergrund stattfinden zu lassen. Dafür schienen die alten Bulldoggen einfach zu langsam und damit auch zu langweilig zu sein. Heraus kam ein Hund, der als Kämpfer in den Arenen gut geeignet war: Stark, mutig und selbstbewusst, aber gutmütig zu seinen Menschen.

Viele heutige Hunderassen haben in den "Bull and Terriern" der damaligen Zeit ihre Vorfahren. Neben den American Pit Bull Terriern gehören zu den bullartigen Terriern auch die Bullterrier, die Miniature Bullterrier, die Staffordshire Bull Terrier und die american Staffordshire Terrier. 

Der Name Pit Bull Terrier war Programm

Die Kampf-Arenen, in denen heimlich die Kämpfe stattfanden, wurden Pits (Gruben) genannt. Fast alle Hunde, die in diesen Pits gegen Ratten, Dachse oder andere Hunde kämpften, wurden damals Pit Bull Terrier genannt. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es erste weiße Bull Terrier. Diese Hunde waren insbesondere zum Dachse-Ziehen und Rattentöten gezüchtet worden.

Aus diesen Hunderassen entstand die Bull and Terrier

Mit der Industrialisierung und der Verstädterung waren auf einmal Hunderassen mit einem ansprechendem Aussehen und weniger aufgrund ihrer Leistungen gefragt. So entstand mit der Zeit auch der Bull Terrier.

James Hinks (1829-1878) war ein englischer Hundezüchter, der dem Bull Terrier in den 1860er Jahren in Birmingham seinen Namen gab und die Zucht um 1850 verstärkte. Er züchtete mit English White Terriern, die heutzutage ausgestorben sind (in Form des Manchester Terriers gibt es sie noch in schwarz-loh). Es gilt als fast gesichert (Aufzeichnungen gibt es nicht), dass er neben Englischen Bulldoggen und dem English White Terrier auch Dalmatiner für die Zucht nutzte. Sein Rüde "Old Madman", der bereits damals für Ausstellungen und nicht für Kämpfe gezüchtet wurde, gilt als Ursprung der Rasse. Es wird auch vermutet, dass Greyhounds, Foxhound, Pointer und ggf. auch Collies und Barsois eingekreuzt wurden. Ob jedoch Windhunde wirklich eingekreuzt wurden, bleibt ein Geheimnis.

Neben James Hinks gab es viele weitere Bull Terrier Züchter, die meisten von ihnen lebten in Birmingham. 

Bull and Terrier: Mit Einwanderern in die USA

Mit den englischen, irischen und schottischen Einwanderern, die nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs 1865 in die USA auswanderten, kamen diese in ihrem Aussehen noch sehr unterschiedlich aussehenden Bull and Terrier-Kreuzungen in die USA.

Die amerikanischen Farmer wurden auf diese "neue" Mischung aufmerksam und entdeckten schnell die vielseitigen Fähigkeiten der Hunde. Sie wurden auf den Farmen eingesetzt, um halbwildes Vieh einzufangen, bei der Jagd zu helfen, aber auch beim Treiben von Vieh und zum Ziehen von Karren. Als Arbeits-, Farm- und Familienhunde waren sie in den USA bestens geeignet und wurden als sehr gute Allrounder eingesetzt.

Diese Hunde wurden damals schon sowohl zum Bewachen und Arbeiten auf den Farmen als auch für blutige Hundekämpfe gezüchtet. Und es gab viele Züchter von Kampfhunden, wie z.B. John Pritchard Colby (1875-1941), dessen Pit Bull-Zucht 1896 begann und von seinen Söhnen und Enkeln fortgesetzt wurde. 

Die Wege trennen sich: American Pit Bull Terrier & American Staffordshire Terrier

Bis 1936 waren Staffordshire Terrier (später erst "American Staffordshire Terrier") und Pit Bull Terrier dieselbe noch uneinheitliche Hunderasse, deren Aussehen variierte. Doch die Zuchtziele hätten nicht unterschiedlicher sein können: Auf der einen Seite wurde die Zucht als Gebrauchs- und Familienhund in den USA gefördert, auf der anderen Seite ging die gnadenlose Zucht und Qual der Kampfhunde weiter. Mit der Bezeichnung "Pit Bull Terrier" wurde auch die Verwendung des Kampfhundes auf Leistung manifestiert, während der Staffordshire Terrier von der FCI und dem AKC anerkannt wurden und als Show- und Begleithunde gezüchtet wurden. 

Aus dem Staffordshire Terrier wurde später der American Staffordshire Terrier, der heute vom American Kennel Club (AKC) betreut wird. Die Züchter der American Pit Bull Terrier lehnten diese Zucht jedoch ab und betonten die Leistung. Nur leider war damit die Leistung des Kampfhundes gemeint. Der American Pit Bull Terrier wird von der American Dog Breeders Association (ADBA) betreut.

In den USA wurden die Bull and Terrier hochbeiniger und größer gezüchtet als die englischen Hunde und es entstanden zwei später anerkannte Varianten: der kleinere Staffordshire Bull Terrier in England und der größere American Staffordshire Terrier.

Verwirrungen der Namen – was ist mit Pit Bull gemeint?

Früher wurden alle Hunde, die in der Pit kämpften und von Bull and Terriern abstammten, Pit Bulls genannt. Heutzutage gibt es die Hunderasse "American Pit Bull Terrier". Der Begriff Pit Bull findet jedoch bei Anhängern der kämpfenden "American Pit Bull Terrier" kaum Verwendung, denn sie nennen ihre Hunde "Bulldog", was zu noch mehr Verwirrungen führt. Diese Hunde sind häufig weder in dem UKC noch in der ADBA registriert.

Im öffentlichen Sprachgebrauch herrscht ebenfalls Verwirrung: mit dem Begriff "Pit Bulls" werden oft alle kämpfenden Hunde gemeint. Neben den von der UKC und ADBA registrierten American Pit Bull Terrier werden auch gleich andere ursprüngliche Bull and Terrier-Rassen wie "American Staffordshire Terrrier", "Staffordshire Bull Terrier", "Bull Terrier" und "Bulldoggen" in den Medien als Pit Bulls bezeichnet.

1898 wurde der American Pit Bull Terrier (APBT) im UKC (United Kennel Club) anerkannt und es wurde in dem Namen viel Wert auf den Begriff "Pit", der den Kampfhund beschreibt, gelegt. Hierzu muss man wissen, dass der UKC selbst Regeln für die Hundekämpfe erlassen hat und Hundekämpfe organisierte. Heutzutage soll sich der UKC von den illegalen Hundekämpfen distanziert haben und soll Hunde und Halter, die an Hundekämpfen beteiligt sind, ausschließen. 

Jagdlicher Einsatz von American Pit Bulls 

Auch heutzutage werden American Pit Bulls als Jagdhunde verwendet. Insbesondere bei der Jagd auf Dachse, Waschbären, Koyoten, Wildschweine und Rotluchse sind sie sehr erfolgreich.

Traurige Bilanz: Grausame Hundekämpfe bis in die heutige Zeit

Doch auch wenn Hundekämpfe weltweit verboten sind, so finden sie im (Halb-)Untergrund weiterhin statt und sehr viel Geld wird hier verdient mit dem Leid der Tiere.

Die Gefühllosigkeit gegenüber Brutalitäten, die an Hunden begangen werden, geht leider bis zur heutigen Zeit weiter. Häufig finden Hundekämpfe illegal in Kreisen statt, die eine Begeisterung für Gewalt, Wett- und Drogengeschäfte mit sich bringen. Beispiele aus den USA und auch aus Deutschland zeigen, dass diese Grausamkeiten immer noch Anklang finden:

  • 1983 wurden bei einer Razzia in den USA (Utah) 20 Personen bei Hundekämpfen festgenommen. Dabei wurden 0,5 Mio Dollar, sowie illegale Waffen und Drogen sichergestellt.
  • 1990 fand in Niedersachsen (Ummern) ein brutaler Hundekampf zwischen zwei Pitbull Terriern statt, der durch einen polizeilichen Einsatz beendet wurde. Einer der Hunde starb kurz darauf, der andere musste eingeschläfert werden. Die beiden Männer, die die Hunde in den Kampf geschickt hatten, kamen mit 8 Monaten auf Bewährung davon.
  • 2002 wurde in Boston ein Hundekämpfer verhaftet, der einen eigene Hundekampfring auf seinem Grundstück besaß und 50 Kampfhunde hielt. Auch hier wurden 300.000 Dollar aus Wettgeschäften und Drogenverkäufen gefunden.
  • 2007 kamen Hundekämpfe in den USA vor Gericht und in die Medien, als NFL Star Michael Vick mit drei weiteren Personen angeklagt wurde, illegale Hundekämpfe betrieben zu haben. Der reiche NFL-Star unterhielt den "Bad Newz Kennel" mit 50 Pit Bulls, die für Hundekämpfe gezüchtet wurden. Wenn sie für die Kämpfe nicht geeignet waren, wurden sie brutal getötet: Mindestens 8 Hunde wurden erhängt, ertränkt, mit Stromschlägen getötet oder erschlagen. Gleichzeitig trainierten sie ihre Hunde mit Haushunden, die dabei jämmerlich zugrunde gingen. Das schlimme daran ist, dass es Menschen in dem Umfeld gab, die dieses grausame Verhalten normal fanden.

Schätzungsweise sterben auch heutzutage noch jährlich in den USA mehr als 1.500 Hunde aufgrund von Hundekämpfen. Hundekämpfe sind in den USA nicht durch ein Bundesgesetz verboten. Sie gelten zwar in allen Staaten als illegal, stellen aber in einigen Staaten nur ein Vergehen dar. Die Strafen sind also nur Bußgelder. Der Besitz von Kampfhunden ist in einigen Staaten erlaubt und selbst der Besuch von Hundekämpfen ist in einigen Staaten legal.

Hunde, die an Hundekämpfen teilnehmen müssen, sind chancenlos. Solange sie gewinnen, werden ihre Wunden behandelt, jedoch nicht von Tierärzten, da die Angst der Entdeckung groß ist. Die Halter besitzen sogar Infusionsapparaturen und rezeptpflichtige Medikamente. Verlieren die Hunde aber, werden sie meist brutal "entsorgt". Und sollten sie überleben, haben sie kaum eine Chance, ein normales Hundeleben zu leben, denn eine Resozialisierung ist häufig sehr schwer.

Meilensteine in der Züchtung des American Pit Bull Terriers

  • 1898 Gründung des United Kennel Clubs (UKC), der erste Verein, der den American Pit Bull Terrier in seinem Zuchtbuch führte. C.B. Bennett war der Begründer und  registrierte seinen American Pit Bull Terrier "Bennett's Ring". 
  • 1909 Gründung der American Dog Breeder's Association (ADBA), die ebenfalls den American Pit Bull Terrier registrierte.
  • 1936 Anerkennung des Staffordshire Terriers durch den American Kennel Club (AKC), der später in American Staffordshire Terrier umbenannt wurde. Im Gegensatz zum American Pit Bull Terrier sind American Staffordshire Terrier auch von der FCI und vom AKC anerkannt.  

Berühmte Halter von American Pit Bulls und Einsatz für Pit Bulls

In den USA wurden Pit Bulls aufgrund ihres Muts, ihrer Stärke und ihrer Loyalität gegenüber ihren Haltern sehr beliebt.

  • Der US-Präsident Theodore Roosevelt besaß während seiner Präsidentschaft (1901-1909) einen Pitbull Terrier namens Pete.
  • Die taubblinde US-Schriftstellerin Helen Keller (1880-1968), über deren außergewöhnliches Leben bekannte Filme gedreht wurden, besaß einen Pit Bull Terrier.
  • Der US-Präsident Jimmy Carter (*1924) besaß als Kind einen Pit Bull Terrier.
  • In der bekannten US TV-Serie "Die kleinen Strolche" ("Little Rascals", "Our Gang"), die zwischen 1922 und 1944 über die Abenteuer einer Kindergruppe produziert wurde, war immer Pete, ein American Pit Bull Terrier dabei.
  • Thomas Edison (1847-1931), Erfinder und Elektroingenieur, war ebenfalls Besitzer eines Pit Bull Terriers.

Einsatz von Prominenten für American Pit Bull Terrier in den USA

Auch heute gibt es in den USA einige prominente Pit-Bull-Halter, die sich für die häufig durch Hundekämpfe und schlechte Halter in Verruf geratene Hunderasse einsetzen:

  • Jennifer Aniston adoptierte 2012 einen Pit Bull-Boxer-Mix namens „Sophie“.
  • Jessica Biel und Justin Timberlake besitzen eine Pit Bullhündin namens Tina.
  • Katherine Heigl nahm 2011 bei sich einen Pit Bull Terrier aus einem kalifornischen Tierheim bei sich auf.
  • Kevin Bacon hat eine Pit Bulldame namens Lilly in seinem Haushalt. Er nahm an der Kampagne für Pit Bulls #KissedByAPit teil.
  • Alicia Silverstone nahm einen Pit Bull namens „Butterfly“ in ihrem Zuhause auf

Die Hilfsorganisation für American Pit Bull Terrier in Los Angeles (Angel City Pit Bulls - ACPB) brachte das Youtube-Video "I love my Pit Bull" heraus, um positive Beispiele von Haltern und Pit Bulls zu zeigen.

Hilfsorganisationen für American Pit Bull Terrier in Deutschland

Und auch in Deutschland gibt es Hilfsorganisationen für Listenhunde in Not. Halter, die Probleme mit ihren Hunden haben, können hier Hilfe bekommen. Es wird versucht, die Hunde zu resozialisieren und erneut zu vermitteln. Hier findet ihr einige davon:

American Pitbull Terrier im Überblick

Verantwortungsvolle, sportliche und gelassene Menschen gesucht

American Pit Bull Terrier in Deutschland zu halten kann zu einem Spießrutenlauf werden. Deshalb solltet ihr zu den ruhigen und gelassenen Menschen gehören. Dies färbt sich auch positiv auf euren Hund ab. Aufgrund ihrer Stärke und Lebhaftigkeit solltet ihr sportlich genug sein, Pitties körperlich auszulasten und in jeder Situation auch kontrollieren zu können. 

Das Training mit einem American Pit Bull Terrier erfordert viel Zeit, damit ihr mit eurem Hund in allen Umweltsituationen Menschen und Tieren gegenüber gelassen und sicher sein könnt. Wenn ihr euren Pittie genug auslastet und liebevoll aber konsequent erzieht, wird er es euch mit viel Liebe danken. Die intelligenten und lernwilligen Pit Bulls sind ausgesprochen verschmust und spielen häufig auch bis ins hohe Alter gern. Allerdings gibt es in Deutschland keine seriösen und anerkannten Züchter von American Pit Bull Terriern, die Hunde mit positiven Wesensmerkmalen züchten. Vermeidet unbedingt Internet-Inserate von unseriösen Hunde-Händlern, deren Hunde meistens aus sehr schlechter Haltung kommen und daher krank, unsicher und charakterlich nicht gefestigt sind. Seriöse Züchter gibt es von American Staffordshire Terriern, die eine sehr ähnliche Rasse sind.

Auflagen

 

Listenhunde in vielen Ländern

Keine Hunderasse ist per Geburt gefährlich, sondern sie werden durch eine falsche Sozialisierung bei Züchtern und Haltern und im schlimmsten Fall sogar durch eine Haltung, die absichtlich Aggressionen hervorruft, gefährlich. Doch dies spielt bei den Hundegesetzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz leider selten eine Rolle. 

Die American Pit Bull Terrier gehören zu den Hunderassen, die besonders häufig auf den Listen gefährlicher Hunderassen stehen. Für eine Einreise in andere Länder oder auch nur Bundesländer oder Kantone solltet ihr euch immer aktuell genau informieren. 

Derzeit (September 2021) bestehen für American Pit Bull Terrier die folgenden Gesetze und Auflagen: 

In Deutschland gibt es vier "Wunsch-Bundesländer" für Pit Bull Terrier

In Deutschland stehen American Pit Bull Terrier in 12 Bundesländern auf den Listen der gefährlichen Hunden der Klasse 1:

  • Bayern
  • Berlin
  • Baden-Württemberg
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen-Anhalt

Hier gelten entsprechend strenge Auflagen für die Haltung von American Pit Bull Terriern, die jedoch in jedem Bundesland variieren können. 

Drei Bundesländer, die Gefährlichkeit bei Hunden nicht aufgrund der Rasse annehmen

In den folgenden drei Bundesländern bestehen keine Rasselisten. Das Halten von gefährlichen Hunden ist nicht rassespezifisch geregelt, sondern tritt in Kraft, wenn ein Hund durch Aggression auffällig geworden ist. Dann ist für das Halten dieser Hunde eine Sachkundeprüfung notwendig und der Halter wird auf Zuverlässigkeit und persönliche Eignung kontrolliert. Allerdings besteht nach Bundesrecht ein Einfuhrverbot von Pit Bull Terriern. 

  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Österreich: 3 von 9 Bundeländern haben Rasselisten 

In Österreich haben drei Bundesländer Auflagen für die Haltung von American Pit Bull Terriern:

  • Niederösterreich (Es besteht ein Sachkundenachweis, die Haltung muss angezeigt werden, Maulkorb- und Leinenzwang an öffentlichen Orten)
  • Vorarlberg (Die Haltung muss angezeigt werden und ist bewilligungspflichtig. Maulkorb- und Leinzwang.)
  • Wien (Hundeführerscheinpflicht, Maulkorb- und Leinezwang an öffentlichen Orten außer eingezäunten Auslaufzonen). 

Schweiz - 4 Kantone verbieten die Haltung, alle anderen fordern eine Bewilligung

Der Erwerb, die Haltung, Einfuhr und Zucht von American Pit Bull Terrier ist in den folgenden Kantonen ohne die Möglichkeit auf eine Bewilligung verboten:

  • Freiburg (FR)
  • Genf (DE)
  • Wallis (VS)
  • Zürich (ZH)

In den folgenden Schweizer Kantonen ist eine Kantonale Bewilligung notwendig, wobei die Bedingungen für diese Bewilligung von Kanton zu Kanton variieren kann:

  • Aargau (AG)
  • Basel-Landschaft (BL)
  • Basel-Stadt (BS)
  • Glarus (GL)
  • Schaffhausen (SH)
  • Solothurn (SO)
  • Thurgau (TG)
  • Tessin (TI)
  • Waadt (VD) 

Niederlande - keine rassespezifischen Verbote seit 2009

2009 haben die Niederlande das 1993 erlassene Gesetz für aggressive Tiere (RAD) aufgehoben, nach dem Pit Bull Terrier und ihre Kreuzungen verboten wurden. Stattdessen wurde ein Gesetz erlassen, nach dem alle Hunde, die aggressives Verhalten zeigen, einen Verhaltens-Test und sofern nötig, ein Verhaltens-Training absolvieren müssen. Hunde, die diese nicht bestehen, können per Gesetz getötet werden. 

Italien ist seit 2009 das Traumland für Pit Bulls

In Italien wurde die Listen für gefährliche Hunderassen 2009 abgeschafft. Man geht davon aus, dass diese Gesetze nicht zu weniger Beißunfällen geführt haben und dass eine Gefährlichkeit nicht rassespezifisch ist. Es besteht ein Register von Hunden, die durch Aggressionen aufgefallen sind, für die strenge Auflagen bestehen. 

Großbritannien lockerte 1997 den Dangerous Dog Act

In Großbritannien zählt der American Pit Bull Terrier zu den sehr gefährlichen Hunderassen. Im "Dangerous Dog Act" von 1991 wurde seine Haltung in England so gut wie verboten. Eine Lockerung des Gesetzes folgte 1997 und die Zahl der APBT stieg wieder an.

Dänemark: strenges Verbot

In Dänemark ist die Haltung, Zucht und Einfuhr von American Pit Bull Terriern verboten. 

 

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