Kräftiger Rottweiler im Porträt

Rottweiler

Ein loyales und wachsames Kraftpaket für verantwortungsvolle Halter

Eine ausgeprägte Wachsamkeit und ein teilweise starker Schutzinstinkt, sind Rottweilern meist "in die Welpenkiste" gelegt. Deshalb sind eine frühe Sozialisierung mit Menschen und Hunden, sowie eine liebevoll-konsequente Erziehung bei den Kraftpaketen ein Muss. Die sensiblen und ausgeglichenen Rottis besitzen Ausdauern und möchten sich geistig und körperlich austoben können. Dann werden aus ihnen sehr loyale, freundliche und verschmuste Hunde, die wundervolle Familien-, Begleit- und Arbeitshunde sind.

Top Facts

  • Wach- und Schutzinstinkt: konsequente Erziehung und Sozialisierung nötig
  • Selbstbewusster Bodyguard: kein Anfängerhund
  • Loyal, freundlich, ausgeglichen: liebt seine Familie, ist verschmust
  • Intelligenter Ausdauersportler: Will geistig und körperlich gefördert werden
  • Teilweise als gefährlicher Hund eingestuft: Verantwortungsvolle Halter gesucht
  • Sensibel und selbstbewusst: braucht konsequente Führung, aber keine Härte

Steckbrief Rottweiler

Größe
56,0 - 68,0 cm
Gewicht
40,0 - 53,0 kg
Lebenserwartung
11 Jahre
Verwendung
Begleit-, Dienst- und Gebrauchshund
Herkunft
Deutschland
Fell
kurzes Fell, schwarz-braun
Wesen
loyal, gutmütig, wachsam, beschützend

Charakter

Ausgeglichener, selbstbewusster Wächter

Um einen Rottweiler mit guten Manieren zu erziehen, sind eine gute Sozialisierung des Welpen mit sämtlichen Umweltreizen, ein erfahrener Halter und Trainingskurse sowie das Leben mit seinem Halter ein Muss. Als Halter eines Rottweilers liegt es in deiner Verantwortung, die Zeit und Energie aufzubringen, damit dein Hund das Alltagsleben kennenlernt und souverän-freundlich reagieren kann.

In den Wesensbeschreibungen lesen wir folgendes über das Wesen des Rottweilers:

  • „loyaler, liebevoller und selbstbewusster Wächter“ (Quelle: AKC)
  • „Der Rottweiler ist von freundlicher und friedlicher Grundstimmung, sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig. (…) sein Verhalten ist selbstsicher, nervenfest und unerschrocken. Er reagiert mit hoher Aufmerksamkeit und zugleich gelassen gegenüber seiner Umwelt.“ (Quelle: FCI)
  • „Rottweiler haben ein ausgeglichenes, ruhiges Wesen, das mit einem stabilen Nervenkostüm und einer hohen Reizschwelle einhergeht. Familienanschluss ist ein Muss. Der stattliche Vierbeiner schätzt Liebe und Zuwendung. Am liebsten ist er immer in der Nähe seiner Familie. Viel Sozialkontakt trägt zu seiner Ausgeglichenheit bei.“ (Quelle: VDH)

Dies sind meist ideale Wesenszüge, die sich jedoch nicht immer von selbst in einem Rottweiler entwickeln.

 

Wach- und Schutzinstinkt in entspannte Bahnen lenken

Ein gesunder Rottweiler aus einer charakterlich einwandfreien Zucht, der gut sozialisiert und erzogen wurde, ist von seinem Naturell ruhig und ausgeglichen. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Doch je nach Individuum ist der Wach- und Schutzinstinkt ausgeprägter und benötigt entsprechendes Training.  Als Wachhunde können sie sehr territorial sein und ihr möchtet nicht, dass euer Rotti Fremde anbellt, die an der Parkbank vorbeigehen, auf der ihr euch niedergelassen habt.

Erziehung, Bewegung und Beschäftigung eines Rottweilers

Rottis sind intelligente und gelehrige Hunde, die aufgrund ihrer Sensibilität eigenwillig und in sich gekehrt reagieren können.

Ihr solltet berücksichtigen, dass sie Spätentwickler sind, die erst mit drei Jahren körperlich und auch mental ausgewachsen sind. Erst dann könnt ihr sie sportlich fordern und bis dahin ist viel Erziehung angesagt. Generell sind Rottis so robust und sportlich, wie sie aussehen. Sie brauchen Bewegung, aber eine, die zu ihnen passt.

Rottweiler wurden bereits sehr vielseitig eingesetzt, aber niemals als Kampfhunde. So haben sie die folgenden Aufgaben in ihrer Geschichte mit Bravour bewältigt:

  1. Hüten und Treiben von Rinder- oder auch Schafherden

  2. Bewachen von Hab und Gut ihrer Menschen

  3. Arbeitshunde, die Milch- und Zugkarren zogen

  4. Polizeihund (Nasenarbeit, Gehorsamsübungen, Schutzdienst)

    Rauschgiftspürhund

    Sprengstoffspürhund

    Leichen- und Blutspürhund

    Brandmittelspürhund

    Bargeldspürhund

    Mantrailer (Personenspürhunde)

  5. Therapiehund
  6. Assistenzhunde

Aufgrund ihres Gewichts, sind sie auch nicht für große Sprünge und schnelles Tempo gemacht. Lange Spaziergänge, leichtes Joggen, wenn der Rotti nicht zu schwer ist, und vor allem Schwimmen lieben sie. Sie sind ausdauernd aber keine Sprinter. Einige Kraftpakete ziehen auch gern, hier ist Dogscooting ein schöner Hundesport. Jeder Hundesport, der auf Gehorsamstraining basiert, tut Rottweilern gut.

Feinfühlige Kraftpakete, die Konsequenz, Verständnis und Training benötigen

Was man hinter den Kraftpakten nicht vermutet ist ihre Sensibilität. Hier sind viele Rottis den  Hütehunden sehr ähnlich, da sie als Treib- und Hütehunde eingesetzt wurden. Viele vermuten, dass eine „harte und dominante Erziehung“ bei diesen Bulldozern nötig wäre. Aber das ist nicht immer richtig. Mit Konsequenz und positiver Bestätigung folgen sie ihrem Halter nur zu gern. Bei Härte oder gar Ungerechtigkeit oder wenn sie euch einfach nicht verstehen, neigen sie dazu, sich zu verschließen. Dies wird oft als stur ausgelegt, ist so aber gar nicht zu verstehen.

Ist der Rottweiler ein Familienhund?

Ein gut sozialisierter und erzogener Rottweiler, der aus einer verantwortungsvollen Zucht stammt kann ein wunderbarer Familienhund sein. Denn wenn sie gut erzogen und ausgelastet sind, sind Rottweiler ausgeglichen und zeigen eine Engelsgeduld mit ihrer Familie und insbesondere auch mit Kindern. Der Rotti kann ein sehr sensibler und liebevoller Spielgefährte und Begleiter seiner Menschen sein. Körperkontakt mit Schmusen und chillen ist genau sein Ding nach getaner Arbeit wie Spaziergänge, Training und Bewegung.

Trotzdem solltet ihr beim Besuch von fremden Kinder darauf achten, dass euer Rotti sie kennen- und akzeptieren lernt und nicht meint, eure Kinder vor ihnen beschützen zu müssen. Denn Fremde beobachtet er mit selbstbewusster Zurückhaltung und es liegt an der Erziehung und Sozialisierung sowie natürlich an dem individuellen Charakter, ob euer Rotti nur gelassen beobachtet.

Ist der Rottweiler ein gefährlicher Hund?

Rottweiler und ihre Mischlinge werden laut Verordnungen in vielen Bundesländern Deutschlands und in einigen Österreichs als auch in einigen Kantonen der Schweiz als gefährliche Hunde eingestuft.

 Wirft man einen Blick in die vorhandenen Beißstatistiken, die es leider nicht für Deutschland übergreifend gibt, so ist der Rottweiler in keiner davon besonders auffällig. Vielmehr Schäferhunde und auch Mischlinge beißen demnach im Verhältnis zu ihrer Population am häufigsten zu. Eine Statistik aus den USA, die zwischen 1994-2003 Kinder untersuchte, die nach Hundebissen medizinisch behandelt werden mussten, weist den Rottweiler harmloser als den Pudel und den Collie aus.

Der Rottweiler ist in seiner Geschichte niemals ein Kampfhund gewesen. Abgesehen davon, dass Kampfhunde immer nur gegen andere Tiere, nicht aber gegen Menschen gekämpft haben. Der Rottweiler ist primär ein Treibhund, der eng mit dem Menschen arbeitet und auch ein Wach- und Schutzhund.

Die körperliche Größe, die Kraft und auch das Selbstbewusstsein, gepaart mit einem natürlichen Wach- und Schutzinstinkt dürfen aber grundsätzlich nicht unterschätzt werden. Sie können diese vom Temperament her ausgeglichene Hunderasse bei falscher Erziehung und Haltung zu einer gefährlichen Waffe werden lassen. Dies liegt aber nicht an dem Charakter der Hunderasse, sondern allein an den Haltern und ihrer Erziehung.

In erfahrenen Händen, die den Rottweiler konsequent und liebevoll erziehen, ist er nicht gefährlicher als andere Hunderassen. Bei der Auswahl eines Welpen solltet ihr auf Elterntiere achten, die charakterlich ausgeglichen sind.

Immer wieder machen leider aggressive Vertreter dieser Rasse negative Schlagzeilen und auch den sozialen Medien und in Filmen werden gern gefährliche Rottweiler gezeigt. Woran liegt dies? Wie so oft nicht am Hund. Aber in den falschen Händen und mit fehlgeleiteter Sozialisierung und Erziehung können diese selbstbewussten und sensiblen Muskelpakete sich frustriert von ihren Haltern abwenden und aggressiv reagieren. Das ist bei einem großen Hund einfach gefährlich.

Da es sich um große, kräftige und arbeitswillige Hunde mit einem ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt handelt, ist der Rottweiler kein Anfängerhund. Läuft die Grunderziehung und die frühe Sozialisierung falsch oder findet sie gar nicht statt, können die frustrierten und selbstbewussten Hunde die Führung übernehmen. Sind sie in den falschen Händen und werden absichtlich nicht sozialisiert und scharf gemacht, können sie gefährlich werden. Genau deshalb sind sie keine Anfängerhunde.

Intelligenz

Rottweiler sind gelehrig und intelligent.

Aufmerksamkeit

Rottis lernen gern und haben einen hohen Arbeitseifer.

Energie

Rottweiler lieben es zu Schwimmen und Spazieren zu gehen, am liebsten mit ihrem Halter oder mit ihrer Familie.

Da Rottweiler sportliche Muskelpakete sind, benötigen sie täglichen Auslauf von ca. 2 Stunden.

Zeitaufwand

Aufgrund der Größe, Stärke und des starken Wach- und Schutzinstinktes bedarf es verantwortungsvoller Besitzer, die sich von klein auf an um eine gute Sozialisierung, Erziehung und Training des Rottweilers bemühen. Dieser selbstbewusste Hund könnte sonst das Zepter selbst in die Hand nehmen, was zu unerwünschtem Verhalten und Aggressionen führen kann.

Training

Rottis sind intelligent und sehr gut trainierbar. Sie möchten gefallen, auch wenn einige von ihnen sehr eigenwillig bis stur sein können.

Es kann nicht oft genug betont werden: Rottweiler müssen unbedingt früh im Leben trainiert und gut sozialisiert werden. Liebevolle Führung mit positiver Bestärkung, Welpen-Sozialisierung, Hunde-Training und Hundesport sowie das tägliche Leben mit dem Halter und seiner Familie sowie Fremden sind essentiell, um einen ausgeglichen Rottweiler mit guten Manieren großzuziehen.

Rottweiler müssen von Anfang an in das soziale Leben mit anderen Menschen und Hunden einbezogen werden. Ein unfairer oder gar brutaler Umgang mit dieser Hunderasse können Aggressionen in dieser selbstbewussten Hunderasse wachrufen.

Rottweiler werden aufgrund ihrer Sportlichkeit, Robustheit und ihres Willen zu arbeiten, vielseitig eingesetzt: 

  • Arbeitshunde bei der Polizei und Bundeswehr, wo sie als Spürhunde für Sprengstoff, Rauschgift, sowie als Leichen- und Blutspürhunde eingesetzt werden.
  • Fährtenhunde
  • Schutzhunde
  • Flächen-, Trümmer- und Lawinensuchhunde international in Katastrophengebieten eingesetzt.
  • Sie sind sogar als Therapiehund verwendbar.

Rottweiler lernen sehr schnell und sind exzellente Trainingshunde und sollten, sofern sie nicht als Arbeitshunde verwendet werden, im Hundesport eine Aufgabe erhalten:

  • Obedience
  • Nasenarbeit in Form von Fährtentraining, Dummytraining oder auch Suchspielen
  • Turnierhundsport
  • Agility (sofern der Rotti nicht zu schwer ist)
  • Fun-Hundesportarten wie Flyball und Frisbee sind für Rottweiler sehr geeignet.
  • Wasserhundesport und Schwimmen
  • Zughundsport wie Dogscooting

Wohnungstauglichkeit

Der Rottweiler ist ein großer und schwerer Hund, der konsequent Erziehung mit entsprechenden Aufgaben und regelmäßigen Auslauf benötigt. Dies ist sicherlich auch in einer Wohnung denkbar, die ebenerdig ist oder einen Fahrstuhl besitzt.

Eine Wohnung im oberen Stockwerk ohne Fahrstuhl ist für diese Hunderasse ungeeignet, da auf der einen Seite die Gelenke zu sehr beansprucht werden beim Treppensteigen und auf der anderen Seite im Alter oder bei Krankheiten ein Tragen des Hundes nahezu unmöglich ist.

Auch der Wachtrieb und die Einstufung in einigen Bundesländern als gefährliche Hunderasse sollten wohl überlegt sein, bevor man einen Rottweiler in einer Wohnung hält.

Grundsätzlich sollte immer eine schriftliche Genehmigung des Vermieters und bei einer Eigentumswohnung die Genehmigung der Eigentümerversammlung vorliegen.

Treue & Ergebenheit

Rottweiler sind gegenüber ihren Besitzern und ihrer Familie ausgesprochen treu und ergeben, sofern sie konsequent und fair erzogen werden.

Jagdtrieb

Als ursprüngliche Treib- und Schutzhunde von primär Kuhherden sind Rottweiler nicht auf die Jagd spezialisiert und verfügen eher über keinen Jagdtrieb.

Alleinsein

Nach einer Eingewöhnungsphase möglichst von klein auf an und guter Auslastung können Rottweiler auch allein zu hause bleiben. Aber jedes Tier ist ein Individuum und Verlassensängste können je nach Prägung und Gewöhnung unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Dieser Wert stellt lediglich einen Näherungswert dar aufgrund der Erziehbarkeit und des Energielevels sowie der Ausgeglichenheit der Rasse.

Kein Hund sollte mehr als vier Stunden am Stück allein gelassen werden.


Bellen

Als gute Wach- und Schutzhunde gehört es bei Rottweilern zum "guten Ton" zu melden, wenn Fremde klingeln oder das Gelände betreten. Hier können sie ausgesprochen scharf, tief und laut bellen. Ohne diesen Anlass, neigen Rottweiler wenig zum Bellen.

Wachsamkeit

Rottweiler haben einen natürlichen starken Wach- und Schutzinstinkt und sind als Wachhunde geboren. Aufgrund ihrer Natur und der stattlichen, kraftvollen Größe sind Rottweiler hervorragende Schutzhunde.

Beschützer

Rottweiler sind ausgezeichnete Schutzhunde, die ihre Menschen bewachen und beschützen können und wollen.

Verträglich mit Hunden

Bei guter Sozialisierung mit ihren Artgenossen, sind Rottweiler sehr verträglich. Rüden können ein ausgesprochen starkes Macho-Gehabe gegenüber anderen Rüden zeigen.

Verträglich mit Tieren

Wie bei allen Hunden ist hier eine frühe Sozialisierung und Gewöhnung an Katzen und andere Tiere der Dreh- und Angelpunkt einer Verträglichkeit. Wenn dies früh genug erfolgt, so können Rottweiler sehr gut verträglich sein.

Kinderfreundlich

Rottweiler können bei fachgerechter Zucht und Erziehung mit früher und guter Sozialisierung sehr gute Familienhunde sein. Allerdings sollten Kinder allein schon aufgrund der Größe und des Gewichts der Tiere im Haushalt nicht zu klein sein und niemals mit dem Hund allein gelassen werden.

Verträglich mit Fremden

Aufgrund ihres Wach- und Schutztriebes können Rottweiler Fremden gegenüber reserviert bis misstrauisch sein und sollten von klein auf an an diese gewöhnt werden.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Robuster Hund, der aber mit Gelenkserkrankungen und Übergewicht zu kämpfen hat

Der Rottweiler gehört zu den eher robusten Hunderassen, der jedoch nicht von Erbkrankheiten gänzlich verschont bleibt. Aufgrund seines Gewichts und des schnellen Wachstums von Junghunden können Gelenkerkrankungen wie Hüfgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie vorkommen, deren Auftreten über genetische Tests der Eltern eingeschränkt werden können.

Eher seltener aber scheinbar nur beim Rottweiler tritt eine Rückenmarkserkrankung auf, die nicht heilbar ist und bis zur Lähmung führen kann (Leukoenzephalomyleopathie).

Krebserkrankungen wie z.B. "Knochenkrebs" scheinen beim Rottweiler häufiger aufzutreten als bei anderen Hunderassen.

Neben gelegentlichen Augenerkrankungen ist der Rottweiler aber ansonsten eher eine gesunde Hunderasse.

Robustheit

Rottweiler zählen eher zu den gesunden und robusten Hunderassen, obgleich auch bei ihnen genetische Erkrankungen auftreten.

Krankheiten

Wenn ihr über den Kauf eines Rottweilers oder eines Rottweiler-Welpen nachdenkt, solltet ihr bei den Züchtern die rassespezifischen Erkrankungen ansprechen und euch die Gesundheitsprüfungen der Elterntiere zeigen lassen.

Die folgenden Erkrankungen treten bei Rottweilern häufiger als bei anderen Hunderassen auf:  

Weitere Erkrankungen, die zwar seltener, aber immer noch häufiger bei Rottweilern als bei anderen Hunderassen auftreten:

Verträgt Hitze

Rottweiler besitzen teilweise eine Unterwolle, was sie starke Hitze - wie bei den meisten Hunden - nicht sehr gut vertragen lässt.

Verträgt Kälte

Rottweiler vertragen Kälte relativ gut und kommen auch im Winter aufgrund ihrer teilweise vorhanden Unterwolle sehr gut zurecht.

Pflege

Aufgrund ihres glatten und relativ kurzen Fells benötigen Rottweiler keine besondere Fell-Pflege. Ohren, Augen, Zähne und Krallen sollten auch beim Rottweiler, so wie bei jedem Hund, regelmäßig gepflegt werden.

Baden

Baden ist bei Hunden und so auch bei Rottweilern eigentlich nicht nötig, es sei denn, sie riechen z.B. aufgrund von Wälzen in für uns übelriechenden Dingen wie Aas, Kot o.ä. unschön und bedürfen deshalb eines Bades.

Kämmen & Bürsten

Ein wöchentliches Bürsten des Rottweiler-Fells ist ausreichend. Zum Fellwechsel im Frühjahr und Herbst sollten Rottis dann mehrmals in der Woche gebürstet werden.

Haaren

Rottweiler haaren eher moderat. Im Frühjahr und Herbst zum Fellwechsel tritt naturgemäß wie bei fast allen Hunden ein verstärktes Haaren auf.

Schneiden & Trimmen

Ein Scheren und Trimmen ist unnötig für den Rottweiler.

Für Allergiker geeignet

Rottweiler verfügen über Unterwolle und unterliegen dem Fellwechsel. Sie haaren entsprechend und gehören nicht zu den hypo-allergenen Hunderassen. 

Sabbern

Manche Rottweiler können - insbesondere beim Anblick von Futter - zum Sabbern neigen.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf Übergewicht und schnelles Wachstum achten

Die Ernährung des Rottweilers hat, wie bei allen Lebewesen, einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit und sollte ausgewogen und natürlich sein.

Rottweiler fressen gern und es gut ihren Gelenken und Knochen gut, wenn sie kein Übergewicht haben, sondern auf ihre Linie geachtet wird.

Im Wachstum ist es besonders wichtig, auf eine gleichmäßige Wachstumskurve zu achten: Die Welpen dürfen nicht so schnell wachsen, damit die Knochen und Gelenke in ihrer Ausbildung gut mitkommen.

Verfressenheit

Ein Rottweiler sollte muskulös aber nicht behäbig und dick sein. Sie können durchaus verfressen sein und damit zu Übergewicht neigen.

Aussehen

Sportliche Kraftpakete in schwarz mit rotbraunen Abzeichen

Rottweiler sind mittelgroße bis große (56-68 cm Schulterhöhe, 40-53 kg Gewicht) sportliche Kraftpakete in schwarz mit rotbraunen, klar abgegrenzten Abzeichen. Es sind stämmige, gedrungene und kräftige Hunde, die dabei laut Zuchtstandard niemals schwerfällig, sondern kraftvoll, wendig und ausdauernd sein sollten.

Sie verfügen über kleine Schlappohren und eine meist nach oben geringelte Rute, die früher oft kupiert wurde, was heute zum Glück aus Tierschutzgründen verboten ist.

Augenfarbe

Die Augen des Rottweilers sind tiefbraun.

Fell

Rottweiler haben ein mittellanges, glattes Stockhaar, das eher als derb zu bezeichnen ist. Die Unterwolle befindet sich im Nacken und in der Taille.

Farbe

Rottweiler sind schwarz mit satten, rotbraunen und klar abgegrenzten Abzeichen (auch Brand genannt). Diese Färbung wird auch als schwarz-loh bezeichnet. Die rotbraunen Abzeichen befinden sich über den Augen, um den Fang herum, an der Halsunterseite und an der Brust, sowie an Läufen, Backen und an der unteren Rutenwurzel.

Geschichte und Herkunft

Rottweiler gäbe es nicht ohne die Alpenüberquerung der alten Römer

FCI Norm

Nummer: 147

Herkunft

Deutschland

Geschichte

Rottweiler gäbe es nicht ohne die Alpenüberquerung der alten Römer

Der Rottweiler ist eine der ältesten Hunderassen, seine Vorfahren gehen mit zurück bis in die Zeit, in der die Römer vor rund 2000 Jahren über die Alpen kamen. Die Römer hielten molosserartige Hunde als Hüte- und Treibhunde. Diese Hunde kamen mit den römischen Legionen über die Alpen, denn ihre Aufgabe war es, die Römer zu beschützen und die Viehherden, die zur Versorgung der Legionen dabei waren, zu treiben. Die Hunde wurden später von den Legionen entweder am Wegesrand gelassen oder kamen als Wachhunde auf di Außenposten der Römer.

Rottweiler sind Stammväter vieler Schweizer Hunderassen

Spannend zu wissen: Da die Route der Römer über die Alpen auch und den Gotthard-Pass führte, gelten diese römischen Molosser ebenfalls als Stammväter vieler Schweizer Hunderassen.

Der "Metzgerhund aus Rottweil" – Rottweil als Viehhandels-Zentrum

Im nördlichen Bereich der Feldzüge lag auch das heutige Deutschland, mit der Stadt Rottweil. Rottweil wurde während der nächsten Jahrhunderte einer der Hauptumschlagsplätze für den Viehhandel von Rindern und Schafen und wurde damit auch zum Namensgeber dieser deutschen Hunderasse, die auch "Metzgerhund aus Rottweil" genannt wird.

Zu den Aufgaben des Rottweilers gehörte nun primär das Treiben der großen Viehherden und die Bewachung seines Herrn und dessen Eigentum. Die Viehhändler lebten damals gefährlich, Räuber warteten auf ihren Wegen, deshalb banden die Händler ihre Geldbörsen angeblich gern um den Nacken ihrer Rottweiler. Rottweiler waren also Wach- und Schutzhunde und hatten in erster Linie die Qualitäten von Treib- und Herdenhunden. Man geht davon aus, dass sie im Laufe des 19.Jahrhunderts mit Hirtenhunden unterschiedlicher Arten verpaart wurden. Ausdauer, Intelligenz und Viehtreiben waren ihre wichtigsten Qualitäten.

Anfang 1900 sind Rottweiler fast ausgestorben – Polizeidienst rettet die Rasse

Mit dem Einsatz der Eisenbahn wurde das Viehtreiben immer überflüssiger, die großen Hunde waren teuer im Unterhalt und daher seltener als Haushunde anzutreffen, sie wurden aufgrund ihrer Stärke noch als Zughunde eingesetzt. Anfang 1900 war die Rasse so gut wie ausgestorben, bis ihre Fähigkeiten als Polizeihund entdeckt wurden.

Meilensteine in der Geschichte des Rottweilers:

  • 1907 der ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler Klub) wird gegründet, der nach wie vor für die Zucht des Rottweilers als alleiniger Zuchtverband im VDH anerkannt ist.
  • 1910 Anerkennung des Rottweilers als Polizeihunderasse
  • 1930er Jahre: Anerkennung beim TKC, AKC und CKC
  • 1955 endgültige Anerkennung der Rasse Rottweiler durch die FCI
  • 2000 Rottweiler werden in vielen Bundesländern auf Listen gefährlicher Hunderassen gesetzt.

Rottweiler im Überblick

Sportliche Muskelpakete und Türsteher mit sensiblem Kern

Rottis möchten gefallen und einer Aufgabe nachkommen. Sonst übernehmen die selbstbewussten und gelassenen Hunde gern das Ruder. Deshalb sind sie etwas für erfahrene und verantwortungsvolle Halter, die gern ihren Hund erziehen, Lust am Hundesport haben und sich über die überdimensionalen Schmusebacken im Haus freuen. Rottweiler sind pflegeleicht, doch werden sie erst mit drei Jahren erwachsen.

Auflagen

Rottweiler sind in diesen fünf Deutschen Bundesländern Listenhunde: 

Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge werden in manchen Bundesländern als gefährliche Hunde eingestuft und unterliegen damit entsprechenden Vorschriften. Zurzeit ist der Rottweiler in den folgenden Bundesländern als gefährlicher Hund in den Rasselisten eingestuft:

  • Bayern
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen 

(Stand: April 2021)

Rottweiler sind in zwei Schweizer Kantonen verboten, in zehn Kantonen bewilligungspflichtig:

In den folgenden zehn Schweizer Kantonen ist der Rottweiler bewilligungspflichtig:

  • Glarus
  • Fribourg
  • Solothurn
  • Basel-Stadt
  • Basel-Land
  • Schaffhausen
  • Aaargau
  • Thurgau
  • Tessin
  • Waadt

In den folgenden zwei Kantonen ist der Rottweiler verboten:

  • Wallis
  • Genf

(Stand: April 2021)

In Österreich benötigt ihr für einen Rottweiler in einem Bundesland einen Hundeführerschein, in einem anderen gibt es strengere Auflagen:

In Wien benötigt man für die Haltung eines Rottweilers einen Hundeführerschein. In Niederösterreich muss die Haltung des Rottweilers angezeigt werden und es gibt Maulkorb- und Leinenzwang an öffentlichen Orten. (Stand: April 2021)

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