Riesenschnauzer

Große, wachsame Hunde mit Markenzeichen Schnauzer

Typisch für Riesenschnauzer: Ihr langer Bart
Typisch für Riesenschnauzer: Ihr langer Bart
Riesenschnauzer sind große, muskulöse Hunde mit rauem Fell und markantem Schnauzer und Brauen. Die bewegungs- und arbeitsfreudigen Riesenschnauzer sind sehr wachsam, dabei aber von Natur aus nie aggressiv. Sie konzentrieren sich sehr auf ihre Halter und benötigen eine sehr konsequente und liebevolle Erziehung. Riesenschnauzer haaren kaum und können daher für Allergiker besser geeignet sein. Dafür muss ihr Haarkleid regelmäßig gepflegt werden.

Steckbrief Riesenschnauzer

Größe
60,0 - 70,0 cm
Gewicht
35,0 - 47,0 kg
Lebenserwartung
11 - 13 Jahre
Verwendung
Gebrauchs- und Begleithund
Herkunft
DE
Fell
drahtig, dichte Unterwolle, muss getrimmt werden
Wesen
Gutartig, wachsam, selbstsicher, sportlich

Top Facts

  • Großer, starker und agiler Hund = viel Bewegung erwünscht
  • Starker Wachtrieb = kein Anfängerhund
  • Stur und sensibel = sehr konsequente Erziehung notwendig
  • Haart kaum, für viele Allergiker geeignet = Haar muss regelmäßig gepflegt werden
  • Freundlich und anhänglich = gut erzogen ein super Begleithund
  • Verspielter Spätzünder = besser nicht zu Familien mit Kleinkindern

Charakter

Wachsam, energiegeladen aber auch stur und sensibel

Die großen Schnauzer sind bekannt für ihre Bewegungsfreudigkeit, Arbeitsfreude und für ihre selbstbewusste Wachsamkeit. Doch was bedeutet das für den Halter?

Energiebündel die viel Auslauf und Spiel benötigen

Riesenschnauzer sind sehr bewegungsfreudige und agile, lebhafte Hunde. Die ausdauernden und sportlichen Hunde benötigen täglich 1-2 Stunden Bewegung, liefen sie doch früher den ganzen Tag neben Fuhrwerken her. Mit einem ausgewachsenen Riesenschnauzer könnt ihr lange Wanderungen unternehmen, ihn zum Joggen mitnehmen oder ihn am Rad laufen lassen, um sie körperlich auszulasten. 

Wachsamkeit erfordert gute Erziehung und Sozialisierung

Jahrhundertelang waren sie die Wächter von Hab und Gut ihrer Halter, die ihre Wachsamkeit gepaart mit ihrer Gutartigkeit geschätzt haben. Auch heute noch sind Riesenschnauzer sehr territorial und können sehr ernsthaft das Eigentum ihrer Halter beschützen.

Riesenschnauzer in grau (Pfeffersalz)
Riesenschnauzer lieben Wasser und Apportieren

Sie sind zwar nicht aggressiv, doch verteidigen sie sehr ernsthaft, wenn sie sich oder den Besitz ihrer Halter bedroht sehen. Fremden gegenüber reagieren die meisten Riesenschnauzer von Natur aus eher misstrauisch. Deshalb ist es besonders wichtig, sie früh mit vielen Menschen vertraut zu machen und sehr konsequent zu erziehen. Neben einer guten Ausbildung als Begleithund könnt ihr beispielsweise auch Obedience oder Nasenarbeit in Form von Dummy-Training oder Fährtenarbeit mit ihm trainieren. 

Kein Anfängerhund - sehr konsequente Erziehung notwendig

Riesenschnauzer sind sehr selbstbewusste Spätentwickler, die insbesondere in der Pubertät gern mal hinterfragen, ob es denn seine Richtigkeit hat, was ihr von ihnen wollt. Da sie zwar gern arbeiten, aber keinen "Will to please" haben, ist eine sehr konsequente und dabei liebevolle Erziehung notwendig. Denn hinter den großen Schnauzern verbirgt sich eine anhängliche und sensible Seele. Verstehen sie etwas nicht oder fühlen sich falsch behandelt, tut er dies auch gern mal laut mit Bellen kund. Mit Härte erreicht ihr nur, dass sich der Riesenschnauzer verschließt. Aber das gilt für fast alle Hunderassen. Doch seid ihr nicht konsequent und fordert eure Befehle ein, tanzt euch der Riesenschnauzer schnell auf dem Kopf herum. Riesenschnauzer können die Agilität der kleinen Terrier besitzen und sind dabei manchmal so stur, rüpelhaft und sensibel wie es vielen Bulldoggen gemein ist. Deshalb sind sie auch kein Hund für Anfänger. Wenn ihr aber souveräne Hundeführer mit etwas Hundeverstand seid, dann ist der Riesenschnauzer ein toller Begleiter. 

Jagdtrieb vorhanden

Riesenschnauzer verfügen je nach Zucht über einen mehr oder weniger starken Jagdtrieb. Viele von ihnen jagen gern Nagetiere, Katzen und Vögel und sind weniger auf Reh- und Schwarzwild aus. Mit einem guten Rückruf und etwas Training lässt sich der Jagdtrieb aber meist in den Griff bekommen. 

Familien- und Begleithund?

Gut erzogene Riesenschnauzer sind angenehme Begleithunde. Die bärtigen Raubeine sind innerhalb ihrer Familie sehr freundlich und loyal, aber in jungen Jahren auch übermütig und verspielt. Das ist nicht immer bestens geeignet für Kleinkinder, deshalb kann es sinnvoll sein, zu warten, bis die Kinder mindestens im Schulalter sind.

Intelligenz

Riesenschnauzer sind kluge Hunde, die sehr selbständig agieren können. 

Aufmerksamkeit

Riesenschnauzer haben zwar nicht den "Will to please" der Labradore, aber sie können sehr arbeitswillig und aufmerksam sein, wenn man sie richtig erzieht. Ihr Selbstbewusstsein und ihr Eigensinn können manchen Halter gerade in den ersten Jahren etwas frustrieren, doch es lohnt sich, am Ball zu bleiben. 

Energie

Riesenschnauzer sind sehr bewegungsfreudig und brauchen täglich 1-2 Stunden Bewegung, um ausgeglichen zu bleiben. 

 

 

Zeitaufwand

Da Riesenschnauzer sehr bewegungsfreudig sind und aufgrund ihrer Größe, ihrer Wachsamkeit und ihres Jagdtriebes sehr konsequent und gut erzogen werden müssen, benötigt ihr für ihre Haltung täglich ausreichend Zeit. Obendrein werden die Spätentwickler erst spät erwachsen und benötigen gerade in den ersten drei Jahren viel Erziehung. Für Hundesport sind sie bestens geeignet und er hilft euch, eine gute Bindung zu dem Riesenschnauzer zu bekommen. 

Das Haarkleid benötigt regelmäßig Pflege in Form von Kämmen und mindestens dreimal jährlich auch einem Trimmen und Frisieren. Dafür bleibt euch das lästige Entfernen der Haare in der Wohnung so gut wie erspart. 

Training

Die folgenden Sportarten sind sehr gut geeignet für einen Riesenschnauzer:

  • Joggen
  • Am Pferd begleiten
  • Radfahren
  • Wandern, lange Spaziergänge

Riesenschnauzer eignen sich sehr gut für die meisten Hundesportarten. Agility ist aufgrund der Schwere der Hunde nicht so empfehlenswert. Besonders wichtig ist aber aufgrund des Jagdtriebes das Trainieren eines guten Rückrufs.

Besonders gut geeignet für Riesenschnauzer sind die folgenden Hundesportarten: 

  • Begleithundeprüfung
  • Obedience
  • Mantrailing
  • Apportieren
  • Gebrauchshundesport
    • Fährtenarbeit
    • Unterordnung
    • Schutzdienst

Riesenschnauzer werden auch als Polizei-, Such- und Rettungshunde eingesetzt. 

Wohnungstauglichkeit

Riesenschnauzer sind nicht für ein Leben in einer Stadtwohnung gemacht. Zum einen sind Riesenschnauzer sehr wachsam und benötigen viel Auslauf, zum anderen ist Treppensteigen für die großen und schweren Hunde auf Dauer nicht gesund. Welpen und Junghunde sollten ohnehin keine Treppen steigen und einen so großen und schweren Hund könntet ihr bei Krankheit oder im Alter ebenfalls nicht gut die Treppen hinauftragen.

Deshalb sind Riesenschnauzer eher für ein Leben im Haus gemacht, obgleich bei ausreichender Auslastung auch eine Wohnung zu ebener Erde oder mit Fahrstuhl möglich wäre.

Ihr solltet immer von eurem Vermieter oder von der Eigentümerversammlung eine schriftliche Erlaubnis zur Haltung des Riesenschnauzers einholen. 

Treue & Ergebenheit

Riesenschnauzer sind sehr anhängliche und loyale Hunde, die sich oft auf einen Menschen konzentrieren. 

Jagdtrieb

Die meisten Riesenschnauzer haben zwar einen Jagdtrieb, doch er lässt sich mit einer konsequenten und freundlichen Erziehung fast immer gut kontrollieren. Trotz ihrer Größe jagen sie eher Katzen und Nagern hinterher als beispielsweise Rehe und Wildschweine aufzustöbern. 

Alleinsein

Riesenschnauzer sind sehr anhänglich aber zugleich auch sehr selbständig. Wenn ihr früh genug behutsam das Alleinbleiben trainiert, sollte es problemlos sein.

Hunde sollten niemals länger als 4 Stunden am Stück allein gelassen werden. 

Bellen

Riesenschnauzer sind sehr wachsam und melden Fremde, aber sie sind keine Kläffer. Dennoch sind Schnauzer keine leisen Hunde. Wenn sie etwas nicht verstehen oder "diskutieren" möchten, drücken sie dies auch gern mit Bellen aus. Die Riesenschnauzer, die ich von den Hundeplätzen kenne, sind häufig auch zu hören. 

Wachsamkeit

Riesenschnauzer haben einen sehr ausgeprägten Wachtrieb und beschützen von selbst das Eigentum ihrer Halter. Diese sollten durch eine gute Erziehung und frühe Sozialisierung die Wachsamkeit des Riesenschnauzers in gewünschte Bahnen lenken. 

Beschützer

Riesenschnauzer eignen sich aufgrund ihrer Wachsamkeit und ihrer Größe und Stärke ausgesprochen gut als Beschützer. 

Verträglich mit Hunden

Die meisten Riesenschnauzer vertragen sich sehr gut mit anderen Hunden, sofern sie die Gelegenheit hatten, sie früh und positiv kennenzulernen. Da Riesenschnauzer naturgemäß recht groß sind und in der Jugend sehr temperamentvoll und verspielt sein können, solltet ihr kleinere Hunde vor ihrem manchmal ruppigen Spiel beschützen. 

Wie bei allen Hunden, können auch bei Riesenschnauzern insbesondere gleichgeschlechtliche Konflikte aufkommen und sie sind selbstbewusst und durchaus mal ruppig. Aber sie gehören nicht zu den Raufern, die Streit suchen. 

Verträglich mit Tieren

Riesenschnauzer haben durchaus einen Jagdtrieb und jagen gern Katzen und Nagern hinterher. Ob sie sich mit diesen als Haustieren verstehen ist sehr stark von einer frühen Sozialisierung und einer konsequenten Erziehung abhängig. Die besten Voraussetzungen sind von Natur aus eher nicht gegeben.  

Kinderfreundlich

Innerhalb ihrer Familie sind Riesenschnauzer von Natur aus freundlich und anhänglich. Ein gut erzogener und artgerecht ausgelasteter Riesenschnauzer verträgt sich sehr gut mit Kindern. Da der Riesenschnauzer ein sehr großer Hund ist, sollten die Kinder nicht zu klein sein, da sie von dem Hund schnell umgerannt werden könnten.

Kleine Kinder sollten grundsätzlich mit Hunden nicht allein gelassen werden. 

Verträglich mit Fremden

Von Natur aus sind Riesenschnauzer sehr wachsam und Fremden gegenüber misstrauisch. Eine frühe und konsequente Erziehung und Sozialisierung mit anderen Menschen ist notwendig, damit das Misstrauen nicht mit Pech in Aggression übergeht. 

Bei guter Sozialisierung und Erziehung sind Riesenschnauzer Fremden gegenüber eher gleichgültig, verteidigen das Eigentum ihrer Halter aber leidenschaftlich. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Riesenschnauzer sind robust und relativ gesund

Riesenschnauzer zählen noch zu den gesunden Hunderassen. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Hüftgelenksdysplasie nicht in der Zucht der Elterntiere vorkommt. Leider neigen insbesondere die schwarzen Schnauzer zu einer Krebserkrankung der Pfoten und Krebs kommt in der Rasse nicht so selten vor. 

Riesenschnauzer sind für ihre Ausdauer und Bewegungsfreude bekannt

Robustheit

Riesenschnauzer gehören zu den sehr robusten Hunderassen, die aufgrund ihrer dichten Unterwolle auch im Winter sehr gut geschützt sind. 

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten treten beim Riesenschnauzer häufiger als bei anderen Hunderassen auf:

Wo kaufe ich einen Riesenschnauzer?

Achtet beim Kauf eines Riesenschnauzer auf eine seriöse Zucht, bei der die Elterntiere auf Krankheiten getestet und untersucht wurden und die Welpen gesund und mit entsprechenden Umweltreizen aufgezogen werden. Dies wird am besten kontrolliert bei Züchtern, die dem in Deutschland für Riesenschnauzer zuständigen "Pinscher-Schnauzer-Klub e.V. 1895" angehören. Sie haben aktuelle Züchterlisten zum Download. Ebenso legt der Internationale Hundeverband sehr viel Wert auf die Zucht von gesunden Riesenschnauzern. 

Ihr könnt auch in Tierheimen Ausschau nach einem Riesenschnauzer halten und gleichzeitig eine gute Tat vollbringen. 

Auf keinen Fall solltet ihr einen Hund aus dem Internet kaufen, da hier die Gefahr sehr groß ist, auf tierquälerische Welpenhändler und Vermehrer reinzufallen. Lese-Tipp: Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen.

Verträgt Hitze

Mit starker Wärme oder gar Hitze kommen Riesenschnauzer nicht sehr gut zurecht und sollten bei Temperaturen ab 22 Grad geschont werden. 

Verträgt Kälte

Riesenschnauzer verfügen über eine dichte Unterwolle und über ein raues und dichtes Deckhaar. Sie können sehr gut mit Kälte und Nässe umgehen und benötigen hier keinen Schutz, solange sie sich in der Kälte gut bewegen können. 

Pflege

Die Pflege eines Riesenschnauzers konzentriert sich im wesentlichen auf sein Haarkleid. Dieses muss regelmäßig gebürstet und getrimmt werden, um nicht zu verfilzen und gut auszusehen. 

Baden

Ein Bad ist beim Riesenschnauzer nur notwendig, wenn er sich in etwas übelriechendem gewälzt hat. Achtet dann auf ein natürliches Hunde-Shampoo und verwendet kein Shampoo für Menschen, da dieses für einen anderen pH-Wert der Haut gemacht wurde. 

Kämmen & Bürsten

Die dichte Unterwolle und das raue Deckhaar müssen mindestens einmal wöchentlich gebürstet oder besser mit einem Trimmstriegel durchgearbeitet werden. Die dichte Unterwolle würde verfilzen, wenn ihr sie nicht regelmäßig mit dem Trimmstriegel von dem toten Haar befreit. 

Haaren

Riesenschnauzer haaren wenig, da sie ihr totes Fell nicht verlieren. Dieses muss regelmäßig herausgekämmt und getrimmt werden. 

Schneiden & Trimmen

Für Optik und Gesundheit: Der Riesenschnauzer muss regelmäßig getrimmt werden

Das Fell der Riesenschnauzer ist rauhaarig mit dichter Unterwolle und muss regelmäßig getrimmt werden. Dies bedeutet einen Pflegeaufwand, da loses Haar entfernt werden muss.

Züchter empfehlen, loses Haar mit einem stumpfen Trimmmesser und einem Trimmstriegel zu entfernen. Insbesondere ist es wichtig, die abgestorbene Unterwolle "heraus zu trimmen", da der Schnauzer sie nicht von allein verliert. Wird die Unterwolle nicht getrimmt, verfilzt sie, die Haut wird nicht mehr ausreichend durchlüftet und es kann zu Hautausschlägen kommen. Abgesehen davon sieht der Hund sehr ungepflegt aus. Zu lang gewordenes Haar am Kopf wird danach meist mit einer Schere noch gekürzt. Riesenschnauzer sollten allerdings generell nicht geschoren werden, da es ihrer Haarstruktur schadet. 

Für das Trimmen werden meist Zupfbürste, Trimmmesser (mit stumpfer Klinge), Trimmstriegel in groß und klein (für Kopf), ein Kamm, eine Bürste und je nach Bedarf eine Schere, eine Effilierschere oder eine Schermaschine und ein Gummistriegel verwendet. 

Wenn ihr euch nicht selbst die Arbeit machen möchtet, könnt ihr auch einen Hundefriseur eures Vertrauens aufsuchen. Dies sollte mindestens 2-3 x pro Jahr sein. Soll der Hund immer gepflegt aussehen, so ist alle 4-6 Wochen ein Nachtrimmen fällig, das ihr aber auch selbst vornehmen könnt. 

 

Für Allergiker geeignet

Riesenschnauzer haaren kaum und unterliegen keinem saisonalen Haarwechsel. Ihr Haarkleid muss regelmäßig von totem Haar befreit werden (Trimmen), da es nicht von selbst ausfällt. Deshalb können Riesenschnauzer besser für Allergiker geeignet sein als andere haarende Hunderassen. Allerdings ist keine Hunderasse hypoallergen (löst garantiert keine Allergien bei Menschen aus) und Allergiker reagieren nicht nur unterschiedlich auf Hunderassen sondern sogar auf die einzelnen Hunde einer Rasse. 

Solltest du dich trotz Allergie für einen Hund interessieren, dann haben wir hier einen Lese-Tipp für dich: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie

Sabbern

Riesenschnauzer haben eine lange Schnauze und tendieren nicht zum Sabbern. Allerdings sind viele von ihnen gierig und sabbern natürlich beim Anblick von Futter.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf Übergewicht achten

Verfressenheit

Viele Riesenschnauzer sind verfressen und kennen keine Grenzen beim Futter. Deshalb solltet ihr bei den großen Hunden unbedingt auf ein gesundes Gewicht achten, damit ihre Gelenke darunter nicht leiden müssen. 

Aussehen

Großer, kräftiger und sportlicher Hund mit prägnantem Schnauzer und Brauen

Mit einer Höhe von 60-70 cm und einem Gewicht 35-47 Kg gehören Riesenschnauzer zu den großen Hunderassen. Die großen Hunde haben einen quadratischen und harmonischen Körperbau, bei der die Höhe auch der Länge in etwa entspricht. Riesenschnauzer sind kräftig und etwas gedrungen, ihr Haarkleid ist sehr rau und hat das Markenzeichen des langen Schnauzbarts und der buschigen Augenbrauen. Die Schnauze ist relativ lang, die Ohren sind hoch angesetzt und klappen leicht nach vorn (Klappohren). Die Rute ist naturbelassen und leicht sichelförmig. Im Pinscher-Schnauzer-Klub wurde das Kupieren der Ohren der Hunde 1987 und das Kupieren der Rute seit 1998 verboten.

Augenfarbe

Der Riesenschnauzer hat dunkle Augen.

Fell

Das Haarkleid des Riesenschnauzers ist rauhaarig und dicht, es fühlt sich drahtig und hart an. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und einem längeres, ebenfalls hartem und am Körper anliegenden Deckhaar (auch Grannenhaar genannt). Besonderes Kennzeichen sind der lange Bart und die langen Brauen. 

Farbe

Den Riesenschnauzer gibt es in den folgenden drei Farben:

  1. Schwarz mit schwarzer Unterwolle
  2. Pfeffer-Salz - Hier kann die Farbe vom dunklen Eisengrau bis zum helleren Silbergrau vorkommen. Grundsätzlich befindet sich am Kopf eine schwarze Maske. Die Unterwolle ist grau.  
  3. Schwarz-Silber - der Hund hat ein schwarzes Deckhaar und eine schwarze Unterwolle. Weiße Abzeichen befinden sich über den Augen, an den Wangen, am Bart und an der Kehle, sowie an der Brust und an den Läufen. 

Geschichte und Herkunft

Viehtreiber wird zum Wach- und Diensthund

FCI Norm

Nummer: 181

Herkunft

Deutschland

Geschichte

Riesenschnauzer stammen ursprünglich aus Süddeutschland. Neben dem Riesenschnauzer gibt es die kleineren Vertreter der Schnauzerfamilie, den Mittelschnauzer und den Zwergschnauzer. Die Geschichte der Schnauzer ist eng mit der Geschichte der Pinscher verwandt, erst 1917 gab es die offizielle Umbenennung der "rauhaarigen Pinscher" in Schnauzer. Der Riesenschnauzer ist die jüngste Varietät und ist aus dem ursprünglichen Schnauzer (Mittelschnauzer, Standardschnauzer) entstanden. 

Die Vorfahren der Riesenschnauzer lebten im süddeutschen Raum auf Bauern- und Berghöfen, wo sie viele Aufgaben übernahmen. Diese rauhaarigen und bärtigen Hunde wurden sowohl als Treib- und auch als Wachhunde eingesetzt. So trieben sie die Viehherden und bewachten die Höfe und das Vieh. Oft begleiteten sie die Fuhrwerke und auch die Brauereiwagen, um die Gespanne und Wagen zu bewachen. Dies brachte den Hunden den Namen "Münchner Bierschnauzer" ein. Manche Kynologen vermuteten, dass Hunde aus Osteuropa eingekreuzt wurden, wie beispielsweise ungarische oder russische Hirtenhunde, was zu den Spitznamen Russenschnauzer oder Bärenschnauzer geführt haben mag.

Eine sehr alte deutsche Hunderasse mit frühen Vereinen

Die Entstehung des heutigen "Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V." ist ein wenig verworren, da sich dieser Klub aus zwei Klubs gebildet hat und Schnauzer zu Beginn als rauhaarige Pinscher geführt wurden. 1895 wurde der Pinscherklub von Josef Berta gegründet, in dem auch die rauhaarigen Pinscher - die heutigen Schnauzer - betreut wurden. 1907 wurde der Schnauzerklub München gegründet, der den damaligen Münchener Schnauzer bzw. Bierschnauzer zu züchten begann. Hierbei handelte es sich um den heutigen Standard Schnauzer. 

Nach dem Ersten Weltkrieg 1918 vereinten sich der Schnauzerklub München und der Pinscherklub zu dem Pinscher-Schnauzer-Klub. Dieser wurde 1921 umbenannt zu dem noch heute die Schnauzerzucht in Deutschland betreuenden "Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.". 

1913 Beginn planmäßiger Zucht der Riesenschnauzer

Um 1913 züchtete insbesondere ein Dr. Calaminus mit seinem Zwinger v. Kinzigtal den Riesenschnauzer aus mittel- und süddeutschen Bauern- und Hütehunden. Es ist ungewiss, welche anderen Hunderassen er einkreuzte, Kynologen vermuten aber sowohl Deutsche Doggen, als auch Großpudel und Deutsche Schäferhunde, die Dr. Calaminus damals besaß. Ziel seiner Zucht war sowohl ein Familien- als auch ein Gebrauchshund.

1925 erfolgte die offizielle Anerkennung des Riesenschnauzers als Diensthund und gleichzeitig wurde eine Kreuzung mit Mittelschnauzern verboten. Neben Deutschen Schäferhunden und Belgischen Malinois sind auch die Riesenschnauzer bei der Polizei als Diensthunde beliebt. Sie werden insbesondere als Spürhunde für Drogen, Bargeld, Waffen- und Sprengstoff eingesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg waren große Wachhunde besonders gefragt, und die Zucht der Riesenschnauzer ging international voran. 

Meilensteine in der Geschichte der Riesenschnauzer

  • 1895 Gründung des Pinscherklubs von Josef Berta (rauhaarige und glatthaarige Pinscher werden betreut)
  • 1907 Gründung des Schnauzerklub München (Konzentration auf den Mittelschnauzer)
  • 1913 erstes Zuchtbuch der Riesenschnauzer
  • 1918 Vereinigung von Pinscherklub und Schnauzerklub München zu Pinscher-Schnauzer-Klub. 
  • 1921 Umbenennung in "Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.
  • 1925 Anerkennung des Riesenschnauzers als Diensthunderasse
  • 1955 Anerkennung des Schnauzers durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI), den internationalen Hundeverband.

Riesenschnauzer im Überblick

Riesenschnauzer: für erfahrene und sportliche Menschen

Die temperamentvollen Riesenschnauzer benötigen erfahrene Halter, die mit der Sturheit, der Wachsamkeit und dem oft vorhandenen Jagdtrieb konsequent umgehen können. Sie sind sehr bewegungs- und arbeitsfreudig und brauchen ein sportliches Zuhause, das auch gern mit ihnen auf dem Hundeplatz trainiert. Abgesehen von HD gehören Riesenschnauzer zu den sehr gesunden und robusten Hunderassen. Da sie kaum haaren, sind sie für viele Allergiker gut geeignet. Bei erfahrenen Haltern sind die temperamentvollen, gutartigen und verspielten Riesenschnauzer wundervolle Begleiter. 

Auflagen

Riesenschnauzer unterliegen keinen rassespezifischen Anforderungen an die Haltung und sind weder in Deutschland noch in Österreich oder in der Schweiz als gefährliche Hunderasse gelistet. 

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Die drei Schnauzer-Varietäten

Riesenschnauzer

Große, wachsame Hunde mit Markenzeichen Schnauzer

Schnauzer

Bodenständiger, agiler und wachsamer Begleiter mit Schnauzbart

Zwergschnauzer

Wach(sam)e und sportliche kleine Familienmitglieder mit Eigensinn

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