Wunderschöner und aufmerksamer Schnauzer (Mittelschnauzer) in Pfeffersalz

Schnauzer

Bodenständiger, agiler und wachsamer Begleiter mit Schnauzbart

Schnauzer sind mittelgroß, kräftig und dabei sehr bewegungsfreudig, robust und selbstbewusst. Die wachsamen Schnauzer ruhen in sich und gelten als etwas selbständiger als die Zwerg- und Riesenschnauzer. Dies kann in Sturheit ausarten, denn obwohl sie gern arbeiten, haben sie keinen Will to please und hinterfragen schon mal Kommandos. Die gutartigen Hunde sind sehr freundlich zu ihren Menschen und passen auch in Familien mit Kindern, sofern sie konsequent erzogen und gut ausgelastet werden. Schnauzer haaren kaum und sind deshalb auch für viele Allergiker gut geeignet. Dafür muss ihr raues Haarkleid regelmäßig getrimmt werden. Erkennungszeichen ist natürlich der prägnante Schnauzbart, der früher eine wichtige Aufgabe erfüllte.

Top Facts

  • Agil, bewegungsfreudig = freut sich über 1-2 Stunden Bewegung am Tag
  • selbständig, stur & sensibel = sehr konsequente Erziehung notwendig, kein Anfängerhund
  • Starker Wachtrieb = Frühe Sozialisierung & gute Erziehung wichtig
  • Haart kaum, für viele Allergiker geeignet = Haar muss regelmäßig gepflegt werden
  • Gutartig und anhänglich = gut erzogen ein toller Begleit- und Familienhund
  • Verspielt, arbeitet gern, aber hat keinen "Will to please"

Steckbrief Schnauzer

Größe
45,0 - 50,0 cm
Gewicht
14,0 - 20,0 kg
Lebenserwartung
12 - 14 Jahre
Verwendung
Haus-, Wach-, Begleit- und Sporthund
Herkunft
DE
Fell
Drahthaar mit dichter Unterwolle, muss getrimmt werden
Wesen
Temperamentvoll, wachsam, gutartig, verspielt

Charakter

Selbständiger, souveräner & sportlicher Begleiter & Wächter

Schnauzer (Mittelschnauzer) besitzen ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und gelten als etwas selbständiger als ihre größeren und kleineren Verwandten, die Riesen- und Zwergschnauzer. Schaut man auf ihre Vergangenheit, so ist dies sehr verständlich, denn die Hunde waren als Stallhunde und Begleiter der Fuhrwerke sehr auf sich selbst gestellt. Je nach Zuchtlinie kann diese Eigenschaft auch heute noch mehr oder minder ausgeprägt sein. Die klugen Hunde sind selbständig und überlegt, viele arbeiten gern mit dem Menschen, besitzen aber nicht den "Will to please", den man von Labradoren oder Pudeln kennt.

Diskutiert hartnäckig: Konsequenz ist das A und O

Ein Schnauzer kann deshalb sehr gern ein Kommando hinterfragen und versuchen, seinen eigenen Kopf durchzusetzen. Diese Sturheit gepaart mit Intelligenz kann einen Hunde-Anfänger schon mal zur Verzweiflung treiben. Nicht umsonst wird von ihm gesagt, dass er ein "hartnäckiger Diskussionspartner" sein kann.

Auch bereits eingeübte Kommandos werden gern erneut hinterfragt. Wenn ihr nicht konsequent bleibt, werden Schnauzer dazu tendieren, ihr eigenes Ding zu machen. Da wird dann eifrig weiter geschnüffelt, wenn du "Hier" energisch rufst. Und genau das darf nicht passieren. 

 Sehr wachsam - kein Anfängerhund

Da noch eine gehörige Portion Wachsamkeit bei Schnauzern hinzukommt, ist der Schnauzer nicht für Anfänger gut geeignet. Ihr solltet euren Hund souverän und sehr konsequent erziehen können und euch dafür auch etwas Zeit nehmen. Mit Konsequenz ist absolut keine Härte gemeint, sondern dass ihr die Kommunikation mit dem Hund ernst nehmt und darauf achtet, dass die Kommandos auch befolgt werden. Dabei solltet ihr immer liebevoll und freundlich sein, denn bei Härte stellt der Schnauzer die Ohren auf Durchzug. Hinter dem robusten Bartträger steckt ein sensibler Hund. Versteht der Schnauzer euch mal nicht, kann er dies auch mit Bellen laut kundtun. 

Wenn Schnauzer früh an fremde Menschen gewöhnt werden und konsequent erzogen werden, sind sie tolle Begleiter.

Der Jagdtrieb ist vorhanden, aber meist in den Griff zu bekommen

Schnauzer wurden nicht umsonst früher "Rattler" genannt, da sie die Ställe frei von Ratten hielten. Auch heute noch kann der Jagdtrieb auf Nager, Katzen oder Vögel recht ausgeprägt sein. Doch ist er mit einem gut trainierten Rückruf und eben einer konsequenten Erziehung meistens gut in den Griff zu bekommen. Auf Reh- und Schwarzwild reagieren Schnauzer eher weniger. Doch schon mancher Schnauzer-Halter durfte beim Spaziergang ausgiebig auf seinen Hund warten. 

Robust, ausdauernd und verspielt

Schnauzer sind sehr agile Hunde, die sich gern bewegen. Sie werden zwar nicht nervig, wenn ihr mal keine Zeit für sie habt und verbringen auch gern mal einen Tag vor der Couch, doch sie benötigen regelmäßig Bewegung. Tägliche Spaziergänge von ca. 1,5 Stunden reichen ihnen. Die kernigen Hunde haben Kraft und Ausdauer, waren sie es doch gewöhnt, neben den Fuhrwerken herzulaufen. Deshalb könnt ihr sie auch zum Joggen, Wandern oder Radfahren mitnehmen. 

Arbeiten gern

Schnauzer arbeiten gern, wenn sie dir auch nicht gefällig jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Wenn ihr sie gut erzieht und Lust auf Hundesport mit ihnen habt, dann eignen sie sich für viele Hundesportarten. 

Intelligenz

Schnauzer sind sehr kluge und selbstbewusste Hunde, die auch gern mal eigenständig Entscheidungen treffen. 

Aufmerksamkeit

Schnauzer (Standard-Schnauzer, Mittelschnauzer) sind von den drei Schnauzer-Varietäten die größten Sturköpfe. Oft schon wurden sie mit Terriern verglichen, mit denen sie jedoch nicht verwandt sind. Sie besitzen definitiv nicht den "Will to please" und möchten dir alles recht machen, aber wenn ihr sie liebevoll und konsequent erzieht, werdet ihr einen eifrigen Arbeiter an der Seite haben. 

Energie

Schnauzer sind sehr robust, agil und ausdauernd. Früher sind die Hunde den ganzen Tag neben den Fuhrwerken gelaufen und haben nachts sich das Futter durch Ratten im Stall erarbeitet. Deshalb haben sie einen recht hohen Bewegungsdrang, den ihr mit langen Spaziergängen, Joggen, am Rad laufen oder ähnlichen Aktivitäten gut befriedigen könnt. 

Zeitaufwand

Schnauzer sind sehr bodenständig und robust. Abgesehen von der Fellpflege (Trimmen, Kämmen) sind sie sehr pflegeleicht. Sie benötigen täglich Zeit für ausreichend Bewegung und ihre Erziehung kann gerade in den ersten Jahren etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern, um den Jagdtrieb, die Wachsamkeit und die Sturheit gut in den Griff zu bekommen. 

Training

Insbesondere den Rückruf solltet ihr sehr gut trainieren und es empfiehlt sich auch eine Hundeschule, da der Jagdtrieb durchaus ausgeprägt sein kann. Dieser ist mit gutem Training aber gut in den Griff zu bekommen. 

Die folgenden Hundesportarten sind für den Schnauzer geeignet:

Wohnungstauglichkeit

Schnauzer sind ursprünglich als Stall- und Hofhunde eingesetzt worden und fühlen sich dort auch sehr wohl. Natürlich kann ein Standard Schnauzer auch in einer Wohnung glücklich werden, solange der ausreichend Auflauf und Beschäftigung hat, doch solltet ihr bedenken, dass er sehr wachsam ist. 

Die Wohnung sollte aber zu ebener Erde liegen oder über einen Fahrstuhl verfügen, da ihr einen Schnauzer in der Jugend, im Alter oder bei Krankheit nicht mit 14-20 kg die Treppen tragen möchtet. Abgesehen davon kann das Treppensteigen auf Dauer für die Gelenke schädlich sein. 

Ihr solltet grundsätzlich die schriftliche Erlaubnis zur Hundehaltung von eurem Vermieter oder von der Eigentümergemeinschaft des Hauses haben.

Treue & Ergebenheit

Schnauzer sind sehr anhänglich und loyal. 

Jagdtrieb

Schnauzer besitzen einen Jagdtrieb insbesondere auf Nager und Katzen, hielten sie doch früher die Ställe frei von Ratten und Mäusen. Mit einer konsequenten Erziehung und einem starken Rückruf-Training ist dies in den meisten Fällen aber in den Griff zu bekommen. 

Alleinsein

Wenn ihr das Alleinbleiben früh und behutsam trainiert, sollte der Schnauzer auch gut allein bleiben. 

Kein Hund sollte länger als 4 Stunden am Stück allein gelassen werden. 

Bellen

Schnauzer sind wachsam und melden Fremde, neigen aber nicht zum Kläffen. Doch sie drücken auch Unverständnis oder Unwillen gern mal mit bellen aus. 

Wachsamkeit

Schnauzer haben einen sehr ausgeprägten Wachtrieb und beschützen von selbst das Eigentum ihrer Halter. Diese sollten durch eine gute Erziehung und frühe Sozialisierung die Wachsamkeit des Schnauzers in gewünschte Bahnen lenken. 

Beschützer

Schnauzer sind zwar nur mittelgroß, doch eignen sie sich aufgrund ihres Charakters und ihrer Wachsamkeit auch als Beschützer. 

Verträglich mit Hunden

Schnauzer vertragen sich in der Regel gut mit anderen Hunden. Sie sind keine Raufer, aber sehr selbstbewusst und würden einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen. 

Verträglich mit Tieren

Aufgrund des Jagdtriebes ist die Verträglichkeit mit Katzen oder Nagern im Haus eher nicht so gut und müsste sehr trainiert werden. 

Kinderfreundlich

Zu ihrer Familie sind Schnauzer sehr freundlich und gutartig. Da sie gern spielen, sind sie auch für Familien mit Kindern gut geeignet, sofern diese lernen, wie sie mit einem Hund umzugehen haben.

Kleine Kinder sollten grundsätzlich nicht mit Hunden allein gelassen werden. 

Verträglich mit Fremden

Fremden gegenüber sind Schnauzer eher misstrauisch und bleiben wachsam, aber von Natur aus gutartig. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Schnauzer sind sehr robuste und gesunde Hunde

Schnauzer gehören zu den wenigen noch sehr gesunden Hunderassen, doch auch sie haben ein paar Krankheiten, auf die ihr beim Kauf bei den Elterntieren achten solltet.

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten kommen beim Schnauzer (Mittelschnauzer) häufiger als bei anderen Hunderassen vor:

Weitere Erkrankungen, die beim Schnauzer etwas häufiger als bei anderen Hunderassen vorkommen können:

  • Pulmonische Stenose (eine Erkrankung der Herzklappen)
  • Retinale Dysplasie (Netzhauterkrankung)

Einen Schnauzer am besten beim PSK-Züchter kaufen

Achtet beim Kauf eines Schnauzer auf eine seriöse Zucht, bei der die Elterntiere auf Krankheiten getestet und untersucht wurden und die Welpen gesund und mit entsprechenden Umweltreizen aufgezogen werden. Dies wird am besten kontrolliert bei Züchtern, die dem in Deutschland für Schnauzer zuständigen "Pinscher-Schnauzer-Klub e.V. 1895" angehören. Sie haben aktuelle Züchterlisten zum Download. Auch beim Internationalen Hundeverband wird sehr viel Wert auf die Zucht von gesunden Hunden gelegt. 

Ihr könnt auch in Tierheimen Ausschau nach einem Riesenschnauzer halten und gleichzeitig eine gute Tat vollbringen. 

Auf keinen Fall solltet ihr einen Schnauzer aus dem Internet kaufen, da hier die Gefahr sehr groß ist, auf tierquälerische Welpenhändler und Vermehrer reinzufallen. Hier könnt ihr euch gut informieren, wo ein Kauf seriös ist und wo nicht:  Tipps für den Hundekauf ohne böses Erwachen

Verträgt Hitze

Die meisten Schnauzer kommen mit warmen Temperaturen ab 22 Grad nicht so gut zurecht und sollten dann geschont werden. 

Verträgt Kälte

Aufgrund ihres dichten Deckhaars und der dichten Unterwolle kommen Schnauzer sehr gut mit Kälte zurecht, sofern sie sich frei bewegen können. 

Pflege

Beim Schnauzer ist das Haarkleid etwas pflegeintensiver. Es muss regelmäßig gebürstet und getrimmt werden, um nicht zu verfilzen. 

Baden

Bäder sind aus Sicht des Hundes eigentlich nicht nötig, es sei denn, der Schnauzer fängt an zu riechen, da er sich in etwas gewälzt hat. Verwendet dann am besten ein rückfettendes und möglichst natürliches Hunde-Shampoo. Da Menschen einen anderen pH-Wert der Haut haben als Hunde, sind Menschen-Shampoos ungeeignet und trocknen die Haut aus. 

Kämmen & Bürsten

Die dichte Unterwolle und das raue Deckhaar des Schnauzers müssen mindestens einmal wöchentlich gebürstet oder mit einem Trimmstriegel durchgearbeitet werden. Die dichte Unterwolle verfilzt, wenn ihr sie nicht regelmäßig von dem toten Haar befreit. Bei verfilzter Unterwolle kann die Haut nicht mehr sauber atmen und es kann zu Hauterkrankungen kommen. 

Haaren

Schnauzer haaren kaum, da sie ihr totes Haar nicht verlieren. 

Schneiden & Trimmen

Für Optik und Gesundheit: Schnauzer müssen regelmäßig getrimmt werden

Das dichte und raue Haar der Schnauzer muss getrimmt werden. Dies bedeutet einen regelmäßigen Pflegeaufwand, da loses Haar entfernt werden muss.

Züchter empfehlen, loses Haar mit einem stumpfen Trimmmesser und einem Trimmstriegel zu entfernen. Insbesondere ist es wichtig, die abgestorbene Unterwolle "heraus zu trimmen", da der Schnauzer sie nicht von allein verliert. Wird die Unterwolle nicht getrimmt, verfilzt sie, die Haut wird nicht mehr ausreichend durchlüftet und es kann zu Hautausschlägen kommen. Abgesehen davon sieht der Hund sehr ungepflegt aus. Zu lang gewordenes Haar am Kopf wird danach meist mit einer Schere noch gekürzt.

Wichtig: Schnauzer sollten nicht geschoren werden, da es ihrer Haarstruktur schadet. 

Für das Trimmen werden meist Zupfbürste, Trimmmesser (mit stumpfer Klinge), Trimmstriegel in groß und klein (für Kopf), ein Kamm, eine Bürste und je nach Bedarf eine Schere, eine Effilierschere oder eine Schermaschine und ein Gummistriegel verwendet. 

Hundefriseur aufsuchen, wenn ihr euch die Arbeit nicht selbst machen möchtet

Wenn ihr euch nicht selbst die Arbeit machen möchtet, könnt ihr auch einen Hundefriseur eures Vertrauens aufsuchen. Dies sollte mindestens 2-3 x pro Jahr sein. Soll der Hund immer gepflegt aussehen, so ist alle 4-6 Wochen ein Nachtrimmen fällig, das ihr aber auch selbst vornehmen könnt. 

Für Allergiker geeignet

Schnauzer haaren kaum und unterliegen nicht dem saisonalen Haarwechsel. Ihr Haarkleid muss regelmäßig von totem Haar befreit werden (Trimmen), da es nicht von selbst ausfällt. Deshalb können Schnauzer besser für Allergiker geeignet sein als andere haarende Hunderassen. Allerdings ist keine Hunderasse hypoallergen (löst garantiert keine Allergien bei Menschen aus) und Allergiker reagieren nicht nur unterschiedlich auf Hunderassen sondern sogar auf die einzelnen Hunde einer Rasse. 

Solltest du dich trotz Allergie für einen Hund interessieren, dann haben wir hier einen Lese-Tipp für dich: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie

Sabbern

Schnauzer haben eine lange Schnauze und tendieren nicht zum Sabbern, sofern sie nicht gerade Futter im Blick haben. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Vorsicht verfressen: Auf Übergewicht achten

Verfressenheit

Viele Schnauzer sind verfressen, weshalb ihr auf ein gesundes Gewicht achten solltet. 

Aussehen

Kräftiger mittelgroßer Hund mit rauem Haar und markantem Schnauzbart und Brauen

Schnauzer sind leicht gedrungen und kraftvoll vom Körperbau. Gleichzeitig sind sie sehr wendig und ausdauernd sportlich. Offensichtliches Markenzeichen sind der Schnauzbart und die buschigen Brauen über den Augen. Das Fell ist drahtig und hart mit einer dichten Unterwolle. 

Die Rute bleibt naturbelassen und wird nicht mehr kupiert. Die hoch angesetzten Ohren klappen leicht nach vorn (Klappohren) und sind V-förmig. 

Standard Schnauzer sind die ursprüngliche und mittlere Varietät der Schnauzer und werden zwischen 45-50 cm hoch und wiegen dabei zwischen 14-20 Kg. 

Augenfarbe

Schnauzer haben dunkle Augen.

Fell

Das Haarkleid der Schnauzer ist sehr dicht und dabei rau und drahtig, es fühlt sich sehr hart an und hat eine dichte Unterwolle. Das Deckhaar darf etwas länger sein, sollte sich jedoch nicht wellen. Markenzeichen sind der ebenfalls relativ harte Bart und die buschigen Brauen. 

Farbe

Schnauzer (Standard-Schnauzer, Mittelschnauzer) gibt es in zwei Farben:

  1. Schwarz mit schwarzer Unterwolle
  2. Pfeffer-Salz mit grauer Unterwolle, Farbnuancen von Eisengrau bis Silbergrau möglich. Die "Pfefferung" sollte gut pigmentiert und gleichmäßig verteilt sein. Die Maske am Kopf sollte dabei dunkel sein, helle Abzeichen sind eher unerwünscht. 

Während in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen (1918-1939) die Pfeffer-Salz-Schnauzer absolut beliebt waren, wurde der schwarze Mittelschnauzer nach dem zweiten Weltkrieg immer beliebter. Erst in der letzten Zeit glich sie die Beliebtheit der beiden Farben Schwarz und Pfeffer-Salz wieder aus. 

Geschichte und Herkunft

Schnauzer: Pferdehund, Rattenfänger & rauhaariger Pinscher

FCI Norm

Nummer: 182

Herkunft

Deutschland

Geschichte

Die Geschichte der Schnauzer ist eng verbunden mit der Geschichte der Pinscher. Sie wurden gegen Ende des 19.Jahrhunderts aus den zu dieser Zeit noch sehr unterschiedlich aussehenden süddeutschen Bauernhunden gezüchtet. Zu Beginn der Zucht wurden Pinscher und Schnauzer noch als eine Rasse angesehen.

Hunde der Fuhrleute und Stallknechte: Rattler und Schnauzer

Die Vorfahren der heutigen Schnauzer waren die sehr beliebten Hunde der Fuhrleute und der Pferde-Stallknechte. Aufgrund ihrer Wachsamkeit und ihres kräftigen Körperbaus waren sie als Wachhunde für die Pferde und Fuhrwerke bestens geeignet. Um 1800 wurden Pinscher daher sehr häufig in Pferdeställen gehalten.

Dies hatte gleich mehrere Vorteile: In der Nacht bewachten sie die Pferde und Fuhrwerke und meldeten zuverlässig Fremde, die sich den Stallungen näherten. Die wachsamen Hunde galten schon damals als misstrauisch gegenüber Fremden. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen wie Spitzen bellten die Pinscher aber nicht so viel, was als Vorteil angesehen wurde.

Der nützliche Schnauzbart des Rattlers

Gleichzeitig konnten sich die Pinscher als sehr nützlich erweisen, indem sie die Ratten im Stall jagten und töteten. Damit wurden der Stall und das Futter frei von lästigen Ratten gehalten und die Hunde besorgten sich auf diese Weise ihr Futter selbständig. Da sie die Ratten jagten, wurden sie damals auch Rattler genannt. Der lange Schnauzbart der rauhaarigen Hunde schützte ihr Maul vor den scharfen und gefährlichen Zähnen der Ratten, was ein großer Vorteil für sie war. Der Name Schnauzer kam bereits zu dieser Zeit auf.

Die rauhaarigen Pinscher waren besonders robuste und gleichzeitig sehr sportliche und bewegliche Hunde. Zähigkeit und Ausdauer waren gefragt, da sie bei jedem Wetter den ganzen Tag neben den Fuhrwerken mitliefen. Es ging zwar nicht um Schnelligkeit und lange Strecken, aber die Hunde waren den ganzen Tag auf den Beinen und mussten Pferde und Fuhrwerke bewachen, wenn die Fuhrleute auslieferten oder Pause machten.

Die Vorfahren der heutigen Schnauzer waren daher sehr selbstständig und sowohl nachts als auch tagsüber oft auf sich selbst gestellt. So wachsam und misstrauisch die Hunde Fremden gegenüber waren, so sollten sie doch nicht aggressiv sein, da die Fuhrleute täglich mit Menschen zu tun hatten. Gleichzeitig sollten sie sich im Haus auch mit den Kindern der Fuhrleute verstehen.

Eine Zucht gab es zu dieser Zeit noch nicht, die Auslese konzentrierte sich rein auf den Gebrauch der Hunde für die Fuhrleute.

Rattenfänger-Prüfungen und Schaukämpfe

Ähnlich wie in England gab es zu dieser Zeit auch in Deutschland Rattenfänger-Wettkämpfe, die zur Unterhaltung der wettenden Zuschauer abgehalten wurden. Diese damals noch Pinscher genannten Hunde konnten in etwas über einer halben Stunde bis zu 500 Ratten töten.

Vom rauhaarigen Stallpinscher zum Schnauzer-Rassehund

Ab 1878 begannen Züchter mit einer planmäßigen Zucht der einzelnen Pinscher- und Schnauzer-Rassen. Der Schnauzer stach aus dem Pool von noch sehr unterschiedlichen Hunden hervor, da sein Haarkleid aufgrund einer Gen-Mutation insbesondere auch im Gesicht und an den Beinen länger und gröber war. Dieses Fell machte ihn weniger wetteranfällig und der Schnauzbart prädestinierte ihn für die Jagd auf Ratten, da er das Maul gut schützte. Zu dieser Zeit gab es die Hunde in vielen Farben und auch mit kürzeren Schnauzen und in vielen Größen. Bis in die 1930er Jahre gab es Schnauzer sogar noch mit black-and-tan-farbigen Abzeichen.

Mit Beginn der Zucht wurde nun Wert auf einen harmonischen Körperbau und auf das raue Haarkleid gelegt. Aus den struppigen, selbständigen und leicht ruppigen mittelgroßen Hunden, die teilweise sogar Löwenmähnen besaßen, wurden nun etwas elegantere und einheitlichere Hunde. Ihr Kopf wurde länger und der Körper wurde quadratischer und größer.

Während silbergrau von Anfang dabei war, kamen die dunklen, fast schwarzen Hunde erst später dazu. Mit der Zeit durften die Schnauzer nur noch in den Farben Pfeffersalz (Silbergrau) oder Schwarz gezüchtet werden. "Pfeffersalz" ist ursprünglich die Bezeichnung für ein Tuch-Muster, das aus kleinen schwarz-weißen Würfeln bestand.

Meilensteine in der Zucht des Schnauzers

  • 1878 erste offizielle Ausstellungen mit Pinschern (rauhaarige und glatthaarige)
  • 1880 Aufstellung erster Rassemerkmale - Der rauhaarige Typ kommt in silbergrau vor, Bart und Brauen sind sein Markenzeichen. Zu dieser Zeit gibt es Schnauzer noch in vielen Farben, wie beispielsweise rotgelb, blond, graugelb und grauweiß. Es sind auch Abzeichen an Augen, Schnauze und Läufen möglich, wie die heutige Black-and-tan-Zeichnung.
  • Ab 1886 züchteten Pinscherzüchter die Farbe Pfeffersalz. Der Pfeffersalz-Rüde "Morro" und die Hündin "Hexe" von M. Hartenstein waren auf Ausstellungen sehr erfolgreich.
  • 1895 Gründung des Pinscherklubs von Josef Berta und Beginn der systematischen Züchtung. Zu dieser Zeit wurde der Schnauzer noch als rauhaariger Pinscher geführt. Sein 1. Vorsitzender war von 1895-1915 der Kynologe, Hundezüchter und Zuchtrichter Josef Berta.
  • 1907 Gründung des "Schnauzerklubs München", der sich auf Mittelschnauzer konzentrierte.
  • 1917 Offizielle Umbenennung der rauhaarigen Pinscher in Schnauzer. Der Name Schnauzer war zu dieser Zeit bereits Jahrzehnte geläufig.
  • 1918 Vereinigung von dem "Schnauzerklub München" und dem "Pinscherklub" zum "Pinscher-Schnauzer-Verband".
  • 1921 Umbenennung des "Pinscher-Schnauzer-Verbands" in "Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.", der auch heute noch für die Zucht von Schnauzern und Pinschern in Deutschland zuständig ist. 
  • 1955 Anerkennung des Schnauzers durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI), den internationalen Hundeverband.

Schnauzer im Überblick

Sportliche Halter mit Hundeverstand gesucht

Der Schnauzer ist ein grundsolider, ausdauernder und gutartiger mittelgroßer Hund. Schnauzer sind robust und arbeitswillig. Sie freuen sich über sportliche Halter, die aber über etwas Erfahrung in der Hundeerziehung verfügen sollten. Denn die Wachsamkeit, ihr Eigensinn und auch der Jagdtrieb erfordern eine konsequente Erziehung. Ausgelastet und wohl erzogen ist er ein toller Begleiter und passt auch spielend in eine Familie. 

Auflagen

Es gibt keine rassespezifischen Haltungsauflagen für Schnauzer in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. 

Die drei Schnauzer-Varietäten

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