Silken Windsprite

Silken Windsprite (Longhaired Whippet)

Sprintende Sichtjäger und seidige, schmusige Sofa-Kuschler

Silken Windsprites sind elegante, zarte und mittelgroße Windhunde mit einem seidigen Haarkleid. Sie können in allen Farben und Schattierungen vorkommen. Ihre großen dunklen Augen schauen sehr treu und aufmerksam in die Welt.
Silken Windsprites lieben täglich kurze und rasend schnelle Sprints - dabei sind sie oft auf der Suche nach Wild. Ein Freilauf ist trotz Jagdtrieb möglich, sofern ihr achtsam seid und die Hunde sehr gut erzieht. Die sensiblen und feinfühligen Silken Windsprites sind ausgesprochen verschmust und mögen Stress oder Alleinsein nicht besonders. Ein unruhiger Haushalt mit noch kleinen Kindern kann ihnen daher schnell zu viel werden.

Top Facts

  • Windhund - schneller Sprinter, aber kein Marathon-Läufer
  • Sichtjäger hält Ausschau nach Wild: Jagdtrieb vorhanden
  • Feinfühlig, sensibel - schmusiger Sofa-Kuschler der keinen Stress mag
  • Anhänglich - bleib nicht gern allein
  • Katzenhaft und selbstständig - manchmal sehr eigenwillig
  • Gutmütig, leise - verträgt sich gut mit anderen Hunden

Steckbrief Silken Windsprite (Longhaired Whippet)

Größe
44,0 - 55,0 cm
Gewicht
7,0 - 16,0 kg
Lebenserwartung
13 - 15 Jahre
Verwendung
Gesellschafts-, Renn- und Coursing-Hund
Herkunft
USA
Fell
Seidiges, lange Haarkleid in vielen Farben.
Wesen
Sensibel, aufmerksam, verschmust, gutmütig und eigenwillig

Charakter

Schnelle Sichtjäger und sensible Schmuser

Silken Windsprites wirken ein wenig wie Fabelwesen und die Übersetzung ihres Namens legt das auch ein wenig nahe: Seidige Windkobolde oder seidige Windfeen.

Sie wirken fast zerbrechlich und sehr zart und schauen einen aus großen dunklen und aufmerksamen Augen an. Im Haushalt bemerkt man sie manchmal gar nicht, denn sie sind sehr leise und mögen sich nicht aufdrängen. Sie gehören definitiv nicht zu den Hunderassen, die aktiv eure Aufmerksamkeit einfordern. Doch aufgrund ihres Jagdtriebes als Sichtjäger kann ihre Erziehung Geduld und Zeit erfordern. 

Freilauf trotz Jagdtrieb möglich

Silken Windsprites sind sehr schnelle Sprinter und gehören zu den Sichtjägern. Sie reagieren blitzschnell auf Bewegungen des Wildes und halten danach Ausschau. In wenigen Sekunden ist dieser Hund schon Hunderte von Metern von dir entfernt. Das kann gefährlich werden und das Trainieren eines guten Rückrufs ist bei ihnen besonders wichtig. Allerdings reichen den Hunden ein paar dieser Sprints am Tag, denn sie sind absolut keine ausdauernden Marathon-Läufer. Mit sehr viel Umsicht und konsequent-liebevollem Training könnt ihr Silken Windsprites auch freilaufen lassen.

Allerdings am besten nur dann, wenn wenig Wild unterwegs ist und Straßen in weiter Entfernung. Ihrer Rennleidenschaft sollten die Hunde aber unbedingt nachkommen dürfen. Rennbahnen oder Coursing-Bahnen sind bei ihnen sehr beliebt. 

Sensible und anhängliche Schmuser

Die zarten Hunde sind zwar sportlich und spielen untereinander auch gern mal etwas ruppiger in rasendem Tempo. Was sie jedoch gar nicht vertragen sind Stress und laute Menschen. Deshalb sind laute Haushalte mit kleinen Kindern für sie auch nur bedingt geeignet, obgleich sie sehr geduldig und liebevoll zu Kindern sein können. Sie genießen Sofa-Kuschelstunden mit ihren Menschen und sind sehr anhänglich. Das kann das Alleinbleiben bei ihnen manchmal problematisch machen.

Wenn ihr sie nicht liebevoll behandelt, können Silken Windsprites auch verschlossen oder stur reagieren. Positive Verstärkung ist das Stichwort in der Erziehung der sensiblen Hunde.

Intelligenz

Silken Windsprites sind intelligente Hunde, die häufig die Intelligenz der Shelties geerbt haben. 

Aufmerksamkeit

Aufgrund der Hüte- und Rennhunde in ihnen, sind Silken Windsprites aufmerksam und möchten von ihren Menschen lernen. 

Energie

Silken Windsprites haben einen sehr hohen Drang, täglich ihre Kurz-Sprints zu absolvieren und die Gelegenheit solltet ihr ihnen auch geben. 

Zeitaufwand

Silken Windsprites benötigen nicht täglich lange Spaziergänge, doch sei brauchen kurze Sprints über einige hundert Meter, um glücklich zu sein.

Es wäre daher sinnvoll, wenn ihr sie zur Rennbahn oder zu Coursings nehmen könntet, da diese schnellen Sprints einfach in ihrer Natur liegen. Dies erfordert dann natürlich etwas Zeit von euch, je nachdem, wo die nächste Gelegenheit dafür in euer Nähe liegt. 

Die Erziehung eines Silken Windsprites ist im Grund unkompliziert, doch der Jagdtrieb kann einige Zeit an Training benötigen.

Silken Windsprites sind nicht pflegeintensiv, doch sie sollten regelmäßig gebürstet werden. 

Training

Aufgrund des Jagdtriebes solltet ihr insbesondere den Rückruf sehr gut trainieren:

  • Rückruf-Training
  • Anti-Jagdtraining

Windhunde sind keine Ausdauersportler, sondern Sprinter. Sie sind also meist ungeeignet für Jogging-Strecken, Fahrrad-Touren oder lange Wanderungen. Dafür lieben sie kurze Sprints und die Möglichkeit solltet ihr ihnen auch geben: 

  • Coursing
  • Windhundrennen

Silken Windsprites können - ja nach Veranlagung - auch für die folgenden Hundesportarten geeignet sein: 

Wohnungstauglichkeit

Silken Windsprites sind gut geeignet für die Haltung in einer Wohnung. Vorausgesetzt, ihr gebt ihnen die Möglichkeit, täglich auch frei sprinten zu können. Mitbewohner im Haus werden froh sein, dass die Silken Windsprites recht stille und nette Hunde sind, die kaum Aggressivität kennen.

Am besten ist es, wenn die Wohnung ebenerdig liegt oder über einen Fahrstuhl erreichbar ist. Als Welpen und Junghunde sollten Silken Windsprites (wie alle Hunde) keine Treppen steigen, bei Senioren oder im Krankheitsfall kann dies ebenfalls mal für die Hunde unmöglich werden. Einen Hund wie den Silken Windsprite könnt ihr zum Glück mit einem Gewicht zwischen 7-16 kg auch im Notfall noch tragen.

Für die Haltung eines Hundes in der Wohnung solltet ihr immer eine schriftliche Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft zur Hundehaltung haben.

 

Treue & Ergebenheit

Die seidenen Windhunde sind ausgesprochen treue Seelen, die ihrem Menschen sehr loyal gegenüber sind. 

Jagdtrieb

Silken Windsprites sind schnelle Sichtjäger und ein Jagdtrieb kann bei jedem von ihnen in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sein. "Ich bin dann mal weg", kann eine völlig neue Bedeutung für euch bekommen. Schaut doch mal in diesen Artikel, wenn ihr wissen möchtet, was Jagdleidenschaft beim Hund im Alltag bedeuten kann.

Der Jagdtrieb ist bei vielen Silken Windsprites mit einer guten Bindung, starkem Rückruf-Training und einem wachen Blick in der Natur eingrenzbar. Damit ist gemeint, dass ihr durchaus viel trainieren solltet und euren Hund dann in der Natur, wo nicht allzu viel Wild zu erwarten ist, auch freilaufen lassen könnt. Doch kommt es hierbei sehr stark auf den individuellen Hund an. Manche besitzen einen sehr starken Jagdtrieb, andere lassen sich kurz nach dem Sichten von Wild noch abrufen.

Alleinsein

Silken Windsprites binden sich sehr stark an ihre Menschen und möchten - wie fast alle Hunde - am liebsten den ganzen Tag mit ihren Menschen zusammen sein. Sie bleiben nicht gern allein und da ändert auch die Gesellschaft von weiteren Hunden nichts dran. Alleinbleiben muss mit ihnen besonders gut geübt werden, doch für manche Sensibelchen unter ihnen ist es einfach zu viel Stress. 

Bellen

Silken Windsprites sind eher stille Hunde, die wenig bellen. 

Beschützer

Die kleinen zarte und sensiblen Hunde sind definitiv keine Bodyguards oder Beschützer für dich. 

Verträglich mit Hunden

Silken Windsprites sind sehr sanftmütig und im Grunde niemals aggressiv gegenüber anderen Hunden. Sie vertragen sich bei guter Sozialisierung sehr gut mit anderen Hunden. Allerdings solltet ihr bei den zarten Hunden auf ebenbürtige Spielpartner achten, die nicht zu körperbetont und grobmotorisch mit ihnen spielen. 

Besonders gern sprinten sie mit anderen Silken Windsprites um die Wette. Sei es in der Natur an einem sicheren Plätzchen im Spiel oder auf der Rennbahn. 

Kinderfreundlich

Da die Silken Windsprites sehr sensibel sind, sind sie insbesondere mit kleinen oder sehr lauten Kindern nicht so gut verträglich. Sie sind zwar höflich und freundlich und sehr verschmust, doch sind sie auch sehr anfällig gegenüber Stress. Deshalb sind sie als Familienhunde nicht unbedingt geeignet. Gern schließen sie sich auch einer Person an und freuen sich, wenn ihr Mensch den ganzen Tag um sie herum ist. 

Verträglich mit Fremden

Fremden gegenüber sind die sensiblen Silken Windsprites meist zurückhaltend und sehr reserviert. Es dauert, bis sie auftauen. Unhöflich oder gar aggressiv sind sie jedoch nicht. 

Allerdings mögen sie keine lauten oder gar groben Menschen und ziehen sich dann sehr zurück. 

Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick

Charakter
Intelligenz
Aufmerksamkeit
Energie
Training
Loyalität
Bellen
Wachsamkeit
Geeignet für
Wohnung
Jagd
Alleinsein
Beschützer
Anfänger
Verträglich mit ...
Hunden
anderen Tieren
Kindern
Fremden

Gesundheit und Pflege

Relativ gesunde Rasse, die etwas stressanfällig ist

Silken Windsprites sind robuster als sie scheinen, doch sie sind sehr sensibel und daher anfällig für stressbedingte Erkrankungen. 

Durch die Einkreuzungen mit Shelties (Shetland Sheepdogs) können auch für diese Rasse spezifische Erkrankungen bei den Silken Windsprites vorkommen. Ebenso sind Krankheiten der Whippets auch bei Silken Windsprites nicht selten anzutreffen.

Leider war die Zuchtbasis zu Beginn nicht sehr groß, so dass ihr auf Inzucht achten solltet.

Wichtigste Seiten für Käufer und Interessenten der Hunderasse Silken Windsprite

Wenn ihr euch für einen Silken Windsprite interessiert, so könnt ihr am besten auf den folgenden Webseiten seriöse Züchter finden: 

Robustheit

Die zart aussehenden Silken Windsprites sind durchaus gut bemuskelt und robuster als sie auf den ersten Blick scheinen mögen. 

Krankheiten

Die folgenden Krankheiten können beim Silken Windsprite häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten: 

  • MDR1-Gendefekt (Multi-Drug-Resistance) (aufgrund von einer Einkreuzung von Shelties)
    Die betroffenen Hunde reagieren extrem überempfindlich auf Medikamente wie Narkosen, Arzneimittel oder auch Mittel zur Bekämpfung von Zecken und Flöhen und können an ihnen sterben. Sie müssen speziell verträgliche Medikamente vom Tierarzt erhalten. 
  • Stressbedingte Hautkrankheiten 
  • Stressbedingter Durchfall
  • Augenerkrankungen
    Die folgenden Augenerkrankungen, die auch bei Shelties und Whippets häufiger als bei anderen Hunderassen auftreten, können auch bei Silken Windsprites häufiger auftreten: 

Sehr selten, aber häufiger als bei anderen Hunderassen können auch die folgenden Krankheiten beim Silken Windsprite auftreten:

Verträgt Hitze

Zu starke Wärme mögen Silken Windsprites nicht. Wie die meisten Hunde ist es auch ihnen bei über 24 Grad zu warm für Aktivitäten und sie sollten sich im Schatten ausruhen dürfen.

Verträgt Kälte

Kälte und insbesondere Regen und Nässe liegen den Silken Windsprites nicht besonders. Da wird bei Regen schon gern mal die Nase gerümpft und der Hund verzieht sich lieber in sein Körbchen. 

Pflege

Die Pflege eines Silken Windsprite ist nicht sehr aufwändig. 

Baden

Hunde müssen aus ihrer Sicht nie gebadet werden. Aus unserer Sicht höchsten, wenn sie nicht gut riechen. Aber im ernst: eigentlich besteht nur selten die Notwendigkeit, einen Silken Windsprite zu baden. Sollte es einmal der Fall sein, dann verwendet ein natürliches Hundeshampoo, damit der pH-Wert stimmt und die natürliche Abwehr der Haut erhalten bleibt. 

Kämmen & Bürsten

Ein wöchentliches Bürsten mit einer weichen Bürste ist vollkommen ausreichend. 

Haaren

Silken Windsprites haaren leider nicht wenig. Insbesondere, wenn sie mehrere Farben haben, seht ihr die Haare immer auf einem Untergrund. 

Schneiden & Trimmen

Silken Windsprites müssen weder geschoren noch getrimmt werden. 

Für Allergiker geeignet

Silken Windsprites gehören nicht zu den Hunderassen, die weniger Allergien bei Menschen auslösen. Sie haaren und unterliegen dem saisonalen Fellwechsel. 

Wenn ihr euch für Hunde interessiert, die kaum Allergien bei Menschen verursachen oder wie ihr trotz Allergie mit einem Hund besser zusammen leben könnt, dann empfehle ich euch diesen Artikel: Hunde für Allergiker: Leben mit Hund trotz Allergie.

Sabbern

Silken Windsprites sabbern in der Regel nicht. 

Gesundheit & Pflege auf einen Blick

Gesundheit
Robustheit
Verträgt Hitze
Verträgt Kälte
Krankheiten
Allergiker geeignet
Pflege
Baden
Bürsten
Haaren
Schneiden
Sabbern

Ernährung

Auf Nährstoffe und gesunde Mahlzeiten achten

Silken Windsprites sind eher sehr mäkelig mit ihrem Futter und es ist gar nicht so leicht, eine gesunde Hundemahlzeit zu finden, die ihnen auch schmeckt. 

 Oft haben die ohnehin schlanken Hunde also eher ein Problem, an Gewicht zuzulegen. Wenn ihr sie allerdings nicht auslastet und ihnen das artgerechte Sprinten regelmäßig ermöglicht, ist ihr Energiebedarf niedriger.

Verfressenheit

Es kommt kaum vor, dass Silken Windsprites verfressen sind. Im Gegenteil, die meisten von ihnen sind sehr mäkelige Fresser und lassen auch schon mal ihr Futter links liegen.

Aussehen

Edle Schönheiten: Sehr schlank und dabei athletisch

Silken Windsprites haben den eleganten und schmalen Körperbau von klassischen Windhunden. Sie besitzen einen tiefgezogenen Brustkorb, einen sehr leicht gebogenen Rücken und einen langen, schmalen aber muskulösen Hals. Die Beine sind ausgesprochen lang und schmal, dabei aber ebenfalls muskulös. Als Sprinter gehören sie zu den Leichtgewichten, die bei einer Größe von 44-55 cm ein Gewicht von ca. 7-16 kg haben.

Die Ohren sind leichte Kippohren, die etwas stehen und dann nach vorne kippen. Sie werden Rosenohren genannt. Das innere der Ohrmuschel kann von außen sichtbar sein. 

Ihr seidiges Haarkleid ist länger und kann auch leicht gelockt oder gewellt sein.

Augenfarbe

Die Augen sollen so dunkel wie möglich sein und beide Augen sollen dieselbe Farbe besitzen. Die Augenränder sollten möglichst voll pigmentiert sein.

Fell

Das Haarkleid der Silken Windsprites ist sehr weich (silken) und darf leicht gelockt oder gewellt sein. Die Hunde können eine Unterwolle besitzen, müssen es aber nicht. 

An der Rückseite der Vorder- und der Hinterläufe, unter dem Bauch und an der Rute ist das Fell länger und wird Befederung genannt. 

Farbe

Beim Silken Windsprite sind alle Haarfarben, Abzeichen oder Farbkombinationen zugelassen. 

Geschichte und Herkunft

Silken Windsprite: Eine junge Hunderasse und kein langhaariger Whippet

FCI Norm

Nummer: 0

Herkunft

Vereinigte Staaten von Amerika

Geschichte

Silken Windsprites sind eine noch sehr junge Hunderasse, deren Zuchtbeginn in etwa Ende der 1950er Jahre in den USA war. Es bestand der Wunsch einiger Züchter, langhaarige, kleine Windhunde zu züchten. Deshalb waren Whippets die Ausgangslage der Züchtung.

Bereits sehr viel früher in der Geschichte muss es bereits kleine, schlanke Windhunde mit längerem Fell gegeben haben. Häufig sind sie auf Gemälden und Abbildungen des 15.Jahrhunderts zu finden.

Gehören die Silken Windsprites zu den Whippets?

Als der Begründer der Rasse gilt der Amerikaner Walter A. Wheeler Jr. (1924-2013). Sein Ziel war es, langhaarige, mittelgroße Windhunde zu züchten, die das seidig-lange Fell besaßen und den Hunden auf den Gemälden des 15.Jahrhunderts ähnelten. 1958 begann er die Zucht von langhaarigen Whippets in seinem Windsprite-Kennel mit der Stammhündin „Hillgarth Shot Silk of Pennyworth“. Seine zunächst kurzhaarigen und später langhaarigen Whippets wurden vom American Kennel Club (AKC) zunächst als reinrassige Whippets registriert. 1982 wurden seine langhaarigen Whippets aber aus dem Zuchtbuch des AKC gestrichen. Wheeler hatte immer darauf bestanden, keine weiteren Hunderassen in die Whippets eingekreuzt zu haben, sondern besonders langhaarige Hunde mit dem Langhaar-Gen für seine Zucht verwendet zu haben. Offiziell wurden die Hunde deshalb lange als eine Varietät der Whippets, als Longhaired Whippets, geführt.

Vielleicht gab es auch wirklich langhaarige Whippets, die er zu verpaaren begann. Später konnte aber festgestellt werden, dass in der Zucht der Longhaired Whippets auch Shelties vorgekommen sein müssen. Denn die Hunde trugen den vererbbaren MDR1-Gendefekt (Multi-Drug-Resistance) , der eigentlich nur bei Collie-Rassen, aber niemals bei Whippets aufgetaucht ist. Da Walter A. Wheeler auch Shelties gezüchtet hatte, lag der Verdacht sehr nah.

Die amerikanische Züchterin Michelle Henninger begann 1993 ihre Zucht der Longhaired Whippets und gründete 2001 den International Longhaired Whippet Club (ILWC). Aufgrund des zu kleinen Genpools wurden später Whippets in die Zucht aufgenommen.

Diese Hunderassen stecken im Silken Windsprite

Auch der Barsoi hatte bei einigen Züchtern Anteil an den Genen der heutigen Silken Windsprites. Der Silken Windsprite wurde also aus den Hunderassen Whippet, Sheltie (Shetland Sheepdog) und Barsoi gezüchtet.

Namensgerangel und Entstehung des Silken Windhound

1987 begann die Züchterin Francie Stull, die bis dahin in dem Kristull-Kennel Barsois sehr erfolgreich züchtete, sich für eine neue Rasse zu interessieren. So kreuzte sie Barsois mit Longhaired Whippets (Silken Windsprite), die sie von der LWA erwarb und gründete damit eine neue Rasse. Diese wurde zunächst von ihr inoffiziell Silken Windsprite genannt, doch der LWA verbot ihr diesen Namen. So kam es zu den größeren Silken Windhounds als neuer Hunderasse.

Vom Longhaired Whippet zum Silken Windsprite

Bereits 1981 gründete Wheeler mit anderen die Longhaired Whippet Association (LWA), die 1986 den Zuchtstandard der Rasse veröffentlichte. Zur Unterscheidung seiner kurz- und langhaarigen Whippets verwendete er aber die Bezeichnungen "Smooth Coated Windsprite Whippets" und "Silken Coated Windsprite Whippets". Damit war der Name "Silken Windsprite" geboren, obgleich Wheeler selbst immer auf Whippets bestand.

2001 importierte die Züchterin Marietta Birr-Kühne mehrere der ILWC-Hunde nach Deutschland, um eine eigene Zucht zu gründen. Hieraus entstand 2004 der Silken Windsprite Club (SWC). Diese Bezeichnung hat sich seitdem immer mehr durchgesetzt.

Dieser Name wird also erst in der neueren Zeit verwendet. Zunächst wurde er vom Silken Windsprite Club (SWC) seit der Gründung 2004 in Deutschland verwendet. Danach wurde der Name offiziell vom Deutschen Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV), der in Deutschland für den Silken Windsprite als nationale Rasse im VDH verantwortlich ist, verwendet.

Doch auch der Name "Longhaired Whippet" oder auf Deutsch "Langhaar Whippet" ist weiterhin beliebt, da der Gründer der Zucht immer auf diesem Namen beharrte.

In den USA wurde die Rasse 2017 einheitlich "Windsprite" genannt und der International Longhaired Whippet Club (ILWC) nennt sich seitdem "International Windsprite Club" (IWC). 

Meilensteine in der Geschichte der Silken Windsprites (Longhaired Whippets)

  • 1981 Gründung der Longhaired Whippet Association (LWA) durch Wheeler
  • 1986 Veröffentlichung des ersten Zuchtstandards durch die LWA
  • 1987 kamen erste Hunde nach Europa (zunächst in die Schweiz)
  • 1987 kreuzte eine amerikanische Züchterin Barsois in die Longhaired Whippets ein
  • 2001 Gründung des International Longhaired Whippet Club (ILWC)
  • 2001 erste Silken Windsprites kommen nach Deutschland
  • 2004 Gründung des Silken Windsprite Clubs (SWC) in Deutschland
  • 2014 Anerkennung vom VDH
  • 2017 offizielle Umbenennung von "Longhaired Whippet" in "Windsprite" in den USA

Silken Windsprite (Longhaired Whippet) im Überblick

Wenn der Jagdtrieb im Griff ist ein treuer Begleiter und Sofa-Kuschler

Die eleganten mittelgroßen Windhunde lieben tägliche kurze schnelle Sprints, ausdauernd sind sie jedoch gar nicht. Für lange Wanderungen, zum Joggen oder Radfahren sind die Sprinter nicht gemacht. Als Sichtjäger sind sie dabei jedoch oft auf der Suche nach Wild. Es ist bei Silken Windsprites durchaus möglich, den Jagdtrieb in den Griff zu bekommen, sofern ihr die Hunde sehr gut erzieht und wachsam bleibt. Die sensiblen Silken Windsprites sind ausgesprochen verschmust. Hektik, Stress oder Alleinsein liegen ihnen jedoch gar nicht. Kinder sollten im Haushalt etwas größer sein. 

Auflagen

Es gibt keine rassespezifischen Auflagen zur Haltung von Silken Windsprites. 

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