Kirschlorbeer ist sehr giftig für Hunde

Prunus laurocerasus sehr giftig

Der Kirschlorbeer ist ein immergrüner Strauch, der in Deutschland als Hecke in den Gärten und Parks sehr beliebt ist. Er besitzt lederartige Blätter, die kleinen Blüten sind weiß und die reifen Beeren sind schwarz. Vor der Reife sehen die Beeren zunächst grün und dann rötlich aus. Der Strauch kann bis zu 6 Meter hoch werden. Einheimischen Insekten und Vögeln bietet er wenig Nahrung.

Alle Teile des Kirschlorbeers sind sehr giftig für Hunde, sowohl die Blätter als auch die Beeren. Kirschlorbeer enthält Glykoside, die zur giftigen Blausäure im Körper umgewandelt werden.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der eigentlich in Kleinasien und Südosteuropa beheimate Kirschlorbeer weltweit angepflanzt. Er gilt als "invasive Pflanzenart", die sich schnell verbreitet und ist in Deutschland in sehr vielen Gärten zu finden. 

Gerade im Hochsommer fallen die giftigen Beeren zu Boden und werden durchaus von Hunden gern einmal aufgenommen. Dies konnte ich gerade bei unseren Hunden auf der Terrasse beobachten und habe den Kirschlorbeer sofort zurückgeschnitten.


Kirschlorbeer wird auch wie folgt genannt:
  • Lorbeerkirsche
  • Zierlorbeer
Kirschlorbeer mit schwarzen reifen Früchten und noch unreifen grünen und roten Beeren.

Was tun, wenn mein Hund Kirschlorbeer gefressen hat?

Wie giftig ist Kirschlorbeer?

Giftigkeit:sehr giftig (sehr giftig)
Giftige Teile:Bei dem Kirschlorbeer sind alle Teile giftig, die Blätter als auch die Beeren.
Giftige Zeit:Winter, Frühling, Sommer, Herbst
Gegengift:Bei einer Blausäurevergiftung: Natriumnitrit, Natriumthiosulfat oder Dimethylaminophenol
VERGIFTUNGEN ERFORDERN SCHNELLES HANDELN:
Wenn euer Hund Symptome einer Vergiftung zeigt, ist dies immer ein eiliger Notfall! Zeit kann über das Leben deines Hundes entscheiden. Ihr solltet sofort bei eurem Tierarzt oder beim Tiernotdienst anrufen und sicherstellen, dass ein Tierarzt vor Ort ist, um dann sofort zu ihm zu fahren. Für die Therapie hilft es dem Tierarzt sehr, zu wissen, womit sich euer Hund vergiftet hat.

Vorkommen Kirschlorbeer

Pflanzenart:Strauch
Vorkommen:Gärten, Parks
Gebiete:Europa
Blütezeit:Frühling
Fruchtreife:Sommer, Herbst

Symptome

Die folgenden Vergiftungs-Symptome können bei dem Kirschlorbeer auftreten:

  • Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen: Speicheln, Unwohlsein und schließlich Erbrechen können bei einer Vergiftung auftreten, da der Körper eures Hundes versucht, das Gift durch Erbrechen loszuwerden. 
  • Durchfall: Durchfall kann viele Ursachen haben, aber eine davon kann eben leider auch die Aufnahme von Giftstoffen sein. Daher solltet ihr euren Hund auf weitere Symptome gut beobachten. 
  • Atembeschwerden und Atemnot: Das Cyanid im Kirschlorbeer kann den Transport von Sauerstoff in den Zellen blockieren und dies führt zu Atembeschwerden. Bei einer sehr schweren Vergiftung kann der Tod durch Atemlähmung eintreten.
  • Rotfärbung der Schleimhäute: Wenn ihr die Lefzen eures Hundes hochzieht, könnt ihr beobachten, wie die Schleimhäute über den Zähnen sich stärker rotfärben. 
  • Herzrasen und erweiterte Pupillen: Durch die Vergiftung steigt der Blutdruck eures Hundes an, das Herz beginnt zu rasen und die Pupillen erweitern sich. 
  • Muskelkrämpfe: Euer Hund kann Muskelkrämpfe bekommen, was ihr an seinen langsamen und unnatürlichen Bewegungen bemerken werdet. 
  • Bewusstlosigkeit und Koma: Bei sehr starken Vergiftungen kann euer Hund das Bewusstsein verlieren oder sogar ins Koma fallen. Hier hilft nur noch eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt und eine Erste-Hilfe-Versorgung auf dem Weg zum Tierarzt oder zur nächsten Klinik. 

Therapie

Bei einer Vergiftung wird der Tierarzt immer versuchen, das Gift aus dem Körper zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern.

Um das Gift des Kirschlorbeers aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:

  • AKTIVKOHLE: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen. Dies sollte möglichst innerhalb von 2 Std. nach der Giftaufnahme erfolgen, damit das Gift nicht in den Blutkreislauf gelangt.
  • ABFÜHRMITTEL: Die Gabe von Aktivkohle kann von dem Tierarzt mit einem Abführmittel kombiniert werden.
  • MEDIKAMENTE: Mithilfe von unterschiedlichen Medikamenten kann der Tierarzt Erbrechen beim Hund auslösen, um das Gift aus dem Körper zu bekommen. Bei einer Blausäurevergiftung kann der Tierarzt ein Gegengift z.B. in Form von Natriumnitrit verabreichen.

    Zur Linderung der Vergiftungs-Symptome kann der Tierarzt künstlich beatmen oder Infusionen geben.

Nähere Informationen zu Vergiftungen und Notfällen beim Hund findet ihr hier: 

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