Berner Sennenhund

Berner Sennenhunde: Freundliche Teddybären & ausdauernde Arbeiter

Die gutmütigen und anhänglichen großen Schweizer Sennenhunde mit dem treuen Blick brauchen die Nähe zu ihren Menschen und können bei einer konsequent-liebevollen Erziehung tolle Familienhunde sein. Die Bärlis, wie sie von den Schweizern liebevoll genannt werden, freuen sich über Aufgaben und lange Wanderungen, bei denen es auch gemütlicher zugehen darf. Als ehemalige Hofhunde sind Berner Sennenhunde wachsam und mutig. Einzige Wermutstropfen sind: Sie haaren stark und die Rasse hat gesundheitliche Herausforderungen.

Top Facts

  • Großer Teddy-Bär und Gemütshund: kann stur reagieren
  • Sensibel: Gutmütig, freundlich, liebevoll
  • Ursprünglicher Wachhund: Wachtrieb will erzogen sein
  • Anhänglich: sucht die Nähe zu seinen Menschen
  • Stark und ausdauernd: benötigt viel Bewegung
  • Familien- und Begleithund: konsequent-liebevolle Erziehung

Steckbrief Berner Sennenhund

Größe
58,0 - 70,0 cm
Gewicht
31,0 - 50,0 kg
Lebenserwartung
7 - 9 Jahre
Verwendung
Familien-, Begleit- und Arbeitshunde
Herkunft
Schweiz
Fell
Mittellanges, dreifarbiges Fell
Wesen
Gutmütig, freundlich

Charakter

Gehen gutmütig und anhänglich mit wachsam und mutig zusammen?

In den Rassebeschreibungen der FCI und des VDH wird der Berner Sennenhund als gutmütig und anhänglich gegenüber seinen Menschen beschrieben. Deshalb sei er heutzutage insbesondere als Familienhund geeignet. Gleichzeitig sind die Anlagen als Wach-, Treib- und Zughund noch vorhanden und er ist wachsam und furchtlos, mindestens aber sehr selbstsicher gegenüber Fremden.

Auch ein Berner Sennenhund wird nicht erzogen geboren!

Und genau hier können Probleme im täglichen Leben insbesondere auch mit einer Familie auftreten. Bei einigen Zuchtlinien und natürlich auch ganz individuell bei einzelnen Hunden kann dieser Schutzinstinkt stärker ausgeprägt sein als du es dir wünschst. Deshalb ist es so wichtig, auf eine frühe Sozialisierung und eine konsequente Erziehung zu achten, um den Hund an ein höfliches Familienleben zu gewöhnen und ihm Grenzen aufzuzeigen.
Berner Sennenhunde sind laut Rassestandard und Geschichte als Bauernhunde selbstsicher, mutig und sie sind es gewohnt, eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Für mich bedeutet dies aber auch: Überlässt du den Hund mehr sich selbst, kann er Entscheidungen treffen, die dir nicht gefallen. 

Deshalb ist es wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, ihn zu beschäftigen und zu konsequent zu erziehen. Da Berner Sennenhunde Spätentwickler sind, werden sie erst mit 2-3 Jahren erwachsen. Die Phase der Erziehung dauert also länger als bei anderen Hunderassen.

Obgleich Berner Sennenhunden ein mittleres Temperament nachgesagt wird, können sie gerade in der Pubertät gut aufdrehen. Und wer kann schon ein 50kg-Baby gut handeln, wenn es an der Leine zieht?

Aber es gibt auch Züchtungen, die insbesondere wenn sie überfüttert werden, geradezu tranig langsam werden können. Und viele der Berner Sennenhunde neigen dazu, verfressen zu sein. Einen Gefallen tust du ihnen bei Überfütterung aber nicht, da dies auf Gelenke und Gesundheit geht. Die sportlicheren Berner Sennenhunde benötigen dagegen regelmäßig viel Bewegung und auch Aufgaben, die sie mental fordern. Dann können sie die ausgeglichenen und gutmütigen Hunde sein, die sich viele für ihre Familie wünschen.

Lange Bewegung braucht er, aber es darf etwas gemütlicher zugehen

Berner Sennenhunde bewegen sich gern, aber eben nicht auf Tempo. Sie sind nicht die Spitzensportler unter den Hunderassen, aber sie bewegen sich sehr gern mit ihren Menschen.

Joggst du gern oder unternimmst du gern lange Radtouren? Dann ist der Berner Sennenhund leider kein geeigneter Begleiter für dich. Berner Sennenhunde lieben dagegen lange Spaziergänge und Wanderungen, sie spielen gern.

Der Berner freut sich über Aufgaben und sinnvolle Beschäftigungen

Das "Bärli" ist ein Arbeitshund und freut sich über sinnvolle Beschäftigungen. Er arbeitet gern mit und für seinen Menschen. Als gute Allrounder sind sie für viele Hundesportarten und Beschäftigungen, die nicht gerade wie Agility auf Schnelligkeit, Wendigkeit und viele Sprünge ausgelegt sind.

Sensibel und selbständig arbeitet er gern über Belohnung. Bei Zwang und Unverständnis kann er aber auf stur schalten

Berner Sennenhunde sind große, kräftige und schnell wachsende Hunde. Die "Bäris", wie sie liebevoll genannt werden, sind zwar sehr gutmütig, aber sie benötigen schon allein aufgrund ihrer Körpergröße eine konsequente Erziehung. In ihrer Sturm- und Drangzeit können sie durchaus temperamentvoll und bei fehlender Konsequenz auch stur und eigen sein.

Berner Sennenhunde waren als ehemalige Hofhunde sehr selbständig arbeitende Hunde. Daher sind sie keine Hunde, die sich leicht unterordnen. Sie arbeiten aber sehr gern, wenn sie einen Sinn darin erkennen. Auf Druck und Zwang können sie sehr stur reagieren, positive Bestärkung motiviert sie wie alle Hunde sehr. Berner Sennenhunde lernen eher langsam, dafür aber gründlich. Sie möchten ihren Menschen gefallen und Aufgaben für sie lösen.
Wirklich gar kein Jagdtrieb?

Berner Sennenhunde wird nachgesagt, keinen Jagdtrieb zu haben. Aber stimmt das?

Definitiv ist der Berner Sennenhund kein Jagdhund. Als Bauernhund sollte er auch nicht wildern, so dass dies häufig in der Zucht ausselektiert wurde. Als Treibhunde von Vieh reagieren sie aber auf Bewegung von Wild und es gibt durchaus Berner Sennenhunde, die Wild hinterherjagen. Es ist aber die Ausnahme und sollte mit einem guten Training schneller als bei anderen Hunderassen in den Griff zu bekommen sein.

Und wie sieht es mit der Verträglichkeit mit anderen Hunden aus?

Als Gemütshund bringt den Berner Sennenhund wenig aus der Ruhe. Die meisten Berner sind auch sehr verträglich mit anderen Hunden und haben eine hohe Reizschwelle. Häufig zeigen sie sich freundlich bis desinteressiert an anderen Hunden im Freilauf und dabei recht gutmütig.
Dies muss aber z.B. nicht für Jungrüden gelten, die auf andere Rüden durchaus selbstbewusst und dominant zugehen können. Wenn Berner auch nicht als angriffslustig gelten, so gehen sie einem Kampf aber auch nicht aus dem Weg. Für einen verträglichen Hund sind frühe Sozialisierung und eine gute Erziehung die besten Voraussetzungen.

Menschenbezogen und anhänglich

Berner Sennenhunde sind sehr menschenbezogen und möchten den größten Teil des Tages mit ihren Menschen zusammen verbringen. Als Hofhunde sind sie es gewohnt, Menschen den ganzen Tag um sich zu haben. Und dies sollten sie auch: Ein Zwinger oder ein Dasein, bei dem sie tagsüber regelmäßig viel allein sind, ist nichts für die anhänglichen und sensiblen Riesen. Daher sollte das Alleinsein auch früh trainiert werden. Hunde sollten generell nicht länger als vier Stunden am Stück allein bleiben, dies sollte beim Berner Sennenhund die Ausnahme bleiben.

Berner Sennenhunde hinterlassen Spuren im Haus – hier ist deine Toleranz gefragt

Ein großer und langhaariger Bär wie der Berner Sennenhund bringt nach ausgiebiger Bewegung im Freien recht viel Schmutz mit ins Haus. Gerade in regnerischen Zeiten bleibt gern viel Dreck an seinem Fell und seinen großen Pfoten hängen. Auch im Sommer verfängt sich gern die eine oder andere Pflanze in seinem dicken Pelz.

Während des Fellwechsels, der zweimal im Jahr vorkommt, fliegen größere Haarbüschel im Haus herum. Diese kannst du durch tägliches Bürsten des Hundes während des Fellwechsels aber gut in den Griff bekommen.

Er kann ein fantastischer Familienhund sein, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen

Da Berner Sennenhunde extrem gutmütig gegenüber Kindern sind und generell ein freundliches Naturell besitzen, können sie fantastische Familienhunde werden. Dies ist jedoch keiner Rasse von Anfang an in den Hundekorb gelegt. Unter folgenden Voraussetzungen kann dies gerade bei Berner Sennenhunden aber sehr gut funktionieren.

Die folgenden Fragen solltest du dir daher stellen:

  • Wurden die Welpen beim Züchter schon mit Kindern und anderen Menschen sozialisiert? Dies ist wichtig, damit der Welpe darauf geprägt wird.
  • Die gutmütigen Riesen sehen zwar wie Teddies aus, sind aber kein Kinderspielzeug und sollten als Hunde ernst genommen werden. Wie bringst du deinen Kindern bei, verantwortungsvoll mit dem Hund umzugehen?
  • Berner Sennenhunde sind von Natur aus wachsam und schützen ihre Familie gern vor Fremden. Wie trainierst du den freundlichen Umgang mit anderen Kindern und Menschen die euch besuchen kommen?
  • Berner Sennenhunde sind Spätentwickler, wachsen aber sehr schnell vom niedlichen Welpen zum temperamentvollen Halbstarken. Hast du die Zeit und Lust, den Hund in den ersten 1-2 Jahren konsequent zu erziehen und dich mit ihm zu beschäftigen?
  • Gerade in der ungestümen Jugend kann der Berner Sennenhund körperlich recht fordernd werden. Sei es nur, dass er aus Freude auf alle zu rennt oder sie im Spiel anrempelt. Für Kinder und Senioren kann das fordernd werden. Wie gehst du damit um?
  • Als Arbeitshund braucht der Berner Sennenhund eine Aufgabe, die sowohl seinen Kopf als auch seinen Körper fordert. Bleibt dir dafür genug Zeit?

Berner Sennenhunde können also ganz fantastische Familien- und Begleithunde sein, die es lieben, ihre Menschen den ganzen Tag um sich zu haben. Voraussetzung ist aber eine gute Sozialisierung und eine konsequent liebevolle Erziehung, denn auch ein Berner Sennenhund wird nicht erzogen geboren. Als Arbeitshunde lieben sie eine sinnvolle Beschäftigung und viel Bewegung. Dann sind sie die ausgeglichenen, freundlichen und gutmütigen Hunde, die sich viele wünschen.

Intelligenz

Berner Sennenhunde kooperieren gern mit dem Menschen und möchten ihren Menschen gefallen. Sie lernen nicht so schnell, aber was sie gelernt haben, vergessen sie nie.

Aufmerksamkeit

Berner Sennenhunde sind aufmerksam und möchten gern für ihre Menschen arbeiten. Sie lassen sich mit positiver Bestärkung in Form von Lob und Leckerlis gut motivieren.

Energie

Berner Sennenhunde sind zwar groß und gemächlich, aber sie sind ausdauernde Arbeithunde. Wenn sie auch nicht zu den Athleten unter den Hunderassen gehören, so benötigen sie Auslauf in Form von langen Spaziergängen oder Wanderungen, um fit zu bleiben. Bewegung, Spiel und Hundesport bekommen.

Zeitaufwand

Ausgewachsene Berner Sennenhunde sollten täglich die Möglichkeit für 1,5-2 Stunden Bewegung, Spiel und Hundesport bekommen. Ihr langes Fell sollte regelmäßig gekämmt werden, insbesondere während des Fellwechsels.

Training

Berner Sennenhunde sind zwar keine Spitzensportler, aber sie arbeiten gern mit ihren Menschen. Berner Sennenhunde bewegen sich gern und viel, aber nicht unbedingt schnell. Lange Wanderungen sind für sie ideal, ihre Menschen beim Joggen oder Fahrradfahren zu begleiten ist dagegen nichts für die schweren Hunde. Sie eignen sich als gute Allrounder für viele Hundesportarten und Beschäftigungen, die nicht gerade wie Agility auf Schnelligkeit, Wendigkeit und viele Sprünge ausgelegt sind.

Viele Berner Sennenhund sind geeignet für folgende Hundesport-Arten: 

  • Begleithundprüfungen
  • Mobility
  • Nasenarbeit wie: Fährten, Futter-Dummytraining
  • Obedience
  • Rallye Obedience
  • Mantrailing
  • Lehrhunde in der Schule, damit Kinder den Umgang mit großen Hunden lernen
  • Therapiehunde
  • Zughunde-Sport
    Da Berner Sennenhunde früher die Milchkarren der Bauern zogen, sind sie auch für ähnliche Sportarten geeignet. Oder wie der Schweizer sagt: "Wägeli ziehen liegt dem Bäri im Blut"

Wohnungstauglichkeit

Berner Sennenhunde sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts nicht dafür geeignet, täglich mehrmals Treppen steigen zu müssen. Dies schädigt insbesondere während des Wachstums aber auch auf Dauer ihre Gelenke.

Eine Wohnung, die im höheren Stockwerk liegt und zu der kein Fahrstuhl führt, ist für einen Berner Sennenhund daher ungeeignet. Mit 31-50kg sind die Hunde auch als Welpen und Junghunde oder im Alter oder bei Krankheit zu schwer, um getragen zu werden. Daher sind Berner Sennenhunde für Wohnungen in höheren Etagen ungeeignet.

Führt ein Fahrstuhl zu der Wohnung oder liegt sie im Erdgeschoss, so kann ein Berner Sennenhund zur Not auch in der Wohnung gehalten werden, sofern er genug Auslauf und Beschäftigung bekommt. Du solltest aber bedenken, dass so ein Fahrstuhl auch mal ausfallen kann, das Bäri Hitze nicht gut verträgt und damit auch keine überheizte Wohnung mag.

Außerdem kann er mit seinem langen Fell viel Schmutz und Haare in die Wohnung tragen.

Vermieter und Eigentümergesellschaft müssen zustimmen

Grundsätzlich sollte euer Vermieter einer Haltung eines Hundes in der Wohnung schriftlich zugestimmt haben oder dieses sollte am besten im Mietvertrag festgehalten sein. Auch bei einer Eigentumswohnung entscheidet ihr nicht allein: Die Miteigentümer des Hauses müssen der Haltung von Hunden zustimmen.

Treue & Ergebenheit

Berner Sennenhunde sind ihrem Menschen gegenüber sehr verbunden und treu. Sie würden ihren Besitzer am liebsten überall hin begleiten.

Jagdtrieb

Berner Sennenhunden wird ein eher geringer Jagdtrieb nachgesagt. So sind sie auch nie als Jagdhunde eingesetzt worden und auf den Bauernhöfen wurde wert darauf gelegt, dass sie nicht wildern. Allerdings wurden sie auf den Almen als Treibhunde eingesetzt und wie bei jedem Hund besteht auch bei ihnen Interesse an sich bewegendem Wild. Es gibt also durchaus Berner Sennenhunde, die jagdlich interessiert sind, doch sollte es ihnen gut abtrainiert werden können.

Alleinsein

Berner Sennenhunde sind sehr menschenbezogen und möchten den größten Teil des Tages mit ihren Menschen zusammen verbringen. Die Vorstellung, tagsüber allein bleiben zu müssen, während ihre Menschen arbeiten ist für viele Berner Sennenhunde unerträglich. Alleinsein will also auch mit dem Berner Sennenhund trainiert werden.

Bellen

Berner Sennenhunde sind zwar wachsam und können Besuch mit Gebell ankündigen. Sie sind aber nicht bekannt dafür viel und laut zu bellen.

Wachsamkeit

Berner Sennenhund sind aufmerksam und wachsam. Sie können zu guten Wachhunden erzogen werden, neigen aber von sich aus nicht zur Schärfe sondern sind Fremden gegenüber erst einmal freundlich bis reserviert.

Beschützer

Aufgrund ihrer Größe und Wachsamkeit eignen sich Berner Sennenhunde ganz wunderbar auch als Beschützer. Dabei sind sie ausgeglichen und neigen nicht zur Schärfe, was das Zusammenleben mit ihnen sehr angenehm macht.

Verträglich mit Hunden

Berner Sennenhunde können sich sehr gut mit ihren Artgenossen verstehen. Dies ist immer eine Frage der guten Sozialisierung. Allerdings können gerade Rüden auch anderen Hunden gegenüber sehr selbstbewusst und dominant auftreten. Hier ist es davon abhängig, wem sie begegnen, denn sie gehen einem Streit nicht unbedingt aus dem Weg.

Verträglich mit Tieren

Berner Sennenhunde haben einen eher geringen Jagdtrieb und leben auf den Höfen auch entspannt mit Katzen und anderen Tieren. Allerdings sind sie es auch gewohnt und daher ist eine Gewöhnung und frühe Sozialisierung für ein entspanntes Miteinander unerlässlich.

Kinderfreundlich

Berner Sennenhunde gelten als Familienhunde, die sich sehr gut mit Kindern vertragen. Da sie extrem gutmütig gegenüber Kindern sind und generell ein freundliches Naturell besitzen, können sie zu fantastischen Familienhunden erzogen werden.

Sie werden aber wie gesagt, nicht erzogen geboren! Voraussetzung dafür ist: eine frühe Prägung als Welpe, eine konsequente Erziehung und ein verantwortungsvoller Umgang von Eltern und Kindern mit dem Hund.

Auch nehmen Berner Sennenhunde gern ihre Familie in Schutz, das will auch mit anderen Kindern trainiert werden. Kleine Kinder und einen schnell wachsenden Welpen gleichzeitig zu erziehen kann schnell überfordern. Junge Hunde benötigen in den ersten 1-2 Jahren eine konsequente Erziehung und Gewöhnung an ihre Umwelt. Für zu kleine Kinder und gebrechliche Senioren kann der Berner Sennenhund gerade in seiner ungestümen Jugend auch einfach körperlich zu mächtig sein. Kleine Kinder und Hunde sollten niemals unbeaufsichtigt allein bleiben. Denn: Auch gutmütige Riesen sind kein Spielzeug, auch wenn sie wie Teddies aussehen.

Verträglich mit Fremden

Berner Sennenhunde sind wachsam, aber Fremden meist freundlich gegenüber. Je nach Sozialisierung und Zucht können sie aber auch zu Mißtrauen neigen. Um Fremden gegenüber gelassen zu bleiben, sollten sie früh an sie gewöhnt werden.

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Leider keine gesunde Hunderasse

Berner Sennenhunde sind leider keine besonders gesunde Hunderasse. Nicht nur aufgrund ihrer Größe, sondern aufgrund von häufigen Krebs- und Nierenerkrankungen ist ihre Lebenserwartung nicht sehr hoch, so dass viele Hunde im Alter von 4-7 Jahren bereits sterben.

Gelenkserkrankungen sind leider ebenso rassetypisch geworden.

Der relativ kleine Genpool als auch das verstärkte Züchten auf Aussehen in Showlinien haben der Rasse in den letzten Jahrzehnten leider sehr geschadet. Der KBS (Schweizerische Klub für Berner Sennenhunde) hat in den letzten Jahrzehnten sehr viele Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit in der Zucht unternommen. Deshalb achtet unbedingt auf eine gesunde Zucht und seriöse Züchter!

Robustheit

Berner Sennenhunde sehen zwar wie robuste Teddybären aus, sind aber leider gesundheitlich häufig nicht mehr stabil.

Bei großen und schnell wachsenden Hunderassen solltet ihr auf langsames Wachstum und angemessene Bewegung achten, damit sich die Gelenke und Knochen gut entwickeln können. Treppensteigen, lange Spaziergänge und Sprünge aus dem Auto sind absolut tabu.

Krankheiten

Die folgenden Erkrankungen treten bei Berner Sennenhunden häufiger als bei anderen Hunderassen auf:

  1. Ellenbogendysplasie (ED)
  2. Osteochondrosis dissecans (OCD)
  3. Hüftgelenksdysplasie (HD)ie (HD)
  4. Maligne Hystiozytose (MH) und weitere Krebserkrankungen
  5. Meningitis
  6. Kreuzbandriss
  7. Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis, Hyperurikosurie)
  8. Magendrehung

Weitere Krankheiten, die beim Berner Sennenhund häufiger als bei anderen Hunderassen vorkommen: 

  1. Degenerative Myelopathie
  2. von Willebrand Erkrankung
  3. Progressive Retinaatrophie (PRA)
  4. Epilepsie
  5. Subaortale Stenose
  6. Entropium (Roll-Lid)

Verträgt Hitze

Aufgrund ihres langen dichten Fells und der starken Unterwolle können Berner Sennenhunde Hitze nicht gut vertragen. In heißen Sommern sollten sie ein schattiges Plätzchen finden und sich nicht zu stark bewegen müssen.

Verträgt Kälte

Berner Sennenhunde haben ein langes dichtes Fell und eine starke Unterwolle. Diese schützt sie ausgezeichnet vor Kälte und sie lieben es, sich im Schnee und bei Kälte draußen aufzuhalten.

Pflege

Bei Berner Sennenhunden ist das lange Fell relativ pflegeintensiv und sollte mehrmals in der Woche oder gar täglich gebürstet und gekämmt werden.

Wie bei allen Hunden, ist es auch beim Berner Sennenhund sinnvoll, Augen, Ohren und Pfoten inkl. Krallen regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu pflegen und zu behandeln.

Baden

Aus gesundheitlichen Gesichtspunkten müssen Berner Sennenhunde nicht regelmäßig gebadet werden. Ausnahmen können Hauterkrankungen oder Parasitenbefall sein.

Aus hygienischen Gründen kann es aber gelegentlich sinnvoll sein, den Hund zu baden, wenn er sich z.B. in Aas gewälzt hat. Verwendet am besten ein mildes Hundeshampoo ohne Chemie und mit wenig Inhaltsstoffen, da dieses am natürlichsten ist. Aufgrund des unterschiedlichen pH-Wertes der Haut von Mensch und Hund ist ein Baby-Shampoo oder ein Shampoo für Menschen nicht so geeignet.

Kämmen & Bürsten

Das lange Fell des Berner Sennenhundes benötigt relativ viel Pflege und Aufmerksamkeit. Es sollte mehrmals in der Woche ausgiebig gekämmt und gebürstet werden. Zur Zeit des Fellwechsels zweimal im Jahr, sollte der Berner Sennenhund täglich gekämmt und gebürstet werden. Dann fühlt sich der Hund wohler, da das abgestorbene Haar ausgekämmt wird und die Haare verteilen sich nicht so stark im Haus.

Haaren

Berner Sennenhunde haben nicht nur langes Fell, sondern auch eine dichte Unterwolle und haaren relativ stark. Sie unterliegen zweimal im Jahr dem Fellwechsel und in dieser Zeit haaren sie besonders stark.

Schneiden & Trimmen

Das Haarkleid der Berner Sennenhunde darf und muss weder geschoren noch getrimmt oder geschnitten werden.

Für Allergiker geeignet

Berner Sennenhunde unterliegen dem saisonalen Fellwechsel und haben eine dichte Unterwolle. Daher haaren sie relativ stark und sind für Allergiker nicht geeignet.

Dies sollte aber immer individuell an der jeweiligen Hunderasse getestet werden. Denn kein Hund ist zu 100% allergen und du möchtest sicherlich nicht einen Hund aufgrund einer Allergie weggeben müssen.

Sabbern

Berner Sennenhunde können zum Sabbern neigen.

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Übergewicht, zu schnelles Wachstum und Magendrehung vermeiden

Die Ernährung des Berner Sennenhundes hat - wie bei allen Lebewesen - einen sehr großen Einfluss auf seine Gesundheit. Viele Berner Sennenhunde fressen sehr gern und hier solltet ihr auf das Gewicht eures Hundes achten. Gerade bei großen Hunden werden die Gelenke bei Übergewicht noch extremer strapaziert. Übergewicht kann die Lebensdauer eures Hundes leider auch empfindlich verkürzen.

Wichtiger Ernährungs-Tipp im Wachstum für die Gelenke: Bei großen und schnell wachsenden Rassen wie der Berner Sennenhund, ist es besonders wichtig, auf ein langsames Wachstum zu achten. Nur dann können die Gelenke und Knochen des Hundes gesund mitwachsen. Bei einem Zuviel z.B. an Proteinen, aber auch an Kalzium können leicht Erkrankungen der Gelenke wie HD, ED oder OCD begünstigt werden, an denen der Hund ein Leben lang leiden könnte.

Magendrehung vermeiden

Bei großen Hunden besteht eine erhöhte Gefahr einer Magendrehung. Auch wenn eine Magendrehung nicht immer vermieden werden kann, so gibt es doch einiges, was ihr vorbeugend tun könnt:

  1. Teilt die Tagesration in zwei Mahlzeiten ein und gebt eurem Hund morgens und abends Futter.
  2. Gönnt eurem Hund vor dem Futter etwas Ruhe und lasst ihn nicht direkt nach dem Laufen oder Toben fressen.
  3. Nach dem Futter sollte euer Hund mindestens eine Stunde ruhen und sich nicht sportlich betätigen.
  4. Gebt eurem Hund nicht zu spät vor dem Schlafengehen die Abendmahlzeit, sondern am besten so um 17-18 Uhr. Viele Magendrehungen passieren auch nachts.
  5. Trockenfutter kann im Magen stark aufblähen und so eventuell eine Magendrehung begünstigen. Dies ist bei Nassfutter und Frischfutter nicht der Fall.

Verfressenheit

Berner Sennenhunde neigen dazu gern zu fressen und damit auch zu Übergewicht, wenn du nicht aufpasst. Achte gut auf das Gewicht des Berner Sennenhundes, damit er gesund und fit bleibt.

Aussehen

Große Teddybären mit treuen Augen

Berner Sennenhunde sind sehr robuste und große Hunde, die laut Zuchtstandard zwischen 58-70 cm hoch und ca. 30-50kg schwer werden können. Charakteristisch für sie ist ihr langes, weiches dreifarbiges Fell in schwarz mit weißer Blesse und braunroten Abzeichen. Sie haben relativ kleine Hängeohren, die nicht sehr hoch angesetzt sind. Die lange und buschig behaarte Rute hängt im Ruhezustand.

Berner Sennenhunde sind groß und stark, dabei aber beweglich und nicht plump. Ihre mandelförmigen braunen Augen geben ihnen einen freundlichen Ausdruck.

Augenfarbe

Berner Sennenhunde haben dunkelbraune Augen.

Fell

Das dichte Fell der Berner Sennenhunde ist lang, weich und glatt bis leicht gewellt. Es sollte dabei glänzen und darf nicht gelockt sein. Es hat eine dichte Unterwolle, die den Berner Sennenhund vor Kälte gut schützt. Es unterliegt dem Haarwechsel, der zweimal im Jahr vorkommt. Berner Sennenhunde haaren relativ stark.

Farbe

Charakteristisch für Berner Sennenhunde ist das dreifarbige Fell: ein schwarzer Mantel, braunrote Zeichnungen und weiße, symmetrische Abzeichen.

Die Grundfarbe des "Mantels" soll tiefschwarz sein. Der sogenannte "Brand", also die braunroten Zeichnungen befinden sich an den Wangen, über den Augen und an allen vier Beinen. Die weißen Abzeichen sollen symmetrisch verlaufen als Blesse am Kopf, die jedoch nicht an die braunroten Flecken auf den Augen reichen soll und auch höchstens bis in die Lefzenwinkel gehen. Die weiße Zeichnung auf Brust und Kehle sollte nicht zu breit sein. Durchaus erwünscht sind weiße Pfoten und eine weiße Rutenspitze. Lediglich toleriert werden ein kleiner weißer Fleck im Nacken oder am After.

Geschichte und Herkunft

Der Schweizer Hof- und Wachhund aus dem Berner Umland

FCI Norm

Nummer: 45

Herkunft

Das Ursprungsland des Berner Sennenhundes ist die Schweiz.

Geschichte

In ländlichen Gegenden der Schweiz gab es seit Jahrhunderten große und starke Hunde, die mit den Menschen lebten und ihnen bei ihrer Arbeit halfen. Das heißt in der Schweiz für den Hund: Haus und Hof zu bewachen, Viehherden zu treiben und zu beschützen und kleine Karren mit Milch und Waren zu ziehen. Die Hunde waren freundlich zu ihrer Familie und sollten nicht wildern. Berner Sennenhunde haben damit eine ganz natürliche Veranlagung aufmerksam zu bewachen, Vieh zu treiben und lassen sich gern mal vor den Karren spannen. Das macht sie zu idealen Arbeitshunden.

Der Berner Sennenhund – ein Hund mit vielen Namen

Ihren Namen verdanken die Berner Sennenhunde ihrem Ursprung aus dem Berner Umland. Senner sind Hirten auf Almweiden, die das Vieh der Bauern hüten und die Milch zu Käse und Butter verarbeiten. Diesen Namen erhielt die Hunderasse aber erst 1913 in Anlehnung an die anderen Sennenhunde. Zuvor hatten sie viele Namen: „Käser-Hunde“, da sie die Hunde der Käse produzierenden Senner waren. Auch ihr Aussehen brachte ihnen Namen ein wie "Gelbbäckler", da ihre Wangen goldbraunes Fell hatten, oder "Vieräugli", da wie beim Rottweiler und Dobermann die hellbraunen Flecken über den Augen wie weitere Augen aussehen. Da sie in Dürrbach häufig vorkamen und erste Bemühungen für Ausstellungen hier begannen, hieß die Hunderasse zunächst "Dürrbächler".

Die römischen Molosser sieht man kaum noch im Berner Sennenhund

Tatsächlich lassen sich die Vorfahren der Berner Sennenhunde bis auf die Zeit der römischen Invasion der Schweiz ab dem 1.Jahrhundert v. Christus zurückverfolgen. Es ist sehr naheliegend, dass sich die ursprünglichen Herdenschutzhunde der Schweizer mit den Molossern, die die römischen Legionen begleitet haben, gekreuzt haben.

Die Römer benötigten starke und scharfe Wachhunde, die ihre Lager und Vorräte bewachten und ihr Vieh treiben konnten. Doch an das kalte Klima der Schweizer Berge waren die römischen Molosser nicht gut angepasst. Daher war eine Kreuzung mit den Schweizer Herdenschutzhunden der ideale Hund, der nicht mehr so scharf, aber dem Klima angepasst war.

Später wurden die Nachkommen dieser Hunde von Webern und Sennern nicht nur als Viehtreiber und Wachhunde eingesetzt, sondern auch, um Waren in Karren zum Markt zu bringen.

Mit dem Sprung in die Züchtung sichert der "Dürrbächler" Anfang des 20.Jahrhunderts sein Überleben

Mitte des 19.Jahrhunderts waren die "Dürrbächler" fast ausgestorben. Hätten nicht einige Liebhaber der Rasse die Wichtigkeit erkannt, sie planmäßig zu züchten und in der Welt der Hundezucht bekannt zu machen. In der folgenden kleinen Chronologie findet ihr auch die sehr unterschiedlichen Männer, die sich um die Zucht der Berner Sennenhunde erfolgreich bemüht haben:

  • 1899 wird mit der "Berna" der Kynologie-Verein im Kanton Bern gegründet

  • 1902 Schweizerische Hundeschau der „Berna“ in Ostermundigen zeigt vier Dürrbächler als Versuchsklasse unter insgesamt 320 Hunden. Als Initiator zur Förderung des Dürrbächlers in Kynologie-Kreisen wird Fritz Probst (1867-1945) genannt, der als Kaffeewirt und Jäger aus Bern, bis dahin Jagdhunde züchtete. Er kannte und liebte die Dürrbächler bereits als Kind und begann mit der "Berna", die Rasse bekannt zu machen.

  • 1904 Internationale Hundeausstellung in Bern stellt sieben Dürrbachler aus, die nun in der Welt der Kynologie Beachtung fangen. Vier davon werden prämiert und im Schweizerischen Hundestammbuch eingetragen, so auch die Hündin "Belline".Diese Ausstellung gilt als der Startschuss einer planmäßigen Zucht.

  • 1905 und 1906 Erste Zuchthunde werden von Burgdorfer Fabrikanten gekauft

    Eine Gruppe von Burgdorfer Fabrikanten begann, sich ab 1905 Zuchthunde anzuschaffen. Die ersten Zuchthunde von Gottfried Mumenthaler waren "Belline" und "Sultan",Max Schafroth legte sich "Prisca“"und "Bäri" zu, ebenso auch Emil Günther. Franz Schertenleib war Weinhändler und hatte bereits 1892 einen "Dürrbachler" gekauft und begann, sich als Züchter von Dürrbächlern zu etablieren. Ein weiterer Mann, der sich für die Zucht der "Dürrbachler" stark engagiert hat, ist Prof. Albert Heim (1849-1937), ein Züricher Professor für Geologie, der Neufundländer züchtete und Richter auf Hundeausstellungen war. Er ist von 1907 bis in die 1920erJahre Richter für Berner Sennenhunde und arbeitet den Zuchtstandard dieser Hunde über Jahrzehnte maßgeblich heraus. 1929 gründet er die Albert-Heim-Stiftung für Kynologie.

  • 1907 Gründung des "Schweizerischen Dürrbachklubs" und Aufstellung von Rassemerkmalen durch die Burgdorfer Züchter. Präsident wird Fritz Probst.

  • 1910 Hundeschau in Burgdorf: bereits 107 Dürrbachler. Zu dieser Zeit besaßen sie noch nicht die heute so typischen Farben und konnten sowohl braune als auch gelbe Mäntel besitzen, sie konnten krauses Fell haben und sogar Ringelruten.

  • 1913 Umbenennung in Berner Sennenhund in Anlehnung an die anderen Sennenhunde. Prof. Albert Heim regt die Umbenennung bereits Jahre zuvor an.

  • 1919 erster Wurf in Deutschland "Vom Sieberhaus", Nanny und Frank Behrens

  • 1923 Gründung des Schweizerischen Sennenhunde-Vereins für Deutschland (SSV für DE) mit 37 Hunden

  • 1926 importiert ein US-Farmer ein Paar Berner Sennenhunde nach Kansas

  • 1937 erster Berner Sennenhund bei AKC registriert

  • 1954 Anerkennung durch die FCI


Weltweit werden die Berner Sennenhunde als Familien-, Begleit- und Arbeitshunde beliebt und bekannt. So gibt es auch Züchter in Japan und in Südafrika.

Verwandte Hunderassen – die Gruppe der Sennenhunde

Der Berner Sennenhund ist eine Ausnahme in der Klassifikation der Hunderassen und wird ausdrücklich nicht in der Gruppe der Hüte- und Treibhunde, sondern in einer Gruppe mit Pinschern, Schnauzern und Molossern aufgeführt.


Es gibt die folgenden vier Sennenhund-Rassen:

  1. Berner Sennenhund

  2. Appenzeller Sennenhund

  3. Entlebucher Sennenhund

  4. Großer Schweizer Sennenhund

Berner Sennenhund im Überblick

Freundliche und starke große Hunde suchen erfahrenen Familienanschluss

Berner Sennenhunde können charmante und liebenswerte Familien- und Begleithunde sein, die ihre Menschen gern den ganzen Tag um sich zu haben. Voraussetzung ist aber eine konsequent-liebevolle Erziehung.

Als Arbeitshunde lieben sie Beschäftigung und viel Bewegung. Dann sind sie die ausgeglichenen, freundlichen und gutmütigen Hunde, die sich viele wünschen.

Sie haaren allerdings viel und es sollte unbedingt auf rassetypische Krankheiten geachtet werden.

Auflagen

Berner Sennenhunde unterliegen keinen besonderen Auflagen (Stand März 2020).

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