Weiß-schwarzer Bolonka Zwetna

Bolonka Zwetna

Kleiner, verspielter und ein charmanter Menschenfreund

Der Bolonka Zwetna ist eine der wenigen kleinen Hunderassen, die aus Russland stammen. Der "bunte Schoßhund" ist sehr menschenbezogen, verschmust und verspielt. Da Bolonkas nicht haaren, sind sie auch für viele Allergiker geeignet, benötigen aber eine regelmäßige Fellpflege. Für ihre Größe sind Bolonkas, oder Bollis, wie sie liebevoll genannt werden, erstaunlich robust und ausdauernd. Aufgrund ihrer Klugheit lernen sie schnell.

Top Facts

  • Sehr sozial und freundlich: verträgt sich mit fast jedem
  • lebhaft und intelligent: lernt schnell, geht gern lange spazieren
  • langes Haar und kurze Beine = Fellpflege ist angesagt
  • Robuster und relativ gesunder Hund, Hände weg von Mini-Zuchten
  • Kälteempfindlich: Mantel im Winter kann von Vorteil sein
  • Neugierig und menschenbezogen: Alleinsein üben

Steckbrief Bolonka Zwetna

Größe
18,0 - 28,0 cm
Gewicht
3,0 - 5,0 kg
Lebenserwartung
13 - 16 Jahre
Verwendung
Gesellschafts- und Begleithund
Herkunft
Russland
Fell
Langes, seidiges Fell
Wesen
Lebhaft, anhänglich, freundlich

Charakter

Verspielt, charmant-freundlich, neugierig und selbständig

Der Rassestandard des VDH sagt über den Bolonka Zwetna folgendes aus: „Anhänglicher Hund mit lebhaftem Temperament und ausgeglichenem Charakter“. Das klingt erst einmal sehr gut, sagt mir aber nicht allzu viel, oder?

Bolonka Zwetnas sind sehr auf ihre Menschen fixiert und anhänglich. Dabei sind sie verschmust, fast immer gut gelaunt und freundlich. Neugierig und lebhaft wie sie sind, möchten sie ihre Menschen überall hin begleiten. Trotz ihres Temperaments können sie seelenruhig in eurem Schoß einschlafen. Und genau dafür wurden die "Schoßhündchen" auch über Jahrhunderte gezüchtet. Der Nachteil kann allerdings sein, dass sie ungern allein bleiben.

Wenn der Bolonka als Welpe behütet aufwachsen durfte und ausgeglichen ist, könnt ihr das Alleinbleiben langsam und konsequent mit ihm trainieren. Denn sicherlich muss der Kleine irgendwann einmal auch für ein paar Stunden alleinbleiben können und sollte dann nicht lautstark bellen, heulen und unglücklich sein.

Bollies sind von Natur aus etwas wachsam, sollten sie doch schon immer ihre Menschen vor fremden Geräuschen warnen. Sie neigen zwar nicht zum Kläffen, ohne Erziehung oder mit dem falschen Training könnt ihr sie dazu aber zum Bellen ermuntern. Das möchte sicher niemand, deshalb heißt es hier: wachsam bleiben und Kläffen schon früh entgegenwirken. Dann wird euer Bolonka ein wohlerzogener Hund, der wenig bellt.

Temperamentvoll, verspielt und schlau

Die Kleinen sind erstaunlich agil und neugierig. Sie erkunden mit euch voller Selbstbewusstsein die Welt. Da sie euch gefallen möchten und freundlich sind, sind sie mit etwas Konsequenz und Hundeverstand einfach zu erziehen und zu trainieren. Sie lieben Spiele wie z.B. Suchspiele und sind auch für den Hundesport geeignet. Meist steht spielerisches Lernen mit Spaß im Vordergrund. Tricks lernen die Kleinen begeistern und schnell. Im Hundesport sind sie für Agility, Ralley oder auch Obedience zu begeistern.

Für so einen kleinen Hund sind Bolonkas recht unabhängig, weshalb eine frühe Sozialisierung mit anderen Menschen, Hunden, Tieren und eben alles, was ihre Umwelt ausmacht, besonders wichtig ist. Sie vertragen sich gut mit anderen Hunden, wenn sie die unterschiedlichen Rassen früh und ohne schlechte Erfahrungen kennengelernt haben. Dazu solltet ihr ihnen die Möglichkeit geben und sie vor zu großen und ungestümen oder schlecht sozialisierten anderen Hunden schützen.

Beliebt bei Jung und Alt: ein perfekter Familienhund, wenn ihr sie gut erzieht und auslastet

Ihr freundliches und fröhliches Wesen macht Bolonkas bei Jung und Alt beliebt. Sie verstehen sich gut mit Kindern, sofern diese die kleinen Bollies nicht als Spielzeug ansehen und entsprechend artgerecht behandeln. Die Kinder sollten nicht zu klein sein, damit sie verstehen, wie sie einen Hund richtig behandeln und ihn nicht aus Versehen verletzen. Bolonka Zwetnas eignen sich dann sehr gut als Familienhunde oder auch für Senioren, die sich artgerecht mit ihnen beschäftigen.

Robust und temperamentvoll lieben Bolonkas tägliche Spaziergänge, auf denen sie etwas erleben können. Und diese solltet ihr ihnen auch ohne Leine und mit Begegnungen mit anderen Hunden gönnen. Die Energiebündel sind erstaunlich ausdauernd und gehen gern 1-2 Stunden mit euch spazieren. Dann erhaltet ihr sehr ausgeglichene und charmante kleine Begleiter, die zuhause gern mit euch schmusen.

Intelligenz

Bolonkas sind kluge kleine Hunde.

Aufmerksamkeit

Bolonkas sind sehr menschenbezogen und dabei neugierig und aufmerksam.

Energie

Bolonkas sind für ihre Größe erstaunlich aktiv und sportlich und benötigen im Erwachsenenalter täglich ihre 1-2 Stunden Auslauf um ausgeglichen zu sein.

Zeitaufwand

Der Pflegeaufwand für das Fell als auch der nicht zu unterschätzende Bewegungsdrang lassen den täglichen Zeitaufwand für den Bolonka nicht ganz gering werden. Allerdings begleitet dich der Hund gern überall hin und das sorgt schon für Bewegung.

Training

Da Bolonkas klug und sportlich sind, sind sie trotz ihrer geringen Größe sehr gut für Hundesport geeignet. Sie lassen sich gut trainieren und folgende Hundesportarten und Beschäftigungen bringen den meisten Bolonka Zwetnas riesigen Spaß:

Wohnungstauglichkeit

Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres menschenbezogenen Wesens sind Bolonkas sehr gut für die Haltung in der Wohnung geeignet. Welpen, Junghunde und Senioren oder kranke Hunde können problemlos die Treppen herauf und herunter getragen werden.

Im Gegensatz zu anderen kleinen Hunderassen neigt der Bolonka zwar nicht zum Kläffen aber es sollte konsequent und liebevoll trainiert werden, wann der Bolli Geräusche melden darf. Sonst könnte er zum Bellen neigen, was natürlich die Nachbarn nicht erfreuen dürfte. Das Alleinsein in der Wohnung sollte gut trainiert werden, denn der "Bolli" ist gern bei seinem Menschen.

Genehmigung vom Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft

Grundsätzlich solltet ihr für die Haltung in der Wohnung eine schriftliche Genehmigung des Vermieters oder im Falle einer Eigentumswohnung von dem Eigentümer oder der Eigentümergemeinschaft haben. 

Treue & Ergebenheit

Bolonkas sind ausgesprochen menschenbezogen und sind ihren Besitzer gegenüber sehr loyal, treu und anhänglich.

Jagdtrieb

Als Schoß- und Begleithund liegt es dem Bolonka Zwetna nicht im Blut zu jagen. Daher sollte sein Jagdtrieb rassespezifisch sehr niedrig sein.

Alleinsein

Sofern der Bolonka von jung auf an das Alleinsein ohne Ängste zu entwickeln üben konnte, kann er auch mal gut allein bleiben. Allerdings möchten die menschenbezogenen Hunde am liebsten überall dabei sein und sind dafür im Grunde auch gezüchtet worden. Deshalb ist es wichtig, das Alleinsein behutsam und konsequent mit dem Bolonka zu üben.

Hunde sollten generell nicht über einen längeren Zeitraum als vier Stunden alleingelassen werden.

Bellen

Bolonkas wird von Natur aus keine große Bellfreudigkeit nachgesagt. Sie sind aufmerksam, neugierig und wachsam.

Ob der Bolonka viel bellt ist eher eine Sache der Erziehung. Bei kleinen Hunden besteht generell eine höhere Gefahr, dass sie z.B. aus Angst vor großen Hunden oder von Menschen aus Versehen getreten zu werden, beginnen zu bellen.

Es gibt sowohl ruhige als auch leider etwas kläffige Bolonkas. Es sollte aber mit konsequent-liebevollem Training, Geduld und vor allem einer frühen Sozialisierung gut in den Griff zu bekommen sein.

Wachsamkeit

Auch wenn Bolonkas Fremden gegenüber meist freundlich gestimmt sind und gern mit ihnen spielen, so können in ihnen doch sehr gute Wachhunde stecken. Sie wurden schon immer nicht nur als Begleithunde sondern auch als Wachhunde gezüchtet.

Beschützer

Einen guten Beschützer geben die kleinen Bolonkas trotz ihrer Wachsamkeit nicht ab.

Verträglich mit Hunden

Bolonkas haben so gut wie kein Aggressionspotenzial und sind anderen Hunden meist sehr aufgeschlossen und freundlich gegenüber. Da sie sehr klein sind, ist es gerade wichtig, sie behutsam auch mit gut sozialisierten großen Hunden früh in Verbindung zu bringen und sie keine schlechten Erfahrungen sammeln zu lassen. Vor zu großen und ungestümen Hunden solltet ihr ihn aber beschützen. Am besten, indem ihr den großen Hund abblockt und eurem Kleinen Schutz zwischen euren Beinen gebt.

Für eine artgerechte Haltung sollte euer Bolli täglich frei laufen und auch anderen Hunden begegnen können.

Verträglich mit Tieren

Ob sich Bolonkas mit anderen Haustieren wie Katzen oder Nagern vertragen ist - wie bei allen anderen Hunderassen - eine Frage der Gewöhnung und der frühen Sozialisierung.

Da Bolonkas rassespezifisch keinen Jagdtrieb besitzen sollten sie sich gut an andere Haustiere gewöhnen können. Allerdings sind sie den Katzen körperlich unterlegen und benötigen im Zweifel Schutz vor der Katze.

Kinderfreundlich

Bolonkas sind die perfekten Familienhunde. Da sie sehr klein sind, sollten die Kinder nicht zu klein sein und der Hund immer die Möglichkeit haben, sich zurück ziehen zu können.

Verträglich mit Fremden

Bolonkas sehen in Fremden sehr gern Spielkameraden, mit denen sie ausgiebig spielen können. Allerdings besitzen einige auch eine Wachsamkeit, die Fremde erst einmal ankündigen und daher etwas reservierter reagieren.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Recht robust und gesund

Bolonka Zwetnas sind eine noch relativ ursprüngliche, gesunde und robuste Hunderasse. Bei Bolonkas kommen Erkrankungen wie die Patella Luxation oder auch Augenerkrankungen und Ohrenentzündungen häufiger als bei anderen Hunderassen vor.

Qualzucht Mini-Bolonka, Teacup-Bolonka: Warum zu klein viel Leid für die Hunde bedeutet

Bolonkas sind mit einem Gewicht von 3-4 kg bereits sehr kleine Hunde, die zu der Toy-Gruppe zählen. Die verantwortungslose oder unwissende Nachfrage nach immer kleineren Hunden, führt zu unglaublicher Tierquälerei und großem Leid der Tiere. Denn die kleinen Hunde sind sehr krank und leben oft nicht lange. Da sie keiner verantwortungsvollen Zucht, sondern nur Profitgier entspringen, werden die Elterntiere auch entsprechend behandelt.

Wählt einen Bolonka mit mindestens 2,5kg und über 22cm Größe

Laut Zuchtstandard des VDH soll ein Bolonka zwischen 3-4 kg Gewicht und bis 26cm Größe liegen. Das ist bereits ein sehr kleiner Hund. Sicherlich kommt es auch bei verantwortungsvollen Züchtern immer wieder einmal zu einem Hund, der ausgewachsen kleiner ist. Doch sie züchten mit diesen Hunden nicht weiter. 

Was sind die Folgen von Zwerg-Zuchten für den Bolonka?

Je kleiner die Hunde sind, desto häufiger leiden sie unter gesundheitlichen Problemen auf ganzer Linie. Nicht nur, dass die kleinsten häufig die schwächsten Hunde sind, auch wird der Genpool immer kleiner, so dass mit Gendefekten zu rechnen ist. Generell kämpfen sie mit folgenden Erkrankungen und Problemen:

  • Die Kleinen unterzuckern sehr schnell, was lebensgefährlich ist.
  • Oftmals funktionieren die Organe und insbesondere der Magen-/Darmtrakt nicht mehr ordentlich, denn er ist im Verhältnis stark verkürzt.
  • Häufig geht mit dem Verzwergungs-Gen ein hohes Risiko von Bandscheibenvorfällen einher.
  • Das Nervensystem erkrankt und es kommt zu einem Dauerzittern.
  • Auch der Knochenaufbau funktioniert nicht sauber, es entstehen Gelenksprobleme und Schmerzen.
  • Die Zähne passen nicht mehr in das kleine Maul und es kommt zu starken Fehlstellungen.

Dies sind nur einige Beispiele und alles sehr traurige Merkmale von Qualzuchten. 

Worauf sollte ich beim Kauf eines Bolonka Zwetna-Welpen achten?

  • Wählt einen Züchter, den ihr besuchen könnt und bei dem ihr mindestens das Muttertier mit den Welpen sehen könnt.
  • Kauft keine Welpen aus dem Internet und lasst euch diese nicht wie einen Gegenstand per Post schicken!
  • Wählt verantwortungsvolle Züchter, bei denen die Hunde im Haus mit der Familie aufwachsen
  • Nehmt keine Mini-Bolonkas, sondern Hunde, die ausgewachsen mindestens 2,5kg wiegen werden und 22cm groß sein werden.
  • Fragt den Züchter nach den rassespezifischen Erkrankungen und nach entsprechenden Gesundheitsprüfungen der Elterntiere.

Robustheit

Ein Bolonka Zwetna aus einer verantwortungsvollen Zucht, in der die Erbkrankheiten geprüft und ausgeschlossen wurden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr robuster und gesunder Hund.

Für ihre Größe sind Bolonkas erstaunlich robust. Allerdings sollte man sie vor zu großen und mit Pech schlecht sozialisierten Hunden, vor Kindern, die nicht gelernt haben mit Hunden umzugehen und vor Menschenmassen, in denen sie leicht übersehen werden, gut schützen.

Krankheiten

Die folgenden Erkrankungen kommen beim Bolonka Zwetna häufiger als bei anderen Hunderassen vor. Da Bolonka Zwetnas eine noch sehr junge Hunderasse sind, sind allerdings auch nicht so viele Statistiken zu Krankheiten bekannt.

Manche der Erkrankungen können vom Züchter bei den Elterntieren getestet oder tierärztlich untersucht werden, um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens bei den Welpen zu verringern. Lasst euch vom Züchter zeigen, worauf die Elterntiere getestet wurden und fragt nach den rassespezifischen Erkrankungen und Gesundheitszeugnissen.



Verträgt Hitze

Bolonkas können Hitze zwar ganz gut vertragen, haben aber ein nicht zu unterschätzen dickes Fell mit Unterwolle, was bei hohen Temperaturen ungünstig sein kann.

Verträgt Kälte

Bolonka Zwetnas können aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Unterwolle Kälte recht gut vertragen.

Pflege

Das Haarkleid des Bolonka Zwetnas ist recht pflegeintensiv und will täglich gebürstet und gekämmt werden, da es sonst schnell verfilzen kann.

Die Ohren müssen gerade bei Hunderassen mit Hängeohren regelmäßig überprüft und gereinigt werden. Beim Bolonka kann es gut sein, dass die Ohren von Haaren befreit werden müssen, um eine bessere Belüftung der Ohren zu erreichen.

Zur regelmäßigen Pflege gehört auch das Kontrollieren und ggf. Reinigen der Augen. Aufgrund der langwachsenden Haare solltet ihr immer darauf achten, dass die Haare nicht in die Augen kommen können. Denn Augenreizungen oder gar Entzündungen sind die Folge. Deshalb ist es am besten, die Haare um die Augen herum kurz zu halten oder sie mit einem Zopf auf dem Kopf zusammen zu binden.

Die Kontrolle und ggf. das Kürzen der Krallen.

Baden

Bolonkas müssen im Grunde nicht gebadet werden, es sei denn, sie haben sich in etwas Übelriechendem gewälzt, was diese Prozedur nötig macht. Dies dann aber eher aus Sicht des Besitzers als aus Notwendigkeit für den Hund.

Kämmen & Bürsten

Das Haarkleid des Bolonka Zwetnas muss täglich gekämmt und gebürstet werden, da es sonst sehr schnell verfilzen kann. Diese Prozedur sollte der Hund von Welpe auf an gewöhnt sein, da die meisten Hunde dies gar nicht lieben.

Haaren

Bolonkas haaren so gut wie gar nicht, da ihr Haarkleid keinem Fellwechsel unterliegt. Die Unterwolle muss aber regelmäßig ausgekämmt werden.

Schneiden & Trimmen

Bolonka Zwetnas müssen eigentlich nicht geschoren werden. Ihr Haar wächst häufig ab einer bestimmten Länge nicht mehr. Allerdings kann es sinnvoll sein, das Haar kürzer zu schneiden, insbesondere um die Augen herum, die sich sonst leicht entzünden können. Auch am After kann eine Kürzung des Haares aus hygienischen Gründen sinnvoll sein. Ebenso muss die Unterwolle aus den Ohren gezupft werden, damit die Ohren besser durchlüftet sind und sich nicht entzünden.

Für Allergiker geeignet

Ist der Bolonka Zwetna ein Antiallergiker-Hund, also ein hypoallergener Hund?

Es gibt keine Hunderasse, die zu 100% hypoallerg ist, die also keine Allergien beim Menschen auslösen kann. Die meisten Menschen reagieren jedoch nicht auf die Hundehaare allergisch, sondern auf Proteine in Hautschuppen oder andere Stoffe, die an den Haaren haften, wie Schweiß, Talg, Speichel, Kot oder Urin.

Diese Partikel werden mit den Haaren und mit dem Staub in der Luft verbreitet. Bei Hunden, die nicht haaren, wie dem Bolonka Zwetna, ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen nicht allergisch auf sie reagieren wesentlich höher als bei anderen Hunderassen.

Viele Menschen, die sonst auf Hunde allergisch reagieren, haben wenige bis keine allergische Reaktionen auf Bolonkas, sollten dies aber immer individuell vorher ausprobieren und testen.

Sabbern

Bolonkas sabbern nicht, denn sie haben eine relativ lange Schnauze (mindestens ein Drittel der Kopflänge).

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf die Linie achten

Die Ernährung des Bolonka Zwetnas hat, wie bei allen Lebewesen, einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit.

Da die kleinen Hunde recht verfressen sind, aber nur geringe Mengen an Futter pro Tag benötigen, solltet ihr darauf achten, sie nicht zu überfüttern.

Auch Leckerlis sind für die Kleinen bereits eine dicke Zwischenmahlzeit, die ihr von der täglichen Futterration abziehen solltet. 


Verfressenheit

Bolonkas können durchaus recht verfressen sein. Gerade bei so kleinen Hunden solltet ihr unbedingt darauf achten, ihnen nicht zu viel Futter oder Leckerlis zu geben. Wie jeder Hund sollten sie nicht überfüttert werden, da dies zu gesundheitlichen Schäden führen und ihr Leben verkürzen kann.

Aussehen

Gut proportionierter, kleiner Hund

Der Bolonka sollte laut Rassestandard des VDH eine Größe von 26cm und ein Gewicht von 4 kg nicht überschreiten. Damit zählt der Bolonka zu den Toy-Hunderassen. Bis zu 28cm Höhe und 5 kg Gewicht sind aber noch erlaubt bzw. kommen in der Zucht durchaus vor.

Der kleine Hund ist dabei gut proportioniert: Seine Länge darf maximal 15% größer sein als die Höhe (Widerrist). Der Fang soll etwas mehr als ein Drittel der Kopflänge ausmachen, was ihn sehr gut atmen lässt.

Das Haarkleid des Bolonka's ist lang, weich und wellig bis gelockt. Es besitzt eine dicke Unterwolle. Es unterliegt keinem Fellwechsel, sondern wächst bis zu einer bestimmten Länge. Bolonkas sind in fast allen Farben zu finden, außer in weiß. Durch das üppige Haarkleid und die auffallenden, individuellen Farben (sie dürfen nicht weiß wie der Bolonka Franzuskas sein und sollen auch laut Zuchtverordnung in den Farben weder den Shih Tzus noch Pudeln ähneln), wirken die kleinen ehemaligen Zarenhunde geradezu majestätisch. Die stark behaarte Rute ist hoch angesetzt und wird auf oder über dem Rücken getragen, wobei die Schwanzspitze den Körper berühren soll. Die mittelgroßen Hängeohren sind stark behaart und mittelhoch angesetzt.

Der sehr lebhafte, niedliche und freundliche Gesichtsausdruck lässt dem Bolonka schnell die Herzen zufliegen.

Augenfarbe

Die Augen der Bolonka Zwetnas sind meistens sehr dunkelbraun. Bei leberfarbenen Hunden können sie aber auch hellbraun sein.

Fell

Das Haarkleid des Bolonka Zwetnas ist sehr lang, seidig weich, dicht und sollte glänzen. Bolonkas haben eine gut entwickelte Unterwollen, was sie Kälte gegenüber unempfindlich macht. Das dichte Haarkleid unterliegt keinem Fellwechsel und hört meist ab einer bestimmten Länge auf zu wachsen. Es fällt in Locken oder auch Wellen, wobei nach Rassestandard große Locken bevorzugt werden.

Hoher Pflegeaufwand für das lange seidige Fell

Da das Fell leicht verfilzt, muss es täglich gut durchgekämmt oder gebürstet werden. Die Unterwolle muss gezupft und gekämmt werden und nur in seltenen Fällen muss das Fell des Bolonka auch geschnitten werden. Dies wird beispielsweise nötig, wenn es verfilzt ist oder an bestimmten Stellen wie Augen, Pfoten oder After aus hygienischen, optischen oder auch gesundheitlichen Gründen stört.

Farbe

Laut Zuchtstandard ist im Grunde jede möglichst individuelle Farbe erlaubt, mit folgenden Ausnahmen: Der Bolonka Zwetna darf nicht rein weiß sein (das wäre der Bolonka Franzuska) und es ist keine Scheckung erlaubt.

Farben, die dem Shih Tzu oder Pudeln ähneln sind ausdrücklich laut Rassestandard unerwünscht. Kleine weiße Abzeichen z.B. auf der Brust oder/und an den Zehen werden toleriert.

Bolonka Zwetna bedeutet nicht umsonst "Buntes Schoßhündchen", denn sie kommen in vielen Farben vor: 

  • Creme
  • Champagner
  • Beige,
  • Gold,
  • Grau,
  • Braun,
  • Rotbraun,
  • Schwarz

Auch zweifarbig kommen Bolonkas häufig vor, so z.B.

  • Black & Tan (Schwarz mit braunen Abzeichen)
  • Brown & Tan (Braun mit braunen Abzeichen)

Ebenfalls dreifarbig (tricolor) ist bei Bolonkas erlaubt.

Von Merlefarbenen Bolonkas sollte aus Gesundheitsgründen Abstand genommen werden. Sie basieren auf einem Gendefekt, der weitere Krankheitsbilder nach sich ziehen kann. Diese kommen zwar nur zum Tragen, wenn beide Elterntiere das Gen tragen, deshalb sollen niemals zwei Genträger verpaart werden.

Gut zu wissen: Die meisten Bolonkas ändern ihre Farbe im Laufe ihres Lebens und hellen mit dem Alter auf. Es gibt einen "Deutschen Bolonka", bei dem auch weiß als Farbe und als Scheckung erlaubt sind.

Geschichte und Herkunft

Das bunte Schoßhündchen - ein Russisches Zarenhündchen

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

Russland

Geschichte

Der Bolonka Zwetna ist aus den Bolonka Franzuskas (französische Schoßhündchen) entstanden. Bereits während der Renaissance waren kleine weiße Schoßhunde beim französischen Adel ausgesprochen beliebt. Als begehrte Geschenke gelangten sie auch zum russischen Adel. Diese kleinen Hunde waren Bolonka Franzuskas, die eine Ähnlichkeit mit dem Bichon Frisé und dem Bologneser haben. Auch die russische Zarin Katharina die Große soll gleich mehrere Bolonkas besessen haben, weshalb sie auch "Russische Zarenhündchen" genannt werden.

Die Bolonka-Zucht begann nach dem Zweiten Weltkrieg

Mit Beginn der russischen Revolution (1917-1923) und in der folgenden Zeit des Kommunismus starben diese als "Adelshunde" nun unbeliebt gewordenen kleinen Hunde fast aus. Aber zum Glück nicht ganz, so dass in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg auch wieder kleine Hunde in Russland gezüchtet wurden. Man züchtete mit Bolonka Franzuska (Bolognesern) und weiteren kleinen Hunderassen, die trotz Importverbot von Hunden zur Verfügung standen: Shih Tzu, Lhasa Apso und einige vermuten auch Zwergpudel und Pekingesen. 1964 wurde der erste Rassestandard des Bolonka Tsvetnaya in Russland erstellt, der 1966 in Russland bestätigt wurde.

In der ehemaligen DDR wird aus dem Bolonka Tsvetnaya der Bolonka Zwetna

In den 1980er Jahren wächst die Popularität der Rasse, es entstehen Vereine und Züchter für den Bolonka Tsvetnaya. Zu Beginn der 1980er Jahre kommen die ersten Bolonka Tsvetnaya in die damalige DDR. Hier wurden sie in den folgenden Jahren gezüchtet und Bolonka Zwetna genannt. Mit der Öffnung der russischen Staaten und schließlich mit dem Mauerfall kam auch der Bolonka Zwetna in viele westliche Länder und wurde sowohl in Deutschland als auch später in den USA immer beliebter. Der Standard wurde 1997 von der Russischen Kynologischen Föderation anerkannt. 

In Deutschland eine sehr junge Hunderasse

2011 wurde der Bolonka Zwetna von dem VDH anerkannt. Der weiße Bolonka Franzuska wurde dagegen in den 1980er und 1990er Jahren dem Bolgoneser als Rasse zugeordnet. Von der FCI, dem Britischen Kennel Club und auch vom Amerikanischen Kennel Club ist der Bolonka nicht anerkannt. Insofern gibt es bei dieser Rasse auch keine reinen Showlinien, die häufig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Meilensteine in der Zuchtgeschichte des Bolonka Zwetna in der Übersicht: 

  • 1951 Beginn einer planmäßigen Zucht in Russland
  • 1964 Aufstellung des ersten Rassestandards
  • 1966 Bestätigung des Rassestandards durch den kynologischen Rat des sowjetischen Landwirtschaftsministeriums
  • 1973 Gründung der Moskauer Gesellschaft der Hundeliebhaber
  • 1980er Jahre wächst die Popularität der Rasse, der nationale Zuchtverein wird gegründet

Bolonka Zwetna im Überblick

Bolonka - fröhlicher und sportlicher Toy-Hund

Der Bolonka Zwetna ist ein kleiner, dabei robuster und liebenswürdiger Hund, der sehr verschmust ist und zu recht immer beliebter wird. Seine Sportlichkeit sollte man nicht unterschätzen. Das längere Fell benötigt regelmäßige Pflege.

Auflagen

Aufgrund ihres geringen Gewichtes und ihrer gesunden Körperproportionen (die Schnauze misst mindestens ein Drittel der Kopflänge), sind Bolonka Zwetnas im Grunde auch bei so gut wie allen Fluglinien im Passagierraum erlaubt.

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