Deerhound (Schottischer Hirschhund)
Pfeilschnelle, kraftvolle und sanfte Windhundriesen aus Schottland
Steckbrief Deerhound (Schottischer Hirschhund)
71,0 - 81,0 cm
35,0 - 50,0 kg
9 - 11 Jahre
Jagd-, Renn- und Begleithund
Großbritannien
struppiges, raues Haarkleid, grau oder rotbräunlich
Temperamentvoller Jäger, schneller Läufer, freundlich
Top Facts
- Ausdauernde Rennmaschine = benötigt körperliche Auslastung (Spaziergänge, ggf. Coursings)
- Für einen Windhund gut erziehbar, sensibel = konsequent-liebevolle Erziehung
- Jagdtrieb kann Freilauf erschweren, erfordert Training
- Sehr große Hunderasse, die nicht für kleine Wohnungen und viele Treppen geeignet ist
- Rauhaariger Windhund = Fell ist leicht zu pflegen, haart wenig und kann für Allergiker geeignet sei
- Ruhiger und verträglicher Begleit- und Familienhund im Haus
Charakter
Sanftmütige und freundliche Jäger
Die Schottischen Hirschhunde strahlen eine sehr sanftmütige und edle Gelassenheit aus. Zu ihren Menschen sind sie liebenswürdig und empathisch, ertragen aber keine Ungerechtigkeiten.
Deerhounds sind zwar wesentlich leichter erziehbar als andere Windhunderassen, dennoch sind und bleiben sie sehr starke und schnelle Sichtjäger. Mit einer guten und frühzeitigen Erziehung kann bei ihnen ein kontrollierter Freilauf möglich sein.
Im Haus schlafen sie gern und viel und sind sehr verschmuste Hunde. Draußen drehen sie dann aber so richtig auf. Sehr angenehm ist, dass Deerhounds sich neutral bis gleichgültig gegenüber Fremden verhalten und anderen Hunden gegenüber freundlich-interessiert sind.
Deerhounds sind ausgesprochen liebenswürdige und sanftmütige Hunde. Sie wirken sehr elegant und gelassen. Mit Menschen, Artgenossen und Kindern sind sie sehr geduldig, freundlich und einfühlsam.
Im Haus sind Deerhounds sehr ruhige und angenehme Hunde, sofern sie körperlich und geistig ausgelastet werden.
Im Gegensatz zu vielen anderen Windhunden, die reine Kurzstreckensprinter sein können, ist der Deerhound ein sehr ausdauernder und kräftiger Hund.
Intelligenz
Deerhounds sind als Jagdhunde eine selbständige Arbeit gewohnt und weniger mit dem Menschen zu arbeiten.
Wenn es um eine Lernwilligkeit geht, Signalwörter wie "Sitz", "Platz" und weitere zu erlernen und auszuführen, sind Deerhounds sicherlich nicht die willigsten und die schnellsten. Doch sie lernen gut, wenn man sie richtig behandelt.
Aufmerksamkeit
Windhunde sind als reine Sichtjäger die Arbeit mit dem Menschen nur in geringem Maß gewohnt und haben daher keinen ausgeprägten "Will-to-please", wie es beispielsweise Labradore und Pudel haben.
Aber sie sind wesentlich aufmerksamer als viele andere Windhunderassen.
Energie
Deerhounds haben einen starken Bewegungsdrang und sind ausgesprochen ausdauernd und schnell.
Sie sollten täglich ausgiebige Spaziergänge haben und sind auch sehr für Windunderennen (Coursings) zu begeistern.
Für Couch-Potatoes sind sie daher völlig ungeeignet.
Zeitaufwand
Da Deerhounds viel Auslauf benötigen und ihr den Jagdtrieb mit einiger Arbeit gut unter Kontrolle bringen solltet, damit ihr euren Deerhound Freilauf ermöglichen könnt, ist ein Deerhound recht zeitaufwändig.
Weniger aufwändig ist dafür die Pflege.
Training
Deerhounds sind keine typischen Hundesport-Rassen, mit denen ihr beispielsweise Begleithundetraining oder Agility ausüben könnt. Sicherlich ist es möglich, auch mit einem Deerhound die Begleithundeprüfung zu bestehen, aber dazu gehört ungleich sehr viel mehr Zeit und Mühe als bei anderen Hunderassen.
Dafür lieben Deerhounds Bewegung in aller Form:
- Wanderungen und lange Spaziergänge, Walken
- Begleithunde für Reiter
- Coursing (Windhunderennen auf der Rennbahn)
- Canicross (Crossläufe, bei denen euch der Hund im Geschirr zieht)
Wohnungstauglichkeit
Deerhounds sind sehr große Hunde, da ist eine sehr kleine Wohnung eher ungünstig. Wird euer Hund aber draußen sehr gut ausgelastet, finde ich auch eine kleinere Wohnung in Ordnung, denn drinnen sind Deerhounds sehr ruhig und schlafen viel.
Doch natürlich ist ein Haus mit einem großen, eingezäunten Garten für die großen Hunde aus Schottland erstrebenswert.
Solltet ihr einen Deerhound in einer Wohnung halten wollen, so sind zwei Punkte vor dem Kauf des Hundes zu beachten:
1. Ganz gleich ob Eigentumswohnung oder Mietwohnung: Der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft müssen einer Hundehaltung zustimmen. Dazu haben wir folgende hilfreiche Artikel:
2. Die Wohnung sollte ohne Treppen erreichbar sein. Denn ein Deerhound ist sehr schwer und sollte im Wachstum besser keine Treppen regelmäßig laufen und bei Krankheit oder im Alter könntet ihr den Hund nicht die Treppen tragen.
Treue & Ergebenheit
Deerhounds sind gegenüber ihren Menschen ausgesprochen loyal, sofern diese sie freundlich und gerecht behandeln.
Jagdtrieb
Deerhounds wurden für die Jagd auf Hirsche gezüchtet und sind sehr ausdauernde, starke und schnelle Sichtjäger. Sie haben einen starken Jagdtrieb, den ihr aber mit viel Training, Geduld und frühzeitigem Beginn des Trainings bei den meisten Deerhounds gut in den Griff bekommen könnt.
Alleinsein
Deerhounds sind dafür gezüchtet wurden, mit den Menschen im Haus zu leben.
Das Alleinbleiben muss grundsätzlich jeder Hund erst in kleinen Schritten geduldig erlernen und ist je nach Individuum sehr leicht oder manchmal auch gar nicht erlernbar.
Bellen
Deerhounds bellen in der Regel eher wenig.
Wachsamkeit
Deerhounds besitzen kein ausgeprägtes Territorialverhalten, können aber bei Fremden, die ihnen komisch erscheinen durchaus wachsam sein.
Beschützer
Aufgrund ihrer imposanten Größe können Deerhounds als abschreckende Beschützer wirken und sicherlich würde ein Deerhound im Notfall seinen geliebten Besitzer auch beschützen. Aber Schutzhunde sind Deerhounds wirklich nicht.
Verträglich mit Hunden
Deerhounds sind sehr verträglich mit anderen Artgenossen. Allerdings können andere Hunde sehr von ihrer Größe beeindruckt sein und ängstlich oder auch aggressiv auf sie reagieren.
Junge Deerhounds können im Spiel einfach zu viel für andere Hunde sein. Insbesondere sehr kleine Hunde könnten von übermütigen Deerhounds verletzt werden oder mit viel Pech als Beute angesehen werden.
Verträglich mit Tieren
Da Deerhounds Jagdhunde sind, gelten Hirsche, Rehe und sicherlich auch Schafe, Kühe und andere Tiere eher als Beute denn als Freunde.
Doch hier ist eine möglichst frühe Gewöhnung an andere Tierarten ausschlaggebend. Es gibt durchaus Deerhounds, die friedlich mit Katzen zusammenleben.
Charakter & Verträglichkeit auf einen Blick
Gesundheit und Pflege
Robust und recht gesund
Deerhounds gehören zu den relativ gesunden und auch robusten Hunderassen.
Trotz ihrer Größe sind Gelenkerkrankungen bei richtiger Aufzucht, gesunder Ernährung und aus kontrollierter Zucht eher selten anzutreffen.
Dafür gibt es aber einige Herz-, Krebs-, Augen- und auch Leber-Erkrankungen, die bei Deerhounds häufiger vorkommen als bei anderen Hunderassen.
Krankheiten
Die folgenden Krankheiten können bei Deerhounds häufiger auftreten als bei anderen Hunderassen:
Magendrehung
Aufgrund ihrer Größe und ihres tiefen Brustkorbes, können Deerhounds leichter als andere Hunderassen eine lebensgefährliche Magendrehung erleiden. Um ihr vorzubeugen sollten Deerhounds am besten zweimal täglich gefüttert werden und nach dem Fressen mindestens 1-2 Stunden ruhen. Bei den kleinsten Anzeichen einer Magendrehung heißt es sofort ab zum Tierarzt!
Herzerkrankung DCM
Die Dilatative Cardiomyopathie (DCM) ist eine Erkrankung des Herzens, die zum jungen und plötzlichen Herztod führen kann. Sie kann durch Ultraschall-Untersuchungen bestimmt werden. DCM kommt besonders stark bei Dobermännern vor, aber auch bei Deerhounds.
Osteosarkom (Knochenkrebs)
Leider kommt auch Knochenkrebs bei einigen Deerhounds häufiger vor als bei anderen Hunderassen.
Postoperative Blutungsneigung (DEPOH)
Diese Erkrankung kann mit einem Gentest vorab getestet werden. Der Scottish Deerhound hat eine genetisch bedingte erhöhte Neigung zu der Entwicklung einer postoperativen Blutungsneigung. "Delayed Post Operative Haemorrhage" ist der englische Name für die verzögerte postoperative Blutung. Es können unerwartete, übermäßige Blutungen oder Blutergüsse wenige Tage nach operativen Eingriffen auftreten.
Progressive Retinaatrophie (PRA)
Die Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine Augenerkrankung, die zu einer Degeneration der Netzhaut und dann zur Erblindung führt. Sie kann über einen Gentest festgestellt werden und ist eine genetisch bedingte Augenerkrankung.
Lebershunt - Portosystemischer Shunt (PSS)
Bei dieser genetisch bedingten Erkrankung handelt es sich um eine Gefäßmissbildung der Leber. Die Leberfunktion ist gestört und führt zu einer Ansammlung von toxischen Substanzen im Blut. Dies kann wiederum auch zu neurologischen Symptomen führen. Bei Deerhounds kommt diese Erkrankung allerdings nicht so häufig vor, wie bei Irischen Wolfshunden.
Verträgt Hitze
Deerhounds stammen aus Schottland und sind Hitze nicht unbedingt gewohnt.
Verträgt Kälte
Deerhounds können mit Kälte sehr gut umgehen und benötigen im Winter keinen Hundemantel, wie es bei anderen Windhunderassen der Fall ist.
Pflege
Das raue Haarkleid des Deerhounds benötigt nicht besonders viel Pflege.
Baden
Hunde müssen nicht gebadet werden, es sei denn, sie haben sich in etwas übelriechendem gewälzt.
Kämmen & Bürsten
Es reicht, die Deerhounds gelegentlich zu bürsten. Während des Fellwechsels kann dies etwas häufiger der Fall sein.
Haaren
Deerhounds haaren eher wenig.
Schneiden & Trimmen
Deerhounds dürfen nicht getrimmt werden.
Für Allergiker geeignet
Deerhounds haaren zwar leicht, sind aber für viele Alergiker sehr gut geeignet. Dies ist aber immer individuell am Hund und mit der allergischen Person auszuprobieren.
Sabbern
Mit ihren langen Schnauzen sabbern Schottische Hirschhunde im Grunde gar nicht. Es sei denn, ihr serviert ihm ein leckeres Futter.
Gesundheit & Pflege auf einen Blick
Ernährung
Auf gesundes Wachstum und Übergewicht achten
Da Deerhounds zu den sehr großen Hunderassen gehören, müsst ihr insbesondere im Wachstum auf die richtige Ernährung achten. Sie dürfen nicht zu schnell wachsen und müssen alle notwendigen Vitamine und Spurenelemente in ausreichender Menge erhalten.
Verfressenheit
Deerhounds sind generell eher weniger verfressen.
Aussehen
Großer rauhaariger Windhund
Der Schottische Deerhound ähnelt einem großen, rauhaarigen Windhund bzw. Greyhound. Im Gegensatz zum Greyhound ist er aber größer und stärker gebaut. Dafür ist aber auch nicht so schnell wie der schnellste Windhund, der Greyhound.
Laut Rassestandard haben Deerhounds eine Schulterhöhe zwischen 71-81 cm und wiegen ca. 35-55 kg.
Ihre Rute ist sehr lang und reicht dabei fast bis zum Boden. Dabei ist sie mit Haaren bedeckt und an der Oberseite leicht borstig und an der Unterseite länger.
Augenfarbe
Dunkelbraun, haselnußfarben (helle Augen sind unerwünscht)
Fell
Das Haarkleid der Deerhounds ist rau und als struppig zu bezeichnen. Sie haben keine Unterwolle und wolliges Haarkleid ist laut Zuchtstandard nicht erwünscht. Es kann ca. 8-10 cm lang sein.
Farbe
Das Haarkleid ist meist grau, wobei das Grau variieren kann und gestromt sein darf:
- Dunkles Blaugrau
- dunkleres Grau
- helleres Grau
- Gestromt
- Gelb
- Rotsandfarben
- Rotbräunlich
Grundsätzlich haben sie eine schwarze Maske und schwarze Ohren, Läufe und Ruten.
Weiße Flecken
Weiße Flecken sind in Maßen erlaubt, aber nicht gewünscht. Je weniger Weiß, desto besser, laut Zuchtstandard.
An folgenden Stellen sind weiße Flecken erlaubt:
- an der Brust
- an den Zehen
- eine kleine weiße Rutenspitze.
Nicht zulässig laut Zuchtstandard sind:
- weiße Blesse am Kopf
- weißer Kragen
Geschichte und Herkunft
Vom keltischen Wundhund zum Deerhound
FCI Norm
Nummer: 164
Herkunft
Großbritannien, Schottland
Geschichte
Rauhaarige Windhunde
Der Schottische Hirschhund ist eine von der FCI offiziell anerkannte britische Hunderasse und gehört zu den rauhaarigen Windhunden. Er ist Schottlands älteste Hunderasse und eng verwandt mit dem Irischen Wolfshund, mit dem er auch eine starke Ähnlichkeit hat. Doch ihre Geschichte hat einen entscheidenden Unterschied.
Wind- und Rennhunde in Schottland zur Zeit der Römer
Schon als die Römer um 80 n. Chr. auf Schottland stießen, soll es im heutigen Schottland bereits große Wind- und Rennhunde gegeben haben. Schottland wurde von den Römern "Caledonia" genannt. Es ist belegt, dass bereits im 3. Jahrhundert windhundartige Hunde zur Jagd in Schottland eingesetzt wurden.
Es ist auf der einen Seite denkbar, dass die Vorfahren des Schottischen Hirschhundes in Form von Windhunden bereits mit phönizianischen Seefahrern und Händlern nach Schottland kamen. Die Phönizier lebten im 1. Jahrtausend v. Chr. in der sogenannten Levante an der östlichen Mittelmeerküste. Sie könnten windhundeartige Ur-Hunderassen vom westeuropäischen Festland nach Schottland und England gebracht haben.
Keltischer Windhund als Vorfahre
Der Schottische Hirschhund könnte aber auch direkt von dem keltischen Windhund abstammen. Die Kelten wurden von den Römern in der damals römischen Provinz Hispania unterworfen und in Spanien entwickelte sich aus dem keltischen Windhund die heute in Spanien bekannte Windhundrasse "Galgo". Dieser hat vom Körperbau eine große Ähnlichkeit mit dem Deerhound.
Nomen ist Omen: Jagd auf Hirsche
Ursprünglich wurden Deerhounds, wie ihr Name andeutet, zur Jagd auf Rotwild eingesetzt. Denn "deer" bedeutet auf Englisch "Hirsch". Es war ihre Aufgabe, den Hirschen meist zu Zweit auf Sicht zu hetzen und am Ende zu töten oder für den Jäger zu stellen.
Starke Veränderungen mit Aufkommen der Schusswaffen
Mit der Einführung der Schusswaffen ab dem 13. Jahrhundert, veränderte sich die Jagdaufgabe des Deerhounds zwar, aber er verlor nicht vollkommen seinen Job auf der Jagd, wie es leider beim Irischen Wolfshund der Fall war. Mit der Schusswaffen-Jagd wurde der Deerhound primär zum Aufspüren und Hetzen der Hirsche eingesetzt. Auch die Verfolgung von verwundeten Hirschen wurde eine stärkere Aufgabe.
Unterschiedliche Greyhound-Arten als Vorfahren
Auf Abbildungen aus dem 15. Jahrhundert weisen sehr unterschiedliche windhundartige Rassen (siehe auch: Windhunde-Rassen) sehr starke Ähnlichkeiten auf. Es gab Englische, Irische und Scotch Greyhounds, sowie die Highland Deerhounds, Irische Wolfshunde und rauhaarige Greyhounds. Ihre große Ähnlichkeit lässt ihre gemeinsame Entwicklung vermuten.
Highland- und Lowland Deerhounds
Bis zum 18. Jahrhundert gab es noch kein einheitliches Aussehen der Deerhounds. Danach entwickelten sich insbesondere zwei Zuchtlinien: Die größere und stärker Highland-Linie, die mit einem dichteren Haarkleid versehen war und die kleinere und zierlichere Lowland-Linie, die ein weniger dichtes Haarkleid benötigte.
Einkreuzungen im 19. Jahrhundert
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurden die riesigen schottischen Landsitze mit ihren Ländereien immer stärker aufgeteilt und nur wenige behielten Deerhounds zum Jagen von Hirschen.
Jetzt waren Hunde gefragt, die sich an den Hirschen anpirschen, seine Fährte verfolgen und den Jäger zum Schuß kommen lassen. Doch hierfür waren oft andere Hunderassen besser geeignet als der Deerhound.
In dieser Zeit wurden die Deerhound-Linien weniger vital und man kreuzte sie oft ein. Beispielsweise wurden Bluthunde eingekreuzt, um den Geruchssinn zu optimieren oder Barsoi, um ihre Vitalität zu erhöhen. Alte Arbeitszuchtlinien dieser Zeit sind beispielsweise Chesthill, Morrison of Glenelt, M’neil of Colonsy und Bateson of Camusmere und Landseer.
"Maida" von Sir Walter Scott
"Maida" (1813-1824) war der Lieblingshund des schottischen Dichters und Schriftstellers Sir Walter Scott (1771-1832) und wird häufig mit einem reinen Deerhound verwechselt. Sir Walter Scott war zu seiner Zeit der am häufigsten gelesene Schriftsteller Schottlands und begründete den historischen Roman. Maida wurde nach ihrem Tod in einer Statue verewigt, die auch heute noch am Eingang des Landsitzes von Sir Walter Scott in Abbotsford House besichtigt werden kann. Maida soll jedoch eine Kreuzung aus Pyrenäischem Wolfshund und Highland Deerhound gewesen sein.
Berühmte Zucht des 20.Jahrhunderts: Aurora of Ardkinglas
Miss Anastasia Noble (1912-2000) züchtete rund 70 Jahre lang Deerhounds und viele ihrer Hunde wurden auch ins Ausland exportiert. Ihre Hündin Aurora of Ardkinglas aus den 1950er Jahren gilt als eine der bekanntesten Deerhounds und als Stammmutter vieler besonders erfolgreicher Deerhounds.
Deerhounds wurden immer größer gezüchtet
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hielt man übrigens für eine Deerhound-Hündin 66 cm und für einen Rüden 74 cm als optimale Höhe, um noch gute Hirschjäger zu sein. Diese Größe entwickelte sich jedoch immer stärker nach oben.
Zuchtstandards und Deerhoundclubs
- 1886 Gründung des Britischen Deerhoundclubs, der auch noch den heute gültigen Rassestandard festlegt.
- 1892 wurde der erste Rassestandard vom Britischen Deerhoundclub festgelegt. Hier lag die Höhe aber bereits zwischen 71-76 cm.
- 1948 wurde der heutige Größenstandard von 71-81 cm festgelegt.
- In Deutschland werden Deerhounds vom Deutschen Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV) betreut.
Deerhound (Schottischer Hirschhund) im Überblick
Auflagen
Es gibt keine gesetzlichen Auflagen zur Haltung von Schottischen Hirschhunden (Deerhounds) in den Deutschen Bundesländern, in Österreich oder in der Schweiz (Stand: März 2024).
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