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Tipps, damit eure Hunde gesund und munter durch den Winter kommen

Winter is coming: Die meisten Hunde lieben den ersten Schnee und rasten förmlich aus vor Freude. Sie sind wie ausgewechselt und toben durch die verschneite Winterlandschaft. Andere Hunde rümpfen geradezu ihre Nase und schauen uns fragend an: "Da soll ich raus? Wirklich?". Sie beginnen schon im Hausflur zu zittern und möchten den Gassi-Gang schnell hinter sich bringen.

Eisige Kälte, Eis, Matsch, Wind und frühe Dunkelheit erleben wir täglich in den Wintermonaten und sie haben ihre Schattenseiten für unsere Hunde. Genauso wie das Winterwetter seine Spuren bei uns hinterlässt, so ist es auch bei unseren Hunden.

Hier gibt es einige einfache Tipps, damit euer Hund gesund und munter durch den Winter kommt. Oft reicht es, die Pflege etwas umzustellen und einmal eine gute Ausrüstung anzuschaffen.

Schnee-Bart ;0)

Hundepfoten schützen und pflegen

Sobald die dunkle und feuchte Jahreszeit beginnt, machen Kälte, Nässe, Streusalz und Split den Hundepfoten zu schaffen. Das führt nicht selten zu trockenen und rissigen Pfotenballen beim Hund. Und die können dann Bakterien und Keime eindringen und zu unangenehmen Entzündungen werden.

  • Hundepfoten benötigen im Winter besonders viel Pflege

    Deshalb ist es sinnvoll, die Pfoten besonders im Winter sehr regelmäßig zu kontrollieren und zu pflegen. Hier findet ihr Tipps zur Pfotenpflege des Hundes, was ein gutes Pfotenbalsam enthalten sollte und DIY-Tipps zum Selbermachen.
  • Pfotenhaare kürzen im Winter

    Bei langhaarigen und lockigen Hunden besonders wichtig: Kürzt die Haare zwischen den Pfotenballen. Beispielsweise bei Pudeln, Labradoodles oder anderen Hunderassen mit längerem Haarkleid können sich sonst schnell Eisklumpen und Matsch zwischen den Pfotenballen festsetzen, die sehr unangenehm und schmerzhaft sein können.
  • Pfoten nach dem Spaziergang säubern und trocken

    Im Winter werden insbesondere in den Städten viele Enteisungsmittel wie Salz oder Split und Sand gestreut. Mit Pech können auch Enteisungsmittel von den Autoscheiben auf dem Bürgersteig landen. Deshalb ist es gut, die Pfoten nach dem Spaziergang mindestens zu trocknen (auch zwischen den Zehen!!) oder vorher auch in lauwarmen Wasser kurz abzuwaschen.
  • Bei besonders empfindlichen Pfoten: Hundeschuhe (Booties) tragen

    Sollten bereits Stellen entstanden sein oder euer Hund hat extrem empfindliche Pfoten, dann könnten winterliche Hundeschuhe die Lösung sein. Bei den Schuhen bitte immer auf einen guten Sitz und die korrekte Größe achten, sonst verschlimmert ihr die Pfoten-Situation und macht euren Hund unglücklich. Am besten zu Beginn immer nur kurz ausprobieren.

    Tipps zum Kauf von Hundeschuhen:

    Bedenkt, dass die Vorderpfoten immer etwas größer als die Hinterpfoten sind. Ggf. bedeutet das, dass ihr zwei unterschiedliche Größen für euren Hund benötigt. Spezielle Hundesocken können helfen, damit die Hundeschuhe nicht rutschen.

So vermeidest du eine Unterkühlung deines Hundes

Erfrierungen, Unterkühlung oder Erkältungen sind auch bei Hunden möglich. Zwar gibt es in deutschen Gefilden selten sehr starke Minusgrade, aber es gibt Hunde und Hunderassen, die einfach nicht für Kälte gemacht sind. Bei extremer Kälte kann es eine gute Idee sein, deinen Hund nicht zu lange am Stück draußen spazieren zu führen. Auf diese Weise kann er nicht auskühlen.

Nach Nässe und Kälte: Abtrocknen und Wärme

Nach einem Winterspaziergang solltet ihr euren Hund gründlich abtrocknen und ihm ein warmes Plätzchen anbieten. Ein kalter Stein- oder Fliesenuntergrund kann schnell zu einer Blasen- oder Lungenentzündung des Hundes führen. 

Klasse sind auch die kuscheligen und praktischen Bademäntel für Hunde. Nach einem Spaziergang in Kälte und Nässe könnt ihr euren Hund erst abtrocknen und dann auf der Rückfahrt im Auto oder zuhause kuschelig in dem Bademantel ausruhen lassen. 

 

Hund nicht bei Kälte im Auto lassen

Hunde können nicht nur im Sommer im Auto bei Sonneneinstrahlung leiden, sondern auch bitterlich im Auto frieren. Sie haben keine Möglichkeit, sich durch Bewegung aufzuwärmen. Deshalb achtet darauf, euren Hund im Winter nicht länger als 5 Minuten allein im Auto zu lassen.

 

In der Kälte immer in Bewegung bleiben

Kälte macht gesunden erwachsenen Hunden dann nichts aus, wenn sie sich bewegen können. Deshalb solltet ihr ihnen auch den Freilauf ermöglichen und euren Hund nicht draußen angeleint auf euch warten lassen.

 

Wintermäntel für Hunde, die bei Kälte Schutz benötigen

Sicherlich ist ein Wintermantel nichts für einen gesunden und fitten Hund, dessen Haarkleid über ausreichend Unterwolle verfügt. Doch es gibt genügend Hunderassen und Hunde, die tatsächlich einen Schutz benötigen.

So manche nordische Hunderasse wie Siberian Huskys oder Spitze kommen mit Kälte ganz fantastisch klar und blühen erst bei Minustemperaturen richtig auf. Auch Border Collies und Schäferhunde verfügen im Winter über eine dicke Unterwolle. Anders sieht es bei den folgenden Hunden und Hunderassen aus:

Hunde mit kurzem Fell und wenig Unterwolle

Hunderassen mit kurzem Fell und wenig Unterwolle wie Windhunde, Podencos oder auch Rhodesian Ridgebacks sind wenig begeistert von der Kombination aus Nässe und Kälte. Auch Deutsch Kurzhaar und Magyar Vizslas mögen die Kälte und Nässe nicht besonders. Sie freuen sich über einen entsprechenden Kälte- und Nässeschutz. 

Junge, alte und kranke Hunde

Welpen und Hunde-Senioren können oder kranke und geschwächte Hunde können ihre Körper-Temperatur nicht so gut regulieren und bewegen sich nicht so viel oder sollen sich nicht überanstrengen. Daher können sie sich nicht so gut warmhalten. 

Hunde mit kurzen Schnauzen nicht bei Kälte überfordern

Bei brachyzephalen Hunderassen wie Mops, Französischer Bulldogge, Englischer Bulldogge & Co. kommt es bei Kälte schnell zu Kurzatmigkeit und Atemproblemen. Sie sollten auf keinen Fall bei Kälte körperlich gefordert werden. Das bedeutet häufig auch, dass sie mit einem Mantel geschützt werden, doch hier solltet ihr unbedingt darauf achten, dass sie nicht überhitzen können. Denn auch das führt schnell zu Atemproblemen.

Teacup-, Toy-Hunde und andere Zwerge

Sehr kleine Hunde können ihre Körpertemperatur nicht gesund regulieren. Ihre Körperoberfläche ist im Verhältnis zu ihrer Körpermasse zu groß. Bei Kälte bedeutet dies, dass sie sehr schnell Frieren und sogar lebensgefährlich unterkühlen können. 

Dünnes Eis: Eisflächen mit Hund besser umgehen

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Hunde auf noch viel zu dünnes Eis bewegen und einbrechen. Das kann sowohl für den Hund als auch für den Halter, der versucht, seinen Hund zu retten, lebensgefährlich werden. Wir wissen das und doch kommt es immer wieder vor. Warum? Viele Hunde sind auch im Winter begeistert von Wasser und stürmen auf die Flächen zu. Wenn ich an meine wasserbegeisterte Hündin denke, dann weiß ich, dass ich sie von Seen und Gewässern, die sie kennt, im Winter immer sehr aktiv fernhalten muss.

Auch wenn es lustig aussehen mag, wenn euer Hund tapsig und unbeholfen über Eis schlittert: die Verletzungsgefahr ist leider sehr groß. Nicht selten führen solche Schlitterpartien zu Muskelzerrungen oder Bänderdehnungen.

Schneefressen: Keine gute Idee

Viele Hunde haben Schnee zum Fressen gern. Doch nicht jeder Hundemagen verträgt den kalten Schnee und es kann schnell zu Magenverstimmungen mit Durchfall kommen. Häufig ist Schnee auch keine saubere Angelegenheit, so dass Streusalz oder andere Fremdkörper darin lauern, die zusätzlich den Hundemagen reizen können. Dies kann zu einer unangenehmen Magenschleimhautentzündung führen. Deshalb lasst eure Hunde besser keinen Schnee fressen. 

Wenn es dann doch passiert ist, könnt ihr mit natürlichen und milden Mitteln den Durchfall behandeln. Oft hilft schon die Moro\'sche Möhrensuppe gegen Durchfall beim Hund.

Vorsicht: Antifrostmittel (Frostschutzmittel) können tödlich für Hunde sein

Bereits geringe Mengen eines Frostschutzmittels können bei einem Hund zu starken Vergiftungserscheinungen und Nierenversagen führen. Deshalb sollte ihr aufpassen, dass euer Hund nicht an Antifrostmittel, die im Winter gern mal herumstehen, herankommt oder aus Pfützen vom Boden aufnimmt.

Typische Anzeichen einer Vergiftung mit Antifrostmittel sind:

  • Sabbern
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Starker Durst
  • Lethargie
  • Hecheln
  • Krämpfe und Anfälle 

Es darf kuschelig sein: Warmes und ruhiges Plätzchen im Haus

Und last not least: Eure Hunde wissen ein warmes und ruhiges Plätzchen im Haus zu schätzen. Achtet darauf, dass der Schlafplatz eures Hundes nicht auf kalten Fliesen oder in der Zugluft liegt, sondern schön warm und gemütlich ist. Insbesondere Hunderassen, die anfällig gegenüber Kälte sind, freuen sich über ein kuscheliges Plätzchen, das vielleicht sogar mit einem Schaffell oder einer anderen wärmenden Decke ausgestattet ist. Allerdings solltet ihr den Hundeplatz auch nicht an die Heizung stellen, da dies zu warm sein kann und auch die Schleimhäute austrocknen können. Insbesondere die Augen können auf die Heizungsluft empfindlich reagieren.

Sicherheit: Hunde mit der richtigen Ausrüstung sichtbar machen

Bei Dunkelheit sollten eure Hunde insbesondere in der Nähe von Straßen (und wo sind schon keine?) gut für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar gemacht werden. Insbesondere kleine oder dunkle Hunde werden in der Dunkelheit schnell von Fußgängern, Radfahrern, Rollerfahrern und natürlich Autofahrern übersehen.

Die folgenden Möglichkeiten gibt es:

  • Halsbänder, Geschirre und Leinen mit Reflektoren
  • Leuchties: Leuchthalsbänder und Leuchtringe. Leider sind die blinkenden Modelle häufig für andere Artgenossen irritierend.

Praktische Accessoires

Auf Gassigängen während der dunklen Jahreszeit sind kleine handliche Taschenlampe ein absolut nützliches Accessoire. Beim Morgen- und Abendspaziergang ist es dunkel, so dass ein Hundehaufen nicht gut auffindbar ist. Im Dunkeln ist er im Herbstlaub einfach nicht mehr auszumachen. Es gibt sehr kleine Taschenlampen, die ihr sogar an eurem Schlüsselanhänger befestigen könnt. Alternativ könnt ihr natürlich auch die Lichtfunktion vom Handy in der Dunkelheit nutzen, was ich bei Hundehaufen meist nicht so praktisch finde.

Ich finde nichts ärgerlicher, als im Herbst und Winter auf Wiesen in Hundehaufen zu treten. Und ehrlich: Im Winter scheinen viele Hundehalter zu denken "Was keiner sieht, das schert mich nicht". Doch das ist wirklich zu kurz gedacht und wenig sozial. 

Für Spaziergänge im Dunkeln können auch größere LED-Taschenlampen sinnvoll sein, damit ihr selbst den Weg findet oder auch seht, was euer Hund gerade treibt (Stichwort: Giftköder). 

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